• #1

Fernbeziehung auf ewig oder Trennung?

Nach über 6 Jahren Fernbeziehung hat sich jetzt herauskristallisiert, dass es für uns wohl für die nächsten 15 Jahre kein gemeinsames Leben geben kann... Wir sind beide Ü50 und die Jobsuche gestaltet sich als echte Herausforderung. Ich habe noch zwei Kinder im Unterhalt und kann aufgrund des Titels nicht so einfach auf Einkommen verzichten. Sie findet als Verkäuferin keine unbefristete Vollzeitstelle mehr und will ihre finanzielle Unabhängigkeit und ihr soziales Umfeld auch nicht aufgeben, weil sie kein extrovertierter Mensch ist und Angst hat die Entscheidung zu bereuen und Heimweh zu bekommen...

Wir lieben uns beide sehr und ihr würde es auch nichts ausmachen, bis zu unserer Rente in einer Fernbeziehung zu leben, wenn es "nicht anders geht...". Ich kann aber nicht wirklich damit leben. Ich brauche eine Perspektive in einem überschaubaren Zeitraum, um die Trennungszeiten aushalten zu können. Auf der anderen Seite ist sie aber auch der Mensch, bei dem ich mich angekommen fühle, daher fällt mir der Gedanke an Trennung sehr schwer... Der Konflikt zwischen Liebe, Sehnsucht und Hilflosigkeit in der Situation macht mich fertig und saugt soviel Energie, dass es sich inzwischen in meinem Alltag bemerkbar macht.

Hat jemand Erfahrung mit einer solchen Situation? Ich finde einfach keine Zufriedenheit in einer Fernbeziehung auf Dauer und inzwischen nervt sie auch die Diskussion darüber. Macht es Sinn weiter zu kämpfen oder reiben wir uns nur sinnlos aneinander auf, bis jegliches Gefühl darunter zerquetscht wird?
 
  • #2
Da stellt sich für mich eher die Frage, warum sie sich für euch erst jetzt stellt ;-) SECHS Jahre Fernbeziehung und jetzt, wo ihr sechs Jahre älter und die Jobsuche nicht leichter ist, fällt euch auf, dass es keine Perspektive auf Zusammenleben gibt. Das darf einem von außen schon merkwürdig vorkommen. Soso, und dann nervt SIE auch noch die Diskussion - wünscht sie sich nicht mehr Nähe? Scheint mir fast so zu sein.

Abgesehen davon: Arbeitsmöglichkeiten gibt es gerade jetzt sehr viele für Menschen Ü50, denn langsam ist in den Unternehmen angekommen, dass zu wenige Junge nachkommen, zum Teil gibt es auch gute ortsunabhängige Arbeitsstellen mit hohem Homeoffice-Anteil. Kommt auf deinen Beruf an - und auf deine Flexibilität, den vielleicht sogar zu wechseln. Tja, und dann muss ich auch sagen: Deine Freundin hat als Verkäuferin wohl eher bundesweit Möglichkeiten - wenn sie denn wollte. Wenn sie aber generell so unflexibel ist, hm, gefällt dir das?
Vielleicht willst du sie mehr als sie dich? Oder vielleicht seid ihr beide einfach ein bisschen zu bequem? Wenn nicht einer von euch oder sogar beide sich bewegen, wird sich bei euch nichts bewegen ;-), einen Zauberstab haben wir hier auch nicht zur Hand.

Viele Grüße!
 
  • #3
oder reiben wir uns nur sinnlos aneinander auf, bis jegliches Gefühl darunter zerquetscht wird?
Moment! Wieso "uns"? Du schreibst, Du leidest und wünscht Dir mehr Nähe. Hast Du mal mit Deiner Freundin darüber geredet, ob es ihr nicht so passt, wie es ist?
In dem Fall, sei ein Mann, kneif die berühmten Backen zusammen und such´ Dir ein Hobby. Anscheinend bist Du nicht ausgelastet, dazu noch ein Klammeräffchen! Ich hoffe, Du nervst Deine Freundin nicht damit - immerhin ist sie Introvertiert und zieht ihre Energie aus dem Alleinsein. Bist Du etwa Extrovertiert?
Wenn ihr beide so empfindet (zu wenig Nähe), wird eine Trennung jedoch das Beste sein!
ErwinM, 50
 
  • #4
Ich persönlich als Frau würde gar keine Beziehung mehr in dem Alter führen. Lieber ein Lover oder ein unabhängiger Freund und ansonsten seine Unabhängigkeit genießen.
Nie und nimmer würde ich etwas in dem Alter aufgeben für eine - vielleicht - Beziehung, die noch 2, 3 oder 5 Jahre hält.
 
