• #31
#28, Valmont: Ein solcher Vorschlag an die FS kann zwar als Verhandlungsoption eingesetzt werden, wäre aber aus praktischer Sicht unbrauchbar.

Die FS schreibt, die Wohnung war damals sehr günstig - nehmen wir mal an, 100.000 und vor weniger als 10 Jahren (Spekulationsfrist) erworben.
Er kauft ihr also die Hälfte ab, macht für ihn 8000 Euro Kaufnebenkosten, während sie den Gewinn (100.000) versteuern muss, macht z.B. 40.000 Euro extra Steuern. Die verbleibenden 60.000 legt sie in einer Immobilie an, natürlich wieder mit Kaufnebenkosten, diesmal auch inkl. Makler - macht nochmal 6000. Auch die Miete muss sie versteuern (abzüglich 2% für Gebäudeabnutzung).

Also kurzum: Dieser Vorschlag füttert das Finanzamt mit etwa 55.000 Euro (unter den hier getroffenen Annahmen). Gut für den Staat, schlecht für die FS und ihren Freund.
 
  • #32
Falls ihm das alles nicht passt, probiere doch folgendes Argument: Weise ihn darauf hin, dass er genauso auch seine Ersparnisse/Erbschaften/etc... für sich gewinnbringend anlegen kann und damit Miete/ Zinsen/ Dividenden kassieren kann ;-).
Eben das würde ich ihm auch sagen. Mehr würde ich allerdings nicht machen. Komm ja nicht auf die Idee ihn an deinem Eigentum irgendwie zu beteiligen. Wie Valmont so passend gesagt hat, holt sich die Bank immer bei dem das Geld, der noch was hat. Da kannst du schneller mit hohen Schulden dastehen als du schauen kannst.
Und wenn nicht hast du im Falle einer Trennung ein riesen Theater wieder alles unter Dach und Fach zu bekommen. Das würde ich mir "nur" in einer Beziehung nicht antun wollen.

Falls ihm das mit dem Miete zahlen auch nicht passt, hat er eben Pech gehabt.
Alternativ sollte er an seinem Selbstbewusstsein arbeiten, denn anscheinend misst er seins gerade mit deinen Besitztümern und merkt dass er dagegen haushoch verliert.
Einen Mann der sowas nötig hat würde ich als Partner garnicht haben wollen.
 
G

Gast

  • #33
Hi!

Bei meiner Freundin (30) und mir (33) ist es genau die gleiche Situation. Sie hat eine riesige Eigentumswohnung, ich wohne noch zur Miete, habe aber dermaßen viel Kapital, dass ich ihre Wohnung locker mit einem Schlag kaufen könnte. Es steht für uns beide fest, dass wir irgendwann zusammenziehen und ich dann natürlich zu ihr ziehen würde. Niemals würde ich von ihr verlangen, dass sie ihre Wohnung veräußert oder mir Anteile überschreibt. Auch wenn ihr Exfreund damals die Hälfte besaß.

Natürlich würde ich dann die Hälfte einer fiktiven Miete zahlen, was im Endeffekt einer Mitfinanzierung der Immobilie bedeutet. Denn sie zahlt noch 10 Jahre lang ab.

Aktuell suche ich nach einem Baugrundstück und baue mir ein Haus. Da sie keine Anstalten macht, mit mir zusammenziehen zu wollen und ich nicht länger zur Miete wohnen möchte bzw. schicke ETW bei uns fast so teuer sind wie ein Haus, muss ich diesen Weg gehen. Dann ziehen wir gemeinsam dort ein und sie vermietet ihre Wohnung. Von mir aus können wir das Haus auch zu zweit finanzieren. Aber das sind alles Dinge, über die nur ich mir Gedanken mache. Sie ist wegen negativer Erfahrungen noch vorsichtig und will noch nicht mit mir zusammenziehen. Wird sich alles schon irgendwie ergeben.

