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  • #1

Der Sohn meines Freundes schläft nicht allein ein.

Hallo zusammen,

ich brauche mal euren Rat.

Ich (25) bin mittlerweile seit 2 Jahren mit meinem Freund (28) zusammen. Er hat einen fast 6-jährigen Sohn der jedes zweite Wochenende von Sa auf So bei uns ist (wir wohnen zusammen) und zusätzlich jeden Mittwoch.

Der Kleine schläft jede Nacht bei seiner Mutter im Bett und bis ich kam, hat er die Wochenenden auch mit seinem Vater in einem Bett geschlafen. Jetzt hat sein Sohn angrenzend an unser Schlafzimmer ein eigenes Zimmer mit Bett bekommen. Da er es nicht anders gewohnt ist als gemeinsam mit Vater oder Mutter einzuschlafen, ist ein Schlafen allein im eigenen Bett in unsere Wohnung nicht möglich. Wir legen uns abends immer mit dazu und sagen ihm, dass wenn er eingeschlafen ist, wir in unser Bett gehen und wenn etwas ist, er gern zu uns kommen kann. Nun schläft mein Freund abends fast immer vor seinem Sohn ein (Schlafmangel, berufsbedingt) und ihn will ich dann nicht mehr wecken um zu sagen "Los, lass uns gemeinsam in unser Bett gehen." Also gehe ich dann immer allein in schlafen. Manchmal wenn der Kleine nicht schlafen wollte, obwohl wir uns dazu gelegt haben und müde waren, sind wir trotzdem zu uns ins Bett und er kam permanent vor zu uns mit der Ausrede "er träume schlecht" obwohl er gar nicht geschlafen hat. Er sucht dann mit Ausreden die Nähe...verständlicherweise.

Wir wissen, dass erstmal die Mutter daran arbeiten muss, dass der Kleine allein in seinem Bett schlafen soll. Sie sagt, wenn er nächstes Jahr in die Schule kommt, will sie das ändern. Totaler Käse in unseren Augen. Das ist nur ein Aufschieben...

Wie seht ihr die Situation? Mein Partner hat nunmal wenig Zeit mit seinem Sohn, aber wir haben aus beruflichen Gründen ähnlich wenig Zeit, sodass ich immer froh bin, wenn wir am Wochenende mal gemeinsam einschlafen und aufwachen können. Wegen dem Kind haben wir diese Situation nur jedes zweite Wochenende was meines Erachtens wirklich an der Beziehung nagt. Und das macht mich traurig. Klar, warum dürfen Erwachsene gemeinsam einschlafen und kuscheln und das Kind muss allein schlafen...Mein Partner und ich sind uns da einer Meinung, aber wie seht ihr die Sache?

Vielen Dank für eure Antworten.
 
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  • #2
Liebe FS,
Ihr verweigert dem Kind, eine eigene Identität aufzubauen, sich abzugrenzen, eigenen Lebensraum in Besitz zu nehmen und haltet ihn in einer Unreife, die ihn aus seiner Altersgruppe ausgrenzt uhd unreif macht.

Zum einen können Kinder sich sehr gut darab gewöhnen, dass in den verschiedenen Familien unterschiedliche Regelnnherrschen. Ich würde mit der Mutter einnernsthaftes Gespräch führen, dass der Junge mal reifer werdennund im eigenen Bettbschlafen muss. Wenn die Mutter nicht mitzieht, gibtmes ekien Grund, bei Euch nicht andere Regeln einzuführen.
 
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  • #3
Es ist auch die Aufgabe des Vaters konsequent an der Umsetzung dieser Schlafgewohnheiten zu arbeiten.
Sich hinter der Opferrolle als übermüdeter Arbeiter aus seiner erzieherischen Pflicht zu stehlen ist bequem.
Die Mutter muss das nicht alleine leisten.
 
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  • #4
Daß Kinder am liebsten bei ihren Eltern im Bett schlafen ist völlig normal und vermutlich eines der bestgehüteten Geheimnisse in allen Familien. In anderen Kulturen auch völlig üblich.
Mein Sohn schlief sechs Jahre allein in seinem Bett und ist seit einer Krankheit (wo er ausnahmsweise bei mir im Bett schlafen durfte weil er sehr liebebedürftig war in dieser Zeit) bei mir im Bett. Ich habe auch schon alles mögliche versucht, ihn wieder an sein Kinderzimmer zu gewöhnen - leider bisher ohne Erfolg.
 
