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  • #1

Egozentrischer Partner, hoffnungsloser Fall?

Habt Ihr schon Erfahrungen mit Partnern gehabt, die ihr eigenes Leben in allen Belangen über die Beziehung stellen. Klar ich denke man darf sich in einer Beziehung nie selbst verlieren oder aufgeben. Wenn aber der Partner sein Ding durchzieht, Karriere, Freizeitgestaltung etc. und der Partner immer nur die Lücken füllt...
Aktuell hab ich einen Freund, ein Jahr zusammen, der einen stressigen Job hat, dann noch geschieden, muss sich um Kind kümmern, dann natürlich mal Treffen mit Freunden, Sport - was ich alles verstehe, nachvollziehen kann! ABER wir sehen uns einmal, max. zweimal pro Woche. Hab auch schon gesagt, dass ich das auf Dauer zu wenig finde. Aber er will von seinem Lebensplan nicht abrücken.
Zuerst hab ich an seinen Gefühlen für mich gezweifelt, aber das ist es NICHT. Nach einigen Gesprächen mit ihm, Andeutungen mit Freunden etc. weiß ich er liebt mich sehr!
ABER: er liebt sich noch VIEL mehr.
 
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  • #2
Mir begegnen diese Herrn auch öfters. Sie sind meistens über 50 haben eine oder mehrere gescheiterte Ehen hinter sich und wollen eine pflegeleichte Frau die tanzt wie sie pfeiffen. Meistens sind sie aufgrund ihrer Position (wohlhabend) gewöhnt zu bestimmen.
Du hast 2 Möglichkeiten tue es oder geh. Du wirst nichts ändern.
Meine beste Freundin Ü 60 auch keinen Job stellt auch Golf und Tennis über alles um nichts in der Welt ließe sie dies ausfallen.
Ich bin der Meinung mit diesem egoistischen Verhalten kann man keine Partnerschaft führen.
Oder wenn dann nur mit Leuten die jeden Kompromiss eingehen, nur um endlich jemanden zu bekommen.
 
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  • #3
@FS

Was ist an diesem Verhalten egozentrisch ?

Ihr Freund hat sein Leben im Griff, da ist alles klar strukturiert und sind die Prioritäten eindeutig gesetzt. Das steht nicht im Widerspruch mit seinen Gefühlen für Sie.

Männer und Frauen denken eben total anders.

m, 50
 
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  • #4
Fs, tu Dir das bitte nicht weiter an. Ich kann mir kaum vorstellen, dass er sich für Dich ändert.

Vermutlich ist er es gewöhnt, dass man das tut, was er so bestimmt oder aber ist, wie ein Vorredner schon schrieb, mehrfach enttäuscht worden, ist jenseits der 50 und möchte nun eine pflegeleichte Partnerin, die zu allem "Ja" und Amen" sagt.

Wenn es Dich so stört und Du hast das Gefühl, dass Reden nichts hilft, solltest Du über eine Trennung nachdenken und Dir einen Partner suchen, der auf Deiner Welle schwimmt und allerhand mit Dir gemeinsam unternehmen will.

Es mag ja auch Frauen geben, die das nicht stört oder sich unterordnen, weil sie anderweitig nicht mehr fündig werden, da wäre dieser Egotyp besser aufgehoben.

w
 
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  • #6
Er will einfach sein Leben so weiterleben, wie er es sich als Single eingerichtet hat und gewohnt ist. Entweder Du machst das genauso und kümmerst sich auch nicht drum, ob das dann den einzigen mögleichenTag in der Woch belegt der noch gemeinsam frei gewesen wäre, oder du musst abwarten ob er mekt, dass er dich öfters sehen möchte (Wartet man bekanntlich lange drauf)
Ich hätte ganz schnell einen Sportkurs an der Hand und die Digitalkamera in derselben, für den Moment wo ich freundlich mitteile, dass ich leider keinen Termin frei habe. Dein Gegenüber kann das sicher verstehen. Schließlich geht er in diesem Lebenskonzept ja auch voll auf. Auf dieses eine Mal Chance auf Nähe und Erotik/ Woche kann man dann leicht verzichten.
 
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  • #7
ABER wir sehen uns einmal, max. zweimal pro Woche. Hab auch schon gesagt, dass ich das auf Dauer zu wenig finde. Aber er will von seinem Lebensplan nicht abrücken.

