• #1

Beziehungsverlauf, normales Bindungsverhalten und habe ich es verlernt?

Es geht jetzt mal um die älteren unter uns. Wenn man etwa 50:Jahre alt ist und womöglich vor der zweiten festeren Partnerschaft steht, da hat man irgendwie verlernt, wie es geht.
Ich unterhalte mich oft mit Damen in meinem Alter um zu erfahren, wie sie das Dating erleben ....und meist kommt: er verhält sich so oder so und ich weiß nicht, ob das normal ist.
Gerade wenn die Kennenlern Phase vorbei ist, sagen wir nach 6-10 Monaten und es allmählich zu mehr Bindung ( Verbindlichkeit) kommt ( kommen sollte), da hat man oft das Gefühl, es holpert, er läuft nicht rund.
Zweifel.
Oft trennt man sich, manchmal geht es so holperige weiter ( auch jahrelang)
Und noch mehr Zweifel.
Als Beispiel: in meiner letzten Beziehung lief monatelang alles super, bis es dazu kam, das ich den Wunsch verspürte, mehr Zeit bei ihn zu verbringen oder bzw er bei mir. Auch nach 8 Monaten Beziehung hatten wir noch kein Wochenende gemeinsam, ich hatte keine persönlichen Dinge dort usw. Dazu kam es auch nicht mehr, es eskalierte, es scheiterte daran.
Hinterher war ich schlauer, denn aus meinen vorherigen Beziehungen war ich ja eigentlich gewohnt, das man diese Dinge schon sehr sehr bald macht und auch machen möchte, üblicher Weise viel früher als nach 8 Monate , womöglich hätte ich schon nach 3 Monaten erkennen müssen, das war gewaltig schief läuft.
Aber ich dachte halt lange, der Mann ist diesbezüglich individuell.
Aber gibt es nicht Warnzeichen, die uns mal rechtzeitiger stoppen können um nicht immer wieder darauf rein zufallen?
Ich habe jetzt 3 mal hintereinander diese 10 Monate langen Beziehungen gehabt und im Nachhinein immer gedacht, das ich es auch viel früher hätte beenden können, eigentlich schon nach 2 Wochen, weil gleich am Anfang riesengroße Stolpersteine zu erkennen waren.
Warum ist man so betriebsblind? Bei mir zb kommt noch dazu, das ich gern Single bin, bin gar nicht so auf der Suche.
Dadurch müsste ich theoretisch weit klarer sehen, als die Damen, die unbedingt einen Partner suchen.
Wieso hat man verlernt, auf seine Instinkte zu hören. Mit 20 war es so einfach...
 
  • #2
Wieso hat man verlernt, auf seine Instinkte zu hören. Mit 20 war es so einfach...
Naja. Mit 20 ging man völlig unbedarft an die Sache ran. Ich hab mir jedenfalls damals zielsicher den Falschen ausgesucht und habe dann 30 Jahre lang versucht, was richtiges draus zu machen.

Meine zweite Beziehung mit knapp 50 begann zwar etwas unromantischer, aber das gegenseitige Interesse war ganz eindeutig erkennbar, der Wunsch, Zeit miteinander zu verbringen, offensichtlich, die Terminabsprachen zuverlässig ...
Wäre irgendetwas davon mir seltsam vorgekommen, hätte ich nicht weitergemacht. Dass man diese Parameter so völlig ignoriert, kann ich rein gar nicht nachvollziehen. Wieso verliebt man sich denn trotzdem in jemanden, der sich so gar nicht dem eigenen Tempo, Vorstellungen, Wünschen gemäß verhält? Da wäre bei mir ganz schnell der Ofen wieder aus.
 
  • #3
Wieso hat man verlernt, auf seine Instinkte zu hören. Mit 20 war es so einfach...
Wer ist denn immer dieser 'man', der oft angeführt wird, wenn hier jemand ein inkonkretes Thema besprochen haben möchte ?
Sag doch einfach 'ich'.

