• #1

Er mag nicht zusammenziehen

Hallo liebe Forumsleser,

ich, w, 41, kinderlos und seit längerer Zeit getrennt habe nun seit ca. 7 Monaten einen neuen Freund, wir sehen uns regelmässig und es läuft gut.
Durch das Zusammenziehen eines befreundeten Paares kam auch für uns diese Frage auf, bzw. für mich. Im Moment ist es für mich vollkommen OK, getrennte Wohnungen zu haben, aber langfristig ( so nach 1-2 Jahren) ist meine Vorstellung von Beziehung schon so, dass man zusammenzieht wenn es gut läuft bzw. sich trennt wenn nicht. Das Problem: Er fühlt sich so wohl wie es ist und möchte daran auch nichts ändern, ist halt seine bevorzugte Lebensform..
Nun kreisen ständig Gedanken in meinem Kopf ob es nun Sinn macht, die Sache weiter zu vertiefen, oder ob ich versuchen sollte, mich emotional zu distanzieren?! Ich finde es auch blöd mich so an das Thema zu hängen, aber wie gesagt...es wühlt mich auf!
Es würde mich freuen, Eure/Ihre Erfahrungen und Meinungen zu lesen.
Vielen Dank fürs Lesen!
 
  • #2
Im Moment ist es für mich vollkommen OK, getrennte Wohnungen zu haben, aber langfristig ( so nach 1-2 Jahren) ist meine Vorstellung von Beziehung schon so, dass man zusammenzieht wenn es gut läuft bzw. sich trennt wenn nicht.
Du hast doch sehr klare Vorstellungen. Dann mach das doch so. Ist ja noch etwas Zeit.
Wenn es dich dennoch momentan aber so aufwühlt, scheint es aber so, als wenn der momentane Zustand nicht deinen Wünschen entspricht.
 
  • #3
Da ich auch nie wieder mit einem Partner zusammenziehen wollte, kann ich das gut verstehen. Wenn sich dadurch aber ein unterschiedliches Nähebedürfnis zwischen euch zeigt, macht die Beziehung wirklich wenig Sinn, da du das immer als Lieblosigkeit dir gegenüber auslegen würdest und das würde eh zur Trennung führen.
 
U

Ute8223

Gast
  • #4
Ja, das ist schwierig. Vielleicht ist er auch schon lange Single und da könnte es sein, dass er es eben nicht anders kennt. Wohnt er bei den Eltern? Das könnte vielleicht der Ausschlag sein.
 
  • #5
sollte man eine funktionierende Beziehung beenden, nur weil der Mann nicht zusammenziehen will? ICH würde nein sagen. Bei einer funktionierenden
Beziehung stellt sich eigentlich so eine Frage nicht, ob das ein Trennungsgrund ist.
Steckt da noch mehr hinter?

Klingt für mich eher nach einem Erpresungsversuch. Wenn, dann...

Ihr wollt doch eh keine Familie gründen?
 
R

Rosenduft

Gast
  • #6
Wäre für Dich wohl ein Zeichen von Verbindlichkeit gewesen, wenn er gesagt hätte das er sich eine gemeinsame Wohnung nach einer gewissen Zeit hätte vorstellen können. Ehrlich gesagt sehe ich das auch so. Fühlt sich einfach nach einer losen Beziehungskiste an.
Allerdings kann ich den Mann auch verstehen das er Dir keine falschen Hoffnungen machen möchte,kann sein das er sich mit Dir noch nicht sooooooo sicher ist. Warte doch erst mal wie sich die noch frische Beziehung entwickelt.
 
G

Gast

Gast
  • #7
Liebe FS,

triff die Entscheidung nicht heute, sondern nimm Dir die Zeit und frage Dich immer wieder, ob Du Dir vorstellen könntest, mit Diesem Mann in getrennten Wohnungen zu leben oder ob es doch OK wäre, wenn Ihr nicht zusammenzieht. Vielleicht stellst Du fest, dass es Dir lieber ist, mit diesem tollen Mann zusammenzubleiben, ohne zusammenzuziehn. Oder Du bist sicher, Dir ist sehr wichtig, dass Ihr zusammenzieht, und teilst ihm das mit. Dann ist er an der Reihe, zu entscheiden, ob er sicht trennt oder mit Dir zusammenzieht. Frag ihn, warum er diese Einstellung hat. Das würde Dir bei Deiner Entscheidung helfen. Und sprich mit einer guten Freundin, die Dich kennt und weise ist ;-)
 
G

Gast

Gast
  • #8
Aus dem Grund ist meine letzte Partnerschaft auseinander gegangen bzw. wir haben uns getrennt. Ich möchte nicht mehr zusammenziehen mit jemandem. Er braucht seine Partnerin aber ständig um sich. Das ging leider nicht gut.