Kann dein Freund sich nicht etwas eigenes kaufen und es vermieten? Die Mieter würden den Kredit quasi für ihn abzahlen. Das wäre zumindest eine Idee, die ich für mich hatte und die man auf ihn ummünzen könnte.

Viel Glück für Euch! :)
 
  • #34
Wouhhh ...so viele tolle operative Lösungen in den Postings...
Manchmal bedarf es keiner "operativen Lösung"! Die allermeisten Probleme im Leben sind mit einer Änderung der Haltung zu lösen. (Was auch für den hier Zitierten ein lohnenswerter Ansatz sein könnte: nur weil ein Modell früher sehr gut funktioniert hat, heißt das nicht, dass es in Zukunft nicht auch anders gut oder sogar besser ginge!) Der Lebensgefährte der Fs müsste an sich arbeiten, um eine souveränere Haltung zu entwickeln und seiner Freundin mit Freude etwas gönnen!
Ich habe vor einiger Zeit einen Freund vom Kopf wieder auf die Füße gestellt. Da hat er doch ernsthaft rumgejammert, dass sein 6 Wochen (!) altes Baby total auf die Mutter fixiert ist. Er war total mißgünstig, neidisch und unwirsch zu der stillenden Mutter. Sein Eifersuchtsgefühl ist menschlich irgendwie noch nachvollziehbar, aber dass er es ausgelebt hat, war eine Katastrophe. Wir haben ja alle irgendwelche Gefühle (unberechtigte Ablehnung von manchen Menschen, unangebrachten Neid und Mißgunst, Widerwillen bestimmte Familienmitglieder nett zu behandeln etc), aber wir können und müssen sie steuern. Eben: eine andere Haltung dazu einnehmen! Vernunft kann uns helfen auch gefühlsmäßig klüger zu werden und zu wachsen!
 
G

Gast

  • #35
Er ist NEIDISCH, weil du eine Eigentumswohnung besitzt und er nicht. Wenn du alles teilst auf das jemand neidisch ist, dann wirst du es nicht weit bringen im Leben.

Wie kommst du überhaupt auf die abstruse Idee, ihm irgend ein Recht an der Wohnung einzuräumen? Gehts noch?!? Der soll sich freuen, wenn er mit in der Wohnung wohnen darf und ansonsten soll er den Abflug machen und sich eine Frau suchen, die genauso vermögenslos ist wie er.

Männer die ein Problem mit Frauen haben, die wohlhabender sind als sie selbst, die müssen halt auf gleichem Niveau suchen oder unter sich greifen. Das ist doch nicht dein Problem, wenn er damit nicht klarkommt.

Nur weil er ein Selbstwertproblem hat, willst du doch wohl nicht dein Eigentum an ihn abtreten? Das habe und würde ich auch niemals in einer Ehe machen.

Such dir einen Partner, der eine Frau schätzen kann, die nicht vermögenslos ist und fertig. Es geht nämlich nicht nur um die Wohnung, immer wenn du "mehr" von etwas hast als er, wird er dir dies neiden. Ich kenne solche Männer auch (es handelt sich bei mir aber um eine ganz andere Hausnummer und ein Millionenvermögen), die werden dir das Leben zur Hölle machen, da hilft nur rausschmeissen oder auf materielle Güter verzichten und das kann es ja wohl nicht sein.

Dass Männer große Vermögen bei einer Frau nicht so leicht verkraften ist ja bekannt, dass das Theater aber schon bei einer selbstbewohnten Eigentumswohnung beginnt, das ist extrem!

Wer sein Vermögen einschränkt, damit der Partner sich besser fühlt, der sollte auf seine Zurechnungsfähigkeit untersucht werden. Ich wette, meine Kinder würden einen Antrag auf Betreuung (früher: Entmündigung) stellen und zwar zu Recht :)
 
  • #36
Kaufnebenkosten, während sie den Gewinn (100.000) versteuern muss, macht z.B. 40.000 Euro extra Steuern.
Unsinn! ...diese Steuern entstehen doch nur, wenn ihre Wohnung wirklich in einem notariellen Vertrag mit dem verdoppelten Wert als Zahl benannt wird. Deshalb schrieb ich ja "Er kauft ihr die zweite Wohung zum Vermieten" und erst im Erklärungsteil, dass er ihr eigentlich ihre Hälfte für den Realwert abkauft.

