• #1

Erst durch Krankheit ein Entgegenkommen oder will sie nur mein Geld?

Guten Morgen !
Wer meine 2 anderen Posts kennt, weiss Bescheid . Wer nicht , kurze Einleitung :
2 Frauen , Mitte 40, ein Jahr zusammen , wollten zusammenziehen . Ich habe eine 10 jährige Tochter. Sie einen 16 jährigen Sohn . Der Sohn will nicht mit uns zusammen ziehen , weil Schulweg 10 Min länger usw.
Ich würde mit Tochter in die Stadt meiner Partnerin ziehen , also müsste meine Tochter quasi von vorne beginnen und ich müsste sie anfangs überall bringen und holen . Unser 2. Problem war vor einer Woche, dass sie mich aus einer Nichtigkeit angelogen hat . Ich war verletzt , habe verziehen. Durch die vielen Antworten in meinen Posts bin ich zu dem Entschluss gekommen , alles mal auf Eis gelegt . Die Wohnung habe ich allerdings schon gekauft .
Das größere Problem: Am Freitag war ich bei ei er Routine Untersuchung und es wurde Krebs diagnostiziert. Zum 2. Mal. Das 1. Mal vor 16 Jahren .
Mitte Februar große OP, vor der ich große Angst habe .
Gestern eröffnete mir meine Partnerin , ob ich mir vorstellen kann , noch vor der OP zu heiraten. Ich war vor den Kopf gestoßen. Denn Wochen haben wir darum gekämpft, dass der Sohn eingewilligt, umzuziehen . Sie meinte , er hätte ein Problem mit Veränderungen und man müsse ihm Zeit lassen . Auch haben wir mit befreundeten Pädagogen gesprochen und nach der Lüge ( sie war mit einer Ex Cafe trinken - was für mich kein Problem gewesen wäre , da sie mit vielen Exen befreundet ist- und erzählte mir , sie wäre mit einer Arbeitskollegin wegen einer Besprechung da gewesen ) war klar, wir lassen das mal mit dem Umzug , bis der Sohn so weit ist. Entweder bis er bereit ist bzw bis er flügge wird . Gestern redete sie ganz anders . Sie würde ihren Sohn das schon schmackhaft machen und schließlich endet ihr Mietvertrag ihrer Wohnung sowieso in einem Jahr und es wäre besser , auch wegen der " Absicherung " . Ich bin traurig, weil es ersten aus falschen Gründen wäre und zweitens weil ich das Gefühl habe, sie will jetzt ganz schnell zusammenziehen und heiraten, damit sie trockenen Boden hat, falls bei der OP bzw falls eine Chemo notwendig wäre , ich es nicht schaffen könnte .
Was meint ihr dazu ? Bitte- wenn es nicht zu anstrengend ist - lest die zwei anderen Posts, damit ihr euch ein Bild machen könnt . Ich will die Meinung von Unbeteiligten . Danke im Vorraus!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Liebe FS,
das tut mir wirklich leid, dass du erneut an Krebs erkrankt bist.
Ich glaube ich würde an deiner Stelle definitiv nicht heiraten. Wenn die Diagnose nicht dazwischen gekommen wäre, dann würde das ja jetzt auch nicht im Raum stehen.

Jetzt auf einmal will sie sich bewegen und ohne sie falsch zu verdächtigen, hört sich das schon ein bisschen so an, dass sie nur an Absicherung denkt.

An deiner Stelle kommt die Diagnose (so schwer es auch ist) doch zum rechten Zeitpunkt. Deine Freundin kann sich während dieser schweren bevorstehenden Zeit beweisen, dass du dich auf sie verlassen kannst. Wenn es dir dann wieder besser geht, kannst du sie immer noch heiraten.
 
  • #3
Ich weiß nicht was ich von dem Drehbuch halten soll.