Wichtig ist, dass Du Dich deshalb nicht weniger geliebt fühlst. So ist das einfach, wenn da unterschiedliche Meinungen aufeinander treffen. In der heutigen Zeit gibt es immer mehr Menschen, die nicht mehr alles aufgeben wollten, wenn sie einen neuen Partner kennenlernen und auch gerne noch ihren eigenen Freiraum haben haben, so richtig alleine sein können. Ich brauch das einfach.

Ich kann nur sagen, dass ich sehr geliebt habe. Aber meine Version von glücklich sein ist nun mal nicht ständig den anderen um mich rum zu haben. Das weiß ich nach drei langen Beziehungen einfach. Deshalb liebe ich und bin treu, das ist überhaupt kein Widerspruch. Im Gegenteil, so erlebe ich es als viel mehr erfüllend.

Da kannst Du nur in Dich hineinfühlen, ob Du damit klarkommst. Wenn nicht, wird es schwierig glücklich zu sein und wohl auf eine Trennung hinauslaufen.

Denn er wird nicht glücklich, wenn er mit Dir zusammenzieht, obwohl er das nicht wirklich will. Ob Du so glücklich sein kannst auf Dauer, ja da kannst Du eben nur in Dich hineinhören ...
 
G

Gast

Gast
  • #9
Einen "Partner" (wozu? für welche Hand- oder sonstigen -reichungen?) zu haben, aber nicht zusammenziehen zu wollen - wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Für mich ein Hinweis, in letzter Konsequenz nicht Verantwortung übernehmen zu wollen. Womit sich für mich die Frage stellt, ab wann ich mich auf den Partner/die Partnerin nicht mehr verlassen kann.
Wenn du ein Bedürfnis nach Nähe hast, das er nicht erfüllen kann, wirst du à la longue nicht glücklich sein.
 
  • #10
Ich würde nie wieder mit einem Partner zusammenziehen und finde das daher sehr sympatisch. Wenn man allerdings über Heirat und Kinder nachdenkt, sollte man es jedenfalls nicht von vornhinein ausschliessen. Vermutlich ist das aber für dich schon gelaufen... dann wird aber doch der Wille nach Freiheit und Unabhängigkeit immer grösser, denk ich.
 
  • #11
Liebe FS,
ich würde zu diesem Zeitpunkt keinen Gedanken ans zusammenziehen verschwenden - das ist viel zu früh.
Die meisten Beziehungen die jenseits der 30 zustande kommen überleben 2 Jahre nicht. So bist Du nach dieser Zeit vielleicht froh, dass ihr es nicht gemacht habt und Euch den Stress mit Wohnung suchen, renovieren, umziehen, ggfs. Vermietung der eigenen Immobilie ... erspart sowie die ganze Rückabwicklung gespart habt.

Wenn ich eine Partnerschaft habe, dann möchte ich auch zusammenleben, allerdings erst, wenn ich sicher bin, dass es was längerfristiges ist.
Das ist halt mein Lebensmodell. Andere Menschen haben andere Wünsche und so muss man akzeptieren, dass es miteinander nicht passt.

Ich habe das LAT-Modell versucht und es hat für mich nicht funktioniert. Wir blieben uns Dauer innerlich fern. Die fehlende gelebte Nähe im Alltag machte, dass ich nach dem ersten Jahr immer weniger Sex mit ihm wollte. Bei ihm war das anders, er wurde dann drängender und ich entzog mich, verabredete mich immer seltener mit ihm. Ich bekam den Abstand im täglichen Leben und die Nähe beim Sex schlichtweg nicht zusammen. Wir trafen uns zwar oft, aber nur für kurze Zeit, mir fehlte ein gemeinsamer Alltag, den man sich teilt, die ganzen Kleinigkeiten. Ich hatte immer das Gefühl von Künstlichkeit in den Begegnungen.

