• #1

Die Frau als alleinige Hüterin der Treue?

Treu ist, wer sich gegenüber Dritten erotisch zurückhält. Das gilt gleichermaßen für beide Geschlechter. Treue ist eine abolute Größe und nicht von Bedingungen oder Gründen abhängig, außer vielleicht der Liebe zum Partner. Dennoch erheben Frauen sich gerne zu Hüterinnen der männlichen Treue, versuchen, ihn möglichst unter Kontrolle zu halten, egal wie er über Treue denkt.

Damit kann ich als Mann notfalls leben, auch wenn ich mich natürlich verkannt fühle. Womit ich nicht leben kann ist, wenn die Frau über meinen Kopf hinweg entscheidet, ob sie unter den gegebenen Umständen mit mir Sex haben kann oder nicht. Mit anderen Worten: ich möchte nicht unwissentlich an einem Treuebruch beteiligt sein.

Aber genau an diesem Punkt kollidiert meine Auffassung von Treue mit der oben genannten Einstellung, daß in Treuefragen die Entscheidungshoheit allein bei der Frau liegt. Der Mann also seine eigene Haltung getrost außen vor lassen kann, da die Frau das schon alles in ihrem Sinne lenken wird.

Denn die Initiative für Sex wiederum soll ja vom Mann ausgehen. Damit komme ich aber nicht zurecht, denn es bedeutet, daß ich mich über meine eigene Haltung hinwegsetzen und darauf vertrauen muß, daß die Frau mich schon bremsen wird, bevor es ihrerseits zum Treuebruch kommt. Und wenn nicht? Weil sie zum Beispiel Angst hat, mich zu verlieren, wenn sie mich so lange hinhält, bis es für sie keiner mehr ist? Zudem wäre das dann ja so, als ob ich selber überhaupt keine Haltung dazu hätte!

Die wenigsten Frauen ziehen in Erwägung, daß der Mann sich für die Wahrung der Integrität mitverantwortlich fühlen könnte. Typischerweise denken sie an: zu schwache Libido, Versagensangst, Angst vor einer Abfuhr, Angst vor den Folgen eines verheimlichten Treuebruchs – allesamt schlechte Eigenschaften. Oder aber: Frau nicht attraktiv genug für Sex. Sich zu erklären bringt nichts, weil es für eine Ausrede gehalten wird. Und so wird man dann auch abgefertigt und ausgemustert.

Was mache ich denn jetzt mit meiner Treue, wenn sie mir von den Frauen ja doch immer wieder zu etwas Negativem umgedichtet wird? Bzw. ich eben die Angst nicht abschütteln kann, daß es erneut so kommt?
 
  • #2
omit ich nicht leben kann ist, wenn die Frau über meinen Kopf hinweg entscheidet, ob sie unter den gegebenen Umständen mit mir Sex haben kann oder nicht. Mit anderen Worten: ich möchte nicht unwissentlich an einem Treuebruch beteiligt sein.
Verstehe ich das richtig? geht es um ein Angebot einer in einer anderen Beziehung befindlichen Frau.

Oder geht es um die eigene Partnerin, die ja (wie Du auch) immer entscheidet, ob und wann sie mit Dir Sex hat.

Dein Thread würde dann implizieren, dass eine Frau immer die niedrigere Meßlatte hat, was Treuefragen angeht (z.B. ob Du bei einer anderen Frau übernachten darfst).
Das ist aber Unsinn, weil durchaus auch wir Männer im Einzelfall die Meßlatte der Treue u.U. niedriger legen als gerade die Frau (bei mir z.B. ist das meistens so).

Daher gilt ganz allgemein (wie bei einer Garagenzufahrt) :

Es gilt derjenige Treuemaßstab in einer Beziehung, welcher die geringste Toleranz hat. Man kann über Details sprechen, aber die geringere Toleranz entscheidet im Zweifel immer. Genau wie derjenige, der gerade weniger Lust auf Sex hat auch entscheidet, ob Sex nun stattfindet oder nicht. Alles andere ist Totalschaden.

Die Frage, ob man miteinander Sex hat, ist hiervon unabhängig. Du solltest das nicht vermengen.
 
