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Gast

  • #1

Deutschland ist bekannt als Land der Singles aber für mich gibts keinen?

warum fällt es mir und vielen anderen trotz der Flut an Singles so schwer einen Partner zu finden?
 
  • #2
Manche suchen den Traumprinzen und nicht einen adäquaten, passenden Partner?
Falsches Selbstbild? Selbstüberschätzung? Unrealistische Vorstellungen vom Idealpartner?
Zu anspruchsvoll? Zu strenge Kriterien? Falsche Kriterien?

"Alles wollen"? Tolle Karriere, toller Partner, tolle Familie, toller Wohnort -- unrealistisch.
Zu viele schlechte Erfahrungen? Nicht genug Veränderungs- und Kompromissbereitschaft?

Schlechter Online-Stil? Kein unverbindliches Mailen einfach mal so? Spiele spielen statt Bildfreigabe und Infos? Unhöflichkeit und nicht Antworten auf Anfragen? Keine eigene Aktivität und Initiative? Schlecht ausgefülltes oder mit Dampfplauderei oder Allgemeinplätzen gefülltes Profil? Ungeeignete Bilder?
 
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Gast

  • #3
Ich finde auch, dass Frauen (ich vermute Du bist Eine ;-)) oft einfach nur warten, bis Ihr "Traumprinz" sie anspricht. Auch Frauen sollten die Initiative ergreifen, denn es gibt genug schüchterne Männer, die, wenn Sie erstmal auftauen, tolle Typen sind.

Ich wünsch Dir viel Erfolg. Gib nicht auf!
 
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Gast

  • #4
Tja zum lieben gehören 2. Also wenn ich für jemanden Gefühle entwickle, heißt es ja nicht das es dem anderen genauso geht. Natürlich kommen auch Ansprüche und Erwartungen noch dazu. Ich denke in der Summe aller Wünsche liegt das Problem.
 
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Gast

  • #5
Das Problem ist, daß es heute eine viel zu große Auswahl gibt (es könnte ja immer noch was besseres kommen) und auch der "Druck" nicht mehr da ist. Heute kann jeder auch Problemlos als Single alt werden. Früher brauchten Frauen einen Versorger und Männer eine Haushälterin um es mal überspitzt auszudrücken.
 
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Gast

  • #6
Die Auswahl ist wirklich riesig, das "Weiterklicken" geht rasend schnell. Dies verführt zu der Annahme, man könnte noch etwas Besseres finden.
Das ist für mich der große Nachteil an der Internetpartnersuche. Irgendwie ist diese Möglichkeit Segen und Fluch zugleich. Ich sehe nur eine sehr geringe und kurzfristige Bereitschaft, sich auf einen Menschen einzulassen und ihn in Ruhe richtig kennen zu lernen.
Und dann auch noch die Tiefen miteinander durchzustehen?
Bei Konflikten bereit zu sein, gemeinsam Lösungen zu finden?
Da geht "Weiterklicken" doch wesentlich einfacher!

Zum näheren Verständnis: Ich gehe nicht so mit Internetkontakten um, habe aber in dieser Richtung schon Unangenehmes erlebt.
 
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Gast

  • #7
Dem kann ich mit vollem Herzen zustimmen. Das Weiterklicken und die Hoffnung ich könnte das Beste noch verpaßt haben, läßt ein intensiveres Kennenlernen nicht zu. Ich habe da auch keine guten Erfahrungen gemacht und mußte erst lernen, dass es dabei weniger um meine Person geht sondern einfach um die Handhabung bei der Internetpartnersuche. Sind wir mal ehrlich, wenn wir einen netten Menschen kennenlernen und wir glauben es könnte der Mann für`s Leben sein,kämen wir doch nicht auf den Gedanken jetzt wieder sofort aktiv zu werden und weiter zu suchen, weil vielleicht noch etwas Besseres irgendwo rumläuft, oder? Aber genauso läuft es bei der Internetpartnersuche und das hat mich recht häufig verletzt..
 
  • #8
@#6: Naja, aber wenn wir auf einer Party gerade jemanden getroffen haben, dann flirten wir vielleicht am nächsten Tag trotzdem mit einem beruflichen Kontakt? Ich finde Mehrgleisigkeit auch widerlich, falls es schon zu ernstzunehmenden Annäherungen gekommen ist. Aber solange alles unverbindlich ist, lebt man doch auch im "echten Leben" in diesem Sinne mehrgleisig, oder?
 
