• #31
Soll ich sie auf die Straße setzen weil sie mich nicht mehr liebt und mich wie Dreck behandelt? Vllt. wäre das gesund, aber so will ich nicht sein.
Sie nimmt keine Rücksicht auf dich, du nimmst Rücksicht auf sie, ich hätte sie rausgeworfen oder sie soll die Miete komplett bezahlen, Punkt.
Sie lebt noch in der Wohnung. Ich hätte es dort nicht ausgehalten, habe aber zumindest die Kraft gefunden auf die Suche nach Neuen zu gehen.
Stationäre Reha beginn für mich am kommenden Sonntag, da ich leider noch in Quarantäne bin. Entsprechend darf ich das Haus meines Vaters gar nicht verlassen.
Finde für dich weiterhin Ausreden und Vorwände, damit löst du deine Probleme nicht! Kopfschüttel!
 
  • #32
Ich habr das Gefühl, du kannst nicht vertrauen, brauchst deine Partnerin ständig um dich herum, kannst nicht so gut alleine sein, vielleicht fühlen dich dann deine negativen Erfahrungen zu sehr auf.
Man ist in einer Beziehung aber nicht aneinander gekettet, jeder hat doch noch ein eigenes Leben (Freunde, Familie, Hobby), auch wenn man zusammenwohnt muss man nicht seine komplette Zeit miteinander verbringen. Man sollte seinem/r Partner*in schon vertrauen. Dies nur allgemein gesagt.
Ich kann dein Unmut über deine Ex gut verstehen (zB. das mit dem reisen, Geld ausgeben was sie nicht hat).

fiel ich in ein Loch und beendete die Beziehung nach 10 Jahren.
Vielleicht war einfach die Luft raus, hat nicht mehr gepasst. Sie hätte auch zu jeder Zeit von sich aus gehen können, sieh es nicht so als hättest du ihr Lebenszeit gestohlen.


Das Geld ist nicht das Problem, ich habe da keine Sorgen, das Prinzip passt mir so langsam nicht mehr.
Die einzige "Härte" die ich mir jetz zutraue ist die von ihr zu verlangen die Kündigung jetzt zu unterschreiben.
Aber aufhören die nächsten 3 Monate zu zahlen? Soll ich sie auf die Straße setzen weil sie mich nicht mehr liebt und mich wie Dreck behandelt? Vllt. wäre das gesund, aber so will ich nicht sein.

Sie soll die Kündigung unterschreiben und sie kann dir dann ihren Anteil zurück zahlen wenn sie wieder flüssig ist, du bist nicht ihr Geldbeutel. Kaution hast du vermutlich alleine bezahlt und solltest du dir auf dein Konto überweisen lassen.

Finde ich unmöglich sie gibt ihr weniges Geld für irgendwelche Reisen aus, könnte sie auch einfach zur Miete beisteuern... man kann doch nicht verreisen wenn man das Geld nicht hat (theoretisch, praktisch auch) weil man eine Wohnung zu zahlen hat. Du bist viel zu gutmütig. 😕
Als mein Mann und ich zusammen gezogen sind haben wir alles durch zwei geteilt, eine Wohnung gesucht die wir uns beide leisten konnten, die war dann zwar von der Uni bisschen weiter entfernt, auch alt (grünes Bad - sehr stylisch 😅) aber auch nicht so schlimm, war froh nach dem Abi von zuhause ausgezogen zu sein, samt Hund🐶
Meine Mama war darüber nicht erfreut, sie hatte erst ein Haus gekauft für uns und Oma und Opa (Einliegerwohnung), sie hätte mir auch ein Auto gekauft, die Uni war nur 25 Kilometer entfernt, aber ich wollte von zuhause weg.

Mach noch eine Therapie und lös dich von all deinen Ängsten/ Sorgen und dann wünsche ich dir eine liebe Frau an deiner Seite.
Alles was dir im Leben Schlechtes passiert, sollte dich niemals stoppen, du musst nach vorne schauen, es akzeptieren wie es ist, dich aber davon nicht unterkriegen lassen (betrinken zB). Auf der anderen Seite gibt es so viele schöne Dinge, die dir das Leben schenken kann, diese solltest du abspeichern und dankbar dafür sein.

W26
 
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  • #33
Weißt du, was toxisch ist?
Wenn du dir die Probleme deiner Umwelt aufhalst. Du kannst weder deine Mutter retten noch deine Ex.
Überleg mal, ob da so ein Rettersyndrom ist.
 
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  • #34
Sie nimmt keine Rücksicht auf dich, du nimmst Rücksicht auf sie, ich hätte sie rausgeworfen oder sie soll die Miete komplett bezahlen, Punkt.

Finde für dich weiterhin Ausreden und Vorwände, damit löst du deine Probleme nicht! Kopfschüttel!
Vorwände wofür? Ich wurde vom Gesundheitsamt hierher verdonnert weil ich Kontakt zu einem Positiven hatte. Leider helfen mir hier die zwei negativ ausgefallenen Tests nicht weiter, da unser Landratsamt der Empfehlung des RKI eine Quarantäne vorzeitig aufzuheben nicht folgt. Bis Samstag bleibt das so.

Vertrauen ist tatsächlich ein Defizit, aber ich habe Diesem nie nachgegeben indem ich jemanden an mich ketten oder ständig in meiner Nähe haben wollte. Ich bin gerne allein, und ich habe viel versucht um diese Probleme - eben auch durch externe Hilfe - innerhalb der Beziehung in den Griff zu bekommen. Ich war eben nicht schnell genug und vllt. hätte ich mich mit ihren Bedingungen immer nur abgequält.
Es tut eben weh jetzt zu sehen wie diese - trotz allen Problemen - ungewöhnlich liebevolle und zuversichtliche Beziehung so durch sie beendet wurde und ich auf allen Kanälen auf Distanz gehalten werde.
Für mich war diese Frau eben etwas wirklich Besonderes und ich glaubte ihr, dass ich das für sie auch sei. Ich bin noch nicht so weit mir einzugestehen, dass ich mich in ihr getäuscht habe und sie mir schon seit Monaten etwas vorgemacht und innerhalb der Beziehung abgeschlossen hat.
Nochmal zum Thema Alkohol. Ich ersaufe meine Sorgen ja nicht in Delirien. Es wurden damals nach der vorherigen Trennung einfach mehr Kneipenbesuche, mehr Unternehmungen mit Freunden und Alkohol spielte dabei eine regelmäßige Rolle. Dass das kein Dauerzustand sein kann weiß ich auch.
 
