• #31
Naja, schau mal, die Frau hat klar gemacht, wie sie die Sache sieht: Man kann seinen Trieb auch mal unter Kontrolle bringen. Ein erwachsener Mensch sollte dazu in der Lage sein, aus Trieb nicht alles anzuspringen. Eine Frau muss gesellschaftlich ständig in der Lage sein, ihren Trieb zu kontrollieren. Es ist also was ganz normales. Das ist eine Meinung, worüber man diskutieren kann in der Beziehung und das hat er hier versäumt. Die Konflikte habt ihr, weil dein Kumpel seine Kauleiste nicht aufkriegt und sagen konnte, dass er das anders sieht, denn dann hätte er Verantwortung übernehmen müssen und sich trennen müssen. Er hätte die Eier haben müssen, seine Ehe zu lösen, das Haus zu verkaufen und sich eine neue Wohnung zu kaufen. Aufgabe des Kumpels gewesen, seine Kauleiste aufzukriegen, um zu sagen: "Ich trenne mich, ich will Sex und alles wegknallen was ich will, weil ich scharf auf alles andere bin." Das ist sein gutes Recht. Ist halt mit viel Verantwortung, Schmerz, Courage, Geld und Unannehmlichkeiten verbunden. Davor drücken sich viele Eierlose der Welt.
Ich würde für mich die Werte aufstellen, keine eierlosen Freunde mehr zu akzeptieren, die die Kauleiste nicht aufkriegen, sich um alles drücken, und es sich bequem im Leben machen, weil sie zu träge sind. Warum? Das alles färbt auf dich über und ihr steckt euch gegenseitig an.

Ich würde den Kumpel absägen, damit er mir nicht so schaden kann.
Merke: Der Leidtragende ist immer der, der am wenigsten dafür kann. Dem Betrüger gehts gut, die Frau ist entlastet ohne Sex, aber du hast dich beeinflussen und manipulieren lassen. Lässt du dich oft so instrumentalisieren?

Ich kann "Nein" sagen, wenn mich jemand als Alibi ausnutzt. Ich sage: "Verschwinde!". Ich bin mir selbst der Nächste. Und dein Kumpel muss sich selbst der Nächste sein. Man muss gut auf sich selber aufpassen! Kumpels werden überbewertet! Loyalität unter Männern ist ganz ganz schrecklich. Hau den weg und such dir vernünftigere Kumpels. Der Freundeskreis wäre mir scheißegal. Freunde muss man verlassen können, wenn sie einem schaden oder anderen schaden, sonst wird man ein unliebsamer Mitläufer.
 
  • #32
Sorry, mir über diese krude Geschichte Gedanken zu machen, ist es mir nicht wert!!! Wahrscheinlich bist Du es selbst, der fremdgeht und weißt nicht, was Du jetzt machen sollst. Deswegen fällt Dir nicht mal auf, dass Deine Geschichte gar keine Pointe hat (oder wenigstens Frage/Ratsuche an die anderen Foristen). Einfach nur ärgerlich.
 
  • #33
Was möchtest du jetzt wissen?

In heutiger Zeit eine gute Ehefrau zu betrügen, ist in meinen Augen eine ganz dumme Sache, die man bereuen wird, denn da draußen laufen nur unfähige Singledamen herum und du wirst keine vernünftige Single-Frau finden, die annäherend so bereit ist, so funktionieren, wie eine Ehefrau es aufopfernd tut.

Dein Kumpel wird jede Frau betrügen. Phasenbetrug gibt es nicht. Das müsstest du als Mann am besten wissen. Ein Betrüger bleibt ein Betrüger. Ein Mann der einmal betrügt, betrügt jede Frau. Und die neue "Freundin" deines Kumpels ist halt nur ein naives Mädchen. Aus sie wird mal langweilig. Wie oft willst du den Mann schützen? Und bist du dir nicht zu schade dafür, dich von einem minderwertigen Mann selbst minderwertig machen zu lassen?

Mit Männern, die Lehrer sind, habe ich zudem ganz schlechte Erfahrungen gemacht und habe daher nur ein müdes Lächeln übrig. Entsprechende Horror-Storys über Lehrer kannst du hier im Forum lesen. Das soll kein Vorurteil sein, aber diese Menschen unterrichten unsere Kinder. Diese Leute sind nichts besseres und müssen sich vor mir erstmal menschlich beweisen - können sie oft nicht.
Auch deine Story zeigt wiedermal ein menschlicher Abgrund (um es höflich auszudrücken). Ich würde solche Menschne in meinem näheren Kreis nicht akzeptieren. Gibt bessere Leute, als Leute mit zerstören Ehen und Betrug, die ihr Leben nicht auf der Reihe haben.

Dem Kumpel hätte ich damals schon vor 2 Jahren gesagt, er solle sich mal am Riemen reißen. Verliebtsein ist kein Grund, so herumzuzappeln. Man muss seine Emotionen schon bisschen besser im Griff haben. Reife Menschen müssen das tun können und wenn man meint, sexuell was zu verpassen, dann hätte ich ihm gefragt, was er so herumjammert. Er soll die Scheidung einreichen und sich vielleicht besser noch ein paar Jahre ausleben, bis er reif genug für eine Ehe ist. Es gibt Männer, die brauchen kein Sex und verzichten eigenwillig darauf, weil ihnen was anderes wichtiger ist. Deswegen versteh ich das Problem gar nicht nicht, außer dass er sich nicht im Griff hat und er eben psychisch sehr labil ist und du auch wirkst, als hättst du dich an der psychischen Labilität angesteckt.
Du hast verkannt, die richtige Person zu schützen - nämlich die Ehefrau! Stattdessen schützt du jemanden, der seinen Trieb nicht unter Kontrolle hat. Weiß nicht, was das soll und was für ein Sinn das hatte.