Aber erklär doch mal was es mit der Absicherung auf sich hat, die Gesetze für die Hinterbliebenenversorgung sind ja ganz fix im www recherchiert. Da ist auf die Schnelle nicht mehr viel mit Absicherung. Den Zahn der Versorgerehen hat man schon vor etlichen Jahren gezogen, vielleicht weiß das die gute Frau noch nicht.


w/36
 
  • #4
@Elfe1234
Ich würde in dem konkreten Fall tatsächlich davon ausgehen, dass sie sich finanziell absichern möchte. Neu ist ja nur dein Erwerb einer schönen Immobilie. Diese würde sie im gesetzten Fall zur Hälfte erben. Hat sie der Kauf der Eigentumswohnung beeindruckt? Wie war Ihre Reaktion? Wie hoch ist denn der Wert der Immobilie? Zur Hälfte würde ja auch dein Kind erben. Und sicher denkt sie an Ihren Mietvertrag, der vielleicht gekündigt wurde? Die wenigsten Mietverträge laufen doch einfach so aus. Sie will abgesichert sein und in das neue Nest ziehen. Für dich wäre es aber auch gut in dieser schweren Zeit nicht allein zu wohnen. Vielleicht bringt es Euch beiden Vorteile? Und wäre sie für dein Kind eine liebe Mama? Ich würde dir raten auf dein Bauchgefühl zu vertrauen. Im Krankheitsfall müsste sie sich ja um dich kümmern, oder? Jetzt denk erstmal an dich und an dein Kind. Ich wünsche dir viel Glück und eine schnelle Genesung!
 
  • #5
Lasse dir etwas Zeit. Die Krankheit ist natürlich ein schwerer Schicksalschlag, aber sie gibt dir eine Möglichkeit zu prüfen wie stark eure Beziehung ist. Nutze sie. Ein Zusammenziehen ist dafür nicht unbedingt notwendig, aber ihr Sohn ist schon alt genug, sollte dir während der Behandlung schlecht gehen, kann sie ihn für einige Zeit alleine lassen und bei dir bleiben. Es ist keine gute Konstelation um zusammen zu ziehen oder /oder zu heiraten. Du selbst brauchst die volle Aufmerksamkeit, Kraft und Energie. Wenn du gesund bist, kannst sie wieder teilen, genauso wie Geld.
 
  • #6
Liebe Elfe,

ich wünsche dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit und vor Allem wünsche ich dir, dass du wieder ganz gesund wirst!!!!! Drück dir die Daumen, dass Alles gut ausgeht.

Jetzt zu deiner Freundin, nimm jetzt nichts Schlimmes an, vielleicht möchte sie dir damit einfach nur zeigen, dass du ihr sehr wichtig bist und dass sie in dieser Zeit immer für dich da sein wird.

Wenn du auf´s Geld anspielst, du kannst doch einfach zum Notar gehen und schriftlich festhalten, dass dein Kind dein Alleinerbe ist, oder sie unterschreibt eine Verzichtserklärung.

Konzentriere dich jetzt darauf wieder gesund zu werden und stress dich nicht mit Beziehungsproblemen.
Wenn du sie nicht heiraten willst, dann sag ihr einfach, dass es für dich jetzt der falsche Zeitpunkt ist.

Alles Liebe:)
 
  • #7
Wenn man hin und hergerissen ist zwischen so vielen Gedanken und Möglichkeiten sollte man eins nicht machen: nun übereilt eine Entscheidung treffen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es die falsche ist, ist zu hoch.

Nutz die Zeit und frag dich ganz in Ruhe: Was muss überhaupt gegeben sein, damit DU jemanden heiraten möchtest? Und dann, im zweiten Schritt, kommt der Realitätscheck: Was davon ist hier, im Moment, gegeben?

Und ganz ehrlich: Ich finde, dieses Thema hat Zeit bis nach der OP. Jetzt bist erstmal DU dran. Sammle deine Kräfte, schau, wie du die Heilung unterstützen kannst (es gibt UNTERSTÜTZEND nicht heilend/stattdessen gute Erfolge z.B. mit Intervallfasten vor OP und/oder Chemo und auch mit der MET-Klopftherapie). Jetzt geht es um dich und nicht um sie. Und wenn sie sich mit ihren Themen immer wieder in den Vordergrund spielt, dann ist eine grundsätzliche Reflektion über eure Beziehung sicherlich angebracht. Dabei können auch Life-Coaches helfen. Je nachdem, wo du wohnst, findest du leicht jemanden, der dir beim Sortieren deiner Themen ein bisschen helfen kann.

Alles Gute dir!
w56
 
  • #8
Ungut.

Ich bin nicht gegen eine Heirat - mein Mann und ich haben auch geheiratet und der Gedanke an Immobilie (gemeinsam gekauft) und Absicherung (Rente, meine Immobilien) spielten natürlich auch eine Rolle.

