• #1

Depressiver Partner trennt sich 2. Chance?

Hi

Mein depressiver Freund hat sich nach 1 Jahr getrennt. Er hatte schon viel länger Gefühle als ich.

Er hat PTBS + Depressionen und ist seit Jahren in Behandlung.

Ein halbes Jahr war alles perfekt. Seit Anfang des Jahres war ich konstant gestresst & gereizt, weshalb es oft (nur!) per Whatsapp Gezanke gab & ich leider grundlos an seinen Gefühlen zweifelte.

Er meinte, er sei oft doof zu mir, nur damit er funktioniert & hofft, das in den Griff zu bekommen, da er nicht nochmal so verliebt sein würde. Ich war die erste bei der er meinte, alles passt perfekt.

Irgendwann ließ mein fragliches Verhalten nach.

Nach dem letzten Besuch bei seiner Oma ging es mit seiner Psyche bergab. Er wusste nicht wieso & isolierte sich 1 Woche von allem. Danach meinte er, dass wir nicht aufgeben & durchhalten, auch wenn wir mal Zeit alleine brauchen. Einige Wochen später redeten wir mal aneinander vorbei, was ihm psychisch zu viel war.

Am nächsten Tag kam ein langer Text. Er könne in seinem Zustand keine Beziehung mehr führen & es täte uns beiden gerade nicht gut. Er konnte es nicht erklären & es tat ihm auch weh, aber er müsse es tun, da er sonst immer sich weh tut, damit andere glücklich sind. Ihm geht es sehr schlecht. Er hatte Angst den Schritt zu gehen, da er mich nicht ganz verlieren will & hatte Angst, es persönlich zu sagen, aus Angst ich täte mir etwas an. (Mein fragliches Verhalten war so, dass er mir öfter eine Therapie riet) & er konnte in Person nicht mehr sagen, was er fühlt. Wir könnten es gern wieder probieren, wenn es ihm besser geht.

Ich begann sofort eine Therapie mit der Diagnose einer Anpassungsstörung.

Das alles ist 7 Wochen her. Wir telefonierten seitdem 2x & redeten stundenlang über Gott & die Welt.
Sein Job belastet ihn sehr & er fühle aktuell nichts.

Letztens schrieb ich ihm. Er war sehr distanziert, worauf ich ihn ansprach. Er sagte, dass er Abstand brauchte & sich nicht zum Telefonieren meldete, da er nur arbeitet & schläft & mit kaum wem redet.

Ich meinte, ich hätteHoffnung, dass es wieder klappt, wenn es uns besser geht.
In einem Telefonat meinte er, er hofft, dass die Gefühle zurückkommen, wenn wir weiter Kontakt haben.
Er meinte jetzt, es gäbe viele Gründe, mir wenig Hoffnung machen zu wollen: Seine Psychische + körperliche Krankheit & hinterfragt seine Sexualität.
Er wüsste nicht, wie es mit ihm weitergeht. Sein Leben sei größtenteils durch, es mache wenig Sinn.

Die körperliche Krankheit war nie Thema. Er dachte immer, dass er deshalb keinen finden würde. Zu mir meinte er, dass es ihm viel bedeutet, dass ich ihn so akzeptiere.

An seiner Sexualität zweifelte er nie. Liegt das an dem Gefühlsverlust? Auch seine generellen Interessen seien durcheinander.

Erst hieß es, wenn es ihm vielleicht in 2 Monaten besser geht, kann man es wieder probieren. Jetzt heißt es viel länger. Er brauche lange, um Dinge auszutherapieren.
Ihm ginge es auch nicht besser sondern schlechter.

Ich will das nicht aufgeben. Besteht eine 2. Chance?
 
  • #2
Ihr habt beide Eure Probleme, belastet Euch gegenseitig zusätzlich, tut Euch nicht gut, im Gegenteil, Ihr verschlimmert es, da macht Trennung Sinn, und auch keinen weiteren Kontakt.
Eine 2.Chance vielleicht in ein paar Jahren, wenn Ihr beide Eure Therapien mit Erfolg gemacht habt, aber dann ist es auch unwahrscheinlich, weil Ihr Euch weiter entwickelt habt.
 
  • #3
Wenn zwei Menschen behandlungsbedürftige psychische Probleme haben, kommt keine stabile Beziehung raus. Ich würde keine weitere Chance geben.
 