Wenn der Sex einschläft, ist zu 90 % der Mann schuld. Die Frau ist nicht dazu da, um die Beine breit zu machen, um Triebe zu befrieidgen. Er hätte sich auch mal was Neues einfallen und zum Verführer werden können, als jeden Abend furzend im Bett zu legen. Von dem her: krieg dich mal ein bisschen ein. Der Typ ist durch und wird es mit der Neuen genauso verhauen. Schieß den Kumpel ab, das ist nichts und hat auf dich keinen guten Einfluss!
 
  • #34
Ach ... und der ganze Club war immer im ehelichen Schlafzimmer dabei und hat zugeschaut und kann die Hand ins Feuer legen, dass
das was der Kumpel erzählt hat stimmt ... und dass die Ehefrau wirklich sich immer weigert mit ihm zu schmusen und auch keinerlei Sex mehr will ... ??
Also alles garantiert wahr ??
Ich meine ... nach einigen Jahren ehrenamtlicher Sozialarbeit hier,
hatten wir ja meistens ziemlich abgedroschene Storys, wo liierte Fremdgänger grundsätzlich ihren Opfern erzählen, dass daheim nix mehr laufe in Sachen Sex.
Und jedesmal rennt das Forum mit der Taschenlampe und prüft ob es wirklich die Wahrheit ist.
Und dann ... innerhalb weniger Wochen tauchen Aspekte auf - die vorher einfach nicht bemerkt worden sind.
Und meistens hat das Forum recht.

Und JEDER von euch kennt die Ehefrau - ist sogar per DU mit ihr?
Und manchmal kommt sie auch zu Geburtstagen oder zur Weihnachtsfeier und bringt euch Kuchen mit? Hoffentlich liegt der jetzt JEDEM quer im Magen.
Los zeig ihnen allen diesen Thread!
Wir verschonen keinen von euch!
Gemeinsam sollt ihr es tragen.

Ach du darfst nix verraten?
Hast du geschworen?
Sonst werfen sie dich raus?

Dieser Herrenclub in dem du da verkehrst - bist du sicher, dass das wirklich 'Ehre' ist, was ihr da pflegt?
Mir erscheint es eher als eine Verstrickung aus Abhängigkeiten,Gefälligkeiten und dunklen Geheimnissen - das ist nicht gut - ich möchte so einen Mann nicht an meiner Seite haben,
der seinen Kumpels näher steht als der eigenen Frau.
Seid ihr so ein Verein wo einander auf Gedeih & Verderb 'Treue' geschworen wurde?
So ein Club aus Galgenvögeln - die sich wie 'Brüder' fühlen?

Also Sportsfreunde - wie dreckig & elend wird es jedem von euch gehen ... wenn ans Licht käme, dass es NIE wirklich an der Ehefrau lag, dass der Fremdgänger woanders liegen durfte mit euch als Steigbügelhalter?
Ich fände es grandios wenn ALLE Frauen dieser Herren, sich gleichzeitig von euch scheiden lassen würden - aufgrund
Seelischer Grausamkeit und Mitwirkung an ehelichem Betrug ...
genau betrachtet seid ihr alle ein Scheidungsgrund charakterlich und aktiv und passiv.

'Was du nicht willst das man dir tu - das füg' auch keinem anderen zu' ... gilt nicht nur unter Männern ... gilt grundsätzlich unter MENSCHEN !!
Dieser Planet vergisst nichts ...
es dauert ... aber dann ... gründlich ... I love it!

Samtina
 
  • #35
Boar wie mies- von EUCH!

Wen meine Beziehungssituation bescheiden ist und keine Einigung zu erzielen ist dann hab ich mich zu trennen. Punkt.

Ist natürlich der bequemere Weg zu betrügen.

Viel, viel schlimmer find ich ja das IHR, als Freundeskreis AUCH von dieser Frau, da noch mitmacht.
Wie unfassbar demütigend und hinterlistig.

Die Frau tut mir wirklich leid, alle Menschen denen sie vertraut haben sie beschissen, belogen und verraten.
Eure Motivation dazu ist sowas von Selbstgerecht das mir schlecht wird!

Pfui- in aller Deutlichkeit!
 
  • #36
Der dritte Vertragspartner ist ja der Staat, also wir alle.

Wer Partnerin oder Partner betrügt, verstösst gegen keinerlei Gesetze oder Vorschriften. Kein Gericht wird Anklage erheben, kein Polizist einschreiten. Ich kann keinen Vertrag erkennen und ich kann erst Recht nicht erkennen, warum ich (als "wir alle") involviert sein sollte, wenn mein Nachbar oder mein zweitbester Freund ihre Frau betrügen.
Es gibt keinen Vertrag mit Verpflichtung zu Treue mehr, das ist 50 Jahre her (1969). Die Schuldfrage bei Scheidungen hat sich seit 1977 erledigt. Sorry, es gibt keinerlei rechtliche Verpflichtung, in einer Ehe treu zu sein. Es wäre natürlich möglich, einen entsprechenden privaten Vertrag mit Sanktionen zu schließen, ob das überhaupt zulässig wäre, kann ich nicht beurteilen. Ein öffentliches Interesse besteht auch dann nicht. Ist auch gut so.

Im morlischen Sinne wird es ja auch so gesehen.
...Deswegen ist es eine schwerer Fehler und sollte bestraft werden.

Nicht mal das. Moral ist, wenn nicht in Gesetze geschrieben, letztlich eine persönliche und gesellschaftliche Übereinkunft ohne rechtliche Ansprüche. Damit Du Moral durchsetzen kannst, musst Du sanktionieren können.

Klar kannst Du es für moralisch verwerflich halten, Sex mit Verhütung zu haben, Swingerclubs zu besuchen, irgendwas außer der Missionarsstellung zu verwenden, Prostituierte zu besuchen, gleichgeschlechtlichen Sex zu haben oder aber regelmäßig fremdzugehen. Vielleicht wirst Du beim einen oder anderen Thema sogar eine Mehrheit in der Bevölkerung finden, die Deine Sicht teilt. Du wirst aber immer genügend Menschen finden, die auf Moral an der Stelle pfeifen.