Wir hatten grundsätzlich unterschiedliche Vorstellungen von LAT. Er wollte meinen Wohnungsschlüssel, um einfach mal vorbei kommen zu können, wenn er Lust hat und ich noch unterwegs bin und ich wollte das nicht. Jemand der mit mir nicht zusammen leben will, bekommt meinen Wohnungsschlüssel nicht. Von dessen Anwesenheit möchte ich nicht überrascht werden, selbst wenn ich zuhause war und nichts vorhatte.

Dann begannen die unliebsamen Debatten, er meinte ich wollte ihn mit Sexentzug zum Zusammenzug bewegen/erpressen. Wollte ich aber garnicht, ich kam nur mit dieser Art von Beziehung nicht klar. Ich habe mich daraufhin getrennt, weil klar war, dass unsere Lebensstile nicht zueinander passten. Es war die komplikationsfreiste Trennung die ich je hatte, weil es zuwenig Miteinander gegeben hat. Ich konnte nicht feststellen, dass mir im Alltag was fehlte.
Das war für mich das beste an der ganzen Sache - keine Trauerphase.
 
G

Gast

Gast
  • #12
Wenn deine Vorstellung von Beziehung ist, dass man zusammenzieht und er möchte das nicht, dann ist das nichts für dich!!! Du leidest dann nur!!! Sag ihm doch bitte offen wie du denkst und wenn er überhaupt nicht auf dich eingeht, beende das! Ich hatte immer Partner, die gleich Zusammenziehen wollten, aber ich selbst habe mich in eigener Wohnung sehr wohl gefühlt. Trotzdem habe ich immer meinen Partner gesehen und seine Wünsche und war kompromissbereit.
Wenn er in keiner Weise bereit ist darauf einzugehen, es aber dein sehnlichster Wunsch ist, lass dir bitte nicht weh tun, vor allem nicht auf Dauer. Wenn du ihm wichtig bist, sollte er zu Kompromissen bereit sein!
 
K

Kempowski

Gast
  • #14
Jeder hat eine andere Zeitrechnung im Kopf. Mir wäre nach 7 Monaten wirklich noch nicht danach, an Zusammenziehen zu denken.

Ich glaube, Du bewirkst durch Dein eigenes Kopfkino einen unheimlichen Druck, der auch bei einem sehr interessierten Mann genau nach hinten losgeht. Würde fast behaupten, nur Männer, die eher problematisch sind, würden sehr schnell auf Zusammenziehen, Verloben, Verheiraten drängen.

Es ist zu früh für solche Entscheidungen, sag ich als 50+.
 
  • #15
Versteh ich nicht, du sagst deine Vorstellung ist nach 1 oder 2 Jahren zusammenzuziehen. Und machst JETZT nach 7 Monaten schon Druck? Wofür? Willst du jetzt noch ein Kind? Nee, oder? Also warum der Druck? Lass ihm einfach seine Zeit, ich würde das Thema keinesfalls nochmal anschneiden. Entweder es kommt der Wunsch irgendwann von ihm alleine oder eben nicht. Du kannst nichts erzwingen.
 
G

Gast

Gast
  • #16
Jeder hat eine andere Zeitrechnung im Kopf. Mir wäre nach 7 Monaten wirklich noch nicht danach, an Zusammenziehen zu denken.

Sehe ich ebenso, das denkt sogar meine 19jährige Tochter, dass man einige Jahre zusammen sein sollte, div. Hürden gemeinsam überwunden hat, um dann eher fit für ein Zusammenziehen zu sein.

Gerade deswegen, weil in begehrten Grossstädten der Wohnungsmarkt an Single-Wohnungen so schlecht geworden ist, dass man sich wirklich gut überlegen sollte, ob man seine kleine schöne noch bezahlbare Wohnung so schnell für einen Mann aufgeben sollte.

