• #31
Was man noch dazu sagen muss: Bereits seit rund 2 Jahren bitte ich ihn um eine Paartherapie. Er hat immer vehement abgelehnt mit den Worten "ist zu teuer", "Bringt nichts", "ich vertraue sicher nicht einem wildfremden Menschen mein Privatleben an".
Paartherapie ist kostenlos, wenn man sich an die in jeder Stadt vorhandene Familienberatung des örtlich vorherrschenden Trägers (meist Diakonie oder Caritas) wendet. Die wollen lediglich freiwillige Spenden, weil das schon durch Steuergelder finanziert ist.

Dass viele Menschen Angst vor psychologischer Unterstützung haben, ist leider weit verbreitet. Aber da hätte man wenigstens drauf dringen können, dass er sich das ernsthaft (z.B. mindestens 3 mal) ansieht.

Ich glaube, dass bei Euch noch lange nicht alles verloren ist. Dass Konflikte sichtbarer werden, wenn jemand aufgrund des Leidensdruckes die Beziehungsdynamik verändern will, ist völlig normal. Und dass man sich bei solchen Konflikten nicht gut fühlt ebenfalls. Die Frage ist halt, ob es am Ende zu einer besseren Beziehung führt oder nicht...

Ich finde es jedenfalls gut, dass Du Dein Verhalten reflektierst und veränderst.
 
  • #32
...
Glaub mir, die Leute helfen dir packen und wer nicht, ist kein Verlust.
So ist es.

Bitte lass dich nicht bange machen. Seine Sichtweise, seine Argumente zeugen nicht nur von juristischer Unkenntnis, sondern auch von Egozentrik, Manipulation einerseits und Angst um SEINE Frau, SEINE Pläne und SEIN Geld andererseits. Seine Nehmerqualitäten und Drohungen sind unsäglich, er hat den Bogen überspannt.

Dennoch würde ich mittels Paarberatung bzw. Mediation versuchen, sachlich zu bleiben, nicht gleiches mit gleichem zu vergelten, eine gütliche Lösung zu finden und klare Vereinbarungen zu treffen. Im Interesse eurer Tochter. Wenn er schon glaubt, du wärest ihm was schuldig, wie wird er erst reagieren, wenn du ausziehst und Unterhaltsforderungen stellst? Denn der steht dir zu, es sei denn, ihr betreut euer Kind genau 50/50. Wie stellst du dir den Umgang mit eurem Kind oder die Wohnsituation im Falle einer endgültigen Trennung vor? Wie wird euer Kind derzeit betreut, du schreibst du arbeitest wieder 80%?
 
  • #33
So ist es.

Bitte lass dich nicht bange machen. Seine Sichtweise, seine Argumente zeugen nicht nur von juristischer Unkenntnis, sondern auch von Egozentrik, Manipulation einerseits und Angst um SEINE Frau, SEINE Pläne und SEIN Geld andererseits. Seine Nehmerqualitäten und Drohungen sind unsäglich, er hat den Bogen überspannt.

Dennoch würde ich mittels Paarberatung bzw. Mediation versuchen, sachlich zu bleiben, nicht gleiches mit gleichem zu vergelten, eine gütliche Lösung zu finden und klare Vereinbarungen zu treffen. Im Interesse eurer Tochter. Wenn er schon glaubt, du wärest ihm was schuldig, wie wird er erst reagieren, wenn du ausziehst und Unterhaltsforderungen stellst? Denn der steht dir zu, es sei denn, ihr betreut euer Kind genau 50/50. Wie stellst du dir den Umgang mit eurem Kind oder die Wohnsituation im Falle einer endgültigen Trennung vor? Wie wird euer Kind derzeit betreut, du schreibst du arbeitest wieder 80%?
Lieber Schwalbenweg

Dein Post deckt sich mit meiner Einschätzung. Er ist kein Psychopath, wohl aber in die Rolle des hilflosen, trotzigen Kindes geschlüpft, weil man ihm etwas wegnimmt und das heile Bild der Familie zerstört. Wir haben uns darauf geeinigt, unsere Tochter im wechselmodell / 50:50 zu betreuen. Denn würde ich sie ihm wegnehmen, würde er zur Bestie werden, das weiss ich. Er kümmert sich liebevoll um sie, versorgt sie gut und ich bin stolz auf ihn, wie er das macht. Mit mir jedoch ist er schlichtweg überfordert, da ich Forderungen und hohe Ansprüche stelle. Und natürlich habe ich zu lange geschwiegen und mich von ihm kleinmachen lassen.

