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Gast

  • #1

Dränge ich mich tatsächlich in Tochter-Mutter Verhältnis ?

Mit meiner Partnerin ( 37) verstand ich mich auf Anhieb super. Kennengelernt, verliebt, ... nach 4 Monaten dann die Tochter ( 6) kennengelernt. Diese ist ein kleines, aufgewecktes, niedliches Mädchen. Dieses Kompliment ließ ich meiner Partnerin scheinbar zu oft zukommen, denn inzwischen reagiert meine Partnerin boshaft auf mich, wenn ich mich meinerseits mehr mit ihrer Tochter beschäftige. Ihre Tochter hat mich schnell lieb eingestuft und freut sich jedes Mal, wenn wir uns sehen. Momentan habe ich mich über meinen beruflichen Weg ( 6 Wochen Aussendienst) aus der Partnerschaft zurückgezogen und mache mir Gedanken über den weiteren Verlauf dieser Beziehung. Habe ich mich etwa in ein Mutter- Tochter Verhältnis gedrängt ? Ist meine Partnerin eifersüchtig darauf, dass ich ihre Tochter gern habe und diese mich auch ? Sollte es nicht so sein, dass es allgemein ein gutes Verhältnis gibt ? Was habe ich falsch gemacht ? m37
 
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Gast

  • #2
Also eines ist doch ganz KLAR : wenn Du Dich wirklich mehr mit der Tochter beschäftigst als mit Deiner Partnerin , so wie Du es zumindest geschrieben hast / ich gehe aber trotzdem mal davon aus das Du Dich da nur unglücklich ausgedrückt hast und Du mehr Zeit im Sinne von gesteigert meinst / solltest Du aber tatsächlich mehr mit der Tochter beschäftigt sein als mit Ihrer Mutter , dann hätte ich Dich hochkant raus geschmissen und nie wieder rein gelassen.
m45
 
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Gast

  • #3
Ja,. solche Frauen gibt es. Eifersucht in jeder Richtung.

Eifersucht, wenn ihre Tochter sich mit mir gut versteht. Sie hatte mir gegenüber schon vorherigem Partner vorgeworfen, er hätte sie nur genommen, um an ihere Tochter heranzukommen. ...

Eifersucht, wenn meine Tochter sich mit mir gut versteht. Etc.

Hatte ich auch schon alles. Offenbar denken auch andere so. Das wird dann sogar wissenschaftlich als berechtigt mit Freud und Ödipuskomplex etc. hingestellt.

Am Ende darf die Frau zu allen Menschen gute Beziehungen haben, aber der Mann muss schön sozial isoliert sein, damit die Frau alles unter Kontrolle hat! Das ist nämlich das Ergebnis. Gibt es weitere Kontroll-Freak-Anzeichen?

Wenn Du Dich nicht tatsächlich gerade selbst krankhaft viel um ihre Tochter kümmerst, dann sieht es wahrscheinlich schlecht aus für Euch als Paar.
 
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Gast

  • #4
Deine Partnerin kann sich glücklich schätzen, einen Menschen an ihrer Seite zu haben, der ohne Not mit ihrem Kind auskommt - irgendwelche (generellen)Fantasien der Umwelt sind doch hochgepuscht und irrsinnig!
Wenn Deine Partnerin "eifersüchtig" ist (also mit Eifer suchen mag, wo ein Haar in der Suppe ist),
dann habt Ihr womöglich Eure Situation noch nicht wirklich miteinander besprochen und geklärt.

Alles Gute Dir
(ich hätte mir damals einen solchen Partner für m. Sohn sehr gewünscht, also einen,
der für beide Ebenen: Partnerin und auch deren Kind empathisch ist/offenist) -
und versuche es mit Deiner Partnerin auszuräumen.
 
  • #5
[Mod.= gelöscht! Ihr Beitrag enthält ein Nebenthema, das auf keinen Fall aus der Fragestellung zu entnehmen ist. Bitte halten Sie sich an den Titeltext. - Danke!]
 
