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  • #61
Ob im Supermarkt an der Kasse, beim Spaziergang oder auch mal bei einer Einladung zu Grillfest, da begegne ich Paare en masse und ich "beneide" auch niemanden mehr.

Das Genörgel von Paaren an der Kasse, ob er auch an die Nudeln oder den Autoschlüssel gedacht hat, upps. sie hat die EC-Karte vergessen und kein Bargeld dabei, dann geht das Gestreite los.

Oder beim Spaziergang, beide machen da ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter und er glotzt auf andere vorbeigehende Frauen - ach wie schön muss Liebe sein.

Stimmt. Und das ist nur der Alltag. Jetzt schau mal die Familienfeste an. Oder setzt dich im Urlaub ins Straßencafe. Schau dir die Paare an und schreib mal auf, wieviel Sekunden sie in einer Stunde miteinander reden.

Nee, manchmal (oder sogar meistens) bin ich dann lieber glücklicher Single.
Ich möchte nicht verallgemeinern, ein netter Partner wäre schon schön - aber die Realität zeigt doch, dass ein Leben als Paar nur kurzfristig und selten schöner ist.
 
  • #62
Danke Gast@60

Warum steigen die Scheidungsraten?? Weil Ehe und Partnerschaft soooo schööön ist?
Wir machen uns was vor, eindeutig.

Natürlich will man gerade das, was man nicht hat und idealisiert es.
Als Single beneiden mich einige Kolleginnen um meine Unabhängigkeit.
Sie sagen mir, sie lieben ihre Kinder sehr und sind froh mit ihnen, aber heiraten würden sie nie wieder.

Tchja, was sagen uns diese Worte

LG H.
 
  • #63
Ich finden diese Diskussion schon deswegen interessant, weil die Beziehungsbefürworter nicht verstehen können oder wollen, daß es etliche gibt, für die das klassische Beziehungsmodell nicht die ideale Beziehungsform darstellt. Das ist schon ungefähr so als wenn man jetzt über die Frage diskutieren wolle, ob ein Kombi-PKW besser sei als ein Sportwagen.

Es gibt glückliche Beziehungen, Vernunftehen, Zweckgemeinschaften, unglückliche Beziehungen und Beziehungen, die man nur deswegen führt, um in einer Beziehung zu sein.

Ebenso gibt es unfreiwillige Singles, unglückliche Singles, Singles aus praktischen Gründen, Singles aus der Selbsterkenntnis heraus und Singles, für die eine klassiche Beziehung nichts ist, weil sie andere Prioritäten haben.

Ich erlebe es doch nahezu täglich, wie langjährige Ehepartner das sehen, die sogar sehr gute Ehen führen. Die würden heute auch nicht mehr heiraten oder eine klassische Beziehung führen wollen.

Es gibt eigentlich nur zwei haltbare Argumente für eine klassische Beziehung. Familiengründung oder Fürsorge füreinander, besonders im Alter.

Es gibt eben Leute, die sich in einer Beziehung besser aufgehoben fühlen und eben jene, die sich dort trotz aller positiven Begleiterschenungen über kurz oder lang eingeengt fühlen.

Mir wurde schon so oft die Frage gestellt, ob ich mir nicht vorstellen könnte wie schön es ist, jemandem zu haben, der auf einem wartet.Ich habe dieses Bedürfnis danach nicht. Ich sage ja auch nicht, daß das Singledasein so toll sei, sondern nur, daß es mir mehr Vorteile bietet als ein Beziehung. Das ist auch eine Frage der Persönlichkeitsstruktur. Der eine ist eher der jemand, der Nähe braucht, während der andere auf diese nicht so angewiesen ist. Da geht es jetzt nicht um Geld oder das Gefühl, gebraucht zu werden, sondern einfach darum, wie am besten seine Vorstellungen, Ideen u.s.w. verwirklichen kann.

Ich habe für mich erkannt, daß ich überwiegend allein sein will und mehr Freiräume benötige, und damit tue ich mir und einen Partner doch keinen Gefallen, wenn ich eine klassische Beziehung eingehen würde.

Es gibt so viele andere Beziehungsmodelle und Alternativen als daß man nun unbedingt eine klassische Partnerschaft benötigen müßte.
 