Ich hab mich nun für eine Wohnung im selben Dorf beworben. So muss unsere Tochter den Kindergarten nicht wechseln, sondern kann sowohl dann, wenn sie bei ihm wohnt und wenn sie bei mir wohnt, innert 5 Minuten zum Kindergarten laufen. Wäre ich umgezogen in eine andere Stadt hätte sich alles verkompliziert und die einzig Leidtragende wäre unsere Tochter gewesen.
Ich bin mit ihm damals hierher gezogen, in meiner Heimat kenne ich keinen mehr. Ich habe auch keine Familie mehr. Alle sind tot ausser mein Vater, aber er ist viel im Ausland.
Derzeit geht die kleine 4 Tage pro Woche in die Kita im Nachbardorf. Dort ist sie gut eingewöhnt und ich möchte sie nicht rausreissen.

Ich habe nun alle Unterlagen kopiert, Lohnausweise, Unterlagen zum Kredit, Steuerrechnungen, Versicherungspapiere.
Ob ich gross Anspruch auf Unterhalt habe, weiss ich nicht. Mir wäre es lieber, dass wir Saldo aller Ansprüche auseinandergehen. Wir verdienen gleich viel und ab März arbeitet er auch 80% um mehr Zeit für seine Baustelle und seine Tochter zu haben. Eventuell werde ich nur die Differenz fordern, da er jetzt mit 100% noch mehr verdient als ich mit meinen 80%. Ich habe gar keine Kraft zu streiten und möchte am liebsten neu anfangen.
 
  • #34
Paartherapie ist kostenlos, wenn man sich an die in jeder Stadt vorhandene Familienberatung des örtlich vorherrschenden Trägers (meist Diakonie oder Caritas) wendet. Die wollen lediglich freiwillige Spenden, weil das schon durch Steuergelder finanziert ist.

Dass viele Menschen Angst vor psychologischer Unterstützung haben, ist leider weit verbreitet. Aber da hätte man wenigstens drauf dringen können, dass er sich das ernsthaft (z.B. mindestens 3 mal) ansieht.

Ich glaube, dass bei Euch noch lange nicht alles verloren ist. Dass Konflikte sichtbarer werden, wenn jemand aufgrund des Leidensdruckes die Beziehungsdynamik verändern will, ist völlig normal. Und dass man sich bei solchen Konflikten nicht gut fühlt ebenfalls. Die Frage ist halt, ob es am Ende zu einer besseren Beziehung führt oder nicht...

Ich finde es jedenfalls gut, dass Du Dein Verhalten reflektierst und veränderst.
Ich hatte auch gehofft, dass sich noch was richten lässt. Aber ich müsste mich selber dazu vergewaltigen. Ich habe jahrelang mit ihm diskutiert, auf eine Paartherapie gedrängt. Erst jetzt, als ich ausgezogen war, kam er mal in die puschen. Obwohl ich sooft gesagt habe, wie unglücklich ich bin. Mir fehlt die Kraft und der Wille und insgeheim möchte ich gar nicht, dass er sich ändert. Dann müsste ich ihn ja zurücknehmen.

Ich gleise derzeit meine Exitstrategie auf. Vor Weihnschten möchte ich hier raus sein.
 
  • #35
mit denen er leider keine tiefschürfenden Diskussionen führen kann, da ihm dafür der akademische Background fehlt.
Dann ist er einfach zu blöd dafür.
Ich bin im Herzen immer Handwerker geblieben. Ich habe in meinem Bekanntenkreis sehr viele Akademiker, Ingenieure, Ärzte, Juristen, einen Physiker, auch eine Biologin. Mit allen kann ich lange und interessante Gespräche führen und ich lerne so viel dabei. Nur ein wirtschafts Ingenieur kann mich nicht leiden weil ich als dummer Handwerker ein Vielfaches mehr als er verdiene oder mein nennen darf. Eine Maus der Typ.
Dein Kerl ist nur ein Neid ar..... und deshalb kommt er mit Akademikern nicht zurecht.
Blödmann.
M48
 
  • #36
Liebe Mairim,

Gut, dass Du für Dich jetzt klar und entschieden bist.
Und gut, dass Du nicht Hals über Kopf gehst, sondern strategisch sinnvoll.
Gutes Gelingen dabei.
Das packst Du.

@neverever, :))). Doch, mit Dir könnte ich mir auch sehr lange und sehr inspirierende und interessante Diskussionen vorstellen. Besonders wenn Du es mal wieder so ganz prägnant auf den Punkt bringst.
Da könnte sich manch anderer ein paar Scheiben abschneiden.
 
