• #1

Finanzielles: Meins vs Deins in der Ehe!

Mein Partner hat, als wir uns kennenlernten ein kleines Haus umgebaut; kreditfinanziert. Ich bin mit ihm eingezogen als es fertig war. Unter der Woche habe ich in einer anderen Stadt gearbeitet und dort eine 1-Zimmer Wohnung gemietet. An den WE habe ich bei ihm gewohnt. Schon zu dieser Zeit machte er immer seinem Unmut Luft, dass ich mich nicht an den Hauskosten durch Miete beteilige. Es reichte ihm nicht, dass ich mich an NK, Einkäufen und gemeinsamen Anschaffungen beteiligte (Möbel, Garten anlegen...). Nachdem es zum Streit kam, habe ich ihm einen kleineren 3stelligen Betrag mtl. überwiesen, als "Miete + NK". Ich fand es materialistisch, dieses meins/deins.

Mittlerweile sind wir verheiratet und haben einen 3jährigen Sohn. Ich blieb 1,5 Jahre in Elternzeit und bekam 12 Monate Elterngeld. Davon konnte ich normal leben, bezahlte alles für mich und unser Kind, steuerte weiterhin etwas zur Haushalts/Einkaufskasse bei. Für mich war mit Kind aber je denn mehr der Zeitpunkt gekommen endlich aus meins und deins ein uns zu machen. Er sieht das jedoch ganz anders.

Er erwartete selbst in der Elternzeit weiterhin seine Miete. Ich nenne es Miete. Er sagt ich würde übertreiben, es wäre lediglich ein kleiner Beitrag dafür, dass ich in seinem Haus wohne. Ich frage mich schon manchmal was er denkt: wo sollten seine Frau und sein Kind denn wohnen, wenn nicht bei ihm?!

Ich arbeite nun Teilzeit, bekomme Lohn plus Kindergeld. Davon zahle ich meine Fixkosten wie Auto, Handy, Versicherungen, Kinderkleidung, wenn ich mir was gönne usw. Aber auch den Kindergartenbeitrag. Er steuert nichts bei, weil ich schließlich das Kindergeld bekäme. Er macht einen auf "selbst- Schuld". Er sieht nicht, dass ich ihm durch meine Teilzeit auch den Rücken freihalten, um Vollzeit zu arbeiten und Hobbys nachzugehen. Ich könnte ihn verstehen, wenn er am Existenzminimum leben würde. Er leistet sich einen teuren Sportwagen neben seinem Alltagsauto.
Gespräche bringen nichts. Mir geht's in erster Linie um seine Einsicht, dass es kein schöner Zug ist, empathielos mir und dem Kleinen gegenüber. Aber da lässt er Null mit sich reden. Ich würde schließlich im Haus sitzen, das er abzahlt und wenn ich mir eine Mietwohnung nehmen würde, müsste ich auch Geld hinlegen. Da hat er Recht.

Ich wäre über Meinungen ganz dankbar. Denn manchmal bin ich mir nicht mehr sicher, wo der Denkfehler liegt.
 
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  • #2
Das ist keine Ehe und auch keine Partnerschaft. Aber du bist selbst schuld. Du hättest die Zeichen vorher erkennen können. Selbst schuld wenn du so eine Wurst auch noch heiratest.
M45
 
  • #3
Dein Gefühl ist richtig, das geht überhaupt nicht!

Erst mal zum Kind: Ich habe keine Kinder, aber Kindergeld dürfte so im Bereich von 180-190€ liegen? Wie sollst du davon dein Kind A) vernünftig ernähren, B) den Kindergartenbeitrag zahlen C) Hygieneartikel etc. und vor allem die schnell zu klein werdende Kleidung finanzieren? Das Kindergeld bekommst nicht du, sondern das Kind, du verwaltest es lediglich! Unglaublich! Er ist zu gleichen Teilen wie du unterhaltsverpflichtet dem Kind gegenüber und da hauptsächlich du die Naturalleistung in Form der Betreuung nach dem Kindergarten übernimmst, muss er (nach Abzug des Kindergeldes) anteilig eigentlich mehr in finanziellen Mitteln leisten! Unglaublich!

Dann zu dir/deiner Beziehung: Für mich hat übertriebener Geiz in einer Beziehung nichts zu suchen, ich würde meinen Mann selbstverständlich bei mir (-> das wäre dann bei "uns") wohnen lassen. Dass du dich nach deiner Leistungsfähigkeit entsprechend an den allgemeinen Kosten, auch am Kredit beteiligst, sollte klar sein. Aber wenn man eine Ehe eingeht, finde ich dieses strikte trennen einfach nur befremdlich.