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  • #5
Du bist 25 Jahre alt, da müsstest du aber wirklich alleine schlafen können. Stattdessen machst du einen auf böse Stiefmutter und willst dem armen kleinen Kind Nachts den Papa wegnehmen.

(Ich schlafe auch mit Kind im Bett)
 
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  • #6
Mein Freund hat das von Beginn an mit getrennten Betten für sich und sein Kind gehandhabt, lange bevor wir uns kannten. Leider hat deiner hier wohl ordentlich gepennt, im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist aber seine Aufgabe das zu regeln. Behäng dich nicht damit. Ich hätte unter den Umständen eine gemeinsame Wohnung nochmal gründlich überdacht.
 
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  • #7
Ich erkläre Dir das jetzt mal aus Sicht des 6 -Jährigen:

- früher dürfte ich immer ins Bett zu Papa, jetzt ist da diese Frau, die duftet gut und sie und Papa kichern immer und wollen alleine schlafen

- bei Mama darf ich mich ankuscheln, ich habe Angst alleine und es war doch immer anders

-ist Papa sicher noch da (wo er doch schon weggegangen ist??) ? Ich gehe mal lieber nachgucken, ob alles noch gut ist

-eigentlich fand ich es mit Papa alleine schöner ( ich kann meine Eifersucht aber noch nicht artikulieren, weil ich zu klein bin und die Frau eigentlich auch nett zu mir ist und ich sie mag

- sie nimmt mir ein Stück Papa weg ( und Gewohnheit)

- ich muss was böses gemacht haben, dass ich jetzt nicht mehr da schlafen darf, auch wenn es keiner sagt

-mein neues Bett ist sicher nicht ohne, wenn die sich beide zu mir legen, damit ich überhaupt da schlafe

Ich sage nicht, dass ein 6-Jähriger nicht alleine schlafen sollte-
Aber Millionen Eltern haben das Problem. selbst bei nicht- Scheidungskind.
Strenge hilft da gar nichts..Höchstens warme Konsequenz.

Durfte er sich das Zimmer aussuchen? Habt Ihr es celebriert als was ganz tolles ein eigenes kleines Bett zu haben?
Habt Ihr seinen Stolz gestärkt, dass er jetzt groß ist? Durfte er sich vielleicht eine tolle Lampe aussuchen und ein Supermannkuscheltier, das ihn beschützt statt Papa.
Lasst Ihr die Tür abgelehnt und seid in Rufweite?

Bedenke bitte eines, der Kleine macht das nicht aus Bösartigkeit, er hat das Problem, dass es bei Mutter anders ist und bei Papa anders war - und dass Du jetzt da bist und ihn 'verdrängst'.
Bisschen viel zu verarbeiten für die Kinderseele.

Versuche doch mal folgendes:
Lest gemeinsam eine Geschichte im großen Bett- alle drei oder auch mal nur Du und er.
Lasst ihn im großen Bett einschlafen ( auch Vorteil wenn Dein Freund einschläft ;) ) und tragt ihn dann konsequent rüber ( auch wenn er kurz aufwacht, hinlegen, ggf kurz warten, meist schlafen sie mit einem Dreher weiter).
Das ist dicke Arbeit und logisch anstrengend für Euch ( evt. im Urlaub üben) aber wenn Ihr ihn um 23 / 1.00 rübertragt, kann das evt. etwas bringen). Und ihm auch klar sagen, dass es so läuft- dass er ein bisschen mit Euch schlafen darf, aber danach auch Papa und Du eine Weile in jeder Betthälfte haben wollt.

Und alle, die hier schreien, in dem Alter alleine etc. -
Klar - durch Geborgenheit wird kein Mann später zum Weichei. Da hätten wir viele in anderen Kulturen. Wenn er sich sicher fühlt, hört das auf.
Aber was Zurückweisung bewusst oder unbewusst in der Seele von diesem kleinen Kerl für den Rest des Lebens anrichtet?

Übe ein bisschen Geduld, du hast deinen Partner mit Kind akzeptiert-
Das ist nicht immer leicht ;)

Du musst ihm das eigene Bett als besonders und gleichwertig erscheinen lassen.

Schläft keiner mehr mit zwanzig bei Papi ;)
Gruß w 35
 
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  • #8
Du bist 25 Jahre alt, da müsstest du aber wirklich alleine schlafen können. Stattdessen machst du einen auf böse Stiefmutter und willst dem armen kleinen Kind Nachts den Papa wegnehmen.