  • #3
Mal sehen, ob ich dich richtig verstanden habe. Du datest eine "Getrenntlebende" und willst erst mit ihr schlafen, wenn sie geschieden ist? Aber sie will nicht so lange warten und hat deshalb Schluss gemacht?

Ganz einfach: Date nur Singles.
 
  • #4
Das von dir erkannte, fehlende Bewusstsein für die Folgen des eigenen Handelns (Gewissenlosigkeit), sollte (je nach Ausprägungsgrad) eigentlich Grund genug sein die Frau selbst auszumustern. Dann bleiben zwar nicht mehr viele Frauen übrig, aber so ist das nunmal, und finden musst du ja ohnehin nur eine.

Warum wirst Du ausgemustert, und nicht die Frau? Ich denke das ist der Punkt an dem Du ansetzen solltest. Es geht hier in erster Linie um dein Podestdenken. Nicht Du alleine sollst bewertet werden, auch Du selbst musst bewerten.
 
G

Ga_ui

  • #5
Ich verstehe gar nichts von dem Text, aber was ich darüber denke:

Wenn ich treu bin, tue ich das für mich selber und nicht, um irgendjemanden zu beeindrucken, nicht für den Partner, nicht für die Partnerschaft, sondern FÜR MICH allein und meinen Prinzipien. Für manche Leute ist Treue das höchste Ziel, für manche ist es widernatürlich.

Treue als das Größte zu sehen, ist lediglich eine Moralfrage.

Wenn du damit nicht klar kommst, dann geh halt fremd und verhalte dich nicht "erotisch zurückhaltend Dritten gegenüber". Es ist dein Brot, deine Entscheidung, deine Konsequenzen, deine Verantwortung. Das hat nichts mit der Frau zu tun. Wenn die Frau dir keinen Sex liefert, dann hast du die falsche Frau. Mir scheint, du suchst einen Freischein zum Fremdgehen.

Immer Jammern und die Schuld aufs andere Geschlecht schieben, ödet mich so derart an!

Bei der falschen Frau mit dem falschen Verhalten wirst du immer irgendwo auf die Nase fallen. Allen Recht machen kann man es nicht! Mache es daher dir recht!

Selbstverständlich werde ich auch als treuer Partner hin und wieder abgelehnt im Sex oder als Partner. Du bekommst keine Extramedaille, nur weil du dich gut "führst". Mir scheint, du willst mit Treue lediglich beeindrucken und Vorteile für dich erhaschen, und wenn du damit nicht zum Ziel kommst, dann gibst du auf. Das ist doch sehr heuchlerisch.

Und wenn mir ein Partner etwas "Negatives umdichtet", dann kann er sicher sein, dass ich keine 5 Minuten länger mehr sein Partner bin. Wenn der Partner meint, ich gehe fremd oder vertraut mir nicht richtig, dann sieht er für diese Frechheit und Undankbarkeit meinen Stiefelstaub.

Die Initiative zum Sex soll vom Mann ausgehen? Ich verstehe nicht, wo du deine Frauen aufgabelst? Ich habe keine Probleme damit, die Inititative zu übernehmen, was eine normale, moderne Frau eigentlich ganz selbstverständlich tut. Muss man ja heutzutage, wenn man mit Männern zu was kommen will. Tut sie das nicht, dann lass bitte die Finger von der Frau. Auf Dauer wird sie dich frustieren.
 
N

nachdenkliche

  • #6
Ich bin mir nicht sicher, ob ich alles richtig verstanden habe, lieber @Apfeldieb . Ich hatte eben eine ausführliche Antwort verfasst, musste alles wieder löschen, weil es mehr als 2500 Zeichen waren, sehr nervig, hatte mir viel Mühe gegeben.
Ich gehe davon aus, dass ich mit meinem Partner darüber spreche, ob wir uns treu sind, ob wir jetzt eine verbindliche Beziehung führen und wir klären, was jeder unter Treue versteht.
Zu einer verbindlichen Beziehung gehört für mich Vertrauen, die restlose Verarbeitung der Ex-Beziehung und gute Kommunikation.
ich möchte darüber informiert werden, wenn der Partner unzufrieden ist und gehen möchte. Damit tut er mir nicht weh, im Gegenteil, er respektiert mich. Und so verhalte ich mich natürlich auch. Eigentlich ganz einfach, oder? :)
 