  • #5
Nun, die ersten 1-2 Jahre waren wir noch in der Findungsphase. Dann habe ich in ihrer Stadt gesucht, hätte aber deutlich finanzielle Einbußen hinnehmen müssen und habe noch zwei Kinder im Unterhalt, bei denen zumindest eines noch zu jung für 5-6 Std. Zugfahrt war. Die letzten beiden Jahre hat sie bei mir gesucht, bekam aber als Verkäuferin nur Teilzeitangebote auf Mindestlohnniveau. Vor der wirtschaftlichen Abhängigkeit hatte sie auch sicher Angst, die ich ihr offenbar nicht wirklich nehmen konnte. 6 Jahre, weil man den Traum vom Gelingen nicht aufgeben wollte, solange dieses Gefühl noch so stark war. Am Ende ist mir auch klar, dass sich die Situation ohne Veränderung der Positionen nicht ändern kann. Und vielleicht sind wir für das tatsächlich notwendige wirklich zu träge oder zu ängstlich...? Im Augenblick habe ich das Gefühl, dass ich in einem Entscheidungspatt zwischen Herz und Verstand stecke.
Daher bin ich für jede Sichtweise dankbar.
 
  • #6
Ein guter Freund von mir hat über 13 Jahre eine Fernbeziehung geführt. Als er dann Zukunftspläne schmiedete, sich einen Job in der Nähe seiner Freundin suchte und den Zusammenzug vorschlug, wich sie mit komischen Ausreden aus. Er seinerseits hatte von der ewigen Pendelei die Nase voll und machte Schluss. Also mal die ernsthafte Frage: kann oder will Dein Freundin sich nicht verändern, und wie ist es mit Dir? Vielleicht ist die Liebe doch nicht so groß oder der Gewohnheitstrott größer? 15 weitere Jahre zu pendeln, käme auch mir perspektivlos vor. Auf der anderen Seite weiß man nie, was die Zukunft bringt und vielleicht hält sie ja eine noch nicht erahnte Lösung bereit.
 
  • #7
Hat jemand Erfahrung mit einer solchen Situation?
Ja. Rückblickend muß ich aber sagen, daß die Fernbeziehung der angenehmere Lebensabschnitt war. Was ich damals tun konnte, ist heute nicht mehr Teil meiner Welt: hingehen wohin es mich zog, anschauen was mir gefiel, laufen so weit ich wollte, bleiben so lange ich wollte, Filme anschauen die mir gefielen, im Buch mehrere Kapitel am Stück lesen usw. usw.

In meiner naiven Vorstellungswelt wollte ich das alles zusammen mit der Frau unternehmen, wenn sich endlich günstigere Lebensumstände für uns würden eingestellt haben. Die kamen aber nicht, auch nach 12 Jahren nicht, und ihre Sachgründe konnte ich nicht nachvollziehen, also habe ich mich von ihr getrennt. Und das war auch gut so.

Heute aber vermisse ich dieses freie Leben. Sehr sogar.
 
  • #8
Sie hat kein Problem mit Fernbeziehung. Ihr taugt es.
Vorwand. Schuld sind so die bösen Umstände.

Verkäuferinnen finden heute sofort einen Job, Vollzeit, jedes Alter.
Es ist der Ortswechsel, den sie nicht will.
Sie wird sich nicht bewegen.

Du kannst schauen, ob Du Deinen Job wechselst.
Du kannst Dich arrangieren.
Du kannst Dich trennen.

Bevor Du den Jobwechsel und Umzug wagst, sei Dir sicher, dass sie mit Dir leben will. Ich habe Zweifel.

M, 54
 
  • #9
Bedenke, viele Beziehungen scheitern, wenn die Partner plötzlich dauerhaft aufeinander sitzen!
 
  • #10
Verkäuferinnen finden heute sofort einen Job, Vollzeit, jedes Alter.
Es ist der Ortswechsel, den sie nicht will.
Sie wird sich nicht bewegen.
Ohne die näheren Umstände zu kennen kann ich sagen, daß dies so nicht stimmt. Es kommt immer darauf an, in welcher Branche man tätig ist. Dazu werden kaum noch Vollzeitstellen angeboten. Ab 50 spätestens hat man ( meist ja eigentlich frau) das Nachsehen gegenüber jüngeren Frauen. Sofortige Festanstellung ist auch kaum möglich.
 
