• #1

Einleitung in ein Gespräch über den Beziehungsstatus

Hallo,

ich habe mich vor über einem Jahr von meinem Freund getrennt und kurz darauf einen Mann gedatet. Wir fanden uns beide direkt sehr sympatisch, da ich aber nach der Trennung keine neue Beziehung wollte haben wir uns auf etwas lockeres geeinigt. Seit dem treffen wir uns mehrfach die Woche und haben Sex. Verbringen aber auch so mal Zeit zusammen. Mit der Zeit habe ich starke Gefühle für ihn entwickelt, kann mir auch keinen anderen Mann an meiner Seite vorstellen. Obwohl wir schon zusammen einen Städtetripp gemacht haben, bei dem auch meine Eltern mit waren, bin ich mir unsicher, was das zwischen uns ist.
Ich würde gerne darüber reden, was das ist, was wir haben. Da wir aber beide nicht der Typ dafür sind, über Gefühle zu reden, finde ich einfach keinen Gesprächseinstieg und habe auch Angst mich ihm gegenüber zu öffnen, da ich ihn so total verschrecken würde.
Bin eigentlich auch der Ansicht, dass Männer diesbezüglich eher den ersten Schritt machen müssen...oder? Wie seht ihr das und habt ihr hilfreiche Tipps für einen möglichen Einstieg über den Status der Beziehung?
 
  • #2
Irrtum, wenn Du Klärungsbedarf hast, dann musst Du das thematisieren, statt passiv abzuwarten, dass von ihm was kommt. Für ihn ist im Zweifelfall alles ok, wie es grad läuft.
Du bist nicht zufrieden, der Ball ist in Deinem Spielfeld, denn Du willst nachträglich die Bedingungen ändern nicht er. Warum sollte der Mann den ersten Schritt tun? Du willst was ändern, ergo ist es an Dir aktiv zu werden.
 
  • #3
Bin eigentlich auch der Ansicht, dass Männer diesbezüglich eher den ersten Schritt machen müssen...oder?
Warum müssen sie das? Frauen können ein solches Gespräch genauso einläuten. Ich finde dieses Klischee-Denken wird gerne vorgeschoben um die Verantwortung abzugeben.... "ist Männersache". Du willst ja auch was von ihm, möchtest es aber nicht thematisieren um ihn nicht zu verschrecken. Würde ihn so ein Gespräch verschrecken hast du nichts verloren, nur die Erkenntnis gewonnen, dass es nicht passt und kannst weiterziehen.
 
  • #4
Bin eigentlich auch der Ansicht, dass Männer diesbezüglich eher den ersten Schritt machen müssen...oder? Wie seht ihr das und habt ihr hilfreiche Tipps für einen möglichen Einstieg über den Status der Beziehung?
Nein, das sehe ich anders! Das ist ein typisches Frauproblem. Frauen wollen das eher wissen, Männer interessiert es nicht so sehr! Also wenn Frau das wissen möchte, dann sollte sie ihn direkt fragen, eine andere Lösung sehe ich nicht! Solange Frau nicht fragt, solange ist es ihr auch nicht wichtig, ganz einfach!
 
  • #5
Angst zu sprechen ist immer schlecht. Ihr seid etwa ein Jahr zusammen, und du hast Angst ihn zu verschrecken, Angst dich zu öffnen... Ich lese : Angst, Angst, Angst. Was ist für dich das worst case scenario, was würde passieren, wenn du ihn "verschrecktest"? Meinst du, er würde wirklich erschrecken, wenn du einfach direkt fragtest : du, ich muss jetzt einfach mal wissen: was genau ist das zwischen uns?

Die eigentliche Frage ist wahrscheinlich weniger, was du sagst, sondern was du tun würdest, wenn er dir antwortete: "weißt du doch, was lockeres"... Das nämlich, vermute ich, ist die eigentliche Befürchtung, die du hast. Mache dir einfach mal klar, wie du bei einer solchen Antwort reagieren würdest - und dann klappt das mit dem Reden auch.

Als bei mir der Punkt kam, dass ich mir eine Beziehung vorstellen konnte und wusste, ich würde schrecklich verletzt werden, wenn ich mich jetzt weiter auf ihn einlasse, ohne dass es ihm ähnlich geht, habe ich ihm das so gesagt. Ich wusste, dass ich mich zurückziehen würde, wenn er da nicht eindeutig geantwortet hätte. Es ging mir da nicht um ein Liebesgeständnis. Ich habe ihn einfach gefragt, ob wir zusammen sind, seiner Meinung nach. Sagt er ja. Ich: Keine Affäre oder sowas. Er: Nein, wie kommst du denn darauf? :)

Vielleicht etwas prosaisch und unromantisch, aber ich brauchte die Bestätigung durch Worte, auch wenn ich gefühlsmäßig bereits wusste, was "es" war.

