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  • #1

Er will noch nicht zusammenziehen

Ich bin mit meinem Freund jetzt 1,5 Jahre zusammen. Wir führen eine Wochenendbeziehung, sehen uns aber eigentlich jedes Wochenende. Meistens fahre ich dort hin. Ich selber wohne noch nicht so lange in meiner Stadt, er aber schon immer in seiner, dementsprechend ist er dort mit Familie und Freunde wesentlich verwurzelter ich. Mir geht jedoch die Fahrerei manchmal ziemlich auf die Nerven. Wir verstehen uns super, auch wenn wir gerade erst eine kleine Beziehungskrise hinter uns haben, mit dem Ausgang, dass wir uns mehr um uns bemühen wollen. Er ist 29 und ich 31 Jahre. Er ist noch (wieder) Student und arbeitet nebenher viel.

Beruflich bin ich sehr unglücklich und habe mich entschlossen mich nach einem neuen Job umzuschauen. Da stellt sich die Frage, wo ich mich örtlich bewerbe. Ich möchte irgendwo bleiben und nicht 2 Jahre später wieder gehen.

Gestern war ich ziemlich aufgelöst deswegen. Wir haben dann darüber zum ersten Mal wirklich gesprochen. Ich würde mir gerne was bei Ihm in der Nähe suchen, da wir irgendwann eh mal zusammenziehen wollen. Mein Freund meinte daraufhin, dass es ihm mit zusammenziehen zu früh wäre. Er hat noch nie mit einer Frau zusammengewohnt, ich bin seine erste ernsthafte und längere Beziehung nach 7 Jahren single bzw. kurzfristige Partnerschaften. Er hat Angst seine Freiheit und Unabhängigkeit zu verlieren und Angst vor der Veränderung. Er möchte nicht die Verantwortung für mich tragen, wenn es nicht gut gehen sollte. Zumindest noch nicht. Das sind seine Ausagen.

Ich war sehr geknickt nach seinen Aussagen und habe jetzt Angst, dass sich das nie ändern wird und er mich die nächsten Jahre weiterhin hinhalten wird. Im Grunde ist es ja für ihn bequem so, da ich meist dorthin fahre. Ich bin auch sehr gerne dort, aber aus dem koffer leben nervt.

Auf der anderen Seite will ich ihn aber auch nicht unter Druck setzten. Ich bin mir auch selber nicht sicher, ob unsere unterschiedliche Lebenssituation (er Student, ich arbeitend) ein Zusammenwohnen nicht belasten würde. Außerdem haben wir ja gerade erst eine Krise überstanden und ich weiß nicht ob unsere Beziehung momentan stabil genug ist so viel Nähe und Verantwortung auszuhalten. Mit dieser Unsicherheit gebe ich auch ungern mein Leben auf.

Ein Zwischending wäre, dass ich mir einen Job suche, bei dem ich von beiden Städten aus fahren könnte. So bin beruflich unabhängig von unserer privaten Situation. Rein rational scheint es mir die beste Situation zu sein. Gefühlmäßig fühle ich mich aber vor den Kopf gestoßen, obwohl ich es auch irgendwie zu früh finde.

Er meinte zwar, dass er vielleicht ein bisschen Druck von mir braucht, um sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Aber was, wenn es ins Gegenteil ausschlägt?

Bin ich einfach zu ungeduldig und erwarte zu viel, oder vielleicht zu egoistisch, dass er nur weil ich mir einen neuen Job suchen will, erwarte, dass er mir mir zusammen wohnen will?
 
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  • #2
Ich würde mir an deiner Stelle einen Job suchen, der dich weiterbringt, egal ob er in A oder B oder in der Mitte ist.
Er ist im Moment sowieso Student, euer Zusammenleben wäre finanziell nicht ausgewogen. Worst Case wäre, dass er fertig ist mit dem Studium, du in Leben und Wohnen kräftig reingebuttert hast, du vielleicht an Kinder denkst und die Beziehung auseinander geht.
Richte dein Leben doch nicht nach einem Mann aus, der nicht in der gleichen Lebensphase ist wie du. (Einem Mann würde ich das umgekehrt auch nicht raten.)
 
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  • #3
FS: Ja, du hast irgendwie recht. Das mit dem finanziell unausgewogen ist schon manchmal ein kleines Problem. Kein großes, weil wir uns einfach eher an seinen finanziellen Kapazitäten ausrichten. Ich bin kein Mensch, der teuer Essen gehen will oder ständig shoppen oder viel weit weg reisen, daher ist es kein Problem für mich. Es könnte aber eins für ihn werden denke ich.