Zumal: Er lebt im klassischen Modell, möchte seinen Versorgungspart aber nicht übernehmen? Hast du ihm denn umgekehrt seine Wäsche auch gemacht und zB für ihn gekocht? Wenn ja und falls du das immer noch machst, würde ich es nicht mehr tun.

Naja, das einzig "positive" ist wohl, dass der Zugewinnausgleich für dich bei dieser Konstellation im Falle einer Scheidung positiv ausfallen dürfte.
 
  • #4
Ich möchte nur darauf aufmerksam machen, dass bei Euch diese Regelung seit 4-5 Jahren besteht und es für ihn über die Jahre Usus (weil Gewohnheit) geworden ist.
Wenn er deine Gründe schon zu anfangs nicht nachvollziehen konnte und Du in der anfänglichen Diskussion nichts erreicht hast, sondern in seinem Sinne nachgegeben hast, wird er dies erst recht nicht, nach 5 Jahren einsehen. Du hast es doch zugelassen und mit Deiner Bezahlung über die Jahre damit Einverständnis mit der Regelung signalisiert.
Du hast doch schon längst bemerkt, dass Gespräche nichts fruchten und nur für schlechte Stimmung in Eurer Ehe sorgen.
Nagst Du jetzt am Hungertuch?
Sicherlich fühlst Du Dich ausgenutzt, er sich aber auch. Es gibt hier im Forum genügend Threads zu Deiner Frage.
Egal was Dir jetzt die Foristen raten, dies mag schlüssig und richtig sein und Dir auch Recht geben, dass er Dich scheinbar ausnutzt.
Doch was wird es Dir helfen? Woher glaubst Du, kommt plötzlich seine Einsicht nach 5 Jahren.

Mein Vorschlag ist, die Ganze gegenseitige Aufrechnerei muss von einer unbeteiligten dritten Person kommen, wenn es schon ihm selbst kein Anliegen ist, sich mit Dir zusammen zu setzen und alles in einen gemeinsamen Topf zu schmeißen, ansonsten diskutierst Du gegen die Wand.
 
  • #6
Schwierig. Bei Streit über Geld geht es meistens unterschwellig um was ganz Anderes. Passt es sonst zwischen euch oder gibt es sowieso innerhalb der Partnerschaft Baustellen? Ich würde fast darum wetten.

Persönlich stehe ich auf dem Standpunkt, dass man als Ehepaar mit gemeinsamem Kind gemeinsame Kasse macht.
 
  • #7
Ich wäre über Meinungen ganz dankbar. Denn manchmal bin ich mir nicht mehr sicher, wo der Denkfehler liegt.
Der Denkfehler liegt darin, dass Du gedacht hast, Du könntest mit ihm eine normale Beziehung führen und dass Du diesen Denkfehler über Jahre gemacht, ihn dann geheiratet und mit ihm ein Kind bekommen hast. Er hat sich ja offensichtlich in der ganzen Zeit nicht geändert. Warum sollte er also jetzt plötzlich auf "seine" Miete verzichten? Er hat nur einen "Fehler" gemacht: geheiratet. Zugewinngemeinschaft heisst das Zauberwort, die Hälfte des durch Kredittilgung erworbenen Vermögens gehört Dir. Du solltest ihm klarmachen, dass man in einer Ehe gemeinsam wirtschaftet. Oder dass Du, wenn Du ausziehst rein wirtschaftlich betrachtet erheblich besser dastehst und dass es Zeit ist, dass ihr euch einigt, wie ihr eure Finanzen handhabt.

Bei manchen Beiträgen hier denke ich beim Lesen, sie seien erfunden. Etwas später bin ich dann sicher, dass niemand so etwas Irres erfinden kann...
 
  • #8
Ich wäre über Meinungen ganz dankbar. Denn manchmal bin ich mir nicht mehr sicher, wo der Denkfehler liegt.
Der Denkfehler ist so einfach und so typisch Frau, sie denkt sie könne ihn im laufe der Zeit umerziehen, falsch gedacht, du haettest vorgewarnt sein müssten um ihn nicht zu heiraten und auch kein Kind mit ihm! Unter diesen Umständen würde ich nicht bei ihm bleiben, soll er sein Ding alleine machen und ich mache mein Ding alleine, oder du bleibst weiterhin unglücklich aufgrund falscher Rücksichtnahme!
 
  • #9
Ganz einfach: Dein Partner ist knausrig und geizig!