Welches ist denn euer 'Lebensplan' als Paar, euer Projekt, das was eure Beziehung ausmacht und euch zusammenhält? Habt ihr neben eurer Liebe darüber schon einmal gesprochen? Manchmal ist es mit Liebe alleine nicht getan, obwohl es ohne sie auch schwierig wird ...
 
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  • #8
Ich finde die Idee von Nr. 5 super. Genau so würde ich es auch machen.
Der wird sein Verhalten erst bemerken, wenn du ihm einen Spiegel vorhältst.
 
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  • #9
Vorschlag von Gast Nr. 5 ist richtig gut. mache dir auch einen vollen Wochenplan. Wenn du mal zufällig Zeit für den Mann hast, ist es ja schön , aber ansonsten: es tut dir unendlich leid, aber....
Das aber ganz ohne Vorwürfe und Häme vorbringen. Du führst eben auch ein so voll bepacktes Leben wie er. Vielleicht merkt er ja was und schlägt vor, dass etwas an der Beziehung zu ändern ist.

Für mich ist das die einzige Option außer einer sofortigen Beendigung, Du könntest dich natürlich auch heimlich schon mal nach einem Nachfolger umsehen, der evtl. mehr Zeit für eine Beziehung aufwenden will. Aber so ein Warmwechsel ist natürlich nicht jedermanns Sache.
 
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  • #10
Vordergründig klingt es für mich so, als hättet Ihr beide "einfach" ein unterschiedliches Nähe- und Distanzbedürfnis. Das ist eine Herausforderung, aber nicht unlösbar, wenn Ihr Euch tatsächlich liebt, Vielleicht möchtest Du ja hier im Forum nach diesem Thema suchen bzw. auch gute (!) Literatur dazu lesen.

w/50
 
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  • #11
Liebe FS,

kann es sein, dass er den Sex mit dir liebt? Wenn er dich wirklich lieben würde, wäre es ihm ein Bedürfniss lieber die Zeit mit dir zu verbringen, als mit Freunden usw.

Ich denke, ihr passt von dermDistanz-Nähe Bedürfniss nicht zusammen. So ein Mann wird sich nie ändern.

Nur du kannst was ändern. Probiere es aus und du wirst sehen, was passiert.

Für mich wäre so ein Mann nichts.

w 48
 
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  • #12
ich finde den vorschlag von @5 nicht zielführend, denn die FS will ja ihre partnerschaft intensivieren und nicht verflachen!!

er wird nämlich den spieß wahrscheinlich umdrehen und sich anderweitig nach einer neuen partnerin umsehen, "weil die FS ja immer verplant ist"..

du musst das direkt und klar bei ihm ansprechen, daß du dir mehr zeit mit ihm wünschst.
beide müssen aktiv an der partnerschaft arbeiten - ihm muss das verdeutlicht werden.
auch auf die gefahr hin, dass diese beziehung scheitert - wähle den klaren weg. meine meinung.
 
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  • #13
FS, beschreibst du hier gerade meinen Ex-Mann? ;-) Scherz beiseite: Ja, das kenne ich sehr gut. Bei meinem Ex-Mann war es auch so, er liebte mich zwar sehr, jedoch wollte er auf nichts, gar nichts in seinem Leben verzichten. Stressiger Job, Sport, Freunde, Hobbys. Ich Dummchen machte aber den Fehler, ihn bei allem zu begleiten, was dazu führte, dass ich null Zeit mehr für mich und meine Freizeitbeschäftigungen hatte. Hinzu kam, dass ich an unserem damaligen Wohnort kaum Chancen hatte, eine gute Arbeitsstelle in meinem Beruf zu finden. Also verdiente ich in befristeten Anstellungen und freischaffend Geld. Dass ich gerne finanziell unabhängig gewesen wäre und dies in einer sicheren Anstellung, dass ich auch gerne Zeit für mich gehabt hätte, ohne von Termin zu Termin zu hetzen, das sah er nicht, obwohl ich ihn mehrfach in zig Gesprächen darauf aufmerksam gemacht hatte, genau so erwähnte ich, dass ich dabei unglücklich war. Klare Antworten erhielt ich nie, alles wurde St. Nimmerleinstag aufgeschoben, alle meine Bitten wurden nicht ernst genommen, ignoriert oder aufgeschoben. Ich habe mehrfach versucht, mit ihm zu reden, ihn um ein Entgegenkommen zu bitten. Dass wir kaum mehr Zeit für uns hatten, versteht sich ja von selbst. Auch meine Bitten um mögliche Kompromisslösungen wurden entweder bis St. Nimmerleinstag aufgeschoben oder einfach nicht ernst genommen.