(Ich schlafe auch mit Kind im Bett)
Eben. Ich würd den Kleinen beim Vater im Bett schlafen lassen und selbst auf die Couch ziehen.
Wenn der Junge in der Pubertät ist, geht er vielleicht von allein in sein eigenes Bett, das sind ja nichtmal mehr 10 Jahre. So lange kannst du doch Geduld zeigen, oder?
 
  • #9
- Zum einen kann man einem 6- jährigen Kind ist durchaus klar machen, dass es als Schulkind groß genug ist, im eigenen Bett zu schlafen.
- Zum anderen muss es auch respektieren, dass die Erwachsenen auch ein Recht auf ihr eigenes Bett haben.

Die FS ist ja bereits seit zwei Jahren , mit diesem Mann zusammen, so kann der Junge längst nicht mehr den Eindruck gewinnen, im Bett einfach ausgetauscht worden zu sein.

Liebe FS, du zeigst bisher wirklich genügend Nachsicht und Geduld, was dieses nächtliche Ritual anbetrifft. Der Vater des Kindes ist es, der feinfühlig diesen Spuk beenden sollte. Wann, wenn nicht jetzt!? Der Schuleintritt ist der allerbeste Zeitpunkt dafür.
 
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  • #10
Sicher wird die Mutter da hauptsächlich dran arbeiten müssen. Aber ich bin dagegen, dass man Kinder in ein Schema presst. Eins braucht mehr Nähe, ein anderes weniger.

Das ist eben so bei euch, und da ist ein kleiner Junge, der vermutlich durch die Trennung seiner Eltern noch nähebedürftiger ist. Da seine eigenen Interessen alle 14 Tage durchsetzen zu wollen als Erwachsene, fänd ich rücksichtslos.

Jeder braucht individuell seine Zeit zum Abnabeln, kein Kind ist wie das andere. Wenn dann irgendwas in irgendeiner Phase schief läuft wie hier Trennung der beiden nächsten Bezugspersonen im Alter von 3 oder 4, kann ich mir gut vorstellen, dass da ein Knacks bleibt. Wenn das Kind dann sehr viel Nähe will, gibt man vielleicht als Elternteil auch mal an einer Stelle nach, wo vielleicht die Abnabelung gefördert werden sollte. Aber dann im Nachhinein da roh ranzugehen, ist meiner Ansicht nach wesentlich schlimmer.

Mein Partner hat nunmal wenig Zeit mit seinem Sohn, aber wir haben aus beruflichen Gründen ähnlich wenig Zeit, sodass ich immer froh bin, wenn wir am Wochenende mal gemeinsam einschlafen und aufwachen können.

Vielleicht sollte man nicht von einem kleinen Kind verlangen, dass es die berufliche Anspannung ausgleichen soll, indem es zurücksteckt bei dem, was ihm vermutlich als einziges richtig Geborgenheit gibt, sondern überlegen, wie man beruflich kürzer treten kann, um mehr Zeit zu haben. Ich meine, das eine ist ein kleiner Mensch mit einem Trennungshintergrund seiner Bezugspersonen, das andere Karriere oder Geld. Es fällt einem anscheinend immer das schwächste Glied in der Kette als erstes ein, das sich anpassen soll. Alles andere geht nicht.
 
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  • #11
Aber hallo? Mit 6 Jahren geht das Kind bald zur Schule und sollte langsam zur Selbstständigkeit erzogen werden. Das hat Nichts mit böse Stiefmutter zu tun! Die FS kann das zusammen mit den Vater versuchen, aber solange die Mutter nicht mitspielt ist das sinnlos. Wie oft ist das liebe FS? Ein Tag aller zwei Wochen? Das sollte machbar sein, irgendwann ist es sowieso uncool im Bett der Eltern zu schlafen. Ist es öfter würde ich auch Kopf stehen und versuchen, dass das Kind dann nicht über Nacht bleibt, sondern zurück ins Bett von Mama geht.
w
 
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  • #12
Liebe FS,
der Mann ist mit 22 Vater geworden, seine Ex war wohl noch jünger und unreifer. Da hat eben das ein oder andere in der Erziehung nicht geklappt und kein Wunder, dass sie getrennt sind.
Kardinalfehler Nummer 1, dass das Kind so lange noch nicht mal ein eigenes Bett hatte, d.h. garnicht allein schlafen lernen konnte. Nun ist ein Bett für ihn da und ein Eingewöhnungsprozess sollte beginnen.