  • #4
Nunja, meins wäre das nicht. Man sollte sich niemandem zumuten, wenn man solche Baustellen hat. Das eine Jahr klingt wie Kampfgebiet, zumindest ab der zweiten Hälfte.
 
  • #5
Du musst zuhören lernen. Er will nicht. Er sagt es. Nimm ihn ernst.
 
  • #6
Nun gib doch bitte den jeweiligen psychischen Behandlungen erstmal den Vorrang.
Sonst ist das alles im wahrsten Sinne des Wortes nicht gesund.

Ich würde erstmal ein paar Monate als Single durchatmen und dann schauen, ob ich mit demjenigen dann noch eine Beziehung wollte.
 
  • #7
Ihr habt beide Eure Probleme, belastet Euch gegenseitig zusätzlich, tut Euch nicht gut, im Gegenteil, Ihr verschlimmert es, da macht Trennung Sinn, und auch keinen weiteren Kontakt.
Eine 2.Chance vielleicht in ein paar Jahren, wenn Ihr beide Eure Therapien mit Erfolg gemacht habt, aber dann ist es auch unwahrscheinlich, weil Ihr Euch weiter entwickelt habt.
Sicher, dass wir uns so sehr weiterentwickeln, denn die Probleme sind bereits seit vielen Jahren da und werden behandelt? Ich kann es mir schon gut vorstellen, dass es wieder klappt, da wir ansonsten sehr gut passen
 
  • #8
Und solchen extremen Umständen wird es nichts, du solltest für dich eine Entscheidung treffen, auf dein Bauchgefühl hören, ich an deiner Stelle würde den Kontakt abbrechen, du kommst sonst aus diesem Teufelskreis niemals raus! Dieser Mann ist belastet und traumatisiert, das wird auch so einige Zeit bleiben und benötigt eine sehr lange Behandlungszeit! Eine Beziehung sollte einem Kraft geben, Freude machen und nicht umgekehrt!
 
  • #11
Nun gib doch bitte den jeweiligen psychischen Behandlungen erstmal den Vorrang.
Sonst ist das alles im wahrsten Sinne des Wortes nicht gesund.

Ich würde erstmal ein paar Monate als Single durchatmen und dann schauen, ob ich mit demjenigen dann noch eine Beziehung wollte.
Das passiert ja jetzt. Ich würde es auf jeden Fall wollen, bloß nicht zu überstürzt, da er wirklich mein Traummann ist und er hat etliche Male das gleiche von mir gesagt.
 
  • #12
Oh. Bei mir stellte sich heraus, dass mit mir wieder alles in Ordnung ist. Vergibst du auch keine weitere Chance, wenn die andere Person an den Gründen gearbeitet hat?
Sorry, Du beschreibst eine dauerhaft schwere Erkrankung bei ihm und nicht irgendwas, bei dem man mal eben an den Gründen arbeitet und dann passt es wieder. Bei Dir evt. eine starke Reaktion auf sein Verhalten(?), die behandlungsbedürftig ist. Was ihr euch dann gegenseitig "zusammenträumt", ist mir schleierhaft.
 
  • #13
Das passiert ja jetzt. Ich würde es auf jeden Fall wollen, bloß nicht zu überstürzt, da er wirklich mein Traummann ist und er hat etliche Male das gleiche von mir gesagt.
Wie Christian Hemschemeier gerne sagt: "Keine Beziehung fühlt sich so richtig an, wie die falsche"
Ich glaube damit hat er in der Regel Recht. Vor allem wenn zwei Menschen involviert sind, die beide ihre Baustellen haben und ihre Muster gegenseitig am Leben erhalten. Diese Muster sind oft sehr alt und sorgen dafür, dass man vertraute Gefühle/Beziehungsmuster mit Liebe verwechselt.
So lange er seine Themen nicht wirklich zu ende bearbeitet hat, wird das nichts. Das ist jedenfalls meine persönliche Meinung.
Das Glück in einem anderen Menschen zu suchen, dass man sich selber auf Grund psychischer Themen nicht geben kann, funktioniert nicht. Du erwartest Liebe von einem depressiven Mann, der dir dazu auch noch klar kommuniziert, dass er Zeit zur Heilung braucht.
Lass ihn los und frage dich, warum du dich an ihm abarbeiten möchtest, obwohl er dir deutlich sagt, mit mir wird das nichts.
Das er sich etwas anderes wünscht und von einer besseren Welt träumt ist legitim. Es ist nur nicht eure Realität und genau das sagt er dir.
 