Ok, ich antworte jetzt mal mit ich-Sätzen.
Ich habe im Laufe der Jahre gelernt, Anzeichen für alles mögliche zu sehen, zu erkennen und einzuordnen.
Das hat allerdings nichts mit Instinkten zu tun, sondern mit Erfahrungen.
Ich habe gelernt, nicht auf eine heiße Herdplatte zu fassen, weil das wehtut und ich habe gelernt, woran man erkennt, dass die Herdplatte heiß ist.
Anders als du habe ich mit 20 ins Klo gegriffen, weil ich damals so unerfahren war wie die Frau im Nachbarthread, deren online-Bekanntschaft am Ende des ersten Dates im Auto v***n will und das euphemistisch 'kuscheln' nennt. Mir ist damals exakt das gleiche passiert, wenn es auch nicht im Auto, sondern in des Jungen Kinderzimmer war und wir uns vorher schon oft in unserer Stammdisco gesehen hatten. Aber auch er hatte mich mit vielen und regelmäßigen schönen Worten glauben gemacht, er sei verliebt und auch er sagte, er wolle nur schmusen und ich könne doch jederzeit 'stop' sagen. Der hatte es drauf, in homöopathischen Dosen und ganz zärtlich von Level zu Level zu turnen bis ich am Ende allen Ernstes sein Ding drin hatte. Danach war es übrigens aus mit den vielen schönen Worten, während ich dachte, wir seien jetzt zusammen.
Ja, damals war ich zwanzig oder so, mir ist noch etwas ähnliches in diesen Jahren passiert und danach hatte ich etwas gelernt.
Habt ihr @HeidiBerlin 's Beitrag im Nachbarthread gelesen ? Sie bringt es auf den Punkt. Ja, auch ich denke, es ist eindeutig:
- der Mann wollte sie im Auto flachlegen
- der Mann ist mitnichten verliebt
- ganz sicher will er keine richtige Beziehung
- viele Mails schreiben sagt NULL aus, dem ein oder anderen macht das Jagen gerade erst dann Spaß, wenn es schwierig ist
- er wird nach dem Sex noch viel weniger Zeit haben als jetzt schon, oder meinetwegen auch erst, wenn er ein paar mal Sex hatte.

Meine Antwort: dein 'man' hat andere Erfahrungen gemacht als ich. Ich war mit 20 naiv und heute erkenne ich schnell, wohin die Reise geht.
( Ausnahmen wie immer ausgenommen ).

w 52
 
  • #4
Warum ist man so betriebsblind? Bei mir zb kommt noch dazu, das ich gern Single bin, bin gar nicht so auf der Suche.
Vielleicht ist es genau das?
Also Dir fällt gar nicht auf, dass der Mann keine Nähe und Verbindlichkeit sucht, weil Du ganz froh bist, dass es einigermaßen singlemäßig weiterläuft, statt sich zu verdichten. Damit sendest Du womöglich auch ein Signal an den Mann, dass Du mehr gar nicht willst, er denkt dasselbe oder wird drauf gebracht, und entweder stellt sich das Problem gar nicht, dass er Farbe bekennen müsste zu mehr, oder aber Du zeigst, dass es auch "so" geht mit Dir, was er gut findet, obwohl er anfangs durchaus für mehr Dichte bereit war.

Auch nach 8 Monaten Beziehung hatten wir noch kein Wochenende gemeinsam, ich hatte keine persönlichen Dinge dort usw.
Wolltest Du das nie oder hat er das bestimmt und Du fandest es ok?
Ich habe jetzt 3 mal hintereinander diese 10 Monate langen Beziehungen gehabt und im Nachhinein immer gedacht, das ich es auch viel früher hätte beenden können, eigentlich schon nach 2 Wochen, weil gleich am Anfang riesengroße Stolpersteine zu erkennen waren.
Welche waren es denn genau? Vielleicht liegt es doch daran, dass Du als ansonsten glücklicher Single einfach zu wenig auf Verbindlichkeit achtest und zu flexibel bist?
Jemand, der nie Ansprüche stellt, wird ja nicht belohnt, dass man ihn besonders mag. Er wird eher ausgenutzt. Es ist natürlich doof, wenn Du die einzige bist, die den Anspruch auf mehr Nähe durchsetzen wollte, denn man will ja gewollt werden und das also auch vom anderen spüren. Allerdings könnte man ja schon an dem mangelnden Bedürfnis des Mannes erkennen, dass er es nicht ernst meint.
 
