• #91
Sehe ich genauso. Das sind dann die Männer, die wenn was zu tun ist, vollkommen nutzlos rumstehen, weil sie bis weit ins Erwachsenenalter nie gelernt haben mitzudenken, keinen Blick für das haben was fehlt, das letzte Blatt Klopapier benutzen

Sorry, Vikky, das sind doch Klischees.

Ich habe hier kein Hotel. Mein Sohn kocht, putzt, kauft ein, etc. - wie ich auch. Wir teilen uns den Haushalt.
Wenn ich mal verreise, komme ich zurück, meine Pflanzen/Garten versorgt, Haus sauber.
Alles andere würde ich nie akzeptieren.

Und ansonsten wohnen wir zwar zusammen, aber er macht sein Ding, kümmert sich um seine Angelegenheiten, und ich mich um meine.
Wir reden nur mal miteinander, manchmal fragt er mich in Rat, manchmal ich ihn. Familie.

Was er gelernt hat und zu schätzen weiß, ist Familie.
Selbstständig ist er schon länger, nur finanziell noch nicht ganz.

Wie der Freund der FS wohnt, ist hier offen.
Ob mit 29 im 12qm Kinderzimmer oder in der Einliegerwohnung im Haus der Eltern, also eigene Wohnung, sind völlig unterschiedliche Dinge.

W, 51
 
  • #92
Und ansonsten wohnen wir zwar zusammen, aber er macht sein Ding, kümmert sich um seine Angelegenheiten, und ich mich um meine.
Das ist dann immer das schlagende Argument " wir leben wie in einer WG". Ich glaube grundsätzlich nicht an das WG Leben zwischen Mutter und Sohn, das geht dann mal gerne bis der Sohn 50 ist, immer unter dem WG Deckmantel. Ne, ne, da bin ich ganz bei @Vikky . Ich kenne eh nur Männer, die solange zu Hause bleiben. Ehrlich gesagt keine einzige Frau. Auch keine mit 25 oder 26 Jahren. Da sind Männer sehr viel anfälliger.
Er wird sicher ausziehen, möchte aber direkt etwas kaufen statt Miete zu zahlen
Was ist das denn für ein Argument? Da hoffe ich mal, dass er nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag bei Dir wohnen bleibt - für Euch Beide.
im Gegenteil, es wird/wurde dankbar und als großes Glück aufgefasst, wenn das Studium in der Heimatstadt den Luxus(!) des Noch-zu-Hause-Wohnens ermöglicht hat
Echt jetzt? Haben sich die Zeiten da so geändert? Kann ich mir nicht vorstellen.
W,55 ( die eigentlich ein ziemlich gutes Zuhause hatte, nicht weit von der Uni entfernt, es aber dann doch mit 20 vorgezogen hat, einen Abgang zu machen und tatsächlich nie eine einzige Sekunde bereut).
 
  • #93
Was ist das denn für ein Argument? Da hoffe ich mal, dass er nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag bei Dir wohnen bleibt - für Euch Beide.

Er beendet dieses Jahr seine Ausbildung, und plant entsprechend.
Da er etwas geerbt hat, rechnet er an seiner Finanzierung - Du als Maklerin kennst die Mietpreise hier in der Gegend.
Da macht es durchaus Sinn, statt zu mieten lieber zu kaufen/finanzieren. Und da werde ich ihm keinen Druck machen, bis er das geeignete Objekt hat.

Man kann gegen das Bild WG nicht dagegen schreiben, wenn manche es so interpretieren wollen.
Ich habe unsere WG beschrieben, so wie sie ist.
Da ist kein Mama - Sohn Umsorgen.
Ich betrachte es als ein Zusammenwohnen 2er Erwachsener, und so haben wir unseren Raum und unsere Anteile an Arbeit.
Ihm ist seine Unabhängigkeit sehr wichtig, so wie seine Privatsphäre.
Bei meinem Partner, seiner Tochter nicht anders.

Ich komme aus anderen Familienverhältnissen - Ich bin mit 17 ausgezogen.
Ehrlich, ich freue mich, dass es funktioniert, dass er vertraut, dass wir alle in der gesamten Familie ein gutes Verhältnis haben.
Mein anderer Sohn wohnt, da Ausbildung, noch beim Stiefpapa, weil sie es beide so wollen.
Mein Ex hat eine Einliegerwohnung für seinen Vater bereit, falls er aus Gesundheitsgründen es bräuchte.

In genug Familien geht es nicht, wie in meiner Herkunftsfamilie, in anderen Familien klappt Familienleben - und flügge werden die "Kinder" und in manchen kann Familienleben auch definitiv zu eng werden.