Kostenbeteiligung schön und gut, aber spätestens in Mutterschutz und Elternzeit sowie auch danach hört der Spaß doch auf. Es ist schließlich ebenso sein Kind, oder nicht? Die Begründung mit dem Kindergeld ist ein Witz; sicherlich wiegt dies nicht alle Kosten auf.

Und wenn er dir vorhält, in einer eigenen Wohnung müsstest du Miete bezahlen - setze dem doch einmal entgegen, dass in diesem Falle seine Finanzen durch den dem Kind zustehenden Unterhalt "geschmälert" würden...

Wie eine Familie könnte ich mich in der von dir geschilderten Konstellation wahrlich nicht fühlen...

Rede am besten noch einmal Tacheles mit ihm. Viel Glück!
 
  • #10
Ich würde schließlich im Haus sitzen, das er abzahlt und wenn ich mir eine Mietwohnung nehmen würde, müsste ich auch Geld hinlegen.
Und wenn Du die Mietwohnung hättest, müsste er sein Haus ohne Deinen Beitrag abbezahlen. (würdest Du dann Wohngeld kriegen?)

Anscheinend ist das Kind Dein Hobby. So eine Bekannte habe ich auch, obwohl der Vater es auch wollte, hat er weder Aktivitäten bzgl. Babyschwimmen oder Kindersport durch Abholen, Hinbringen oder so unterstützt, noch zahlt er was.

Dein Mann war aber schon vor der Heirat und dem Kind so, also so richtig verstehe ich nicht, weshalb Du so einen Mann geheiratet hast. Vermutlich das übliche - er wird sich schon irgendwann ändern. Damit habe ich auch Zeiten verbracht. (Mein Ex natürlich auch, jeder hat gewartet, dass der andere einsieht, was los ist)

Wenn ich ne Mietwohnung habe und nur am WE beim Freund bin, würde ich mich wundern, dass ich "Miete" zahlen soll, und ihn zu mir einladen in die kleine Wohnung. Da könnte er dann sich an der Miete beteiligen.
Und wenn man verheiratet ist und ein Kind zusammen hat, finde ich es abartig, dass einer da Miete zahlen soll. Entweder man weiß, dass man zusammenbleiben will (davon gehe ich mal aus, dass die Heirat ernst gemeint war. Spart er Steuern dadurch?), oder man hat einen Übergangspartner, nach dessen Weggang man eine Rechnung aufmacht, ob man draufgezahlt hat.
 
  • #11
Er erwartete selbst in der Elternzeit weiterhin seine Miete. Ich nenne es Miete. Er sagt ich würde übertreiben, es wäre lediglich ein kleiner Beitrag dafür, dass ich in seinem Haus wohne. Ich frage mich schon manchmal was er denkt: wo sollten seine Frau und sein Kind denn wohnen, wenn nicht bei ihm?!
und

Er leistet sich einen teuren Sportwagen neben seinem Alltagsauto.
sollten doch die Frage aufwerfen, ob Du ihn liebst und ob er Dich liebt. Hobbies und Sportwagen sind ihm wichtiger als Frau und Kind ? Er hat eine eigenartige Art Dir seine Liebe zu zeigen.

Geh doch mal zu einem Fachanwalt für Familienrecht und informiere Dich über die Lage bei Trennung und Scheidung und auch über die Lage wie sich Geldzahlungen Deinerseits darstellen wenn die Trennung irgendwann später kommt - denn soweit ich weiß kann das Geld das zum Bestreiten des Lebensunterhalts zwischen Eheleuten einmal bezahlt wurde (z. B. du zahlst an ihn "Miete") nicht mehr zurück gefordert werden.

Wenn er anfängt, so mit Dir umzugehen, würde ich erst einmal sicherstellen, daß er nur das kriegt, worauf er Anspruch hat - zumal ihn eine Scheidung durchaus teuerer kommen kann (das kannst ja den Anwalt fragen). Wichtig sind Unterlagen zum Einkommen aller Art.
 
  • #12
Was meint er mit "selbst Schuld"? Hast Du ihm das Kind angedreht?
Liebt Ihr Euch überhaupt? Hört sich nicht danach an.
Du hältst ihm nicht "den Rücken frei", denn Du entlastet ihn ja von nichts, was vor dem Kind nicht auch da war.
Wenn mir aber mein Partner sagen würde, ich würde ja im Haus sitzen!, was er abbezahlt, und wir haben ein Kind, würde ich ihm mal dezent den Mittelfinger zeigen.. :)

Trenn Dich doch von diesem Geizhals, ihr scheint ja sowieso keine positiven Gefühle mehr füreinander zu haben. Er liebt Dich nicht und Du ihn auch nicht. Was hält Dich noch bei diesem Mann?
 