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Gast

  • #9
Bei der Partnerwahl sollten Sie sich nicht nach irgendwelchen Auswahlkriterien richten, sondern vielmehr die eigenen Ansprüche zurückzuschrauben.
 
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Gast

  • #10
Nr. 8. "die eigenen Ansprüche zurückzuschrauben" hat sich nie gut geendet. Denn auch wenn Sie "vom Kopf her" etwas akzeptieren und sich damit zufriedengeben, werden Sie sich in Ihrem Inneren weiter nach dem Besseren sehnen, und das Gegenüber wird es höchstwahrscheinlich merken. Wenn Sie sagen, "eigentlich will ich I Wahl, aber ich bin weise und nehme mir die II, weil ich mir die I momentan nicht leisten kann", bleibt die Ware trotzdem der II Wahl, und Sie werden weiterihn die I. wollen. Eine solche Beziehung ist erstens unerfüllt und zweitens, m.E. nicht ganz fair.
 
  • #11
@#9: Nein, ich glaube, Du hast das falsch verstanden. Ansprüche bezieht sich hier vor allem auf das Online-Dating und die Selektionskriterien.

Die Ansprüche in der Realität sind klar: Wahre Gefühle, echtes Verlieben, aufrichtige Sympathie, viele Gemeinsamkeiten. Das ist unstrittig und da soll man auch keine Abstriche machen.

Aber Online gestaltet es sich eher so: Gesucht wird ein Mann, 36-39, 178-182, der als Handlungsmotiv nicht Ehrgeiz, aber auf jeden Fall Familie angibt, der nicht segelt, aber sehr gerne liest und tierlieb ist. Blonde, kurze Haare, schlank, muskulös, keine Brille und liebt Städtereisen, wohnt am besten im selben PLZ-Bereich. -- So ähnlich fangen manche hier an und darüber wurde ja schon oft genug diskutiert. Genauso gut würde vielelicht auch ein Mann passen, der erst 35 oder schon 41 ist, der nur 176 oder sogar 186 groß ist, der eine Brille trägt und 80 km entfernt wohnt. Solche Ansprüche müssen heruntergeschraubt werden, insbesondere auch die an die Fotos. Schaut Euch doch mal im normalen Leben um. Ein Durchschnittsbürger wird einen anderen Durchschnittsbürger finden müssen. Nicht den Prinz auf weißem Ross.

Wer einen Partner sucht, der zu den oberen 5% bzgl. etlicher Eigenschaften gehört, also 1 von 20 ist nur gut genug (klingt jetzt schon weniger hart, was?), der muss eben auch selbst in etlichen Eigenschaften zu den Top-5% gehören. Wenn alle mal etwas realistischer wären, dann hätten hier ganz viele viel mehr Erfolg.
 
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Gast

  • #12
Das finde ich super, wie #10 das ganze Internetspiel auf den Punkt gebracht hat.

Und wenn ich dann noch die anderen Thread-Titel lese, in denen über die Haarfarbe, Schminkvorlieben etc. diskutiert wird, dann fühle ich mich definitiv wie im falschen Film. Offenbar sollte EP seine Kategorien ausdehnen, damit man noch mehr von seinem Traumpartner anklicken kann: Oberweite, Schuhgrösse, Nachbesserungsmassnahmen, Augenfarbe etc. Wobei sich die ganz Cleveren einfach auf die Fotos stürzen. Das sollte man auch verbessern bei EP: statt die Bilder zu verschleiern, sollten sie gleich publiziert werden, dann muss man sich nicht die Mühe machen, danach zu fragen.

Statistisch gesehen treffen sich die meisten Paare am Arbeitsplatz. Und ich bin sicher, es ist in den seltensten Fällen Liebe auf den ersten Blick. Und es sind ganz normale Menschen, die sich kennenlernen und daraus entwickelt sich die Zuneigung - wahrscheinlich macht man auch den einen oder anderen Abstrich am Traumprinzenbild. Warum funktioniert das bloss im Internet nicht? Weshalb versteigern sich hier so viele auf eine Illusion?