  • #11
Verkäuferinnen finden heute sofort einen Job, Vollzeit, jedes Alter.
Es ist der Ortswechsel, den sie nicht will.
Aber nicht unbefristet. Die Dae ist Ü50 und für Arbeitgeber gibt es keine Schwierigkeiten, da Bewerber zu finden. Befristet. Jung & flexibel.
"Früher" war das mal anders. Da gab es noch unbefristete Arbeitsverträge. Sollte dir eigentlich bekannt sein.
Ich kann gut verstehen, dass sie nicht in einer hire&fire Situation leben will.
 
  • #12
Irgendwie entdecke ich hier etwas Unlogisches: Mir erschließt sich nicht, wieso du - wenn sie nicht ganz mit dir zusammenziehen will - dich von ihr trennen willst?

Ich meine, was willst du nun? Dich von ihr trennen, oder mit ihr zusammenziehen? Beides schließt sich gegenseitig aus.
Ich könnte mich zumindest nicht von jemandem, den ich liebe, so einfach trennen, nur weil seine Lebensvorstellungen beim Wohnen nicht meinen Erwartungen entsprechen. Dann seh ich den Menschen, mit dem ich kurz vorher aus lauter Liebe noch zusammenziehen wollte, ja gar nicht mehr?! Ist das wirklich die einzige Konsequenz, die du tatsächlich willst? Das würde ich sehr komisch finden.

Da ihr in eurem Alter nicht mehr im Nestbaumodus steckt und auch keine Familie mehr gründen wollt, ist das irgendwie nicht ganz nachvollziehbar, wieso ein Konstrukt, was 6 Jahre gehalten hat, nun plötzlich nicht mehr taugen sollte.
Ich rate dir aus meiner Sicht: genieße die Quality -time mit ihr, so wie bisher. Und genieße die restliche Zeit mit dir alleine. Du hast somit einen Luxus, den nicht jeder hat. Aber das Gras ist auf der anderen Seite bekanntlich immer grüner.
 
  • #13
Wie weit wohnt ihr denn tatsächlich von einander entfernt?
Verkäufer werden doch heute in der Tat überall gesucht. Oder wohnst Du in einer strukturschwachen Region?
 
  • #14
Sag mal, Desparationmaster, liest du eigentlich JEMALS wirklich, was jemand schreibt? Meist scrolle ich ja weiter, wenn ich sehe, dass du schon wieder und immer mit demselben Sermon ankommst, aber diesmal habe ich wieder einmal überflogen, was du absonderst.
Bist du eigentlich 24/7 hier online?

Und ja, dein Statement widert mich an.
Du kotzt deinen Dauersatz aus, gerne auf 30-fache Länge aufgebläht. Niemandem bringen deine Stereotypen etwas. Deine Sermone zeigen nur, dass du selbst keinerlei Erfahrung mit Nähe und Beziehung gemacht hast.

Lieber FS, du klingst mir nach einem besonnenen, nachdenklichen Menschen und eure Lage ist schwierig.

Vielleicht könntet ihr in der geographischen Mitte neu beginnen? Ich weiß nicht, wie alt dein jüngstes Kind ist, vielleicht wäre die Hälfte der ursprünglichen doch gut bewältigbar?

Alles Liebe, w, 52
 
  • #15
Ist es möglich, dass Du ihr Energie raubst und sie deshalb häufiger als Du Zeiten des Alleinseins braucht, um aufzutanken? Ich könnte mir vorstellen, dass die Fernbeziehung das Mittel ist, um ihren Energiehaushalt in Balance zu halten. Vielleicht kannst Du mit ihr ganz offen darüber sprechen, ob Du als Extravertierter in Deinem Verhalten während Eurer zusammen verbrachten Zeiten etwas beachten solltest, um ihr Energielevel nicht zu senken. Denn immer wenn bei einem Introvertierten das Energielevel gesunken ist, braucht er dringend Ruhe und Alleinsein, um sich wieder gut zu fühlen. In einer Beziehung mit einem Extravertierten ist der Introvertierte oft der Dumme und schaut in den Mond.
 
  • #16
Bevor Du den Jobwechsel und Umzug wagst, sei Dir sicher, dass sie mit Dir leben will.
Orts- und Jobwechsel kann, je nach Job, zu massivem Einkommensverlust führen, der durch Zusammenlegen der Haushalte nur bedingt kompensierbar ist. Und der einem bleibt, sollten die veränderten Lebensumstände die Partnerschaft dann doch sprengen - nicht jeder will den anderen ständig um sich herum haben und in allen seinen Aktivitäten von ihm ausgebremst werden. Dazu kommt der Verlust des Freundeskreises. Oder die erschwerte Zuwendung zu hilfsbedürftigen Familienangehörigen, den Eltern etwa.