Als ich dann zufällig einen Mann kennen lernte, in den ich mich unsterblich verliebte (wir sind heute noch zusammen) - zog ich die Reißleine! Ich ging.

Ist so ein Mann ein hoffnungsloser Fall? Meiner war es wohl. Aber jeder Mensch ist nun mal anders. Was erhoffst du dir? Dass er sich ändert? - In einer Beziehung bleiben, in der Hoffnung, der Partner ändert sich, ist ein riskantes Vorhaben. Meist wird sich der Partner leider NICHT ändern. Wenn er seinen Lebensstil so weiter führen und auch dir zuliebe auf nichts verzichten will, bleibt dir leider nur die Beendigung der Beziehung.
 
  • #14
Was ist an diesem Verhalten egozentrisch ?

Ihr Freund hat sein Leben im Griff, da ist alles klar strukturiert und sind die Prioritäten eindeutig gesetzt. Das steht nicht im Widerspruch mit seinen Gefühlen für Sie.

m, 50
Ja, du sagst es! Er hat die Prioritäten eindeutig gesetzt. Sein Job, seine Freunde, sein Sport stehen zuoberst auf der Liste. Nur frage ich mich, warum hat er sich eine Partnerin gesucht? Weil er irgendwo seine Eier leeren muss und will - entschuldige die vulgäre Ausdrucksweise.
Einmal wöchentlich kann er auch zu einer Prostituierten gehen.

Egozentrisch ist, dass er nur an seine Bedürfnisse denkt aber nicht auch daran, was seine Partnerin braucht und sich wünscht. Eine Beziehung erfordert immer Kompromisse, und wenn jemand keine eingehen will, dann muss er Single bleiben. Sorry!

Liebe FS mach es wie #5 dir vorschlägt: nimm dein Leben aktiv in die Hand und warte nicht auf ihn, bis er sich meldet oder mal Zeit für dich hat. Treffe dich mit Freundinnen und gehe mit ihnen abends ins Kino oder mal ins Theater oder Konzert, beginne ein Kurs (Mal- oder Sprachkurs) - suche dir etwas aus, was du sowieso einmal ausprobieren/machen wolltest.

So wird auch deine Agenda mit Terminen und Verpflichtungen ausgefüllt sein und wenn es ihm nach Sex ist, dann kannst du ihn zurückweisen und sagen, du hättest diese und nächste Woche keine Zeit. Wenn er dir Vorhaltungen macht, dann kannst du ihm sagen, was denn plötzlich passiert sei, schliesslich hätte er auch seinen Sport und seine Freunde mit denen er seine Zeit verbringt.

Manche oder viele Männer leben ihr Leben oft als wären sie Singles, selbst dann, wenn sie eine Partnerin haben. Ihnen sind oft die Bedürfnisse ihrer Partnerinnen oft unwichtig, es geht darum, dass nur sie ihr Leben nach ihren Wünschen und Bedürfnissen gestalten können. Stehe ich ihm nicht mehr so leicht zur Verfügung und mache ihm klar, dass du dich jederzeit trennen kannst, wenn du das willst
 
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  • #15
Was willst Du noch von diesem Mann? D u solltest die wichtigste Person in seinem Leben sein. Wenn er keine Kompromisse machen kann, trenn Dich, auch wenn es weh tut. Mit Vergeltung erreichts Du möglicherweise garnichts - die Situation kann sich auch mehr zuspitzen.
 
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  • #16
Solche kindischen Vergeltungsspiele habe ich schon ausprobiert, es bringt gar nichts. Es wird alles nur noch schlimmer. Der Mann sucht jemand pflegeleichtes der zur Stelle ist wenn er ruf, der liebt Dich gar nicht und wird Dich auch gehen lassen wenn Du nörgelst. Männer kann man nicht ändern, das habe ich gelernt.
 