Kein Finanzmt fängt an einen 100.000,- Gewinn zu unterstellen, wenn beide da selber drin wohnen und im Vertrag zum Umschreiben der einen Hälfte wieder die selbe Zahl drin steht (bzw. die Hälfte) , wie die, als sie die Wohnung gekauft hat.

Finanzämter sind zwar bescheuert, aber ganz so schlimm sind sie dann doch nicht ;) (jedenfalls bei selbstgenutztem Wohneigentum)

Man muß das zwar mit der Bank ausmachen (wegen Beleihungswert), aber auch die gegen nicht ihrem Schätzwert an das Finanzamt weiter.

Grunderwebssteuer fällt natürlich schon an! (wenn man einen Makler braucht, ist man aber selber schuld!)

Man kann da wirklich einiges "gestalten" ;)

V.m45
 
  • #37
Hm, also mal angenommen, ich wäre in der Situation, und würde gerne technische Annehmlichkeiten in die Wohnung einbauen, wie automatische Rollläden, andere Heimautomatisierung, zentral gesteuerte Lampen, LED-Bänder... Einen Beamer und eine Leinwand zum Filme schauen... nichts, was unbedingt nötig ist, aber es wertet die Wohnung auf und macht Spaß beim Basteln.

Und sie sagt: "Nein, das ist nicht nötig, das will ich nicht. Es geht doch auch so. Du immer mit deinen Spielereien."

Dann würde ich mich auch irgendwann ärgern, dass es nicht meine Wohnung ist.

Vielleicht gibt ihm die FS auch zu wenig Spielraum, seine Ideen von einer schicken Wohnung umzusetzen? Und letzten Endes muss er aufgeben, weil es ist ja "ihre Wohnung"?
 
G

Gast

  • #38
Natürlich würde ich dann die Hälfte einer fiktiven Miete zahlen, was im Endeffekt einer Mitfinanzierung der Immobilie bedeutet. Denn sie zahlt noch 10 Jahre lang ab.
Du mußt überall Miete zahlen, von einer Mitfinanzierung kann da überhaupt nicht die Rede sein, sie zahlt die Immobilie auch ohne Dich ab, die Raten sind auf sie zugeschnitten.
Warum solltest Du dann da kostenfrei leben?
Er hat überall behauptet, dass er meine Wohnung finanziert. Seine Freunde waren entsetzt, dass ich ihn die Wohnung "finanzieren" lasse...
Das kommt dann zwar womöglich bei raus, deshalb würde ich trotzdem niemanden bei mir kostenfrei leben lassen.

Zu seinen Gunsten ein Wohnrecht ins Grundbuch eintragen lassen oder ihm die Hälfte der Wohnung schenken, will ich dann doch nicht.
Das wäre ja wohl, mit Verlaub, auch völlig hirnverbrannt. DU hast geerbt, nicht er. Du bist durch Zufall in diese Situation geraten, vielleicht wußtest Du davon, vielleicht nicht. Mit einem Erbe kann man ja nicht rechnen, das kommt oder auch nicht. Es gibt eigentlich nichts, was ein Machtgefälle auslösen könnte. Oder kann ein Zufall das? Du hast es nicht durch Intelligenz, viel Arbeit, usw. erworben.
Es ist ein Geschenk von eine(r)m Verstorbenen. Dieses Geschenk war oder ist für Dich vorgesehen. Hüte es gut. Das Vermögen hat jemand erarbeitet,der es nicht mitnehmen konnte und es Dir überlassen hat.
Ignoriert die FS ihn und das, was nun bei ihm passiert, braucht sie sich die Frage sicher nicht mehr lange zu stellen. Dann ist er weg.
Ich weiß nicht, ob das ein großer Verlust wäre. Vermutlich rein menschlich wohl schon, aber ich erwarte von einem Partner auch, dass er sich mit meinen Gedanken beschäftigt und nicht nur andersrum. Die FS beschreibt sehr genau, welche Gedanken sie sich macht, sie fühlt sich absolut in der Zwickmühle. Ich habe eher den Eindruck, dass ER das ignoriert. Und dabei meine ich nicht die Wandfarben.
W
 