Und zum Thema "sollte bestraft werden" bin ich anderer Ansicht und kann darüber bestenfalls lachen. Das sind kleinkariert-kirchliche und zum Glück überkommene Muster, auch wenn sie von manchen, auch politisch motivierten, Moralaposteln gerne vertreten werden, die damit ihre Sichtweise durchsetzen möchten und zum Glück nicht mehr können. Es ist Deine persönliche Moral. Du kannst Dich in Gemeinschaften aufhalten, die Deine Moralvorstellungen teilen, Du kannst Dir Freunde und Partnerin suchen, die das sehen wie Du. Dass Du mir vorschreiben könntest, dass ich nicht fremdgehen darf, ist in unserer Gesellschaft zum Glück nicht mehr möglich und ich hoffe, so eine Diktatur werden wir nie wieder bekommen.

Treue ist Privatsache. Ausschließlich.
 
  • #37
Man kann seinen Trieb auch mal unter Kontrolle bringen. Ein erwachsener Mensch sollte dazu in der Lage sein, aus Trieb nicht alles anzuspringen. Eine Frau muss gesellschaftlich ständig in der Lage sein, ihren Trieb zu kontrollieren. Es ist also was ganz normales.

Keine Frau muss gesellschaftlich heute noch ihre Triebe unter Kontrolle bringen, kein Mann ebenso. Das ist schlicht Unsinn. Die Frage ist nur, was soll die Konsequenz sein.

Treue bedingt (sogar aus Sicht der katholischen Kirche) Sex. Ernsthaft durchsetzen lässt sich beides nicht. Es kann aber nur persönliche Sanktionen dazu geben. Meine Frau schläft nicht mehr mit mir? Dann kann ich tun, was ich möchte, sollte es aber aus meiner Sicht offen tun, das ist hier der springende Punkt. Das hat aber auch eher etwas mit Ehrlichkeit und Umgang in einer Beziehung zu tun und nicht mit Moral oder gesellschaftlichen Vorschriften. Die Konsequenz ist doch letztlich schlicht, dass die Beziehung kaputt ist.
Mir wäre es viel zu peinlich, den kompletten Freundeskreis einzuweihen und einzuspannen, um ein wenig Sex zu bekommen, weil meine Frau nicht mehr will. Und natürlich ist es vom Freundeskreis auch völlig daneben, dann mitzuspielen, das zeigt ja die Frage des FS.
 
  • #38
Stimmt! Eine solche morallose Einstellung ist für mich eine absolute menschliche Katastrophe, ich bin überzeugt, dass wenn Menschen die eine solche Einstellung haben, dies offen, aufrichtig und authentisch bei einem 1. Partnerkontakt das gleich mitteilen würden, also nicht für sich behalten, wie sie genau darüber denken, sie würden keine Beziehung zustande bringen, ich (m) möchte mit solchen Menschen keinen Kontakt haben! Im menschlichen und zwischenmenschlichen Bereich, spielt ausschließlich die Einstellung, der Charakter, das Vertrauen, die Moral, eine wichtige Rolle sonst nichts! Ohne Vertrauen ist Liebe nicht möglich!
 
  • #39
Stimmt! Eine solche morallose Einstellung ist für mich eine absolute menschliche Katastrophe, ich bin überzeugt, dass wenn Menschen die eine solche Einstellung haben, dies offen, aufrichtig und authentisch bei einem 1. Partnerkontakt das gleich mitteilen würden, ...

Beziehst Du Dich jetzt auf meine Aussage? Die hat mit "morallos" nichts zu tun. Die hat etwas damit zu tun, dass ich die "Moralisten", die bei anderen immer genau wissen, wie die sich moralisch einwandfrei verhalten sollen, für meist "moralloser" halte.
Eine Inhaltliche Aussage zu meinen Moralvorstellungen habe ich ja nicht gemacht. Ich bin schlicht der Meinung, dass Moralvorstellungen (über das hinaus, was die Gesellschaft wirklich als allgemeingültig definiert), jeder Mensch für sich entwickeln sollte und muss, statt irgendetwas nachzuplappern, was Sonntags in der Kirch erzählt wird.

Und Treue ist für mich tatsächlich Privatsache und kein öffentlich zu diskutierendes Gut. Prozesse wegen Untreue hatten wir hier lange genug. Dass ich Treue deswegen nicht für wichtig und richtig halte, habe ich ja auch nicht gesagt. Aber ob zwei Menschen für sich entscheiden, treu oder nicht treu zu sein, geht die Umgebung wirklich nichts an, die Öffentlichkeit schon gar nicht.
 
  • #40
Wer Partnerin oder Partner betrügt, verstösst gegen keinerlei Gesetze oder Vorschriften.
Gefühlt habe ich das folgende hier bestimmt schon 100 mal geschrieben:
Worte / Wortwahl ist durchaus wichtig. Es geht hier nicht um 'Betrug',
es geht um einen Seitensprung, bzw. um eine außerehelichen Affäre!
Und schon ist alles nur noch halb so dramatisch. Es ist alles nur (zwischen)menschlich.
Ansonsten schließe ich mich der Meinung an, dass hier der Seitenspringer und nicht der Kumpel des Seitenspringers schreibt.
 
  • #41
Stimmt! Eine solche morallose Einstellung ist für mich eine absolute menschliche Katastrophe, ich bin überzeugt, dass wenn Menschen die eine solche Einstellung haben, dies offen, aufrichtig und authentisch bei einem 1. Partnerkontakt das gleich mitteilen würden, also nicht für sich behalten, wie sie genau darüber denken, sie würden keine Beziehung zustande bringen, ich (m) möchte mit solchen Menschen keinen Kontakt haben! Im menschlichen und zwischenmenschlichen Bereich, spielt ausschließlich die Einstellung, der Charakter, das Vertrauen, die Moral, eine wichtige Rolle sonst nichts! Ohne Vertrauen ist Liebe nicht möglich!