Vielleicht hilft dir das - guten Mut Dir.
 
  • #6
Der Eine kann den Anderen fragen: Wie wäre es, und wie fühlt es sich für ihn an, wenn man nicht mehr zusammen wäre ?

Und was der Andere darauf antwortet, könnte man erkennen, was er über die Beziehung und dessen Zukunft denkt ?
 
  • #7
Nein, Männer müssen nicht den ersten Schritt in ein Beziehungsgespräch machen, wenn das so wäre, gäbe es nie welche.
Du agierst (nicht) aus Angst. Wovor hast du Angst? Vor Streit, Ablehnung, daß er andere Wünsche hat als du?
Was immer es ist, dieser Angst wirst du dich stellen müssen. Du klingst noch sehr jung - Vermeidung ist keine gute Lebensstrategie, das wirst du immer wieder feststellen. Ohne Mut geht nix.
 
  • #8
Damit du weißt woran du bist wirst du nicht umhin kommen, die entscheidende Frage zu stellen. Denke aber, du wirst am Ende enttäuscht sein, denn auch du hast nur eine rein sexuelle Beziehung oder ein Techtelmechtel. Nenne es wie du willst, eine Partnerschaft wie du sie dir wünscht ist es definitiv nicht.

Auch der Städtetrip hat keine tiefere Bedeutung. Selbst jeder verheiratete Fremdgeher ist in der Lage, der Geliebten zeitlich mal ein Wochenende zu schenken. Ein Heiratsversprechen ist das jedoch nicht, wie wir alle hier tagtäglich lesen können.

Wäre es eine ernst zu nehmende Partnerschaft müsstest du nicht fragen, sondern hättest selbst das einzig wahre gute Gefühl.

Und dass Männer für alles und immer denn ersten Schritt machen müssen, ist Schnee von gestern. Schminke dir das ab. Wenn du voran kommen willst im Leben, musst du selbst agieren.
 
N

nachdenkliche

  • #9
Manchmal kann man mit Worten das zarte Pflänzchen Liebe kaputt machen, was? Bist Du Dir auch sicher, dass er das gleiche für Dich empfindet, wie Du für ihn? Denn Männer legen sich manchmal ganz schön ins Zeug um eine unkomplizierte Affäre zu haben. Das weiß ich von hier...
Aber wenn du das wirklich mal ansprechen willst, mach keine große Sache daraus. Frage einfach während eines schönen Momentes, z. B. "Was wird das mit uns beiden" oder "ich mag dich wirklich sehr" und "du tust mir gut"... So etwas in der Richtung. Man kann auch vieles zerreden, verstehst Du?
 
  • #10
Er wird bestimmt nicht den ersten Schritt machen.
Eine Beziehung zu definieren, und ihr ein Schildchen umzuhängen, ist eher ein Bedürfnis, das Frauen haben.
Wenn dir also der Status der Freundin so wichtig ist, dann nimm dir ein Herz, und sprich ihn einfach drauf an. Kann natürlich auch sein, dass es dann vorbei ist, und er es genossen hat, dass es so locker war...Alles Gute!
 
  • #11
Ich würde gerne darüber reden, was das ist, was wir haben. Da wir aber beide nicht der Typ dafür sind, über Gefühle zu reden, finde ich einfach keinen Gesprächseinstieg und habe auch Angst mich ihm gegenüber zu öffnen, da ich ihn so total verschrecken würde.
Weil ihr euch auf was "lockeres" geeinigt habt, wo man eigentlich nicht über Gefühle reden muss, ist es natürlich schwer, jetzt damit anzufangen.
Eine Idee wäre, ihm einen Brief zu schreiben.
Was du denkst und fühlst. Und dir sicher bist, das er vielleicht nicht genauso denkt.
Auf jeden Fall ist es besser, Klarheit zu haben, als ewig daran zu denken, ihn zu verschrecken.
Kann passieren, kann aber auch gut gehen. Vielleicht geht's ihm ja genauso, nur gibt es für ihn keinen Grund, das zu thematisieren.
Es läuft ja prächtig!
 
  • #12
Ich geben Becky5678 völlig recht!
Wir Frauen hängen an Worten und Definitionen. Ich liebe Dich oder wir haben eine Beziehung! Das ist unsere Absicherung, Fangnetz, Fixierung etc.
Ich gestehe, ich bin genau so obwohl der Verstand etwas anderes sagt.