  • #13
Der Denkfehler liegt darin, daß Du einen völlig unmöglichen Mann geheiratet hast. Waren diese seine Charakterzüge nicht schon vorher sichtbar? Ich bin ehrlich fassungslos über das, was er von sich gibt.
Spätestens nach einer Heirat und mit Kind macht man doch gemeinsame Kasse.

Für mich gäbe es genau zwei Optionen:
entweder Du trennst Dich und ziehst aus weil es für Dich unerträglich ist (was ich nachvollziehen könnte) oder
Du erklärst ihm, daß er ab sofort zur Hälfte für die Kinderbetreuung und den Haushalt zuständig ist, nennst ihm die Bringe- und Abholzeiten Deines Sohnes und entschwindest in die Vollzeit. Schließlich mußt Du ja das Geld für die Miete verdienen...
auf das dumme Gesicht wäre ich gespannt
 
  • #14
Warum heiratet eine Frau ausgerechnet so einen Egoisten, und auch noch ein Kind mit ihm ?
Klar dass dann solche Egoisten sagen:"Selbst schuld. Warum lässt du dich auf so einen Mann wie mir ein ?"

Ab zum Familienanwalt. Der soll in einem Brief diesem Ehemann vorrechnen, was ER als Unterhalt für Frau + Kind zahlen muß, wenn sie sich von ihm trennen würde. Und ggf. gepfändet wird, falls er nicht zahlen will. Nach so einer Aufstellung werden die meisten Männer bleich und viel "zahmer."

Ach ja, und Miete + NK für SEIN Haus gibts dann auch nicht mehr.
Wenn die Frau + Kind auszieht.

50 % der Männer würden nur heiraten, wegen der dann besseren Steuerklasse. Dieser Mann scheint auch so Einer zu sein.
Aber von seinen Steuersparnissen sagt er nichts ? Die kassiert er auch selber ein. Begründung:"Ist doch MEIN Geld"

Dieser Mann wird wahrscheinlich immer ein Egoist bleiben.
Dem sollen sie ruhig sein Gehalt auf Hartz-4 Niveau runter pfänden. (Bei Unterhalt gelten geringere Freibeträge)
Und dann muß er seinen Sportwagen abmelden, und kann nur noch in der Garage *brumm-brumm* spielen.
Vielleicht lernt er dann was daraus ?
 
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  • #15
Ich stehe auf einem ganz einfachen Standpunkt:
Wenn ich keine gemeinsame Kasse will resp. akzeptieren kann, dann heirate ich nicht.
Was soll das?
 
N

nachdenkliche

  • #16
Manchmal denke ich, das darf jetzt nicht wahr sein, wenn ich hier diese krotesken Geldgeschichte lese.
Mein Mitgefühl hält sich jetzt aber in Grenzen. Nur für das Kind ist es da.
Darf ich mal fragen, warum Du diesen Mann " mittlerweile " geheiratet hast? Aus Liebe, oder weil es nun anstand , bzw. fällig war?
Selbst dran Schuld , kann ich nur sagen.
 
G

Ga_ui

  • #17
Erstmal: Einfach so Geld bezahlen würde ich nicht. Es gibt Mietverträge. Es ist alleiniger Grundbesitzer und du bist nur Mitmieter, also brauchst du einen Mietvertrag. So heißt es nachher nicht, du bist ihm auf der Tasche gelegen.
Einem Menschen, der so eiskalt kalkuliert, sollte man nicht sein Geld in die Hand drücken, ohne selber genauso taff für sich kalkulieren zu können. Frauen lassen sich blenden von Liebe, Sonnenschein und Familienleben.

Man sagt ja immer, Männer können nicht kommunizieren, aber meist sind es die Frauen, die völlig kommunikationssunfähig sind. Dir passt es nicht, aber du zahlst trotzdem monatelang? Also ist doch alles in Ordnung für ihn.
Einem Mann würde nie einfallen, erst zu zahlen und sich dann hinterher zu beschweren.

Ich frage mich eher, wie man zu so einer Partnerschaft kommt. Das merkt man doch schon früher und heiratet gar nicht.