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  • #35
Nun gut, mein junger Freund.
Du scheinst ein intelligentes Kerlchen zu sein, noch nicht besonders schlau, aber intelligent.
Du bist nun in Begriff, Dich für deine Umwelt und deine Mitmenschen verantwortlich zu machen.
Damit legst Du dir selbst die größten Steine in den Weg.
Du musst erst mal lernen, nur dich alleine als wichtig zu nehmen.
Du musst der Mensch sein wollen, der sich in seiner Haut wohl fühlt.
Du musst es niemandem recht machen, dich für niemanden beweisen, dich für niemandem krumm machen.
Nur für dich!!!
Du bist jung, nicht dumm, fleißig, gut ausgebildet.
Es gibt viele gute Frauen die die Schnauze voll haben von blöd dummdreisten Quacksalbern, die glauben, der Herr im Himmel habe die Menschheit nur ihretwegen gebacken.
Hör auf, dich für ein Trinkgeld zu verscherbeln.
Such dir eine intelligente Frau, die Dich will mit allem Drum und Dran und hör endlich auf, der Samariter zu sein für jeden Menschen, der Dich kommen sieht.
Ich selbst helfe, mache und tue vieles, davon bist du meilenweit entfernt.
Aber erst muss man aufrecht stehen, um anderen beim Gehen zu helfen.
Wenn du beim Druckabfall im Flieger nicht dir selbst die Maske aufsetzt, wirst du niemandem helfen und am Ende gehst du selbst auch noch drauf.
M50
 
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  • #36
Lieber Fs,
Du bist psychisch total instabil und es ist vollkommen richtig, dass Du erstmal in eine Reha gehst. Trotzdem solltest Du einen Plan für nach der Reha machen, d.h. entweder mit ihr zusammen die Wohnung kündigen oder den Mietvertrag auf Dich umschreiben lassen, wenn Du die Wohnung allein finanzieren kannst, denn nach der Reha musst Du ja irgendwo wohnen. Dann muss auch geklärt sein: nach der Reha ist sie mitsamt ihren Klamotten aus der Wohnung verschwunden.

Was kompletter Unfug ist, dass Du als angeblich populärer Kommunalpolitiker innerhalb eines Jahres keinen Therapieplatz gefunden hast. Solche Leute haben Verbindungen und bekommen in Minutenschnelle die benötigte Unterstützung.
Du hast keinen Platz gefunden, weil Du keinen finden wolltest, sondern lieber die hochglanzpolierte Fassade aufrecht erhalten, mit der Du Dir selber mehr vormachst als anderen. Solange Du Dich selber belügst, kommst Du nie aus der Situation raus.
Und diese gesamte Selbstüberschaetzung ist auch der Grund, warum Du unkontrolliert Medikamente nimmst und absetzt, Dir Medikamente verschreiben lässt, aber sie nicht nimmst, Deine Sorgen ersäufst.

Du bist kein souverän-eloquenter Typ, sondern eine anstrengende Blendgranate, die jede halbwegs intelligente Frau nach kurzer Zeit durchschaut und die keinen echten Gegenwert bietet. Darum hat sie sich so ratzfatz getrennt und auf allen Kanälen blockiert.
Jeder, derjemals mit einem ADSler in der Krise zu tun hatte, der wird ihr Verhalten verstehen.

Ich kann hier einigen nur zustimmen, die sagen "selbstverständlich rauswerfen, wenn sie sich trennt und die Miete nicht zahlen kann". Wenn Du respektvoll gehandelt werden willst, dann musst Du Dich selber respektabel verhalten und genau das hast Du nicht getan.

Lerne für die Zukunft, was andere Dir hier schon gesagt haben:
- In einer Partnerschaft plant man gemeinsam und wenn einer Solos fährt (Job unabgestimmt aufgeben, Rechnungen nicht mehr bezahlen können), dann sollte man ihm Grenzen setzen und die Suppe seiner Entscheidungen selber auslöffeln lassen.

Du aber hast vor ihr den Max gemacht: ist ok, wenn sie nur eine geringfügige Anerkennungsgebühr für die Wohnung zahlt, obwohl sie genug Geld für Möbel, Reisen, Tattoos etc hat.
Da wippt sie etwas mit dem Hintern vor Dir und faselt was von Liebe - meint sie in der Situation vielleicht etwas überschwänglich auch so angesichts der Vorteile, die sie hat, überdauert aber nicht die nächste Stunde.

Möglicherweise ist sie genauso unausgeglichen/psychisch fehlgesteuert wie Du, dass es zu solchen Widersprüchen kommt. Langfristig weiß sie aber, was sie will: ein Leben ohne Dich und darum musst Du, angeschlagen wie Du bist keine Rücksicht auf sie nehmen. So wie sie mit Dir umgeht: sei Dir sicher, sie kommt viel besser zurecht als Du.
 
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  • #37
Ich denke, Du hast in Deinem Leben eine ganze Reihe Baustellen. Das wird überdeckt mit einem politischen Strahlemann... Wie kann jemand Politik machen und Verantwortung für das Leben anderer übernehmen wollen, wenn er selbst nichts auf die Reihe bringt? Erschreckend.

Sie hat die Beziehung am 07.12. beendet, also 4 Tage nachdem die Kündigung bei den Vermietern hätte eingehen müssen um zu Ende Febraur den Vertrag

Wohnungen sind ziemlich gesucht im Moment. Auch am 15.12. zu Ende Februar. Das ist wohl nicht das Problem.

Bei unserem letzten Telefonat, sagte sie mir, dass sie noch nicht gekündigt habe, weil ihr neuer Vertrag noch nicht unterschrieben sei.

Soll ich sie auf die Straße setzen weil sie mich nicht mehr liebt und mich wie Dreck behandelt? Vllt. wäre das gesund, aber so will ich nicht sein.

Kannst Du so machen. Ich finde es schräg, für einen Vertrag den Großteil zu bezahlen, ohne selbst zu kündigen.
Du bist aus meiner Sicht eher nicht toxisch. Aber Du hast eine völlig andere Denkweise als ich und eine für mich irgendwie komische Art durchs Leben zu gehen. „Blendgranate“ von @Vikky trifft es gut.
 