Rein rational denke ich auch, dass es besser wäre bis zum Ende seines Studiums zu warten. Meine romantische Seite sagt aber, dass doch alles geht, wenn man es will und ich kenen viele Paare, bei denen das gut geht. Die sind dann aber generell abhängigere Menschen oder schon viele Jahre zusammen bzw. haben sich in einer ausgegelicheneren Lebenssituation kennengelernt.
 
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Gast

  • #4
Vergiss den Typen, der weis nicht was er will. Immer dieses Rumgeeiere. Von wegen ich will meine Freiheit nicht verlieren, will mich selbst verwirklichen. Diese ganzen Wochenende Geschichten sind nur was für Leute die nicht wissen was sie wollen. Ist so schön unverbindlich. Wasch mich, aber mach mich nicht nass.

Wir sind damals nach zwei Monaten zusammengezogen. Mit der Kohle die du verfährst kannst du besseres anfangen. Setz ihm die Pistole auf die Brust. Entweder man will mit jemanden sein Leben teilen oder nicht. Diese Freundschaften mit Sonderleistungen sind doch für den A...
 
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  • #5
Liebe FS,

du bist "schon" Anfang 30zig und hast einen Freund an der Backe, der noch jung ist und wieder ein Student geworden ist. Dazu hat er wenig Zeit, will nicht mit dir zusammen ziehen, um auszuprobieren, wie bei euch der Alltag so läuft und er hat Angst vor Nähe usw.

Ganz ehrlich als alte Frau sage ich dir, mach dein Ding. Es ist dein Leben, deine berufliche Existens, der Job muss Spass machen, das GEld muss stimmen, noch biste jung genug um neue Jobs zu bekommen.

Richte deine Leben nicht nach dem Mann aus. Es muss passen. Bei euch scheint es nicht zu passen. Deine Zeilen lesen sich sehr unglücklich. Irgendwann willste ja auch mal Mutter werden, oder?

Du musst wissen, was du willst. Aber meine Erfahrung ist, wenn die Männer an sich denken und es auch dürfen, dann dürfen Frauen das auch. Nicht das du dich später ärgerst, zuviel Rücksicht genommen zu haben. Verstehst du, was ich sagen will?

w 49
 
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  • #6
Hmm, habt ihr schon mal längere Zeit an einem Stück miteinander verbracht als die WE?
Oft sieht der Alltag mit dem anderen dann nicht mehr so rosig aus.
Das würde ich mal austesten evtl. ein paar Urlaubstage miteinander verbringen.
Habe auch schon mal eine FB geführt, fand es damals ganz gut zu Anfang und ich bin froh, daß ich nicht zu ihm gezogen bin.

Solche Handlungen sollten gut durchdacht werden und heutzutage fänd ich es belastend wenn jemand wg. mir alles aufgibt. Ich hätte so ein Gefühl der Verpflichtung...zwar unbewusst, aber irgendwie präsent.

Es heißt oft 1,5 Jahre ist der Knackpunkt in FB.
 
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  • #7
Erstmal: Jeder Mensch und jede Beziehung ist anders und hat unterschiedliche Bedürfnisse.
Nun: Dein Freund lebt und denkt noch wie ein jugendlicher Student, vielleicht soll auch noch etwas Karriere folgen. Während du vielleicht langsam fest "ankommen" willst, kann das sein?
Noch dazu lebt dein Freund relativ bequem, wenn du ihm immer hinterher fährst. (Ja, Studium und Arbeit ist viel Stress, und es ist nett dass du ihm da entgegenkommst.) Aber eine Faustregel ist, dass viele Männer und Menschen generell nur das schätzen, wofür sie sich bemühen müssen und bemühen wollen.
Die Sorge ist, dass er erst viele Jahre später nach Sesshaftigkeit suchen wird, - da ist die Frage, willst du das mitmachen und wie sieht es mit Familienwunsch aus?
Möglicherweise wird er aber auch ewig ein Peter Pan-Junge bleiben, und du übernimmst die Rolle der "starken/vernünftigen Schulter" gerne.

Auf jeden Fall musst du "dein Ding" machen, denn du Verdienst das Geld, und "Er möchte nicht die Verantwortung für mich tragen, wenn es nicht gut gehen sollte." !!! Das spricht Bände.
Du kennst ihn und dich besser als wir aus der Ferne.