  • #38
Seit sie 10 Wochen alt ist, ordert er mich von abends 21:00 - 23:00 auf seine Baustelle um zu pickeln, zu hämmern, zu tapezieren, was auch immer. Und das für ein Haus in dessen Grundbuch ich nicht stehe. Nix mit Wochenbett.
Und in dem du - nach einer eventuellen Trennung - nicht mal wohnen wirst Maritim.
Warum hängst du dich da so rein, wenn du das in Wirklichkeit nicht willst?
Es liegt ganz alleine an dir, was du dir zumutest.
Du kannst auch "nein" sagen und dich nicht länger manipulieren lassen.
 
  • #39
Und in dem du - nach einer eventuellen Trennung - nicht mal wohnen wirst Maritim.
Warum hängst du dich da so rein, wenn du das in Wirklichkeit nicht willst?
Es liegt ganz alleine an dir, was du dir zumutest.
Du kannst auch "nein" sagen und dich nicht länger manipulieren lassen.
Da hast du recht. Nein sagen gehört nicht zu meinen Stärken. Das muss ich lernen!

Wenn ich nein gesagt habe, sagte er: „Du wolltest das Haus doch auch. Jetzt lässt Du mich im Stich. Ich muss immer alles alleine machen.“ Ich hatte die Kraft nicht, mich gegen diese Vorwürfe zu wehren. Erst jetzt, wo es so wie um mein Überleben geht.
 
  • #40
Oh, Dein Mann kann keine tiefgründige Diskussion führen, da er kein Akademiker ist? Sagst Du ihm das auch so? Sicher, Du bist ihm intellektuell überlegen, aber Du lässt das sehr raushängen. Das wirkt schon überheblich und provokant. Seinen Background kennst Du doch schon lange. Gekauft wie gesehen.
Man braucht kein Hochschulstudium, um gehaltvolle Gespräche und Diskussionen zu führen. Dafür brauchts soziale Kompetenz und Interesse an den Mitmenschen.
 
  • #41
Dort ist sie gut eingewöhnt und ich möchte sie nicht rausreissen.
Das finde ich klasse. Es geht ja jetzt erstmal um eine "Grundsicherung" und da spielt die Kita eine große Rolle, schließlich verbringt dein Kind dort viele Stunden am Tag und hat dort weitere wichtige Bezugspersonen, sozusagen eine Ersatzfamilie. Sie hat ganz sicher eure Spannungen mitbekommen und hat in der Kita einen zweiten Anker, vorausgestzt sie fühlt sich dort wohl, hat liebe, ausgeglichene Erzieher und insgesamt eine gute Atmosphäre.

Sehr viele junge Paare in meinem Umfeld, die sich trotz kleiner Kinder getrennt haben, entschieden sich für das 50/50 Model. Es läuft bei allen sehr gut, wahrscheinlich auch, weil sich die Eltern - trotz Trennungsproblemen/ -schmerzen- dem Kind zuliebe zusammengerauft haben. Es geht nämlich nur, wenn beide mitziehen. Jeder hat so eine unabhängige, freie Woche für Beruf, Hobby, Freunde und eine, die er mit Kind genießen und meistern kann. Und niemand wird durch einseitige Unterhaltsforderungen übermäßig strapaziert.

Gerade darum drücke ich dir die Daumen, dass du bei allem Frust und möglichen Manipulationsversuchen diplomatisch bleiben kannst. Bis zu einem gewissen Punkt ist es normal, dass dein (Ex)freund da erstmal dran zu knabbern hat. Wenn er sich zu krass verhält oder anfängt ernsthat zu stänkern, mach dir ein Gedächtnisprotokoll mit kurzen Stichpunkten, was, wann, wo...

Es tut mir leid, dass du keine Unterstützung durch deine Familie bzw. deine Eltern so früh verloren hast, am liebsten würde ich einspringen. Ich denke, du musst nur um Hilfe bitten bzw. dich deinem Umfeld mitteilen, dann helfen dir die Leute gern. Du könntest schon mal damit anfangen, eure Kitaerzieherin zeitnah von eurer Trennungssituation in Kenntnis setzen und sie um Rat bitten, wie ihr ihr das möglichst unbelastet für euer Kind gestalten könnt. Es wird sicher nochmal ein schweres Jahr, aber dann ist eure Kleine drei, ihr habt die schwierige Anfangszeit gemeistert und es wird immer schöner und lustiger:) Bis zur Pubertät und bis dahin ist noch viel Zeit.
 