A

Ares

  • #7
...möglichst unter Kontrolle zu halten...... über meinen Kopf hinweg entscheidet, ob sie unter den gegebenen Umständen mit mir Sex haben kann oder nicht.
Letztlich sind wir alle freie Menschen mit freiem Willen. Letztlich entscheidet jeder selbst über seine Sexualität. Es dürfte für die meisten außer Frage stehen, dass Treue in einer Beziehung wichtig ist. Sexualität aber genauso.
Für mich ist völlig klar, dass ich in einer Beziehung treu bin, ebenso klar ist, dass Sexualität zu einer Beziehung gehört.

Konsequenterweise beende ich die Beziehung, wenn die Frau die Sexualität beendet. Genauso erwarte ich von einer Frau, die in einer anderen Beziehung lebt, dass sie diese beendet, wenn sie mit mir Sex haben möchte. Treue setzt (grundsätzlich, natürlich gibt es Krankheitsphasen etc.) stattfindende Sexualität voraus. Ein bedingungsloses Treueversprechen gibt es für mich nicht.

Die Entscheidungshoheit zum treu sein oder nicht liegt nicht bei der Frau. Sie liegt bei beiden.
 
N

nachdenkliche

  • #8
Die Entscheidungshoheit zum treu sein oder nicht liegt nicht bei der Frau. Sie liegt bei beiden.
Genau so sehe ich das auch. Deswegen bin ich mir nicht sicher, ob ich Deinen Text vollständig verstanden habe, lieber @Apfeldieb .
Untreue fängt bei mir leider schon im Kopf an..mit den Gedanken an einen anderen. Wenn ich damit nicht klar komme, oder wenn ich merke, ich enge meinen Partner ein, dann muss ich bdie Beziehung ändern. Das tue ich dann für ihn, und blockiere ihn nicht noch.
 
  • #9
Treue? Da glaube ich eher an den Weihnachtsmann als an irgendwas anderes. Ich bin mir selbst treu, das ist das einzige was zählt. Anderen Menschen zu vertrauen, ihnen sexuelle Treue zu loben ist Unsinn. Stell dir vor du hast einen Hund der perfekt erzogen ist und du lässt ihn mit einen saftigen Steak alleine im Raum zurück. Vielleicht bekommt er nicht einmal Futter vorher oder das Futter war wenig schmackhaft. Wer bitte würde auf die Idee kommen, dass der Hund das Steak nicht anrührt?
Nein, sexuelle Treue ist nicht existent. Darum fordere ich sie niemals in einer Beziehung ein und verspreche sie auch nicht. Aber wer gerne verletzt werden möchte kann das natürlich gerne tun, es gibt ja genügend Männer und Frauen die gerne leiden.
Ich aber lache diesen nur ins Gesicht und sage denen "Ihr habt es vorher gewusst, also beschwert euch jetzt nicht".
 
  • #10
Was mache ich denn jetzt mit meiner Treue, wenn sie mir von den Frauen ja doch immer wieder zu etwas Negativem umgedichtet wird?
Lieber FS,
ganz einfach, du bleibst dir selber treu. Diese Art von Frauen passen nicht zu dir und das erkennst du daran, wie sie deine Treue auslegen und negativ bewerten. Der Hüter deiner Gedanken und Einstellungen zur Treue bist du selber.

Treu ist, wer sich gegenüber Dritten erotisch zurückhält.
Vielleicht begegnest du diesen Dingen aber auch, weil du wirkliche Treue nicht verstehst? Treu ist nicht nur, wer sich Dritten erotisch zurückhält, sondern auch geistig treu ist und keine gedanklichen Wunschträume mit anderen Frauen hegt. Dieser Unterschied im Denken ist spürbar und erreicht die Frauen, die ähnlich denken.
 
  • #11
Ich persönlich habe den Text irgendwie völlig anders verstanden oder ggf einfach völlig falsch.

Frauen meinen zu bestimmen, was Untreue ist.
Geht zb ein verheirateter Mann in den Puff,
weil seine Frau keinen Sex mehr will. Und sagt, ich liebe meine Frau hol mir um Puff Sex ohne Liebe. ...gehe ich ihr nicht fremd!
Sagen Frauen : Quatsch das ist fremdgehen! !!
Und somit in Stein gemeisselt.