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  • #17
Viele, die dem Herrn Egozentrik, falsche Liebe oder flasche Prioritäten bei den Hobbies vorwerfen, machen den Fehler, dass sie glauben, wahre Liebe bedeutet per se dass man diese Dinge aufgibt bzw. den Wünschen des Partners unterordnet. Witzigerweise erfolgt dieser Gedanken "Unterordnung" nur eindimensional und führt sich selbst ad absurdum (den der andere Partner der die "Repriorisierung" fordert ist ja anscheinend selbst nicht bereit, Kompromisse einzugehen). Ein sehr häufig zu beobachtendes Phänomen, das man auch hier im Forum sehr oft liest, ich habe es mal weibliches Liebesparadoxon genannt: "Tust Du nicht dass, was ich will, liebst Du mich nicht. Forderst Du von mir, das zu tun, was Du willst, liebst Du mich auch nicht." Ganz nebenbei wird dann noch dargestellt, dass jedes scheinbar negative Verhaltensmerkmal des meist männlichen Partners al "Liebslosigkeit" zu interpretieren ist, worauf der sofortige Ratschlag kommt "sofort trennen".

In der Praxis ist für viele Männer speziell jenseits der 40 eine Beziehung zunächst einmal nichts raumgreifendes sondern ein Pflänzchen dass wachsen und gedeihen muß, ohne dass man gleich alle Bäume und Sträucher aussenherum wegrodet - was sowieso ausser blinder Zerstörung nichts bringen würde.

Es gibt durchaus auch Frauen die ein eigenes Leben führen, speziell wenn Kind, Hund, Haus und Job allesamt "nicht von schlechten Eltern sind". Keine dieser Frauen käme auf die Idee, dieses Leben für einen Partner "umzuwerfen", viele leben sehr gut damit, sich 2-3 Mal die Woche zu sehen, und sich ansonsten um den eigenen Kram zu kümmern. Das ist durchaus ein erfolgreiches Beziehungsmodel, gerade in der heutigen Zeit. Dies grundsätzlich als "inaktzeptabel" oder "lieblos" zu bezeichnen, ist geradezu lächerlich. Sicherlich erfordert es aber, dass man mit seinem Leben zurecht kommt, und nicht zwingend den Partner als Alleinunterhalter - in all seiner Vieldeutigkeit - benötigt.

Die Zwei passen eben nicht zusammen, von ihrem Lebensmodell und von ihren Vorstellungen, so einfach ist das. Aber hört mir auf daraus gleich "Egozentrik" zu machen, oder gar ganz kühn kaffeesatzlesend "er liebt Dich nicht" zu mutmaßen. Nicht jeder Mann der sich für seine Frau sofort krumm macht, ist deshalb lieblos. Die Frauen machen es ja auch nicht, kein vernünftiger Mensch macht das, ausser er ist völlig verzweifelt.

Abgesehen davon ist der beziehungszerstörendste Fehler den ein Mann machen kann, sich nach den Wünschen seiner Angetrauten zu ändern - denn dann wird sie ihn irgendwann verlassen, mit den Worten: "Du bist nicht mehr der, in den ich mich verliebt habe." Trotzdem versuchen sie es immer wieder.

m,45
 
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  • #18
FS: Du schreibst, ihr trefft Euch zweimal die Woche. Auf welchen Zeitraum beschränken sich denn diese Treffen - aufs WE oder unter der Woche? Es ist ganz normal, dass man noch seinen eigenen Interessen nachgeht wie Sport, Hobbys, Job, Kinder (falls vorhanden). Allerdings habe ich eben das Gefühl, dass Ihr Beiden, was Euer gemeinsames Freizeitverhalten angeht, nicht wirklich zusammenpasst. Wenn Ihr Beiden keinen gemeinsamen Nenner findet, dann passt es einfach nicht.

Du hättest ständig das Gefühl, nebenher laufen zu müssen und ich denke nicht, so entnehme ich es Deinem Posting, dass Du der Typ Frau dafür bist.

w
 
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  • #19
Er ist offenbar verantwortungsbewusst!
Hat ein Kind, einen Job, trotzdem eigene Interessen - ist also erwachsen & imstande sein Leben zu organisieren. Das erfordert viel Reife & Disziplin. Und in diesen dicht gedrängten Plan, hat er auch noch dich gequetscht.

Meistens sind Frauen diejenigen, die alles hinschmeißen und sich nur noch an den Partner klammern. Hierbei wird geraten, die eigenen Interessen nicht zu vernachlässigen. Hält sich jedoch ein Mann an dieses Prinzip, heißt es sofort, er wäre egoistisch, vernachlässigend, etc.