Gerade wenn Frau Ü40 ist. Ich habe eine tolle schöne helle ruhige bezahlbare Wohnung in einem liebenswerten Mietshaus, also da müsste schon der Prinz von AbuDabi kommen ,-), wenn ich hier wegziehen sollte.

w
 
  • #17
da du das immer als Lieblosigkeit dir gegenüber auslegen würdest

Ich bin wahrscheinlich nicht der einzige Mann, der sich nach dem Zusammenziehen einer totalen Deutungshoheit durch die Frau ausgeliefert sieht. Früher einmal konnte ich mir, wenn es mich interessierte, eine Wissenschaftssendung ansehen. Heute hat eine solche Entscheidung einen hohen Preis, nämlich eine schlecht gelaunte Frau, denn sich dem gemeinsamen Seichtfernsehen zu entziehen heißt für sie: Lieblosigkeit („wenn du immerzu was anderes machen willst als ich, könnten wir ja auch jeder alleine leben”). Vor dem Schlafengehen noch die letzten Seiten lesen? Mitnichten: „ich kann nicht schlafen, wenn du noch liest”. Schlafen gehen, während sie noch ihre letzten Seiten liest? Mitnichten: „kannst du denn nicht warten, bis ich fertig gelesen habe?” Eine Sache, zwei Maßstäbe. Und dieser psychische Druck besteht beim Zusammenleben rund um die Uhr.

Ich kann jeden Mann verstehen, der sich das zweimal überlegt. Die Frau mag es genießen, immer Gesellschaft zu haben, für den Mann kann es zur Folter werden.
 
  • #18
Wenn du ihm wichtig bist, sollte er zu Kompromissen bereit sein!

Genau das meinte ich im vorigen Post mit „Deutungshoheit der Frau”: entweder er ist zu Kompromissen bereit, oder es wird ihm so ausgelegt, daß die Frau ihm nicht wichtig ist. Von Kompromissen, die die Frau eingehen könnte, ist nie die Rede, und sie tut es auch nicht. Will er morgens zeitig aufbrechen, damit man den Tag optimal nutzen kann – „du mußt doch auch auf mich Rücksicht nehmen!” Aber daß sie mal auf entspanntes Zeitlassen verzichtet – keine Chance.
 
G

Gast

Gast
  • #19
Liebe Fs,

was verbindest Du denn mit dem Zusammenziehen?
Ist das ein Liebesbeweis? Brauchst Du die rund-um-die-Uhr-Beziehung? Fühlst Du dich sonst alleine? Hast Du Angst er rennt Dir weg? Sind das tradierte Vorstellungen einer Beziehung die Du nach außen dokumentieren willst? Für wen?
Jemand schrieb von Verantwortung…..versteh ich nicht…..Verantwortung? Für wen?
Ich kann nur Verantwortung für mich selbst tragen und möchte mich nur mit einem Menschen verbinden, der Verantwortung für sich selbst tragen kann………

Liebe Fs, was sind DEINE Gründe?
Beinhalten Deine Gründe Zweifel an der Liebe des Anderen? Beinhalten Sie Ängste, mit denen der Andere nichts zu tun hat?

Versuche das für Dich herauszufinden, evtl. möchtest Du Deinem Freund eine Verantwortung aufbürden, die Du für Dich selbst tragen solltest…

Nimmt Dir Zeit beim Herausfinden.

Ich selbst finde getrennte Wohnungen sind das ideale Lebensmodell für eine Beziehung.

w, 50
 
P

Provence

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  • #20
...ich, w, 41, kinderlos und seit längerer Zeit getrennt habe nun seit ca. 7 Monaten einen neuen Freund, wir sehen uns regelmässig und es läuft gut.

7 Monate sind in meinen Augen noch keine Zeit, nach der man unbedingt über Zusammenwohnen nachdenken muss. Sei froh, dass »es gut läuft« und lerne deinen Freund erst besser kennen - er dich auch. Noch habt ihr (vermutlich) keine gemeinsamen Krisen bewältigen müssen, ihr könnt unmöglich schon wissen, wie sich der Partner in den meisten, manchmal auch schwierigen Situationen verhält.

Leider ist es nicht selten so, dass einen Bewegungen im Umfeld beeinflussen: zieht dort jemand zusammen, fragt man sich, ob das für einen selbst nicht auch genau das Richtige wäre. Trennt sich im Freundeskreis ein Paar, denkt man ganz neu über die Haltbarkeit der eigenen Beziehung nach, usw. Lass dich davon also nicht beeinflussen, überall ist der Auslöser für diese Entschlüsse ein anderer - und das muss nicht unbedingt für euch zutreffen.
 