Wie hier schon jemand gesagt hat, bei Geld geht es nicht wirklich ums Geld, sondern untergründig um was ganz anderes. Ob du nämlich dort mitwohnst oder nicht, die Mietkosten wären die Gleichen und ihr nagt ja schienbar beide nicht am Hungertuch. Er sieht in dir einfach keine vollwertige Partnerin. War das Kind denn geplant? Denn es könnte sein, dass er die ungewollte Schwangerschaft nun an dir ausläst. Er hat auch keine Angst, dass du wegläufst, sonst würde er sich gar nicht trauen, in dieser Art Anforderungen zu stellen. Das tut keiner, dem sein Partner was lieb ist.
 
  • #18
Liebe Harlekin,

Kein Denkfehler. Aber Du liest schon die Antworten.

Was ist für die Zukunft möglich - außer die Trennung, weil viel zu wenig Basis.
Eine klare finanzielle Regelung,
Welche Einnahmen gibt es, welche Ausgaben, und dann eine gerechte prozentuale Verteilung, wo auch jedem ein fairer prozentualer Eigenanteil zusteht.

Wenn Du, was wahrscheinlich ist, er lebt ja sehr gut mit diesen System, das mit ihm nicht klären kannst, dann versuche es bei einer Familienberatungsstelle. Du erstmal alleine, dann bekommst Du einen Überblick, auch über rechtliche Ansprüche.
Dann kannst Du weiter sehen.

Aber vielleicht doch mal überlegen, was an Eurer Partnerschaft nicht stimmig ist, ob Du sie so möchtest - Streit um Geld ist sehr oft nur ein Platzhalter für ganz anderes.

Für mich gab es nie etwas anderes als einen gemeinsamen Topf und das dafür notwendige Vertrauen.
 
  • #19
Streit um Rechthaben funktioniert nie. Aus welchem Grund sollte er dir Recht geben bei einem Thema, wo er sich seit Jahren durchgesetzt hat? Aus seiner Sicht gibt es dazu keinerlei Anlass.
Aus welchem Grund, andererseits, ist die diese Pfeife als geeigneter Ehemann und Vater erschienen?
Folgender Vorschlag: Du zahlst die Hälfte der bisherigen Hauskosten und bezahlst in Zukunft die Hälfte der Kreditrückzahlung, gegengleich wirst du als 50% Eigentümerin im Grundbuch eingetragen. Das müßte aus seiner Sicht doch fair sein, oder?
 
E

EarlyWinter

  • #20
Du wolltest ihn dir wohl um - buchstäblich - jeden Preis krallen, und den Preis bezahlst du jetzt auch schön, in finanzieller und emotionaler Hinsicht.
Ihm bist du egal und das Kind auch. Ich kenne keinen normalen Menschen, der nichts für sein Kind ausgibt. Falsch. Ich kenne keinen normalen Menschen, der nicht dauernd irgendwas für sein Kind ausgibt.
Du und das Kind lebt gerade am Existenzminimum. Das ist nicht die Schuld deines Mannes, sondern deine. Er war nie anders aber du hast die Augen fest verschlossen damit du bloß nicht die Wahrheit sehen musst. Und jetzt suchst du nach Gründen, nicht sehen zu wollen, dass er null Emotionen für dich und das Kind hat.
Aber niemand ist so blind wie jemand, der nicht sehen WILL.
 
  • #21
Danke für eure Antworten.
Der Beitrag wurde von der Moderation bearbeitet, da er zu lang war. Ich habe natürlich schon damals gespürt, dass dieses Getue ein Unding ist, aber wie soll ich sagen: es fiel einfach nicht ins Gewicht, als wir noch kein Kind hatten. Ich war in Vollzeit und habe so gut verdient, dass es mir quasi egal sein konnte, dass ich etwas abgebe. Und durch meinen Beitrag stand das Thema auch einige Zeit nicht mehr zwischen uns.
Erst als unser Sohn sich ankündigte , kam die Frage erneut auf, wer denn nun was zahlen werde usw. Im Säuglingsalter kommt man mit dem Kindergeld eigentlich gut hin. Als Baby brauchen sie lange Zeit kaum etwas außer Windeln. Aber gerade jetzt, wo er in den Kiga geht, decken die 190€ bei weitem nicht mehr seine Kosten ab.

Selbstverständlich kann man es so handhaben, dass Mama alles fürs Kind übernimmt, wenn sie einfach den besseren Überblick hat. Dann würde ich aber im Umkehrschluss bspw erwarten, dass er für die Hauskosten alleine aufkommt. Wenn man denn schon getrennte Konten führen möchte. Am liebsten wär mir natürlich ein Gemeinschaftskonto, von dem jeder prozentual von seinem Lohn etwas einzahlt und wovon gewirtschaftet wird.