  • #14
Puh, es ist schwierig... Jemand mit psychischen Problemen:es wird immer seine Baustelle wohl bleiben, ich denke du solltest an dich denken und dich schützen. Einfach raus gehen aus dem Ganzen und Abstand (!) gewinnen. Erstmal. Und dann weiterschauen.
 
  • #15
Sorry, Du beschreibst eine dauerhaft schwere Erkrankung bei ihm und nicht irgendwas, bei dem man mal eben an den Gründen arbeitet und dann passt es wieder. Bei Dir evt. eine starke Reaktion auf sein Verhalten(?), die behandlungsbedürftig ist. Was ihr euch dann gegenseitig "zusammenträumt", ist mir schleierhaft.
Bei mir war es eine Anpassungsstörung aufgrund eines neuen Lebensabschnittes, was nicht selten bei Menschen vorkommt. Mit ,,Gründen‘‘ meine ich eben das Verhalten von mir, was definitiv auf Dauer auch nicht fördernd für die Beziehung war. Daran habe ich gearbeitet und da die Beziehung vorher genauso funktionierte, trotz Tiefphasen von ihm, wenn auch nicht so akut, kann ich mir vorstellen, dass es eben wieder klappt. Und falls nicht, weiß ich zumindest, dass es nicht nur an mir lag, dass es leider nicht klappt. Das wäre sehr schmerzvoll. Ich finde, dass ich aufgrund meiner Reflektion und Arbeit an meinem Verhalten zumindest die Chance verdient hätte, es nochmal zu versuchen.
 
  • #16
Wie Christian Hemschemeier gerne sagt: "Keine Beziehung fühlt sich so richtig an, wie die falsche"
Ich glaube damit hat er in der Regel Recht. Vor allem wenn zwei Menschen involviert sind, die beide ihre Baustellen haben und ihre Muster gegenseitig am Leben erhalten. Diese Muster sind oft sehr alt und sorgen dafür, dass man vertraute Gefühle/Beziehungsmuster mit Liebe verwechselt.
So lange er seine Themen nicht wirklich zu ende bearbeitet hat, wird das nichts. Das ist jedenfalls meine persönliche Meinung.
Das Glück in einem anderen Menschen zu suchen, dass man sich selber auf Grund psychischer Themen nicht geben kann, funktioniert nicht. Du erwartest Liebe von einem depressiven Mann, der dir dazu auch noch klar kommuniziert, dass er Zeit zur Heilung braucht.
Lass ihn los und frage dich, warum du dich an ihm abarbeiten möchtest, obwohl er dir deutlich sagt, mit mir wird das nichts.
Das er sich etwas anderes wünscht und von einer besseren Welt träumt ist legitim. Es ist nur nicht eure Realität und genau das sagt er dir.
Ich hatte vorher und habe mittlerweile keine Baustelle mehr. Er lebt seit Jahren mit seiner und sie wird auch soweit behandelt, dass er damit leben kann, manchmal gibt es eben Tiefphasen.
Ich habe nie nach einer Beziehung gesucht und er wusste damals, dass ich keine Gefühle für ihn hatte, weshalb er es auch dabei beließ. Irgendwann ist es trotzdem passiert, gesucht hat da niemand aktiv außer er.
Meinst du nicht, dass mit diesem ,,Mit mir wird es nichts‘‘ nicht aus seiner Depression heraus gesprochen wird? Er nennt Gründe, die nie ein Problem darstellten und jetzt wirkt es, als finde er sich nicht gut genug.
Wo sagt er das denn genau? Mir sagte er, dass er hofft, dass seine Gefühle zurückkommen, wenn wir weiter in Kontakt stehen. Das tuen wir zwar nicht, aber ich denke das ist momentan erstmal besser so.
Es ist nur komisch, da sobald wir reden alles ist wie immer. Verstehen uns super, reden stundenlang, was von ihm aus geht…
Ich will mich nicht an ihm abarbeiten, es funktionierte vor meinem fraglichen Verhalten eben perfekt. Da wird es doch eine Chance geben, die nicht direkt auf ,,Lass ihn los‘‘ zielt?
 
