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  • #31
@28 Typisches Beispiel für eine (Fehl-)Interpretion im Sinne des Schreibers!

Es gibt zum Glück das 'Sie' und nicht nur die deutschen Nichtherrenmenschen, sondern auch die Italiener haben ein Wort dafür und verwenden es.

Sie ist bei mir der Ausdruck von Respekt und Höflichkeit, ein 'Du' muss man sich bei mir erst einmal erwerben - auch ich lasse anderen gerne Zeit, herauszufinden, ob sie mir das 'Du' anbieten wollen.
So entsteht wirklich Nähe - und nicht bei dieser Pseudonähe mit 'Du' von vorn herein.
 
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  • #32
Wir sind nicht in Italien, nicht in Schweden und schon gar nicht in Deutschland...

Wir sind in Internet!

Das ist ein virtueller Raum, kein realer und schon gar kein "Land"! Jeder User (Benutzer) kann überall sein und jegliche Nationalität haben (unabhängig von der Sprache, die er benutzt). Die Daten laufen u.U. auch um den ganzen Erdball, auch wenn Kommunikationspartner direkt nebeneinader sitzen.

Das wichtigste aber: frag nicht irgendeinen User (aus igend einem realen Land) nach den Regeln, sondern einen Einheimischen! (Einheimischer ist z.B. jemand mit Sitz in der IETF, der RFCs schreibt)

Das, was hier im Moment passiert, ist frech: Vereinnahmung durch Überrennen!

Als Beispiel: (Vorweg, um Missverständnisse zu vermeinden: ich habe realtiv viele persiche und türkische Freunde) Hier wir im Moment so über ein ""Sie" im Internet" diskutiert, als würde in Deutschland über die Einführung von Arabisch oder Türkisch als Amtssprache diskutiert. Niemand hat ein Problem, wenn diese Sprachen untereinander gesprochen werden (äquivalent: eMails unter Sie'zern)

Wenn es euch nicht gefällt: meldet euren Internet Anschluß ab! (bitte auch gleich die Smartphone-Daten-Flat!) Ihr hab dann diese Problem nicht mehr und trampelt nicht den Leuten, die es (das Internet) gemacht haben, auf den Nerven rum!

m43
 
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  • #33
Genau meine Meinung. Wenn du im Internet bist, mach es, wie es dort üblich ist, und das ist das "Du". #4 hat das wunderschön beschrieben. Das Internet ist für manche halt schon Neuland, nicht wahr?

Hier nochmal die Nr. 24 (mit dem Römer-Zitat)

Genau das habe ich gemeint. Im Internet mag es ok sein. Auch wenn ich in den USA bin, lasse ich mich gerne am Bankschalter mit meinem Vornamen ansprechen. Auf Island dürfen mich die Leute auch mit Du ansprechen, weil es eben üblich ist.
Aber wenn ich in Deutschland bin, erwarte ich, dass ich mit Sie angesprochen werde.
Ich bin übrigens Lehrerin und sehe immer wieder, was mit Schülern beim Übergang vom Du zum Sie in der Oberstufe geschieht. Das ist ein Zeichen des Respekts, man nimmt den Schüler nun als Erwachsener wahr, darf dann aber auch erwarten, dass er sich entsprechend wie ein Erwachsener benimmt.
Du = allgemein Kind, Familie und enge Bekannte.
Sie = alle Erwachsene

Ich finde es auch schrecklich, wenn Behinderte oder Senioren geduzt werden. Das ist respeklos.
 
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  • #34
Es gibt zum Glück das 'Sie' und nicht nur die deutschen Nichtherrenmenschen, sondern auch die Italiener haben ein Wort dafür und verwenden es.