Es wäre also zu hinterfragen, wer in der hier betrachteten Fernbeziehung welche Rolle einnimmt. Möglicherweise hat die entfernt lebende Freundin tatsächlich Angst, in der Summe mehr aufzugeben zu müssen als die beiden durch den Ortswechsel gewönnen.
 
  • #17
Hast Du mal mit Deiner Freundin darüber geredet, ob es ihr nicht so passt, wie es ist?
Ich habe mit ihr darüber geredet. Sie sagt, Sie würde sich auch mehr Nähe und ein gemeinsames Leben mit mir wünschen, kann aber anders damit umgehen... Inzwischen sagt sie aber auch recht deutlich, dass sie es sich "im Moment" nicht vorstellen kann zu mir zu ziehen, weil sie Angst vor Heimweh hat. Ich denke, du hast recht... Wahrscheinlich passt es ihr wie es ist einfach besser, als sich verändern zu müssen.
 
  • #19
Heute aber vermisse ich dieses freie Leben. Sehr sogar.
Wenn du das so empfindest, bist du vielleicht gar kein wirklicher Beziehungsmensch oder du hast eine Partnerin, die zumindest mehr von dir fordert, als du freiwillig zu geben bereit bist? Der Kompromiß in einer Beziehung ist immer ein Stück freiwillige Aufgabe der individuellen Freiheit. Wenn ich verliebt war, war es für mich aber nie eine Frage, diesen Preis zu zahlen...
 
  • #20
Sie hat kein Problem mit Fernbeziehung. Ihr taugt es.
Vorwand. Schuld sind so die bösen Umstände.

Verkäuferinnen finden heute sofort einen Job, Vollzeit, jedes Alter.
Es ist der Ortswechsel, den sie nicht will.
Sie wird sich nicht bewegen.
Ich denke inzwischen auch, dass der wirkliche Wille zum Ortswechsel und der damit verbundenen Veränderung fehlt...
Ich habe aber auch selbst miterlebt, dass sie im Einzelhandel nur Teilzeitangebote auf Mindestlohnniveau bekommen hat, was für sie wirtschaftlich deutliche Einbußen mit sich gebracht hätte...

Ist aber auch egal... Am Ende zählt das Ergebnis.
 
  • #22
Wir haben nochmals miteinander gesprochen und es tut ihr weh, dass ich so unter der Situation leide. Es steht aber auch für Sie fest, dass sie ihre Heimatstadt und ihr Umfeld nicht aufgeben kann/möchte.

Eine Fernbeziehung auf Dauer kommt aber für mich nicht in Frage.
Ich habe mich daher für die Trennung entschieden, obwohl mir mein Herz im Moment noch sagt, ich mache den größten Fehler meines Lebens.

Ich habe den Spruch gelesen, "Wenn es keine gemeinsame Zukunft geben kann, macht eine gemeinsame Gegenwart auch keinen Sinn."

Die Erkenntnis tut sau weh... Aber es ist auch irgendwie was dran.

Lieben Dank für eure Meinungen und Anregungen.
 
  • #23
Hallo @FemmedeVienne,
danke fuer die klaren Worte, den IM betreffend. Ich kotze mit Ihnen. Diese Typen trifft man leider ueberall, sind unheilbar. An denen beisst sich.auch ein Psychiater die Zaehne aus.
 
  • #24
Ich hatte gefühlt eine Fernbeziehung, wenn es für viele bei 50km auch keine war.
Aber noch mit Jüngern Kindern auf beiden Seiten, kam nicht mehr gemeinsame Zeit dabei raus.
Gleichzeitig war aber wohl bei mir das Bedürfnis nach gemeinsamen Nest grösser, durch die Kinder.

Heute weiss ich nicht mal mehr warum, ich genieße nämlich den Freiraum!
Und mittlerweile würde ich auch vor der Rente kaum umziehen.
Erstens mag ich meinen Job und zweitens gibt es in meiner Firma Betriebsrente und wenn es passt eine gute Möglichkeit auf Vorruhrestandsprogramme. Wäre blöd die 30Jahre dort nicht vollzumachen.

Aber ich bin ja nicht Du!

Ihr habt es beide ja probiert und nicht das sich einer da völlig quergestellt hat.

Letztendlich gilt es, dass noch zusammen durchzustehen
- wenn Eure Zuneigung gleich hoch ist und eure gemeinsame Zeit weiter schön ist

Oder sich trennen
- Wenn es sehr unglücklich macht und auch die Gefühle nachgelassen haben

Denn wenn ihr Euch weniger gut versteht, kittet ein Zusammenziehen weniger als das es gerade dann scheitert.
 