Wenn Dein Partner aus Bequemlichkeit (Schlafmangel) nicht mitzieht, dann lass ihn an den Vaterwochenenden doch öfter mal allein mit dem Problem. Da ihr dann ohnehin auch nachts keine Paarzeit habt, kannst Du doch auch mit Freundinnen ins Kino, danach auf den Schwoof gehen und öfter mal bei ihnen übernachten. Vielleicht ist das für Deinen Partner ein Antrieb, erzieherisch tätig zu werden und Euch Freiraum für Paarzeit zu verschaffen, auch wenn sein Sohn da ist.
Du bist eine junge Frau, hast kein eigenes Kind. Vielleicht ist ein mann mit Kind auch einfach der falsche Partner für Dich.

Es wundert mich nicht, dass so viele Ehen mit Kindern scheitern, wenn es für die Mütter normal und gewünscht ist, dass die Kinder bis in die Pubertät mit im Ehebett liegen.
 
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  • #13
Liebe FS,

Kinder machen das, was Erwachsene mitmachen. Und der Kleine tyrannisiert die Eltern, macht sein Gewohnheitsrecht geltend. Klar macht er das. Er macht das genau so lange, wie es funktioniert. Ich gehe mal davon aus, dass er nicht traumatiert ist, keine Zwänge hat, nicht krank ist, sondern altersgemäß alleine im Zimmer schlafen könnte, nur das bis jetzt kein Mensch von ihm ernsthaft verlangt hat. Und wenn ihr Ansätze macht, kriegt ihr die Ablehnung und traut euch nicht, dem Kleinen zu sagen, dass ihr das einfach nicht wollt. Damit geht es schon los. Man muss ein Kind nicht verletzen und im Regen stehen lassen, kann ihm aber trotzdem ganz klar sage, welche Regeln gelten. Freundlich, behutsam aber nicht zur Diskussion frei gegeben. Solange ihr versucht, mit Ablenkung, Entgegenkommen, Pseudohandlungen usw. das Einverständnis vom Kind zu bewirken, werdet ihr die Erwachsenen sein, die sich halt nach den Wünschen des Kindes richten. Da müsst ihr/sprich der Vater entscheiden, was er will. Entweder, er lässt dem Kind den Willen, dann braucht er sich auch nicht zu beschweren, oder beginnt, sein Verhalten zu ändern und entscheidet als Erwachsener, wo das Kind schläft. Es gibt menschenfreundliche, sichere Methoden einem Kind beizubringen allein zu schlafen, z.B. nach Triple P, die funktionieren. Am Anfang steht aber die Entscheidung, das wirklich änder zu wollen. Und auf die Mutter zu warten, ist ja wohl eine billige Ausrede. Die Mutter macht nicht die Regeln, die beim Vater gelten, die kann er selbst machen. Er wird die Liebe vom Kind nicht verlieren und auch das Kind nicht schädigen, wenn er entscheidet, dass der Kleine jetzt lernt allein zu schlafen. Das Kind gewinnt an Autonomie. Allerdings, kannst du die Regeln auch nicht machen. Fordere deinen Partner auf, sich darum zu kümmern, dass der Kleine das lernt. Für den Vater scheint alles ok zu sein, solange das Kind nicht zetert und du auch nicht. Und Schuld hat die Mutter.... der Mann ist fein raus, er geht den Weg des geringsten Widerstandes. Und versprochen, spätestens mit 14 ist dem Jungen peinlich mit Papa im Bett zu schlafen.....

w
 
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  • #14
Dass ein 6 jähriger nicht allein schläft, ist nun wirklich nichts ungewöhnliches. Die Mutter macht auch nichts falsch. Es ist alles ok... Die Phase ist schneller vorbei als einem im Nachhinein lieb ist. Der Vater sollte sie genießen.

Ich finde du regst dich künstlich auf und machst Probleme, wo keine sind. Kann es sein , dass du aus irgendeinem Grunde der Mutter mangelnde Erziehungskompetenz zu unterstellen suchst , um dich zu positionieren? Danach hört sich nämlich DEIN Problem an.
Oder du hast wirklich gar kein Gespür für Kinder.
 
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  • #15
Als Alleinerziehende Mutter einer jetzt 10 jährigen Tochter würde ich auch gern etwas dazu beitragen.
Die Trennung von ihrem Vater erfolgte, als die Tochter 5 Jahre alt war.
Es gab eine ca. 1 jährige Zeit danach, in der die Kleine einfach mehr Kuschelzeit brauchte und in der sie in meinem Bett schlief. Platzbedingt auch bei ihrem Vater, der zu der Zeit eine kleine Wohnung hatte.
Die Tochter hatte bereits als Baby ein eigenes Zimmer (problemlos), hatte später so mit 3-4 Jahren noch einmal so eine Phase von ein paar Monaten in unserem damaligen Bett zu nächtigen.
Ich denke, man merkt als Eltern recht schnell, ob es sich hier um einen echten Bedarf des Kleinen handelt oder um die Erreichung bestimmter Ziele. Eltern kennen ihr Kind.