Nicht nur die Deutschen und Italiener kennen das, auch Franzosen, Russen und Spanier. Von dem irre komplexen System der japanischen Hoflichkeitsformen ganz abgesehen. Das ändert aber nichts daran, dass sich in nahezu allen Sprachen für das Internet ganz eigene Umgangsformen etabliert haben, i.d.R. weit weniger formelle als "draußen". Im Deutschen heißt das in aller Regel "Du", wenn man onine ist. Man kann sich natürlich dafür entscheiden, die üblichen Umgangsformen zu ignorieren - auf die Gefahr hin, wahlweise für unwissend, arrogant, unhöflich oder schlicht als Sonderling zu gelten. Wer mich online siezt, den halte ich für genauso unhöflich wie denjenigen, der mich auch der Straße duzt.
 
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  • #35
Wobei ich das sietzen mit Respekt nicht recht nach vollziehen kann. Respekt verdient man sich und erwirbt ihn sich nicht. Dieses fürchterliche Sietzen der gerade überheblichen deutschen Herrenmenschen bedeutet doch nichts anderes als "komm mir blos nicht zu nah, ich bin was besseres als du". Gerade Akademiker halten sich doch für die besseren Menschen.

Für mich hat "Sie" nichts mir Respekt etc." Sondern mit Arroganz zu tun.
Das "Du" ist einfach wärmer und suggeriert keinen Abstand.

Leute die aufs "Sie" bestehen suggerieren mir, mit dir will ich nichts zu tun haben.
 
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  • #36
Leute die aufs "Sie" bestehen suggerieren mir, mit dir will ich nichts zu tun haben.

Also wenn ich Ihre Zeilen hier so lese, will ich mit Ihnen in der Tat nichts zu tun haben. Wie kommen Sie denn darauf, daß ich keinen Abstand von Ihnen haben will und mich ob der in unserem Sprachraum üblichen höflichen Anrede unter fremden Erwachsenen in Form von "Sie" damit automatisch für was Besseres halte? Du mußt offenbar noch Einiges lernen.....
 
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  • #37
Ich bin schon mehrmals eher traurig darüber gewesen, wenn ich gesiezt statt geduzt werde. Z. B. von Kollegen, die sich fast mit allen duzen, nur mir wollen sie es - aus welchen Gründen auch immer - scheinbar nie anbieten. Dann ist es mir auch total peinlich, wenn ich in einer Runde als einzige von so jemanden gesiezt werde.

Oder:
Meine Kollegin und ich saßen viele Jahre in einer Abteilung. Da gab es einige Ranghöhere, mit denen wie uns ganz gut verstanden haben. Mit denen waren wir aber immer per Sie. Dann wurde umstrukturiert, meine Kollegin und ich kamen in andere Abteilungen.

Unseren Nachfolgerinnen - also zwei Kolleginnen, die nun unsere alten Plätze einnahmen - hat der eine ranghöhere Kollege relativ schnell das Du angeboten.

Als ich das mitbekam, war ich zutiefst verletzt. Ich habe das so gewertet, dass ihm diese beiden Kolleginnen sympathischer waren, menschlich näher standen. Das hätte er aber mit uns damals genau so haben können. Ehrlich gesagt hat mich das so tief verletzt, dass ich diesen Mann, wenn er mir auf dem Flur begegnete, nicht mehr ansehen geschweige denn grüßen konnte. Hört sich vielleicht für einige unreif oder kindisch an, aber ich konnte es einfach nicht. Ich musste mir im Nebenzimmer immer dieses laute Geduze und Gegacker anhören, an manchen Tagen ging das über eine halbe Stunde. Da habe ich mich manchmal an das offene Fenster gestellt, da hörte ich das nicht so laut.

In der Zwischenzeit grüße ich ihn wieder, bin aber eigentlich froh, wenn er mir erst gar nicht begegnet.
 
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  • #38
Erst seit ein paar Tagen bin ich bei EP und bemerke, dass mich fast alle Leute bei der ersten Kontaktaufnahme bereits dutzen. Ist das hier normal?
I

der nicht formale Kontakt im Internet ist hierachiebefreit, sollte er zumindest sein. Das Du ist normal. Wenn mich jemand anschreibt und siezt, dann sieze ich ihn auch. Von mir aus sieze ich Männer meiner Altersgruppe aufwärts, wenn es um Kontaktanbahnung geht, In Diskussionsforen duze ich auch Leute, die mit "Sie" anfangen. Es kann ja nicht so schwer sein, sich den Gepflogenheiten eines virtuellen Kontaktbereichs anzupassen.
w 50+
 
  • #39
Vielleicht sehe ich dies ein wenig anders und bin zu stark durch die Neoliberalisierung in den
70ern geprägt. Ob ich jemanden Sieze oder Duze hat oft wenig Aussage darüber ob ich ihn respektiere.