  • #17
Daran habe ich gearbeitet und da die Beziehung vorher genauso funktionierte, trotz Tiefphasen von ihm, wenn auch nicht so akut, kann ich mir vorstellen, dass es eben wieder klappt. Und falls nicht, weiß ich zumindest, dass es nicht nur an mir lag, dass es leider nicht klappt.
Woran würde ich merken, dass es an Dir liegt?
Es wäre schmerzvoll, wenn es nicht an Dir liegt?
Ich finde, dass ich aufgrund meiner Reflektion und Arbeit an meinem Verhalten zumindest die Chance verdient hätte, es nochmal zu versuchen.
Verstehe ich nicht. Du beschreibst im Eingangspost aus meiner Sicht massive psychische Probleme auf seiner Seite. Jetzt klingt es so, als würdest Du die "Schuld" fürs scheitern bei Dir suchen.
 
  • #18
Wie wäre es, wenn du die Möglichkeit in Betracht ziehst, dass du die Trennung akzeptierst?
Er hat sich von dir getrennt. Zieht das aber nicht konsequent durch in seinen Worten. Damit macht er es dir schwerer.
Den Grund hat er dir genannt.
Er hat Angst, dass du dir etwas antust.

Da war offensichtlich viel Manipulation im Spiel deinerseits. Vermutlich das Androhen eines Suizids.
Auf dieser Basis kann man keine Beziehung führen.
Er laviert jetzt so herum, weil du dieses Verhalten gezeigt hast.
Es ist aber faktisch Schluss zwischen euch und es wird kein Revival geben.
Setz dich mit dieser Tatsache auseinander.

Du wählst aktuell den schweren Weg. Versuchst noch irgendwie etwas zu ändern, was sich nicht ändern lässt.
Vergiss seinen "depressiven Zustand".
Er ist erwachsen und muss alleine klar kommen.
Genau wie du auch.

Vergiss seine Worte, die dir noch Hoffnungen machen.
Ziehe selbst einen Schlussstrich.

Ja es ist viel falsch gelaufen zwischen euch. Nimm das mit für die Zukunft. Mehr kannst du aktuell nicht tun. Konzentriere dich auf ein Leben ohne diesen Mann/Jungen.

,,Mit mir wird es nichts‘‘ nicht aus seiner Depression heraus gesprochen wird?
Nein das ist nicht aus der Depression heraus. Er will nicht mehr mit dir zusammen sein. Er hat keine Gefühle der Liebe mehr für dich.
 
  • #19
Woran würde ich merken, dass es an Dir liegt?

Es wäre schmerzvoll, wenn es nicht an Dir liegt?

Verstehe ich nicht. Du beschreibst im Eingangspost aus meiner Sicht massive psychische Probleme auf seiner Seite. Jetzt klingt es so, als würdest Du die "Schuld" fürs scheitern bei Dir suchen.
Die Beziehung funktionierte trotz seinen psychischen Problemen einwandfrei, bis mein auf Dauer belastendes Verhalten dazukam. Daher würde ich mir definitiv auch Schuld geben, wenn es nichts mehr wird… weil es vorher funktionierte. Daher sehe ich auch noch eine Chance
 
  • #20
Sicher, dass wir uns so sehr weiterentwickeln, denn die Probleme sind bereits seit vielen Jahren da und werden behandelt?
Naja, die Probleme bei ihm werden seit Jahren behandelt und es scheint keine langfristige Besserung zu bringen, so wie Du seine wiederkehrenden Krisen in recht kurzer Zeit beschreibst.

Er kann nicht mit zusätzlichen Belastungen umgehen und Du kannst nicht garantieren, dass Du dauerhaft belastungsfrei für ihn bist - kann keiner.

Ich kann es mir schon gut vorstellen, dass es wieder klappt, da wir ansonsten sehr gut passen
Therapieerfolg geht mit Veränderung einher.
Also liegt nahe, dass nach erfolgreicher Therapie nicht mehr viel passt, weil ihr euch nicht gleich entwickelt - durch die Trennung schonmal garnicht.