Ich käme aber auf jeden Fall nicht auf den Gedanken, meinem "Kind" den notwendigen Unterhalt zu verwehren, im Gegenteil würde ich unterstützen nach meinen Möglichkeiten.

W, 51
 
  • #94
Echt jetzt? Haben sich die Zeiten da so geändert? Kann ich mir nicht vorstellen.
W,55 ( die eigentlich ein ziemlich gutes Zuhause hatte, nicht weit von der Uni entfernt, es aber dann doch mit 20 vorgezogen hat, einen Abgang zu machen und tatsächlich nie eine einzige Sekunde bereut).
Ich wohne in Berlin, hier haben selbst gut verdienende Menschen es schwer, geeignete Wohnungen zu finden. Studenten können sich keine eigene Wohnung leisten, werden angesichts von 200 Mitbewerbern um eine lausige, trotzdem überteuerte Wohnung nicht mal eingeladen, und auch für WGs gibt es WG-Interviews, wo man sich bewerben und gegen die Konkurrenz durchsetzen muss. Halbwegs bezahlbare Unterkünfte sind dann 2h Fahrweg von der Uni entfernt, immer noch teuer und schlecht ... Wer bei den Eltern im Haus oder der schön eingerichteten Wohnung in zentraler, guter Lage wohnen kann, überlegt es sich, ob er Unmengen an Geld für eine deutliche Verschlechterung anderen in den Rachen wirft oder nicht lieber den Eltern etwas Hausgeld überweist und daheim bleibt. Ich kann das gut verstehen. Aber natürlich spreche ich hier nicht für alle. Viele haben auch ein konfliktbeladenes Verhältnis zu den Eltern und wollen möglichst schnell weg, gibt ja solche und solche Familien.

Übrigens verdienen auch viele Doktoranden, die keine WiMi-Stelle haben, nur um die 1000 Euro (Stipendium). Ich finde es gar nicht so ungewöhnlich, wenn auch die aus finanziellen Gründen noch oder wieder daheim oder in WGs wohnen.
 
  • #95
Da ist kein Mama - Sohn Umsorgen.
Ich betrachte es als ein Zusammenwohnen 2er Erwachsener, und so haben wir unseren Raum und unsere Anteile an Arbeit
Lionne, ich gebe gerne zu, dass mich dieses Thema sehr antriggert. Ich weiss auch nicht, wie alt Dein Sohn ist, ob Anfang 20 oder 29 ist nochmal ein Unterschied.
Ich kenne zuviele ( in der Tat nur Männer) bei denen das Zuhause-wohnen-bleiben zumindest ein Dauerthema ist. Der Sohn der Partnerin meines Vaters ist so alt wie ich. Der wohnt immer noch bei seiner Mutter, die zugegebenermaßen ein Riesenhaus hat, aber trotzdem: abgebrochener Student, nie gearbeitet, letzte Freindin vor gefühlten 30 Jahren, keine Kinder. Ganz krass ausgedrückt sozialer Looser. Ich bin mir sicher, dass seine Mutter einen sehr hohen Anteil daran hat/te . Sie weiss das auch. Der Sohn meiner besten Freundin ist 24. Der wird auch nie ausziehen. Sie ist seit 3 Jahren getrennt. Vorher war die Bindung zum Sohn schon stark, jetzt ist sie schon ungesund. Sieht die Freundin meines Vaters genauso,' sie weiss schon warum.
Das kann bei Dir ja alles anders sein, Lionne. Ich bin derzeit von Männern umgeben, wo Hotel Mama wirklich gravierende negative Auswirkungen auf deren Leben hat, Kann bei Euch ja ganz anders sein. Aber beide sind intelligente Kerle und hätten da einen anderen Weg gehen können.Okay, beim Sohn meiner Freundin besteht mit 24 ja noch Hoffnung. Aber dominante Mütter und Söhne ist eine schwierige Kombi. Töchter schwimmen sich meiner Erfahrung nach eher frei.
Bin froh, dass ich eine Tochter habe.😊
W,55
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #96
Aber dominante Mütter und Söhne ist eine schwierige Kombi.
Stimme deinem gesamten Beitrag zu, was mir immer wieder auffällt und immer wieder zu denken gibt ist, dass alle schrägen, männlichen Looser, die als Mann für Frau nicht zu gebrauchen sind, außer zu schwängern, irgendwann und irgendwie von einer leidenden Frau und Mutter so erzogen wurde und eben meistens auch so unbewusst gemacht worden sind. Ich sehe das heute immer noch bei vielen jungen Mütter, wie sie mit ihren Söhnen falsch umgehen, ich finde es echt schlimm, dass solche Mütter nicht imstande sind, ihre Söhne so zu erziehen, dass sie gute, selbständige, anständige und reife Männer für Ihre zukünftigen Frauen werden. Natürlich hören das Mütter und ganz besonders betroffene Mütter, das nicht gerne und finden jede Menge Argumente, (Ausreden und Vorwände!) um sich, ihren Sohn bzw. Söhne in Schutz zu nehmen! Man sollte meinen, dass Frauen, die mit ihrem Mann keine gute Beziehung hatten oder haben, dass diese Frauen besonders reflektieren, um mit ihren Söhnen so umgehen, dass sie einmal als Mann einen guten Partner für die zukünftige Frau sein können, dem ist leider nicht so!
 