Wenn der Herr vor Monaten geäußert hätte, es ist für ihn mehr. Würdest Du dich sicherer fühlen auch wenn ihr: keine Städtetour oder Treffen mit euren Eltern gemacht hättet.
Dabei kann er so sagen, ich möchte Dich nicht mehr sehen, ich habe Dir nie etwas versprochen oder eben: ich habe mich entliebt. Nach einer solchen gemeinsamen Zeit, bleibt es unterm Strich genau so traurig.

Ich persönlich denke, klar habt ihr eine Beziehung! Du bist nur unsicher, welcher Art und welchen Status Du einnimmst.

Verbieg dich nicht, wenn Du das Bedürfnis hast ihm etwas Nettes zu sagen.
Oder ein Vorschlag Freunde zu treffen.
Wenn er mit Dir als Paar auftritt, dann kann eine gute Einleitung zu deiner Frage finden.
 
  • #13
Er wird bestimmt nicht den ersten Schritt machen.
Eine Beziehung zu definieren, und ihr ein Schildchen umzuhängen, ist eher ein Bedürfnis, das Frauen haben.
Wenn dir also der Status der Freundin so wichtig ist, dann nimm dir ein Herz, und sprich ihn einfach drauf an. Kann natürlich auch sein, dass es dann vorbei ist, und er es genossen hat, dass es so locker war..
Sehe ich auch so, weil es fühlt sich für sie vermutlich so an als würde sie in der Luft hängen und nicht wissen in welche Richtung dieses Verhältnis sich bewegt! Für den Mann ist alles wunderbar und der hat sicherlich keinen Gesprächsbedarf oder etwas zu klären, denn er fühlt sich frei zumal sie keine Erwartungen an ihn stellt und keine Hoffnungen auf etwas Fest hegt. Vermutlich denkt er sich: " wow das ist so selten, eine Frau zu haben die das genauso locker wie ich nimmt und nichts festes will"

Ich vermute liebe FS, wenn du den Wunsch äusserst mit ihm zusammen in Zukunft tu bleiben und nur ihn an deiner Seite möchtest, dass ist dann vorbei sein wird.

Es ist schwierig dir etwas zu raten aber ich habe trotzdem zwei Ideen: 1) du sprichst in selbst offen darauf an sagst ihm das du für ihn Gefühle entwickelt hast und ich verliebt hattest und du mit dir meine Zukunft möchtest 2) du beschliesst die Beziehung zu beenden und sagst ihm du würdest dir einen anderen Mann suchen der bereit ist eine feste Beziehung mit gemeinsamer Zukunft aufzubauen.

Beim 2. Vorschlag besteht die Chance, dass er genau das gleiche empfindet und nicht möchte, dass du es beendest und er sich dann offiziell zu dir bekennt, weil es auch ihm ein Bedürfnis ist bzw. dass ihr euch beide zueinander als Paar bekennt.
Wenn du den zweiten Vorschlag wählst und er einverstanden ist, dann weisst du dass du ihm nicht wirklich viel bedeutest oder, dass er sich nicht verliebt hat. Dann hast du ohnehin nichts verloren, sondern bist frei geworden für jemand anders, der hoffentlich eine feste Partnerschaft möchte. Männer die ihr Leben mit einer Frau verbringen wollen, machen ihnen auch einen Heiratsantrag - freiwillig!
 
  • #14
Ich hasse Beziehungsgespräche.
Allein die Tatsache, von meinem Partner oder auch von einer Freundin dazu gezwungen zu werden, würde bei mir einen Fluchtreflex auslösen.
Es könnte durchaus sein, dass ich in meiner Bedrängnis Dinge sagen würde, die ich gar so meine und dann wäre alles kaputt.

Falls es deinem Freund auch so geht, was du wahrscheinlich nicht weißt, was aber durchaus sein könnte, du es aber trotzdem einfach nicht lassen kannst, was ich auch wieder verstehen könnte, würde ich es lieber indirekt machen, nicht als Frage zum ja / nein ankreuzen.
Du sagst, wenn es wieder besonders schön ist: 'ach Schatz, ich bin so froh, dass du dich damals nicht hast abschrecken lassen, sonst wäre mir eine wunderschöne Beziehung entgangen'.
Wenn er lächelt, dich küßt oder sogar etwas Bestätigendes sagt, ist alles gut.
Wenn er rumdruckst und nichts dergleichen tut, weißt du Bescheid, kannst aber trotzdem den geordneten Rückzug antreten und dir dann in Ruhe überlegen, ob du dich trennst oder so weiter machen willst.
Oder er sagt 'hä ? Beziehung ? Wolltest du doch nicht. Also ich finde es gut so wie es ist'. Dann weißt du Bescheid.