  • #42
Liebe FS

Du hast einen Mann zum Freund, der anscheinend nicht alleine sein kann, der total fixiert auf dich ist und versucht dich daran zu hindern ein Leben (und seien es nur ein paar Stunden) ohne ihn zu haben. Furchtbar diese hinterlistige Art "die Mama lässt uns schon wieder alleine!"
Was ist mit ihm? Er lässt euch auch alleine, jeden Samstag zB. Das sieht er aber nicht, sondern er tarnt es als Opfer, was er für die Familie bringt.

Ich sehe auf deiner Seite Frust des immer alleine zu Hause seins, die Versorgung des Kindes alleine stemmen zu müssen, ABER auch Frust weil du nichts zurück bekommst, für das was du tust!
Dieser Satz
immer. Und das für ein Haus in dessen Grundbuch ich nicht stehe.
sagt so viel mehr aus! Es geht hier nicht nur um die Freiheit bzw Freizeit die du dir zu recht wünscht, sondern einfach darum dich nicht als gleichwertigen Partner an seiner Seite zu sehen. Eure Kluft ist riesig!

Was soll man dir raten? Ich habe das Gefühl du bist noch auf der Suche...!
Die große Verknalltheit ist halt nicht die große Liebe! Die Liebe ist tragfähig, die Verliebtheit alleine kann vergehen. Ich denke, so ist es dir ergangen. Du sehnst dich nach der großen Liebe, nach einem Mann der wirklich zu dir passt und mit dem du die gleichen Werte und Ziele teilst, was ich gut verstehen kann.
Wäre ich du, würde ich mich trennen, denn aus eigener Erfahrung heraus weiß ich, dass die Trennung früher oder später kommen wird und jetzt ist er für die Kleine noch leichter zu verkraften, denn sie wächst in die neue Situation einfach hinein und kennt es später nicht anders.

Ich habe immer geglaubt ich tue meinen Kindern etwas Gutes, wenn ich mich erst trenne wenn sie größer sind! Habe für sie an der Beziehung fest gehalten. Erst als ich mich dann Jahre später wirklich getrennt habe, habe ich erkannt, dass ich es mir und den Kindern nur noch schwerer gemacht habe dadurch.

Wie auch immer dein Weg aussehen mag, ich wünsche dir von Herzen, dass du deinem Herzen folgst (und nur dem Herzen?) und glücklich wirst.
 
  • #43
Hallo ihr lieben
Der Mietvertrag für die Wohnung ist unterwegs. Der Umzug ist auf 15.12. geplant. So sehr ich mich einerseits freue, besonders heute kommt etwas Angst in mir auf. Tue ich das Richtige? Werde ich je wieder glücklich sein? Auch finanziell wird der erste Monat angespannt. Die Miete, die Kaution, neue Möbel, ein neues Auto anschaffen (da er unser gemeinsames, das ich nutze und das er zu 70% und ich zu 30% bezahlt habe, verkaufen wird).

Das alles ist mir gerade etwas viel heute. Die guten und schlechten Tage wechseln sich ab...
 
  • #44
Die 30% vom Autoverkauf stehen dir zu! Müsste doch schon mal für die Kaution reichen. Hey das ist nicht weg - sondern ein Sparbuch auf deinem Namen.
Und meine Umzüge habe ich mit der Studenten-Umzugshilfe gemacht - weil ich stand damals auch jedesmal vor dem 'so was wie Nichts'.
Also bitte!
'Mit dem Rücken zur Wand, geht's nur noch nach vorne!' (Original Zitat Samtina)
Es wurde mein Lebensmotto, wenn ich die Welt und die Garstigkeiten meiner 'Allerwertesten Familie' manchmal nicht mehr verstanden habe ... und nur noch meinen Frieden finden wollte und das leben wollte, wofür ich wirklich auf dieser Erde bin.

Oder nimm den tollen Spruch von Valmont:
'Ab einer Wassertiefe von 1.20 m hat der Soldat unaufgefordert mit Schwimmbewegungen zu beginnen!'

Du bist auch nicht die einzige die derzeit in neue Gefilde aufbricht - es gibt noch mehr solche Frauen die heimlich mitlesen:
Auf geht's Mädels!
Auch wenn die Tage täglich kürzer werden - los geht's!
Hol dir Bananen-Karton gratis im Discounter & fange an zu packen!
Je leerer die alte Wohnung wird, desto leichter fällt der Abschied.
Nutze jede Minute!
Die Winter-Sonnwendt wird in der neuen Wohnung gefeiert - notfalls auf Kisten ... aber sicher!

Weihnachten ist lang heuer - da kannste prima streichen und neu einräumen!
 