  • #97
Ich kenne eh nur Männer, die solange zu Hause bleiben. Ehrlich gesagt keine einzige Frau. Auch keine mit 25 oder 26 Jahren. Da sind Männer sehr viel anfälliger.

Zweiter Versuch, der erste wurde wegmoderiert, deswegen kürzer.

Es gibt gute Argumente, zusammen zu wohnen. Ich hatte das zu Bundeswehr- und Studienzeiten und auch nochmal während einer Weiterbildung in Form einer Einliegerwohnung. Später hat umgekehrt meine Mutter lange in meinem Haus gewohnt, samt Pflege.
In einer Familie unterstützt man sich, das hat verschiedene Gründe, Vorteile, Nachteile und auch Grenzen. Und kann sicher nicht pauschal beurteilt werden.

Mag sein, dass Männer da pragmatischer sind. Für ein Studium im gleichen Ort auszuziehen mit entsprechenden Kosten, notwendigem Job und schlechterem Studium kann man abwägen gegen "Ich stehe auf eigenen Beinen" (ohne zu schauen, ob man das dann wirklich tut, wir sehen es bei der FS).
Ich habe ohne Job studiert (aber vorher gearbeitet und gespart), zielgerichtet und mit Erfolg. Mein Zweitstudium war ein Fernstudium, parallel zu Vollzeitarbeit, hat viel länger gedauert und ich habe zwar einen Abschluss, aber der hat ehrlich gesagt einen ganz anderen Wert und kommt inhaltlich nicht an den ersten ran.
 
  • #98
Das kann bei Dir ja alles anders sein, Lionne.

Ich hoffe es. Es war mein Erziehungsziel, unabhängige, selbstständige und in allem Bereichen des Alltags fähige Männer großzuziehen.
Für die später in einer Familie Rollenmuster keine Diskussion sind.
Ich bin zu unangenehm, als dass mein Sohn auf Dauer bleiben wolle😂Er ist 23, und eben noch in der Ausbildung.

Hier wissen wir über ihn nicht viel.

Und über sie, dass sie studiert.
Wie geplant, abgesprochen? Darüber wissen wir nichts.
Wir wissen nichts über die Partnerschaft.

Nur das sie es schwer hat, das die Mutter nicht unterstützen, und sie gerne von Freund alimentiert werden möchte.

Wenig Info.

W, 51
 
  • #99
Aber dominante Mütter und Söhne ist eine schwierige Kombi. Töchter schwimmen sich meiner Erfahrung nach eher frei.
Bin froh, dass ich eine Tochter habe.😊
Ich muss sagen, ich kenne mit einer einzigen Ausnahme ausschließlich Männer, die so lange (noch mit Ende 20, 30) zuhause wohnen bleiben, sowohl aus meiner Abiklasse, als auch durch Erzählungen über Freunde meiner Mutter und einen seltsamen Nachbarn. Der ist schon 65 und wohnt auch nach dem Tod der Eltern noch in seinem Kinderzimmer, hatte nie eine Freundin. Ein anderer Bekannter von mir ebenso, wohnt auch nach dem Tod der Mutter in der Wohnung, ist nie ausgezogen. Daher wäre ich auch erstmal skeptisch, wenn mir jemand erzählt er wohnt noch bei den Eltern. Das Argument, dass es günstiger ist, sagt ja dann aber jeder von ihnen. Ob das der GRUND ist, ist nochmal eine andere Frage. Ich kenne eben einige Männer auf dem Autismus-Spektrum (sind ja viermal häufiger betroffen als Mädchen) und diese wohnen alle noch daheim, geben als Grund aber auch das finanzielle an.
Bei mir war es so, dass meine Eltern wollten, dass ich woanders studiere und ausziehe, damit ich selbstständig werde. Als ich nach dem Studium noch mal 8 Monate zuhause eingezogen bin, weil nicht klar war, wo im Lande ich eine Stelle bekomme, waren sie schon nicht so begeistert - nicht, weil sie mich nicht lieben, sondern weil sie eben Sorge hatten, ich bleib daheim hocken. Vielleicht haben Mütter bei Söhnen häufiger das umgekehrte Gefühl und wollen sie bei sich behalten?
Ich hab bisher von Frauen mit Männern, die vorher daheim gewohnt haben, meist nur eher negatives gehört; vor allem was Haushalt angeht. Das machen dann doch eher die Mütter, vor allem das Wäschewaschen, und generell ist allein wohnen vor dem Zusammenwohnen in einer Beziehung schon eine Erfahrung, die erwachsener macht, bei der man viel lernt. Daher würde ich es auch auf den ersten Blick nicht so doll finden, wenn ich einen Mann kennenlerne, der noch daheim wohnt. Tut er das, um Geld zu sparen, würde ich auch eher vermuten, er ist geizig oder ziemlich spießig, wenn ich ehrlich bin.. Dagegen hätte ich nichts dagegen, wenn jemand aus Geldgründen mit 30 noch in einer WG wohnt. Das ist dann trotzdem noch was anderes. Aber sicher kommt es auf den Einzelfall an. Wenn es z.B. um eine abgeschlossene Wohnung im Elternhaus geht, ist das auch was anderes, als das kleine Kinderzimmer.
w, 37
 
