• #1

Brauchen Männer immer länger, um sich öffnen zu können?

Ihr lieben Leser,

Ich habe seit gestern abend ein kleines Problem und möchte es mir von der Seele schreiben bzw. euren Rat einholen.

Mein Freund und ich haben uns 2014 kennen gelernt, gedatet und sind auch intimer geworden. Anfang Dezember wollte er dann ein Wochenende mit mir weg fahren. Das wollte ich aber nicht ohne vorher geklärt zu haben, was das zwischen uns ist: also habe ich ihn darauf angesprochen. Er sagte damals er sei sich unsicher, könnte aber den Gedanken nicht ertragen mich nicht mehr zu sehen. Also haben wir uns entschlossen es miteinander zu probieren und seither auch sehr glücklich. Ich gebe ihm super viel Freiraum und wir passen einfach auf jeder Ebene gut zusammen.
Ich bin aber noch nicht verliebt, für mich ist das einfach viel zu früh. Immerhin sind wir erst seit 6 Wochen zusammen. Trotzdem will ich, dass es ihm gut geht etc. Deshalb habe ich ihn am Wochenende gefragt, ob er sich noch immer unsicher sei oder ob es besser geworden ist. Er sagte ja.
Gestern suchte er dann nochmal das Gespräch, um mir eine "ehrliche" Antwort zu geben. Er sagte, er sei sich noch immer unsicher. Er sei nicht der Beziehungstyp und braucht lange, um sich emotional zu öffnen. Er möchte nicht Schluss machen, ihm gefällt die Beziehung, er fühlt sich wohl, aber er hat eben noch keine tieferen Gefühle. Er wollte sicher gehen, dass ich nicht zu viel von ihm erwarte. Da ich auch wesentlich länger brauche, um mich zu verlieben finde ich es auch nicht schlimm. Aber das er es so angesprochen hat, hat mich verunsichert. Lohnt es sich so viel zu investieren? Denn ich bin schon emotional dabei.. mich würde es verletzen wenn es auseinander ginge. Ich will ihm gerne die Zeit und den Raum geben, aber habe Angst, dass ich dann tief drin stecke in der Beziehung und sich bei ihm nichts tut.
Was ist eure Meinung? Brauchen Männer immer länger, um sich öffnen zu können? (Es sei angemerkt, dass er kaum tiefere Beziehung sei es zu Freunden, Familie oder Frauen pflegt)

Danke für euren Rat im Voraus.

LG
 
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G

Gast

  • #2
Du solltest ihm nicht so lange Zeit lassen, denn dann verliert er den Respekt vor dir und er orientiert sich an anderen interessanteren Frauen!
Ein Mann entscheidet sich erst nach dem ersten Sex, ob er mit dieser Frau zusammen sein will und selektiert Frau dann entweder in einmaligen ONS ohne Wiederholungsbedarf, Affäre/Geliebte oder Partnerin ein. Warum seid ihr überhaupt seit 6 Wochen zusammen, wenn es zwischen euch weder funkt noch Körperliches passiert? Nach so langer Zeit wird nichts näheres mehr kommen, meiner Erfahrung nach! Ihr seid gerade dabei in eine gute platonische Beziehung mit gegenseitigem Abhängigkeitsverhältnis zu rutschen.
Der Mann wird immer herumeiern. Heute und in 10 Jahren. Weil entweder bin ich scharf auf jemanden oder ich mag ihn bzw. sie als nette Person.
 
E

EarlyWinter

  • #3
Du möchtest, dass er sich festlegt während es für Dich nach 6 Wochen noch zu früh ist, verliebt zu sein? Warum sollte er das denn tun? Dich würde es verletzen wenn es auseinander ginge? Warum wenn Du nicht verliebt bist? Du hast Ängste, aber ihm kann es doch genauso gehen. All die Fragen, die Du stellst kann er genauso stellen. Was wenn er sich öffnet und Du stellst dann nach meinetwegen 12 Wochen, dass Du immer noch nichts willst bzw. überhaupt nichts mehr willst? Offenbar brauchen nicht nur Männer länger, um sich zu öffnen, liebe FS. Nicht wahr? ;)
 