Was ist unmoralisch? Sorry, IM, wieder mal verfehlt.
Stimme Lebens_Lust zu - Meine Moralvorstellungen sind privat, die darf/kann mir niemand vorschreiben. Auch da bin ich bei Lebens_Lust. Was soll daran unmoralisch sein? Man hat - ganz authentisch, IM - seine eigenen Moralvorstellungen, der andere hat seine - und beim Kennenlernen Check man, ob man da konform geht.
Auch mein Freundeskreis hat ähnliche Vorstellungen, sonst wäre auch der Umgang schwierig.

Für mich ist Treue, auch sexuelle, unverhandelbar. Treue - Vertrauen. Ich denke, Lebens_Lust sieht es nicht anders.

Ich würde mich aber trennen, wenn meine Partnerschaft nicht mehr passt. Erst das Gespräch suchen, Lösungen, aber wenn es dann nicht anders geht, ist Trennung eine Lösung.
Eine offene Beziehung wäre nun für mich keine Lösung, eine Partnerschaft ohne Intimität auf Dauer passt für mich nicht.

W,50
 
  • #42
Du bist selbst der Kumpel.
Du bist ein Egoist. Du bist kein Freund. Eine ganze Clique zum Lügen bringen, sie sagen als Freunde nicht nein.

Eine einzige Option. Finde Deine E*** wieder.
Trenne Dich von Deiner Frau. Das hat sie nicht verdient. Entschuldige Dich bei Deinen Freunden.
Was aus Dir und der Anderen wird, zeigt die Zeit. Das ist Dein Dilemma. Du musst Dich entscheiden.

Ich lüge nicht. Bis auf Höflichkeitslügen. Ehrlichkeit ist mir wichtig. Ich lüge nicht für einen Freund. Evtl einmal als absolute Ausnahme.
Ich mische mich nicht in die Angelegenheiten anderer Paare. Es gibt immer die 2. Seite.
Ein Freund, der von mir verlangt, dass ich für ihn lüge, ist kein Freund mehr. Weil er mich und meine Werte nicht respektiert. Er kennt diese, wenn er mein Freund ist.

M, 54
 
  • #42
Was ist unmoralisch? Sorry, IM, wieder mal verfehlt.
Genau.
Ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber ich habe noch nie eine Frau betrogen und war untreu und umgedreht haben mich auch nicht keine Frau betrogen, was ich aber nur annehmen kann, weil zu 100 % dies nur die betreffenden Frauen sagen können.

Ich weiß auch nicht warum manche Menschen Untreu sind, anstatt miteinander zu reden und Lösungen zu finden.

Vielleicht macht es auch manchen Menschen spaß untreu zu sein, aber ich bin vielleicht auch mit 56 schien zu alt, um dies zu machen. Das sind halt Dinge die ich 108o nicht gemacht habe und warum soll ich jetzt 2020 damit anfangen.

Eventuell fehlt mir ja auch die große Erfahrung, weil ich noch nie Untreu war und ich kann auf die große Erfahrung sehr gerne verzichten.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #43
Natürlich ist Treue ein privates Gut und natürlich entscheidet jeder, wie er sich verhalten möchte. Der Punkt ist aber, dass solche Handlungen wie Fremdgehen eine Charaktereinstellung zeigen, die mit Sicherheit sich auch in anderen Lebensbereichen zeigt. Wer fremdgeht, verstößt gegen kein Gesetz, aber das sind Menschen , die feige sind, sich zu positionieren und Entscheidungen zu treffen , an das eigene Wohl auf Kosten der anderen denken und kein Problem haben, ins Gesicht zu lügen. Ich kann mir gut vorstellen, dass solche Menschen als Kollegen oder Freunde oder als Chefs sich such nicht anders verhalten, also ja, Fremdgehen geht uns alle irgendwie was an.
 
  • #44
Ich weiß auch nicht warum manche Menschen Untreu sind, anstand miteinander zu reden und Lösungen zu finden.
Genau so geht es mir auch. Ich bin loyal bis zum Abwinken, das habe ich vielleicht von meinem Vater geerbt. Treu, zuverlässig, ehrlich...wie ein Hund würden manche auch sagen. Aber Hunde mag ich sehr. Untreue braucht es nicht geben. Ist man unzufrieden, gibt es Probleme, setzt man sich zusammen und SPRICHT miteinander. Bringt das nichts, dann kann man sich trennen, fertig.Aber dann konsequent und für immer. In jeder Beziehung sollte man sich 100% aufeinander verlassen können, in jeder. Und das muss nicht immer eine Paarbeziehung sein.
Der Punkt ist aber, dass solche Handlungen wie Fremdgehen eine Charaktereinstellung zeigen, die mit Sicherheit sich auch in anderen Lebensbereichen zeigt.
Stimmt genau.
 
  • #45
Wer Partnerin oder Partner betrügt, verstösst gegen keinerlei Gesetze oder Vorschriften.
Darüber diskutiere ich aber mit Tom.
Er wollte auch einen Vergleich mit einem Privatvertrag heraus und ich habe dann darauf hinegweisen, dass es eben dann solche Konsequenzen hätte.

Und darüber hinaus bin ich tatsächlich der Meinung, dass diese Fremdgeherei zu sanktionieren, wie auch immer.
Sonst könnte man (gernau wie Dur hier gerade) auf die Idee kommen, dass es ja doch nicht so schlimm sein, wenn die Gesellschaft dagegen schon nichts Wirkliches unternimmt.
Um so mehr ärgert mich dieses Geschrei z.B. nach Heirat, wenn aber weder Männchen noch Weibchen (und zwar auch viele Forisiten hier) meinen, man können diese Vertrag mal eben (ohne Kenntnisnahme des Anderen) aufkündigen, wenn man sich in bestimmter Weise vernächlässigt fühlt.


Genau so geht es mir auch. Ich bin loyal bis zum Abwinken, das habe ich vielleicht von meinem Vater geerbt. Treu, zuverlässig, ehrlich...wie ein Hund würden manche auch sagen.
Das glaube ich Dir nicht.

Diese Einstellung ist auch sehr gefährlich.