Ich habe ihm auch schon vorgeschlagen mich doch im Grundbuch eintragen zu lassen, dann würde ich einfach die Hälfte der Rate übernehmen. Das will er aber auch nicht
 
  • #22
Ich denke, er fühlt sich im Recht und von dir ausgenommen.
Damals schon, als du bei ihm eingezogen bist und er davon ausging, dass du dich am Kredit beteiligst.
Das könnte man noch akzeptieren, aber nun seid ihr verheiratet und du kümmerst dich um das gemeinsame Kind.

Dein Mann denkt in Zahlen, nicht in Gefühlen.
Diese Denkart, dass ihr nun zusammen gehört und an einem Strang zieht, verschiedene Dinge, die aber jenseits einer Materialität gleichwertig sind, einbringt, kann er nicht nachvollziehen. Erst recht nicht, wenn die Dinge vielleicht nicht gleichwertig sind, wie es vielleicht in einigen Familien sein mag, bei euch sehe ich das nicht mal.

Du kriegst ihn nicht zur Einsicht auf dieser Ebene.
Sprich ihn auf seiner Ebene an. Mach eine sachliche Rechnung auf, vielleicht auch mit Hilfe eines Fachmanns, dem er Neutralität unterstellt.
Geht fiktiv davon aus, dass ihr beide in euren Berufen Vollzeit arbeitet und nehmt noch die Zeit und die Kosten dazu, die ihr für den Arbeitsweg braucht. Das ist die Ausgangs- und Einkommenslage.

Und dann geht fiktiv davon aus, dass keiner von euch irgendetwas für die Gemeinschaft tut, was den Haushalt und das Kind betrifft und stellt zusammen, was dies alles bei einem externen Dienstleister kosten würde.
Putzfrau, Köchin, Wäsche waschen und bügeln, Nahrungsmittelbringdienst, Gärtner, Kinderbetreuung, Taxi, das das Kind zur Betreuung bringt, eine Kinderfrau, die das Kind morgens fertigmacht und wartet, bis das Taxi kommt, die auch zuhause bleibt, wenn das Kind krank ist, und jemanden, der das alles koordiniert...( kein Anspruch auf Vollständigkeit ).
Und natürlich die Kosten für das Wohnen, Kreditraten, Nebenkosten, Instandhaltungsrücklagen, Gebühren und jemanden, der das alles koordiniert.
Für alles würde ich, am besten gemeinsam mit ihm, einen realistischen Betrag eintragen und dann in der Tabelle ankreuzen, wer von euch das jeweils erledigt, also in Naturalien bezahlt.
Einiges wird nicht in Naturalien, sondern tatsächlich monetär abgeglichen und das teilt ihr dann auf und zwar zu gleichen Teilen, denn das Denkmodell geht ja von euer beider Vollzeittätigkeit aus.
Keine Angst, ganz sicher ist die Bilanz auf deiner Seite, denn diese haushaltsnahen Arbeiten und die Kinderbetreuung sind extrem teuer.

Lächerliches Vorgehen ? Nun, ja stimmt, aber vielleicht bringt ihn das dazu, zu erkennen, wer wen ausnutzt.

w 48
 
  • #23
Ich war mal mit einem Mann verheiratet, der der Ansicht war, dass ich ab der Hochzeit nicht mehr berufstätig sein würde. Da dachte ich noch, das wäre ein Scherz am Polterabend ...
In der Zeit unserer Ehe haben wir den Abtrag für die Eigentumswohnung, Nebenkosten und Haushaltsgeld prozentual zu unseren Gehältern getragen - fand ich auch noch okay.
Als dann das Thema Kind kam und er mir skizzierte, wie es dann finanziell weitergehen würde, nahm ich meine Beine in die Hand und verabschiedete mich, also ließ mich scheiden.
Er hatte nämlich die Idee, dass er das Kind und mich unterhält während ich nicht arbeite - also so eine Art Kredit. Den müsse ich nach max. einem Jahr (Kind-)Auszeit dann zurückzahlen.
Wenn ich das hier so schreibe bin ich nach Jahrzehnten noch sprachlos.
Liebe FS, was genau hält dich bei diesem Mann? Hast du das Gefühl, allein mit deinem Kind nicht leben zu können? Sei sicher, du schaffst das. Es ist allemal besser als diese ständige Demütigung.
Rein rechtlich gibt es übrigens Regelungsmöglichkeiten für die Situation, dass einer das Haus abbezahlt und der andere den Lebensunterhalt trägt. Fair ist das nämlich nicht, dass einer Vermögen anhäuft und der andere nicht wenn beide zahlen. Das sieht sogar der Gesetzgeber.
Du hast natürlich leider schon vor der Ehe dieses Theater mit dir machen lassen. Woher soll er wissen, dass du das ernsthaft nicht willst und bereit bist, Konsequenzen zu ziehen? Würdest du Konsequenzen ziehen?
Dein Denkfehler (Hoffnung) war, dass du angenommen hast, dass sich seine Einstellung mit dem Trauschein und der Geburtsurkunde ändern würde.
Ich kann gut nachvollziehen, wie schwer es für dich ist, eine Entscheidung für dich und dein Kind zu treffen. Allein, dass du hier deinen Kummer geschrieben hast ist aber schon der erste Schritt auf einen guten Weg. Geh' weiter. Du wirst zu neuer Lebensqualität kommen.
Alles Gute
53/w
 