  • #38
Dann sag mir was der richtige Weg ist.
Die Kündigungsfrist beläuft sich eben auf 3 Monate. Sie hat die Beziehung am 07.12. beendet, also 4 Tage nachdem die Kündigung bei den Vermietern hätte eingehen müssen um zu Ende Febraur den Vertrag beenden zu könen.
Jetzt muss die Kündigung bis zum 03.01.2021 bei den Vermietern eingehen, damit das Verhältnis zum 1. April beendet wird. Bei unserem letzten Telefonat, sagte sie mir, dass sie noch nicht gekündigt habe, weil ihr neuer Vertrag noch nicht unterschrieben sei. Damit insinuiert sie im Grunde genommen, dass sie zur Not auch nochmal einen Monat dranhängen würde welchen ich maßgeblich bezahlen müsste.
Das Geld ist nicht das Problem, ich habe da keine Sorgen, das Prinzip passt mir so langsam nicht mehr.
Die einzige "Härte" die ich mir jetz zutraue ist die von ihr zu verlangen die Kündigung jetzt zu unterschreiben.
Aber aufhören die nächsten 3 Monate zu zahlen? Soll ich sie auf die Straße setzen weil sie mich nicht mehr liebt und mich wie Dreck behandelt? Vllt. wäre das gesund, aber so will ich nicht sein.
Sie lebt noch in der Wohnung. Ich hätte es dort nicht ausgehalten, habe aber zumindest die Kraft gefunden auf die Suche nach Neuen zu gehen.
Stationäre Reha beginn für mich am kommenden Sonntag, da ich leider noch in Quarantäne bin. Entsprechend darf ich das Haus meines Vaters gar nicht verlassen.
Wie ist hier die Sache gesetzlich geregelt? Ich habe jetzt nicht alle Antworten gelesen aber wer hat den Mietvertrag unterschrieben? Du?
Es geht letztendlich um höchstens vier Monate. Ich würde ein Gespräch mit ihr suchen und mit ihr die Möglichkeiten durchgehen. Du kündigst die Wohnung in Januar und zahlst bis Ende März und für danach bist Du nicht mehr verantwortlich. Gerne kann sie die Wohnung übernehmen, wenn sie kann. Das ist eine Möglichkeit. Die andere Möglichkeit ist, dass sie auszieht und du behältst die Wohnung und holst dir einen neuen Mitbewohner/in. Du bist doch Politiker, reden und überzeugen ist doch dein Beruf. Setze diese Fähigkeiten für dich ein. Es wird schon. Kopf hoch.
 
  • #39
Es gibt aber auch eine Vorgeschichte. Mir wurde mit 9 Jahren von mehreren Psychologen ADS (ohne Hyperaktivität bescheinigt).
Also etwa zu der Zeit, als deine Eltern sich trennten?

weil ich - wie meine Mutter immer sagt- immer dann wenn ich mein gewohntes Habitat verlasse, einen Stock im Arsch habe.
Deine Mutter, die ihr eigenes Leben seit der Trennung nicht auf die Reihe kriegt, ist wohl kaum ein hilfreicher Ratgeber.

Für mich fühlt sich das ziemlich verstrickt an, jemand, der es alles recht machen will.
Ich glaube dir ja, dass du diese Frau toll fandest. Aber du bist auch toll und bist es wert, dass du gut behandelt wirst, meinst nicht? Lass die Probleme anderer bei denen und kümmere dich um dich. Damit hast du genug zu tun.
Alles Liebe für dich.
 
  • #40
Mein mittelfristiger Plan für die Zeit nach der Reha ist bis dahin - also bis Sonntag - eine neue Wohnung gefunden zu haben, die ich zu Ende Januar beziehen kann und mich für ein Studium einzuschreiben. Mein gelernter Beruf war immer nur eine Notlösung, ich war aber bereit, meine eigenen Pläne auf Eis zu legen um meine jetzt Ex-Partnerin zu unterstützen. Sie schien es mir wert zu sein.
Die Möbel soll sie komplett übernehmen, verkaufen, verschenken, mir egal. Ich will nichts davon haben.
Wenn die Wartelisten aller geeigneten Psychotherapeuten für gesetz. Versicherte geschlossen sind, dann sind sie geschlossen, da hilft ein Mandat im Stadtparlament nicht unbedingt weiter. Ritalin bunkere ich nur für den Fall der Fälle. Solange ich dafür Rezepte bekomme, löse ich die natürlich ein.
Sertralin habe ich nicht an- und abgesetzt. Ich nehme es konstant nach Verordnung.
Aller berechtigten Kritik zum Trotz, glaube ich, dass mich einige hier falsch einschätzen. Ich bin kein medikamentabhängiger, koksender Spinner, der sich zum großen Mann inszeniert. Ich hatte Spaß an der Politik, hatte Spaß an Inhalten und habe eigentlich auch klare Überzeugungen, zurzeit hingegen ist das alles weg. Es schwand schon im Verlauf der Beziehung drastisch.

Mag schon sein, dass sie beim reichen des kleinen Fingers nach meinem Arm gegriffen hat und ich ihn ihr aus einem ungesunden Pflichtbewusstsein heraus überlassen habe.
Aber ihre Liebe wirkte echt, sie hat mich dazu gebracht so etwas wie eine Familie überhaupt erst zu wollen.
Sie kommt garantiert super zurecht. Mir wurde ein Bild mit ihren neuen Klassenkameraden zugesendet auf dem sie breit lacht und den Molly macht. Ich bin nichts mehr für sie.
Ja ich habe Baustellen und ich bin labil.
Aber eine Blendgranate die sie schnell durchschaut? Ich habe schon zu Beginn versucht das ganze, politische Image aus dem Weg zu räumen.
Sie sagte immer, dass sie dachte wir würden das schaffen. Vllt. meinte sie auch einfach nur, dass ich es schaffe mich ihren Bedürfnissen ohne Kritik zu beugen und das als Vertrauen zu begreifen.
 
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  • #41
Wohnungen sind ziemlich gesucht im Moment. Auch am 15.12. zu Ende Februar. Das ist wohl nicht das Problem.
Falsch.
Sogar hier in München wo Leute Schlange stehen vor Wohnungen, lassen sich fast alle Vermieter die drei Monate bezahlen.
Dann muss der neue Mieter eben erst später zahlen und kommt auch erst später rein.
Dafür ist alles geregelt, das ist vielen wichtiger.
Laut Vertrag könntest du aber mehr von ihr verlangen als 200 Euro.
Schließlich hat sie es verschuldet.
Abgesehen davon müsste ihr vermutlich auch noch beim Auszug streichen, Löcher zumachen usw.
Willst du das auch alles alleine zahlen?