G

Gast

  • #39
Die grundlegende Entscheidung ist doch erstmal, wie sehr ihr euch aneinander binden wollt. Wollt ihr gemeinsames Eigentum, gemeinsames Risiko oder nicht? Solange ihr in dieser Grundsatzfrage herumeiert, werdet ihr vermutlich auch zu keiner fairen und sinnvollen Lösung der Wohnungsfrage kommen.

Was ihr da momentan habt, ist nichts halbes und nichts ganzes. Von ihm Miete zu verlangen oder Eigentum zu überschreiben, fände ich genauso suboptimal. Das schafft auch wieder ein Machtgefälle und Abhängigkeiten, die in Krisensituationen auf den Tisch kommen werden. Würdest du ihm jetzt z.B. quasi einen Teil deines Eigentums schenken, glaubst du nicht, dass er sich dadurch NOCH mehr zu Dankbarkeit verpflichtet fühlen würde?

Nein, entweder gehört die Wohnung euch beiden, oder ihr leistet beide einen gerechten Beitrag zu ihrer Finanzierung - oder ihr wohnt nicht zusammen darin. Die Wohnung zu verkaufen um wieder zur Miete zu wohnen, fände ich aber auch irgendwie schräg.

Solange ihr euch eurer Sache nicht so sicher seid, dass ihr das Risiko gemeinsamen Eigentums eingehen würdet: bleib alleinige Eigentümerin und lass ihn die Lebenshaltungskosten tragen. So ein Arrangement lässt sich recht unkompliziert auflösen. De facto hat er dann für die Zeit in deiner Wohnung Miete bezahlt, aber der psychologische Effekt ist ein anderer, als wenn er dir monatlich Geld überweisen muss und du ihm gegenüber als Vermieterin auftritt.
Solltet ihr das Risiko irgendwann eingehen wollen, gibt er dir die Hälfte des Kaufpreises und kommt dafür ins Grundbuch. Die Wertsteigerung wird abgedeckt durch seinen Beitrag zu den Lebenshaltungskosten bis dahin. Oder ihr verrechnet das noch genauer. Das exakt so hinzukriegen, dass keiner einen Verlust macht, ist allerdings schwierig. Ich würde aber grundsätzliche Fairness höher gewichten als centgenaue Aufrechnung. Und wenn er das Geld nicht aufbringen kann? Nun, dann kannst du entweder aus Liebe großzügig sein bei der Verrechnung - oder ihr haltet den Status Quo aufrecht. Er könnte auf jeden Fall jetzt schon anfangen, Geld zurückzulegen.

Egal wie die Lösung nun im einzelnen aussieht: erstmal müsst ihr euch m.M.n. klar darüber werden, wie verbindlich ihr eure Beziehung gestalten wollt.
 
  • #40
Entweder man teilt eine Ressource, die einem der Partner gehört, oder man teilt sie nicht. Wenn man sie aber teilt, hat der andere nicht nur ein Nutzungs-, sondern auch ein Mitspracherecht. Davon sollte man als der Partner, dem dieses Recht zugestanden wird, dann aber auch Gebrauch machen. Schließlich kann man ja nicht jeden Tag fragen, ob man sich mit ins Bett legen darf, nur weil der andere dieses Bett dereinst gekauft hat.
 