w 49
 
  • #15
Ihr hattet euch "auf etwas lockeres" geeinigt. Also auch nichts exklusives. Statt Fragen zu stellen, könntest du z.B. erzählen dass du dich mit einem Verehrer triffst. Oder du könntest sagen, dass du dir für die Zukunft schon wieder eine feste Beziehung wünschst, und hoffst, dafür noch den Richtigen bzw den Traummann zu treffen. - Je nach dem, wie er reagiert, weißt du dann Bescheid! - Da er bis jetzt von sich aus den "lockeren" Status nie in Frage gestellt hat, vermute ich, dass er nichts festes mit dir will.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #16
Oder du könntest sagen, dass du dir für die Zukunft schon wieder eine feste Beziehung wünschst, und hoffst, dafür noch den Richtigen bzw den Traummann zu treffen.
Aber damit sagt sie doch, nahezu keinen Interpretationsspielraum lassend, dass er es eben nicht ist.
Wenn ich der Mann wäre, würde ich aufstehen und mich verabschieden.
Und wenn die Frau hinterher unter Tränen sagte, das sei doch nicht ernst gemeint gewesen und sie habe mich aus der Reserve locken wollen, würde ich das nicht glauben, wahlweise doch glauben und so dermaßen doof und infantil finden, dass es für mich so oder so erledigt wäre.

w 49
 
  • #18
Ich kann nicht zu solchen leicht krampfigen Gesprächen raten.

Wie fühlt es sich denn an? Macht ihr denn keine Pläne? Für Urlaub, Familienfeiern etc? Aus meiner Erfahrung heraus haben die Männer mich immer schnell verplant - mir ging es oft zu schnell, aber das ist dann eben auch ein guter Test.
 
  • #19
du beschliesst die Beziehung zu beenden und sagst ihm du würdest dir einen anderen Mann suchen der bereit ist eine feste Beziehung mit gemeinsamer Zukunft aufzubauen.
Ich würde diesen Vorschlag und diese Vorschläge
erzählen dass du dich mit einem Verehrer triffst. Oder du könntest sagen, dass du dir für die Zukunft schon wieder eine feste Beziehung wünschst, und hoffst, dafür noch den Richtigen bzw den Traummann zu treffen.
auf keinen Fall ausprobieren. Wenn ihr beide eher "schlecht im Reden über Gefühle seid" und (noch) keine vertrauensvolle Gesprächskultur für euch gefunden habt, dann kann der Schuss wahrscheinlich nach hinten losgehen. Möglicherweise schweigt er dazu, zieht sich zurück, obwohl er anders empfindet - sagt aber nichts. Vielleicht hat er auch keine Lust auf eine Beziehung mit "Kindergartenspielen", das würde mir genauso gehen und ich glaube, gerade Männer finden solche taktierenden Spiele ziemlich anstrengend und albern . Für eine langfristig gute Beziehung ist aber auch gute sowie ehrliche Kommunikation notwendig, auch wenn es nicht für jeden einfach ist, - schade, dass das bei euch nach einem Jahr noch etwas holprig läuft. Aber was spricht dagegen, in einer entspannten und ruhigen Situation mal etwas in der Richtung zu äußern wie "Ich weiß, wir hatten uns auf etwas Lockeres geeinigt, aber es fühlt sich irgendwie seit einiger Zeit nach mehr an. Das gefällt mir." Das finde ich nicht zu viel "preisgegeben" und er kann reagieren.
 
  • #20
Sie hat sowieso nichts zu verlieren. Für mich ist sonnenklar, dass er nur die lockere Sexbeziehung will und nicht mehr. Daher kann sie ruhig so provokante Fragen stellen (oder wie du so schön sagst, "doof und infantil", Danke!). Es war nie von Liebe die Rede! Sie treffen sich mehrmals die Woche für Sex! Und machen auch mal was anderes zusammen, so so - toll. Die Reaktion auf provokante Fragen, wie von mir vorgeschlagen, wird entweder der FS endlich die Augen öffnen - oder bestenfalls beiden! Besteht entgegen allem Anschein doch wahre Liebe, wird diese eben nicht ganz schnell weg sein nur wegen solcher kleinen Provokationen.