  • #21
Genau das meinte ich im vorigen Post mit „Deutungshoheit der Frau”: entweder er ist zu Kompromissen bereit, oder es wird ihm so ausgelegt, daß die Frau ihm nicht wichtig ist. Von Kompromissen, die die Frau eingehen könnte, ist nie die Rede, und sie tut es auch nicht. Will er morgens zeitig aufbrechen, damit man den Tag optimal nutzen kann – „du mußt doch auch auf mich Rücksicht nehmen!” Aber daß sie mal auf entspanntes Zeitlassen verzichtet – keine Chance.

Sie haben vollkommen Recht.
es geht nicht so sehr um das Zusammenziehen an sich. Es geht um Kontrolle
des Partners. (Betaisierung) In der gleichen Wohnung lässt sich der Geltungsbereich viel weiter ausdehnen. Alle Frauen streiten das gerne ab,
aber alle Männer kommt es irgendwie bekannt vor.

Wenn es um die genannten Worthülsen "Liebe", " Gemeinsamkeit" etc.
gehen würde,dann würde die Fs den Wunsch des Mannes respektieren.
Es würde gar keine Deutungshoheit entstehen. So ist der Wunsch des Mannes
"schlecht" aufgrund der Tatsache, dass die Frau anders denkt.
Jetzt wird mit Trennung gedroht. DAS hat nichts mit Partnerschaft zu tun.

Männer wollen Freiheiten. Warum in die Deutungshoheit de Frau begeben,
wenn es auch ohne geht? Männer geben einen Teil ihrer Freiheiten auf,
um Familie und Kinder zu haben. Aber ohne Familie und Kinder sind
nun mal diese "Motivatoren" nicht vorhanden.

Da sollte sich die Frau nicht wundern, wenn der Mann nicht jubelnd eine gemeinsame Wohnung will. "Partnerschaft" ist heutzutage keine mehr.
Niemand zerreisst sich das Maul, wenn man nicht zusammen wohnt.
 
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  • #22
Ich verstehe die FS und teile viele Meinungen hier nicht. Bei mir und in meinem Umfeld hat sich gezeigt, dass wer in diesem Alter nach spätestens 1.5 Jahren nicht (diskussionslos) zusammengezogen ist, kaum dauerhaft zusammen bleibt, sofern nicht beide von vornherein das LAT-Modell wünschen.
Du bist nicht aufgewühlt, weil er jetzt nicht zusammenziehen will, sondern weil du merkst, dass er langfristig andere Vorstellungen hat als du. Das hat nichts mit unter Druck setzen zu tun. Such dir einen Partner, der ähnlich tickt. Alles andere wird dich auf Dauer zermürben.
 
  • #23
Liebe FS,

bei mir ist die Situation ähnlich wie bei dir. Ich kenne meinen Partner gut 7 Monate und das Thema zusammen ziehen wurde auch besprochen. In den ersten Monaten hat er sehr gedrängelt - mittlerweile hat er zurück gerudert und nicht mehr wirklich Interesse daran. Sporadisch schaut er vorbei und man verbringt noch Zeit miteinander. Wir leben das von Vikky beschriebene LAT System. Das ist auch nicht meins zumindest nicht auf lange Sicht. Zur Zeit ist mir zusammen ziehen auch nicht so wichtig aber irgendwann möchte ich schon etwas verbindliches.
Ich warte noch eine Zeit ab. Drängeln oder erpressen will ich nicht aber wenn ich merke das es zu unverbindlich wird gehe ich.
 
G

Gast

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  • #24
Genau das meinte ich im vorigen Post mit „Deutungshoheit der Frau”: entweder er ist zu Kompromissen bereit, oder es wird ihm so ausgelegt, daß die Frau ihm nicht wichtig ist.

Du hast bis jetzt die falschen Frauen kennengelernt. Liest sich ja fast so wie bei den Frauen, die darüber klagen, dass die Männer so dominant sind:)
Apfeldieb, sei sicher, es gibt sie, die Frauen, die anders sind.