Eine Frau hat ihrem Ehemann gesagt, dass sie sich trennen will, ist aber offiziell noch nicht getrennt und lebt ggf noch unter einem Dach.
Diese will jetzt ggf Sex mit dem FS.
Der sagt: Nein in der Situation gehst Du deinem Mann noch fremd. Das möchte ich nicht, zieh erstmal die Trennung komplett durch.
Sagt Frau : Quatsch das ist kein fremdgehen!
Auch in Stein gemeisselt.

Also warum ist die Meinung der Männer egal und warum meinen Frauen dass sie alleine bestimmen, was fremdgehen ist.

Lieber FS. ..Richtig oder komplett vorbei? !
Erklär es doch mal? !
 
  • #12
Ich hatte deswegen noch nie Probleme mit Frauen.
Keine Einzige zweifelte meine Treue zu ihr an. Es gab auch keinerlei Gründe dafür = keine Untreue.

Wenn ein Paar beschließt, sich zu trennen, haben sie damit auch ihre gegenseitige Treue aufgekündigt. Das ggf. nachfolgende fremdgehen ist für mich dann keine Untreue mehr.

Wenn eine Frau übertrieben eifersüchtig ist, und ggf. ständig Untreue vermutet, obwohl keine passiert, dann hat sie ein psychisches Problem..... mit sich selber.

Ansonsten sind viele Frauen selber schuld daran. Zuerst wollen sie "tolle Kerle" und dann beschweren sie sich über deren Nachteile.

Grotesk:
Fremdgehen mit einer Person, die dafür untreu wird.Aber von dieser Person dann Treue erwarten = die mit keiner anderen Person fremd geht.
 
  • #13
Treue hat was mit Genen zu tun und nicht mit Gründen.

Ich kenne im Umfeld "treue" Männer, welche schon ewig mit den gleichen Frauen zusammen sind und obendrein sehr gut aussehen, diese stammen ebenfalls aus harmonischen und treuen Ehen, wo ich schon den Vater der Familie kannte, welcher ebenfalls kein Hallodri war.

Wie der Vater so der Sohn.

Entweder man ist treu oder man ist es nicht, man kann sich nicht umprogrammieren lassen und sich zur Treue zwingen.

Ähnlich wie die Sache mit dünnen Haaren, die hat man ein Leben lang, da genetisch vorbelastet, egal welche Mittelchen man nimmt, so ist es auch mit der Treue vs. Untreue.
 
  • #14
Treu ist nicht nur, wer sich Dritten erotisch zurückhält, sondern auch geistig treu ist und keine gedanklichen Wunschträume mit anderen Frauen hegt.
Nach außen hin gibt es da keinen Unterschied, nach außen hin ist nur wahrnehmbar, daß derjenige keinen erotischen Kontakt sucht, auch dann nicht, wenn er sich unbeobachtet fühlt. Deshalb definier(t)e ich Treue so, wie sie eben von Außenstehenden wahrgenommen wird.

Die innere Einstellung ist sehr viel schwerer wahrnehmbar, und das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum Frauen nach dem Motto „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser” handeln, auch wenn das im Einzelfall gar nicht nötig wäre.

Auch Dein Argument, liebe „Hüterin” Pia62, ist übrigens symptomatisch für das, was ich frage und wissen will: warum wird einem Mann, der die äußerlich wahrnehmbare Komponente der Treue beschreibt, sofort postwendend unterstellt, er sei innerlich untreu?
 
  • #15
Das ggf. nachfolgende fremdgehen ist für mich dann keine Untreue mehr.
Für mich auch nicht, nur steht es keinem Menschen auf die Stirn geschrieben, daß seine Beziehung bereits aufgekündigt ist. Das neue Objekt des erotischen Interesses ist möglicherweise noch auf einem älteren Wissensstand und möchte nicht der Grund für einen (vermeintlichen) Treuebruch sein, auch wenn es in Wirklichkeit gar keiner mehr wäre. Warum kann man so jemandem dann nicht vermitteln, was man selber weiß, nämlich daß kein Grund zur Zurückhaltung mehr besteht?
 