Aber damit sagt sie doch, nahezu keinen Interpretationsspielraum lassend, dass er es eben nicht ist.
Wenn ich der Mann wäre, würde ich aufstehen und mich verabschieden.
Und wenn die Frau hinterher unter Tränen sagte, das sei doch nicht ernst gemeint gewesen und sie habe mich aus der Reserve locken wollen, würde ich das nicht glauben, wahlweise doch glauben und so dermaßen doof und infantil finden, dass es für mich so oder so erledigt wäre.

w 49
 
  • #21
Es wurde zwar schon gesagt, aber ich will das auch noch bekräftigen.
Keine Spielchen in Richtung "ich treffe mich mit jemand anderem"
Das geht garantiert nach hinten los!

IAber was spricht dagegen, in einer entspannten und ruhigen Situation mal etwas in der Richtung zu äußern wie "Ich weiß, wir hatten uns auf etwas Lockeres geeinigt, aber es fühlt sich irgendwie seit einiger Zeit nach mehr an. Das gefällt mir." Das finde ich nicht zu viel "preisgegeben" und er kann reagieren.
Das führt dich eher zum Ziel.
Offen die Karten auf den Tisch legen, und ein Gespräch suchen.
Dabei kannst du eigentlich nur gewinnen. Du weißt danach, woran du bist, auch wenn er sich aus dem "Männerhimmel" der lockeren Beziehung ohne Verpflichtungen verabschiedet.
 
  • #22
Finde ich nicht. Den ersten Schritt sollte machen, wer Klärungsbedarf hat. Warum sollte der Mann, der einfach eine tolle Sexbeziehung hat, nach "mehr" fragen?
Richtig du sagst es! Der Mann will nicht mehr und deshalb braucht er nicht darüber reden. Und damit beweist er schon, dass die FS gut tut die Affäre, wenn sie sie nicht mehr so will, zu beenden. Im Gespräch kann sie noch zusätzlich sagen oder begründen, dass sie an ihre Zukunft denkt und auch daran, dass sie älter wird und gerne einen Partner hätte um sich, wenn sie krank wird oder Unfall hat oder, dass sie dann auch bereit wäre, den Mann im Krankheitsfall oder Unfall zu unterstützen. Der alte Bekannte Spruch: "in guten wie in schlechten Zeiten" was auch ohne Heirat möglich ist". Männer leben nur im jetzt, wollen keine Verantwortung übernehmen und dann, wenn es ernst wird (Krankheit, Unfall) erwarten sie von einer unverbindlichen Affäre, dass sie ihn selbstverständlich pflegt.

Vielleicht erkennt er daran selbst, dass sie im Grunde genommen recht hat. Wenn er sie liebt, dann ist der Weg für beide frei und auch ihm wird es ein Bedürfnis sein, seiner Freundin auch in schlechten Zeiten bei zu stehen. Ich vermute in ihr sieht er nur die Übergangsfrau!

@Ga_ui hatte eine solche 10-jährige Affäre, die niemals in eine feste Partnerschaft gemündet ist! Ich glaube nicht, dass die FS das Leben möchte.
 
  • #23
Offen die Karten auf den Tisch legen, und ein Gespräch suchen.
Dabei kannst du eigentlich nur gewinnen. Du weißt danach, woran du bist, auch wenn er sich aus dem "Männerhimmel" der lockeren Beziehung ohne Verpflichtungen verabschiedet.
Das weiss sie doch schon jetzt, im Grunde genommen müsste sie nicht mal die Karten offen auf den Tisch legen. Er tut gar nichts, sondern geniesst einfach das lockere Leben macht sich vermutlich überhaupt keine Gedanken an die Zukunft.

Er ist mit seinem Zustand zufrieden und braucht gar nichts mehr, sie ist aber nicht zufrieden und sie spürt es ganz sicher, wie er dazu steht. Sie kennt ihn schon ein Jahr und kann ihn gut einschätzen, wie er bei einem solchen offenen und ehrlichen Gespräch reagieren wird.

Er wird Panik bekommen angekettet zu werden, die Freiheit zu verlieren sich zu sehr anzupassen, auf andere Wünsche und Bedürfnisse zu verzichten, sich ihr unter ordnen zu müssen usw.

Wie @frei sogar als Frau schrieb, Männer hassen solche Gespräche wie die Pest - und @frei auch.

Ihre eigene Offenbarung - falls sie ihn doch für sich dauerhaft gewinnen will - könnte lauten: "als wir uns kennen lernten und aufeinander eingelassen hatten so haben wir beschlossen eine lockere unverbindliche Affäre zu führen. Doch inzwischen ist mir klar geworden, dass ich nicht so weiter leben kann und ich mir einen festen Partner wünsche auf den ich mich immer verlassen kann - in guten und in schlechten Zeiten. Ich respektiere dich und deinen Wunsch, dass du nur eine Affäre mit mir möchtest und will dich nicht dazu drängen, dich anders zu entscheiden. Deshalb möchte ich die Affäre beenden und mir einen Mann suchen, der bereit ist mit mir durch dick und dünn zu gehen, der auch mit mir alt werden möchte."