Diese Gespräche verliefen aber in kompletter Harmonie, wir wollen für den Anderen nur das Allerbeste, wir haben uns frei füreinander entschieden und es gab keinerlei Zweifel daran, dass beide es vollkommen ehrlich meinten und meinen.

Dann kann mann/frau heiraten.

Ich würde NIE solch eine Entscheidung mit einem mauen, zweifelnden Bauchgefühl treffen. Lass es bitte bleiben, verlasse Dich in dieser schlimmen Zeit auf Menschen, von denen Du weißt, dass sie ohne jede Einschränkung zu Dir stehen. Bei Deiner "Partnerin" beschleichen mich diesbezüglich nicht nur leise Zweifel.

Beste Wünsche für Deine Gesundheit.
 
  • #9
Hallo Elfe 1234,
ich habe Deine Posts im stillen mitgelesen.
Da ich nur Deine Seite eurer Geschichte kenne, würde ich Dir gerne mein Gefühl dazu schreiben ganz neutral und ohne Wertung.

Für mich hört es sich auch ein wenig so an, als würde Sie jetzt einlenken in der Hinsicht ev. durch Dein Vermögen abgesichert zu sein. Sie stand doch noch vor kurzem nicht zu euch, warum jetzt?

Ich würde das zusammenziehen bzw. das heiraten weiterhin auf Eis legen.
Warte ab, wie Sie sich in den nächsten Wochen durch Deine harte Zeit begleitet. Kümmert Sie sich um Dich und Deine Tochter, der auch eine schwere Zeit bevorsteht, wenn Ihre Mami so krank ist und ev. viel Zeit im Krankenhaus verbringt und oft nicht die Kraft hat sich um eine 10-jährige gerecht zu kümmern.
Sicher hat Deine Tochter auch noch mehr halt in Ihrer gewohnten Umgebung, die Ihr Sicherheit und gewohntes geben kann.
Eine neue Umgebung/neue Freunde finden, bedeutet auch immer stress für Kinder.
Denk auch daran, das Deine Tochter abgesichert ist, falls "Gott bewahre" es für Dich nicht gut ausgeht.
Würdest Du Deiner Partnerin vertrauen, das Sie sich um Deine Tochter kümmert und ihr finanziell nichts vorenthält?

Ich wünsche Dir alles Gute und das die OP positiv für Dich verläuft.

Susa (w/52)
 
  • #10
Ich kenne deine anderen Beiträge und zuallererst tut es mir Leid, dass das Schicksal so hart zu dir ist und der Krebs wiedergekommen ist.
Ich wünsche dir die Kraft und den Mut das alles durchzustehen und natürlich Genesung.
So, nun zum Anliegen:
Ich habe auch einmal, vor langer Zeit, wegen einem Partner ganz oft hier geschrieben. Ich wollte nicht einsehen, dass es nicht gepasst hat. Denn er hatte doch so viele gute Seiten. Wäre er nur ein wenig Verantwortungsbewusster und hätte ein wenig mehr Eier in der Hose.
Hatte er aber nicht. Er konnte nicht in den Momenten wo es drauf ankommt richtig reagieren, sondern er hat nicht zu mir gepasst.
Ich denke, dass das bei euch auch so der Fall ist. Ihr passt nicht zueinander.
Hör auf dein Bauchgefühl und lass dich nicht zu viel von Antworten von hier beeinflussen.
Wir können nur einen Ratschlag von ganz weit weg geben. Du brauchst Freundinnen, mit denen du darüber reden kannst und du brauchst einen Ausgleich zu der Beziehung. Etwas, was dein Kopf beschäftigt und was die Bez. nicht mehr so wichtig macht.
So, dass du es entweder einfach wagst, mit deiner Freundin zusammen zuziehen (never eher würde ich Heiraten!) oder sagst, dass macht dir zu viel Trubel und es lässt.
Hör doch mal auf dich oder wie gesagt auf Freundinnen, die wirklich den Menschen näher beurteilen können.
Liebe Grüße.
 
  • #11
Hallo Elfe,
ich fasse es nicht !
Das ist ja krass von deiner Freundin . Erst will sie nicht mit dir zusammen ziehen und dann erfährt Sie von Deiner lebensbedrohlichen Krankheit , sie denkt darüber nach und plötzlich will sie doch zusammen ziehen. Warum? Weil Sie durch Heirat sofort Erbin werden würde . Sie würde sofort von Deinem Vermögen im Falle Deines Ablebens (Entschuldige meine Ehrlichkeit) die Hälfte bekommen. Und damit hätte sie einen wesentlichen Vorteil erlangt .
Das mit ihrer plötzlichen Heiratsidee würde ich mir noch mal seeeehhr genau überlegen !
Alles Gute Dir und Deinem Kind!
 