Sieh es, wie es ist: Akzeptier die 1-2 Treffen pro Woche mit einem reifen Mann, oder such dir jemand, der sein Leben genauso bereitwillig über den Haufen wirft und ihr euch nach kürzester Zeit in den Haaren & satt habt.
 
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  • #20
Naja, so "reif" ist das Verhalten des Partners der FS auch wieder nicht. Natürlich hat jeder sein Vor- bzw. Eigenleben, aber den neuen Partner irgendwo reinquetschen und diesen Mann dann auch noch für sonderlich organisiert zu halten ist für mich ein Trugschluss. 'Dann soll er doch Single bleiben, wenn er so vielbeschäftigt ist oder sich eine Partnerin suchen, die ebenso wenig Zeit hat oder der es ausreicht, wenn man sich einmal die Woche für ein paar Stunden trifft.

w
 
  • #21
Viele, die dem Herrn Egozentrik, falsche Liebe (...) machen den Fehler, dass sie glauben, wahre Liebe bedeutet per se dass man diese Dinge aufgibt bzw. den Wünschen des Partners unterordnet. Witzigerweise erfolgt dieser Gedanken "Unterordnung" nur eindimensional und führt sich selbst ad absurdum (den der andere Partner der die "Repriorisierung" fordert ist ja anscheinend selbst nicht bereit, Kompromisse einzugehen). Ein sehr häufig zu beobachtendes Phänomen, das man auch hier im Forum sehr oft liest, ich habe es mal weibliches Liebesparadoxon genannt: "Tust Du nicht dass, was ich will, liebst Du mich nicht. Forderst Du von mir, das zu tun, was Du willst, liebst Du mich auch nicht." Ganz nebenbei (...) Partners al "Liebslosigkeit" zu interpretieren ist, worauf der sofortige Ratschlag kommt "sofort trennen".
Oh, nein natürlich erwartet das keine Frau und denkt der Mann solle alles für sie aufgeben: seine Freunde und Hobbies, schliesslich gebe ich als Frau auch lieb gewonnene Gewohnheiten nicht eifach so auf, wie z.B. einmal wöchentlich Schwimmen gehen - was für mich als Rollstuhlfahrerin sehr wichtig ist oder auch das Treffen mit meinem schwulen Freund usw. Also wenn ich eine Beziehung hätte und mein Partner sich wünschte, dass wir uns häufiger sehen und es auch mein Bedürfnis ist mit ihm - ausser Sex - auch etwas anderes zu unternehmen, dann ist es selbstverständlich, dass ich das mache. Warum brauche ich sonst einen Partner? Dann könnte ich mir genauso nur einen Sexpartner suchen.

Was aber die FS von ihrem Partner erwarten könnte ist, dass er sich nicht wie immer sondern in grösseren Abständen mit seinen Freunden trifft oder dass er statt jeden Tag seinen Sport ausübt vielleicht jeden zweiten usw.
In der Praxis ist für viele Männer speziell jenseits der 40 eine Beziehung zunächst einmal nichts raumgreifendes sondern ein Pflänzchen dass wachsen und gedeihen muß, ohne dass man gleich alle Bäume und Sträucher aussenherum wegrodet - was sowieso ausser blinder Zerstörung nichts bringen würde.
So geht es auch mir auch, wenn nicht allen Frauen, doch die FS ist bereits 1 Jahr mit ihm zusammen. Und wie kann dieses Pflänzchen wachsen, wenn es nicht die nötige Nährstoffe bekommt - in Form von wenig gemeinsamen Unternehmungen, wie zusammen neue Hobbies entdecken, Reisen, Wandern, Essen gehen, Kino, Theater usw.? Gemeinsame Erlebnisse verbinden und verfestigen die Partnerschaft!
 
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  • #22
Mir wäre so ein Partner recht.
Ich habe einen sehr zeitintensiven Job, wobei die Planung wann ich arbeite bei mir liegt.
Entsprechend könnte ich es so einrichten, dass ich dann frei / früher Feierabend mache, wenn er auch Zeit hat.
Und zu anderen Zeiten wo er "verplant" ist bliebe mir selber Zeit für Freundinnen, Eltern, Geschwister, oder auch einfach mal nur für mich sein.

