• #1

Findet Ihr die neuen Regelungen zur Unterhaltszahlungen gerecht?

Eine Neuerung im Gesetz für Unterhaltszahlungen ( http://www.focus.de/panorama/vermischtes/scheidung-bundesverfassungsgericht-staerkt-rechte-geschiedener_aid_599109.html ) sieht nun keine Kürzungen mehr für Geschiedene vor, wenn der Mann wieder geheiratet hat. Findet Ihr eine solche Regelung sinnvoll? Wird die Korrektur automatisch vorgenommen oder muss man selbst noch aktiv werden?
 
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Gast

  • #2
Ja, ich finde die neue Regelung gerecht.
Der Satz wurde festgelegt und was kann die Frau dafür, dass der Mann nun meint, wieder heiraten zu müssen.
In dem Fall im Focus geht es um eine langjährige Ehe, in der die Frau wahrscheinlich keine andere Einnahmequelle mehr hat. Ich finde das Urteil gerecht.

Wenn nämlich die Frau wieder heiratet, dann muss der Mann ja weniger oder nichts mehr zahlen, also würde der Mann immer profitieren, egal wer von beiden wieder heiratet.
Oder müsste der Mann dann etwa mehr zahlen, wenn seine unterhaltsberechtigte Exfrau nun einen arbeitslosen Mann heiratet, der von ihrem Geld leben muss? Das wäre ja nur logisch, wenn man die alte Teilung durch Drei (siehe Artikel) befolgt.
 
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Gast

  • #3
Nö, ist natürlich nicht fair. Logisch, dass die Männer kaum noch heiraten wollen. Wer wird freiwillig das Risiko eingehen, ausgeplündert zu werden, ohne dass er dafür irgendeine Gegenleistung bekommt?

Heiraten ist eine Sache für altmodische Männer und für Frauen, die an Geld rankommen möchten.

m (45)
 
  • #4
Ich würde es gerecht und modern finden, wenn im Moment der Scheidung alle Lasten ausgeglichen werden und die beiden Exe danach die exakt gleiche rechtliche Stellung wie vor der Heirat hätten -- ohne irgendwelche Unterhaltspflichten und ohne gegenseitige Verantwortung ein Leben lang trotz Scheidung.

Erst wenn eine Scheidung wirklich wieder auf Null zurücksetzt, werden Geschiedene keine Menschen zweiter Klasse auf dem Partnermarkt mehr sein.

Jeder Mensch muss sein eigenes Leben leben und seine eigenen Entscheidungen treffen. Er muss sich selbst versorgen und die Lebensqualität genießen, die er sich selbst erarbeiten und bieten kann.
 
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Gast

  • #5
Das Unterhaltsrecht wurde zugunsten der Männer erst geändert, was soll denn noch alles gestrichen werden. Ich finde es richtig!
w49 voll berufstätig
 
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Gast

  • #6
Ich finde das eher merkwürdig, vielleicht habe ich es aber auch nicht ganz verstanden.

Mal angenommen, ich heirate einen Mann, der seiner geschiedenen Frau Unterhalt zahlen muss.
Die Ex-Frau arbeitet nur Teilzeit, und verdient schlecht. Deshalb kriegt sie Geld vom Ex, damit sie ihren Lebensstandard halten kann, trotz gemütlicher Teilzeitstelle.

Ich arbeite Vollzeit, deshalb verdiene ich gut.
Nun wird alles addiert durch drei geteilt.
Was hat denn mein Einkommen mit dem Teilzeitgehalt meiner Vorgängerin zu tun ? Wie komme ich dazu, die Frau indirekt zu finanzieren ?

Befremdend finde ich auch die Vorstellung der Richter, dass Frauen eben naturgegebenermaßen Geld kosten, und das Geld es Mannes eben gerecht zwischen den beiden aufgeteilt werden muss.