  • #12
Zuerst das Wichtigste : Gute Besserung für dich.

Eine Heirat hat weitreichende jur. Folgen. Hier müssen viele Aspekte bedacht werden:
- wer verheiratet ist, benötigt keine Extra Vollmacht mehr, um Auskünfte von Ärzten etc zu erhalten
- auch auf deine Tochter hätte das Auswirkungen. Monatelang oder gar Jahre lang wirst du krank sein, Reha, Behandlung ... was auch immer über dich ergehen lassen müssen. Wie wäre für deine Tochter gesorgt ?
- natürlich gibt es auch erbrechtliche Konsequenzen .... wissen wir beide. Woraus sich wiederum steuerlich Konsequenzen ergeben.

Mein Rat: eine ausführliche jur. Beratung, zugeschnitten auf deine individuelle Situation.
Dazu rate ich, deinen Kopf und deinen Bauch zu nutzen. Mit welchem Arrangement fühlst du dich wohl ?
Mach genau das, was du tun würdest, wenn du fit und gesund wärst. Vorsichtige und kluge Entscheidungen - dazu müssen diese schnell gefällt werden. Eine zusätzliche Belastung für dich - aber dennoch notwendig.
Alles Gute
 
  • #13
Keine Ahnung, wie ich ausdrücken soll, was ich beim Lesen empfand. Es tut mir sehr leid, dass Du diese Krankheit wieder hast. Ich wünsche Dir schon mal viel Kraft, es durchzustehen.

Was Deine Partnerin angeht - also ohne das ganze Gute, das Du vermutlich mit ihr siehst und das ich ja nicht kenne - dieser Heiratsantrag ist für mich unmöglich. NEIN, ich würde diese Frau keinesfalls heiraten. Ich würde dringend drüber nachdenken, Schluss zu machen, wenn ich das Gefühl hätte, sie sieht nur ihre Absicherung. Ich finde es frech, dass sie Dir das anbietet. Gut, Du hast ihr die Lüge verziehen, aber ganz weg ist es ja noch nicht aus eurer Beziehung. Und ich habe, so ganz von außen hier im Forum, einfach den Eindruck, dass Dir die Beziehung überhaupt nicht guttut unterm Strich und Deine Partnerin eine ist, der man nicht vertrauen sollte.

Alles Gute Dir für die nächste Zeit und viel Kraft noch mal, falls Du Dich nun auch noch trennen solltest in dieser schweren Lebenssituation.
 
  • #14
Zut mir leid für diesen Schicksalsschlag.

Was braucht sie für eine Absicherung?? Also für mich klingt es leider auch wirklich so, dass sie sich eher dein Vermögen sichern will.

Ginge es wirklich um dich, würde sie mit dir über evtuelle Pflege oder Betreuung deiner Tochter reden, wie sie sich einbringen kann.

Allein für dieses offenkundige Ansinnen würde ich mich an deiner Stelle trennen.

Vielleicht würde es auch deiner Gesundheit nützen, diese Stressquelle aus deinem Leben zu entfernen.

Wenn ich an deiner Stelle übers Vererben nachdenken würde, dann würde ich meine Tochter absichern, aber nicht diese Frau.
 
  • #15
Du hast doch
Wenn es wirklich ist was sie gesagt hat, hau sie zum Teufel und mache Schluss.
Du brauchst deine Kraft und alles um das zu überstehen.
Wenn du das Gefühl hast da wartet jemand auf dein Ableben...ist das für deine Gesundheit mehr als ungünstig.
Keine Ahnung ob du endlich aufgewacht bist oder im Schock nur noch schlechtes siehst.

Mein Tipp.
Verreise ein paar Tage mit einer dir vertrauten Person und denke nochmal über alles nach.
Wie soll es weitergehen.
Hast du eine Chance es zu überleben?
Wenn ja, was folgt an Therapien und Einschränkungen.
Wer soll dich beerben?
Du hast Kinder.
Willst du wirklich eine fast fremde Frau zu deinem Erben machen?
Es klingt gemein und hart.
Aber ja...
Als Ehefrau erbt sie nunmehr.
Vielleicht geht es für besser ohne sie.
Vielleicht hilft sie dir aber auch aus der Krankheit.
Es gibt einige Leute die ihre Partner in Krankheit verlassen.