Wenn wirklich nichts weiter vorgefallen ist, wollte sie dich quasi als braven Hintergrund, wie eigentlich Eltern sein sollen.
Vermutlich habt ihr wirklich beide ungünstige Erfahrung gemacht mit euren Eltern.
Jetzt verhält sie sich unmöglich, wie ein rebellierender Teenager dir gegenüber.
Und das begann dich doch schon in eurer Beziehung.
Vergiss sie!
Es ist schmerzhaft, weil du dir vor allem.selber was vorgemacht hast.
Einer flatterhaften Person wie ihr kann man auch nicht 100% vertrauen. Das hast du doch jetzt schon länger gemerkt. Ihre Entscheidungen waren nicht nachvollziehbar.
Verzeih dir selbst, sei dankbar für das Schöne was zwischen euch war und trenne dich aktiv von ihr, mit Worten, Taten usw., die dir gut tun.
 
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  • #42
Also etwa zu der Zeit, als deine Eltern sich trennten?
Das war 1998. Meine Mutter beendete die Ehe, meinem Vater nannte sie keine Gründe, uns hingegen über die Jahre hinweg schon. Er war zu aufbrausend, selten da, einfach nicht mehr ihr Fall.
Wir sahen ihn alle paar Wochen oder Monate. Ich wollte nie zu ihm, da er ein Fremder für mich war und meine Mutter schlecht über ihn sprach, immer mit dem Zusatz, dass sie uns das ja alles gar nicht erzählen dürfe.
In den Kurzurlauben mit ihm hatte ich kontinuierlich Angst davor, dass er uns entführt und heulte mich in den Schlaf.
Als meine Mutter irgendwann wieder Vollzeit arbeitete, schrie und heulte ich unser "Hausmädchen" hysterisch zusammen, sobald es dunkel wurde. Obwohl sich meine Mutter nicht mal verspätete. Ging sie mal aus, war es die Hölle für mich. Ich terrorisierte sie mit Anrufen und stand am Fenster, um darauf zu warten, dass sie mit dem Auto einbog. Immer.
Das ging solange, bis ich 14 war und meine erste Freundin hatte. Doch selbst da war mir noch mulmig. Immer die Angst zurückzubleiben, allein gelassen zu werden.
Ich war ein schwieriges Kind. Vllt. haben die ADS-Symptome damit etwas zu tun. Probleme mit meiner Aufmerksamkeit hatte ich aber eigentlich schon vorher. Zumindest retrospektiv.
Ich glaube dir ja, dass du diese Frau toll fandest. Aber du bist auch toll und bist es wert, dass du gut behandelt wirst, meinst nicht? Lass die Probleme anderer bei denen und kümmere dich um dich. Damit hast du genug zu tun.
Alles Liebe für dich.
Diese Frau wollte eine Familie mit mir und ich mit ihr, bis sie es auf einmal nicht mehr wollte und begriffen hat, dass ihr Singleleben besser war als das Leben mit mir. Aber dann hätte sie weniger spielen müssen, weniger von mir und uns schwärmen bis zuletzt, vllt. sogar einfach mal den Mund aufmachen und Tacheles reden, bevor sie Tatsachen schafft. Meine Schuld daran ist mir bewusst, aber für mich fühlt sich das auch zwei Wochen nachher an wie ein Alptraum.
 
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  • #43
Falsch.
Sogar hier in München wo Leute Schlange stehen vor Wohnungen, lassen sich fast alle Vermieter die drei Monate bezahlen.
Dann muss der neue Mieter eben erst später zahlen und kommt auch erst später rein.
Dafür ist alles geregelt, das ist vielen wichtiger.
Laut Vertrag könntest du aber mehr von ihr verlangen als 200 Euro.
Schließlich hat sie es verschuldet.
Abgesehen davon müsste ihr vermutlich auch noch beim Auszug streichen, Löcher zumachen usw.
Willst du das auch alles alleine zahlen?

Wenn wirklich nichts weiter vorgefallen ist, wollte sie dich quasi als braven Hintergrund, wie eigentlich Eltern sein sollen.
Vermutlich habt ihr wirklich beide ungünstige Erfahrung gemacht mit euren Eltern.
Jetzt verhält sie sich unmöglich, wie ein rebellierender Teenager dir gegenüber.
Und das begann dich doch schon in eurer Beziehung.
Vergiss sie!
Es ist schmerzhaft, weil du dir vor allem.selber was vorgemacht hast.
Einer flatterhaften Person wie ihr kann man auch nicht 100% vertrauen. Das hast du doch jetzt schon länger gemerkt. Ihre Entscheidungen waren nicht nachvollziehbar.
Verzeih dir selbst, sei dankbar für das Schöne was zwischen euch war und trenne dich aktiv von ihr, mit Worten, Taten usw., die dir gut tun.
Danke für den Kommentar.

Für diese Wohnung einen Nachmieter zu finden wird schwierig. Es ist zwar sanierter Altbau mit Stuck, hohen Decken, Balkon, Erker und Platz ohne Ende + Garage und Keller in zentraler Innenstadtlage. Aber sie ist eben nicht billig und wir haben sie damals nur genommen, weil wir sie toll fanden und beide günstiger rauskamen als mit unseren einzelnen Wohnungen. Versuchen muss ich es natürlich dennoch.
Ich als Vermieter lasse mich auf Nachmieter zur vorzeitigen Entlassung aus dem Vertrag zumeist ein. Aber das handhaben nicht alle so.
Sie wird wohl Ende Januar ausziehen. Ich werde nochmal deutlich machen müssen, dass sie dafür Sorge zu tragen hat, dass die Wohnung geräumt und die wenigen Bohrlöcher verschlossen werden.

Ihre Lebensentscheidungen fällt sie definitiv ad hoc und bricht sie übers Knie. Trotzdem dachte ich, sie soweit zu kennen, ihr vertrauen zu können. Ich hatte scheinbar vor der falschen Form von Iloyalität Angst.
 