  • #25
Inzwischen sagt sie aber auch recht deutlich, dass sie es sich "im Moment" nicht vorstellen kann zu mir zu ziehen, weil sie Angst vor Heimweh hat. Ich denke, du hast recht... Wahrscheinlich passt es ihr wie es ist einfach besser, als sich verändern zu müssen.
Das ist ihr Recht, sich so zu fühlen, und deshalb nicht wechseln zu wollen. Du wirst für Dich entscheiden müssen, ob Du es so weiter leben willst. Ich kann sie und Dich sehr gut verstehen.
 
  • #26
Was soll sie denn mit Teilzeit in Mindestlohn? Du möchtest dein Umfeld ja auch nicht aufgeben und keine finanziellen Einbußen hinnehmen.
 
  • #27
Verkäuferinnen finden heute sofort einen Job, Vollzeit, jedes Alter.

M, 54
Das ist doch dummes Geschwätz!

Verkäuferinnen werden heutzutage erbärmlich bezahlt und erhalten meist nur den Mindestlohn geboten. Wenn die Dame in ihrem Beruf eine halbwegs auskömmliche Stelle hat, wäre es Wahnsinn, diese aufzugeben.

Darüber hinaus ist der FS mit seiner Situation unzufrieden, deshalb liegt es auch an ihm, etwas zu ändern! Soll er sich doch eine neue Stelle suchen, statt das seiner Lebensgefährtin zumuten, die mit der Situation erwachsen umgeht, statt rumzuheulen!
 
  • #28
Verkäuferinnen werden heutzutage erbärmlich bezahlt und erhalten meist nur den Mindestlohn geboten.
Hier in meiner Region wird händeringend gesucht. Vollzeit, Teilzeit, flexibel. Lohn Verhandlungssache. Für Mindestlohn arbeitet nur, wer nicht verhandelt.

Beziehung sind 2.
Er kann nicht wechseln. Sie will nicht.
Er will Nahbeziehung, ihr reicht Fernbeziehung.
Da gibt es keinen Kompromiss, keine Lösung.

M, 54
 
  • #29
Wie immer bestimmen wohl auch Angebot und Nachfrage den Preis. Bei vielen nachfragenden Arbeitnehmern und weniger Stellen hat wohl der Arbeitgeber das Sagen. Das ist wohl von Region zu Region unterschiedlich.
 
  • #30
Ist es möglich, dass Du ihr Energie raubst und sie deshalb häufiger als Du Zeiten des Alleinseins braucht, um aufzutanken? Ich könnte mir vorstellen, dass die Fernbeziehung das Mittel ist, um ihren Energiehaushalt in Balance zu halten. Vielleicht kannst Du mit ihr ganz offen darüber sprechen, ob Du als Extravertierter in Deinem Verhalten während Eurer zusammen verbrachten Zeiten etwas beachten solltest, um ihr Energielevel nicht zu senken. Denn immer wenn bei einem Introvertierten das Energielevel gesunken ist, braucht er dringend Ruhe und Alleinsein, um sich wieder gut zu fühlen. In einer Beziehung mit einem Extravertierten ist der Introvertierte oft der Dumme und schaut in den Mond.
Ich glaube nicht, dass jeder das versteht was du schreibst.

Im übrigen sollte deine Spekulation zutreffen, sollte die Freundin des FS so respektvoll sein ihm dies zu erklären also reinen Wein einzuschenken. Das würde dann beider Beziehung auf eine neue und diesbezüglich klarere Grundlage stellen bzw. deren Ende einleiten.

Das Verhalten solcher Menschen schwankt z.T. zwischen kindlich (keine Verantwortung für die Auswirkung ihrer Eigenschaften übernehmen wollen wie z.B. für Probleme hinsichtlich ihrer Beziehungsfähigkeit) und respektlos egozentrisch (sich das zu nehmen was sie brauchen ohne die Gründe dafür zu erklären).

Mag sein, dass einige so überfordert mit ihrem Geschenk sind, dass solche Wünsche an diese Menschen von diesen nicht erfüllbar sind. Aber dann sollten sie doch am besten für sich allein bleiben und allenfalls ONS konsumieren, dann droht ihnen auch keine energieraubende Reizüberflutung aus Beziehung und Partnerschaft der sie sich nur durch Distanz entziehen können.

Witzig ist auch, dass der reizintensive Lehrerberuf bei diesem Menschen so beliebt ist. Das erklärt vielleicht die vielen Burnouts in dieser Branche.