Erinnere Dich bitte an die anderen Threads, wo ers darum ging, wie ehrlich man bezüglich seiner Wünsche sein darf, wenn z.B. dem Einen die sexuelle Nähe fehlt oder sonstige Wünsche z.B. dominiert zu werden oder Swingerclub oder sonstwas.

Dann schreibst Du nämlich plötzlich auch, dass dies entweder passen muss, oder eine Beziehung unpassend sei. Aber Du weißt auch, dass man sich auch verändert.
Was ist denn, wenn Dein Partner Dich irgendwann äußerlich nicht mehr so attraktiv findet ? Soll er dann wirklich ehrlich sein ?
Augenmaß finde ich wichtiger.
 
  • #46
Dann schreibst Du nämlich plötzlich auch, dass dies entweder passen muss,
So ist es. Es muss passen. Passen heißt für mich, beide wissen darüber Bescheid und beide sind einverstanden und keiner hat ein Problem damit. Es muss nur ehrlich darüber gesprochen werden. Das ist für mich kein Betrug. Wenn man sich verändert, oder wenn ES sich verändert, dann passt es wohl nicht mehr. Dann muss darüber auch gesprochen werden. Zeige mir eine Stelle hier im Forum, wo ich Lügerei, Unehrlichkeit und dergleichen mehr verteidige.
Warum ist diese Einstellung gefährlich? ICH muss damit klarkommen, sonst keiner. Ich stehe auch dazu, dass ich, wenn mein Bauchgefühl sich negativ meldet, mal kurz "nachschaue". Dann gehe ich, fertig. Da spreche ich aus Erfahrung.
 
  • #47
Was ist denn, wenn Dein Partner Dich irgendwann äußerlich nicht mehr so attraktiv findet ? Soll er dann wirklich ehrlich sein ?
Ja, natürlich! Wenn er sich anders orientiert, dann werde ich für ihn wahrscheinlich u.a. nicht mehr attraktiv genug sein. Das ist dann ganz alleine seine Sichtweise. Man verändert sich ja auch äußerlich. Der Grund, warum ich dieses Forum gefunden habe und immer noch da bin, ist ja mein letzter Ex aus Freiburg. Eine Fernbeziehung, die über 8 Jahre ging. Er hat sich übrigens auch äußerlich verändert. Älter werden wir ja alle, schöner auch nicht jeder. Er war 11 Jahre jünger. Er suchte sich eine andere Partnerin, die auch äußerlich besser zu ihm passte. Das fand ich allerdings auch. Ich glaube, ich habe hier auch mehr als einmal geschrieben, dass ich meinen Partner auch im Alter liebe und zwar mit allem, was dazugehört. Wir altern gemeinsam. Ihn fand ich noch genauso attraktiv, wie am Anfang unserer Beziehung.
Aber es passte dann trotzdem nicht mehr mit uns beiden.
Was mich betrifft, hat er mal durchblicken lassen, dass er mich weiblicher fand, als er mich kennenlernte. Im letzten Drittel unserer Beziehung nahm ich sehr ab und das ist kein gutes Zeichen, womit ich auch Recht hatte. Es ist alles gut.
 
  • #48
Moral ist weder bindend noch verpflichtend.
Sie ist eine jeweils persönliche Charaktereigenschaft, welche jeder Mensch für sich bestimmt.
Manche Menschen lassen sich ihre Moral durch andere wie Kirche, Eltern oder Freunde vorsingen, aber letztendlich entscheiden wir alle selbst und freiwillig wie unsere Moral sein sollte.
Zum Thema. Ich habe meine Exfrau in jungen Jahren sexuell ein mal betrogen, der Klassiker. Dazu weitere Male in dem ich mir mein Ego aufpolierte bei anderen Frauen ohne mit Ihnen etwas zu haben.
Das war dann meine Moral.
Heute habe ich eine andere für mich bessere Moral gefunden, nämlich so einen Scheiss nie wieder zu machen.
Ich habe auch die Kehrseite der Medaille sehen müssen und musste erfahren was das mit jemandem abstellt.
Die Strafe die hier gefordert wird bekommt man vollautomatisch irgendwann von selbst. Und das ist gut so und sollte nicht durch dritte verhandelt und gerichtet werden.
Denn die Moral von dieser Geschicht, halbe Eier rollen nicht!
M49
 
  • #49
Um so mehr ärgert mich dieses Geschrei z.B. nach Heirat, wenn aber weder Männchen noch Weibchen (und zwar auch viele Forisiten hier) meinen, man können diese Vertrag mal eben (ohne Kenntnisnahme des Anderen) aufkündigen, wenn man sich in bestimmter Weise vernächlässigt fühlt.
Genau das war aber so gewollt.
Die Wirklichkeit hat die Ehe quasi eingeholt und überholt.
Erinnere dich mal zurück - Erzählungen deiner Grosseltern - wie wenig alt wurden früher die Menschen. Ich weiss noch, als ich Kind war, da war die Zahl 100 fast utopisch. Der Bürgermeister hat mit riesigem Blumenstrauss gratuliert, der Lokalredakteur hat einen Bericht verfasst - und der Jubilar war stolz wie Bolle. Viele Menschen sind nämlich mit 70 gestorben .....
Das ist ein Punkt.
Der andere ist:
Ehe für alle, Ehe ohne eheliche Pflichten, Vergewaltigung in der Ehe, Scheidung vereinfacht .... all das hat die Ehe entwertet.
Im Grunde müsstest du heute eine Ehe für 3 Jahre eingehen, verlängert keiner, dann ist sie automatisch geschieden. Ähnlich einem Pachtvertrag, mit klar definierten Rechten und Pflichten. Für die Kinder wäre das aber blöd .....
Wie willst du die Ehe entwickeln ? Quo vadis ..... entweder heiraten nur ganz wenige Paare noch, die so und so eine ganz klassische Ehe anstreben. Und dem Staat gehen seine Vorteile flöten. Oder du gibst Freiheiten - mit der Folge, dass diese manchen Menschen auch nicht passen.
Ich bin der Ansicht - die Freiheiten sollen bewahrt werden. Denn es können sich ja auch alle beide scheiden lassen. Mit und ohne Fremdgehen / Seitensprung ....
Oder sollten wir dann auch wieder zur Scheidung nur durch Tod zurück ? Die Zeiten der Axtmörder und Giftmischerinnen zurück holen ......
Gar nicht so einfach. Es gibt viel zu Bedenken .....