  • #5
Hallo @FrauRossi50 ,

mir ist da ein Widerspruch bei dir aufgefallen:
Bei mir zb kommt noch dazu, das ich gern Single bin,
Als Beispiel: in meiner letzten Beziehung lief monatelang alles super, bis es dazu kam, das ich den Wunsch verspürte, mehr Zeit bei ihn zu verbringen oder bzw er bei mir. Auch nach 8 Monaten Beziehung hatten wir noch kein Wochenende gemeinsam, ich hatte keine persönlichen Dinge dort usw. Dazu kam es auch nicht mehr, es eskalierte, es scheiterte daran.
Was willst du nun?
Ein glücklicher Single sein, der auch mal Zeit mit einem Mann verbringt oder doch eine Beziehung mit viel zusammen unternehmen (vielleicht auch zusammen wohnen)?
Kläre das doch bitte mal für dich.
Wenn du dem Mann gegenüber auch so unklar bist, dann gibt es natürlich Schwierigkeiten.
Sage klar was du willst. Die überwiegende Zahl an Männern wird dir dann klar sagen was sie wollen. Dann kannst du entscheiden.
Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass dies viele Frauen nicht können. Sie gehen einfach selbstverständlich davon aus, dass das was sie wollen auch vom Mann gewollt wird und sind dann enttäuscht wenn dem nicht so ist.

Ich falle ja in deine Altersklasse. Wenn ich mich jetzt mit 57 noch auf eine Beziehung einlassen würde, ginge dies nur mit getrennten Wohnungen. Allerdings hätte ich schon Lust ganze Wochenenden und Urlaube mit der Frau zu verbringen. Auch hier eine Einschränkung, auf ein WE wo nichts geplant ist, ausser WE-Einkauf und Besuch bei deinen Kindern hätte ich nicht viel Lust.
 
  • #6
womöglich hätte ich schon nach 3 Monaten erkennen müssen, das war gewaltig schief läuft
Das kommt darauf an, wie man "gewaltig schief laufen" definiert.
Nur weil jemand lieber LAT leben möchte, ist das ja nicht unbedingt eine schlimme oder schlechte Beziehung. Für dich ist die Beziehung eben gescheitert, weil jemand nicht schnell genug eine gemeinsame Wohnung beziehen will. Dann eskaliert es bei dir.
Diese Eskalation geht offenbar dann von dir aus. Du zeigst deine Unzufriedenheit. Empfindest Ablehnung wenn es nicht nach deiner Wunschvorstellung läuft. Diese Wunschvorstellung sieht offenbar vor, dass du mit einem Mann nach kurzer Zeit zusammenlebst, womöglich bis ans Lebensende. Dieses Ziel verfolgt aber nicht jeder unbedingt, oder bereits nach acht bis zehn Monaten. Vermutlich mit Ü50 seltener, als wenn theoretisch noch Familienplanung ein Thema wäre. Da sehen das viele Menschen eben etwas entspannter.
Wenn also jemand nicht so funktioniert, wie das in deinem Weltbild sein sollte, dann ist das für dich so, als seist du auf jemanden "reingefallen". Zu einer Beziehung gehört eine gute Kommunikation.
Man muss eben die gegenseitigen Vorstellungen erfragen und nicht romantisiert darauf warten, dass man bald einen Heiratsantrag bekommt. Wenn also die Möglichkeit bestanden hat, dass man auch Wochenende gemeinsam verbringt, weil man nahe genug wohnt und auch gemeinsame Freizeit vorhanden wäre, dann würde ich halt früher mal Fragen, warum das nicht klappt. Dann ist es doch seltsam, dass einem das erst nach 10 Monaten auffällt und man dann plötzlich unzufrieden wird und sich verarscht vorkommt.
Da fehlt dann schon ein gewisser Instinkt. Es gab dann offenbar gar keine gleiche Ebene, auf der man gemeinsam geschwungen wäre.

Also ich kann mich da irgwie nicht hineinversetzen. Ich habe immer nach kurzer Zeit gemerkt, ob ein Mann tatsächlich verliebt in mich ist, echtes Interesse an Nähe hat, oder eben nicht. Wenn sich da jemand larifari verhält und diese Nähe nicht zeigen kann, dann lasse ich mich auch nicht auf diese Person ein, wenn mich das stört.
 
  • #7
Mit 20 war die Sache völlig anders gelagert: man konnte aus dem Vollen schöpfen, passte jemand nicht, konnte man sofort, gleich am kommenden WE nach dem nächsten schauen in der gleichen Disco!
Man war ganz schnell wieder liiert....