Darüber hinaus möchte ich den Egoismus der FS ansprechen. Die Situation wiederholt sich nur alle 2 Wochen (und einmal die Woche Mittwochs). Den Rest der Zeit kann das Paar sich vollkommen ausleben. Das kann die Mutter rein zeitlich nicht. Sie ist den ganzen Rest der Zeit für das Kind da und hat es dadurch sogar schwerer, überhaupt einen neuen Partner zu finden. Man beachte hier die Verhältnismäßigkeiten.

Ob die Mutter bei der Erziehung etwas falsch macht, kann ich nicht beurteilen. Die FS sicherlich auch nicht
W49
 
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  • #16
Ich kenne alleine 3 Fälle in meinem Bekanntenkreis, wo der Junge noch bis 14/15 im Bett der Eltern schläft - manchmal oder regelmäßig, da sind sowohl getrennte Eltern bei, als auch welche, die als Paar zusammenleben, da geht dann ein Elternteil ins Gästebett schlafen. Also, von wegen, das gewöhnt der Junge sich von alleine ab! Die Frage ist, ob es von den Eltern geduldet wird!


w49
 
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  • #17
Das ist nicht nur das Thema das die Mutter aufgebaut hat und ändern muss, sondern dein Freund auch und das müssen beide gemeinsam in Absprache angehen. Er hat es so mitgetragen und sollte nicht das Thema nur auf due Mutter schieben oder vor lauter Verdrängung wie ein alter Mann vor dem Fernseher vor seinem Sohn einschlafen. Mit sechs nie im eigenen Bett einschlafen zu wollen ist ungewöhnlich kommt aber schon mal vor. Es sind die Eltern die das so installiert haben. Es ist auch nicht in jedem Fall so einfach zu lösen, ich habe auch schon einer in meinen Augen eher ungesunden Symbiose zwischen Mutter und Tochter wo der Vater früh verstorben war mit angesehen wo die Tochter sich noch bis bestimmt 11 geweigert hat ihr Bett in ihrem Zimmer zu benutzen. So was dauert dann einfach zu lange an. In dem Fall ist es zwar nicht so schlimm, aber es handelt sich immerhin um Elternteile die getrennt leben wo trotzdem eine Einheitlichkeit geschaffen werden soll. Der Junge will natürlich auch den Vater auf die selbe Weise an sich binden, sich seiner versichern. Da hilft nur behutsames Erklären.
 
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  • #18
Und der Kleine tyrannisiert die Eltern, macht sein Gewohnheitsrecht geltend. Klar macht er das.

Oder seine kleine Welt ist mit der Trennung der Eltern zusammengebrochen und er braucht eben mehr Zuwendung und Nähe?

Was für eine dämliche Rangehensweise, Kinder sind Tyrannen oder wie?

Arbeitet weniger, dann habt ihr mehr Zeit füreinander, statt einem kleinen Jungen das bisschen auch noch zu halbieren, das er gerade von seinem Vater hat.
 
  • #19
Ich frage mich in solchen Fällen schon, ob es wirklich das Kind ist, das die nächtliche Nähe braucht.

Ist es nicht eher das schlechte Gewissen der getrennten Eltern darüber, dem Kind eine intakte Familie vorenthalten zu müssen? Da wird es lieber verhätschelt, anstatt ihm altersgemäße Grenzen zu setzen.
Menschen, die in anderen Kulturen aus Not in einem Zimmer hausen müssen, und die alle in einem großen Bett schlafen, sind dafür kein Maßstab - und kein Vorbild.

Auch ich kenne einen Fall, bei dem die geschiedene Mutter selbst "nichts dagegen" hat, dass ihr 11- jähriger Sohn bei ihr im Bett schläft. Ein Junge in der Pubertät, das muss man sich mal vorstellen! Also, von alleine hört der Spuk nicht immer auf, wenn das Kind niemals zuvor gewöhnt war, im eigenen Bett allein zu schlafen.

Das elterliche Bett darf natürlich kein grundsätzliches Tabu für Kinder sein. Wenn sie krank sind, zum Beispiel, wenn sie schlecht geträumt haben, oder einfach mal mehr Zuwendung brauchen.

Aber immer? Nein.
 