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Gast

  • #6
Stammesgeschichtlich gesehen interessiert sich ein Mann nicht für eine Tochter sondern nur für einen Sohn wenn er älter als 10 oder 11 ist. Jüngere Buben hängen auch noch am Rockzipfel der Mutter wie die Töchter. Dein Entzücken für die Tochter lässt also alle Warnlampen bei der Mutter angehen. Alleinerziehende Mütter haben eine noch stärkere Einheit mit ihren Kindern - vermischt mit Schuldgefühlen weil es mit dem Vater nicht geklappt hat und großer Vorsicht und Schutzimpulsen was normalerweise von beiden Eltern geleistet wird.
Mein Tip: Lass mal das Kind außen vor, Verbringt exklusive Zeit zu zweit. Ein romantisches Wochenende ohne Tochte usw.
 
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Gast

  • #7
Ja, Du solltest Dich ein wenig zurück halten.
Deine Freundin empfindet Dein Verhalten zu ihrer Tochter, als ein Druckmittel gegen sie.
Deine Freundin möchte so geliebt werden und nicht wegen der Tochter.
An erster Stelle sollte sie sein und mit der Zeit als Zugabe die Tochter.
Verwöhne mal die Mutter. Das ist wichtiger.
 
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Gast

  • #8
Ich habe das auch schon erlebt bei meiner Schwester.
Diese ist geschieden mit 7 jähriger Tochter!
Ihr Partner hatte das erste halbe Jahr nur exklusiv mit meiner Schwester verbracht und sie waren sehr glücklich. Dann lernte er die kleine Tochter kennen und seitdem sind die Tochter und der Freund ein Tandem, wobei sich meine Schwester oft ausgeschlossen fühlt.
Die Kleine genießt diese neue Vaterfigur in ihrem Leben und manchmal erlebe ich es, wie sie versucht ihre eigene Mutter auszustechen.
Das Verhältnis zum Freund wurde immer problematischer, denn der Freund beschäftigt sich zu 70% mit dem Kind beim Lego-Spielen, Spielplatz usw.
Er hatte sich schon immer eine Tochter gewünscht und ist jetzt total happy eine ganze Familie bekommen zu haben.
Meine Schwester hatte nun das längt fällige Gespräch gesucht und er war total erstaunt, dass sie es so empfindet. Es sei nie in seinem Interesse gewesen, die eigene Freundin zu vernachlässigen, was aber leider passiert ist.
Nun bemüht er sich sehr und plant einen Kurzurlaub mit meiner Schwester alleine, plant ein romantisches Dinner etc.
Seitdem geht es mit der Beziehung wieder richtig bergauf!
Begehe nie den Fehler, dass Du Deine Partnerin vernachlässigst und das Kind auf ein Podest stellst!
Deine Freundin muß immer auf Deiner Ebene sein und nicht das Kind!
Gib ihr nie das Gefühl, dass sie nur ein Beiwerk ist denn SIE ist Deine Partnerin!
Genieße es zu Dritt - vergiss aber nicht Zeit zu Zweit einzuplanen.
Viel Glück Euch!!!
w.
 
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Gast

  • #9
Meiner Ansicht nach ist das Mutter-Tochter-Verhältnis bei vielen AE von Haus aus deutlich fehlentwickelt. Aus Angst vor Ablehnung bei Prinzipientreue und Konsequenzen werden aus Töchtern "beste Freundinnen", das Kind wird zum Partnerersatz, die Mutter wird zum Coach, das Eltern-Kind-Verhälnis tritt mehr und mehr in den Hintergrund. Nur so lässt es sich für mich erklären, dass Mütter eifersüchtig sind wenn ihr Partner sich mit dem Kind beschäftigt und versucht ein Vater-Kind-Verhältnis aufzubauen.