  • #46
Denk daran, diese Tage bereits bei der Post die neue Anschrift anzumelden. Es gibt einen speziellen Antrag dafür.
Damit die neue Adresse in 2 Wochen dann bereits bei der Post registriert ist und deine wichtigen Briefe nicht beim Ex landen!
Außerdem kannst du bei trockenem Wetter auch mal mit dem Fahrrad fahren, bis du wieder ein Auto hast.
Du hast beim Ex viel renoviert - er soll dir vom Autoverkauf mehr geben als 30% ... !!
Übrigens: Prima dass du dort renoviert hast - du hast sicherlich viel geübt ... für irgend was ist alles gut ...
Komme nicht auf die Idee, seine alte Wohnung zu streichen.
Aber verhandle morgen gleich noch mit dem neuen Vermieter, dass du die neue Wohnung selber streichen wirst und er soll es ganz oder teilweise als Kaution verrechnen.
Schlaue Grüße unter echten Weibern!
 
  • #47
Der Mietvertrag für die Wohnung ist unterwegs. Der Umzug ist auf 15.12. geplant. So sehr ich mich einerseits freue, besonders heute kommt etwas Angst in mir auf. Tue ich das Richtige?
Wow, das ging nun ja alles sehr schnell.

Dass du unsicher bist, ist verständlich.
Doch was wäre die Alternative zum Auszug?
Bei ihm bleiben und dich weiterhin klein machen lassen?

Glaube fest daran, dass es jetzt nur besser werden kann und du auch wieder glücklich sein wirst. Am Anfang kommt immer Vieles zusammen. Wenn das erst geschafft ist, wirst du aufatmen.

Mich wundert nur, dass er keinen Widerstand leistet oder es dir extra schwer machen will aber vielleicht denkt er ja auch, du kamst wieder, so wie beim letzten Mal ...
 
  • #49
Wow, das ging nun ja alles sehr schnell.

Dass du unsicher bist, ist verständlich.
Doch was wäre die Alternative zum Auszug?
Bei ihm bleiben und dich weiterhin klein machen lassen?

Glaube fest daran, dass es jetzt nur besser werden kann und du auch wieder glücklich sein wirst. Am Anfang kommt immer Vieles zusammen. Wenn das erst geschafft ist, wirst du aufatmen.

Mich wundert nur, dass er keinen Widerstand leistet oder es dir extra schwer machen will aber vielleicht denkt er ja auch, du kamst wieder, so wie beim letzten Mal ...

Oh doch. Er leistet sehr viel Widerstand. Das reicht von Beleidungen, über Zynismus, Vorwürfe, Nicht-Wahrhaben wollen, Provokationen usw. Ich nehme kein Blatt vor den Mund mehr und nenne das Kind gleich beim Namen. Enttarne seine Spielchen. Darauf reagiert er aggressiv, und noch viel schlimmer: abschätzig.
Den Auszug habe ich ihm noch nicht definitiv mitgeteilt.
 
  • #50
Hast du Leute, die dir beim Umzug helfen? Dass du dann nicht allein bist? Wenn ja, wird schon alles gut gehen ...
 
  • #51
Hallo ihr lieben
Der Mietvertrag für die Wohnung ist unterwegs. Der Umzug ist auf 15.12. geplant. So sehr ich mich einerseits freue, besonders heute kommt etwas Angst in mir auf. Tue ich das Richtige? Werde ich je wieder glücklich sein? Auch finanziell wird der erste Monat angespannt. Die Miete, die Kaution, neue Möbel, ein neues Auto anschaffen (da er unser gemeinsames, das ich nutze und das er zu 70% und ich zu 30% bezahlt habe, verkaufen wird).