  • #16
Ganz einfach, "schenke" Deine Treue EINER, die sie sie verdient und schätzen weiß und verschwende deine Zeit nicht mit den falschen Frauen, denen Du sie ständig beweissen mußt.
 
  • #18
Ich weiß nicht, ob ich die Frage ganz richtig verstanden habe. Fest steht wohl, dass etwas mehr Frauen als Männer fremd gehen. Ich habe festgestellt, dass männliche und weibliche Untreue aber anders bewertet werden, besonders von Frauen. Wenn eine Frau untreu ist, wird sie bestimmt vom Partner nicht ausreichend gewürdigt oder geliebt und liebt deshalb eben einen anderen Mann. Ist in Ordnung und eigentlich keine Untreue, sondern Hilflosigkeit, weil die Gefühle ja bei einem Anderen und somit treu sind. (Verbreitete WEwEin Mann hat angeblich die ideale Frau zuhause und sucht deshalb (logischerweise) außerhalb der Ehe nur Sex, was nicht in Ordnung und deshalb Untreue ist. Dieses Argument wird sogar von Männern, für die es günstig ist, teilweise benutzt. Was Treue für einen selbst ist, kann man auch nur allein entscheiden. Mit Genetik hat das meines Erachtens nichts zu tun. Der falschen und ungeliebten Frau ist man körperlich und seelisch eventuell mal untreu, der geliebten Frau niemals.
 
  • #19
Sagen Frauen : Quatsch das ist fremdgehen! !!
Und somit in Stein gemeisselt.
...
Sagt Frau : Quatsch das ist kein fremdgehen!
Auch in Stein gemeisselt.
Bingo. In beiden Fällen nimmt sich die Frau die Deutungshoheit. Wobei wir den ersten Fall getrost beiseite lassen können, dafür ist aber der zweite umso symptomatischer für das Thema „wer bestimmt, was im Hinblick auf Treue tabu ist und was nicht?”

Mir geht es aber nicht um den Fall an sich, sondern um die – mit Verlaub – Frechheit, den Mann bei so einer Entscheidungsfindung wie im zweiten Fall einfach zu übergehen, d.h. die Frau hat für sich beschlossen, daß sie keinen Treuebruch begeht, und der Mann hat gefälligst erst gar nicht zu fragen, geschweige denn sich von seiner eigenen (strikteren?) Sichtweise irgendwie beeinflussen zu lassen.

Genau genommen kommt die Frau erst gar nicht auf die Idee, daß es eine solche Sichtweise überhaupt geben könnte, was ihr Verhalten in gewissem Sinn sogar entschuldigt – insbesondere, wenn sie sich z.B. zwischenzeitlich getrennt, dem neuen Anwärter aber noch nichts davon gesagt hat. Wenn der dann, seinem Wissensstand gemäß, zurückhaltend bleibt, ist er der Trottel, der nicht zu Potte kommt.
 
  • #20
der die äußerlich wahrnehmbare Komponente der Treue beschreibt, sofort postwendend unterstellt, er sei innerlich untreu?
Guten Morgen lieber Apfeldieb, ein `*vielleicht* ist noch keine Unterstellung. Treue hat für jeden eine andere Bedeutung . Vertrauen lässt sich nur schrittweise aufbauen und das Gespräch und die wirkliche Hinwendung zu dem anderen in ehrlicher und aufrichtiger Absicht ist das Eine, das Andere, es auch zu können und zu wollen.
Ich unterstelle auch nicht sofort, sondern setzte alle meine Sinne ein und erkunde.

daß seine Beziehung bereits aufgekündigt ist
...das z.B. könnte *vielleicht* bedeuten, dass das Herz noch nicht ganz frei ist und man dem anderen, in diesem Falle dich, nicht verletzen möchte`? Frei sein, bedeutet auch frei sein von Altlasten.
Die Gründe können auch ganz andere sein.


Treue hat was mit Genen zu tun und nicht mit Gründen.
Gott sei Dank,haben wir einen Verstand mitbekommen und müssen nicht genmanipuliert unser Dasein fristen. Wir können sehr wohl Einlfluss auf unsere Gene nehmen und haben es selber in der Hand.
 