Und ihr solltet wenn, wirklich zuerst das Zusammenleben testweise probieren, ob ihr in einer Wohnung harmoniert.

Das wären so meine Überlegungen.
w u30.
 
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  • #8
Die Antwort auf die Frage liegt für jeden realistisch denkenden Menschen doch klar auf der Hand:

Der Partner der FS studiert noch! Es ist also doch gar nicht raus, wo er nach dem Studienabschluß hinziehen wird. Sicher dorthin wo er eine Stellung bekommt. Der Versuch ihm Vorwüfe zu machen oder ihn zu bedrängen ist also vollkommen hirnrissig und egozentriert!
 
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  • #9
ich bin die FS
Danke erstmal für die vielen Antworten.
Es war eigentlich nicht meine Absicht ihm Druck zu machen, sondern nur mit ihm die Möglichkeiten durchsprechen. Meine Präferenz ist zwar da, aber mir ist ja klar, dass ich das er das auch wollen muss. Dem ist halt momentan nicht so.

Man muss dazu sagen, dass er nicht der klassiche Student mit Studentenparties, WG-Leben, unklare Zukunft ist. Er weiss genau wo er hinwill und auch an welcher Schule er mal arbeiten möchte (studiert Sonderpädagig), dass er in seiner bleiben will etc. Er arbeitet sehr viel um seinen Studium zu finanzieren und zwar in seinem aktuellen Studienberuf.

Aber er ist sicher noch nicht da wo ich bin. Trotz allem will ich nicht nur, weil es jetzt gerade unterschiedliche Prioriäten gibt alles in Frage stellen. Aber es fällt mir schon schwer, vor allem, weil ich weiss, dass er noch 2,5 Jahre studiert.

Ich will auch sicherlich "mein Ding" machen. Allerdings will ich auch nicht einen Egotrip durchziehen, denn das ist doch auch irgendwie nicht beziehungsförderlich. Es müsste irgendwie ein Weg in der Mitte sein, aber der ist sehr schwer zu finden......
 
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  • #10
FS, Du schreibst, dass Du keinen Egotrip fahren willst, das, was er macht ist allerdings ein Egotrip. Du fährst schön zu ihm (ist ja für ihn super bequem) und er hält Dich hin und lässt Dich mehr oder weniger in der Luft "hängen".

An Deiner Stelle würde ich keine Rücksicht auf ihn nehmen und such Dir einen Job in Deiner Nähe und zieh Deine Pläne, nötigenfalls auch ohne ihn, durch. Fernberziehungen sind meistens was für Menschen, die nicht so richtig wissen, was sie wollen, auf der einen Seite will er eine Partnerschaft, allerdings ohne Verpflichtungen. Was gibt es denn bequemeres für ihn?

Kurz gesagt: Richte Dein Leben und Deine Bedürfnisse nicht _zu_ sehr nach im, Du könntest es eines Tages bitterlich bereuen.

w
 
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  • #11
Man muss dazu sagen, dass er nicht der klassiche Student mit Studentenparties, WG-Leben, unklare Zukunft ist. Er weiss genau wo er hinwill und auch an welcher Schule er mal arbeiten möchte (studiert Sonderpädagig), dass er in seiner bleiben will etc. Er arbeitet sehr viel um seinen Studium zu finanzieren und zwar in seinem aktuellen Studienberuf.

Ich will auch sicherlich "mein Ding" machen. Allerdings will ich auch nicht einen Egotrip durchziehen, denn das ist doch auch irgendwie nicht beziehungsförderlich. Es müsste irgendwie ein Weg in der Mitte sein, aber der ist sehr schwer zu finden......
Also er zieht seinen Lebensplan durch, sogar mit fixem Arbeitsort-wunsch.
Ego-trips sind natürlich beziehungsschädigend. - Aber so einige Männer ziehen ihre Egotrips durch, besonders wenn sie ihre Karriere im Blick haben.

Also mir fällt schon mindestens ein Beispiel ein, in der die Frau zuerst ihren studierenden Mann unterstützt hat, und später (als der Mann mehr verdiente) eben umgekehrt. Prominentes Beispiel: Loki und Helmut Schmidt. Aber: die beiden waren da längst verheiratet. Plus, die beiden kannten sich seit früher Kindheit, und haben den 2. Weltkrieg überlebt...