W

wahlmünchner

  • #4
es lohnt sich nicht zu viel zu investieren.
Meiner Erfahrung nach sind Männer entweder eher schnell verliebt oder eben nie. Zumindest wenn es bereits zum Sex gekommen ist.
Frauen hingegen verlieben sich eher mit der Zeit mehr.
Versuch die Zeit mit ihm zu geniessen, plane aber nicht deine Zukunft, dein Leben mit ihm.
Wenn du sagst du gibst ihm Freiräume und Zeit klingt das wie eine Vorausleistung..dann irgendwann wirst du belohnt werden dafür...
Das ist die falsche Denkweise und wird dazu führen, das du dich irgendwann verarscht fühlst.
Geb ihm Freiheiten, wenn du dich damit wohl fühlst, nimm sie dir auch selbst, so lange er nicht die große Liebe gesteht.
Aber wenn es dir nicht gut damit geht, sag es ihm. Wenn er dir nicht mehr Sicherheiten geben kann und /oder will trenne dich.
Erwarte mal lieber nicht, das er sich noch mehr verliebt, sorry..das ist so gut wie ausgeschlossen.
 
  • #5
Zu dem Gast aus Antwort 1:
Da hast Du wohl was missverstanden. Wir haben schon miteinander geschlafen bevor wir zusammengekommen sind. Funken tut es auch, aber da kann man ja nicht gleich von Liebe sprechen.

Early Winter:
Da hast Du natürlich recht. Danke für die Antwort! Es ist in jedem Fall so, dass von meiner Seite mehr Emotionen da sind. Zumindest seiner Einschätzung nach. Ich kann natürlich nicht in seinen Kopf sehen und schauen was er wirklich fühlt. Ich bin emotional drin in der Sache, aber er braucht mehr Zeit. Das hängt auch mit Erlebnissen auf seiner Seite zusammen, die ich hier nicht unbedingt preisgeben möchte. Ich frage mich einfach, ob ich mir zu große Hoffnungen mache. Ob ich weiter investieren sollte.. ich bin mir sicher, dass sich die Gefühle bei mir weiterentwickeln werden, aber bin mir unsicher, ob das bei ihm passieren wird?! Auf der anderen Seite: Warum will er sonst mit mir zusammen bleiben, wenn er nicht denkt, dass es sich noch entwiickelt.

Ihr merkt, leider herrscht ein riesiges Wirrwarr in meinem Kopf, und wahrscheinlich bringt nur Abwarten die Lösung. Trotzdem frage ich mich, ob dieses emotionale Öffnen überhaupt möglich ist. Muss es direkt von Anfang Liebe sein... oder kam das bei einigen von euch (speziell Männer) auch erst im Laufe der Zeit?
 
  • #6
Ich bin aber noch nicht verliebt, für mich ist das einfach viel zu früh. Immerhin sind wir erst seit 6 Wochen zusammen. Trotzdem will ich, dass es ihm gut geht etc. Deshalb habe ich ihn am Wochenende gefragt, ob er sich noch immer unsicher sei oder ob es besser geworden ist. Er sagte ja.
Das ist alles Gedankensülze :) Du bist nicht verliebt. Er soll sagen, dass er sich sicher ist. Du willst, dass es ihm gut geht, also mit anderen Worten, Du willst auch ihm sagen, dass Du Dir sicher bist, aber erst soll er sagen, dass er sich sicher ist, weil Du erst dann tiefere Gefühle zulässt und dann geht es ihm gut?
Er sei nicht der Beziehungstyp und braucht lange, um sich emotional zu öffnen.
Also er auch, so wie Du. Das ist jetzt so eine Art: Wer zuerst blinzelt, hat verloren.
Ich verstehe das schon. Man will sich vor Verletzungen schützen und nur dann Gefühle haben, wenn man sich hundert Prozent sicher sein kann. So funktioniert das aber nicht. Entweder Du bist verliebt oder Du bist es nicht. Ob Du es nun merken willst, ist was anderes. Entwickeln von Gefühlen geht nicht mit Berechnung. Das heißt nicht, dass man nicht eine angenehme Beziehung führen kann, wenn alles schön lauwarm ist. Nur irgendwann kommt dann einer, in den man sich wirklich verliebt. Dann geht das Grübeln los, ob man das, was man hat, loslassen sollte und weiterhin seinen Gefühlen bzw. Nichtgefühlen misstrauen sollte, oder sich mit dem Typen zusammentun sollte, in den man endlich mal richtig verliebt ist.
 