  • #100
Nun, so vielfältig hier die Meinungen sind, so vielfältig sind wir Menschen. Es mag sein, dass diese Diskussion hier der FS nochmal zeigt, dass sie einfach nicht von sich auf andere, sprich ihren Partner, schließen darf. Diesen Fehler habe ich auch über viele Jahre gemacht, gegrübelt und versucht, zu verstehen bzw. eigentlich NICHT zu verstehen, weil ich einfach oft dachte, der andere müsse doch aber auch ... Neee, muss er eben nicht! Deshalb ist es ja auch so wichtig, in einigen Dingen kompatibel zu sein und der Umgang mit Geld ist SEHR wichtig! Es wird so häufig über Geld, bzw. den Umgang damit, gestritten. Das sollte passen!
Das schreibe ich, eine Person, die aus vollem Herzen sagt „Geld ist einfach nur Geld“! Aber man muss es eben halt auch haben, um solch eine Aussage glaubhaft versichern zu können. Das ist bei der FS nicht der Fall, deshalb sollte sie sich zurückhalten mit ihren Aussagen, wie sie sich denn verhalten würde im umgekehrten Falle, weil, es ist ja nicht so😉
Ich habe vorgesorgt für mich und meine Tochter, alles was ich darüber hinaus nicht „brauche“, gebe ich aus und zwar gerne ... für Männer, Frauen, Tierschutz usw.
Ich würde mich niemals aushalten lassen und dafür kochen, waschen, putzen, das habe ich in meinem originären Haushalt bei meinen Eltern zu Genüge getan.
Wirtschaftlich unabhängig zu sein, ist ein hohes Gut, das wir unseren Kindern mit auf den Weg geben sollten!
Meine Tochter ist mit knapp 20 in ihre eigene Wohnung gezogen, 350 km von mir entfernt, weil sie in unsere frühere Heimat wollte ... ich kann sie verstehen, weil das Leben hier im Ruhrgebiet für sie wesentlich unattraktiver ist als im Süden der Republik. Natürlich unterstütze ich sie, habe ein Konto angelegt und spare für ihr Studium, das sie nach der Ausbildung machen möchte, direkte Überweisungen lehnt sie ab, weil sie einfach autark leben möchte. Wir besuchen uns häufig, sie ruft nahezu täglich an, aber ist eben selbständig.
Die Söhne meiner besten Freundin (23,26) leben glücklich bei Mama. Die sparen auch ... auf Kosten der Mutter😉
Es ist wie unser IM es formulierte, Frauen erziehen auch heute noch die kommenden Männer und da muss ich mich manchmal schon sehr wundern.
@Lionne69 Ausnahmen bestätigen die Regel!
Die FS sollte für sich Sorge tragen, nicht erwarten, dass Ihr Partner das Studium mitfinanziert und ein wachsames Auge auf seinen monetären Umgang haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #101
In einer Familie unterstützt man sich, das hat verschiedene Gründe, Vorteile, Nachteile und auch Grenzen. Und kann sicher nicht pauschal beurteilt werden
Vollkommen Deiner Meinung. Sollte mein Vater, der sich mit 85 Jahren noch guter Gesundheit erfreut, pflegebedürftig werden, wäre für meine Schwester und mich ein Altenheim keine Alternative, wohlwissend durch meine Oma, dass bspw. Demenz tatsächlich die Grenzen sprengen kann. Auch meine Tochter wird bei mir später immer ein warmes Bettchen und ein Süppchen vorfinden- wenn es denn irgendeine Notlage erfordert, egal wie alt sie ist. Lebenswege gehen bekanntlich nicht immer straight on forward. Bei einem Sohn wäre dies nicht anders.
Hier wissen wir in der Tat nicht viel vom Partner, ausser, dass er 29 ist und aus 29 wird schnell 30 und ganz schnell 35.
Ich bin zu unangenehm, als dass mein Sohn auf Dauer bleiben wolle😂
Aber auch ein ganz, ganz klein bisschen dominant, oder?😊
W,55 ( Tochter einer dominanten Mutter)
 