Ich hatte einmal auf der Arbeit(US-Konzern) eine Assistentin, die ich auch noch nach 5J. noch
gesiezt hatte und würde ich heute noch dort arbeiten, würde ich sie immer noch Siezen.

Das hatte schon etwas mit Respekt zu tun, nur eher im Negativen Sinne und so gesehen kann auch ein Sie vieles Aussagen und manchmal halt nicht das was man sich erhofft.
 
  • #40
Im Anglo-Sprachraum unterscheidet man das übrigens schon, was bei uns das vertraute Du ist da spricht man sich zusätzlich mit Vornamen und "you" an ;-)

Äh, Nein. Die Englische Form des SIE gabs mal, ist bei der Commonwealth-Vereinfachung weggefallen, ebenso wie die einstmals fünf Artikel. Im Geschäftsleben ist es im Angelsächsischen Bereich üblich das erste Treffen mit dem Nachnamen zu beginnen, oder die erste Mail- alles weitere läuft dann mit dem Vornamen weiter. Kann ganz witzig werden wenn der Vorname nicht geläufig ist und der Nachname mit einem Dear ohne Mr. geschmückt daherkommt.

Deshalb entsteht aber dennoch keine ungewünschte Nähe- ich finde es unsouverän wenn die Position oder Respekt durch ein Sie geschaffen werden muss. Dort hat mans einfach raus Respekt und Distanz durch Taten und Sprache herzustellen ohne das Sie.

Ich schätze es dennoch im Berufsleben sehr, das Du ist eine Auszeichnung die man in diesem Umfeld nur selektiv vergibt. Es entspricht unserer Sprache und Wesensart.

Aber wenn ich eine Partnerin suche ist eben genau diese Distanz meines Erachtens fehl am Platz, genauso wenn ich in einer Gemeinschaft einer Leidenschaft nachgehe. Ich finds ziemlich verkrampft gemeinsam einen Bergtrail raufzulaufen und sich dabei zu siezen, nur weil man sich bisher noch nicht gesehen hat.

Alles zu seiner Zeit.

Heute hatte ich versucht das DU zu probieren, aber es passt einfach nicht zu mir. Dann bin ich in so eine komische Sprache gerutscht, um eine Anrede zu vermeiden

gelle, so ein Mäuerchen ist schön! Sie brauchen das offenbar um Deine Seele zu schützen- dann sollten Sie auch dabei bleiben. Es wird aber etliche geben die das als Signal verstehen dass es sehr schwierig sein wird dieses Mäuerchen einzureissen...
 
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  • #41
Im Netz ist es üblich, zu Duzen - stammt noch aus den Anfangszeiten, wo sich die Teilnehmer des Netzes fast noch persönlich kannten. Es hat sich halt eingebürgert und für die meisten, die das Internet nutzen, würdest Du mit einem Sie halt anstoßen, da es nicht der Netiquette entspricht.

Auch innerhalb Deutschlands ist es mit dem Du und Sie ganz unterschiedlich. Lebst Du zum Beispiel im Oberbayrischen ist es fast eine Beleidigung jemanden zu siezen - da wird selbst ein Bürgermeister oder Sheriff geduzt. In anderen Regionen ist es genau umgedreht. Allerdings kannst Du im realen Leben mit dem Sie nix falsch machen - im Netz nutzt man halt das Du und wem es nicht paßt, der kann ja sich für jedes Du ein Sie denken.
 
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  • #42
ich persönlich mag das "Sie" generell nicht besonders. Im Englischen gibt es das nicht.
Ich empfinde es als merkwürdig, wenn ich in einer Bar mit "Sie" von einem Mann angesprochen werde, kommt auch in 90% der Fälle nicht vor.