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  • #20
Also was hat jetzt die Mutter mit Deinem Problem zu tun?
Bei getrennten Kindern ist es so: Bei Papa gelten DIE Regeln und bei Mama andere Regeln.
Das können Kinder trennen.
Dein Freund will allerdings gar nicht unbedingt, dass das Kind im eigenen Bett schläft, sonst würde er sich durchsetzen.
Meine Güte, dann heult er eben mal. Klar kann man einem 6jährigen auch alles durchgehen lassen und das arme Kind total verhätscheln.
Aber es gibt eine Kinderzeit und eine Eltern/Erwachsenenzeit und in letzterer haben Kinder dann eben mal ruhig zu sein.
Das ist durchaus machbar.
Mein großer Sohn durfte ab 4 nicht mehr zu uns ins Bett, weil ich das Baby nachts dort hatte und es sonst zu eng wurde.
Klar gefiel ihm das nicht, aber er hat sich dran gewöhnt, ohne einen Schaden davon zu tragen
Dein Freund muss sich durchsetzen.
Und wenn er eine Freundin haben will, dann muss er sich abends auch um diese kümmern und nicht einschlafen.
Basta.
Wenn das mal so ist, sagt ja keiner etwas, aber es muss auch Raum als Paar geben und das müssen Kinder respektieren. Und er ist keine 2 mehr, sondern 6.
Mein jetzt 4jähriger würde das kapieren.
Klar versucht der Kleine, seine Stellung zu sichern, es ist SEIN Papa und nicht Deiner! ;-)
Aber dein Freund muss auch Deine Stellung festigen und klar sagen, dass jetzt seine Freundin dran ist und er ins Bettchen gehen muss -alleine!
Und ohne, dass ihr daneben liegt.
Er wirds ein paar mal versuchen, aber wenn dein Freund konsequent bleibt, dann schläft er auch alleine ein. Kann ja ne Kassette/CD zum Einschlafen hören, aber er ist kein Baby mehr.

w,40 , 2 Kinder
 
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  • #21
Meine Güte, das Kind ist 6 Jahre und der Vater hat nicht die Mutter, sondern die Stiefmutti im Bett. Das Kind braucht Nähe und Sicherheit und keinen eigenen Lebensraum in dem Alter.

Ist ja auch das Einfachste, Kinderzimmer, Tür zu, fertig. Ja mei, Verantwortung ist nicht nur Sache der Mama und da muss der Papa auch nichts umerziehen, an- oder abgewöhnen, wenn dich das Kind beim Vögeln stört,

Schönen Sonntag noch
 
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  • #22
Nun ja, der junge Mann hat seinen Sohn bekommen, da war er gerade mal 22. Eine Zeit, in der andere Leute ihr Leben leben, auf Partys gehen, Kontakte in die Welt knüpfen und wenig Verantwortung übernehmen können. Schon mit Kindern konfrontiert zu werden, ist eben enorm anstrengend. Noch paar Jahre, dann ist das sowieso vorbei. Das wirst du eben jetzt mal aushalten müssen.
 
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  • #23
Also was hat jetzt die Mutter mit Deinem Problem zu tun?
Bei getrennten Kindern ist es so: Bei Papa gelten DIE Regeln und bei Mama andere Regeln.
Das können Kinder trennen.
Dein Freund will allerdings gar nicht unbedingt, dass das Kind im eigenen Bett schläft, sonst würde er sich durchsetzen.
Meine Güte, dann heult er eben mal. Klar kann man einem 6jährigen auch alles durchgehen lassen und das arme Kind total verhätscheln.
Aber es gibt eine Kinderzeit und eine Eltern/Erwachsenenzeit und in letzterer haben Kinder dann eben mal ruhig zu sein.
Das ist durchaus machbar.
Mein großer Sohn durfte ab 4 nicht mehr zu uns ins Bett, weil ich das Baby nachts dort hatte und es sonst zu eng wurde.
Klar gefiel ihm das nicht, aber er hat sich dran gewöhnt, ohne einen Schaden davon zu tragen
Dein Freund muss sich durchsetzen.
Und wenn er eine Freundin haben will, dann muss er sich abends auch um diese kümmern und nicht einschlafen.
Basta.
Wenn das mal so ist, sagt ja keiner etwas, aber es muss auch Raum als Paar geben und das müssen Kinder respektieren. Und er ist keine 2 mehr, sondern 6.
Mein jetzt 4jähriger würde das kapieren.
Klar versucht der Kleine, seine Stellung zu sichern, es ist SEIN Papa und nicht Deiner! ;-)
Aber dein Freund muss auch Deine Stellung festigen und klar sagen, dass jetzt seine Freundin dran ist und er ins Bettchen gehen muss -alleine!
Und ohne, dass ihr daneben liegt.
Er wirds ein paar mal versuchen, aber wenn dein Freund konsequent bleibt, dann schläft er auch alleine ein. Kann ja ne Kassette/CD zum Einschlafen hören, aber er ist kein Baby mehr.

w,40 , 2 Kinder

Mir wird gerade klar, welches Glück ich mit meinen Eltern habe bei all ihren Fehlern.