  • #102
Ich kenne eh nur Männer, die solange zu Hause bleiben. Ehrlich gesagt keine einzige Frau. Auch keine mit 25 oder 26 Jahren. Da sind Männer sehr viel anfälliger.

Ich kenne eine die bis 35 zuhause gewohnt hat, meine Schwägerin. Sie war zeitweise für ein paar Monate für ihren Master bei einer älteren Dame in Hamburg eingezogen, hatte nur Ärger mit ihr, dann ist sie wieder zu den Eltern zurück ohne Master.
Meine Schwiegermutter ist ne ganz liebe aber dahingehend wirklich zu großzügig. Die steht den ganzen Tag in der Küche, möchte sich partout nicht helfen lassen, macht alles... Vor einem Jahr ist meine Schwägerin dann aber ausgezogen in eine eigene Wohnung näher zu ihrer Arbeitsstätte. Mit den Männern klappt es bei ihr trotzdem noch nicht. Den Entschluss gefasst auszuziehen hat sie weil sie bei uns so viel Wandel gesehen hat (Baby, Hausbau) sie hätte auch gerne Kinder aber ich glaube eher nicht mehr daran. Sie möchte auch nicht mehr daten.
Ich kann ihr auch nicht helfen.. hatte mal einen Kuppelversuch gestartet - das mache ich nie wieder.. ich hab den Typen selber nicht persönlich gekannt (nur von Beschreibungen, ein Kumpel einer Kommilitonin) wir sind dann alle zusammen auf den Weihnachtsmarkt... er war kleiner als sie und etwas nerdy aber wirklich ein ganz lieber Kerl.
Wir lachen heute noch über diesen Fehlversuch 🤭 jeder muss sein Glück selber finden.
Ein Glück hat sie mir das nicht übel genommen.

Mein Sohn ist noch sehr klein, es ist immer etwas anderes wenn man es wirklich erlebt als nur daran zu denken/es sich vorzustellen.
Meinen Sohn würde ich nicht rauswerfen, ich möchte ihn auf seinen Weg so gut es geht und es mir möglich ist begleiten, immer ein offenes Ohr für ihn haben, für ihn da sein und kleine Schandtaten (die doch jeder von uns mal gemacht hat) verzeihen und hoffe, dass er irgendwann ein toller, anständiger, selbstständiger junger Kerl ist, der seinen eigenen Weg findet und geht. (Nicht bei Mutti, einen Job der ihm Spaß macht, eine liebe Frau an seiner Seite)
Mein Mann und ich hatten zur Geburt eine Anlage für ihn abgeschlossen, wir sparen das Kindergeld hinein und im Moment sieht es gut aus +24%, wir wollen ihm wenn er alt genug ist ein wenig Startkapital zur Verfügung stellen, wer weiß wohin sein Weg führt, junge Leute brauchen doch immer Geld. Davon wird er natürlich nichts erfahren bis es soweit ist. 🤫
Bis er groß ist gibts wohl noch so manch schlaflose Nacht, wie diese - gestern waren die letzten Impfauffrischungen dran, hat er leider nicht gut weggesteckt 40 Fieber, viel geweint und gejammert, zum Glück ist nun erstmal bis zur Grundschule Ruhe mit Impfungen. Inzwischen ist er auch wieder gut drauf, hat den Einkauf mit wegsortiert wie ein großer und den Hund mit Leckerchen gefüttert 🥰
Ein Wunschgeschlecht hat man insgeheim ja schon. 🙆‍♀️