Als Erwachsener ab 30 hört das dann auf. Man geht in keine Discos mehr. Es gibt keine Treffen mehr wie unter Jugendlichen, in Discos, in Cliquen, in Grüppchen, etc..
Freundschaften und Bekanntschaften brechen weg, neue Leute lernt man nicht mehr kennen. Mann kann sich nur noch schwerlich am WE mit Leuten verabreden.

Ab 35 ist dann der Ofen ganz aus.
Ab 40 bleibt nur noch Online Dating. Was dabei rauskommt, wissen wir alle.
 
  • #8
Eher im Gegenteil, man lernt doch dazu?!
Meine Alarmglocken sind heute wesentlich sensibler als mit 20.
Damals hatte ich noch keine, mangels Erfahrung.
Achte auf deine Bedürfnisse, nimm deine eigenen Zweifel ernst und erwarte nicht, dass sich irgendwer im Laufe der Beziehung bessert oder ändert.
Erkenne mangelnde Verbindlichkeit, dann klappt es auch mit dem Nachbarn.
 
  • #9
Danke für die ganzen Antworten.
Noch mal kurz zur Erklärung: ich bin gerne Single, aber ich bin auch gerne in Beziehung. Ich wollte damit nur sagen, das ich nicht klammere oder fordere in Beziehungen.
Zusammenziehen muss auch nicht sein, wäre unter Umständen aber mal eine Option falls es super läuft.
Aber: was ich natürlich möchte, sind ganze Wochenenden, Urlaube, Übernachtungen mit Frühstück usw.
Was ist nicht möchte: Beziehungen, die quasi aus 2 mal treffen die Woche für 2-3 h besteht.
Wobei in meinen letzten Beziehungen von Seiten der Männer nicht mehr viel Wunsch nach Sex bestand ( Ende 50/ Anfang 60) und sich mir dann irgendwann die Frage stellte : wozu das ganze.
Ich brauche keinen Mann um 2 mal die Woche auf dem Sofa zu sitzen und Sonntags spazieren zu gehen ( nicht lachen, aber das war meine letzte Beziehung)
Ich wollte jetzt aber eigentlich gar nicht so speziell auf meine Beziehungen eingehen, sondern gerade erfahren, wie es bei anderen gelaufen ist. Das war jetzt nur kurz, um eure Fragen zu beantworten.
Helfen würde mir, wenn ich ein paar Erfahrungen bekäme, wie sich Nähe in den 50 plus Beziehungen meist entwickelt, damit man weiß, ob es gut läuft.
 
  • #10
Hallo @FrauRossi50 ,

mir ist da ein Widerspruch bei dir aufgefallen:




Was willst du nun?
Ein glücklicher Single sein, der auch mal Zeit mit einem Mann verbringt oder doch eine Beziehung mit viel zusammen unternehmen (vielleicht auch zusammen wohnen)?
Kläre das doch bitte mal für dich.
Wenn du dem Mann gegenüber auch so unklar bist, dann gibt es natürlich Schwierigkeiten.
Sage klar was du willst. Die überwiegende Zahl an Männern wird dir dann klar sagen was sie wollen. Dann kannst du entscheiden.
Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass dies viele Frauen nicht können. Sie gehen einfach selbstverständlich davon aus, dass das was sie wollen auch vom Mann gewollt wird und sind dann enttäuscht wenn dem nicht so ist.

Ich falle ja in deine Altersklasse. Wenn ich mich jetzt mit 57 noch auf eine Beziehung einlassen würde, ginge dies nur mit getrennten Wohnungen. Allerdings hätte ich schon Lust ganze Wochenenden und Urlaube mit der Frau zu verbringen. Auch hier eine Einschränkung, auf ein WE wo nichts geplant ist, ausser WE-Einkauf und Besuch bei deinen Kindern hätte ich nicht viel Lust.
Stimmt.

Die FS verfährt nach dem Spruch wasch mir den Pelz aber mach mich nicht naß. Sie will Nähe ohne Nähe und beschwert sich darüber, dass sie regelmäßig bekommt was sie bestellt hat, eine F+ und keine Alltags-Partnerschaft.

Man muss klar sagen und nicht nur schwammig signalisieren was man will und in der Regel in Vorleistung treten. Zudem entscheidet bereits, dass eigene Beuteschema was maximal mit der "Beute" möglich ist. Z.B. F+ oder Alltags-Partnerschaft oder etwas dazwischen.
 