Sie gibt ihn frei, statt ihn überzeugen zu wollen!
Er wird sich vollkommen frei fühlen, wird nur Respekt und keinen Druck erfahren.
Sie trennt sich und er erkennt vielleicht, dass er sie doch liebt und kann sich bei ihr wieder melden und sagen, (falls er sie doch liebt): "im Grunde genommen wünsche ich mir das Gleiche, dauerhaft sesshaft zu werden und das Leben mit einer Frau teilen."

Männer, die eine Frau wollen setzen Himmel und Erde in Bewegung, um sie für sich zu gewinnen! Er kann das machen aber nur wenn er auch das Gleiche möchte. Wenn nicht, dann ist ohnehin alles klar!
 
  • #24
Männer leben nur im jetzt, wollen keine Verantwortung übernehmen und dann, wenn es ernst wird (Krankheit, Unfall) erwarten sie von einer unverbindlichen Affäre, dass sie ihn selbstverständlich pflegt.
Also ich lese hier, dass beide eine Affäre haben, sich gut verstehen und sie jetzt mehr möchte. Wenn er am Beginn der Affäre mehr gewollt hätte, wäre ihr das sogar nicht recht gewesen, das hat sie ja auch klar so geschrieben. Ob er jetzt auf ihre Gefühle eingeht und ihr freudestrahlend einen Heiratsantrag macht, ist auch nicht absehbar.

Warum Du da einen pauschales "alle Männer wollen keine Verantwortung" ableiten möchtest, verstehe ich nicht, Du differenzierst sonst auch besser. Hier wollte ganz klar sie am Anfang keine Verantwortung. Ich denke auch nicht, dass Männer pauschal weniger Verantwortung übernehmen, wenn es ernst wird. Mag sein, dass es Dir mit potentiellen Partnern so geht, aber das liegt sicher auch an Deiner persönlichen Situation, in der diese Verantwortung nicht in ferner Zukunft sondern direkt ansteht.
 
  • #25
Hier wollte ganz klar sie am Anfang keine Verantwortung. Ich denke auch nicht, dass Männer pauschal weniger Verantwortung übernehmen, wenn es ernst wird.
Solche Geschichten sind so ja nicht selten. Zwei Menschen fangen was lockeres an, und es läuft eine Weile ganz gut ohne ausgesprochene Regeln und ohne offiziellem Status.
Aber die FS möchte jetzt den "Freundin" Stauts.
Viele SchreiberInnen hier, mich inklusive, meinen, dass die Bemühungen des Mannes nicht in Richtung "Status festlegen" gehen werden.
Meine Erfahrung mit solchen Situationen ist, dass dieser lockere Zustand für viele Männer der Wunschzustand ist. Auch wenn diese undefinierte, lockere Beziehung schon länger so geht, und im Moment nur der Status und das fehlende Wort "Freundin" der einzige spürbare Unterschied zu einer "echten Beziehung" ist, so ist es doch keine Beziehung.
Eine Beziehung hat, im Gegensatz zu dem aktuell von der FS gelebten Modell, eine Zukunftsorientierung. Und vermutlich ist das der Grund, warum es der FS ein Anliegen ist, Nägel mit Köpfen zu machen.

Liebe FS, wenn dir in dem jetzigen Konstrukt etwas fehlt, dann sprich es an. Dann wird sich schnell herausstellen, ob dein Gegenüber im lockeren Männerhimmel bleiben will, oder bereit ist, zu dir zu stehen.
 
  • #26
Warum Du da einen pauschales "alle Männer wollen keine Verantwortung" ableiten möchtest, verstehe ich nicht, Du differenzierst sonst auch besser. Hier wollte ganz klar sie am Anfang keine Verantwortung. Ich denke auch nicht, dass Männer pauschal weniger Verantwortung übernehmen, wenn es ernst wird. Mag sein, dass es Dir mit potentiellen Partnern so geht, aber das liegt sicher auch an Deiner persönlichen Situation, in der diese Verantwortung nicht in ferner Zukunft sondern direkt ansteht.
Am Anfang war er für sie vermutlich auch der Übergangsmann. Aber in diesem einen Jahr haben sie sehr schöne Sachen zusammen unternommen und haben festgestellt, dass sie gut harmonieren und nicht nur Sex miteinander haben, so dass sie sich inzwischen vorstellen kann mit ihm eine feste dauerhafte Beziehung zu führen und ihn nicht mehr durch einen anderen Mann zu ersetzen.