Oder habe ich das falsch verstanden ?
w49
 
  • #7
@#5: Ja, kurz gesagt, hast Du das alles komplett falsch verstanden. Gemeint ist folgendes: Scheidung, Mann muss Unterhalt zahlen. Punkt. Wenn er erneut heiratet, darf das keinen Einfluss auf den Unterhalt der ersten Frau haben. Das Gehalt der zweiten Frau spielt keine Rolle; ihre etwaigen Ansprüche an ihn werden erst nachrangig erfüllt.
 
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Gast

  • #8
Danke, Frederika, habe ich kapiert.
Dann kommt für Euch junge Frauen ein geschiedener Mann mit Unterhaltsverpflichtung als Vater Eurer Kinder ja kaum in Betracht. Dass seine zweite Frau einige Zeit zu Hause beim Kind bleibt, kann sich die Zweitfamilie gar nicht leisten.
Stimmt das denn nun ?
w49
 
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Gast

  • #9
#6
Ähm nein, 5 hat es richtig, Du hingegen falsch verstanden.

Im Artikel steht ausdrücklich: "Das Grundprinzip: Die Einkünfte der beiden früheren Ehepartner und des neuen Partners werden zusammengezählt und durch drei geteilt. Auf dieser Basis wird der Bedarf des früheren Partners berechnet."

<MOD: Dieses Zitat ist irreführend.>
 
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Gast

  • #10
Oberflächlich betrachtet ist es ein Schritt zurück zu ungunsten des neuen Paares. Es bleibt jedoch zu beachten, dass Unterhalt an den/die Ex. nicht mehr unbefristet gezahlt werden muss, es sei es liegens schwer wiegende Gründe vor, dass der/die Ex nicht arbeiten kann.
Der Kindesunterhalt bleibt davon unberührt und muss ggf. bis zum Ende einer Ausbildung an das Kind gezahlt werden.
Diese Dreiteilung wird aufgehoben, so dass der wieder Verheiratete den vorher berechneten Unterhalt zahlen muss.
 
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Gast

  • #11
Ganz genau - für mich käme ein geschiedener Mann mit Unterhaltsverpflichtung niemals in Betracht.

w/39
 
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Gast

  • #12
Hallo McArthur, für eine gewisse Übergangszeit (vielleicht noch die nächsten 5-8 Jahre) finde ich es schon noch in Ordnung, dass die Männer und die Frauen, die wegen der Kinder beruflich zurückgesteckt haben, zu Hause geblieben sind und damit einen beruflichen Nachteil erlitten haben bzw. beruflich nicht mehr Fuß fassen können, einen Ausgleich in Form von Unterhalt bekommen. (Ich spreche hier von Ehegatten-Unterhalt, nicht dem Unterhalt für Kinder; darüber sind sich die meisten wohl einig.)
Es gibt immer noch Ehen (und somit auch Scheidungen) die in einer Zeit geschlossen wurden, in der Frauen ohne die Zustimmung des Ehemannes nicht arbeiten durften, Frauen von qualifizierter Bildung ferngehalten wurden und es keine externen Betreuungsmöglichkeiten gegeben hat. Um diese Ehen geht es mir in erster Linie. Da finde ich einen Ausgleich fair. (Und wenn ich mich richtig erinnere, ging es in dem Urteil um eine jahrzehntelang andauernde Ehe.)

Nun dürfen Frauen arbeiten, dürfen sich Bildung aneignen und die Betreuungssituation ist an vielen Orten ausgezeichnet, so dass ich davon ausgehe, dass die zukünftig geschlossenen Ehen zu anderen Bedingungen geschieden werden, was ich auch richtig finde.

Männer wissen seit fast 40 Jahren, worauf sie sich mit einer Eheschließung einlassen und Frauen wissen seit den letzten drei (?) Jahren, welches Risiko sie eingehen.

w/48
 
  • #13
@#8: Falsch. Einfach richtig lesen. Das Dreiteilungprinzip war vom BGH und wurde vom BVerfG doch gerade in dem dort diskutierten Artikel verworfen. Es gilt also eben gerade nicht. Richtig ist das, was ich in #6 geschrieben habe.
 