Das alles ist mir gerade etwas viel heute. Die guten und schlechten Tage wechseln sich ab...
Liebe Mairim111
Du hast meinen grössten Respekt für deinen Scharfsinn und deinen Mut! Du siehst die Situation glasklar, hast die richtigen Schritte (Therapie, Auszug, Rücksicht auf Situation des Kindes usw.) in die Wege geleitet. Du tust absolut das Richtige. Dass es nicht einfach ist, ist klar. Aber diese Beziehung funktioniert nicht. Als ich gelesen habe, wie er dir "befahl", mit Baby mitzuhelfen beim Hausbau, ohne dass du ins Grundbuch kamst, war bei mir endgültig Schluss mit jeglichem Verständnis.
Dieser Mensch setzt seine Interessen ohne Rücksicht auf dich durch. Da gibt es nur die Trennung, denn das wird sich nie ändern.
Du hast geschrieben, dass dir dein Partner bildungsmässig "unterlegen" ist. Ich halte gar nichts von akademischem Dünkel, aber meine Beobachtung ist, dass es dann häufig zu Machtkämpfen kommt, bei denen der Mann immer wieder versucht die Frau "kleinzuhalten". (Ausnahmen mögen die Regel bestätigen.)
Es bringt nichts, zurückzuschauen. Sieh den Verhütungsunfall als Schicksal, das dir eine wundervolle Tochter geschenkt hat. Nun heisst es, weiterzuziehen.
Du tust genau das Richtige: Es wird am Anfang nicht einfach sein. Aber du schaffst es, du wirst wieder glücklich werden (wer wird schon glücklich, wenn er täglich kleingemacht wird) und eines Tages wirst du einen liebevollen Partner finden (man macht in der Regel die gleichen Fehler nicht zweimal.) Alles Gute auf dem weiteren Weg!
 
  • #52
Oh doch. Er leistet sehr viel Widerstand. Das reicht von Beleidungen, über Zynismus, Vorwürfe, Nicht-Wahrhaben wollen, Provokationen usw. Ich nehme kein Blatt vor den Mund mehr und nenne das Kind gleich beim Namen. Enttarne seine Spielchen. Darauf reagiert er aggressiv, und noch viel schlimmer: abschätzig.
Den Auszug habe ich ihm noch nicht definitiv mitgeteilt.
Vielleicht wäre es besser, ihm den Auszugstermin nicht mitzuteilen. Oder sich auf jeden Fall für den Umzugstag mehrere Leute zur Verstärkung (in jeglicher Hinsicht) mitzubringen.
 
  • #54
Anstatt dort in der Wohnung zu grübeln und Zeit zu verplempern, solltest du morgen zum Anwalt gehen!
Du hast ein Kind von diesem Mann. Es gibt dringend finanzielle Werte wie Möbel und Auto zu klären. Desweiteren sind deine bisher in sein Haus eingebrachten Arbeitsleistungen von Wert und auch zu klären. Ebenso der Unterhalt für dich und das Kind.

Auch das bisherige Mietsverhältnis ist zu klären - damit du beim bisherigen Vermieter rechtzeitig aus dem Vertrag genommen wirst - sonst haftest du, wenn dein Ex im Trennungsstress mal einen Wohnungsschaden anrichtet.

Die neue Wohnung ist vorzubereiten - welche Möbel?
Der Umzug ist vorzubereiten - Umzugsfirma oder freiwillige Helfer oder Studenten-Jobvermittlung sind alsbald du reservieren. Ein LKW muss bei der Autovermietung auf den Umzugstag reserviert werden. Kläre auch, wer den fahren darf.

Es hilft nix, wenn du dich an diesem Kerl im persönlichen Kontakt aufreibst.
Du läufst auch Gefahr, dass er Werte verschwinden lässt, bevor du es mit ihm klären konntest.
Also geh bitte zum Anwalt.

Wenn du heute kein Geld für den Anwaltstermin hast, dann geh morgen früh zum Amtsgericht und hol dir einen Beratungs-Schein.
Dafür musst du alle Kontoauszüge der letzen Monate mitnehmen und Ausweis, Geburtsurkunde des Kindes, sonstige Vermögensnachweise (KFZ Schein etc.)

Also bitte werde aktiv!

Hast du schon mit dem Vermieter gesprochen wegen der Renovierung?

Bitte nutze jetzt jeden Tag!
 
  • #55
Liebe Mairim,

Die schwierigen Tage gehören dazu , auch die Zweifel.

Aber, Du wirst es merken, Stück für Stück wie Du freier wirst.

Hole Dir alles an Unterstützung, was Du bekommen kannst, bitte keine Hemmungen - Freunde, Familie,
Beratungsstelle damit das Elternsein funktioniert,
achte darauf , dass Du Dir auch Gutes tust und Du trotz Stress Zeit für Dich findest
Schafft Euch Euer Nest,
Und gestalte Dir ein richtig schönes erstes Weihnachten.

Du schaffst es,
Die viel Kraft und alles Gute.
 
  • #56
Lionnes Betulichkeiten sind DERZEIT wirklich fehl am Platz. Sie verleiten die Fragestellerin, zuviel 'Zeit für sich selbst zu finden' ...
Das ist erst dann sinnvoll, wenn sie sich gerettet hat.
Derzeit MUSS sie in sinnvolle Aktion kommen, und nicht mehr im privaten fischen bzw. grübeln.
Denn DAS hat sie schon zu lange getan - und sich dadurch keinen Überblick über die ihr zustehenden Werte geschaffen, die sie notfalls einklagen kann!