Er lebt seit Jahren mit seiner und sie wird auch soweit behandelt, dass er damit leben kann, manchmal gibt es eben Tiefphasen.
Also nach "damit leben können" liest sich nicht was Du über ihn schreibst in eine 1-jährigen Kennenlernzeit, sondern als Dauerkrise mit kurzen Unterbrechungen.

Die Beziehung funktionierte trotz seinen psychischen Problemen einwandfrei
Das beurteilst Du falsch. Ihr wart viel zu kurz zusammen, um so eine Aussage treffen zu können.
Die Anfangsphase (erste Monate) ist es garkeine Beziehung sondern Kennenlernen und dann begannen bei euch bereits heftigste und dauerhafte, bis heute währende Probleme, d.h. es gab nie eine funktionierende Beziehung.

Dazu startet eure Beziehung für einen psychisch vorbelasteten Menschen instabilisierend:
er wusste damals, dass ich keine Gefühle für ihn hatte..... Irgendwann ist es trotzdem passiert
Bei "irgendwie passiert...." entsteht nur ganz selten Sicherheit in der Beziehung.
Noch mhr Unsicherheit/Belastungen als er grad und immer wieder erlebt braucht er nicht und das wird ihm sein Therapeut wohl auch so bestätigen.
 
  • #21
Wie wäre es, wenn du die Möglichkeit in Betracht ziehst, dass du die Trennung akzeptierst?
Er hat sich von dir getrennt. Zieht das aber nicht konsequent durch in seinen Worten. Damit macht er es dir schwerer.
Den Grund hat er dir genannt.
Er hat Angst, dass du dir etwas antust.

Da war offensichtlich viel Manipulation im Spiel deinerseits. Vermutlich das Androhen eines Suizids.
Auf dieser Basis kann man keine Beziehung führen.
Er laviert jetzt so herum, weil du dieses Verhalten gezeigt hast.
Es ist aber faktisch Schluss zwischen euch und es wird kein Revival geben.
Setz dich mit dieser Tatsache auseinander.

Du wählst aktuell den schweren Weg. Versuchst noch irgendwie etwas zu ändern, was sich nicht ändern lässt.
Vergiss seinen "depressiven Zustand".
Er ist erwachsen und muss alleine klar kommen.
Genau wie du auch.

Vergiss seine Worte, die dir noch Hoffnungen machen.
Ziehe selbst einen Schlussstrich.

Ja es ist viel falsch gelaufen zwischen euch. Nimm das mit für die Zukunft. Mehr kannst du aktuell nicht tun. Konzentriere dich auf ein Leben ohne diesen Mann/Jungen.


Nein das ist nicht aus der Depression heraus. Er will nicht mehr mit dir zusammen sein. Er hat keine Gefühle der Liebe mehr für dich.
Er hatte Angst, dass ich mir was antue, wenn er es mir persönlich sagt. Dass er das denkt, lag an meinem ,depressiven‘ Verhalten, welches ich kurzzeitig hatte.
Obwohl ich einige Wochen davor meinte, er bräuchte sich dahingehend keine Sorgen mehr machen, da es mir viel besser ginge. Natürlich verschwindet seine Angst dann nicht einfach sofort.
Ich habe nie etwas angedroht, tut mir leid, aber ich habe das Gefühl, dass viele Beiträge in Foren aktiv negativ bewertet werden. Bevor ich meinen Beitrag erstellt habe, habe ich viel gelesen und diese Kritik wurde öfter geäußert, kann da nur zustimmen. Meine Therapeutin und mein gesamtes Umfeld sehen bei uns noch eine Chance, wenn es ihm besser geht. Natürlich ist eine Fernprognose schwerer.

Er hat 1 Woche vor der Trennung noch gesagt, dass wir das durchstehen und nicht aufgeben und bot mir an, vorübergehend Freunde zu bleiben, sofern das für mich besser ist. Wenn ich dann wieder mehr möchte, könnten wir das auch tun, er sei da unkompliziert. Das bot er mir an, da er dachte, er würde mir nicht gut tun.
Es ist doch ein Symptom einer solchen akuten Depressionsphase keine Gefühle mehr zu haben, oder nicht?
Dazu zählen Gefühle zum Partner, aber auch allgemeine Gefühle, wie taub ist man da doch.
 
