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  • #1

Einfluss der Freundin auf das Verhalten meines Sohnes.

Die Freundin meines Sohnes gibt mir ziemlich deutlich zu verstehen, dass sie Kontakt
zu mir eher als lästig empfindet. Meinen Sohn, der ausgezogen ist und studiert habe ich
jetzt 7 Monate nicht gesehen. Wir telefonieren in Abständen. Ich empfinde die Situation als belastend - nicht Fisch, nicht Fleisch. Ich bin keine klammernde Klischeemutter - gibts die überhaupt noch? -. Meinen letzten Geburtstag verbrachte ich allein, zum Muttertag fand ich abends einen Blumenstrauß vor der Tür.
Ich habe jetzt 1 Woche Urlaub und könnte ihn besuchen. Und wieder das Gefühl, du lädst dich
selber ein. Er wird allenfalls aus Höflichkeit zusagen.
Hab ich überholte Vorstellungen? Wie sind eure Erfahrungen.
 
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  • #2
Liebe FS

was mich ein wenig wundert ist, dass Du es auf die Freundin schiebst. Da Du Deinen Sohn seit sieben Monaten nicht gesehen hast, dann wohl die Freundin doch auch nicht?

Wie weit ist sein Studienort von Eurem Wohnort entfernt?

Ich glaube er schaufelt sich grade sein Leben etwas frei. Lass ihn mal. Der kommt schon wieder.

Und ich glaube fest daran, dass ein junger Mann nicht eine 1 Woche besucht werden will während seiner, sicher auch aufregenden, Studienzeit.

Buch Dir Urlaub, flieg in die Sonne und schreib ihm eine Karte :)

(w/43)
 
  • #3
Na ja, das kann im Studium schon mal vorkommen, dass sich Eltern und Kinder einige Monate nicht sehen, kann zum Erwachsenwerden dazu gehören. Auch "telefonieren in Abständen" kann völlig normal sein. Das schreibe ich aus der Perspektive, wie es zwischen mir und meinen Eltern war, als ich studiert habe - und unser Verhältnis war und ist nicht schlecht.

Inwiefern Geburtstage oder Muttertag zusammen gefeiert werden, hat grundsätzlich zunächst einmal mit Familientraditionen und Erziehung zu tun. Aus dem Post geht hervor, dass ein Besuch offenbar erwartet wurde, aber nicht stattgefunden hat - aber die Gründe werden nicht genannt: War es die Freundin des Sohnes, die dagegen gesprochen hat? Oder gab es z.B. einen anderen, wirklich wichtigen Termin? War das Nichterscheinen zum Geburtstag also eine Ausnahme? Wurde er nachgefeiert (hast oder hättest Du, FS, so etwas möglich gemacht)?

Und selbst wenn die Freundin des Sohnes den Kontakt als eher lästig empfindet (Will sie "keinen Kontakt" oder ist es nur eine Frage des Ausmaßes? - Ich vermute letzteres), können Mutter und Sohn einander auch ohne die Freundin besuchen. Sie muss ja nicht jedes Mal dabei sein.

Liebe FS, die Beziehung zwischen Dir und Deinem Sohn und die Häufigkeit des Kontakts zu seiner Freundin sind zwei Paar Schuhe, und Du solltest sie getrennt gestalten. Wichtig ist aber, dass Du Dein eigenes Leben lebst, Deinen eigenen Interessen nachgehst. Warum z.B. fährst Du in Deinem Urlaub nicht schön weg oder unternimmst etwas mit Freundinnen? Kann es sein, dass Du Dich ggf. zu sehr auf Deinen Sohn fixierst?
Ich hätte es als Studentin auch nicht so toll gefunden, wenn sich meine Eltern selbst zu mir eingeladen hätten - erst recht nicht mitten im Semester, wenn ich mit dem Studium genug um die Ohren hatte.
 
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  • #4
Wie kommst du drauf, dass sie damit zu tun hat? Hast du ihn mal gefragt?
Ich glaube er will sein eigenes Leben leben und sich abnabeln. Das tut Eltern sicher weh.
Ich hätte es schön gefunden, wenn meine Eltern zu einem lockeren Kontakt fähig gewesen wären. Also z.B. besuchen und zwei Stunden Kaffee trinken und shoppen gehen, aber nicht einen halben oder ganzen Tag verbringen müssen.
Uneingeladen besuchen ist blöd und Zwang und damit kontraproduktiv. Ich würde es nicht wollen an seiner Stelle.
 
  • #5
wie wird sein studium eigentlich finanziert ? durch dich ? dankt er dir das ?
 
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  • #7
Liebe FS,

wie kommt die Freundin denn zu dieser Meinung? Ist schon mal was vorgefallen oder hat sie generell Probleme mit Familie ?
Wie weit wohnt Dein Sohn denn weg?
Ehrlich gesagt, mir wären 7 Monate viel zu lang.
Als mein Sohn zum Studieren 450 km weg zog, war dieser fast beleidigt, weil ich ihn NICHT besucht habe. Ich hielt das für übertrieben, weil er eh alle 3 Wochen nach Hause kam.
Generell herrscht bei uns ein ganz anderes Klima.
Meine Söhne sind ganz oft zu Hause und dann auch mit Freundinnen und Freunden.
Vor einigen Wochen hatte ich 10 Personen im Haus. Und das macht Spaß.
Ich bin der festen Überzeugung, dass Euer Verhältnis schon vorher nicht wirklich gut war.
Ich hatte früher zu meinen Eltern auch regelmäßig Kontakt.
Etwas anderes kann ich mit nicht vorstellen.
Einzig Deine Einstellung zum Muttertag halte ich für überzogen.
 