G

Gast

  • #7
Bei mir kamen Gefühle entweder bald oder gar nicht. Keiner wird es sicher sagen können, aber das nach Wochen plötzlich eine heftige Verliebtheit einkehrt, ich bezweifel es und denke, wenn es wirklich passt, geht das auch bei ihm schneller, alles andere ist meist Gerede.

Übrigens hat das nichts mit dem Geschlecht zu tun.

m
 
  • #8
Frauen fantasieren oft etwas in lauwarme Ausreden von Männern hinein.
Reicht Dir dieses Herumgeeiere? Das ist doch weder romantisch noch erotisch.
 
  • #9
Du gehst eine Beziehung ein ohne verliebt zu sein willst aber das er dir sagt, dass er Tiefe Gefühle hat obwohl du nicht mal verliebt ist? Das kommt schon komisch rüber. Was erwartest du denn nun genau von ihm? Dass er dir sagt er will eine Familie gründen und heiraten? Gefühle zu investieren und zuzulassen lohnt sich immer. Wenn man es nicht tut hat man ja schon verloren bevor alles angefangen hat. Ja, wenn man liebt kann man verletzt und verlassen werden. Wenn man sich die Liebe und das Verliebtsein verbietet hat man nichts. Keine Chance auf die Liebe. Nicht enttäuscht und verlassen zu werden ist das schlimmste, sondern ohne verliebt gewesen zu sein zu sterben ist schlimmer. Genieße was du hast und solange es dauert
 
  • #10
Dieses "auf jeder Ebene zusammenpassen" macht mich skeptisch. Es mag gegenseitige, optische Anziehungskraft geben und gewisse Übereinstimmungen als Konsum- und Freizeitpartner, aber viel mehr ist das noch nicht. Das beide Seiten versuchen, sich in so einer Frühphase von der Schokoladenseite zu zeigen, oder wenigstens nicht negativ aufzufallen, um die erwünschte, körperliche Intimität nicht zu gefährden, kann trügerische Sicherheit erzeugen. Da Liebe nicht auf so einfache Weise konsumierbar ist und anscheinend noch keine tiefergehenden Auseinandersetzungen stattgefunden haben, ist man zu des Pudels Kern anscheinend noch nicht vorgedrungen, der einen entweder sofort trennt, oder auf ewig bindet.
 
  • #11
Wie würdest du dich fühlen, wenn er dir leidenschaftliche Verliebtheit vermitteln würde? Könntest du tatsächlich mit der Verletzlichkeit umgehen, die er als verliebter Mann zeigen würde?

Oder ärgert dich sein Zögern eher, weil du ihn gerne "sicher" hättest, ohne selbst genau zu wissen, was du willst?

Für eine Frau, die noch nicht verliebt ist, fragst du für meinen Geschmack deinen Freund ein wenig zu viel, wie es ihm geht. Und begründest es auch noch damit, dass es ihm gut gehen soll. Dir soll es mindestens ebenso gut gehen, deshalb forderst (ja, das tust du) seine verbale Öffnung. Hat er dich auch schon einmal gefragt, wie es in deinem Inneren aussieht?

Mit diesen Fragezeichen möchte ich dich auf den auffälligen logischen Bruch in deinem Eingangspost hinweisen: Du problematisierst die Haltung deines Freundes, dabei geht es dir genau so. Raum und Zeit möchtest auch du haben. Nur - das Risiko eventuell verletzt zu werden, würde sich für dich bequem reduzieren, wenn er dir gefühlsmäßig bereits erlegen wäre. Dein Freund hält die Spannung, eigentlich genau die richtige Strategie in Beziehungen, die ohne den Rausch der Verliebtheit beginnen.

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