Was ist daran merkwürdig? In der Öffentlichkeit - und dazu gehören Bars wohl auch - siezt man fremde Leute doch wohl zunächst einmal. Jedenfalls bei älteren Frauen über 30 käme es mir niemals in den Sinn, diese einfach zu duzen. In einem studentischen Milieu ist das natürlich noch etwas anderes. Mit einer Anfang 20jährigen geht man natürlich lockerer um und da duzt man vielleicht noch. Aber bei älteren Frauen gibt es da schon eine natürliche Hemmschwelle.
 
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  • #43
Selbstverständlich DU.
Das SIE ist, im Internet allemal, altmodisch, steif, distanziert, ungelenk, ungeschickt, anachronistisch, sozial unintelligent, sogar ein bisschen uncharmant. Schon bei der Anrede zeigt sich, was für einen Menschen man vor sich hat.
Sehr praktisch. Eine Anfrage per SIE würde ich niemals beantworten; ist aber auch noch nicht vorgekommen. Da stelle ich mir einen Mann im dreiteiligen Anzug mit Hut und Mantel vor. Die Fünfziger lassen grüßen.
 
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  • #44
Also wenn ich mir vorstelle, ich sitze in einer Bar und ein Mann spricht mich mit SIE an, würde ich denken: JETZT bist du also alt geworden! ich will aber keinen Mann, der mich alt findet und auch keinen, der selber alt im Kopf ist.
Auf einem Kongress will ich gesiezt werden! Ok.
Ich bin 40 und will von Schülern gesiezt werden, ich habe sogar meinen Mann anfangs gesiezt, aber er war mein Chef!
Beruflich ist Sie an der Tagesordnung, aber wir siezen uns ja nicht einmal beim Elternabend!?
Im Internet Duzt man sich! In Singlebörsen sowieso, es sei denn man ist jenseits der 60.
Aber selbst dann ist es fehl am Platze.

An entspannten Orten wird man nun einmal geduzt, ich will höchstens von Personal und Kellnern geziezt werden.
Ein Mann, der mich siezt, ist einfach etwas peinlich und geht nicht mit der Zeit, das wirkt zumindest im Internet linkisch und unerfahren!
 
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  • #45
Äh, Nein. Die Englische Form des SIE gabs mal, ist bei der Commonwealth-Vereinfachung weggefallen, ebenso wie die einstmals fünf Artikel.

Eben nicht. Wenn du dich genau informierst, dann ist das Weggefallene eben nicht das SIE sondern das DU.
SIE, also die Höflichkeitsform ist im englischen "you" und DU ist das altmodische, nicht mehr gebrauchte "thou"
Also wird eigentlich nur noch gesiezt aber nicht mehr geduzt.
 
  • #46
Eben nicht. Wenn du dich genau informierst, dann ist das Weggefallene eben nicht das SIE sondern das DU.
SIE, also die Höflichkeitsform ist im englischen "you" und DU ist das altmodische, nicht mehr gebrauchte "thou"

touche- stimmt so formal. Aber im allgemeinen Sprachgebrauch (praktisch immer in Kombination mit dem Vornamen) ist es eher ein Du.

Kleine Anekdote am Rande: in den alten englischen Kirchenliedern wird sogar Gott geduzt: "Thou oh Lord". Haben die dann keinen Respekt vor Ihm?
 
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  • #47
Dieses krampfige "Sie" gibt es doch fast nur in Deutschland. Der deutsche hält sich wohl auch noch heute für die Herrenrasse.

Wohl noch nie im Ausland gewesen. In ganz vielen Sprachen, die ich kenne, gibt es sowohl das Du als auch das Sie: Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Französisch. Außerdem in den meisten slawischen Sprachen. Im asiatischen Raum gibt es sogar noch mehr Höflichkeitsformen als bei uns. Das Siezen (und vergleichbare Formen) hat mit Herrenrasse überhaupt nichts zu tun, denn es ist weltweit üblich.