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  • #8
Wenn seine Freundin den Kontakt zu dir als eher lästig empfindet dann muss es dafür ja einen Grund geben. Entweder sie hat generell keine große Lust auf Familienkontakte, was zwar eher selten ist aber durchaus vorkommen kann, oder sie hat eben aus irgendeinem Grund ein Problem mit dir und das Klischee der angespannten Beziehung zwischen einer Mutter und der Freundin ihres Sohnes gibt es ja letztlich auch nur weil das eben häufig vorkommt.
Ansonsten ist aber dein Sohn letztlich ein erwachsener Mensch und trägt selbstverständlich im gleichen Maße zu dieser Situation bei wie du und seine Freundin.
Wenn du willst das sich die Situation bessert musst du dem auf den Grund gehen, hier würde ich aber von der Holzhammer Methode einer direkten Konfrontation aber dringend abraten weil das viel zu leicht in gegenseitigen Vorwürfen enden kann meistens einfach nur weil ein Satz ungünstig formuliert war. Wenn du also selbst wirklich nicht die geringste Ahnung hast dann musst du dich langsam an das Problem herantasten.
 
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  • #9
Hier die FS

Vielen Dank für Eure Tipps und Sichtweisen.

Ich werde den einen oder anderen Tipp aufgreifen - von wegen eigene Wege gehen, bzw. der
Sache auf den Grund gehen.
 
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  • #10
selbst wenn Eltern beim Studium unterstützen, sollte "Dankbarkeit" nicht mit Pflichtbesuchen "abgearbeitet" werden müssen ;o)

So sehe ich das auch. Wer wünscht sich überhaupt so eine Form der Dankbarkeit?

Was mir bei der FS ebenfalls auffällt, ist, dass sie vieles auf die Freundin "schiebt". Selbst wenn die Freundin ein Grund dafür sein sollte, dass der Sohn im Augenblick weniger Zeit hat, so ist der Sohn ein mündiger Mensch, der langsam erwachsen sein und eigenständige Entscheidungen treffen sollte. Dass die Mutter mehr Kontakt wünscht, sollte nicht in Eifersucht gegenüber der Freundin enden.
 
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  • #11
Ich bin der festen Überzeugung, dass Euer Verhältnis schon vorher nicht wirklich gut war.
Ich hatte früher zu meinen Eltern auch regelmäßig Kontakt.

Wie gut ein Verhältnis ist, zeigt sich nicht zwingend in der Häufigkeit der Kontakte. Gerade für Eltern ist es doch häufig ein gutes Zeichen, wenn sich Kinder nicht so oft melden, weil es ihnen gut geht und sie viel um die Ohren haben. Wenn Eltern sich darüber freuen können, ohne sich zurückgewiesen zu fühlen, ist das für mich ein Zeichen für eine gute Beziehung.
 
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Mooseba

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  • #12
Meine Eltern geht es schlicht nichts an, wer meine Freundin ist. Ich bin mit ihr seit über einem Jahr zusammen und meine Eltern haben sie noch nie getroffen, auch ihren Vornamen hat meine Mutter erst nach mehreren Monaten erfahren. Es schien auch nie wichtig gewesen zu sein, Beruf, Leistung, Disziplin und Demut waren ihnen immer wichtiger. Das Thema wäre ihnen erst wichtig gewesen, wenn ich im klassischen Vateralter angekommen wäre. Auch dass ich mir mein Selbstbewusstsein erst als Erwachsener suchen muss, weil ich als Kind demütig und stets respektvoll gegenüber Autoritäten sein sollte, hat dazu beigetragen, dass ich erst mit 28 meine ersten Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht gemacht habe. Vor allem mein Vater muss meine Freundin überhaupt nicht kennenlernen. Er hat sein Konto der Belehrungen und Bewertungen schon deutlich überzogen und das Thema "Sohn und Frauen" war ihm nie wirklich wichtig. Dann muss es das jetzt auch nicht mehr sein.

m, 29
 
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  • #13
Die Freundin meines Sohnes gibt mir ziemlich deutlich zu verstehen, dass sie Kontakt
zu mir eher als lästig empfindet.

[Mod.= unpassende Bemerkung gelöscht]

Meine Mutter hat sich nal hintenrum die Nummer meiner Freundin besorgt und sie genervt. Das ging dann soweit, dass sie mal sagte "ich möchte nicht die Freundin deiner Mutter sein, egal wie nett sie ist". Ich wusste gar nichts davon und war sehr geschockt. Sie hatte schon Kontakt zu ihr, noch bevor ich sie ihr vorstellen konnte. Das war wirklich schlimm. Es war meine erste Freundin nach 3 Jahren Singlephase. Sie hat sogar mal meinen Chef angerufen und bequatscht und mich total blamiert. Soetwas geht gar nicht. Das schlimmste ist, sie gibt es bis heute nicht zu und sagt diese Leute wären Lügner und sie hätte sie nie angerufen oder mit ihnen treffen wollen.

Ich hoffe die FS ist nicht so eine Mutter. Ich konnte mir danach einen neuen Job suchen und meine Freundin wurde meine Ex. Das war alles sehr peinlich für mich und hat mir ziemlich geschadet. Ich habe auch eine Konsequenz gezogen, meine Eltern werden meine Freudin, falls ich mal eine haben sollte, nicht mehr Kennenlernen, schon gar nicht alleine mit ihnen reden, sofern ich das verhindern kann.
 
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