  • #11
Also ich denke, wenn beide wirklich gleichermaßen Interesse haben und dabei auch in ihren Vorstellungen zusammenpassen, stellt sich die Frage nicht, dann sind beide an mehr Nähe und gemeinsamer Zeit interessiert.

Man kommt davon ab, wenn man den Wunsch nach einer Beziehung über die eigenen Interessen stellt.

8 Monate ohne ein gemeinsames WE ? Warum gibt man sich das, wenn es einem missfällt? Das hätte ich keine 4 Wochen mitgemacht, völlig egal, was er als Gründe anführt.
Dann passt es halt nicht. Je früher man das erkennt, umso weniger tut es weh? umso weniger denkt man über die Fehlinvestition nach, umso weniger verstrickt man sich in Fantasien, wie es sein könnte.
Einfach auf die Taten schauen, nicht auf irgendwelches Geschwurbel.

Wie schon in einem anderen Thread schrieb: mach dir wirklich mal eine Liste mit deinen Standards und Wünschen, die unbedingt erfüllt sein müssen und wenn das nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums zustande kommt, dann trenne dich halt konsequent wieder.

Wenn man selbst nicht genau weiß, was man will, ist man dafür anfällig,sich einfach treiben zu lassen ohne zu merken, dass es nicht in die gewünschte Richtung geht.
 
  • #12
Ich denke, viele Frauen trauen sich einfach nicht, zu (!) früh den Mann, den sie schon seit Monaten treffen zu fragen, was das denn nun eigentlich sein soll zwischen den beiden. Sie haben Angst vor der Antwort. Angst davor, dass er sich dann zurückzieht. Sie wollen lieber weiter in der Illusion leben, dass es bereits eine Beziehung ist. Und alles gut ist.

Das Zurückziehen des Mannes nach einer konkreten Frage beweist allerdings, dass er nie verliebt war. Dass es nur um "schöne" Stunden ging. Logisch betrachtet ist es für die Frau besser, das so früh wie möglich zu erkennen. Aber die Angst, dass der schöne Traum zu früh platzen könnte, ist oft zu groß. Schade eigentlich. Denn je länger der Traum dauert, umso härter das Erwachen.
 
  • #13
Helfen würde mir, wenn ich ein paar Erfahrungen bekäme, wie sich Nähe in den 50 plus Beziehungen meist entwickelt, damit man weiß, ob es gut läuft.
Ich weiß, dass es gut läuft, wenn ich mich gut fühle.
Das Nähe - Distanz Bedürfnis ist individuell. Es ist nur bedingt vom Alter abhängig. Man kennt nur sein Bedürfnis besser. Ist weniger kompromissbereit.
Hier muss es passen. Wenn bereits am Anfang ein Mangel da ist, oder zuviel, passt es sicher nicht. Das entwickelt sich auch nicht mehr.

Mit zunehmendem Alter hat man nur mehr Eigenheiten, man ist oft weniger flexibel.
Deswegen ist die Tendenz dann eher LAT.

Ich habe mit meiner Partnerin mit Ü50 nochmal gebaut, wir wollten das so. Wir hatten beide Eigentum, wir wollten aber gemeinsam etwas Neues.

FS, Du möchtest immer Pauschalantworten. Die gibt es nicht.

M, 54
 
  • #14
Sie wollen lieber weiter in der Illusion leben, dass es bereits eine Beziehung ist.
Es ist ja auch eine Beziehung. Und ja, diese kann dem einen Teil ja auch völlig genügen bzw. alles andere zuviel sein.

Auch eine Affäre ist schon eine Beziehung.

Aber Frauen wollen eben meistens mehr ...., unser Bestes (??)
aber warum sollte der Mann das selbst auch wollen ?

Männer wie im Falle der FS sind nicht krank, nicht Bindungsgestört und auch nicht Betrüger.

Die Frauen wie die FS sind es oft, welche ihnen ihr Beziehungsmodell einfach überstülpen wollen und das dann auch noch als selbstbverständlich ansehen.
Das lese ich hier auch oft im Forum.
Ist es aber nicht.
 