In Deutschland ist man in Bezug auf das "Du" viel lockerer geworden, da gibt es keinen Grund, herumzumeckern.
 
  • #48
Zu der Antwort welche Gast 46 gegeben hat kann ich noch etwas hinzufügen. Im Französischen siezt man grundsätzlich JEDE Person von Anfang an, auch Bettler! Hat uns zumindest unsere Französischlehrerin gesagt, welche jahrelang in Frankreich gelebt hat.
 
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  • #49
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  • #50
Also wenn ich mir vorstelle, ich sitze in einer Bar und ein Mann spricht mich mit SIE an, würde ich denken: JETZT bist du also alt geworden! ich will aber keinen Mann, der mich alt findet und auch keinen, der selber alt im Kopf ist.
Auf einem Kongress will ich gesiezt werden! Ok.
Ich bin 40 und will von Schülern gesiezt werden, ich habe sogar meinen Mann anfangs gesiezt, aber er war mein Chef!
Beruflich ist Sie an der Tagesordnung, aber wir siezen uns ja nicht einmal beim Elternabend!?
Im Internet Duzt man sich! In Singlebörsen sowieso, es sei denn man ist jenseits der 60.
Aber selbst dann ist es fehl am Platze.

An entspannten Orten wird man nun einmal geduzt, ich will höchstens von Personal und Kellnern geziezt werden.
Ein Mann, der mich siezt, ist einfach etwas peinlich und geht nicht mit der Zeit, das wirkt zumindest im Internet linkisch und unerfahren!

Nein, das hat nichts mit dem Alter zu tun. Ich bin Ü60 und ich bin auch noch jung im Kopf. Es gibt Gelegenheiten, da möchte ich geduzt werden (beim Sport, hier im Forums usw.). Aber es gibt eben auch Gelegenheiten, da bestehe ich auf dem "sie". Wildfremde Menschen, mit denen mich (noch) nichts verbindet, die sagen "sie" zu mir, auch in entspannter Umgebung. Wenn ich in einer Bar oder einem Cafe sitze und mein Nachbar fragt mich etwas, dann doch bitte mit "sie" - egal wie alt er/sie ist.
Ich würde es mir auch verbitten, wenn ich mal in 20 Jahren im Altenheim bin und mit "du" und "Muttchen" oder "Omi" angesprochen werden.
 
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  • #51
Kleine Anekdote am Rande: in den alten englischen Kirchenliedern wird sogar Gott geduzt: "Thou oh Lord". Haben die dann keinen Respekt vor Ihm?

Lieber Kalle, tut mir leid, aber bei allem Respekt vor deiner Kompetenz in ganz vielen Bereichen: du bist nicht Anglist, und von Sprachen verstehst du nichts, und Geisteswissenschaften sind halt doch nicht einfach nur Laberfächer, wie du immer behauptest, sondern genauso ernstzunehmende Wissenschaften wie deine an der FH studierte Metallurgie oder was immer es war! Also lass es bleiben mit deinen Belehrungen punkto Sprache, bitte!

In aller Kürze für dich: Im "Middle English" und im "Early Modern English" – in letztgenannten Dunstkreis gehört das Shakespeare-Englisch, und ebenso das dir entfernt vertraute Englisch der "Kirchenlieder" – ist der Unterschied zw. "thou" und "ye" (die urspr. Pl.-Form des Nom.; das heutige "you" ist eigentlich urspr. eine Akk.-Form) ein ganz anderer als der zw. modernem deutschem "du" und "Sie". Er hat vielmehr mit situationsbedingter Nähe- und Distanzsprache zu tun. Zwischen "thou" und "ye" kann man darum auch ad hoc wechseln, d.h. dieselbe Person einmal so, einmal anders anreden, je nach Kommunikationssituation und Redeabsicht. Darum: Dass man Gott (an den du ja ostentativ nicht glaubst...) mit "thou" anspricht, hat damit zu tun, dass man sich ihm nahe fühlt und mit ihm Zwiesprache halten will...

Und wieder zurück zur Titelfrage und keinen Exkurs in Sprachwissenschaften aufführen
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