Sie sollte heute Vormittag bereits den Anwaltstermin absolviert haben und mit dem neuen Vermieter über die Regelung der Kaution verhandelt haben und mit dem bisherigen Vermieter termingerecht aus dem alten Mietvertrag ausgestiegen sein!
Desweiteren sollte sie sich morgen Klarheit verschaffen, ob es preiswerter wäre, neue Möbel in die neue Wohnung liefern zu lassen ... oder einen richtigen Umzug zu organisieren?
Für den Umzug muss sie diese Tage die Helfer und Transporter beauftragen. Für neue Möbel muss sie im Möbelhaus organisieren, wann die geliefert werden können und wieviel der Aufbau-Service kostet.
Dazu muss sie nun wissen, wieviel Geld sie in 2 Wochen haben wird!
Denn das braucht sie.
Also hopp jetzt!
Keine Zeit mehr mit Betulichkeiten verplempern!
 
  • #57
Es ist eine wirklich schwierige Situation. Einerseits ist es deine Pflicht, den Vater des Kindes über den Umzug zu informieren. Andererseits befürchtest du, dass er dir subtil die letzten Tage in der gemeinsamen Wohnung das Leben schwer macht, euer Kind instrumentalisiert und dir beim Auszug zudem Steine in den Weg legt.

Hole dir unbedingt Beistand. Einmal seelisch-moralisch-pragmatisch durch Freunde oder vertraute Nachbarn, andererseits juristisch-formell durch Jugendamt, Familienberatungsstelle, am besten einem Anwalt. Danach rate ich dir, auf neutralem Boden und während euer Kind von einer Freundin betreut wird oder in der Kita ist, das Gespräch zu suchen. Bereite ihn diplomatisch auf eine Auszeit oder Trennung vor, darauf, dass du eine eigene Wohnung suchst, ohne ins Detail zu gehen. Gib ihn in dem Gespräch vor allem die Gelegenheit, sich mit dir über die Betreuung eures Kindes auszutauschen, frage ihn konkret, wer welche/s Woche/nende abdeckt bzw. das Kind in der Woche abholt und wie ihr euch in der Wohnung arrangiert. Ein heimlicher Auszug mit Kind und ohne vorherigen Gesprächsversuch könnte dich ins Unrecht setzen.

Sollten statt Antworten nur Vorwürfe, Herabwürdigungen oder gar Drohungen kommen, kannst du das Gespräch jederzeit beenden und kommunizierst bis zum Auszug nur noch über das Nötigste zwischen Tür und Angel oder über WhatsApp. Dann hat er die Tür zugeschlagen und muss sich nicht wundern, wenn er vor vollendete Tatsachen gestellt wird.
 
  • #58
Die Fragestellerin läuft ohnehin Gefahr, dass der beleidigte Kindsvater das Jugendamt einschaltet, wenn sie es in diesen Tagen nicht auf die Reihe kriegt eine ordentliche neue Wohnung vorzuweisen.
Adventszeit hin oder her .... Es ist nicht Zeit für besinnliche Weihnachtsstimmung! Es sei denn sie will Herbergs-Suche spielen.

Sie wusste neulich noch nicht wie sie die Kaution realisieren kann, aber dümpelte seit etlichen Wochen rum, ob und wieviel Unterhalt sie vom Kindvater nehmen 'möchte' ... ein Wahnsinn ist das!

Schluss jetzt mit weihnächtlich. Du bist verpflichtet, deinem Kind eine ordentliche Wohnung und Versorgung zu gewährleisten.
Und zwar ganz egal, ob du Unterhalt 'möchtest' oder nicht ... du MUSST es regeln.
Und deine Arbeiterei, die DU in Wochenbettzeiten ausgeführt hast, die sind nicht zum Jammern oder Partner beschämen da, sondern Geld wert! Kannst vielleicht noch froh sein, dass es dir nun zum Vorteil gereicht.
Komme mal bitte in deine Selbst-Verantwortung.

Bisher war für deine Schicksalsgestaltung immer was anderes 'schuld' ... das Kind ist wundervoll und gesund. Prima!
Aber im Beipackzettel jenes anderen Medikamentes stand garantiert, dass es die Wirkung empfängnisverhütender Pillen herabsetzen kann ... gell!
Kannst also froh sein, dass die Kleine gesund ist!

Das Haus hatte der pöhse pöhse Partner auch schon länger geplant - wäre also damals bereits DEINE Aufgabe gewesen, dich und das Kind bzgl. Eigentum abzusichern - und zwar bevor drin gearbeitet wird.