  • #21
Was mache ich denn jetzt mit meiner Treue, wenn sie mir von den Frauen ja doch immer wieder zu etwas Negativem umgedichtet wird? Bzw. ich eben die Angst nicht abschütteln kann, daß es erneut so kommt?
Hallo Apfeldieb,

seine eigenen Wünsche aus Angst zu unterdrücken, ist eben keine gute Lösung. Woher kommt denn diese Angst? Aus schlechten Erfahrungen...nehme ich an...

Diese schlechten Erfahrungen scheinen aber ein ziemliches Schlachtfeld an Vertrauensmangel hinterlassen zu haben. Du traust keiner Frau, die Du kennenlernst, mehr zu, Dir insofern die Wahrheit über ihre gegenwärtigen Beziehungen zu sagen, dass Du für Dich sicher sein könntest, Dich auf moralisch einwandfreiem Terrain zu bewegen? Ist das so? Dann hast Du Dir da ein ziemliches Dilemma erschaffen.

Dein Bedürfnis nach Sicherheit in dieser Frage ist von Deiner Warte aus, so wie wir sie hier lesen können, gut verständlich. Dennoch wird es Dich immer wieder aufs Glatteis führen.

"Abschütteln" wirst Du diese Angst nicht so einfach können. Angst wird nur kleiner, unbedeutender, wenn Du direkt auf sie zugehst. Genau dahin, wo sie aus einem zugefügten Schmerz geboren wurde. Setze Dich mit ihr auseinander. Versuche anzunehmen, dass auch schlechte Erfahrungen dazu dienen können, einen erfahrener und stärker zu machen. Dass Du Dich aber weiterhin im Irdischen bewegst, in einer Welt voller weiblicher und männlicher MENSCHEN, in der für alle "Wahrheit" eine Nuance anders ist als in Deinen Augen.

Wirkliches Interesse an Dir wirst Du an Gefühlsregungen erkennen. Ich wünsche Dir, dass dies einmal wieder stark genug von Dir empfunden werden kann, um all Deine Zweifel zu überwinden.
 
  • #22
Warum kann man so jemandem dann nicht vermitteln, was man selber weiß, nämlich daß kein Grund zur Zurückhaltung mehr besteht?
Ist das so trivial gefragt oder meine ich das nur? Ich hadere immer noch mit Deiner unsäglichen Fragestellung.

Meint Antwort:
Weil Dir natürlich nicht auf der Stirn geschrieben steht, was Du denkst.
Und da einerseits wir Menschen sowieso erhebliche Lügner und Warheitsverdreher sind, anderseits (gerade auch Frauen) eine Meinungswechsel in kürzester Zeit stattfinden kann, reicht es nicht aus, nur von Treue zu reden.

Wie Du ja hier auch dauernd lesen kannst sind gerade diejenigen, welche am meisten von Wahrheit reden, die großten Heuchler.
Auf Dein und mein Wort werden die meisten Frauen diesbezüglich nicht viel geben, da ihr eigenes (wie wir alle ja wohl wissen, sehr gefühlsabhängiges) Wort auch keine lange Halbwertszeit hat. Ein weibliches Eheversprechen hält ja machmal auch nur 3 Jahre lang, wie ich gerstern abend hörten durfte.

Und außer dem gesprochenen Wort ist es halt schwierig seine Treueeinstellung zu beweisen / bzw. darzulegen.

Wir Menschen des Jahres 2015 sind sehr undiszipliniert, da ist es mit Treue nicht weit her.
 