  • #14
@#7: Ja, aus meiner Sicht sind geschiedene mit Unterhaltspflichten keine geeigneten Partner. Das ist aber sicherlich eine rein persönliche Einschätzung.
 
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Gast

  • #15
Frederika hat recht. Das Urteil stärkt den Unterhaltsanspruch langjähriger Hausfrauen.
Es soll dafür sorgen, dass (Haus-)Frauen, die keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt haben, in´s soziale Abseits abrutschen.

Eine Kollegin von mir sagt, dass sie es nicht nötig hätte, Vollzeit zu arbeiten, denn ihr gutverdienender Ex-Mann müsse ihr Unterhalt zahlen. Die beiden Kinder sind zwischen 30 und 40.
Ob ich das gerecht finde ? Nunja.....eher beneidenswert, wenn ich ehrlich bin.
w49
 
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Gast

  • #16
@14
Beneidenswert? Na ja, ich finde es eher armseelig. Allerdings dürfte die Frau ja eh Ü60 sein, sonst hätte sie kein 40jähriges Kind.

@5 Du hast es falsch verstanden, das Einkommen der neuen Frau hat noch nie den Unterhalt beeinflusst. Bisher war es aber so, dass der Mann, wenn er eine neue Frau hat und diese eben n i c h t arbeitet, er der Ex nach seiner 2. Heirat dann weniger zahlen musste. Nicht ganz einzusehen, denn was kann die Ex dafür. Nun finde ich es gerechter.
 
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Gast

  • #17
Ja, das ist gerecht, vor allem wenn es sich dabei um langjährige Ehen, auch sogenannte "Hausfrauenehen" handelt. Keine Frau hat nach jahrzehntelanger Berufsunterbrechung mehr die Möglichkeit, nochmals in ihren früheren Beruf zurückzukehren. Sie wird stets nur unterqualifizierte Tätigkeiten ausüben können, wenn überhaupt! Das Prinzip der nachehelichen Solidarität gebietet es, jenen Frauen den Vorrang bei Unterhaltsansprüchen gegenüber der zweiten Frau einzuräumen.
Und keine Nachfolgerin ist gezwungen einen Mann mit Unterhaltsverpflichtungen auch zu heiraten. Sie weiss stets worauf sie sich einlässt und darf anschliessend nicht meckern.
 
  • #18
#1 Frederika kann es sich nicht vorstellen, aber nach einer langjährigen Ehe mit klassischer Aufgabenteilung kann man nicht wieder alles auf Null zurücksetzen. Weder der Mann noch die Frau.
Man kann ein neues Leben beginnen - aber mit einer anderen Ausgangsbasis. So ist es nun einmal, wenn man Entscheidungen getroffen hat - sie haben Konsequenzen. Das weiß eigentlich jedes Kind.

Mwerkwürdigerweise bevorzugen erfolgreiche Männer die sich eine Familie wünschen, noch immer das klassische Modell der Ehe - und eine Frau, die sich um Kinder, Haus und soziale Kontakte kümmert. Sooo schlimm kann es also für sie nicht sein.
Abgesehen davon kenne ich keinen wirklich erfolgreichen Mann, der um 16.30 seinen Schreibtisch oder die Sitzung verlassen kann, um die Kinder von der Schule abzuholen.
 
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Gast

  • #19
zu#9

Ich habe mein Geld als Single-Mama immer alleine verdient und war noch nie von einem Mann finanziell abhängig. Ein geschiedener Mann, der für seine Frau Unterhalt zahlen muss, ich meine keinen Kindesunterhalt, käme für mich als Partner nicht in Frage. In der Vergangenheit war ich aber für solche Männer sehr interessant. Sie waren immer erstaunt, dass ich sie ablehnte.