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  • #44
den Kurzurlauben mit ihm hatte ich kontinuierlich Angst davor, dass er uns entführt und heulte mich in den Schlaf.
Mein Lieber, du warst ein Kind.
Deine Mutter und dein Vater konnten dir offensichtlich nicht die erforderliche Sicherheit vermitteln, die es braucht, um Urvertrauen zu entwickeln.
Du warst ein Kind! Die Umstände waren nicht besonders günstig.
Verzeihe dir und deiner Familie.

Diese Frau wollte eine Familie mit mir und ich mit ihr, bis sie es auf einmal nicht mehr wollte und begriffen hat, dass ihr Singleleben besser war als das Leben mit mi
Und du dachstest, du könntest endlich eine heile Familie schaffen. Verständlich.
Hast vielleicht auch bei manchen nicht so genau hingeschaut.
Dann ist die Enttäuschung um so größer.
Aber- viele irren sich in der Partnerwahl. Und stehen dann noch mit Kind, Haus etc. da. Klar, Liebeskummer tut weh.
Ich bin sicher, du schaffst das

Auch das mit der Wohnung wirst du hinbekommen. Vielleicht machst du eine WG draus ?
Das sind jetzt alles keine Weltuntergänge, auch wenn es natürlich weh tut.
Das wirst du alles wieder auf die Reihe bekommen.
Das mit dem Studium ist eine super Sache.
Nutze die Reha für dich und schau, dass du einen ambulanten Therapieplatz bekommst.
 
  • #45
Ihre Lebensentscheidungen fällt sie definitiv ad hoc und bricht sie übers Knie. Trotzdem dachte ich sie soweit zu kennen ihr vertrauen zu können. Ich hatte scheinbar vor der falschen Form von Iloyalität Angst
Mit so jemand kannst du keine Familie gründen, es sei denn du hast Bock auf Achterbahnfahrten.
Sicher hatte sie viele faszinierende Eigenschaften, und war nicht " langweilig".
Aber Impulsivität hat eben auch ihren Preis.
 
  • #46
Abgesehen von dem Verlust und dem Wissen, ihr nie wieder als Partnerin begegnen zu können, treibt mich jetzt natürlich die Angst um, das bisschen Vertrauen, welches ich aufbauen konnte - welches sich am Ende aber nicht ausgezahlt hat - nie wieder bekommen zu können.
Geht es bei Vertrauen überhaupt um den Glaube an den Anderen oder insgeheim doch eher darum, selbst mit einer Enttäuschung leben zu können?
 
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  • #47
Geht es bei Vertrauen überhaupt um den Glaube an den Anderen oder insgeheim doch eher darum selbst mit einer Enttäuschung leben zu können?

Beides. Natürlich hat Vertrauen etwas damit zu tun, dass der andere glaubwürdig und vertrauenswürdig erscheint. Es hat aber auch damit zu tun, dass man selbst stabil ist und vertrauen kann. Auch auf sich selbst. Es gibt jede Menge Menschen, die von Natur aus eifersüchtig sind und nicht vertrauen können.
 
  • #48
Sie warf mir vor meine distanzierte und verschlossene Art, jedes Mal wenn sie mit ihren Mädels tanzen ging, dass ich mich von Kommentaren über Expartner oder sexuelle Erfahrungen immer so sehr habe abschrecken lassen, sie nicht alleine Reisen lassen wollte/konnte (obwohl wir uns zu Beginn darauf verständigt haben, dass das eher nicht so toll wäre) etc. wären der Grund dafür gewesen, dass ihre Gefühle kaputt gegangen sind. Nach 2 Jahren hätte sie erwartet, dass ich gefestigt genug für all das bin.
Wohl auch mein allgemeines Misstrauen, wenn sie von Männern sprach, die ich nicht kannte. Aber wie falsch ist es denn, bei einem männlichen Namen zu fragen wer das ist? Zurückhaltend aber mit deutlicher Motivation? Sie hat es ganz genauso bei mir gemacht, nur, dass ich meine weiblichen Bekanntschaften habe einschlafen lassen.

Ein Klassenkamerad aus ihrer neuen Berufsschule, mit dem sie gut klar kam, besuchte sie einige Wochen vor der Trennung bei uns, sie stellte ihn mir vor und ging mit ihm spazieren. Sie kommt platonisch gut mit Männern klar, hat viele männliche Freunde die sie mir auch alle immer explizit vorgestellt hat und mit denen wir teilweise auch gefeiert haben.
Als sie mir den Kerl vorstellte war ich gelassen, hatte keine Angst, dass sie Mist baut. Aber war eine Nachfrage darüber - wer das ist - so falsch?
Ist es so schlimm wenn ich einen Typ, den sie aus ihrer gerade mal 6 Wochen alten Clique kennt und der sie besucht um spazieren zu gehen, kennenlernen will?
Sie hat ihn mir ja, vorausschauend, wie sie ist, extra vorgestellt, im letzten Gespräch sagte sie mir aber, dass sie schon Angst davor hatte, mir zu sagen, dass sie neuen, männlichen Besuch bekommt, weil ich immer pampig und besorgt auf so etwas reagieren würde. Was in dem Fall nicht mal mehr stimmte.

Ich komme nicht von dem Gedanken los, dass das eine besondere Beziehung war, mit einer besonderen Frau die maßgeblich ich zerstört habe.
Ich hoffe, das irgendwann anders sehen zu können, aber wenn ich Fehler gemacht habe, will ich die in Zukunft nicht mehr machen. Leider gibt es keine objektive Analyse darüber, was genau ich falsch gemacht habe. Nur in Einzelfällen.
 
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  • #49
Geht es bei Vertrauen überhaupt um den Glaube an den Anderen oder insgeheim doch eher darum selbst mit einer Enttäuschung leben zu können?
Das ist DIE Frage schlechthin. Ich würde sagen, man muss es sich erstmal "leisten" können, Vertrauen zu haben, dh. wissen, dass man "überlebt" nach einem Vertrauensbruch und dass niemand so sehr in der Seele hängt, dass er sie sozusagen mit rausreißt, wenn er geht. Also ja, es geht eher darum, selbst mit der Enttäuschung fertigzuwerden, ABER: Das funktioniert dann tatsächlich auch, wenn man es kann, weil man sehen kann, dass man bei demjenigen nicht glücklich geworden wäre, so wie der gestrickt ist. Und dass er überhaupt erstmal gar nicht so ist, wie man hoffte und dachte. Naja, und die Frage ist auch noch, was man verlangt. Du wirst in einer Partnerin keine zweite Mutter finden, die sich richtig um Dich kümmert, also dafür sorgt, dass Deine emotionalen Bedürfnisse gestillt sind, wie Du es brauchst. Das ist ja auch nur ein Mensch in Deiner Altersklasse auf der Suche.