W 26
 
  • #104
Hallo FS! Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es hart ist, ohne finanzielle Unterstützung zu studieren. Aber es geht. Ich hatte 3 Nebenjobs, beim Examen einen KfW-Kredit und dann Stipendien für die Dissertation. Deine Versorgungs- und Urlaubsansprüche verstehe ich nicht. Mir hat das Studentenleben mit vielen wechselnden Affären und der intellektuellen Anregung genug gegeben... und später kamen noch Reisestipendien. Es ist dein Weg, deine Entscheidung, ihn zu gehen. Und deine Konsequenzen, die du selbst trägst. Ist es dir das nicht wert, lass es mit dem Studium. Und teste deine Möglichkeiten. KfW müsste noch gehen. Aber du bist allein für dich und dein Leben verantwortlich. Was hat dein "Freund" damit zu tun? Er ist kein Sugar-Daddy. Ich kannte sogar eine, die diesen Weg gewählt hat, um in Ruhe Musik zu studieren... ging auch. Wir sind nicht alle gleich gestellt, und wer aufsteigen will, muss am besten begabter und belastbarer als weicher Gebettete sein... auch kein Drama. Ich liebe diese Lebenszeit auch im Rückblick sehr, denn ich hab viel gelernt und ausprobiert.
 
  • #105
Sorry, Vikky, das sind doch Klischees.... Ich habe hier kein Hotel.
Es sind keine Klischees sondern es ist die Antwort auf @Tom26 :
Und das Schicksal, bei liebevollen Eltern.... Mamas köstliches Essen serviert zu bekommen und auf ein Haus sparen zu können ist schon ein sehr hartes Los.
wie Du unschwer an der Zitatfunktion hättest erkennen können.
In seinem Beispiel (die Einliegerwohnung hat er dazuerfunden, hat fast kein Einfamilienhaus, wie auch das 2. Bad nicht), geht es genau um die Männer, die ewig und 3 Jahre im Kinderzimmer leben und sparen.

Anhand der anderen Kommentare kann man deutlich erkennen, dass ich keinen Einzelfall sondern ein sich aus reitendes Phänomen beschrieben habe. Und wärst Du in einem normalen Berufsleben und wolltest das sehen, dann würdest Du das auch bei Kollegen in den 40ern und älter sehen, sowie deren weitgehende Lebensunfähigkeit - Kaffetasse auf dem Tisch die 5 Monate nicht gespült wurde.

Auch wenn Du glaubst, dass es bei Dir als WG läuft und alles sowieso ganz anders ist, dann fehlen Deinem Sohn eben doch sehr wichtige Lebenserfahrungen durchs zuhause leben.
Er lernt nämlich nicht mit wenig Geld einen eigenen Hausstand aufzubauen (was gefällt mir, was kann ich mir leisten, wie ist der Kompromiss) oder was brauche ich zwingend und auf was muss ich dafür verzichten, obwohl ich es gern hätte. Er nimmt, was bei Dir in der Schublade liegt, egal ob es sein Geschmack ist oder nicht.

Auch mal ein Problem zu haben macht erwachsen und umsichtig - nicht zu Mama rennen, wenn das Geld alle ist, sondern etwas Stolz haben und sich durchbeißen und auch daraus lernen, minimale Reserven anzulegen (nicht das Erbe nutzen).
Ebenso gehört ja dei ganze entwicklung dazu: wie bin ich mit 18 gestartet, welche Fehler habe ich gemacht, wie geht das dann mit 25, was habe ich da schon geschafft, welche Fehler nicht mehr gemacht, welche neuen Fehler und dann mit 30..... Das und diie daraus erwachsene Krisenfestigkeit fehlt den Zuhausewohnern und an die Erfahrung sowie die daraus resultierenden Fähigkeiten kommen sie auch nicht mehr.

Viel problematischer finde ich aber das Thema Imtimsphäre, Privatsphäre, gerade auch wenn die "alten Kinder" Partner haben.

Genau die Pamperei führt dazu, dass
- Männer sich mit 30 noch als in der Pubertät befindlich bezeichnen
- es bei der ersten kleinen Krise es sofort zum Totalkollps kommt
- sie vor allem und jedem Angst haben, statt mit 25 bereits eine gewisse Krisenfestigkeit zu haben
- keinen Blick für das Umfeld zu haben (in diesem Fall, was braucht die FS, was wünscht sie sich, z.B. mehr gemeinsame Zeit), weil man es selber ja total behaglich hat.
 