  • #22
Naja, die Probleme bei ihm werden seit Jahren behandelt und es scheint keine langfristige Besserung zu bringen, so wie Du seine wiederkehrenden Krisen in recht kurzer Zeit beschreibst.

Er kann nicht mit zusätzlichen Belastungen umgehen und Du kannst nicht garantieren, dass Du dauerhaft belastungsfrei für ihn bist - kann keiner.


Therapieerfolg geht mit Veränderung einher.
Also liegt nahe, dass nach erfolgreicher Therapie nicht mehr viel passt, weil ihr euch nicht gleich entwickelt - durch die Trennung schonmal garnicht.


Also nach "damit leben können" liest sich nicht was Du über ihn schreibst in eine 1-jährigen Kennenlernzeit, sondern als Dauerkrise mit kurzen Unterbrechungen.


Das beurteilst Du falsch. Ihr wart viel zu kurz zusammen, um so eine Aussage treffen zu können.
Die Anfangsphase (erste Monate) ist es garkeine Beziehung sondern Kennenlernen und dann begannen bei euch bereits heftigste und dauerhafte, bis heute währende Probleme, d.h. es gab nie eine funktionierende Beziehung.

Dazu startet eure Beziehung für einen psychisch vorbelasteten Menschen instabilisierend:

Bei "irgendwie passiert...." entsteht nur ganz selten Sicherheit in der Beziehung.
Noch mhr Unsicherheit/Belastungen als er grad und immer wieder erlebt braucht er nicht und das wird ihm sein Therapeut wohl auch so bestätigen.
Die therapeutische Behandlung hat über die Jahre viel gebracht, bloß sind die Probleme nicht ganz weg. Sein Therapeut möchte es diesmal anders angehen und das Problem an der Wurzel packen für eine langfristige Besserung, statt ihn wie sonst in solchen Phasen mehr Medis nehmen zu lassen, was hilft aber eben das Problem nicht löst.
Ja, er hat aktuell viele Belastungen, die er nicht einfach ablegen kann, dazu gehörte auch die Beziehung, die er vorübergehend stillgelegt hat.

Die Monate der Kennenlernphase habe ich bewusst aus der Beziehung ausgenommen, er gab mir sehr viel Zeit, da er mir keinen Druck machen wollte. Ich war damals auf keiner Suche. Aber fast ein 3/4 gab es keinerlei Probleme.

Mit ,,Irgendwie passiert‘‘ meinte ich, dass ich mich plötzlich unvorhersehbar verliebt hatte, da habe ich mich wohl undeutlich ausgedrückt.
 
  • #23
Es ist doch ein Symptom einer solchen akuten Depressionsphase keine Gefühle mehr zu haben, oder nicht?
Du hast jetzt zwei Möglichkeiten.

Du lebst dein Leben und bleibst ihm innerlich auf unbestimmte Zeit verbunden. Wartest ewig, bis er sich vielleicht wieder gefangen hat, was äußerst unwahrscheinlich ist, auch wenn dir Therapeuten und Umfeld angeblich etwas anderes einreden. Kannst dich totlaufen und weiter vergeblich versuchen etwas zu drehen.
Das ist der schwere Weg, der sich nicht lohnt. Ihr wart gerade mal ein Jahr zusammen. Weshalb sollte man nach dieser kurzen Zeit sich derart selbst aufgeben für eine totgelaufene Beziehung.
Das ist weder romantisch noch erfüllend.

Die zweite Möglichkeit ist, du akzeptierst die Trennung als das was es ist. Eine Trennung.
Lebst dein Leben ohne ihn und ohne Warten auf bessere Zeiten.
Es gibt genug andere Männer da draußen und bist nicht auf diesen einen angewiesen, der ohnehin KEINE GEFÜHLE mehr für dich hat und sich als riesen Baustelle herausgestellt hat.
Es warten mehr Erfahrungen auf dich.
Eine Trennung ist auch ein Neuanfang.

Männer lavieren oft herum, weil sie sich nicht schuldig fühlen wollen am Ende einer Beziehung. Sie machen es dir nicht leicht loszulassen. Das musst du alleine schaffen.
 