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  • #64
@58 und @60

Diese beiden Beiträge von den oben genannten beiden Gästen mag zwar "geteiltes Leid ist halbes Leid" aussenden, dennoch fehlen dem Single "maßgebliche" Bedürfnisse, die er eben eher in einer Beziehung vorfindet:

1.) Sex (ich weiß, man kann eine Sexbeziehung bzw. Freundschaft PLUS anstreben, aber das ist eine Seltenheit). Sex ist wichtig und auf lange Sicht der Verzicht der Seele nicht wohltuend
2.) gemeinsam kuscheln und am Sonntag gemeinsam noch im Bett nebeneinander angeschmiegt liegen
3.) Familiengründung - man sieht zusammen Kinder aufwachsen (auch wenn es Schwierigkeiten gäbe)
4.) man ist nicht einsam

als Single sind diese Dinge eben nicht vorhanden und diese Punkte überwiegen mehr als deutlich

Was nützt mir das, wenn ich am Freitag und Samstag mit dem Freundeskreis viele Dinge unternehme, aber am Sonntag sehr alleine bin und von Montag bis Freitag am Abend hin und wieder mit Freunde/Bekannte was mache (Kino, Essen usw...)
Tatsache ist, man ist und bleibt sehr alleine und das ist Fakt
 
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  • #65
Singlesein ist schön!
Geld nur für mich ausgeben, mit Freunden losziehen, zu Leben wie ich es mag, herrlich!
Rumstinken, in der Nase bohren, Pickel drücken, den ganzen Tag mal im Bett bleiben, essen was ich will, TV was ich will, mit Mutti telefonieren, schoppen gehen wann ich will, neuste Dildos ausprobieren (kann auch spass machen!),rumflirten und niemandem Rechenschaft ablegen.
w,33
 
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  • #66
Viele der Forennutzer tun mir leid. Ich bin noch jung und hatte bisher "nur" zwei Beziehungen aber langjährige. Beide ernsthaft, schnell zusammen gezogen. Mir kam es nie so vor, als könnte ich mich nicht ausleben oder müsste mich verstellen. Wenn ich mich nackt aufs Sofa setzen wollte, dann habe ich es getan. Wenn ich Lust auf Knoblauch hatte, dann habe ich welchen gegessen. Wenn ich etwas anderes im Fernsehn sehen wollte, ging einer ins Schlafzimmer. Und wenn es auf der Arbeit länger dauerte oder spontan eine Freundin zum Kaffee einlud gab es eine kurze sms oder einen Anruf. Fertig.

Man muss sich doch fragen, ob man den richtigen Partner hat oder hatte, wenn man sich selbst nicht ausleben darf oder es dem Partner verwährt.

Menschen sind soziale Wesen, ich bin in einer altmodischen Familienstruktur aufgewachsen. Auf dem Dorf mit Großeltern, Tanten, Onkeln und entfernteren Verwandten. Jede Tür stand immer offen und unfreiwillig allein sein gab es nie.

Der einzige Vorteil, der mir einfällt: Ich kann mir so viel Schminke ins Gesicht knallen wie ich will und kein Mann sagt mir, das pinker Lippenstift total eklig ist :)
 
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  • #67
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  • #68
Ich bin w 55 und seit 4 Jahren geschieden.
1.) Sex (ich weiß, man kann eine Sexbeziehung bzw. Freundschaft PLUS anstreben, aber das ist eine Seltenheit). Sex ist wichtig und auf lange Sicht der Verzicht der Seele nicht wohltuend
Sex in meiner Ehe war gerade in den späteren Jahren nicht mehr schön, mehr oder weniger eine Pflichterfüllung neben einem Mann, der sich keine Mühe mehr gab und auf meine Versuche, das zu ändern, nicht reagierte. Ich hatte das Gefühl, dass ich nur noch eine lebende Sexpuppe bin und war froh, nach meiner Scheidung keinen Sex mehr haben zu müssen.
Ich kenne sehr wohl auch die andere Seite, aber ich brauche keinen Sex um jeden Preis. Lieber vergnüge ich mich mit meinem kleinen Silikon-Freund als schlechter Sex.
Der Verzicht tut meiner Seele nicht schlecht, aber schlechter Sex tut der Seele weh.
2.) gemeinsam kuscheln und am Sonntag gemeinsam noch im Bett nebeneinander angeschmiegt liegen

Und wie lange macht man das? 2 oder 3 Jahre.
Es ist aber auch schön, sich sein Frühstück ins Bett zu holen und sich danach einfach alleine wieder in die Kissen zu kuscheln.
3.) Familiengründung - man sieht zusammen Kinder aufwachsen (auch wenn es Schwierigkeiten gäbe)
Habe ich hinter mir, meine Kinder sind erwachsen. Brauch ich also nicht mehr.

Täusch dich mal nicht. Ich war nie so einsam wie in meiner Ehe.
 
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  • #69
Als Frau hat man mehr Vorteile, als als Mann!
Aber ich BIN ja eine Frau und das Allerschönste ist, dass ich nicht mehr
Putzfrau, Nanny, Psychotherapeutin, Sekretärin, Vorzeigepüppchen, Managerin, Köchin, Krankenschwester usw. sein muss und dann trotzdem IHN; denn Herrn und Meister bewundern muss, nur weil er mal einen Nagel gerade in die Wand geschlagen hat oder auch MAAAAL gekocht hat (die Küche sieht natürlich danach aus wie Sau).