  • #106
Er lernt nämlich nicht mit wenig Geld einen eigenen Hausstand aufzubauen (was gefällt mir, was kann ich mir leisten, wie ist der Kompromiss) oder was brauche ich zwingend und auf was muss ich dafür verzichten, obwohl ich es gern hätte. Er nimmt, was bei Dir in der Schublade liegt, egal ob es sein Geschmack ist oder nicht.
Da hab ich noch gar nicht drüber nachgedacht, aber stimmt. Den eigenen Geschmack kann man ja auch erst entwickeln, wenn man allein wohnt und sich einrichtet, sogar bei einer WG ist das nur eingeschränkt möglich. Ich habe mit meinem Freund zusammen das erste Mal so richtig alle Möbel gekauft, die wir wollten, uns Farben überlegt; es war schon ein tolles Gefühl, Geschirr zu kaufen, was wir wirklich schön finden und auch in tausend Jahren hoffentlich noch nutzen. (ich freu mich jeden Tag an diesen ausgewählten Sachen)
Und was ich auch immer denken würde: Wenn jemand wirklich mit meinetwegen 30 noch daheim wohnt, bedeutet das, dass er noch NIE eine Beziehung hatte, bei der er mit der Frau zusammengezogen ist. Was ich schon auch noch mal eine ganz wichtige Erfahrung finde. Wenn er mal mit jemandem zusammengewohnt hat und dann wieder zuhause eingezogen ist (ich kenne niemanden, der das gemacht hat, weil das selten gut geht, wenn man einmal sein eigenes Leben und Wohnen entwickelt hat), dann käme es auf die Gründe an. Aber generell ist es mir lieber, wenn mein Partner gewisse Erfahrungen schon mal hatte. Grad dass er weiß, was das dann für Kompromisse geben muss. Selbst WG-Erfahrung ist da besser als die ganze Zeit mit den Eltern. Das ist einfach was anderes, weil man aus dem gleichen Nest kommt. Ich hab bei meiner Gastfamilie in den USA mit 16 einen richtigen Schock bekommen, wieviel anders dort der Haushalt geführt wurde, andere Regeln, andere Zeiten, wie alles so total anders war. Das kennt man erst, wenn man aus der eigenen Familie mal raus ist und mit anderen zusammengewohnt hat.
 
  • #107
Vikky, ich glaube gar nicht das es mit dem wohnen zu Hause zu tun hat, ob Kinder dich in die richtige Richtung entwickeln oder nicht.
Sondern was geben wir ihnen als Eltern für Werte mit auf dem Weg.
Mein Sohn hatte alles was meine Exfrau und ich selbst in der Jugend nicht hatten.
Er hat als Kind das Sparen für Wünsche gelernt, hat gelernt was Geld bedeutet, wofür es Priorität hat, was es bewirkt, aber auch verursachen kann.
Er hat gelernt wie er ein aufrichtiger Mann werden kann.
Gelernt sozial und zuvorkommend zu sein.
Er lernte Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen und arbeite schon zu Schulzeit um seine Wünsche mit zu finanzieren.
Er lernte was das Leben kostet und einem kosten kann.
Er lernte wie man sich gegenüber Frauen und älteren, aber insbesondere anderen Menschen verhält.
Respektlosigkeit wurde nicht toleriert, wenn sie wahllos war.
Er wurde erzogen ein eigenständiges, verantwortungsvolles und respektvolles Leben zu führen.
Mit diesen Vorsätzen ist er ausgezogen und lebt bis heute diese Vorsätze gerne und wie ich spüre, sehr zufrieden und ausgeglichen.
Ich bin mit 17 ausgezogen und hatte gar nichts und noch viel weniger.
Ich hätte lieber ein schönes Zuhause gehabt und hätte trotzdem meine Träume gejagt.
Es liegt nicht am wohnen zu Hause sondern was den Kindern von Zuhause mitgegeben wird.
M50
 
  • #108
Vikky, ich glaube gar nicht das es mit dem wohnen zu Hause zu tun hat, ob Kinder dich in die richtige Richtung entwickeln oder nicht.
Sondern was geben wir ihnen als Eltern für Werte mit auf dem Weg....
Es liegt nicht am wohnen zu Hause sondern was den Kindern von Zuhause mitgegeben wird.
Das sehe ich anders. Von Zuhause wird was mitgegeben aber ob der junge Mensch das wirklich verinnerlicht hat und als eigenen Wert ausgebildet hat, ob der theoretische Wert dann auch in konkreten Lebenssituationen (situativ modifiziert) angewendet wird, dass kann erst in der jonkreten Lebenssituation erprobt werden.
Wer als älterer Erwachsener Zuhause wohnt im gemeinsamen Haushalt mit den Eltern, dem fehlen nunmal viele Lebenssituationen, in denen er auf diese Probe gestellt wird und der entwickelt u.U. andere Bedürfnisse.