Keiner kann dir einen Tipp geben.
Aber versuche dich zu beruhigen und entscheide dich nach Bauch Gefühl.

Überlege für vor allem wer deine arme kleine Tochter betreuen soll solange du im Krankenhaus bist.
Mir gefällt der Gedanke nicht, dass sie die Opfer des Umzuges tragen soll und dann auch noch ohne Unterstützung der Mutter, denn du bist für sie auch ein Sorgen bereiter.
Da würde ich schauen wer sich unterstützen kann, bzw wer sie unterstützen kann.

Viel Kraft und Mut für dich!!
Und frage auch die Ärzte nach psychologischer Unterstützung.
 
  • #16
Ich habe nur eine einzige Antwort, wenn der Wurm drin ist, dann ist er drin und bleibt auch drin, ich würde niemals so etwas eingehen und tun!! Ich frage mich gerade, wenn das ein Mann wäre, der jetzt plötzlich unter solchen Umständen die Frau heiraten möchte, bin ich überzeugt, dass er hier zu 100% ein klares nein von allen bekommen würde!! Erst durch Krankheit Entgegenkommen, das geht nicht, von Liebe ist da keine Spur, eher von Mitleid, was bei mir nicht gehen wurde!!
 
  • #17
Dann bleib mal bei deiner Idee, das alles auf Eis zu legen. Die Wohnung würde ich vermieten. Was du mit Absicherung meinst, ist für mich nicht nachvollziehbar. Das ist ja wohl klar, dass sie nicht glauben kann, das sie die Wohnung erbt. Die gehört natürlich deiner Tochter, die bestimmt eh keine Lust hat, wegen dir ihre Freunde durch einen Umzug zu verlieren. Ich würde jetzt mal endlich an deiner Stelle die Reissleine ziehen. Du kannst es drehen und wenden wie du willst. Ihr passt nicht zusammen. Konzentriere dich auf deine Gesundung, du bist erst mal deiner Tochter verpflichtet. Stattdessen hängst du dauernd dieser Frau hinterher. Je öfter ich sowas inzwischen lese, desto froher bin ich, dass meine Eltern immer wussten Wo sie hingehören und wer und was Priorität hat. Ein Vorbild nach dem ich mich richte. Bist du für die wichtigste Person in deinem Leben auch ein Vorbild? Wirst du zeigen, dass man für das richtige kämpfen soll? Du weisst, wie die Therapie aussehen kann. Das ist kein Spass. W53
 
  • #18
Ich finde es nicht schlimm, aus pragmatischen Gründen zu heiraten. Ich habe auch deswegen geheiratet. Ich find den ganzen romantischen Schmus sowieso ziemlich überflüssig, das muss aber jeder selbst entscheiden.

In deinem Fall seh ich das aber anders. Ich würde diese Frau definitiv nicht heiraten. Nicht wegen ihrer Erklärung, sondern weil mir eure Beziehung zu dramatisch, unsicher und absolut nicht vernünftig klingt.

Wer weiß, wie lange ihr auch ohne deine Erkrankung noch zusammen wäret, ihr habt doch offenbar permanent Drama bei euch, egal wer anfängt.
Lass es lieber sein, das ist doch Firlefanz.

Viel Kraft trotzdem für die Bekämpfung deiner Erkrankung. Es tut mir wirklich aus tiefstem Herzen leid für dich. Krebs ist ein Arschloch.
 
  • #19
Ich würde nur heiraten wenn ich jemanden wirklich liebe und ihm vertraue. Sie hat dich schon enttäuscht und nun will sie spontan heiraten. Ich würde es nicht tun, wenn es in irgend einem Fall nachteilig wäre für dein Kind wäre. Was passiert , sollte Dir was zustoßen ? Wer bekommt das Sorgerecht und wer dein Vermögen ? Muss dann dein Kind die Hälfte abgeben an jemanden , der dich belügt ? Wird die Person , der du nicht mehr zu hundert Prozent trauen kannst , das Sorgerecht für dein Kind erstreiten können ?