Kann dem letzten Absatz von #13 nur zustimmen. Die Männer haben bei ihrer Hochzeit schon vor zig Jahren gewußt, was im Falle einer Trennung auf sie zukommen kann. Und trotzdem beharren immer noch einige Männer, selbst in dem lockeren Berlin darauf, dass die Frau nach der Geburt des Kindes nicht mehr arbeiten geht, sondern Hausfrau, nach der Erziehungszeit, wird.

Solange kein Umdenken im Kopf stattfindet und die Männer mit Verweigerung reagieren, anstatt vor der Hochzeit einen guten Ehe-Vertrag, was beide absichert, abschliessen, wird sich an den ganzem Thema nicht viel ändern.

w 47
 
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Gast

  • #20
@17
Ach Siri...
Mit deinem posting beweist du nur wieder einmal mehr, dass du von den Realitäten etwas weiter entfernt bist!
Nur weil du die von dir angesprochenen Männer nicht kennst, heißt das ja nun noch lange nicht, dass es solche Männer nicht gibt...
Lass dir gesagt sein, es gibt sie sehr wohl!
 
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Gast

  • #21
Ich finde der Unterhalt der ersten geschiedenen Frau sollte sich natürlich nicht ändern dadurch das der Mann wieder geheiratet hat aber auch der Unterhalt für eine zweite Frau sollte unabhängig davon berechnet werden das der Mann bereits Unterhalt zahlt sofern nach dem Unterhalt für die erste Frau noch ausreichend Geld vorhanden ist. Der Mann selbst kann immer noch in eine Sozialwohnung ziehen und bekommt vom Staat dann eben Essensmarken.
Das wäre dann wirklich gerecht denn dann würde Dummheit endlich richtig bestraft werden.
 
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Gast

  • #22
Männer, erst gar nicht heiraten, um solchen Problemen auszuweichen ist die beste Lösung! Also welcher Mann kann Frau oder umgekehrt noch zum Traualtar führen, geht gar nicht!?
 
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Gast

  • #23
Dieses Gesetz ist wieder ein deutlicher Grund für einen Mann niemals zu heiraten!
Wo bleiben Gleichberechtigung und Gerechtigkeit?
Dem geschiedenen Mann bleibt die Chance auf eine neue Familie verwehrt - dank Finanzieller Pleite!
Die geschidene Frau dagegen hat alle Möglichkeiten offen, Sie darf nur eines nicht tun - nochmal
heiraten, denn dann würde ja Ihre Geldquelle versiegen!!! Und so kann Sie sich auf ein sorgenfreies Leben in einer neuen Beziehung freuen(auch mit Kindern) in dem 2 Einahmequellen sprudeln!
Ich spreche aus Erfahrung! m43
 
  • #24
Ich trenne das in zwei Möglichkeiten

1) Es gab eine Einigung zwischen den Ehepartnern dass sich einer Hauptsächlich um die Kinder kümmert und allenfalls Teilzeit arbeitet (in den meisten Fällen bisher die Frau). Das heisst ja auch dass eine mögliche Berufliche Weiterentwicklung nicht stattfinden kann, damit hat natürlich dieser teil des Paares nicht mehr dieselbe Möglichkeit nach der Ehe auf diesen Lebensstandart zu kommen. Dann finde ich es nur fair und gerecht dass dieser Partner Unterhalt bekommt und auch dass eine neue Partnerin dabei keine Rolle spielt.

2) Es gab keine Kinder oder keine Benachteiligung durch die Berufliche Unterbrechung (wie zum Beispiel bei Lehrern). Dann gibts überhaupt keinen Grund dafür nach Beendigung der Ehe noch irgendetwas zu bezahlen.

@14 Wenn Du das beneidenswert findest....Diese Frau hat nicht wirklich eine Selbstachtung, oder? Ich finde das auch armselig.
 