Das ganze ist wohl der emotionale Abnabelungsprozess, den manche Menschen NIE machen. Man kann sich allein emotionalen Halt geben und muss man sogar, weil sonst immer wieder das Selbstwertgefühl auf dem Misthaufen landen könnte dafür, dass man sich emotional beim anderen geborgen fühlen will. Man steckt immer mehr ein vom anderen, von dem man will, dass er sich kümmert, und verliert sich dabei. Wenn es dann noch zu Ausweichhandlungen wie Essen oder Alkoholtrinken kommt, dann wird das alles immer verworrener und verstrickter, also um das wieder aufzudröseln, braucht es immer mehr Zeit und Energie.

Das, was Du über Deine Kindheit schreibst, hat mich sehr berührt. Du warst kein schwieriges Kind, Du hattest schwierige Eltern und dadurch ein grundlegendes Unsicherheitsgefühl. Wie @Pfauenauge schon schreibt: Du warst EIN KIND. Dh. andere hätten dafür sorgen sollen, dass es Dir gut geht, weil Du das noch nicht selbst konntest. Und die haben das nicht gut gemacht.
 
  • #50
Ich war emotional schrecklich abhängig von meiner Mutter, und das viel zu lange. Eine Entfremdung trat erst ein, als sie sich mit meiner Ex-Freundin anfreundete und mich dafür anfeindete, zu einem Mann mit normaler, nicht subkultureller Kleidung heranzuwachsen, der Kraftsport treibt und die Haare kurz trägt. (Meine Mutter hasst aus einem merkwürdig elitärem Dünkel heraus "Spießer")
Dennoch hat sie sich auch lange Zeit rührend um mich und meine schulischen Probleme gekümmert. Es ist ein ambivalentes Verhältnis, bis heute noch.
Das Gefühl, wenn meine Partnerin feiern war und ich wartete, ähnelte dem Gefühl, welches ich als Kind empfand, wenn ich am Fenster auf meine Mutter wartete.
Ein Gefühl panischer Hilflosigkeit.
Am Ende habe ich vllt. aus dem Gefühl der Bedürftigkeit heraus jedem ihrer Pläne und Vorhaben zugestimmt. Ich habe die Gefühle der Angst und Unsicherheit vermehrt geschluckt und im Wissen, dass ich diesen Makel kompensieren muss, eben finanzielle und menschliche Unterstützung bei all ihren anderen Vorhaben zugesagt, ohne den einseitigen Charakter ihrer Vorhaben in Frage zu stellen.
Es war aber nicht so, als hätte ich sie wirtschaftlich an mich binden wollen, ich wusste, dass das ohnehin nicht funktionieren würde, was es ja auch nicht hat.
Ich nehme an, dass sie meine Angst von mir weggetrieben hat.
Ich habe zu viel Liebe und Zuneigung in Worten und Taten eingefordert.
Ich an ihrer Stelle hätte mich vermutlich auch verlassen.

Ich habe ab Januar, also direkt nach der Reha endlich einen festen Therapieplatz, um den ich mich schon vor 9 Monaten bemüht habe. Leider zu spät, um diese Frau zu halten.
 
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  • #51
Das Gefühl, wenn meine Partnerin feiern war und ich wartete, ähnelte dem Gefühl, welches ich als Kind empfand, wenn ich am Fenster auf meine Mutter wartete.
Ein Gefühl panischer Hilflosigkeit.
Na hier kannst Du ja schon mal ansetzen: Sie ist nicht Deine Mutter und Du bist erwachsen und nicht mehr abhängig. Selbst wenn Deine Freundin nie wieder gekommen wäre, hättest Du es - von der Sache her und rein vom Verstand her betrachtet - abhaken können, sauer auf sie sein können und denken können "Menschen gibt es, die gibt es gar nicht". Dein Gefühl ist nur noch nicht so erwachsen wie der Verstand.
Die Panik kommt sicher daher, dass man sich wieder wie ein Kind fühlt, das nicht überleben könnte ohne das Elternteil, kein Schutz, keine Geborgenheit.

Ich habe ab Januar, also direkt nach der Reha endlich einen festen Therapieplatz, um den ich mich schon vor 9 Monaten bemüht habe. Leider zu spät, um diese Frau zu halten.
Nein, die Therapie machst Du keineswegs, um eine Frau zu halten. Die machst Du, damit Du nicht in einen Abgrund stürzt, wenn eine Frau nicht bleiben will.

Und vielleicht musst Du auch mal über Dein Beuteschema nachdenken. Deine Mutter ist ja extrem freiheitsbezogen. Wenn Du das jetzt mit Frauen wiederholst, die dem Typus Deiner Mutter entsprechen und Deine Partnerinnen sein sollen, dann willst Du emotional vielleicht immer noch die Mutter dazu bringen, sich um Dich auch ausreichend zu sorgen. Könnte sein, Du hattest mit der ersten Partnerin eine Frau des gegenteiligen Typus aus der Not heraus gewählt, weil sie die Geborgenheit geben konnte, die Du so dringend willst, aber richtig fasziniert warst Du von dem gegenteiligen Typus, der Frau, die Dir dann im politischen Bereich begegnet ist.
 