Meine Meinung liegt nicht an meiner persönlichen Situation (denn auch gesunde Männer wollten mit mir eine feste Beziehung führen und hatten), sondern am neutralen Beobachten meines Umfeldes und auch am vielen Lesen der Fragen und Antworten hier. Frauen die auch geschrieben haben, dass die Partner sie verlassen hatten, als sie schwanger wurden. Auch im Buch "Jein!" schreibt die Psychologin Stefanie Stahl, dass es tendenziell mehr Männer als Frauen sind welche, feste Bindungen scheuen.

Du schreibst und liest nicht so lange in diesem Forum und kennst deswegen nicht viele Geschichten, die ich im realen Leben so nie kennen gelernt hätte. Angefangen von Männern, die sich nach 2-3 Dates nie wieder melden und sich tot stellen, Männer die nach dem ersten Sex auf den Rückzug gehen, Männer, die parallel mehrere Frauen und vermutlich auch mit Ihnen Sex haben.
Dass es auch Frauen gibt die so etwas machen ist auch klar doch vermutlich viel seltener. Nur eine Frau, welche nur ein ONS möchte, trifft den Mann kein zweites Mal aber tendenziell möchten die Frauen Geborgenheit, Sicherheit, Nähe, Zukunftsperspektive mit einem Mann.

Verantwortung zu leben geht nicht automatisch mit einer Heirat Hand in Hand, denn es gibt auch Ehemänner (wie mein Ex Schwager), die trotz Ehe leben als wären sie Single. Das ist alles nur eine Charakterfrage ein Wunsch, ein eigenes Bedürfnis und persönliches Anliegen. Entweder man will sich zu einer Frau als seine feste Freundin bekennen und mit ihr zusammen ziehen oder man will nicht und ich vermute, dass er das nicht will.
 
  • #27
Eine Beziehung habe Zukunftsorientierung usw. usw. ist hier zu lesen. Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzaehle ihm deine Plaene!
Viele hier haben weisse Hochzeiten hinter sich, gemeinsame Kinder, gemeinsame Haeuser usw. usw. und es ist bei vielen doch in die Brueche gegangen.

Frag ihn lieber nach einem laengeren gemeinsamen Urlaub, uebernachte mehrmals in seiner Wohnung oder er bei dir. Daran wirst du ja merken, ob er nur Sex will. Man ist was man tut, sprich wie man sich verhaelt.
Liebesschwuere und Zukunftsplaene haben null Bedeutung. Die sind zwar im Moment so gemeint, aber gelten auch meist nicht in alle Ewigkeit.
Wenn du ihm so ein furchtbares Definitionsgespraech aufdraengst, koenntest du alles kaputtmachen und er flieht oder er luegt und sagt ihm ginge es genauso wie dir um alles so zu lassen wie es ist. Was hast du damit gewonnen?

Willst du Klarheit, dann verhalte dich einfach so als haettet ihr eine Beziehung, dann wirst du ja sehen, ob er dann kaum noch Zeit hat, wenn du regelmaessig dich bei ihm nach dem Sex einquartierst, laengere Urlaube oder Hilfe handwerklicher Art einforderst usw. usw. Daran kannst du viel eher erkennen was das zwischen euch ist.
Was hast du von einem Lippenbekenntnis, von einem Etikett?
Wenn er sich nicht gebunden fuehlt und parallel weiterbaggert, wird er spaetestens dann ungehalten werden, wenn er keine sturmfreie Bude mehr hat, weil du schon viele Sachen von dir bei ihm deponiert hast usw.
Dann kannst du entscheiden:
willst du ihn auf jeden Fall behalten, kannst du dich wieder mehr in deine Wohnung zurueckziehen oder aber verletzt Schluss machen. Dann hast aber du die Entscheidung und setzt ihm nicht so offensichtlich die Pistole auf die Brust, wie bei einer Beziehungsdiskussion.
 