Zum Thema....ich kann es sehr gut verstehen, dass jemand nicht zusammenziehen möchte, ich bin auch so. Ich lebe gerne und gut in meinem Wohnbereich, mich würde die permanente Anwesenheit eines Mannes stören. Ich finde es für die Beziehung deutlich belebender und intensiver, wenn man sich das eigene Wohnumfeld erhält. Kompromisse in diesem Bereich einzugehen, ist wohl von beiden Seiten sehr viel verlangt. Welchen Kompromiss kann es denn geben, wenn einer zusammenziehen will und der andere nicht? 2 Wohnungen auf der gleichen Etage? Oder MUSS einer dann KOMPLETT über seinen Schatten springen und doch zusammenziehen? Und das soll dann ein Liebesbeweis sein? Hm......
W51
 
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  • #25
Eine Sache, zwei Maßstäbe. Und dieser psychische Druck besteht beim Zusammenleben rund um die Uhr.
Nicht jede Frau ist so Apfeldieb.

Genau aus dem Grund finde ich es so wichtig, dass sich jeder seinen Freiraum erhält und auch leben kann in einer Partnerschaft.

Wenn er die Wissenschaftssendung anschauen will und sie einen Liebesfilm, wie wäre es dann mit zwei Fernsehern? Und mit zwei Schlafzimmern, eben damit sie lesen kann und er kann schnarchen, ohne dass es sie stört. Dann gibt es diesen psychischen Druck eben nicht mehr, weil jeder seinen Freiraum hat und dann verbringt man die Zeit gerne miteinander, freiwillig. Klar ist das modern, anders als früher.

Ich möchte gar nicht wissen wie viele Paare es gibt, die zusammenleben, ständig Kompromisse machen und überhaupt nicht glücklich sind, so wie Du, also meist ist es ja einer oder eine, nicht beide, einer steckt meist mehr zurück und der Frust häuft sich an.

Ganz echt, entweder so, dass jeder glücklich ist oder dann doch besser allein. Kompromisse sind immer faul und nicht ehrlich.

Wer sagt, dass Du so leben musst? Niemand. Du zwingst Dich da auszuharren, ist dafür das Leben nicht zu schade? Ändere was, tu es für Dich, nicht gegen sie, das ist ein grosser Unterschied.
 
  • #26
Ich glaube, es geht der FS gar nicht darum, ihrem Partner ihr Lebens-/Wohnmodell aufzuzwingen wie einige meinen!
Ist eine schwierige Frage, wenn für ihn ganz klar feststeht, dass er auch in 1-2 Jahren noch getrennt leben möchte, für dich aber klar ist, dass du in dieser Zeit eine gemeinsame Wohnung möchtest, gibt es kaum einen Kompromiss. Einer von euch wird höchstwahrscheinlich unglücklich werden.
Du musst für dich überlegen: Wären getrennt Wohnungen auf Dauer für dich ganz klar keine Option? Dann wäre eine Trennung vielleicht wirklich das beste, denn darauf warten, dass er seine Meinung doch noch ändert macht in der Regel wenig Sinn...