Es ist normal, dass ein 6jähriger zu seinen Eltern will und wie oft ist er denn da ? Alle 2 Wochen 2 Nächte ? Wo ist da dein Problem. Sorry wenn eure Beziehung da leider, habt ihr ganz andere Probleme.....
Man kann auch Probleme machen....im Zweifel macht eine Erziehung wie die oben beschriebene mehr Probleme wie man dem Beitrag entnehmen kann, empathiefreie Zone
 
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  • #24
Hallo FS

Nr. 6 hat es sehr gut getroffen und ich würde auch ähnlich machen. Wichtig ist dass es ein nicht zu krasser Schnitt gibt mit dem Bettwechsel. Sonst stehst du wirklich vor dem Sohn da als böse Stiefmutter. Ganz wichtig ist auch dass du dich aus der Angelegenheit raushältst und das den Vater regeln lässt (du kannst ihn gerne unterstützen, aber die Umsetzung muss er bringen). Und die Mutter ganz aus dem Thema raushalten. Eure Wohnung, eure Regeln. Wenn er bei der Mutter ist läuft es dann hat anderst. Das kann man auch so dem Sohn kommunizieren.

Viel Glück
AE 33, mit 2 Kindern und AE Freund mit 1 Kind (unsere Kinder schlafen jeweils im eigenen Bett und dürfen morgens mit uns im grossen Bett kuscheln. ;-) )
 
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  • #25
Ich steige mal so knallhart ein: ihr seid beide altersbedingt recht unerfahren, es geht hierbei auch nicht um Sachen, sondern ein kleines Kind aus einer Trennungssituation.

So etwas lässt sich nicht einfach "andressieren", jeder Mensch und somit jedes Kind hat einen anderen Anspruch. Gebt dem kleinen "seine Zeit", die er braucht und entscheidet nicht nach starren Vorstellungen. Liebe und Geborgenheit suchst doch auch DU, und Du bist deutlich älter als der Kleine. SEINE Welt ist aber zerstört, SEINE Eltern nicht mehr in der heilen Familie, ER muss damit klarkommen, dass sein Papi ihm eine neue Frau mit ins Haus gebracht hat, die ihn offenbar auch nicht so richtig akzeptieren kann.

Und nochmals - alles andere ist nämlich nur Prosa:
DU musst es wollen, wie auch sein Vater. Wenn Du dazu nicht bereit bist, die Interessen des Jungen aus beispielsweise reinem Eigeninteresse vorn zu sehen, bist Du in dieser Beziehung nicht geeignet.
Du stresst Dich, den Jungen und letztlich kommt der Tag - er oder ich - dann wird sich auch zeigen, ob Blut dicker als Wasser ist...

M, 50
 
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  • #26
Mir wird gerade klar, welches Glück ich mit meinen Eltern habe bei all ihren Fehlern.

Es ist normal, dass ein 6jähriger zu seinen Eltern will und wie oft ist er denn da ? Alle 2 Wochen 2 Nächte ? Wo ist da dein Problem. Sorry wenn eure Beziehung da leider, habt ihr ganz andere Probleme.....
Man kann auch Probleme machen....im Zweifel macht eine Erziehung wie die oben beschriebene mehr Probleme wie man dem Beitrag entnehmen kann, empathiefreie Zone

Nix empathiefreie Zone!
Mein Sohn ist 4 und kommt auch zu uns, mir und meinem neuen Partner ins Bett. Das ist auch o.k., erst recht, wenn das Kind mal schlecht geträumt hat oder Angst hat.
Aber es ist nicht o.k., dass sich beide abends zu ihm legen müssen und damit der Abend der Erwchsenen gelaufen ist! Irgendwo hörts einfach auf.
Man kann sich ja auch noch völlig versklaven fürs Kind!?
Ich finde es lächerlich, sich ständig zu einem 6jährigen zum Einschlafen dazulegen zu müssen!Der nutzt das schamlos aus und verdrückt wenns sein muss ein paar Krokodilstränen.
Da muss man sich manchmal eben durchsetzen.
Es kann nicht sein, dass er den Abend diktiert.
Ein Kind mit 6 kann alleine einschlafen, man kann ab und zu kommen und nach ihm schauen, aber das kann ein 6jähriger lernen.
Dass die zu zweit neben ihm liegen müssen, damit das Prinzchen einschläft ist albern.

w,40
 
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  • #27
Bei derart empathiebefreiten Beiträgen hier kann man das kalte Schütteln bekommen..