  • #23
Man sollte bei einer partnerschaftlichen Beziehung so ziemlich von Anfang an mal darüber reden, was jeder von den beiden unter Treue versteht. Und auch später immer mal wieder, denn es kann sich bei einer längeren Beziehung auch ein wenig ändern.
Für mich bedeutet treu sein viel mehr als nur rein körperlich treu sein. Es bedeutet all das, was es auch in einer richtigen Freundschaft bedeutet: loyal sein zu jemandem, zu demjenigen stehen auch in schwierigen Zeiten, sich bei Erfolgen mit ihm freuen, ihn nie im Stich lassen, ihn gut behandeln, ehrlich sein! - Werden all diese Dinge gelebt, dann kann man über alles reden und es wird auch nicht passieren, das einer von den beiden Partnern den anderen hintergeht und körperlich betrügt. Weil eben Lügen und Betrug ganz generell in einer von Treue und Liebe geprägten partnerschaftlichen Beziehung nicht vorkommen. Ist es anders, dann hat die Beziehung eigentlich ihren Sinn völlig verloren. Man kommt mit einem echten Partner besser durchs Leben als alleine - das ist meine persönliche Meinung/Erfahrung - aber mit jemandem, der nur scheinbar am gleichen Strang zieht, wird einem das Leben nur schwer gemacht und man trennt sich besser und lebt alleine in Frieden.
Dass Frauen sich zu Hüterinnen der Treue aufschwingen, kann ich nicht sehen. Männer haben auch individuell ihre Vorstellungen. Manche machen der Frau schon eine Eifersuchtsszene, wenn sie nur mal zufällig mit irgendeinem fremden Mann ins Gespräch kommt. Manche lassen ihre Frau nicht alleine ausgehen. Etc. pp.
 
  • #24
Für mich auch nicht, nur steht es keinem Menschen auf die Stirn geschrieben, daß seine Beziehung bereits aufgekündigt ist. Das neue Objekt des erotischen Interesses ist möglicherweise noch auf einem älteren Wissensstand und möchte nicht der Grund für einen (vermeintlichen) Treuebruch sein, auch wenn es in Wirklichkeit gar keiner mehr wäre. Warum kann man so jemandem dann nicht vermitteln, was man selber weiß, nämlich daß kein Grund zur Zurückhaltung mehr besteht?
Das ist doch ganz einfach. Weil man als Frau nicht auf der Affärenschiene landen will, aus der man bekanntlich nur schwer rauskommt.
Und es genügend Männer gibt, die einer Affärenfrau das Blaue vom Himmel erzählen.(kann man zur Genüge hier im Forum nachlesen).

Wenn es anderes ist, als es scheint, würde es aber in erster Linie helfen, wenn man drüber redet und es erklärt.

Gleiches gilt für deine Sicht hinsichtlich der Treue. Einfach mal mit der Frau reden und auch erklären, wie du dich fühlst, wenn sie was unterstellt, was tatsächlich so nicht ist.

Ganz persönlich definiere ich Treue aber auch über das Körperliche hinaus. Wenn ich einem Partner mir zwar körperlich treu wäre, aber in einen anderen heißverliebt bin, möglicherweise von ihm träume, während ich mit meinem Partner Sex hätte, würde ich es nicht wagen, mich als treu zu bezeichnen.

Unabhängig davon bin ich mir nicht sicher, ob ich deinen Eingangspost richtig verstanden habe.
 
  • #25
Nach nochmaligem Lesen Deines Eingangspost möchte ich noch ergänzen, dass ich mich nicht als Hüterin der Treue sehe, weil ich eine Frau bin.

Vielmehr halte ich ausschließlich denjenigen für die Einhaltung der Treue verantwortlich, der in einer Beziehung lebt. Egal ob Mann oder Frau.

Treue ist meiner Meinung nach eine Vereinbarung zwischen den Beziehungspartnern. Geht ein Beziehungspartner fremd, trifft nicht den Dritten die Schuld und auch keine Verantwortung, denn der ist austauschbar und hat die Vereinbarung ja auch nicht getroffen.
 
  • #26
Eigentlich auch eine schöne Ausrede: Ich konnte nicht anders- die Gene.. .
Das und Ähnliches sagen sehr viele untreue Männer - als Ausrede.

Seien es die Gene, die Hormone, oder die Mentalität - als Mann.
Die sie zur Untreue treiben würden.

Nun, die Hormone dopen die Libido. Die Mentalität räumt ggf. Bedenken aus. Manche Männer können sich dann nicht zurück halten. Wenn dann noch die Gelegenheit dazu kommt, dann .... (z.B. an Karneval/Fasnacht würde viel passieren.)

Aber schlussendlich ist Treue eine Einstellung. Entweder als Stärke, oder als Schwäche. Auch beim Mann.