w, 28
 
E

EarlyWinter

Gast
  • #27

Absolut. Das hat mit meinem Ex Mann und mir perfekt gepasst. Er hatte ein intensives Hobby und war 3-4 Abende die Woche unterwegs, auch an vielen Wochenenden. Währenddessen konnte ich auch meine Freunde treffen oder eben den ganzen Samstag Criminal Minds gucken wenn mir danach war :D Wie lange er aufgeblieben ist oder noch was gelesen hat oder etwas anderes gucken wollte... Meine Gütte!!!! Bei 2 Fernseher oder der Möglichkeit, auf dem Laptop Sendungen zu sehen, kein Problem. Oder eben wenn gar nichts geht, getrennte Schlafzimmer wenn jeder einen anderen Rhytmus hat. Wer an solchen Dingen die Liebe festmacht ist selbst schuld. Mir ist echt etwas Bange vor der nächsten Beziehung denn ich könnte definitiv nicht mit jemandem zusammen sein, der alles zusammen machen und dauernd bespaßt werden will. Jetzt nach 7 Monaten Beziehung zu erwarten, dass auch er schon weiß, dass er in 1-2 Jahren zusammenziehen möchte ist der Killer für die weitere Entwicklung. Er fühlt sich jetzt unter Druck gesetzt und weiß, dass Erwartungen an ihn gestellt werden. Das bewirkt nur, dass er abgeschreckt wird und dass er nicht zusammenziehen möchte obwohl er das sonst - bei einer natürlichen Entwicklung - vielleicht gewollt hätte. 7 Monate sind noch gar nix! Deshalb frage ich mich, ob es der FS um die Beziehung mit dem Mann geht oder um dieses Symbol "Zusammenziehen", ähnlich wie bei anderen weißes Brautkleid, Hochzeitsreise in der Karibik, Heiratsantrag in Paris, möglichst am Valentinstag usw. Normalerweise müsste auch sie froh sein, in Ruhe schauen zu können, ob es auch weiter gut passt und in 2 Jahren kann man dann immer noch schauen, ob die Beziehung funktioniert und man zusammenziehen will. Klar, sie möchte, dass er sagt, wenn es in 2 Jahren immer noch schön ist, will er mit ihr zusammenziehen. Aber er will nun mal abwarten und schauen und DANN entscheiden. Hängt ja auch wesentlich von der FS ab und wie sie in der Beziehung ist;) Da muss die FS selbst wissen, ob sie ihren Partner so nehmen kann wie er ist oder ob sie einen braucht, der das gleiche Tempo hat und die gleiche grundsätzliche Einstellung. Ob es der Garant dafür ist, dass es gut geht, das weiß man dann auch nicht.
Eines ist sicher, Druck machen führt zu nichts Gutem und stellt den Partner in die Position, dass er einem etwas beweisen muss. Das Gleichgewicht ist dann nicht mehr gegeben.
 
  • #28
Hallo FS,

Sieben Monate sollten durchaus genügen um perspektivisch eine Richtungsansage machen zu können. Und wenn man wirklich gut zusammen passt, wird man den ein oder anderen Kompromiss eingehen können. Wenn das die einzige "Unverbindlichkeit" wäre hätte ich damit kein Problem mehr.

Es gibt auch Exemplare die sagen das sie zusammenziehen wollen, lassen sogar paar Alibitaten folgen - und dann bekommt man mit - DAS war nie ernst gemeint :-(. Was hat man dann von der Aussage. Denn zusammenziehen hat Konsequenzen für BEIDE zur Folge - und nicht erst am Einzugstag.

Ich glaube wenn es passt dann merkt man das, geht das Risiko ein und dann wird es gut gehen oder nicht. Ich werde in Zukunft früher auf meine "unguten" Gefühl hören und mich dann - HOFFENTLICH - nicht mehr so lange selbst täuschen.

Alles Gute
 
  • #29
w45J
Ach herrje.....
Nach sieben Monaten würde ich auch keinen Gedanken daran verschwenden, meine "Lebensform" zu verändern.
Es gibt keinen Grund dazu. Wenn die Beziehung gut funktioniert, warum über etwas nachdenken, was vielleicht in zwei Jahren sein wird?!
Mein Freund und ich sind 15Monate zusammen und reden gelegentlich davon, wie es wäre, wenn......
Aber keiner von uns möchte im Moment etwas verändern.
Vielleicht nächstes Jahr oder in zwei Jahren oder vielleicht nie.


7 Monate sind in meinen Augen noch keine Zeit, nach der man unbedingt über Zusammenwohnen nachdenken muss. Sei froh, dass »es gut läuft« und lerne deinen Freund erst besser kennen - er dich auch. Noch habt ihr (vermutlich) keine gemeinsamen Krisen bewältigen müssen, ihr könnt unmöglich schon wissen, wie sich der Partner in den meisten, manchmal auch schwierigen Situationen verhält.

Ein Punkt, den man beachten sollte.
 
  • #30
Muss man denn eine ansonsten funktionierende Beziehung (Stichwort Liebe) aufgeben, nur weil man nicht zusammenzieht?

Auf der einen Seite nach Commitment schreien, weil man sich liebt.
Sich dann aber trennen, weil es kein Commitment gab?
Wo ist denn da die Liebe? Das riecht eher nach Erpressung.

Ich verstehe es echt nicht.


Ich bin kein Wohnungmakler, sondern Mensch. Liebe ist ein Grundbedürfnis. Wohnungen sind es nicht.
 
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