Vielleicht sollte doch jeder seine Freiheit so nutzen, dass er nach seiner Facon glücklich wird. Dazu gehört dann auch, dass Freunde die Freiheit haben, nicht (mehr) Alibi sein zu wollen
 
  • #50
Nicht mal das. Moral ist, wenn nicht in Gesetze geschrieben, letztlich eine persönliche und gesellschaftliche Übereinkunft ohne rechtliche Ansprüche. Damit Du Moral durchsetzen kannst, musst Du sanktionieren können.
Und was soll
Wie willst du die Ehe entwickeln ? Quo vadis ..... entweder heiraten nur ganz wenige Paare noch, die so und so eine ganz klassische Ehe anstreben.

Ganz genau. Das schrieb ich an anderer Stelle auch schonmal.

Heiraten sozusagen als Qualitätssiegel für ganz wenige, die besonders gut zusammenpassen und tatsächlich im vollen Bewusstesein auch tatsächlich meinen, was sie sich gegenseitig so alles versprechen und schwören.

Und es mus muss vorher eine Mindestzeit geben, inwelcher die Paare sich gegenseitig kennengelernt haben und es nicht nur Verliebtheit ist, welche diese Beziehungsform mit Steuervorteil (der dann natürlich größer ausfallen würde) abstrebt. Die Hürden müssen sehr hoch sein.

Und natürlich dann auch Sanktionen, von mir aus auch staatliche, z.B. Steuernachzahlungen der gewährten Vorteile bei Mißerfolg.

Und selbstverständlich gibt es dann auch indirekte Regelungen und Vorgaben was die Kernkompetenzen dieser jeweiligen Ehe so ausmacht.

Das alles wird dazu führen, dass diese Form der staatlich geförderten Beziehung nur ganz wenigen Menschen vorbehalten bleibt.

Wenn dies alles so eintritt, dann könnte die Ehe auch in meine Augen wieder eine Wert erhalten, als dass was die Forristimmen und IM hier so herbeischreien....
aber so, wie heute ? NEIN, niemals.
Lieber würde ich alleine leben anstatt mir Lügen anzuhören, so bereitwillig meine Parterin (oder irgendeine andere) auch sein mag, mit diesen die Welt zu verunreinigen. Niemand meint was er sagt. Alles wertlos. Wir brauchen aber wieder Werte.
 
  • #51
Vergewaltigung in der Ehe, (...) .... all das hat die Ehe entwertet

Dein Ernst?
Eine Ehe war wertvoll, weil Mann in diesem Rahmen Gewalt anwenden konnte? Auf eheliche Pflichten pochen?

Ich finde gerade heute eine Ehe wertvoll. Weil sie absolut freiwillig ist. Freie Entscheidung. Jeder verantwortlich ist, wie er sie gestaltet.

Früher war Ehe unauflösbar. Einerseits Sicherheit, andererseits Gefängnis.

Du hast nie geheiratet. Ich war es sehr lange. Freiwillig.
Du würdest nie. Ich würde wieder. Sofort, mit Überzeugung.

M, 54
 
  • #52
Für mich ist Treue, auch sexuelle, unverhandelbar. Treue - Vertrauen. Ich denke, Lebens_Lust sieht es nicht anders.

Sehe ich selbstverständlich auch so. Aber jemandem, der das anders sieht, pauschal unmoralisches Verhalten vorzuwerfen, würde mir nicht einfallen.

Heiraten sozusagen als Qualitätssiegel für ganz wenige, die besonders gut zusammenpassen und tatsächlich im vollen Bewusstesein auch tatsächlich meinen, was sie sich gegenseitig so alles versprechen und schwören.

Eine witzige Idee. Und wenn’s trotzdem schiefgeht, erfolgt eine Verurteilung wegen Meineids? Hast Du mal darüber nachgedacht, wie unsinnig es ist, ein dauerhaftes Gefühl zu schwören? Abgesehen davon, dass eine Ehe rechtlich weder mit einem Versprechen noch einem Schwur verbunden ist. Sie ist schlicht ein Vertrag. Der natürlich wechselseitige Verantwortung enthält. Das umfasst Treue, wobei ich nicht sagen kann, ob damit sexuelle Treue gemeint ist. Der Staat hat wohl mehr Interesse an der wechselseitigen Versorgung. Damit ist ein Steuersplitting logisch. Beiden gehört sozusagen die Hälfte vom Einkommen, also zahlt jeder dafür Steuern.

Und natürlich dann auch Sanktionen, von mir aus auch staatliche, z.B. Steuernachzahlungen der gewährten Vorteile bei Mißerfolg.

Das bedeutet, der weniger verdienende Partner müsste auch seinen Einkommensanteil zurückzahlen, wenn er die Ehe beenden möchte? Und natürlich auf Rentenansprüche verzichten? Steuern werden rückerstattet, aber der Staat zahlt dem nicht verdienenden Oartner dann rückwirkend Sozialhilfe?
 
  • #53
Niemand meint was er sagt. Alles wertlos. Wir brauchen aber wieder Werte.

Dann fange mit Dir an - Sage, was Du meinst. Handle danach. Entscheide über Dein Leben, stehe dazu.
Wenn für Dich alles wert-los ist, dann hast DU keine Werte, oder?
Oder möchtest Du, dass man Dir vorschreibt, nach welchen Werten Du zu leben hast? Ich nicht - ich will für mich entscheiden, diese Freiheit ist mir wichtig.