Mach dir logische Gedanken und stelle deine ehrlichen Gefühle nicht in den Vordergrund. Deine Partnerin hat nicht die gleichen Gefühle für dich , sonst würde die nicht lügen. Du hättest es doch auch nicht getan!? Deine Partnerin ist nicht vertrauenswürdig.
Gelogen wird, wenn man sich Vorteile erschleichen will. Nur aus diesem Grund! Alles andere sind Ausreden.

ich würde definitiv nicht heiraten .
 
  • #20
Tja damit würde sie ggf. Versorgungsansprüche wie Rente (man muss mindestens ein Jahr verheiratet sein) erwerben und wäre Erbin (bei Gütergemeinschaft 50 %, bei Gütertrennung geht es durch die Anzahl der Erbberechtigten, in deinem Sie und deine Kinder). Allerdings lebst du sicher noch viele Jahre.

Wenn ich jemanden lieben würde, dann würde ich mich freuen, dass er solche Vorteile durch Heirat bekommt (ich weiß aber nicht ob dies für gleichgeschlechtliche Verpartnerung auch alles 100 % gilt).

In Eurem Fall gibt es aber Spannungen.

Ich würde meine Entscheidung von folgenden abhängig machen:

Wolltest du dich bis zu ihrem Antrag tendenziell von ihr trennen? Dann heirate sie nicht.

Meinst du, dass sie dir trotz euer Differenzen in deiner Krankheit eine liebevolle Stütze sein wird? Dann heirate sie.

Vielleicht solltest du es auch einmal mit einem Vieraugengespräch mit ihrem Sohn versuchen und ihn fragen wie er dazu steht? Auch deine Krankheit solltest du nicht verschweigen. Für mich wäre relevant wie empathisch er reagiert. Oder wie seine Mutter damit umgeht wenn er unempathisch handelt.

Kann es vielleicht sein, dass sie mit ihrer Ex über deine Krankheit gesprochen hat und sich Rat holen wollte?
 
  • #21
Liebe Elfe,

es tut mir wahnsinnig leid, dass zu all den Problemen nun noch so eine Diagnose dazukommt. Das würde mich auch furchtbar belasten.
Ich denke, deine Freundin will dir damit den Rücken stärken, dir zeigen, dass sie zu dir stehen möchte und dir Sicherheit geben in dieser Situation. Also eigentlich was ganz positives. Ich würde das vielleicht jetzt auch nicht übers Knie brechen mit der Heirat, vor allem, wenn es sich nicht gut anfühlt für dich. Aber ich würde mich drüber freuen. Sie scheint dich unterstützen zu wollen.
(Ich würde jetzt nicht gleich von Erbschleicherei ausgehen, aber das kannst du wahrscheinlich besser einschätzen.)

Gute Besserung und alles gute für die OP!

w, 36
 
  • #22
Gerade fällt mir ein, da ich gerade in meinem Büro im Jobcenter sitze: Deine Freundin geht ein erhebliches Risiko ein, wenn sie Dich heiratet, denn dann wird sie für Dich unterhaltspflichtig!! Sollte es schlecht für Dich laufen, Dein Krankengeld erschöpft sein und eine Rente noch lange nicht bewilligt, dann würde sie für Dich zur Kasse gebeten.

Also ist bei genauer Betrachtungsweise mit der Heirat für sie auch ein erhebliches Risiko verbunden.
 
  • #23
Ich hatte auf Dein Posting in der selben Sache vor Kurzem schon geantwortet, es spreche alles gegen zusammenziehen. Jetzt gilt dies um so mehr. Dein Partnerin scheint ein ausgesprochen instrumentelles Verhältnis zur Partnerschaft zu haben.

Letzteres beobachte ich auch immer wieder im Bekanntenkreis und habe ich selbst auch schon wiederholt erfahren. Ich vermute, der Wunsch nach Beziehung beruht nicht selten darauf, Möglichkeiten zum Ressourcentransfer zu schaffen. Da war zB eine Freundin, die die Miete nicht zahlen konnte. Ich sollte einziehen. Eine andere war selbständig. Wie sich herausstellte traf sie keine Vorsorge für die Rente, sondern fuhr einen geleasten Sportwagen. Sie wollte heiraten. Eine andere wollte, dass ich das Mietreihenhaus, in dem sie wohnte kaufen, und an sie vermieten solle ... Das sind Fälle von über die Jahre. Aber das Muster existiert.
 