  • #52
Das Gefühl wenn meine Partnerin feiern war und ich wartete,ähnelte dem Gefühl welches ich als Kind empfand, wenn ich am Fenster auf meine Mutter wartete
Das kenne ich. Meine Eltern konnten zu Zeiten meiner Kindheit abends nur ganz selten weggehen, da ich tierischen Terz machte. Meine jüngere Schwester legte sich ins Bett und schlief, funktionierte bei mir leider nicht. Die Nachbarn hatten den Schlüssel und hörten mich immer rumtrappeln. Das hörte erst auf als ich so 10 oder 11 war. Ziemlich genau 15 Jahre später mit Mitte 20 überfiel mich dieses Gefühl erneut als mein damaliger Freund eines abends nicht nach Hause kam. Wie Du stand ich am Fenster und wartete auf ihn und dachte bei mir " dieses sch...Gefühl hattest Du 15 Jahre nicht mehr gehabt."Er kam übrigens weder in dieser Nacht, noch in der nächsten Nacht...er kam nie wieder. Diese Albtraumstory meines Lebens hatte ich bereits einmal zum Thema ghosting zum Besten gegeben, deshalb wiederhole ich sie nicht.
Aber danach hatte ich dieses Gefühl nie wieder, auch in den darauffolgenden Partnerschaften nicht. Keine Ahnung was bei mir in der Kindheit schief lief, getrennt hatten sich meine Eltern nie. Vielleicht ließ man mich als Baby zu lange schreien- das würde passen. Mein Vater ist über Weihnachten hier, ich werde ihn mal fragen.
W,55
 
  • #53
Das Gefühl, wenn meine Partnerin feiern war und ich wartete, ähnelte dem Gefühl, welches ich als Kind empfand, wenn ich am Fenster auf meine Mutter wartete.
Ein Gefühl panischer Hilflosigkeit.
Du weißt doch schon ganz viel über dich.
Ein toxischer Mensch reflektiert nicht, versucht nicht an sich zu arbeiten, etc.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass deine Mutter die Ängste gegenüber deinem Vater geschürt hat.
Gib deiner Mutter bzw. deinen Eltern die Verantwortung zurück, für das was sie verbockt haben als du klein warst.
Was deine Mutter meint, wie du zu sein hättest, ist völlig irrelevant. Mit ihrem Lebensstil hat sie ihr Glück nicht gefunden. Jage nicht der Anerkennung deiner Eltern hinterher
Finde für dich raus, was zu dir passt.

Und jeder hat nun sein eigenes Leben.
Ich habe ab Januar, also direkt nach der Reha endlich einen festen Therapieplatz, um den ich mich schon vor 9 Monaten bemüht habe
Super. Und wie @void schreibt, es geht um dich.
 
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  • #54
War ich auch.
Sie war freiheitsliebend und souverän, ohne durchgeknallt zu wirken, hat was Bodenständiges studiert, politisch aber nicht ideologisch, witzig, herzlich, aufgeschlossen und optisch (aus meiner jetzigen Perspektive) eine der schönsten Frauen die ich je getroffen habe.
Und so eine suchte dann die Nähe zu mir.
Deswegen wollte ich möglichst zu Beginn ausschließen, dass sie sich nur von meinem öffentlichen Limbus hat beeindrucken lassen.
Sie hielt mich schon für den Richtigen, bevor sie mich auch nur annähernd kannte.
Aber ob sie viel von meiner Mutter hat? Eher im Gegenteil, weder optisch noch charakterlich.
Schon nach 3 Monaten, auf einer Reise nach Paris fragte ich sie ob sie sich eine gemeinsame Wohnung vorstellen könnte. Sie trat ein wenig auf die Bremse und 3 Monate später zogen wir dennoch zusammen.
Dass schon diese Parisreise aufgrund meines Misstrauens im Streit endete, unterschlage ich gerne.

Als ich ihr mitteilte, dass ich nun leichte Medikamente nehme und einen Therapieplatz suche, bot sie mir an, immer reden zu können, wenn mir danach ist. Ich sagte ihr, dass ich ihr nicht zumuten wolle mich zu therapieren und sie damit mehr als ohnehin schon zu belasten. Sie beließ es dabei. Hätte ich offensiver sein sollen?
Häufig sagte sie zu meinen Sorgen auch ganz deutlich, dass sie damit nicht umgehen kann.

Sowas wie ein Beuteschema habe ich nicht. Ich habe noch nie von mir aus eine Frau in so einer Weise angesprochen, eher selektiert für welche derer die auf mich zukamen ich mich entscheide. Im Endeffekt gab es ja nicht viele sonderlich viele Frauen in meinem Leben.
3 feste Beziehungen (die erste 1 1/2 Jahre, die zweite 10, und die jetzige 2 Jahre) und 3 Frauen jenseits dessen, mit denen aber auch nicht viel passierte.
 
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  • #56
Nichts dergleichen. Sie wollte am Wochenende später mit einem Kumpel raven gehen und wir waren gerade dabei das Thema Drogen abzuklären.
Ich hatte aufgrund meiner Vorerfahrungen Probleme damit zu glauben, dass sie damit trotz der Szene nichts am Hut hat. Für mich wäre das ein Ausschlusskriterium gewesen. Ich kannte sie erst 3 Monate. Ich stritt nicht, ich schämte mich und teilte ihr gar nicht erst mit worum es geht und warum ich maule. Erst Tage später rückte ich mit der Sprache raus und dachte, dass wir einen Fortschritt gemacht hatten. Sie ging feiern, ich war bei einem Freund. Es ging. Leider kam das Thema wieder und ich bin wieder nicht gut damit umgegangen.
Mich nach 10 Jahren in einer routinierten Beziehung auf einen völlig neuen Menschen einzulassen fiel mir schwer. Es war wie laufen zu lernen und ich war nur am stolpern.
 
  • #57
Sie ist 23, will feiern, Reisen ihre Freiheit und das Leben genießen.
Du bist 27, willst ein Nest bauen.
Kann es sein, dass eure Lebensphasen nicht zusammenpassen?
Und eure Lebenstile auch nicht?
Hast du so etwas wie den kontrollierenden Papa gemacht?
Alleswas sie gemacht hat, hat dich quasi getriggert, auch wenn es nicht ihre Absicht war.
Es war wie laufen zu lernen und ich war nur am stolpern.
Ja. Und. Glaubst du, alle abde4ren sind mit 20 " fertig" und danach kommt direkt der Ruhestand.
Vielleicht ist es wirklich an der Zeit, dein gewohntes Habitat zu verlassen.
Das wirkt schon etwas festgefahren.
Trotzdem wirkt ihr sehr unterschiedlich.
Du willst Sicherheit, sie will Freiheit.
Keine gute Idee, das alles zu sponsern. Auch Freiheit hat ihren Preis.
 
  • #58
Sie hielt mich schon für den Richtigen, bevor sie mich auch nur annähernd kannte.
Dann ist ja schon klar, dass sie nur deine glänzende Fassade wollte, an deinem echten Inneren aber kein Interesse hatte.
Häufig sagte sie zu meinen Sorgen auch ganz deutlich, dass sie damit nicht umgehen kann.
War ihr zu anstrengend. Die Frau kommt mir ziemlich oberflächlich vor und hat nicht zu dir gepasst. Du brauchst jemanden mit mehr Tiefgang.
 