Die FS will mehr gemeinsame Zeit mit ihrem Freund verbringen. Er scheinbar nicht mit ihm.
Statt zur FS fährt er nach der Arbeit lieber nach Hause und setzt sich bei den Eltern an den gedeckten Tisch - nochmal was gespart fürs eigene Haus. Und wenn man dann schon Zuhause ist, fährt man nicht nochmal los (wieder was gespart), bzw. entwickelt ein ganz anderes Bedürnis, wie man nach der Arbeit regeneriert, als wenn man in der eigenen Wohnung wohnt.
Jede dieser Entscheidungen prägt den eigenen Lebensstil, die Bedürfnisse wie man später als Erwachsener lebt und auch wie man mit anderen Menschen umgeht, bzw. Beziehungen zu Ihnen aufbaut.
Es ist nunmal was anderes, ob man mit den Eltern zusammen wohnt und zu ihnen eine seit der Geburt gebildete emotionale Beziehung hat oder ob man zu einem Partner eine Beziehungneu aufbaut. M.E. verkümmert da einiges, wenn man zu lange in der Kinderrolle bei den Eltern bleibt - siehe die unsäglichen Geizthreads von älteren Männern hier, in denen Du imner wieder jraftig dazwischen donberst, weil es dort eben nicht nur um Geiz, sondern meistens auch ein komplett verkümmertes Sozial-/Kommunikationsverhalten geht (nur die kindliche ICH-Sicht) mangels anderer Lebenserfahrungen.
 
  • #109
Hallo Nicole,
ich würde so handeln wie du. Wärest du meine Freundin, würde ich dich sofort unterstützen. Hätte ich überhaupt kein Problem mit. Dann müsste das Haus etwas länger warten. Was will ich? Materielle Dinge oder eine intakte Beziehung. Das letztere ist mir wichtiger. Und wenn du mit dem Studium fertig bist, profitiert dein Freund doch auch davon. Das sollte er doch auch wissen.
 
H

Hokrox

  • #110
So doof es klingen mag, aber letztendlich ist jeder erst einmal selbst für seine finanzielle Situation zuständig. Ich persönlich würde es als befremdlich empfinden wenn mein Partner und ich getrennte Haushalte führen würden und ich monatlich ein gewisses Handgeld bekomme.
Ich kann Deinen Freund verstehen, Liebe ist grundsätzlich unabhängig vom Geld. Jedoch würde ich auch kein monatliches Handgeld für meinen Partner zahlen. Eine andere Situation stellt sich für mich dar, wenn man einen gemeinsamen Haushalt führt und ein unausgeglichenes finanzielles Einkommen hat.
Ich würde Dir empfehlen an einigen Stellschrauben deiner Finanzen zu drehen. Jeder hat einen Baföganspruch dem es zusteht, ansonsten sind Eltern verpflichtet für deine Erstausbildung bis zu einer monatlich festgeschriebenen Summe aufzukommen bzw. zu unterstützen. Abgesehen davon wäre dann eventuell eine eigene Wohnung einfach nicht tragbar, alternativ WG? Studentenwohnheim etc.? Es gibt sicherlich Punkte an denen du eine Feinjustierung durchführen kannst.
 
  • #111
Hallo Nicole,
ich würde so handeln wie du. Wärest du meine Freundin, würde ich dich sofort unterstützen. Hätte ich überhaupt kein Problem mit. Dann müsste das Haus etwas länger warten. Was will ich? Materielle Dinge oder eine intakte Beziehung. Das letztere ist mir wichtiger. Und wenn du mit dem Studium fertig bist, profitiert dein Freund doch auch davon. Das sollte er doch auch wissen.
Früher hätte ich eventuell auch so gedacht wie du, bei steigendem Alter und mehreren Erfahrungen würde ich auf gar keinen Fall mehr jemandem, mit dem ich nicht verheiratet bin, oder der sonst zur Familie gehört, finanziell unterstützen oder Geld leihen. Das macht man wenn man jung ist. Dann lässt man es. Umso besser ist es, sich mit den Freuden weiterhin zu verstehen. Ich bin schon Geld hinterher gerannt, und ich war damals absolut nicht wohlhabend, das kannst du dir gar nicht vorstellen.
 
  • #112
...würde ich auf gar keinen Fall mehr jemandem, mit dem ich nicht verheiratet bin, oder der sonst zur Familie gehört, finanziell unterstützen oder Geld leihen.

Die Folgen lesen wir ja hier auch öfter mal. Es würde hinauslaufen auf einen vertraglich abgesicherten Kredit. Das wird sie als „herzlos“ bezeichnen...
Aktuell gibt es von der KfW Geld für 0%, dazu Zuschüsse ohne Rückzahlung in Notlagen. Da würde ich Partnerschaft und Finanzen sauber trennen.
 
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