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  • #31
Ja, und irgendwann löst sich das Problem sowieso von selbst, zumindest in monogamen Beziehungen, spätestens wenn die Frau die Menopause erreicht hat...
 
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  • #32
M45. Es ist auch Sache der Männer, finde ich. Die Wenigen Frauen habe ich immer vorher gefragt und war wohl damit eine seltene Spezies. Die Gewohnheit aus der Jugend blieb und so erntete ich kürzlich einen Lacher, weil meine Partnerin 49 biologisch gar nicht mehr schwanger werden konnte. Jo, Zeit ist eben vergangen, werde mich darauf einstellen. Bin nach 2 guten Jungs seit Anfang 30 vasektomiert und kann das Jedem empfehlen. Ich habe aber damals gehofft, dass ich dadurch etwas ruhiger werde, weil die Frau nach den Schwangerschaften kaum noch was wollte. Fazit: Mann wird von der Vasektomie nicht ruhiger. Keine Veränderung bei mir. Das wurde hier zwischendurch gefragt: Das Gefühl beim Sex blieb bei mir genau wie vorher. Dem Arzt war es übrigens recht egal, dass ich noch recht Jung war, habe wohl die umfangreichen Fragen überzeugend beantwortet.
Bleib bloß dabei. Zwischen dem Aus meiner ersten Ehe und dem Beginn meiner Beziehung mit meiner jetzigen Frau hatte ich immer ein Kondom zur Verfügung und habe es benutzt, auch dann, es nicht gewünscht wurde. Das sollte ein Mann aus eigener Verantwortung tun, solange er mit der betreffenden Frau kein Kind will sowie aus Gründen der Vorsicht vor gesundheitlichen Risiken. Meine erste Ehe ist nur durch "Kondomweglassen" trotz größter eigener Bedenken zustande gekommen und meine zweite Frau ist nach unserer Heirat mit 47 schwanger und mit 48 Mutter geworden. Also? Vom Alter der Frau kann man kaum ausgehen.
 
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  • #33
Wenn Kondome und Hormone nicht in Frage kommen, dann bekommt man halt so viele Kinder, wie man bekommen soll. Wo ist das Problem? Und wenn man nach dem 3, 4 oder auch 5 Kind keine mehr möchte, kann der Mann sich ja sterilisieren lassen.
In früheren Zeiten war das auch nicht anders.
Das sehe ich genauso. Kinder gehören zu einer Beziehung so selbstverständlich dazu, wie Liebe.

Aber es sollte immer derjenige sich sterilisieren lassen, der definitiv keine Kinder mehr will. Wenn die Frau also nur 1 Kind will, dann sollte sie danach ihre persönlichen Konsequenzen ziehen - und bitte keine Forderungen an den Mann stellen. Gleiches gilt für Männer. Die Basis jeder Beziehung ist Vertrauen und Liebe, nicht Forderungen und Zwänge.

Ich denke, Verhütung wird immer nur dann zum Problem, wenn wir eine verlogene Partnerschaft geführt wird. Die eigene Fruchtbarkeit als unantastbar zu sehen, und zugleich Kinder mit dem aktuellen Partner auszuschließen ist ziehmlich schräg für eine intakte Beziehung. Da sollte man sich besser gleich trennen.

Deshalb steht für mich fest: Empfängnisverhütung ist nur ein Thema in Spaßbeziehungen, mit Lebensabschnittsgefährten, Freundschaft plus, Affären, ONS, bei Fremdgehern, und bei promisken Menschen.

Und nein, ich bin nicht katholisch. Die aktuelle Fragestellung lautet: "Verhütung in einer Beziehung" Und wenn das zum Problem wird, dann kann man nur an der Ernsthaftigkeit der Beziehung selbst zweifeln.

m
 
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  • #34
Die eigene Fruchtbarkeit als unantastbar zu sehen, und zugleich Kinder mit dem aktuellen Partner auszuschließen ist ziehmlich schräg für eine intakte Beziehung. Da sollte man sich besser gleich trennen.
Gute Schußfolgerung, meine Hochachtung! Allerdings gibt es noch den Fall, daß Kinder zwar im Prinzip gewollt sind, aber der Zeitpunkt nicht paßt. Hier sollte sich aber eine einvernehmliche Lösung finden lassen, sie wäre dann ja auch nur von begrenzter Dauer. (m)
 
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  • #35
Wenn Kondome und Hormone nicht in Frage kommen, dann bekommt man halt so viele Kinder, wie man bekommen soll. Wo ist das Problem? Und wenn man nach dem 3, 4 oder auch 5 Kind keine mehr möchte, kann der Mann sich ja sterilisieren lassen.
In früheren Zeiten war das auch nicht anders.
Genau. Nach 2 Wochen Dating, gleich beim ersten Sex. Sehr verantwortungsvoll.