  • #59
Vorweg bitte ich die Moderation, alle zusammenhängenden Beiträge freizuschalten. Es ist der Versuch, die komplexe Lage des FS zu entwirren.

Hallo Knorkell,
es tut mir wirklich weh, deine Beiträge zu lesen, daher möchte ich dir in dieser weihnachtlichen Nacht ein paar Denkanstöße geben. Die werden dir veilleicht nicht gefallen, könnten dir aber auf lange Sicht nützlich sein.

Eins vorweg, ich bin absolut keine Fachkraft auf therapeutischem Gebiet und daher mit Sicherheit nicht dazu qualifizert, (Fern-) Diagnosen zu stellen. Außerdem liegt es mir fern, über Menschen herzuziehen; schon gar nicht über welche, die ich nicht kenne. Nun ist es aber so, daß ich mich aus eigener Betroffenheit in die folgende Thematik einarbeiten musste, also kann ich auch ein paar Erkenntnisse mit dir teilen.

Toxisch ist ein gutes Stichwort. Du selbst bist nicht toxisch -- nichts, was du über dich selbst geschrieben hast, deutet darufhin. Im Gegenteil, allein der Umstand, dass du dir diese Frage stellst, spricht dagegen, denn toxische Mitbürger hinterfragen sich seltenst selbst. Und da sind wir schon am Kern: meiner Meinung nach hast du einige sehr toxische Menschen in deinem Umfeld, allen voran deine Eltern.

Das kann man nicht einfach als „traurige Kindheit“ abstempeln und dabei belassen. Deren Benehmen -- auch dir als Erwachsenem gegenüber -- weist starke narzisstische Tendenzen auf. (Jaja, schon klar, Narzissmus ist ein Modewort in diesen Tagen und wird gerne für jeden Quatsch verwendet. In diesem Fall ist es jedoch mehr als angebracht.) Bei Kindern, die mit narzisstischen Eltern aufwachsen, spricht die Fachwelt mittlerweile von „narzisstischem Mißbrauch“. Sowas kann physisch werden, muss es aber nicht -- seelische Gewalt ist auch Gewalt, nur leider bedeutend schwerer nachzuweisen.

Punkte die darauf hinweisen sind Folgende:

* das Schüren von Ängsten
(....) da er ein Fremder für mich war und meine Mutter schlecht über ihn sprach, immer mit dem Zusatz, dass sie uns das ja alles gar nicht erzählen dürfe. In den Kurzurlauben mit ihm hatte ich kontinuierlich Angst davor, dass er uns entführt und heulte mich in den Schlaf.

* Alleinlassen des Kindes
(....)wenn ich am Fenster auf meine Mutter wartete.
Ein Gefühl panischer Hilflosigkeit.

* sich über das Kind lustig machen bis hin zur Beleidigung
(........)wie meine Mutter immer sagt- immer dann wenn ich mein gewohntes Habitat verlasse, einen Stock im Arsch habe.

* allgemeine emotionale Kälte

* Besessenheit von der Außenwirkung der Familie
Dennoch hat sie sich auch lange Zeit rührend um mich und meine schulischen Probleme gekümmert.

Aber nur ganz ausnahmsweise. Weiterhin gilt: Mehrteiler werden nicht veröffentlicht. Die Moderation.
 
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  • #60
* Verachtung für Mitmenschen bis zur Isolation der Familie
(Meine Mutter hasst aus einem merkwürdig elitärem Dünkel heraus "Spießer")

* Ausnutzen des Kindes für eigene Zwecke bis hin zum Partnerersatz
Meine Eltern sind geschieden und meine Mutter hadert seit 20 Jahren mit ihrem Schicksal. (............) Selbstmordversuch und ein weiteres langes Elend folgten.

* die Familienmitglieder gegen einander ausspielen/aufhetzen
Meine Mutter beendete die Ehe, meinem Vater nannte sie keine Gründe, uns hingegen über die Jahre hinweg schon.

* sobald sich Symptome zeigen, das Kind verantwortlichen machen

Das alles resultiert in schweren seelischen Wunden die sich u.a. so äußern:

* extreme Verlustängste und andere irrationale Ängste

* der Glaube, nie zu genügen
(.....) ich habe eben auch eine Seite die sich chronisch schuldig und inkompetent fühlt und die nicht liebenswert ist

* die geschulte Fähigkeit, gut zu performen, auch wenn dir innerlich zum Heulen ist
Hinzu kommt, dass ich diesen Habitus eben ganz gut ausfülle. Ich bin politisch, habe ein gewisses Standing und die Leute applaudieren ohne Vorklatschen und hängen an meinen Lippen.

* sich selbst für äußere Umstände und das Verhalten anderer die Schuld geben
Ich habe ab Januar, also direkt nach der Reha endlich einen festen Therapieplatz, um den ich mich schon vor 9 Monaten bemüht habe. Leider zu spät, um diese Frau zu halten.

* es allen recht machen wollen
Aber aufhören die nächsten 3 Monate zu zahlen? Soll ich sie auf die Straße setzen weil sie mich nicht mehr liebt und mich wie Dreck behandelt? Vllt. wäre das gesund, aber so will ich nicht sein.

* schwere seelische/mentale/körperliche Erschöpfung

* Konzentrationsstörungen sind bei Kindern und Erwachsenen, die einem narzisstischen Individuum ausgeliefert sind, weit verbreitet -- ich kann mir vorstellen, daß dies gerade bei kleinen Kindern gerne mal als ADS diagnostiziert wird
Vllt. haben die ADS-Symptome damit etwas zu tun. Probleme mit meiner Aufmerksamkeit hatte ich aber eigentlich schon vorher. Zumindest retrospektiv.

Das ist schon alles schlimm genug, hört hier aber nicht auf. Es ist leider so, daß die Kinder narzisstischer Eltern die kindlichen Erfahrungen in ihre erwachsenen Beziehungen mitschleppen, und deshalb leider oft an ebenfalls narzisstische Partner geraten. Und das Verhalten deiner Exfreundin hat nunmal auch Züge, die bei Narzissten auf partnerschaftlicher Ebene vebreitet sind:
 
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