Ich habe eher Probleme mit Männern, die meinen mich und meine gesamte Freizeit sofort komplett vereinnahmen zu müssen.

Man kann nicht pauschal für alle Menschen festlegen, wieviel Zeit man miteinander teilen MUSS, um es als Partnerschaft zu bezeichnen.
Mir geht da auch Qualität vor Quantität.

Liebe FS, ich verstehe es sehr gut, dass aus DEINER Sicht er egozentrisch ist.
Ihr habt einfach unterschiedliche Vorstellungen von Beziehung.

In dieser Partnerschaft wirst du eindeutig auf der Strecke bleiben, denn er wird sich und seinen Lebensstil nicht ändern. Genauso wie sich bei dir mit deinem viel intensiveren Nähe-Bedürfnis das Gefühl nicht ändern wird nur ein Lückenbüßer zu sein.
Zur Liebe gehört auch den jeweiligen Lebensplan des Partners zu akzeptieren.
Wenn dieser dem eigenen Lebensplan so sehr widerspricht, dann paßt es leider nicht.

Verliebtheitsgefühle und "sich gut verstehen" reichen nicht als Basis für eine Beziehung in der beide zufrieden sind. Die Vorstellungen, wie diese Beziehung "ablaufen" soll müssen ebenfalls zusammen passen.
Ansonsten ist einer von Beiden gezwungen Abstriche zu machen und wird damit auf Dauer unglücklich sein.

Er wird seine Vorstellungen und Wünsche an eine Partnerschaft genausowenig ändern wie du.
Und genausowenig wie er dir deshalb diesen Egoismus (der nun mal dein persönliches Bedürfnis ist) vorwerfen kann, genausowenig solltest du es tun.

w (43)
 
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  • #23
Mein Ex Partner war geschieden über 50 und hat sich genauso verhalten.
Ich wurde immer unsichtbarer. Seine Lieblosigkeit war seinen Kindern ( 17 und 25 ) dann ein Zeichen das sie " die Alte " ungeschoren mies behandeln konnten.
Der Vater hat ihnen alles nachgesehen, weggeschaut um jede ernste Auseinandersetzung mit ihnen zu vermeiden. Sein anfängliches Aufbegehren wurde sonst niedergeschrien, er war klein mit Hut und hat dann auf mich eingehackt.

Triff Dich nicht mehr mit diesem Mann. Er soll sich um seine Ursprungsfamilie und Hobbys kümmern. Wer sich eine Frau anschafft sollte sie nicht nur ins Bett lassen und sie zwischenzeitlich wie einen Gegenstand ablegen.

Such Dir einen bislang unverheirateten Mann und baut Euch was solides und eigenes auf.
 
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  • #24
Dann soll er doch Single bleiben, wenn er so vielbeschäftigt ist oder sich eine Partnerin suchen, die ebenso wenig Zeit hat oder der es ausreicht, wenn man sich einmal die Woche für ein paar Stunden trifft.

w

Das könnte man genauso auf die FS münzen: Dann soll sie halt Single bleiben oder sich einen Partner suchen, der auch sein Leben für die Partnerschaft komplett umkrempeln will.

Es gibt nach wie vor erstaunlich viele Menschen, die glauben, eine Beziehung funktioniere nach einer Art "allgemeingültigen Beziehungsregeln", in ihrer Vorstellung meist eine Mischung aus traditionellen Werten, Hollywood, "Gute Zeiten Schlechte Zeiten" und je nachdem noch eine Prise Emanzipation und Gender Mainstream. Und wer davon abweicht, ist egozentrisch, neurotisch, ein Macho, Chauvi oder zumindest lieblos. Diese Menschen werden zwangsläufig immer enttäuscht werden, denn es gibt dieses "allgemeingültige" Model nicht. Eine Beziehung in der man sich zwei Tage die Woche trifft ist genauso normal oder unnormal wie eine, in der man sich 7 Tage die Woche trifft. Nur dort wo die Vorstellungen voneinander abweichen und keine Kompromisse möglich sind, gibt es ein ganz logisches Kompatibilitätsproblem, was aber glücklicherweise rein gar nichts über Egozentrik oder "Liebesechtheit" der Beteiligten aussagt.