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Gast

  • #25
#10 Ja für dich käme ein unterhaltspflichtiger Mann nie in Betracht,aber einen Mann zum unterhaltspflichtigen zu machen,würde für dich sicher nicht außer Betracht stehn!
AE Mütter bleiben auf der Strecke,weil Frau sich das eigene Bein stellt....!
Ich persönlich werde nicht mehr mit einer Frau ein Haus bauen/finanzieren,keine Eigenleistungen durchführen,keine AE Frau nehmen,nicht mehr Heiraten,keine Kinder usw...warum,Mann hat auch ein Recht auf Leben.
Heute sind doch mehr Männer abhängig,wie Frauen...durch Scheidung und Unterhalt!
Die Emanzipation wollte es so,dann soll auch jeder für sich "Rackern",dann sinkt auch wieder die höhere Lebenserwartung der Frauen.

m48
 
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Gast

  • #26
Wir hatten ja schon vor kurzem die Diskussion mit dem Heiraten in einem anderen Thread. Und ich bin auch ein Heiratsverweigerer, da ich niemals in so eine Klausel fallen möchte.

Egal, wie man die Gesetze macht, ganz gerecht kann man es sowieso nicht machen. Nach einer Scheidung hat jede Seite ihre eigene subjektive Meinung. Außerdem ist jeder Fall individuell verschieden und Gesetze versuchen, allgemeingültig zu sein. Daher kommt es dann zu den extremen Fällen, die immer wieder gerne zitiert werden. Deshalb ist oben gestellte auch nicht endgültig zu beantworten, da es sicher Situationen gibt, wo es sinnvoll ist und andere, wo eben nicht.

Was ich bei solchen Debatten immer denke: Aufgrund der immer noch recht einseitigen Rechtsprechung (die jetzt langsam verbessert wird) tritt eine immer größere Verweigerungshaltung der Männer bei der Heirat ein. Es ist ein reiner Selbstschutz, weil Mann möchte auch noch ein Leben, wie oben jemand richtig geschrieben hat. Ob dies aber insgesamt von der Gesellschaft so gewollt ist?

Frauen, die nur finanzielle Zuwendungen einfordern, und das auch mit dem Argument, ich hole mir nur, was mit rechtlich zusteht, sollten eins bedenken: Nicht alles, was einem rechtlich zusteht, steht einem moralisch zu. Außerdem ist es so, dass wir uns immer mehr von der Versorgerehe verabschieden, da reine Hausfrauen-Ehen immer seltener zu finanzieren sind. Und schon im Eigeninteresse der Frau und der Gesellschaft, sollte die Frau nach einer angemessenen Pause schauen, dass sie auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuss fasst. In unserer heutigen Zeit ist es wirklich nicht mehr hinnehmbar, sich die Jammerei anzuhören, Frau war 20 Jahre zu Hause und findet jetzt keinen adäquaten Job mehr. Da hat sie in meinen Augen die Konsequenzen zu tragen und muss sich einschränken, wenn die Ehe schief geht und das Lebensmodell dadurch scheitert. Und da kann jetzt Entrüstung von seiten einiger Frauen kommen was will - jeder hat seine eigene subjektive Meinung...
 
  • #27
Ich komme hier wieder mit meinem skandinavischen Hintergrund. Als ich mich vor gut 11 Jahren (auf meinen Wunsch hin) habe scheiden lassen, sind wir zur zuständigen Behörde gegangen, wurden geschieden, und das war's. Keine Unterhaltszahlungen, kein Teilen von Pensionen - nichts !!! Ich war und bin seit 30 Jahren voll erwerbstätig und habe 3 Kinder (nicht mit dem Ex). In Skandinavien ist es völlig normal, das Frauen Kinder, Karriere und Einkommen haben. Ein Frauenkampf wie in Deutschland ist überflüssig, ebenso dass Karrierefrauen sich in hässliche maskuline Hosenanzüge kleiden und wie Männer agieren müssen, um Geltung zu bekommen (und dadurch ihre Weiblichkeit verlieren).
Ich bin froh, dass ich nicht nach deutschem Muster mich immer noch mit dem Ex herumzanken muss. Meine Kinder sind über 18 und daher juristisch nicht mehr finanziell von mir abhängig. Dass ich sie dennoch freiwillig in ihrer Ausbildung unterstütze, ist meine eigene freie Wahl!
Ich bin als Frau finanziell völlig unabhängig, und auch kein Mann ist von mir abhängig. Ich habe hier in Deutschland so viel böses Blut fließen sehen, weil Ex-Eheleute sich juristisch, emotional und finanziell jahrelang schlimm die Köpfe einschlagen. Klar hat das Einfluss auf eine nachfolgende Partnerschaft. Und ich verstehe immer noch nicht, dass nicht jede Frau mit einer wortlosen Selbstverständlichkeit es auf sich nehmen kann, für sich selber zu sorgen.
 