  • #15
Noch mal kurz zur Erklärung: ich bin gerne Single, aber ich bin auch gerne in Beziehung. Ich wollte damit nur sagen, das ich nicht klammere oder fordere in Beziehungen.
Zusammenziehen muss auch nicht sein, wäre unter Umständen aber mal eine Option falls es super läuft.
Aber: was ich natürlich möchte, sind ganze Wochenenden, Urlaube, Übernachtungen mit Frühstück usw.
Was ist nicht möchte: Beziehungen, die quasi aus 2 mal treffen die Woche für 2-3 h besteht.
Ja ein bisschen hast Du es wohl verlernt. Du weißt schonmal ansatzweise, was Du willst, und was nicht. Vielleicht magst Du es für Dich noch genauer definieren? Trau Dich doch noch mehr, etwas zu wollen! Du meinst, Du bist gerne Single, andererseits bist Du auch gern in Beziehung. Welche Art Beziehung? Jegliche, oder eine Partnerschaft? Du hast das Bedürfnis zu erklären, dass Du nicht klammerst und forderst. Streiche das Wort „klammern“ aus Deinem Gedächnis, und stell Dir eine innige leidenschaftliche Nähe vor. Und fordere ruhig mal! :)
 
  • #16
Die Frauen wie die FS sind es oft, welche ihnen ihr Beziehungsmodell einfach überstülpen wollen und das dann auch noch als selbstbverständlich ansehen.
So stülpt der Mann ihr sein Beziehungsmodell über. Also ich sehe hier nicht den Fehler bei einem bestimmten Geschlecht, das mehr Beziehung und Nähe will, sondern würde es allgemein als Unpassung sehen.
Der, der weniger Nähe und Beziehung will, kommt ja auch mit einem Beziehungsmodell daher, das er dem anderen aufdrückt. Nur weil er sagen kann, dass er weniger Beziehung will, wird es ja nicht KEINE.
Bei Unpassung leidet immer einer. Entweder der, der zu viel allein ist, oder der, der viel Zeit bei seinem Partner ist, obwohl er was ganz anderes machen will.
 
  • #17
So stülpt der Mann ihr sein Beziehungsmodell über.
Nein, im Grunde eben gerade nicht.
Hier spielt eben eine Rolle, was man vorher vereinbart hat.

Und mein Beitrag richtet sich dagegen, dass Frauen oft eine sehr nahe Beziehung voraussetzen, ohne dies auch wirklich zu verbalisieren und sich dafür auch einzusetzen.

Der Mann muss eben nicht wissen, das die FS oder auch andere Frauen (wie z.b. Du liebe @void ) eine bestimmte Vorstellung von der Beziehungsführung haben.

Beim Kennenlernen gilt eben immer nur das, was gerade auch wirklich läuft. Kein Fortschritt ist dabei selbstverständlich, sondern muss durch die Beteiligten angestoßen und forciert werden.

Die späteren Beziehungspartner müssen nur dann etwas Zusätzliches leisten (z.B. mehr Nähe, wie bei der FS ), wenn dies auch so vereinbart wird.

Ich hasse es, wenn der Unterton des Forum immer wieder lautet, das die Beziehungsparter, insbesondere jedoch oft der Mann, das richtige Beziehungsmodell schon vorher wissen und beachten müssten.
Nein, müssen sie eben nicht.
Mann darf eben auch anders denken und es ist auch nicht falsch.

Die Leute sollen ihre bevorzuge Art der Beziehungsführung eben nicht voraussetzen. Sie können fragen und vereinbaren, das dies oder jenes so oder so sein soll, dann ist es OK, sonst nicht.


Das sollte die FS das nächste Mal besser aussuchen und später auch so einrichten, wie sie will. Das sollte sie nun gelernt haben.
 
  • #18
Und mein Beitrag richtet sich dagegen, dass Frauen oft eine sehr nahe Beziehung voraussetzen, ohne dies auch wirklich zu verbalisieren und sich dafür auch einzusetzen.
So hatte ich Dich ja auch verstanden. Das Thema ist mE ein anderes als das, was Frau Rossi betrifft, weil ich bei ihr denke, dass sie mitten in der Beziehungsanbahnung was ändert und dann den falschen Mann angezogen hat durch ihre Signale vorher.
Du beziehst Dich aber auf die Geschlechter und was die angeblich wollen, und dass Frauen was voraussetzen und dass sie damit was falsch machen. Erstmal wünschen sich nicht alle Frauen sehr nahe Beziehungen - das nur vorweg. Das wichtigste aber ist: Wo steht, dass das "nahe-Beziehung-Wollen" das zu kommunizierende sei und nicht das Wollen einer "nicht-sehr-nahe Beziehung", die "der Mann" sich wünscht? Betrifft nun auch längst nicht alle Männer, dieses Abstandhalten-Wollen.