G

Gast

  • #41
Entweder man teilt eine Ressource, die einem der Partner gehört, oder man teilt sie nicht. Wenn man sie aber teilt, hat der andere nicht nur ein Nutzungs-, sondern auch ein Mitspracherecht. Davon sollte man als der Partner, dem dieses Recht zugestanden wird, dann aber auch Gebrauch machen. Schließlich kann man ja nicht jeden Tag fragen, ob man sich mit ins Bett legen darf, nur weil der andere dieses Bett dereinst gekauft hat.
Das kommt drauf an. Mir gehört mein Haus, das würde auch so bleiben, wenn ein Partner mit einzieht. Natürlich hat er dann ein komplettes Nutzungsrecht. Gegen Mietzahlung. Die müßte er woanders auch zahlen. Allerdings würde ich die letzte Entscheidung treffen, wenn es z.B. um das Einreißen von Wänden und andere große bauliche Veränderungen geht. Ich bin ja die Eigentümerin:)
Ich finde Männer, die das nicht akzeptieren können, nicht gerade emanzipiert. Aber es gibt solche Männer.
Ich kenne übrigens keinen einzigen Mann, der das anders handhaben würde. Männer, die ihre Partnerin kostenfrei in ihrem Haus leben lassen, beklagen sich hinterher lautstark, dass sie Zahlesel waren.
Liebe FS, Deinem Partner auch nur irgendwas Deiner Immobilie zu überschreiben, kann nicht Dein Lebensplan sein. Das kann versteht man auch nicht unter Gleichberechtigung. Ein gleichberechtigter Mann hat kein Problem mit Mein und Dein.
W
 
  • #42
Ich finde Männer, die das nicht akzeptieren können, nicht gerade emanzipiert. Aber es gibt solche Männer.
Stimmt. Mich zum Beispiel. Mir erschließt sich aber nicht, was unemanzipiert daran sein soll, das Zusammenleben so zu gestalten, daß nicht ständig alles gehälftelt werden muß. Von der Frau die Hälfte der Miete einfordern käme mir niemals in den Sinn. Sie kann aber gerne andere Kostenblöcke übernehmen: den Urlaub, das Auto, die Haushaltshilfe.
 
A

Ars_Vivendi

  • #43
Und sie sagt: "Nein, das ist nicht nötig, das will ich nicht. Es geht doch auch so. Du immer mit deinen Spielereien."
Diese Diskussionen führst Du in jeder Mietwohnung genauso. Es mag sein, dass sich der Mann dann in vielen Fällen eher durchsetzt und ein Problem damit hat, das nicht tun zu können, wenn die Wohnung der Frau gehört.
 
  • #44
Wie soll man damit umgehen? Was ist gerecht? Was könnte eine tragfähige Lösung sein, mit der sich beide wohlfühlen?
Hi kat79,
wenn er Komplexe hat, weil dir die Wohnung gehört...lass ihn ziehen! Soll er mal zusehen, was eine Wohnung mit allem drum und dran kostet und was du alles nachgiebig zu seinem VORTEIL bisher reguliert hast! Sowas kann ich leiden wie der Herr sich benimmt!

Wäre nett, würdest dich der Antworten all hier auch mal stellen! ;-)
 
  • #45
Das Problem: Die Wohnung schafft ein Machtungleichgewicht zwischen uns. Ich wollte das nie, aber es ist faktisch so.

Mein Freund besteht inzwischen immer in einem leicht angesäuerten Ton darauf, dass es ja meine Wohnung sei, eben nicht unsere. Ich vermeide inzwischen Possessivpronomen ("unsere"), sondern rede nur von "der Wohnung".
Liebe FS,
was die Zukunft bringt wissen wir alle nicht. Ich denke, das wird auf Dauer eh nicht gut gehen, wer er jetzt schon Minderwertigkeitskomplexe hat!
Lass den Mietvertrag über Anwalt erstellen. Warum sollst du jetzt was tun, was du später ggf. bereust?
 