Wo spricht denn hier w 40 2 Kinder Warmherzigkeit, Wärme, Verständnis- gerade auch für die besondere Situation des Kleinen?
Der ist doch gerade mal auf dem Weg in sein Leben und kann gerade mal die ersten Jahre seine Hauptbedürfnisse artikulieren??

Ganz ehrlich, das arme Kind, welches wegen des Babys aus dem Bett verwiesen wird!
Da ist das Geschwisterverhältnis gleich gut gebahnt...
Klar - geht alles, aber liebevolles Verständnis ohne zu verweichlichen ist anders.

Bei uns durften immer! bei Gewitter, schlecht träumen oder auch mal so beide Kinder dazukuscheln - und ich gehe davon aus, sooo toll war das für meine Eltern auch nicht ;)

Es wird sich doch bessern, er wird älter, es ist nur ein paar Tage- nicht ständig.
Und er hat eine besondere Situation im vulnerablen Alter.

Danke an @22, bzgl. der meisten anderen Beiträge braucht man sich über mangelnden EQ bei Jungerwachsenen nicht zu wundern...

Gruß ,
W 36
 
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  • #28
Buchtipp:

"Jedes Kind kann schlafen lernen".

Kann ich sehr empfehlen! Kostet gebraucht nur wenige Euro im www.

Viel Erfolg!
 
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  • #29
Normalerweise sollten 6-jährige Kinder gelernt haben, alleine zu schlafen - aber er kennt es wohl nicht anders und sieht es als völlig normal an, dass er bei Papa oder Mama im Bett schläft. Wie wäre es denn, wenn er das Licht bei sich im Bett anlassen darf und Du ihm oder Dein Partner, eine "Gute-Nacht-Geschichte vorliest, bevor er einschläft? Dann hätte er das Gefühl, nicht im Stich gelassen zu werden.

Mein Sohn wollte auch immer bei mir schlafen, als ich ihm gesagt habe, dass das nur Babys machen und er sei ja schon ein grosser Junge, blieb er mit Licht und Vorlesen vor dem Einschlafen in seinem Bett.

w
 
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  • #30
Bei derart empathiebefreiten Beiträgen hier kann man das kalte Schütteln bekommen..

Wo spricht denn hier w 40 2 Kinder Warmherzigkeit, Wärme, Verständnis- gerade auch für die besondere Situation des Kleinen?
Der ist doch gerade mal auf dem Weg in sein Leben und kann gerade mal die ersten Jahre seine Hauptbedürfnisse artikulieren??

Ganz ehrlich, das arme Kind, welches wegen des Babys aus dem Bett verwiesen wird!
Da ist das Geschwisterverhältnis gleich gut gebahnt...
Klar - geht alles, aber liebevolles Verständnis ohne zu verweichlichen ist anders.


Gruß ,
W 36

Das ist doch Blödsinn! Gerade WEIL ich 2 Kinder genau in diesem Alter habe und eine Trennungssituation hinter mir, weiß ich, was man Kindern zumuten kann und was nicht.
Es geht hier nicht darum, dass das Kind wenn es Angst hat nicht zu Papa ins Bett schlüpfen darf.
Aber alleine einschlafen ist mit 6 Jahren drin. Meine Kinder sind 8 und 4 und können das trotz Trennung auch.
Und wenn einer mal in mein Bett kommt, darf er das.
Aber deswegen muss man sich nicht den Abend von einem 6jährigen diktieren lassen. Auch Eltern haben Bedürfnisse und man kann sagen: Heute schläfst du in Deinem Bett! Ich komm gleich nochmal vorbei... und dann schaut man eben 2-3 mal vorbei, streichelt über den Kopf, zeigt, dass man DA ist und dann geht das.
Ein 6jähriger kann alleine schlafen! Ein 4jähriger auch.
Meine Jungs haben ein prima Verhältnis zueinander. Man muss sich als Mutter oder Vater nicht völlig aufgeben.
Meine Kinder verstehen, dass ab 8 Uhr Mamazeit ist ohne Diskussion.
Übrigens bin ich ganz und gar gegen das Buch Jedes Kind kann schlafen lernen.

w,40
 
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