Aber die Treue in unserem Sinne ist ein Konstrukt = nicht aus der Natur.
In der Natur erstreckt sich die Treue meistens nur, bis der Nachwuchs groß ist. Auch bei vielen Paaren, unter den Menschen.

Das heiraten wurde ja eingeführt, um die lfd. Untreue zu unterbinden.
Die davor nicht als so verwerflich galt, wie nach Einführung der Ehe.
Salopp gesagt: Wenn Beide (sexuell) untreu sein wollen, dann funktioniert das auch = offene Beziehung.
 
  • #27
Vielmehr halte ich ausschließlich denjenigen für die Einhaltung der Treue verantwortlich, der in einer Beziehung lebt. Egal ob Mann oder Frau.

Treue ist meiner Meinung nach eine Vereinbarung zwischen den Beziehungspartnern. Geht ein Beziehungspartner fremd, trifft nicht den Dritten die Schuld und auch keine Verantwortung, denn der ist austauschbar und hat die Vereinbarung ja auch nicht getroffen.
Wenn der Dritte wissentlich mittut, ist er auch mitverantwortlich. Der eine bricht aus, der andere ein. Beides zerstört die Basis einer Beziehung und oft genug das Glück der unbeteiligten Person.
 
  • #28
@ FS
Ich als Frau, bin da völlig bei Dir, verstehe nur nicht, wieso oft hier. ..Die Pauschalisierung? !

Den Fall, wie Du ihn beschreibst, finde ich von einer Frau, wie einem Mann abstrus!
Ausser ein Gang in den Puff unterscheidet Fremdgehen nicht nach Geschlechtern!

Beispiel, kein Sex in der Partnerschaft!
Das ist für mich der Tod jeder Partnerschaft, egal welches Geschlecht da keine Lust hat.
Ich würde wohl nicht fremdgehen. Bin aber auch viel zu impulsiv um in die Situation zu kommen. Klappe halten und still leiden ist nicht mein Ding und so wäre ich auch vorher getrennt.

Grundsätzlich gehört das alles zum Thema Sex! Und da darf jeder seine Ansichten haben und Vorlieben What ever....
Aber keiner bestimmt irgendetwas über den Kopf des anderen! !

Somit ist es eine Frau, die so denkt und handelt. ..Aber es sind nicht die Frauen und auch nicht die Männer!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #29
Geht ein Beziehungspartner fremd, trifft nicht den Dritten die Schuld und auch keine Verantwortung.
Das mag sein, aber es geht hier nicht um Schuld und Verantwortung, außer für sich selbst: als dieser Dritte möchte ich nämlich nicht erst nach dem Sex feststellen müssen, daß die Position des Beziehungspartners bereits anderweitig besetzt ist. Sondern ich möchte selber dieser Beziehungspartner werden. Ohne diese Option dagegen will ich, weil es insgesamt dann nicht stimmig wäre für mich, auch keinen Sex.
Einfach mal mit der Frau reden und auch erklären, wie du dich fühlst, wenn sie was unterstellt, was tatsächlich so nicht ist.
Woher soll unsereiner denn wissen, was die Frau unterstellt? Keine Frau der Welt kommt auf die Idee, daß der Mann sie erst anrühren will, wenn er weiß, daß sie frei ist. Würde sie mal den Mund aufmachen und fragen „begehrst du mich denn gar nicht?” (doch, aber ich will dich ganz, und nicht nur deinen Körper), gewönne man darüber ja Klarheit. Frauen geben sich aber, statt gezielt Fragen zu stellen, viel lieber ihrer eigenen Interpretation hin.
 
A

Ares

  • #30
Vielmehr halte ich ausschließlich denjenigen für die Einhaltung der Treue verantwortlich, der in einer Beziehung lebt. Egal ob Mann oder Frau.
Die faule Ausrede derjenigen, die Untreue unterstützen. Oft haben Frauen Deine Einstellung. Als Mann (auch wenn ich nicht fremdgehe) kann ich da nur sagen: schön, wenn sich genügend Frauen finden, die Fremdgehen unterstützen und keinerlei moralische Bedenken haben. So habe ich erst meinen Spaß, falls es eine Beziehung wird, kann sich die Frau nicht beklagen, wenn ich weiter fremdgehe. Sie wusste es ja vorher.