• #31
Wir sind zu dritt, haben zwei Badezimmer und es kann trotzdem vorkommen, dass man einen der Räume betritt und da schon jemand sitzt
Was ist mit abschließen? Ich finde 3 Personen und 2 Bäder wären durchaus dazu geeignet, wenigstens EINS mit Schlüssel auszustaffieren.
Es sei denn, man stört sich nicht dran, dann finde ich es ok. Aber ansonsten könnte ein Bad das Kind bekommen. Da kann es hingehen und niemals abschließen.

Im Normalfall wird aber vor dem Eintreten an der Tür geklopft und derjenige im Raum äußert sich.
Problem gelöst.
Mein Kind (9) pflegt die Klotüre aus praktischen Erwägungen immer offen stehen zu lassen
Es ist ein Kind, insofern ok..

Aber bei Leuten, wo nicht angeklopft wird: Was ist, wenn die Gäste haben. Müssen die dann die Tür zuhalten oder gibt es auch einen Schlüssel wenigstens zu einem Bad? Das ist ernst gemeint, weil ich in Haushalten mit Kindern schon mal meinen damaligen Partner bitten musste, dass er die Tür bei Familienfeiern bewacht. Nee, ich bin nicht verklemmt, aber habe trotzdem gern ungestörten Nierenstoffwechsel. Darmmäßig gesehen bin ich lieber wirklich zu Hause.

Was mich als kinderlose Person manchmal irritiert: Menschen mit Kindern scheinen alles möglich "normal" zu finden. Z.B., dass das kleine Kind aufs Essen für alle niest, dass sich alle Familienmitglieder Störendes wann immer aus der Nase befreien oder eben, dass ein Gast die Klotüre nicht versperren kann. Ich hatte immer den Eindruck, dass sämliche Benimmregeln weg sind, wenn Kinder da sind. Und das bleibt an Verhaltensweisen, auch wenn man den Kindern längst beigebracht haben könnte, dass nicht alle ihr Nasensekret essen wollen.
Klingt vielleicht spießig, ist aber auch nicht falscher als das andere. Und ich finde, wenn es darum geht, dass alle sich wohlfühlen, ist der mit den größten "Malessen" die Person, die die Regeln bestimmt. Ansonsten muss man ihn ja nicht einladen.
 
  • #32
Ich stülpe meine Einstellung einfach niemandem ungefragt über.
Ich bin offen erzogen, Eltern kannte ich nackt und selbst hatte ich nie Zuhause das Bedürfnis abzuschließen.
Mein Bruder war da plötzlich anders und schloss sich ein.
Das war einfach so und wurde auch nicht diskutiert.
Ein Wink....sorry meine Privatdozent...und mehr hat's nicht gebraucht, da wurde diese respektiert.
Alles was riecht wurde einmal mit iiihhh, nicht im Bad gebrüllt, weil eine Gästelonge zum Verweilen einlud.

Meine Jungs habe ich irgendwann mal gefragt, ob ich endlich mal die Schlüssel suchen soll.
Die waren weit weg gelegt worden(bei kleinen Kindern), also ganz weit, wahrscheinlich im Ausland, haben sie nie wieder gesehen.

Für die Gäste gab's dann ein Zeichen an die Klinke.
Es muss sich da niemand anpassen und gemoppt wird auch keiner, der sich unwohl fühlt.

Die einen lesen Asterix, andere tickern, manche hören laut Musik und andere quatschen einfach weiter...oder eben ruhig, für sich und schnell.
 
  • #33
Danke an alle, die sich beteiligt haben! Sehr interessant, was für unterschiedliche Ansichten zusammen gekommen und wie diese entstanden sind (z.B. durch familiäre oder auch, wie im Fall der Krankenschwester, sogar berufliche Prägungen). Und es freut mich, wenn der ein oder die andere den Thread genauso amüsant fand wie ich. ;)