Mütter haben Angst ihre "beste Freundin" zu verlieren, der Partner wird da zur Konkurrenz. Bei intakten Familien ist es völlig normal, dass das Kind zeitweise mal zu dem Vater und mal zu der Mutter das engere Verhältnis hat, Eifersucht zwischen den Eltern wegen dem Kind gibt nicht. AE glauben aber immer und zu jeder Zeit der engste Vertraute ihres Kindes sein zu müssen, dem Partner wird diese Rolle auf gar keinen Fall und zu keiner Zeit zugestanden. Das ist nur eines von vielen Problemen von Patch-Work - es gibt keine Gleichberechtigung innerhalb der Familie.
 
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Gast

  • #10
Ich glaube, hier geht es eher darum, dass die Mutter sich vom Partner vernachlässigt fühlt und das nicht, dass sie "ihre kleine beste Freundin" verliert.
Wenn man als Frau das Gefühl hat, der Partner kommt nur noch um mit dem Kind zu spielen und selbst spielt man die 5.Geige - naja, das würde mir auch nicht gefallen.
Das gibt es übrigens auch bei "normalen" Familien und nicht nur bei AE´s.
Wie immer, sollte man das Gespräch suchen und das eigene Verhalten reflektieren.
An erster Stelle steht die Partnerschaft - unabhängig von Ehe oder Patchwork!
Nie das Kind über die Mutter stellen, denn diese Rolle steht einem Kind nicht zu.

Alles Gute!
w.41
 
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  • #11
Ich glaube, hier geht es eher darum, dass die Mutter sich vom Partner vernachlässigt fühlt und das nicht, dass sie "ihre kleine beste Freundin" verliert.
Wenn man als Frau das Gefühl hat, der Partner kommt nur noch um mit dem Kind zu spielen und selbst spielt man die 5.Geige - naja, das würde mir auch nicht gefallen.
Das gibt es übrigens auch bei "normalen" Familien und nicht nur bei AE´s.
Wie immer, sollte man das Gespräch suchen und das eigene Verhalten reflektieren.
An erster Stelle steht die Partnerschaft - unabhängig von Ehe oder Patchwork!
Nie das Kind über die Mutter stellen, denn diese Rolle steht einem Kind nicht zu.

Alles Gute!
w.41
Das ist widersprüchlich denn die Mutter stellt ganz sicher das Kind an erste Stelle und nicht den neuen Partner. Der FS hingegen soll seine Partnerin an erste Stelle setzen. Das passt irgendwie nicht.
Eigentlich ist es gut, dass der FS das Kind bevorzugt - wie die Mutter. Aber es ist nicht sein Kind deshalb ist es sonderbar und irritiert die Mutter. Ich würde mich aus der Beziehung langsam zurückziehen denn ich möchte keine so wenig ausgewogene Partnerschaft.
 
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Gast

  • #12
Willst du wirklich nur das Ersatzrad in einer Familie sein ?

Nein, du drängst dich nicht zwischen Kind und Mutter, du zwackst dem Kind nur etwas von seiner Zeit ab.
Aber das spielt nicht wirklich eine Rolle, du bist dabei eine Beziehung anzufangen, die du als Mann nur verlieren kannst.
Auch wenn es schwerfällt , such dir eine Frau die noch keine Kinder hat, den auch wenn du gerade auch gut mit dem Kind auskommst, wirst du nie dazugehören, und die Pupertät wird dir bewust machen welchen Stellenwert du für die Familie hast.

Die muss klar sein, dieses Kind an das du dich gerade gewöhnst, wird dich niemals Akzeptieren, weder als Ersatzpapi noch als Richtiger.

Mich hat es 14 Jahre meines Lebens gekostet, die unwiederbringlich verloren sind, weil ich zu spät erkannte das ich nur als Geldgeber zu fungieren habe, und das galt für Mutter und Tochter.

M42
 
  • #13
Das ist widersprüchlich denn die Mutter stellt ganz sicher das Kind an erste Stelle und nicht den neuen Partner. Der FS hingegen soll seine Partnerin an erste Stelle setzen. Das passt irgendwie nicht
Nein, es ist nicht widersprüchlich, denn in einer gut funktionierenden Partnerschaft, egal ob nun Patchwork oder nicht, stellt sich niemals die Frage, wer an erster Stelle kommt: Die Eltern/Stiefeltern funktionieren als Paar, die Kinder unterwerfen sich der elterlichen Autorität (na ja, die Pubertät lass ich jetzt einmal außen vor).