  • #24
Er hatte Angst, dass ich mir was antue, wenn er es mir persönlich sagt.
So etwas vergisst man aber nicht. Ein mulmiges Gefühl bleibt.
Es ist doch ein Symptom einer solchen akuten Depressionsphase keine Gefühle mehr zu haben, oder nicht?
Kann sein, muss aber nicht an der Depression liegen. Bei allem was Du erzählst ist es genauso wahrscheinlich, dass seine Gefühle für Dich tatsächlich nicht mehr vorhanden sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #25
Du hast jetzt zwei Möglichkeiten.

Du lebst dein Leben und bleibst ihm innerlich auf unbestimmte Zeit verbunden. Wartest ewig, bis er sich vielleicht wieder gefangen hat, was äußerst unwahrscheinlich ist, auch wenn dir Therapeuten und Umfeld angeblich etwas anderes einreden. Kannst dich totlaufen und weiter vergeblich versuchen etwas zu drehen.
Das ist der schwere Weg, der sich nicht lohnt. Ihr wart gerade mal ein Jahr zusammen. Weshalb sollte man nach dieser kurzen Zeit sich derart selbst aufgeben für eine totgelaufene Beziehung.
Das ist weder romantisch noch erfüllend.

Die zweite Möglichkeit ist, du akzeptierst die Trennung als das was es ist. Eine Trennung.
Lebst dein Leben ohne ihn und ohne Warten auf bessere Zeiten.
Es gibt genug andere Männer da draußen und bist nicht auf diesen einen angewiesen, der ohnehin KEINE GEFÜHLE mehr für dich hat und sich als riesen Baustelle herausgestellt hat.
Es warten mehr Erfahrungen auf dich.
Eine Trennung ist auch ein Neuanfang.

Männer lavieren oft herum, weil sie sich nicht schuldig fühlen wollen am Ende einer Beziehung. Sie machen es dir nicht leicht loszulassen. Das musst du alleine schaffen.
Am liebsten würde ich ein Zwischending davon finden. Nicht aktiv ,,warten‘‘ , da man daran kaputtgeht, aber auch nicht loslassen.

Manchmal lohnt es sich eben, für die Liebe zu kämpfen, statt so schnell aufzugeben. Normalerweise trauere ich soetwas nie nach, doch hier spürte ich einfach, dass es sehr gut passt, was er selbst immer wieder betonte.
Selbst in den Jahren davor, in denen wir nur befreundet waren, fühlte es sich viel vertrauter an als mit anderen und irgendwie einfach anders.

Darf ich fragen, ob du dich mit psychischen Krankheiten auskennst und beschäftigt hast? Wieso da momentan keine Gefühle sind, kann niemand sagen. Auch er selbst wird nicht wissen, ob es die Depression ist oder was es ist.
Er ist jemand, der Beziehungen nur mit Menschen versuchen würde, mit denen er zuvor befreundet war, da sowas daraus gut entstehen kann, wenn schon mal eine Basis da ist und man sich nicht völlig fremd ist. Die Meinung teile ich
 
  • #26
So etwas vergisst man aber nicht. Ein mulmiges Gefühl bleibt.

Kann sein, muss aber nicht an der Depression liegen. Bei allem was Du erzählst ist es genauso wahr-scheinlich, dass seine Gefühle für Dich tatsächlich nicht mehr vorhanden sind.
Ja, so ein Gefühl bleibt. Daher auch seine Angst, es mir persönlich zu sagen. Ich hoffe, wenn er sieht, dass ich seitdem eine Therapie angefangen habe und er sieht, dass es keinerlei Gründe mehr gibt, sich dahingehend um mich zu sorgen, dass es ihm vielleicht irgendwann gelingt, sich dahingehend nicht mehr mit mir unter Druck zu setzen.

Darf ich fragen, ob du Erfahrungen mit psychisch Kranken hast?
Wieso da aktuell keine Gefühle sind, kann niemand von uns sagen.
Was er aber sagte, war dass wenn jetzt die attraktivste Person vor ihm stehen würde und mit ihm schlafen wollen würde, er es nicht könnte. Somit würde ich vermuten, dass es generell bei ihm gerade einfach nicht geht.
 
  • #27
Manchmal lohnt es sich eben, für die Liebe zu kämpfen, statt so schnell aufzugeben
Ich kann dir aus meinem Erfahrungsschatz sagen, dass sich das nicht lohnt. Das lohnt sich selbst nach 10 Jahren Beziehung nicht.