  • #25
Wenn du auf´s Geld anspielst, du kannst doch einfach zum Notar gehen und schriftlich festhalten, dass dein Kind dein Alleinerbe ist, oder sie unterschreibt eine Verzichtserklärung.
das ist ein guter Gedanke . Zumindest könnte man das mal ansprechen und schauen, wie sie reagiert. Wenns ihr tatsächlich ums Geld bzw die ETW gehen, wird ihr Heiratsinteresse schwinden.
 
  • #26
Liebe FS,
guten Verlauf für die OP und eine optimistische Grundhaltung - Du hast es doch schon einmal geschafft, warum also jetzt nicht.

Du weißt, dass es eine Krankheit ist, für die Du alle Kraft brauchst. Daher solltest Du Deine destruktive Beziehung auf Abstand halten - ich habe Deine leicht hysterischen Threads gelesen undgedach "was da abgeht ist voll krank". Sie frisst mit ihrer Launenhaftigkeit und sonstigen charakterlichen Defiziten alle Energie, die Du für Deine Gesundheit brauchst. Du reagierst auf ihr Theater auch viel zu unkontrolliert.

Gestern eröffnete mir meine Partnerin , ob ich mir vorstellen kann , noch vor der OP zu heiraten..........Sie meinte , er hätte ein Problem mit Veränderungen und man müsse ihm Zeit lassen ..... war klar, wir lassen das mal mit dem Umzug , bis der Sohn so weit ist. Entweder bis er bereit ist bzw bis er flügge ist
Ich finde sie hat absolut recht. Ihr lässt das mit dem Zusammenziehen bis das Thema mit dem Sohn durch ist und genauso lasst ihr das mit dem Heiraten, bis alle eure Krisen durch sind.

Heiraten hat erhebliche rechtliche Konsequenzen. Das sollte man nicht unter Zeitdruck tun und auch nicht in einer instablien Beziehung.
Lass sie erst mal ihren Sohn flügge machen. Dann zieht ihr zusammen und wenn das super läuft, sie Dich nicht mehr belügt, Dich nicht in gesundheitsgefaehrdende Unruhe versetzt, dann könnt ihr 2-3 Jahre später an eine Heirat denken.
Deine gesundheitliche Situation ist dann hoffentlich wieder gut und Du startest nicht mit Misstrauen und Zweifeln in die Ehe, sondern mit begründeter Zuversicht.
 
  • #27
...schließlich endet ihr Mietvertrag ... und es wäre besser, auch wegen der Absicherung ...
Eines muss man ihr lassen, sie ist doch recht ehrlich. Sie erklärt doch sehr offen, dass es ihr dabei um das Einsparen von Miete und um ihre Absicherung geht. Sie versucht es mit dem Wort "auch" zwar nicht ganz so vordergründig erscheinen zu lassen. Doch lese ich da irgendwie keine übrige Begründung, die das Wort "auch" erklären würde.

Dass sie vorrangig aus Liebe und dem inneren Bedürfnis sich miteinander fest zu verbinden heiraten wollen würde, kann sie zumindest so plötzlich auch kaum glaubhaft erklären, denn dieser Wunsch war ja offenbar bisher noch nicht ausgeprägt bzw. nicht so wichtig. Zumindest war dieses Bedürfnis bisher noch nicht so stark, dass sie diesbezügliche Hindernisse ernsthafter zu lösen versuchte. Plötzlich scheinen die bisher als schwer lösbaren Hindernisse ja doch erheblich leichter lösbar zu sein ("würde ... schon schmackhaft machen").

Unterstellen wir mal gutmütig, dass bei der Partnerin das innere Bedürfnis nach festerer Bindung durchaus auch schon vorher vorhanden war und nur die Sorge in Bezug auf den Sohn die Umsetzung hinderte, so wirkt es trotzdem eher recht befremdlich, dass sie jetzt im Wesentlichen ihre Absicherung als Begründung benennt.