P.S. In früheren Zeiten hat man erst nach der Hochzeit miteinander geschlafen und sich auch nicht getrennt, wenn es mal 5 Minuten Streit gab. Das kann ja heute wohl kaum der Maßstab sein.
 
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  • #36
Ist denn der Sex nach Vasektomie noch genauso schön? Ich glaube, dass der Sex für beide am schönsten ist, wenn eine Zeugung möglich ist. Männer sind risikobereiter und für den Augenblick des Spasses bereit, eine Schwangerschaft in Kauf zu nehmen und glaube, dass das immer so bleiben wird, auch wenn neue Methoden gefunden würden. M
Ja, es ändert sich nach einer Vasektomie nichts am Empfinden beim Sex, es sei denn man kriegt irgendwie psychische Probleme damit, dass mam kein Kind mehr bekommen/zeugen kann. Rein körperlich merkt man keinen Unterschied.Übrigens habe ich bereits zwei Partner gehabt, die mir erst später erzählt haben, dass sie vasektomiert sind. Einen Unterschied habe ich keiner Weise gemerkt, sie waren bestimmt innerlich sehr entspannt, was ich am Anfang nicht wußte. Die Narben/die Einstiche sind so winzig, dass man sie kaum sehen kann und wenn man nicht blank rasiert ist, sieht man sie überhaupt nicht. Sonst aber auch nur bei einem sehr, sehr genauen Hinschauen aus nächster Nähe.

Sex ist natürlich nicht nur dann am schönsten, wenn eine Zeugung möglich ist, sondern wenn beide sexuell harmonieren und das ist unabhängig von der Zeugung. Es gibt tausende Paare, die Kinder gezeugt haben und der Sex bei der Zeugung war nicht besonders schön. Sowie tausende Paare, die niemals ein Kind gemeinsam zeugen möchten und den schönsten Sex ihres Lebens dabei erleben.

Wenn Du denkst, dass der Sex bei der Zeugung besonders schön ist, solltest Du dich fragen, wie denn der Sex in Deinem Leben nach der Familienplanung wird. Viele Menschen empfinden den Sex erst dann sogar als besonders schön, wenn eine Zeugung nicht (mehr) möglich ist.

Übrigens finde ich es weniger risikoreich, wenn die Männer für die Empfängnis- verhütung sorgen. Das tun sie auch, aber weniger um die Frauen zu entlasten, sondern meistens aus Angst, dass (noch) ein Wesen entstehen würde, was sie viel Geld kostet. Mir hat ein verh. Mann sogar erzählt, dass er nicht mehr mit seiner Frau schläft, da sie keine hormonellen Verhütungsmethoden mehr verträgt und er hatte keine Lust auf mechanische Methoden oder Sterilisation.
Das war der Frau recht und er hatte wechselnde Geliebten, die schon die Wechseljahre hinter sich hatten. Er war auch in diesem Alter, seine Ehefrau war aber über 10 Jahre jünger und noch fruchtbar. Übrigens ist dieser Mann Mediziner-mir fiel nach seiner Beichte nichts mehr ein.
 
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  • #37
Ja, kenn ich auch so, dass die Männer keine Lust auf Kondome haben und sich auch nicht sterilisieren lassen wollen, obwohl es für sie ein Mini-Eingriff wäre, wenn sie keine Kinder(mehr) wollen. Am Gefühl und am Sex ändert sich nichts, nicht mal an der Menge des Ejakulats!

Aber liebe Männer:
Dann heult nicht rum, wenn die Frau schwanger wird. Sie hat Euch dann nicht reingelegt, sondern sie wollte in der Regel eben schwanger werden... Pech für Euch! Zieht Euch was über! Vor allem in den ersten 3 Monaten einer Beziehung, schon alleine wegen HIV und Co.

Der Einwand von mehreren, dass man dann eben Kinder zeugen soll, weil sie eben zu einer Beziehung dazugehören, finde ich albern.
Erstens haben manche ihre Kinderplanung schon abgeschlossen und manche sind ja auch erst frisch zusammen, da muss man nicht gleich die Beziehung mit einem Kind konfrontieren. Ein Kind stört die Paarbeziehung extrem - man ist dann kein Paar mehr, sondern nur noch Eltern.
Das ist bei einem frischen Paar wohl der falsche Weg.
Außerdem will ja auch nicht jeder, der sich verliebt, sofort ein Kind.