Das Auto fährst zwar du - allerdings versorgst du ja auch das Kind.

Also lasse mal die Wut auf den komischen Typen, mit dem du länger rumgemacht hast, und ein Kindchen serviert hast, los ... und komm mal auf der Erde an!
Bitte geh zum Anwalt und lasse deine Werte klären.
Weil eine Wohnung anmieten ohne Geld ... ist illegal.
Und solchen alleinerziehenden Müttern werden Kinder sehr schnell entzogen.

Gruß von Samtina - die immer nur dann streng wird, wenn wirklich
das Ruder rumgerissen werden muss! Sonst gehst du flott unter!
 
  • #59
Der Kindsvater kann dem Jugendamt nämlich eine Wohnung (die bisherige) und bald auch das renovierte eigene Häuschen vorweisen ... !
Frage: Wann wollte er eigentlich einziehen? Zum heuer zum Jahresende?
Dann pass mal lieber auf, dass die bisherige Wohnung nicht bereits gekündigt ist ... nach Methode Frau frei oder so ...Stehst du in der bisherigen Wohnung überhaupt im Mietvertrag? Hast du dich jemals um solche Sachen gekümmert?
Es ist viel! Ein Umzug im abnehmende Jahr sehr sehr anstrengend ... aber ... danach hat man's gelernt! Vorher darf man nicht feiern ...

Also, hopp beeile dich, Fragestellerin ... bitte Anwaltstermin und kläre überall deine Rechte und Möglichkeiten!

(Oder sollten die Kibbeleien und die neue Wohnung nur ein Druckmittel sein, damit er dir einen Heiratsantrag macht und du bald mit ins neue Häuschen ziehen darfst? Auch solche Paare hat das Forum schon erlebt.)
 
  • #60
Lionnes Betulichkeiten sind DERZEIT wirklich fehl am Platz. Sie verleiten die Fragestellerin, zuviel 'Zeit für sich selbst zu finden' ...
Blödsinn.
Ich sage doch nicht, dass man sich hinsetzt und wartet.
Aber es braucht bei aller Aktivität trotzdem Momente zum Zu sich finden , zum Sortieren, Nachdenken und auch um sich gutes zu tun.
Gerade wenn es stressig ist.
Weil man in solchen Momenten auch wieder Kraft findet zum Weitermachen, statt heiß zu laufen.

Mairim ist doch aktiv, sie wird hoffentlich sich der Brisanz der Situation bewusst sein - und ich hoffe, dass sie sich auch fachliche Unterstützung in jeglicher Hinsicht holt, die sie braucht .
Anwalt für das Rechtliche, Familienberatung für die Trennung und die Kinder, hier geht es um die Elternrolle und evtl. auch - das hat evtl. etwas Zeit, therapeutische Unterstützung zur Aufarbeitung dieser Partnerschaft.

Und manchmal geht es nicht darum, um jeden Preis zu kämpfen, sondern darum, die Balance zwischen Kompromissen und Grenzen setzen zu finden.
D.h. hoffen auf eine friedliche Lösung , seinen Beitrag, im vernünftigen Rahmen, tun - ggf. mit Vermittlung bzw. Mediation, und damit rechnen, dass man bitter kämpfen muss, und dies ggf. auch tun.
Immer im Bewusstsein, dass in einem Kampf die Kinder die Leidtragenden sind.

Ich bin lieber etwas abwägender, (und wenn es manche verächtlich betulich nennen), als immer auf Krawall gebürstet.

Denn auch wenn ich mich anfänglich vom Erzeuger meiner Kinder einvernehmlich trennte, ging es dann von Stalking zu ernsthaften Drohungen weiter, und über Jahre hinweg blieben die Kinder der Vorwand für einen Krieg, insbesondere als ich einem neuen Partner fand. Dann lief der Ex heiß.
Es gab Zeiten, da hatte ich Panikattacken, wenn ich den Briefkasten öffnete, oder das Telefon klingelte, ungezählte Prozesse um Nichtigkeiten.
Mein Jüngerer hat sich nicht grundlos von seinem Stiefvater adoptieren lassen, mit 17, inzwischen ist der Kontaktabbruch beider zum leiblichen Vater erfolgt.

Das hat es beiden Kindern nicht leicht gemacht, es gab ganz schwierige Phasen, und es hat Narben hinterlassen.
Mich hat es nur viel Energie gekostet.

Wenn man so etwas vermeiden kann, toll.
Man sollte es zumindest versuchen.
 
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