  • #28
Sie gibt ihn frei, statt ihn überzeugen zu wollen!
Er wird sich vollkommen frei fühlen, wird nur Respekt und keinen Druck erfahren.
Sie trennt sich und er erkennt vielleicht, dass er sie doch liebt und kann sich bei ihr wieder melden
Also bevor sie sich trennt, sollte sie doch klar artikulieren, dass es sich für sie eben nicht mehr locker anfühlt und dass sie sich etwas anderes wünscht. Wenn das nicht auf positive Resonanz stößt, dann kann sie sich "echt" trennen. Und zwar ohne Pseudotrennerei, bei der er dann durch die Trennung zurückrudern soll. Bei so etwas erkenne ich dann keinen Respekt, sorry, das ist unehrlich und berechnend. Würde sich jemand von mir trennen, obwohl er eigentlich etwas anderes will, dann hätte ich da ein riesiges Problem mit und wäre sowohl enttäuscht als auch verärgert. Wo ist das Vertrauen, über die Situation zu kommunizieren? Warum setzt mich jemand so unter Druck, ohne das für ihn bestehende Problem erst einmal ohne das Damoklesschwert "Schlussmachen"? Solch ein Verhalten wäre für mich dann tatsächlich das Ende - wie sollte das denn dann in einer Beziehung laufen - ich hätte Bedenken, dass ständig solche Spielchen ablaufen würden.
 
  • #29
Also bevor sie sich trennt, sollte sie doch klar artikulieren, dass es sich für sie eben nicht mehr locker anfühlt und dass sie sich etwas anderes wünscht. Wenn das nicht auf positive Resonanz stößt, dann kann sie sich "echt" trennen.
Das nutzt nichts und ich weiss das aus Erfahrung. Ich hatte vom Mann geschrieben mit dem ich 1,5 Jahre zusammen war und es begann genauso wie bei der FS! Wollte auch nie eine feste Beziehung mit ihm haben. Unvorstellbar war das für mich! Doch wider Erwarten wir verstanden uns super, unternahmen tolle Sachen, ich ging mit ihm in die Sauna usw. Ein gut eingespieltes Team! Über alles konnten wir reden!

Ich kannte ihn ca. 6 Wochen als meine Mutter starb. So rief ich nie an, da ich vermutete er würde Kinder haben wollen. Wärend dieser ganzen Zeit überlegte er laut, ob er doch heiraten sollte, wegen seines Kinderwunsches oder nicht und, ob er mit einer anderen Frau glücklicher sein würde als mit mir. Deshalb suchte ich nach einem Jahr das Gespräch, sich endlich zu entscheiden, was er wirklich möchte ob mit mir zusammen bleiben möchte oder heiraten möchte - er hat sich nicht entschieden, konnte sich nicht entscheiden!

Ich verabschiedete mich für immer bevor er in seine Heimat ging und ich war dabei innerlich abzuschliessen als er mich am Abreisetag wieder anrief und ich die Hoffnung hatte, er hätte sich doch überlegt mit mir zusammen eine feste Beziehung weiter zu führen. Ich habe ihn nie gedrängt sich zu entscheiden, sondern mit ihm das Gespräch gesucht und trotzdem hat es gar nichts gebracht.

Zurück in der Schweiz suchte er andere Frauen zum Heiraten und Familie gründen.
Ich bat ihn nur um eine ehrliche Antwort, ob er gerne mit mir ein Kind hätte, wenn das möglich wäre? Er sagte: Ja.

Dieses Gespräch wird für sie erfolglos bleiben!
Wie alt sind die beiden sind und wir wissen. Will jemand von beiden Kinder?
Auch dieser Mann muss ganz genau selbst wissen was er will!

Er rief mich damals an gerade deshalb, weil ich mich selbst getrennt hatte, ohne ihn zu drängen und Verständnis für seinen Kinderwunsch zeigte denn auch ich hätte gerne Kinder. Dass wir eine wunderschöne Zeit zusammen hatten, verdanke ich ihm aber nicht er mir. Es scheint auch Männer zu geben, denen der Kinderwunsch extrem wichtig ist und auf diesen Wunsch nicht verzichten wollen. Er sagte mir nach 3 Mon. wortwörtlich: "Wenn eine Frau Erwartungen an mich stellt, dann bin ich weg!"
 
  • #30
habe auch Angst mich ihm gegenüber zu öffnen, da ich ihn so total verschrecken würde.
Bin eigentlich auch der Ansicht, dass Männer diesbezüglich eher den ersten Schritt machen müssen...oder?
Nein, du hast keine Angst, ihn zu verschrecken, du hast Angst vor der Antwort. Du hast dich verliebt und er sieht es vielleicht nur als nette Affäre. Das ist die Angst dahinter.
Deshalb versteckst du dich auch hinter der Aussage, dass er den ersten Schritt machen sollte.

Gib die Verantwortung für dein Wohlbefinden nicht an jemand anderen ab! Wenn du Klärungsbedarf hast, kläre!