Aber wenn ein Mann kein Kind will, sollte er schon selber verhüten und nicht nachher jammern, wenn frau schwanger wird - angeblich trotz Pille.
Ich kenne alleine 3(!) Freundinnen, die eben schwanger geworden sind, weil sie den Mann behalten wollten... "ups... Pille hat versagt, Schatz!"

w,40
 
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  • #38
Ich war damals 23 (ohne Kinder), habe es machen lassen und nie bereut. Die Beziehung, die ich zu diesem Zeitpunkt hatte, ist irgendwann danach zwar in die Brueche gegangen, allerdings hatte ich spaeter meine jetzige Frau kennengelernt, fuer die Kinder ebenfalls kein Thema war. Ich bin jetzt 31, der Sex hat sich seitdem nur zum Positiven entwickelt und ich kann es nur jedem raten, der sich WIRKLICH sicher ist. Ich kann mich an den Eingriff kaum noch erinnern; es war ein Witz bei mir, keine Probleme.

Bevor jetzt alle aufschreien, wie man das so jung machen kann, hier ein paar Worte dazu: jede Frau/jeder Mann kann ja heutzutage wohl selbst ueber die eigene Fertilitaet entscheiden. Ich habe oben geschrieben, dass das nur etwas fuer Maenner ist, die sich absolut sicher sind. Ich war mir absolut sicher. Jede Entscheidung im Leben hat nunmal einen Preis, den man eben bereit sein muss, bei Bedarf zu zahlen. Es stimmt, eine Beziehung, bevor ich meine Frau kennenlernte, ist nicht zustande gekommen, als ich es ihr erzaehlt habe. Wenn man das von Anfang an klarstellt, ist das auch okay. Ach ja, und nein, ich habe es nicht gemacht, um in der Gegend rumzuvoegeln...

Das Kinder zum "gluecklichen" Leben dazugehoeren, halte ich fuer voelligen Humbug. Fuer Viele gehoert es dazu, fuer Einige eben nicht. Basta.
 
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  • #39
Die Pharmaindustrie hat die Pille für den Mann inzwischen wieder fallen lassen. Es ist ökonomisch kein grosser Markt zu erwarten während die Pille für die Frau ja schon auf jahrzehntelangen Markterfolg zurück schaut. Männer mögen das Gefühl Erzeuger zu sein. Für die meisten indiskutabel dass sie ein Hormon schlucken dass ihre Spermien auf nicht-zeugend polt.
Es ist also ein psychologisches Problem durch Rollenerwartungen und tausendjährige Vorstellungen von Männlichkeit. Phallus + Zeugung. Obwohl es in unserer heutigen Gesellschaft längst eine grössere Varianz sexueller Beziehungen zwischen Menschen gibt in denen es um Sex ohne Zeugung ist das immer noch das kulturelle Maß, das unbewusst Verhalten lenkt.

Pragmatisch: wenn genug Kinder da sind, ist eine Sterilisation auf lange Sicht gesünder als Pille schlucken. Thromboserisiko und Herzkreislaufprobleme können gesteigert werden, es belastet Leber und andere Organe langfristig und es kann auch zu Gemütsschwankungen führen die die Beziehung belasten. Hormone haben einen enormen Einfluss auf die Psyche jedes Menschen.

Meistens interessieren sich Männer nicht dafür was ihre Partnerinnen schlucken oder unter die Haut implantieren lassen um nicht plötzlich schwanger zu sein. Die Folgen der hormonellen Verhütung hängen von der Dauer der Einnahme und dem körperlichen Allgemeinzustand der Frau ab. Wenn sie mit 20 anfängt und mit 45 aufhört hat sie ein für viele Krankheiten (u.a. Brustkrebs) erhöhtes Risiko - durch die Pille. Von einem liebevollen Partner würde ich erwarten dass wir die bestmögliche Lösung (körperliche Gesunderhaltung) in jeder Lebensphase finden.
 
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  • #40
c
Meistens interessieren sich Männer nicht dafür was ihre Partnerinnen schlucken oder unter die Haut implantieren lassen um nicht plötzlich schwanger zu sein. Die Folgen der hormonellen Verhütung hängen von der Dauer der Einnahme und dem körperlichen Allgemeinzustand der Frau ab. Wenn sie mit 20 anfängt und mit 45 aufhört hat sie ein für viele Krankheiten (u.a. Brustkrebs) erhöhtes Risiko - durch die Pille. Von einem liebevollen Partner würde ich erwarten dass wir die bestmögliche Lösung (körperliche Gesunderhaltung) in jeder Lebensphase finden.
Das Problem ist ja auch, dass auch die Frauen selbst sich oftmals nicht im klaren darüber sind, was sie da einnehmen. Frauenärzte/-ärztinnen führen die Beratungsgespräche oft auch nicht so, wie es eigentlich nötig ist. Daraufhin wird die Pille geschluckt, als wäre sie ein Bonbon.

Ein Mann, der seine Partnerin liebt, sollte deshalb auch selbst ein Auge darauf haben und sie gegebenenfalls aufklären. Es gibt auch genug nicht-hormonelle Methoden neben dem Kondom.