Du musst wissen, wie er zu dir steht, und wie wichtig du ihm bist.
w u30.
 
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  • #13
Warum muss es gleich eine gemeinsame Wohnung sein? Könntest du dich damit arrangieren, dir nur für dich selbst eine Wohnung in seiner Nähe zu suchen? Mir (w, 36) wäre ein Zusammenziehen nach nur 1,5 Jahren Fernbeziehung auch zu früh - und ich bin gewiss kein unverbindlicher Mensch, der ständig von Freiräumen faselt. Allerdings finde ich es nicht okay, dass du fast immer zu ihm fährst und er nur selten zu dir. Ich verstehe, dass ein Student weniger Geld zur Verfügung hat als eine Angestellte mit Vollzeitbeschäftigung. Trotzdem würde ich das einigermaßen ausgeglichen halten und ihm notfalls etwas Geld für die Fahrten zu dir überweisen. Schließlich geht es auch um deine Freizeit, und du möchtest dich bestimmt auch mal am WE vom Alltag erholen. Wenn er sein Studium beendet und einen Job gefunden hat, musst du damit rechnen, dass er es sich weiterhin schön bequem macht und dich selten besucht. Viele Menschen geben nur ungern etwas auf, wenn sie sich längst daran gewöhnt haben und es als selbstverständlich betrachten. Da musst du echt aufpassen.
 
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  • #14
Ich denke schon, dass Mann und Frau mit dreißig und nach mehr als einem Jahr Beziehung wissen sollten, was sie wollen. Wer sich dann immer noch nicht verbindlich für den Anderen entscheiden kann, kann es vermutlich ein bis zwei Jahre später auch nicht. Dann besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass zwei gute Jahre vergeudet sind und es nicht einfacher geworden ist, einen Lebenspartner zu finden. Ich war in jungen Jahren genauso. Als ich bemerkt hatte, was mich glücklich gemacht hatte, war meine erste Freundin auch gerade weg - nach acht Jahren.
 
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  • #15
Hallo FS,

dein Freund will nicht mit dir zusammenziehen, jedenfalls jetzt noch nicht.
Er muss sich das noch genau überlegen, schliesslich geht es um Verantwortung und vor allen Dingen geht es darum, dass du ihm dann seine Freiheit wegnehmen würdest.
Will heißen, er will nicht, dass noch eine andere Person in der Wohnung ist, damit meint er dich.
Wieso ihm deine Anwesenheit dann unangenehm wäre, kann ich nicht beurteilen, jedenfalls kann er sich das nicht vorstellen.
Sicher ist das nach 1,5 Jahren Verhältnis eine bittere Pille. Damit rechnet Frau ja nicht.
Jedenfalls willst du etwas, was er nicht will. Und damit ist die Sache auch geschwätzt.
Entweder du beugst dich seinem Diktat, und besuchst ihn weiterhin brav am Wochenende oder du beendest es, da deine Bedürfnisse nach Zweisamkeit keine Entsprechung finden. Oder du versuchst es ihm noch eine Zeitlang schmackhaft zu machen.
Zeig ihm die Vorteile, die er davon hätte, denn die sieht er anscheinend nicht. Er vemittelt dir ganz klar, dass es für ihn von Nachteil wäre, wenn er dich noch mit ins Boot holen würde. Schliesslich geht es um seinen "Freiheit", die er durch dich in Gefahr sieht! Aus diesem Grund ist ihm das Besucherverhältnis, dass ihr defacto habt sicher ganz recht.
Dir kann man da keinen Vorwurf machen, da du ja jetzt 1,5 Jahre gewartet hast. Es hätte ja auch sein können, dass er den Vorschlag macht, oder dass ihr beide es gewollt hättet. Aber das ist ja hier mitnichten der Fall.
Im Endeffekt ist die Sache nur eine Kränkung für dich, schliesslich weist er dich damit massiv ab.
Gerne am Wochenende aber mehr nicht. Die Botschaft lautet somit "Ich will mit dir keine Wohnung teilen!" Warum auch immer! Aus Erfahrung kann ich dir nur raten, dass dieser Mann entweder vor vollendeten Tatsachen gestellt werden muss oder dass er dich einfach nicht als seine zukünftige Braut sieht. Als Kumpeline mit Benefits sehr gerne, mehr nicht!
Nenn so ein Verhaltne dreist, nenn es egoistisch, nenn es hinterhältig oder falsch. Schön ist das nicht.
Es liegt an dir! Mein privater Rat: Verschwende mit diesem Typi nicht länger deine Zeit.
w 40
 
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  • #16
Man muss dazu sagen, dass er nicht der klassiche Student mit Studentenparties, WG-Leben, unklare Zukunft ist. Er weiss genau wo er hinwill und auch an welcher Schule er mal arbeiten möchte (studiert Sonderpädagig), dass er in seiner bleiben will etc. Er arbeitet sehr viel um seinen Studium zu finanzieren und zwar in seinem aktuellen Studienberuf.