Letztendlich stehen wir vor der Wahl: Die Welt, die Männer, die Frauen in all ihrem Facettenreichtum zu akzeptieren, zu geniessen und so nehmen wie sie sind, oder zu versuchen, alles verzweifelt auf unsere persönlichen Vorstellungen hin zu trimmen und allem und jedem zu erklären wie er, sie und es nach unseren Vorstellungen zu sein hat. (und dabei exzessiv solche Worte wie den sprachlichen SuperGAU "no-go" verwenden..).

m, 45
 
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  • #25
Beziehung ist Geben und Nehmen. Sie funktioniert nicht so, dass einer vorgibt wie es läuft. Außerdem sind es in der Regel die Herrn die das versuchen. Obwohl sie gerne beim Bezahlen
50 : 50 annehmen und auf die Emanzipation pochen, versuchen viele immer noch den Ton anzugeben.
Es sind aber meistens die Damen die sich das bieten lassen,noch knackig aber schon dankbar. Mädels wieso bleibt ihr nicht bei Euch und lasst Euch von den Herrn ständig in den unteren Weg drängen.
Auch bei der Arbeit die Herrn haben natürlich immer mega-viel zu tun, ihr Aufgabenbereich ist anspruchsvoller, wichtiger etc., Wir machen die gleiche Arbeit und müssen abends noch kochen, einkaufen, toll aussehen.
Wenn ihr etwas ändern wollt, dann schickt die Herrn einfach in den Wind die Euch so behandeln, ich kann das Gejammer schon lange nicht mehr lesen. Ihr seid doch alle selbst schuld. Es gibt immer jemand der es macht und jemand der es sich bieten läßt.
Wir sind doch alle unabhängig und müssen uns das nicht ziehen.
 
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  • #26
FS:
Gestern ein Gespräch mit ihm: er will eine Frau, die nicht immer Stress macht. Er hat in der Arbeit viel Stress und will eine Frau bei der er die Akkus wieder aufladen kann (versteh ich! und ich bin ein unstressiger Typ, das wird mir von meinem Umfeld aus allen Richtungen bestätigt. Aber ich bin auf keinen Fall ein stilles Mäuschen und sag IMMER meine Meinung). Seine Exfrau hat ihn immer genervt, nur gestritten, ständig, das will er so nie wieder haben. Er ist regelrecht traumatisiert!
Sein Konzept für unser (sein?) Leben: er macht seinen Job, ich kann mal mit Kind zunächst zu Hause bleiben und später wieder langsam in den Job einsteigen (eigentlich will er nicht unbedingt noch ein Kind, hat ja auch schon eins, könnte sich aber, wenn es zwischen uns passt noch eins mit mir vorstellen). Seine klare Aussage: er will keinen Stress mehr!
Es kamen andererseits schon von IHM Beschwerden, dass ich zu viele Aktivitäten hab und für uns keine Zeit mehr bleibt (jeweils dann, wenn er mal Zeit hatte und ich dann verplant war, aber ich seh nicht ein mich für die Beziehung zu opfern, wenn von ihm weniger kommt! Das hatte ich schon mal.). er hat mir schon vorgeworfen, dass ICH meine Prioritäten nicht richtig setzte und er den Eindruck hat mir sei die Beziehung nicht wichtig genug! … nur weil ich nicht immer verfügbar bin und auf ihn warte?
Ich kann nicht ausschließen, dass ich ihn – so sehr ich ihn liebe – für einen anderen Mann verlassen würde, der seine Prioritäten mehr in Richtung Beziehung verlegt.

Ich bin einfach nur total verwirrt! Sehe ich alles falsch oder ist er einfach nur ein Egoist?
Ich kann echt nicht klar denken, erkennen was Sache ist!
 
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  • #27
FS:
achso und: er will KEINE Partnerin, die groß Karriere macht!...
Das wär aber glaub ich das beste für jemanden wie ihn. (Ich hab zwar auch meinen Job und viele Freizeitaktivitäten, aber eine große Karriere liegt mir fern, da mir meine Freizeit zu wichtig ist.)
Bleibt für ihn doch eigentlich nur eine die ja und amen sagt, wobei er so ne "farblose" Partnerin auch nicht will...
 
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  • #28
FS:

Sein Konzept für unser (sein?) Leben: er macht seinen Job, ich kann mal mit Kind zunächst zu Hause bleiben und später wieder langsam in den Job einsteigen (eigentlich will er nicht unbedingt noch ein Kind, hat ja auch schon eins, könnte sich aber, wenn es zwischen uns passt noch eins mit mir vorstellen). Seine klare Aussage: er will keinen Stress mehr!