  • #24
Oh Gott! Was ist das für ein krankhaft geiziger Mann?? Ihr habt ein gemeinsames Kind und er verlangt Miete?? In der Elternzeit?? Und Du zahlst es?
Dir ist schon klar, dass dir ein Unterhalt von IHM rechtlich zusteht!?
Ganz ehrlich: Ich würde mich, ohne es ihn wissen zu lassen einmal rechtlich beraten lassen. Nimm seine Steuererklärungen mit und besprich das mit einem Anwalt. Bei dem krankhaften Geiz werdet ihr sowieso nicht bis ans Ende Eurer Tage zusammen bleiben. Lass Dir aufzeigen, wo du finanziell stehst - jetzt oder im Falle einer Trennung. Krankhafter Geiz ist meines Erachtens schlimmer als Untreue.
Warum bist DU so devot?
Glaubst Du immer noch, dass er sich ändern wird?
Der Mann braucht anscheinend keine Frau und ein Kind, sondern nur jemanden, der sein Haus mitfinanziert.
Im Falle einer Trennung wird übrigens auch ausgerechnet, wie viel an Wert das Haus zugewonnen hat und davon bekommst du zumindest die Hälfte wie eben bei allem anderen auch. Oder habt ihr einen Ehevertrag mit Gütertrennung (zuzutrauen wärs ihm ja).
Ein erstberatungsgespräch beim Anwalt kostet um die 200 €. Sammle alle relevanten Unterlagen und wage einen ersten Schritt in die Selbstbestimmtheit. Der Mann ist eine absolute Katastrophe und ihr habt keine Partnerschaft!
 
N

nachdenkliche

  • #25
...Aber es wird nicht besser für Dich. WARUM hast Du ihn geheiratet und WARUM habt ihr ein gemeinsames Kind?
Das was Du hier beschreibst, ist keine Ehe. Wirst Du dazu gezwungen? Ich denke mal nicht.
Ziehe die Konsequenzen und ziehe eventuell mit dem Kind in eine eigene Wohnung, wenn Du eine Scheidung nicht übers Herz bringst.
Ich lese auch von Dir nichts über Liebe, die Du für ihn empfindest...das sagt alles.
 
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  • #26
Ich habe ihm auch schon vorgeschlagen mich doch im Grundbuch eintragen zu lassen, dann würde ich einfach die Hälfte der Rate übernehmen. Das will er aber auch nicht
Das dachte ich mir schon.
Leider ist er ein extrem geiziger Mensch, das ist ein Charakterzug, der sich nicht ändern wird. Du kannst dich nur entscheiden, damit leben zu wollen/können, oder nicht.
Andere Möglichkeiten gibt es nicht.
 
  • #27
Ein egoistischer Geizkragen ist und bleibt ein egoistischer Geizkragen. Ich kann nur nicht nachvollziehen, wie man so einen ehelichen kann.

Willst Du Dir das wirklich antun mit so einem?

Dann würde ich ihm vorrechnen, was Kindererziehungszeit, Haushalt etc. extern kosten würde, die halben Kosten die das Kind verursacht etc und das mal von ihm verlangen. Oke, nein, wäre mir zu dumm, da packe ich besser meine Koffer (und sammle vorab fleissig Unterlagen).

Aber dennoch, wer macht bei Euch die Hausarbeit? Wer kocht? Wer erzieht das Kind? Wohl alles Du. Zum Nulltarif. Richtig? Wenn ja, würde ich das ändern, sollte ich tatsächlich bleiben.
 
  • #28
Das mit der Zugewinngemeinschaft ist mir bewusst, da ich mich natürlich schon mit dem Gedanken Trennung befasst habe. Mir stünde da ein gewisser Teil des erwirtschafteten Gewinns / in unserem Fall getilgten Kredits zu. Unterhalt für unseren Sohn müsste er natürlich auch zahlen. Den ehegattenunterhalt aber wohl nicht, da unser Kind bereits 3 Jahre ist bzw ich schon wieder berufstätig bin.