Dieses Mantra, welches du dir selbst einredest, ist absolut kontraproduktiv für dein Leben.
Es bewirkt, dass du dich an Dinge klammerst, die nicht mehr zu retten sind. Du machst es dir damit selbst schwer.
Es bewirkt, dass du dich "abarbeitest".

Loslassen ist alles andere als einfach. Das stellt hier sicher niemand in Zweifel.
Doch lässt sich Liebe nicht erzwingen/"erkämpfen".
Liebe ist entweder da, oder eben nicht.

Wenn dieser Mann etwas von dir will, wird er auf dich zukommen. Er ist kein armes Baby, welches jetzt nur genug Fürsorge braucht. Das will er auch nicht. Du bist auch nicht die "Medizin", die er jetzt braucht, um zu heilen. Wäre das so, wäre er nicht weg.

Überlege dir stattdessen mal genau, was du eigentlich im Leben willst. Es gibt nämlich auch Männer, die weniger problematisch sind. Männer die klare Ansagen machen (Ok zum Ende hin macht das kaum einer, weil sie feige sind). Männer die Lebensfreude empfinden. Die tun dir dann sogar gut, anstatt dass sie Frust bewirken. Du solltest dir das selbst wert sein.

Am liebsten würde ich ein Zwischending davon finden
Das gibt es leider nicht. Du machst dich damit unglücklich.

Was du jetzt endlich mal zulassen solltest, ist Wut darüber, dass er dich verlassen hat. Denn diese "Trennungsaggression" brauchst du, um das zu verarbeiten. Dadurch dass er so einen auf Opfer macht, fällt dir das im Augenblick schwer.
Er glaubt, dass er dich (und vor allem sich) mit seinem Herumlavieren schont und es damit für dich leichter wird. Das Gegenteil ist der Fall.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #28
Darf ich fragen, ob du Erfahrungen mit psychisch Kranken hast?
Ja habe ich. Weitere Ausführungen hierzu würden aber den Rahmen sprengen. Ich kann Dir hier leider nur den Rat geben, Dich auf Dich selbst zu konzentrieren.
Wieso da aktuell keine Gefühle sind, kann niemand von uns sagen.
Was er aber sagte, war dass wenn jetzt die attraktivste Person vor ihm stehen würde und mit ihm schlafen wollen würde, er es nicht könnte. Somit würde ich vermuten, dass es generell bei ihm gerade einfach nicht geht.
Macht doch keinen Unterschied für Dich, an wem es liegt, dass er keine Gefühle mehr für Dich hat. Je schneller Du die Trennung akzeptierst, umso besser für Dich.
 
  • #29
Die Beziehung funktionierte trotz seinen psychischen Problemen einwandfrei, bis mein auf Dauer belastendes Verhalten dazukam. Daher würde ich mir definitiv auch Schuld geben, wenn es nichts mehr wird… weil es vorher funktionierte. Daher sehe ich auch noch eine Chance
Verstehe ich gut. Meine Partnerin ist jähzornig und wirft mit Blumenvasen, sobald ich nicht ihrer Meinung bin. Immer, wenn ich getroffen werde, denke ich „Warum muss ich auch meine eigene Meinung äussern“ und kaufe zwei neue Vasen. 🤔
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #30
Bei mir war es eine Anpassungsstörung aufgrund eines neuen Lebensabschnittes, was nicht selten bei Menschen vorkommt. Mit ,,Gründen‘‘ meine ich eben das Verhalten von mir, was definitiv auf Dauer auch nicht fördernd für die Beziehung war. Daran habe ich gearbeitet und da die Beziehung vorher genauso funktionierte, trotz Tiefphasen von ihm, wenn auch nicht so akut, kann ich mir vorstellen, dass es eben wieder klappt. Und falls nicht, weiß ich zumindest, dass es nicht nur an mir lag, dass es leider nicht klappt. Das wäre sehr schmerzvoll. Ich finde, dass ich aufgrund meiner Reflektion und Arbeit an meinem Verhalten zumindest die Chance verdient hätte, es nochmal zu versuchen.
Nein, du kannst dich nicht durch eine Therapie in die richtige Richtung biegen damit die Beziehung funktioniert, das ist doch völlig krank. Aus diesem Grund hast du doch die Therapie angefangen. Was war das für ein Therapeut?
 
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