Ich meine, WER muss denn hier was verbalisieren, weil es von der NORM abweicht, wer legt die Norm fest. In Deinem Bild ist es automatisch allein der Mann und das kann ja nicht richtig sein, wenn er mit einem anderen menschlichen Wesen eine Beziehung haben will.

Der Mann muss eben nicht wissen, das die FS oder auch andere Frauen (wie z.b. Du liebe @void ) eine bestimmte Vorstellung von der Beziehungsführung haben.
Die Frau muss es doch auch nicht wissen, dass der Mann eine bestimmte Vorstellung von Beziehungsführung hat. Du gehst automatisch davon aus, dass der Mann derjenige ist, der es festlegt.

Ja, ich bin auch mal davon ausgegangen, dass es nicht alles gleich auf Zusammenziehen und Heirat hinausläuft und jeder noch ein eigenes Leben haben kann. Mein Ex war es, der die Beziehung gleich ganz nah wollte.

Ich hasse es, wenn der Unterton des Forum immer wieder lautet, das die Beziehungsparter, insbesondere jedoch oft der Mann, das richtige Beziehungsmodell schon vorher wissen und beachten müssten.
Ach, das musst Du nicht hassen. Das machen Menschen ja nicht, um den anderen zu ärgern oder zu stressen. Jeder läuft doch rum mit bestimmten unbewussten Erwartungen an seine Mitmenschen, egal worum es geht (Freundschaften, Partnerschaften, Geschäftsbeziehungen, eine Hand wäscht die andere ...). Auch der Mann, von dem eine FS gerade enttäuscht ist und der hier nicht schreibt.

Wenn man dann enttäuscht wird, kommt man drauf, dass es doch unterschiedliche Sichtweisen gibt und man besser nach Anzeichen gucken sollte, ob der andere genauso tickt. Gerade bei "Beziehung" z.B. geistern doch auch gesellschaftliche und kulturelle Vorstellungen herum, so dass eigentlich derjenige, der später NICHT zusammenziehen und heiraten will oder der nicht treu sein will, als erster sagen sollte, dass er abweicht vom allgemein propagierten Bild.
 
  • #19
nd nicht das Wollen einer "nicht-sehr-nahe Beziehung", die "der Mann" sich wünscht? Betrifft nun auch längst nicht alle Männer, dieses Abstandhalten-Wollen.
Ich meine, WER muss denn hier was verbalisieren, weil es von der NORM abweicht, wer legt die Norm fest. In Deinem Bild ist es automatisch allein der Mann und das kann ja nicht richtig sein, wenn er mit einem anderen menschlichen Wesen eine Beziehung haben will.
Nee, ich hatte schon befürchtet, das dies aus meinem Beitrag nicht genau genug hervorgehen könnte.

Ich wollte schreiben, dass die sich einrichtende Beziehung eben an einem bestimmten Punkt stehen bleibt und zwar ,weil der der Eine (fast immer der Mann) eben keine weitere Entwicklung (z.B. zu mehr Nähe) wünscht.
Im Falle dieses Threads und dieser FS hier ist das ja auch so.

Er "stülpt" hiermit keinesfalls dem Anderen sein Beziehungsmodell auf, denn es gab seit dem Kennenlernen bis dahin i.d.R. ja auch bis dahin nicht mehr. Das ist ein wichtiger Unterschied zur Frau welche dann versucht, das gewünschte Ergebnis durch Rückgriff auf Gefühle und gesellschaftliche Normen herbei zu manipulieren .

Sie (hier also die FS) hätte vorher schon anzeigen oder andeuten müssen, bis zu welchem Nähegrad sie etwa gehen will und nicht irgendetwas voraussetzen, was es eben bis dahin nicht gab.

Und ja, natürlich kann das auch andersherum sein. Manchmal beklagen sich auch Männer, dass die Frauen sie auf Distanz halten
Solche Fälle hatten wir hier auch schon einige wenige Male.

Aber ganz oft ist es eben doch die Frau, welche mehr Nähe haben will.

Und (neben dem IM) sind fast immer auch die weiblichen Foristen, welche dem Mann sofort böse Absichten unterstellen,
Stichwort "Affärensucher" oder ".