Es geht in der Tat nicht um die Frage, ob sich FS in das Mutter/Tochter-Verhältnis drängt (bezeichnenderweise steht "Tochter" in der Formulierung an erster Stelle). Es ist grausam, wenn einem Erwachsenen das Gefühl vermittelt wird, dass er/sie nun mit einem Kind um die Gunst konkurriert. Und ja, es geht unterschwellig um Sexualität. Furchtbar!

Nein, FS, das Thema ist zu heikel, um es auf diese Weise zu trivialisieren. Schlimmer, durch deine Sichtweise schiebst du der Mutter den schwarzen Peter zu. Deine Haltung wirft höchste Irritationen auf.
 
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Gast

  • #14
Nein, es ist nicht widersprüchlich, denn in einer gut funktionierenden Partnerschaft, egal ob nun Patchwork oder nicht, stellt sich niemals die Frage, wer an erster Stelle kommt: Die Eltern/Stiefeltern funktionieren als Paar, die Kinder unterwerfen sich der elterlichen Autorität (na ja, die Pubertät lass ich jetzt einmal außen vor).

Es geht in der Tat nicht um die Frage, ob sich FS in das Mutter/Tochter-Verhältnis drängt (bezeichnenderweise steht "Tochter" in der Formulierung an erster Stelle). Es ist grausam, wenn einem Erwachsenen das Gefühl vermittelt wird, dass er/sie nun mit einem Kind um die Gunst konkurriert. Und ja, es geht unterschwellig um Sexualität. Furchtbar!

Nein, FS, das Thema ist zu heikel, um es auf diese Weise zu trivialisieren. Schlimmer, durch deine Sichtweise schiebst du der Mutter den schwarzen Peter zu. Deine Haltung wirft höchste Irritationen auf.
"die Kinder unterwerfen sich der elterlichen Autorität" Ja das ist doch genau der Punkt. Der Lover der Mutter ist eben nicht der Vater sondern eben nur der Lover der Mutter.Oder eine arme Wurst weil er sich noch nicht mal mit der Tochter seiner Freundin beschäftigen darf, ohne auf die Rübe zu bekommen. Wahnsinn, was sich Männer alles antun für Sex!
 
  • #15
Ich habe letzten Samstag zwei verschiedene 3-köpfige Familie beobachtet.
Mann, Frau, Mädchen. Interessanterweise saßen sie ganz in unserer Nähe.
Das eine Trio war total miteinander beschäftigt und hatte Spaß zu dritt! Sie spielten ein Spiel und lachten sehr viel.
Bei dem anderen Trio sah es weniger harmonisch aus!
Mann und Kind saßen nebeneinander, die Mutter gegenüber. Mann und Kind waren nur mit sich beschäftigt, während die Frau zuerst krampfhaft versuchte auf sich aufmerksam zu machen und es dann irgendwann frustriert aufgegeben hatte!
Man sah diese Disharmonie und ich weiß nicht ob es Patchwork war oder eine Familie aus "einem Guß"! Jedenfalls tat mir diese Frau leid, denn sie hatte keine Chance gegen dieses Duo!
Sie ließen sie gar nicht "mitspielen" und sie wirkte so grenzenlos traurig.
Ich glaube, dass hier einfach das Zusammenspiel nicht funktioniert!
Als Mann sollte immer die Partnerin an erster Stelle stehen und dann die Kinder!
Natürlich liebt man seine Kinder, aber letztendlich führt man die Beziehung nun mal mit dem Erwachsenen und nicht mit dem Kind.
Ich kann nur raten offen miteinander zu reden und ganz wichtig, auch Zeit einzuplanen ohne Kind.
Nur Mann und Frau um sich wieder aufeinander zu zu bewegen!!
Viel Glück!