W

wahlmünchner

  • #46
So viel Aufregung!
Für mich wäre der Mann bald kein Partner mehr.
Wenn er bei dir " umsonst " wohnen darf, ist das finde ich ein cooles Geschenk deinerseits, vor allem wenn er sich alleine nichts ordentliches leisten könnte.
Wenn er damit ein Problem hätte, wäre ich vor den Kopf gestoßen.
Entweder man will ein Leben zu zweit oder eben nicht.
Aber fur seine Wohnung aufkommen und dann auch noch sein Ego Probleme zu betüteln... Ne echt nicht...
Da ich nichts von Zukunftsplänen, Kinder, Heirat lese würde ich mich fragen:
Ok, er will also der Macker sein und bietet nichts außer Stichelei.
Wenn er der Held in der Beziehung sein will, dann soll er eben etwas dafür tun.
Aber neidisch rummaulen ist nicht partnerschaftlich.
Gönnt er es dir nicht obwohl er davon profitiert?
Verstehe nicht wie du ihm da entgegen kommen willst.
Wenn du mich fragst ist da eher eine Ansage von Nöten.
Frage ihn doch mal wie er sich das im Idealfall vorstellen würde?
Wenn da nichts sinnvolles konstruktives kommt...
( du vermietest und wir suchen was zusammen, er wohnt in seinen eigenen 4 Wänden...)
Würde ich ihm sagen, das Thema für dich jetzt durch ist und Punkt!
Wäre für mich echt ein Trennunggrund
 
  • #47
Grundsätzlich verstehe ich nicht, dass hier einige von ihrem Partner Miete einfordern würden. Es handelt sich hierbei doch nicht um eine Geschäftsbeziehung! Wie kann man sich an seinem Partner bereichern wollen?! Ohne Partner würde der Wohnungseigentümer doch auch keinen Cent mehr in der Tasche haben, ganz im Gegenteil: sämtliche Unkosten müsste er allein tragen!

Neben- und Betriebskosten und das sogenannte Wohngeld für Investitionsrücklagen bei Eigentumswohnungen werden hälftig geteilt oder je nach Einkommen fair aufgeteilt.

Der Partner, dem die Wohnung gehört, profitiert davon ebenso (siehe geteilte Unkosten) wie der Partner, der sich die Miete spart.

Letztendlich kommt das eingesparte Geld doch beiden zugute, wenn eine wirkliche Partnerschaft vorhanden ist. Man könnte es auch dafür nutzen, gemeinsames Eigentum aufzubauen.
 
G

Gast

  • #48
Wie kann man sich an seinem Partner bereichern wollen?! Ohne Partner würde der Wohnungseigentümer doch auch keinen Cent mehr in der Tasche haben, ganz im Gegenteil: sämtliche Unkosten müsste er allein tragen!
Na, das ist mal naiv gedacht. Wenn ich erbe und mir ein Haus kaufe und mein Partner zieht dort ein und zahlt keine Miete sondern beteiligt sich nur an den Unkosten zur Hälfte. Wer bereichert sich denn da? Eine Mietzahlung bekommt der Eigentümer, um eventuelle Reparaturen zu bezahlen, um das Dach neu zu decken, um eine neue Heizungsanlage einbauen zu lassen, etc.
Der mietfreie Partner zieht dann ein, spart die Miete und hat dann selbst für eine Eigentumswohnung bei Trennung genug angespart oder wie? Denn die Nebenkosten hätte er ja auch in einer Mietwohnung.
Ob man das Wohnunggeld für Investitionsrücklage oder Miete nennt, bleibt sich wohl gleich.
Letztendlich kommt das eingesparte Geld doch beiden zugute, wenn eine wirkliche Partnerschaft vorhanden ist. Man könnte es auch dafür nutzen, gemeinsames Eigentum aufzubauen.
DAS habe ich auch schon mal gedacht, dass ich eine wirkliche Partnerschaft habe und dann....ohne Worte weg. Von jetzt auf gleich. Man guckt jedem nur bis zur Stirn.
Ein Partner, der das nicht versteht, zieht eben nicht bei mir ein.
Man kann auch in zwei Wohnungen glücklich werden, erlebe ich gerade.
W