Nun, dann schaut doch, ob und wie ihr euch da einig werdet!
Wenn euch jeweils am Anderen liegt, diskutiert das Thema weiter - möglichst sachlich, fair, kompromissbereit.
Was bedeutet für ihn 'Stress? (darunter versteht in der Regel jeder etwas anderes!)?
Wer kann und will welche Kompromisse machen?
So könntet ihr euren Weg finden - sei er gemeinsam oder sei es, dass euch klar wird, was ihr für euch jeweils in welcher Priorität wollt. Vielleicht passt es dann nicht mehr zusammen, aber dann wäre es wenigstens der erste Schritt, sich sauber udn ohne Vorwürfe wieder voneinander zu trennen.
 
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  • #29
Liebe FS, Dich hat er schon total eingelullt und Du überlegst ständig was er will und ob Du auch alles richtig machst. Du bist schon so abhängig und keiner hier wird es schaffen Dich umzudrehen, also mache eben was der gorße Meister will, das Leben wird Dir wie immer die Rechnung servieren.
 
  • #30
gibt nach wie vor erstaunlich viele Menschen, die glauben, eine Beziehung funktioniere nach einer Art "allgemeingültigen Beziehungsregeln", in ihrer Vorstellung meist eine Mischung aus traditionellen Werten, Hollywood, "Gute Zeiten Schlechte Zeiten" und je nachdem noch eine Prise Emanzipation und Gender Mainstream. Und wer davon abweicht, ist egozentrisch, neurotisch, ein Macho, Chauvi oder zumindest lieblos. Diese Menschen werden zwangsläufig immer enttäuscht werden, denn es gibt dieses "allgemeingültige" Model nicht. Eine Beziehung in der man sich zwei Tage die Woche trifft ist genauso normal oder unnormal wie eine, in der man sich 7 Tage die Woche trifft. Nur dort wo die Vorstellungen voneinander abweichen und keine Kompromisse möglich sind, gibt es ein ganz logisches Kompatibilitätsproblem, was aber glücklicherweise rein gar nichts über Egozentrik oder "Liebesechtheit" der Beteiligten aussagt.

m, 45
Ich glaube mit diesem Statement unterstellst du vielen Frauen Mangel an Realitätssinn und Objektivität bezogen auf die Lebensgstalltung der Männer. Nur Teenager und event. Frauen anfang 20 haben romantische Vorstellungen à la Holywood und wünschen sich ihren Partner fast ständig um sich herum. Aber nicht gestandene Frauen, die ihren Beruf und womöglich auch Kinder haben.

Jetzt da sich die FS wieder zu Wort gemeldet hat, wissen wir, welche Wünsche und Bedürfnisse ihr Partner hat. Er will eine pflegeleichte Partnerin, die ihm zur Verfügung steht, wenn er mal Zeit hat und das Bedürfnis nach Sex hat. Dabei ergisst er, dass sie ein eigenständiges Individuum ist und selber Wünsche und Bedürfnisse hat.

In einer Beziehung geht es doch immer darum miteinander im Gespräch zu bleiben, sich die Vorstellungen, Wünsche, gemeinsame Lebebsplanung zu besprechen und gemeinsam Kompromisse zu finden, damit die Partnerschaft für beide und nicht nur für einen emotionaler Gewinn ist.

Mit einem hast du Recht: es geht um die Qualität und nicht um die Quantität der gemeinsam verbrachten Zeit. Was nützte mir meinen Partner jeden Tag für 3 St. zu sehen und jedesmal mit ihm im Bett zu landen, wenn ich ansonsten nichts anderes mit ihm unternehmen kann? Keinen Urlaub, keine Kino- und Theaterbesuche, kein Essen in einem Restaurant, keine Ausflüge oder kurze Städtetrips?

Dann würde ich mich fühlen als nutzte er meinen Körper, um seinen Sexualtrieb an mir zu befriedigen, selbst wenn ich ihn eben jeden Tag für einige Stunden sehen könnte. Da würde ich mich nur als reines Sexobjekt fühlen.

Nein, Männer wünschen sich häufig eine Partnerin, die bereit ist ihre Wünsche und Bedürfnisse zurück zu stellen und keine eigene Ansprüche an den Partner zu melden.
 
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