Würde mir mein Partner mitteilen, dass ein Kampf gegen Krebs ansteht, würde ich ihr eher mitteilen wollen, dass ich sie sehr lieb habe und voll an ihrer Seite stehe und ihr in allen Dingen gerne unterstützend behilflich sein möchte. In diesem Zusammenhang würde ich dann zwar vielleicht auch vorschlagen (entgegen früherer Ansichten) nun doch zusammenzuziehen, um besser füreinander da sein zu können, ich würde es aber nicht aufgrund der Einsparung von Mieten tun, sondern um sie in der Notsituation besser unterstützen zu können. Und bei einer Beziehung, bei der man noch nicht zusammenlebte bzw. zusammen wirtschaftete, würde ich auch nicht auf die Idee kommen, wie sie mich besser absichern könnte. Ich würde viel eher meiner Partnerin ein gutes Gefühl vermitteln und ihr etwaige Sorgen nehmen wollen, dass sie jederzeit mit meiner Hilfe rechnen kann und mich mich jederzeit auch um ihr Kind kümmern werde, wenn sie zB mal länger ins Krankenhaus muss oder es nicht schaffen sollte. Mir wäre es dann viel wichtiger, dass sie sich weniger Sorgen um die Absicherung ihres Kindes machen braucht bzw. vor allen dass ihr Vermögen voll ihrem Kind zur Verfügung stünde.

Im Falle einer Heirat würde hingegen der Ehepartner grundsätzlich die Hälfte erben, so dass ihrem Kind nur noch die andere Hälfte bliebe. Das ließe sich zwar alles über einen Notar regeln (Gütertrennung, Pflichtteilsverzichtsvertrag), aber eben auch dadurch, das man nicht heiratet und nicht über Gesetz zum Erben würde.
 
  • #28
Das wichtigste vorweg: Verlass' dich nicht auf diese Frau! (und heirate sie nicht und vererbe ihr nichts)

Du hast drei erwachsene Kinder und eine minderjährige Tochter. Nur darum geht es!!!

Geh' noch vor der OP zu einem vernünftigen Notar und arbeite eine vernünftige Vollmacht und ein vernünftiges Testament aus! Nimm deine erwachsenen Kinder in die Pflicht, dass sie sich gut um ihre kleine Schwester kümmern, wenn der Fall der Fälle eintritt (ich weiß leider, wovon ich schreibe!) Führe eine Art "Belohnungsprinzip" ein. Wer deine jüngste Tochter aufnimmt und bis zum Abitur bringt, bekommt einen Bonus, wenn sie erfolgreich studiert, einen höheren Bonus, usw. Deine älteren Kinder müssen einen Anreiz haben, sie nicht nur "unterzubringen", sondern sie zu fördern!

Benenne eine weitere vertrauenswürdige Person (nicht deine Kinder, oder diese Frau) zum "Testamentsvollstrecker"!

Da ich mich schon ein paar Jahre in einer medizinischen beruflichen Neuorientierung befinde (Student in einem fortgeschritteten Semester), kann ich dir sagen, dass ein erneuter Krebs nach 16 Jahren leider in vielen Fällen Metastasierung bedeutet (kann natürlich erst die Histologie sicher sagen!) und diese hat keine besonders erfreuliche Prognose! Noch mehr "Leider"!

Die OP wirst du wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit überleben (wenn dir an deiner Vitalität bislang nichts aufgefallen ist) und dann kannst du alles nochmal präziser zurechtruckeln!

Konzentriere dich deshalb auf dich selber und deine Familie und "Familie" sind im Moment nur deine Kinder!

V.m49
 
  • #29
Liebe Elfe,
Ist dir eigentlich aufgefallen das du dir ständig Hirnstress machst wegen deiner unzulänglichen Freundin? Liebst du sie so viel mehr als dich selbst ? Deine Freundin will dein Geld ...und das weißt du ganz genau.das Geld gehört aber im schlimmsten Fall deiner Tochter.Nähmlich da wo es auch hingehört.
Anstatt dich mit deiner unsäglichen Freundin weiterhin zu quälen solltest du dich jetzt ausschließlich um DICH kümmern und deine kostbare Zeit mit deiner Tochter verbringen.Wenn du im Moment den Trennungsschmerz von deiner Freundin jetzt nicht aushalten kannst(glaub mir,ich verstehe dich) dann halte sie freundschaftlich fern von dir .Kein Beziehungsstress,kein Kopfkino und wirklich keine Gedanken daran verschwenden was SIE jetzt plötzlich will oder nicht. Das wird sie ja sicherlich verstehen anhand deiner prikären Lage.Oder nicht ?
 
  • #30
Generell halte ich es für schwierig , wenn man bereits Kinder hat nochmal zu heiraten.
Ich bin ehrlich, mein Haus soll mein Sohn erben, er soll sich nicht mit fremden Kindern oder einem für ihn letztlich fremden Mann ums Erbe streiten müssen.
Nenn mich egoistisch, ich steh dazu.