Ich muss nicht mehr SEINE Lieblingssachen einkaufen und kochen, kann mir abends auch einfach einen Salat machen oder nichts essen und keiner motzt, weil es nichts Richtiges mit Fleisch gibt.

Mein Exmann muss sich an Absprachen halten und kann nicht die Wochenenden planen, wie es ihm passt, während ich jedes WE alleine mit den Kindern dasitze, nein, ein WE er, eins ich! Herrlich! Ich hab frei am WE.

Abends kann ich spontan ne Freundin einladen, stundenlang quatschen und Wein trinken, wir können die Bettgeschichten unserer Affären tauschen - Singledasein heißt ja nicht, dass man auf Dauer keinen Sex hat.
Am WE lege ich mich mit dem Laptop ins Bett, Kaffee daneben und mache einfach mal bis 12 Uhr NICHTS!
Ich muss seine Hemden nicht bügeln, seine Wäsche nicht waschen oder die nassen Handtücher und alten Socken zusammensuchen.
Ich habe Zeit für Sport, hab schon lange nicht mehr so viel gelacht wie mit den Mädels.
In meiner Ehe war ich immer alleine und einsam und kein Mensch hat mich am WE angerufen, weil ja alle dachten, wir machen einen in Familie - allerdings war ich nie so alleine wie in meiner Ehe, mein Mann war immer weg und wenn er da war, war er nur physisch anwesend, nicht psychisch.

Am Anfang einer Beziehung, also die ersten 2-4 Jahre mag noch alles o.k. sein, danach war es nur noch schlimm.
Ich will das Singledasein nicht verherrlichen, ich hätte gerne einen Partner, den ich liebe und der mich liebt, aber nicht mehr mit zu viel Nähe! Das killt alles.

w,40
 
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  • #70
Eine interessante Diskussion! Ich bin eine Frau, die das Alleinsein schätzt, mit ausgeprägtem Ruhebedürfnis. Bedürfnis nach Nähe ist vorhanden, aber nicht so stark ausgeprägt. Im Moment lebe ich in einer (Fern)-Beziehung, wir sehen uns an 2-3 Tagen/Nächten. An den Abenden, an denen ich allein bin, genieße ich es, tun und lassen zu können was ich will. Fernsehen, PC, lesen.....-und vor allem: Ich kann ins Bett wenn ich müde bin! Hört sich jetzt komisch an, aber mein Partner hat einen anderen Schlafrhytmus als ich, er geht so ca. zwei Stunden später schlafen als ich. Ich bin also im Regelfall viel früher müde und bleibe ihm zuliebe bzw. weil er ja mit mir den Abend verbringen will, viel länger auf als ich eigentlich will! In Gedanken nenne ich ihn schon "Schlafräuber"....
Heute ist so ein Abend, ich bin allein, und kann/werde mich bald ins Bett verziehen....wie schön!!!

Einen schönen Abend noch
w 54
 
  • #71
Also einige genießen das Singledasein erst nach der ernüchternden Erfahrung einer Ehe oder Dauerbeziehung. Ich war schon immer Single, außer ein paar Kurzgeschichten, aber niemals zusammengelebt und vermisse und bereue garnichts.

Ich habe mir mein Leben so eingerichtet und will es auch nicht mehr ändern.
Ein Partner müsste so leben wie ich, in eigener Wohnung (ich habe ein Haus mit Garten) und wir sehen uns ab und an und machen was schönes.

Eine Bekannte sagte mir dazu, das wäre nichts für sie, man kennt da ja nur die Schokoladenseiten, dass sei doch keine ernsthafte Beziehung.
Ich sage es gibt viele Beziehungsformen und wenn ich nur seine Schokoladenseite kenne reicht mir das völlig, den Frust kann er in seinen eigenen vier Wänden abladen.
 
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  • #72
Jeder der in der letzten Beziehung mehr gegeben als bekommen hat, genießt den Freiraum. Erst recht wenn das Kind beim anderen ist.

Ich vermisse aber das morgenliche Aufwachen zusammen. Das Kuscheln und den Sex und die Vertrautheit.
 
  • #73
@ FS, der große Unterschied zwischen Dir und mir ist wohl, dass ich auch in Singlezeiten nicht auf Sex verzichtet habe. Immer eine schöne Affäre zu einem verheirateten Mann ohne Verpflichtungen.
Alles was Du aufschreibst mache ich sowieso, egal ob Single oder nicht. Lerne Dein Leben nach Dir auszurichten und nicht nach den M#ännern. w52
 
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