Was würde es Dir nutzen, wenn man so einen Ehefilter einführen würde? Gestalte Deine eigene Ehe nach Deinen Ansprüchen, und alles ist doch gut? Hast Du so intensiv geprüft auf absolute Passung? Ich habe in Erinnerung, dass es Dir vor allem ums Aussehen ging, und Du billigend in Kauf nahmst, dass es dafür andere Defizite gab. Möchtest Du jetzt für die Wahl, die Du getroffen hast, sanktioniert werden?
Oder verlässt Dich gerade Deine Frau - klingt fast so... Zutiefst verletzt (Betrug).

Es gibt nach wie vor in unserer Gesellschaft bestimmte anerkannte Werte, und ansonsten - ich umgebe mich mit den Menschen, die meine Werte teilen.
Vertrauen, Loyalität, Verbindlichkeit, Ehrlichkeit, Toleranz...
Und Ehrlichkeit bedeutet für mich auch, dass ich, wenn eine Passung verloren geht, und nicht trotz Bemühen wieder herstellbar ist, ich dann meine Konsequenz ziehe. Ob bei Freunden oder Partnern.

Nicht vergessen auch, dass wir selbst, jede*r einzelne Teil der Gesellschaft sind und diese mit unserem Verhalten gestalten.

W,50
 
  • #54
Heiraten sozusagen als Qualitätssiegel für ganz wenige, die besonders gut zusammenpassen und tatsächlich im vollen Bewusstesein auch tatsächlich meinen, was sie sich gegenseitig so alles versprechen und schwören.
Könnte man machen.
Ich würde sogar weiter gehen
Ehe als Vorstufe zur Familie. Denn für was Steuervorteile, wenn sowieso beide arbeiten gehen ? Keine Kinder wollen ?
Aber ich würde auch die Kinder von H4 "Mamies", die 4 Kids mit 4 versch. Nachnamen / Vätern haben, direkt fördern. Und diese Frauen streng kontrollieren und die Strasse kehren lassen, solange die Kinder in der Schule sind.
Man kann noch weiter gehen und weitere Boni gewähren, wenn Kinder frei von Religion erzogen werden. Dann kann jeder selbst entscheiden ....
Aber der Weg ist ein anderer. Ehe für alle - und damit so wertlos wie Abitur für alle.
 
  • #55
Dein Ernst?
Eine Ehe war wertvoll, weil Mann in diesem Rahmen Gewalt anwenden konnte? Auf eheliche Pflichten pochen?
Mein Ernst und nicht mein Ernst.
Ja, eheliche Pflichten sehe ich als notwendig und richtig an, wenn das Eheversprechen ernst zu nehmen sein soll. Die klassische Formel meine ich.
Nein, nicht mein Ernst, dass Mann oder Frau Gewalt anwenden sollen.
Frei gestalten wir - LAT ohne Trauschein. Freiwillig sind wir zusammen. Du hättet mit zusammen Wohnen und sowieso wegen der gemeinsamen Immobilie nicht mehr die Möglichkeit, ohne Zwang dich täglich neu für deine Freundin zu entscheiden. Dich würde eine Trennung richtig Geld kosten.

Richtig ist, dass Ehe kein Gefängnis sein muss. Aber sehr oft eines ist.
 
  • #56
Du bist der Protagonist, du hast dich verliebt, du betrügst deine Frau.

Jetzt wo du es ansprichst... ich hatte beim ersten Lesen auch so ein komisches Gefühl. Aber eher in der Richtung, dass die FS die Affäre sein könnte, nicht der Fremdgeher.

Für mich liest sich der Text schon wie von einer Frau geschrieben.

Naja und Affären erzählt man ja auch regelmäßig die Geschichte vom Keinsex in der Ehe.
Ist das zu ausgelutscht und will sie mehr, kommt die Geschichte mit dem Verliebtsein, dann der Teil, dass er das seinen Kindern nicht antun kann und hin- und hergerissen ist, während der Fremdgeher nicht ansatzweise an Trennung denkt. Maximal daran, wie lange sich die Affäre wohl noch hinhalten lässt .

Ja, die Motivation der FS bleibt irgendwie unklar.
 
  • #57
Wenn für Dich alles wert-los ist, dann hast DU keine Werte, oder?
Doch, habe ich.
Das sind zwar keine klassischen Werte (z.B. Heiraten), aber aus einem gewissen Verständnis heraus (z.B. für bestimmte Maschinen) ergänzen sich meine Werte mit klassischen Werten z.B. meiner Partnerinnen und meiner Familie.

Und ich halte den Wert, dass es unsere Welt so existiert und ich in ihr zusammen mit anderen Lebewesen leben darf, für den den größten Wert schlechthin.

Diey ist ein Wert, der aus sich selbst entstanden ist, den wir Menschen in keiner Form jemals ergründen können, selbst wenn wir es irgendwann einmal schaffen sollten zu verstehen, was dunkle Materie oder dunkle Energie ist (was allerdings auch unwahrscheinlich ist) .
Dazu gehört für mich auch eine Grundreligiosität, da im modernen christlichen Glauben gute Grundleitlinien zum Umgang miteinander, aber keine massiven Freiheitseinschränkungen verbiunden werden; bin auch nicht fromm.
Und natürlich liebe ich meine Familie. Ist das ein Wert ? Keine Ahnung, ich weiß einfach, dass es so ist.

Und es hat für mich einen Wert, eine Entscheidung nach reiflicher Überlegung zu treffen und sich auch immer daran zu halten, wenn ich dies so zugesagt habe. Solche Entscheidungen habe ich schon getroffen und auch unter allen Widrigkeiten bisher durchgehalten.

Das hat für mich Wert, deswegen habe ich auch diesbezüglich (und bezüglich meiner Fähigkeiten und Eigenschaften) einen erheblichen Selbstwert, kenne aber auch meine fatalen Schwächen, was zu einem weiteren großen Wert führt, den ich schätze:
Selbstreflektion.
Zu erkennen, das man klein ist. Das hat auch Wert.

Ích vermisse die vorgenannten Eigenschaften (welche eben auch nicht deckungsgleich mit altruistischen Ansätzen sind) bei vielen Menschen auch in meiner Nähe und auch hier im Forum.
Ganz schön arrogant, ich weiß das wohl.
 