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Gast

  • #28
Ich finde es kurzsichtig und egoistisch, wenn Männer hier schreien, dass die Eheschließung Schuld an allem ist. Blödsinn !!!
Es ist nicht die Ehe, es sind die Ehepartner, oft sogar die Männer, die sich das selbst einbrocken.

Wie hier schon geschrieben wurde, viele gut verdienenden Männer bestehen auch heute noch darauf, es sich zu Hause gemütlich machen zu können. Die Aussage "meine Frau muss icht arbeiten" fällt auch heute noch oft.
Auch Männer möchten sich fortpflanzen und Kinder haben. Aber um die Kindern kümmern soll sich dann doch die Frau. Kümmern heißt nicht, am Wochenende zum Sport zu gehen oder gemeinsam etwas unternehmen. Kümmern sind all die Dinge, die manchmal nerven. Tee ans bett bringen, wenn das Kind krank ist, trösten wenn es gestürzt ist, zu den freunden oder in den Sportverein fahren, Hausaufgaben betreuen usw. Wenig Männer sind bereit, hierfür ihre eigene Arbeit/Karriere zu reduzieren.
Aber nach der Trennung gilt das dann alles nicht mehr, dann soll die Frau doch bitte schauen, dass sie mit ihren Beruf, den sie 10 Jahre nicht mehr ausüben durfte, ihren Lebensunterhalt verdient und die Kids natürlich trotzdem versorgt. Einfach gedacht.

Wie wäre es denn, wenn die lieben Männer trotz einer Heirat der Frau die Hälfte der Arbeit abnimmt, damit diese dann auch Karriere machen kann. Dann braucht auch kein Mann mehr Unterhalt für eine Frau zu zahlen.
Das wäre die Lösung, nicht der Verzicht auf die Ehe.

Mich wundert auch immer wieder, wie viele Männer allen ernstes der Meinung sind, dass sich Mütter von 2-3 kleinen Kindern mit 300,- Unterhalt des Exmannes ein sorgenfreies, tolles Leben machen können. ICH könnte das nicht, ich würde am sparen müssen um irgendwie um die Runden zu kommen. Aber für manche Männer ist das wohl der Himmel auf Erden.
 
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Gast

  • #29
Wenn ein Mann heutzutage noch heiratet, hat er entweder Geld im Überfluss oder er ist dumm.
Und solange das gemeinsame Sorgerecht unverheirateter Paare nicht GESETZ wird, werde ich auch keine Kinder in die Welt setzen.
Des weiteren wird die Unterhaltsrechtsreform aus dem Jahr 2008 (?),doch immer mehr gen alten Muster wieder aufgeweicht.
Die Konsequenzen aus diesem Dilemma (u.a. weiter zunehmende Kinderlosigkeit etc.) wird unsere Gesellschaft noch sehr arg deformieren!
Ich finde es sehr schade, dass diesem Thema in Deutschland nach wie vor zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird!
 
  • #30
#27
ich stimme dir in allem zu.
Die ganze Sache hat nur einen Haken - in Deutschland können, wegen mangelnder Kinderbetreuung und wegen des fehlenden Selbstverständnis der Arbeitgeber, beide Ehepartner nur dann beruflich erfolgreich sein, wenn eine weitere zuverlässige, privat finanzierte oder familiär organisierte Betreuung der Kinder hinzukommt.
Bei Durchschnittseinkommen lohnt sich das nicht.