Wie auch immer, es geht mir in erster Linie nicht um das Geld, sondern einfach darum, dass ich mich nicht als Partnerin angesehen fühle und es kein Wir gibt.

Was Haushalt angeht, beteiligt er sich tatsächlich, was man vielleicht als Außenstehender gar nicht so erwarten würde. Alles rund um das Thema Kind ist aber mein Bereich. Da unser Sohn eine chronische Erkrankung hat, sind viele Arzttermine nötig, die immer ich wahrgenommen habe und wahrnehme. Genauso gehe ich auf Infoabende, kaufe seine Sachen, ging mit ihm zur Krabbelgruppe , später zum Kinderturnen etc. was ich aber nun auch nicht als unüblich erachte, ich war in Elternzeit und bin nun "nur" in Teilzeit, also insgesamt flexibler. Dennoch möchte ich eben, dass das auch als "Leisung" bzw "Arbeit" oder wie auch immer honoriert wird.

Und nein, ich habe ihm das Kind natürlich nicht untergeschoben!!! Er hat entschieden, wann die Verhütung hinfällig ist bzw sie bewusst mit den Worten "wenn es passiert, dann soll es so sein, wir wollen ja ohnehin ein Kind" weggelassen !
 
  • #29
Ich kann nur sagen, gekauft wieder gesehen!
Er war vorher so, er ist so und er bleibt so.
Ich musste auch lernen, dass es nicht wie in Filmen und Romanen ist. Die Liebe der Frau oder zu einem Kind, führt nicht zu einer wunderschönen Wandlung!
Wer geizig ist, ist auch geizig mit Gefühlen.
Wenn Du leidest, kannst nur Du das Leiden beenden.
Er wird es nicht für Dich tun!
 
  • #30
Ich habe ihm auch schon vorgeschlagen mich doch im Grundbuch eintragen zu lassen, dann würde ich einfach die Hälfte der Rate übernehmen. Das will er aber auch nicht
Ohne Grundbucheintrag gehört ihm weiter alleine das Haus. Egal, wieviel man daran bezahlt. Also besser nichts am Haus oder dessen Kredit zahlen.

Wenn mann ihm monatlich lt. Überweisung "Miete und Nebenkosten" bezahlt, dann ist dieses Geld auch weg = keine weiteren Ansprüche deswegen.

Bei einer Scheidung und KEINER Gütertrennung, kann man Ansprüche stellen, die er dann auszahlen muß. z.B. weil Zugewinn während der Ehe, auch an SEINEM Haus.
Wäre dann einfacher, anstatt lt. Grundbuch Miteigentümer am Haus. Aber eben nichts am Haus bzw. dessen Kredit bezahlen.

Solange sie noch dort wohnt, wird sie weiter "Miete + NK" bezahlen müssen, nur um Streit zu vermeiden. Aber rechtlich ist sie nicht dazu verpflichtet. Am besten schon deswegen umgehend einen Familienanwalt befragen.

Ich frage mich, wie man so einen Egoisten überhaupt lieben, und mit ihm zusammen wohnen kann ? Mir würde da jedes freundliche Wort vergehen.

Bei der ersten Forderung nach Miete, hätte ich meine Sachen gepackt, und ggf. zusammen mit dem Kind ausgezogen.
Dann kann er sich eine andere dumme Frau suchen, oder einen Untermieter, die für SEIN Haus und seinen Egoismus zahlt.

Zumal die Gegenrechnung für Bezahlung der Hausarbeit und Kinderversorgung zu je 50 % würde er ja auch nicht akzeptieren ?

Sein Argument: Ohne sein Haus müßte die Frau auch Miete zahlen = dann hätte sie eine eigene Wohnung = nicht seinen Anteil an der Hausarbeit.

Wenn sie mit dem Kind ausziehen würde, dann müßte ER über den Unterhalt IHRE Miete bezahlen. Solange sie nicht alle ihre Lebenshaltungskosten selber verdienen kann.

Und Aufrechnungen wegen dem Kind sind dann auch nicht so einfach. Weil dann die sog. Düsseldorfer Tabelle ihm vorschreiben wird, wieviel Kindesunterhalt er zahlen muß. Abhängig von seinem Einkommen, und dem Alter des Kindes.

Wer bezahlt die gemeinsamen Lebensmittel ? Er alleine, oder auch Jeder die Hälfte daran ?