  • #58
Du hättet mit zusammen Wohnen und sowieso wegen der gemeinsamen Immobilie nicht mehr die Möglichkeit, ohne Zwang dich täglich neu für deine Freundin zu entscheiden. Dich würde eine Trennung richtig Geld kosten.

Es ist Ansichtssache.
Es würde mich kein Geld kosten. Wir haben alles vertraglich solide geregelt. Immobilien sind bei uns eine sehr einträgliche Investition.
Ich kann, oder sie, natürlich jeden Tag freiwillig gehen.

Zwang ist, was ich als Zwang empfinde. Die Auflösung rechtlicher Verträge beinhaltet immer Aufwand. Es ist aber kein Zwang.
Ich empfinde Ehe nicht als Zwang. Es ist ein Versprechen. Ein Signal. Ich will mit Dir eine Partnerschaft, möglichst für immer. Das schließt nicht aus, dass man an einem Punkt feststellt. die Partnerschaft existiert nicht mehr.

Ja, eheliche Pflichten sehe ich als notwendig und richtig an, wenn das Eheversprechen ernst zu nehmen sein soll.

Es sind für mich keine "ehelichen Pflichten", sondern die Basis jeder Partnerschaft. Liebe, Vertrauen, Treue, Zueinander stehen, miteinander leben, Wir, Intimität, Respekt, Achtsamkeit Umgang.
Ohne die Basis ist das Versprechen wertlos. Ich verspreche die Basis zu pflegen. Garantie auf Erfolg gibt es nicht. Ich nehme das Versprechen sehr ernst. Ich habe es, ohne Zeremonie, meiner Partnerin versprochen.
Wir beabsichtigen im Frühjahr eine freie Zeremonie.

Es ändert nichts an der Freiwilligkeit. Zwang und Partnerschaft schließt sich aus.
M, 54
 
  • #59
Und ich halte den Wert, dass es unsere Welt so existiert und ich in ihr zusammen mit anderen Lebewesen leben darf, für den den größten Wert schlechthin.

Was soll das für ein Wert sein, welche "Moralvorstellung" soll daraus folgen. Sorry, das ist ein Allgemeinplatz. Jeder Massenmörder könnte das auch sofort unterschreiben.

Dazu gehört für mich auch eine Grundreligiosität, da im modernen christlichen Glauben gute Grundleitlinien zum Umgang miteinander, aber keine massiven Freiheitseinschränkungen verbiunden werden;

Ich habe mich davon gelöst, irgendwelche Werte aufgrund einer Religion für mich festzulegen. Damit will ich nicht mal die Werte negieren, aber in Frage stellen. Und wenn ich dann mit meinem persönlichen Wertegerüst zu dem Schluss komme, dass sie gut sind, dann gehören sie auch zu meinen Werten. Das gilt für Einschränkungen durch Religion genauso. Ich gebe mein Hirn nicht an der Kirchentüre ab und folge den zeit- und kontextunabhängigen Wertvorstellungen anderer Menschen, selbst wenn sie Papst sind. Aber natürlich gestehe ich jedem zu, dass für sich trotzdem so zu tun.

Und es hat für mich einen Wert, eine Entscheidung nach reiflicher Überlegung zu treffen und sich auch immer daran zu halten, wenn ich dies so zugesagt habe. Solche Entscheidungen habe ich schon getroffen und auch unter allen Widrigkeiten bisher durchgehalten.

Für mich nicht. Ich stelle jede Entscheidung in meinem Leben jeden Tag in Frage. Ich würde morgen jede Entscheidung um 180° drehen, wenn ich das als sinnvoll erkenne, mich aber natürlich auch nicht vor den Konsequenzen drücken.Ich lege in meinem Leben nichts endgültig fest.

Für mich ist "leben" verbunden damit, jeden Tag reagieren zu können und zu müssen, neue Erfahrungen machen zu können und neue Chancen ergreifen zu können. (Ich schreibe damit nicht, dass ich jede Entscheidung dauernd umwerfe!).
Wir haben hier immer wieder reichlich Beiträge von Frauen, die misshandelt und geschlagen werden. Von Männern, deren Frauen fremdgehen. Von Paaren, die zerstritten sind bis aufs Blut. Herzlichen Glückwunsch zur unwandelbaren, zugesagten Entscheidung.

Du magst das für einen Wert halten, für mich ist es völlig unsinnig und mein Leben ist mir dafür zu schade, stur und uneinsichtig in eine Sackgasse zu rennen, nur weil ich einmal entschieden habe, in diese Richtung zu laufen.
 
  • #60
Eine Frau muss gesellschaftlich ständig in der Lage sein, ihren Trieb zu kontrollieren.
In wieweit mehr oder weniger als ein Mann?
Eine Frau muss genausowenig und darf genauso viel, wie ein Mann auch, alles andere ist Einbildung und ein angenommener äußerer Druck, der in Wahrheit inner Druck ist.
Keiner verwehrt einer selbstbewusstten Frau eine selbstbewusste Sexualität in der der Trieb genauso viel kontrolliert wird, wie auch nicht. Ja ich weiß es gibt auch Männer, die das ablehnen und es gibt noch,mehr Frauen welche eine allzu offensichtlichliche Ausrichtung auf Sexualität ebenso ablehnen.

Es gibt aber genug Männer, für die eine Frau, weilche auf Intimitäten abzielt, nicht der Ruin ihrer persönlichen Lebeneinstellungen ist. das ist die große Mehrzahl der Männer, deren meinung Frauen aber egal ist, da die angenommenen Vorurteile der Männer-Minderheit besser zu ihren eigenen Empfindungen passen.

Ich behaupte aber, dass der "Trieb" bei Frauen sowieso anders ist .

Der weibliche "Trieb" scheint mir gegenüber meinem Trieb (grob vereinfacht "will fi...",) weniger auf den Akt ansich, sondern auf das intime Zusammensein mit einem Sexuelpartner (kann ja auch eine Frau sein) gerichtet. Ist das so?
 
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