Das ist aber nicht so, die jeweiligen Männer haben eben oft ganz unbewusst die Beziehung nur sich bis zu einem für sie gewünschten Punkt entwickeln lassen. Daraus kann Frau keine Ansprüche und Forderungen ableiten, wenn sie sich vorher dazu auch nie klar geäußert hat.

Und dann fangen die FS (auch diese hier) hier an zu jammern, weil sie eben ein anderes Beziehungsbild (oft mit mehr Nähe und Kontakt, aber auch mit mehr Abhängigkeiten) im Kopf haben und dies auch im Forum als Allgemeingültig angesehen wird, weswegen sofort ein Fehler oder ein Fehlverhalten beim Kontrapart (i.d.R. dem Mann) vermutet wird. Ist es aber nicht.
Eine Affäre ist eben auch eine Beziehung. Ja, oft nicht die Gewünschte (auch vor mir nicht).
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #20
Ich wollte schreiben, dass die sich einrichtende Beziehung eben an einem bestimmten Punkt stehen bleibt und zwar ,weil der der Eine (fast immer der Mann) eben keine weitere Entwicklung (z.B. zu mehr Nähe) wünscht.
Seh ich auch so. Wenn die beiden nicht gleich ticken, dann gibt es Stillstand. Aber ab da beginnen sie ja dann, sich gegenseitig das jeweils gewünschte Beziehungsmodell überzustülpen. Sie ihm und er sie. Egal, wer nun weniger Nähe will, entscheidend ist, dass beide recht und auch nicht recht haben. Gut, ich setze jetzt voraus, dass eine Beziehung Entwicklung bedeutet und wenn sie stillsteht und das nicht gut gefunden wird, man sie beenden sollte. Das kann aber auch der machen, der weniger Nähe will. Nur ist auch mein Erfahren so, dass der es nicht tut, sondern denkt, er will ja nichts weiter vom anderen, also sei SEIN Verhalten ja ok.

Er "stülpt" hiermit keinesfalls dem Anderen sein Beziehungsmodell auf, denn es gab seit dem Kennenlernen bis dahin i.d.R. ja auch bis dahin nicht mehr. Das ist ein wichtiger Unterschied zur Frau welche dann versucht, das gewünschte Ergebnis durch Rückgriff auf Gefühle und gesellschaftliche Normen herbei zu manipulieren .
Es ist nicht per se die Frau. Ich habe von ebenso vielen Männern emotionale Erpressung, Druck und Manipulation erlebt wie von Frauen. Und das auch zu mehr Nähe.

Sie (hier also die FS) hätte vorher schon anzeigen oder andeuten müssen, bis zu welchem Nähegrad sie etwa gehen will und nicht irgendetwas voraussetzen, was es eben bis dahin nicht gab.
Ich glaube, sie wollte es selbst anfangs nicht so, wie sie es dann wollte. Also vorher war ihr das gar nicht klar, dass sie es doch dichter haben will.

Das ist aber nicht so, die jeweiligen Männer haben eben oft ganz unbewusst die Beziehung nur sich bis zu einem für sie gewünschten Punkt entwickeln lassen.
Was die Frage nach Heirat und Zusammenziehen angeht, sehe ich das wie Du. Wenn man weiß, dass man das unbedingt will, kann man das vorher klären.
Aber ich finde, im Bereich der Gefühle, der gefühlten Nähe, die nicht mit "aufeinanderhocken" zu tun hat, sondern, wer der Mensch ist, dem man am meisten vertraut und der am ehesten für einen da ist, eine Entwicklung zu maximaler*) Dichte auch normal in einer Beziehung. Alles andere wäre doch, den anderen emotional nicht an sich ranzulassen.
*) Das wird immer noch individuell sein. Es gibt Menschen, die brauchen z.B. nicht mal, dass sich der Partner um sie kümmert, wenn sie krank sind. Aber solche Nähe-"Unbedürfnisse" kann man vorher nicht kommunizieren, finde ich, das prallt dann aufeinander, wenn sich das Problem ergibt, dass der eine viel autonomer ist und der andere viel auf den Partner gerichteter. Hier finde ich aber auch nichts falsch oder richtig, es ist eine Frage der Passung, nur eben nicht vorher gut kommunizierbar, wieviel ... ich sag mal: SEELISCHE Nähe man braucht.