Aber er ist sicher noch nicht da wo ich bin. Trotz allem will ich nicht nur, weil es jetzt gerade unterschiedliche Prioriäten gibt alles in Frage stellen. Aber es fällt mir schon schwer, vor allem, weil ich weiss, dass er noch 2,5 Jahre studiert.
Liebe FS,
dein Freund studiert Sonderpädagogik, genauer Lehramt auf Sonderpädagogik. Es ist schön, dass dein Freund weiß, wo er mal später arbeiten will und er dort bleiben möchte, wo er im Moment wohnt. Das kann das Kultusministerium in den meisten Fällen aber nicht berücksichtigen, außer ihr seid verheiratet, habt gemeinsame Kinder oder dein Freund ist vor Ort politisch engagiert. Er kann nach seinem Studium bundeslandweit eingesetzt werden.
Du bist dann evtl. zu ihm (in die Nähe) gezogen und er muss wieder weg?! Das ist bestimmt nicht das, was du möchtest!

Ich habe ein ungutes Gefühl, ob das so wirklich passt zwischen euch.
Nach anderthalb Jahren möchte ich schon an das Zusammenziehen in einer Beziehung denken, wann es da in einer FB Zeit ist, zusammenzuziehen, weiß ich nicht, da ich zum Glück noch nie eine FB hatte.
Ich würde mich in der Luft hängen gelassen fühlen, wenn ich in deiner Haut stecken würde. Eine FB geht meist nur dann gut, wenn der Liebe auf Distanz irgendwann ein absehbare Besserung in naher Zeit bevorsteht, z. B. einer zieht zu dem anderen, es muss ja nicht gleich eine gemeinsame Wohnung sein.

Was möchtest du in nächster Zukunft? Kannst du dir vorstellen die nächsten Jahre weiter so eine unverbindliche Beziehung zu führen? Ohne spontane Möglichkeiten sich auch unter der Woche zu sehen, jedes WE zu ihm zu fahren, finanziell recht sparsam zu leben, da er noch studiert?
Überlege es dir gut! Du bist in der Entwicklung einfach weiter, er studiert noch, du arbeitest. Du hast bestimmt mit 31 Jahren schon mal an bevorstehende Familiengründung gedacht! Die wirst du mit deinem jetzigen Freund auf keinen Fall in den nächsten 3-4 Jahren verwirklichen können. Dafür ist er viel zu eingespannt mit Studium, Arbeiten, zweijähiger Vorbereitungsdienst (Referendariat), ...

Alles Gute!
w Mitte 20 (selber Lehramtstudentin)
 
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  • #17
Eineinhalb Jahre sind lang genug um zu wissen, ob man eine Beziehung weiterführen und vertiefen will oder nicht.

Der Mann ist sehr bequem. Er lässt die FSin anreisen, hat Sex und Spaß, den Rest der Woche Ruhe. Er lebt sein Leben und lehnt jegliche Verantwortung gegenüber der FSin ab.

Ihre berechtigte Idee einen beruflichen Wechsel auch privat zu nützen und einen Ortswechsel zu machen und zu ihm zu ziehen erscheint mir sehr großzügig und sinnig. Wer kann schon so problemlos zwei Haushalte zusammenlegen. Da die FSin berufstätig ist, ist die Frage der Verantwortung hinfällig - eher im Gegenteil würde sie ihn damit unterstützen.

Liebe FSin,
du hast deinen Freund etwas zu sehr verwöhnt. Er ist gewohnt sein Ding durchzuziehen, ohne auf dich Rücksicht nehmen zu müssen. Gleich wie viel er studiert und arbeitet - auch du bist voll berufstätig und tust nicht weniger.
Vielleicht solltest du an den nächsten Wochenenden ihn zu dir nach Hause einladen..... und sehen, ob er überhaupt kommt......
Alles Gute!