• #1

Beziehung um jeden Preis?

Hallo liebe Community.

Nachdem ich die Frage gestellt habe ob er es ernst meint oder nicht komme ich nun mit einem neuen Problem zu euch.

Ich habe mich in den letzten Wochen in Geduld geübt und habe ihm die Zeit gegeben. Letztes Wochenende hab ich nun all meinen Mut zusammen genommen und ihn gefragt, wie es nun weitergeht und ob wir eine Beziehung führen oder nicht. Laut seiner Aussage führen wir eine Beziehung und er findet es toll so wie es läuft. Er nimmt sich gerne Zeit für mich und genießt diese auch.
Nur leider ist diese Zeit auf das Wochenende begrenzt. Auf meinen Vorschlag hin, sich auch ab und zu mal unter der Woche zu treffen, nach der Arbeit, erklärte er mir das es für ihn zu stressig sei und er sich lieber in Ruhe mit mir treffen möchte. Er habe viel zu tun um diverse altlasten aus seiner Vergangenheit, beruflich gesehen, aufzuarbeiten.
Er erzählte mir, daß er jeden Tag bei seiner Ex war, in der alten Beziehung, und er zu gar nichts mehr gekommen wäre.

Da wir nur etwa 20 Minuten Auto Fahrt zwischen uns haben finde ich es trotzdem sehr schade ihn nicht mal kurz unter der Woche zu sehen. Ich sehne mich nach ihm und das habe ich ihm auch gesagt. Für ihn vergeht die Zeit total schnell sagt er, Plopp schon sehen wir uns doch schon wieder.

Er hat seinen Eltern von mir erzählt und möchte nächstes Jahr mit mir in den Urlaub fahren. Möchte sich das noch gemeinsam mit mir anschauen und dieses Restaurant müssen wir auch mal gemeinsam besuchen.

Jetzt zu meiner Frage, soll ich ihm weiterhin die freie Zeit geben und mich einfach an den Wochenenden erfreuen, in der Hoffnung das er irgendwann mehr Zeit für mich hat oder soll ich ihn verlassen, da ich echt traurig bin und nach jemandem suchen der die gleichen Bedürfnisse hat wie ich.
Ich bin hin und her gerissen, ich hab ihn wirklich sehr lieb habe und so eine tiefe Verbundenheit hab ich auch noch nie für jemanden empfunden.

Vielen Dank schon mal.
 
  • #2
Also meine Meinung ist daß er dich einfach nur warm hält, würde mehr Interesse bestehen würde er sich anders verhalten.
 
  • #3
Mir wäre es ehrlich gesagt auch zu wenig. Jeden Tag muss es natürlich nicht sein. Das wäre mir auch zu stressig. Besonders nach einem anstrengenden Arbeitstag. Wenn man allerdings richtig ineinander verliebt ist will man sich doch öfters sehen.
 
  • #4
Hey liebe Tiredofwaiting,
ich würde noch etwas abwarten da ihr ja gerade fest zusammengekommen seit. Lass es sich etwas entwickeln und spreche ihn in ein paar Wochen nochmal darauf an, dass dir das wirklich viel bedeutet ihn öfter zu sehen. Wenn du deswegen wirklich traurig bist hat eure Beziehung natürlich so keinen Sinn. Wenn er riskiert dich zu verlieren wegen solch einer Kleinigkeit, war er es eh nicht wert. Habt erstmal eine tolle Zeit zusammen und macht die gemeinsame Zeit so schön wie möglich. Blockiere dir aber nicht immer deine Wochenenden für ihn sondern mach auch mal was mit deinen Freundinnen usw. Er wird dann schon Sehnsucht haben wenn du mal nicht zur Stelle bist und nur unter der Woche zeit hast ;) Bevor er dich dann gar nicht zu Gesicht bekommt. Er hat ja scheinbar nur Sorge um diese "Freiheit" die Männer ja so lieben. Er wird schon merken dass du ihm keine Freiheit stiehlst sondern eine Bereicherung bist. Die Zeit mit dir ist ein Geschenk, keine Bürde :)
Das wird schon
 
  • #5
soll ich ihm weiterhin die freie Zeit geben und mich einfach an den Wochenenden erfreuen, in der Hoffnung das er irgendwann mehr Zeit für mich hat oder soll ich ihn verlassen, da ich echt traurig bin und nach jemandem suchen der die gleichen Bedürfnisse hat wie ich.
Ja, erfreue Dich an den Wochenenden...
Aber nicht in der Annahme, dass er später mehr Zeit haben wird! Wenn er nicht jetzt, zu Beginn der Beziehung, mehr Zeit mit Dir verbringen mõchte, wann denn dann und warum überhaupt?
Unwahrscheinlich, dass es irgendwann mal eben mehr werden wird.
Später wird er das ein oder andere Wochenende noch alleine mit Freunden verbringen wollen... Vll nicht sehr häufig, aber es wird Dir aufstoßen.
Ich selbst kann werktags auch echt wenig mit solchen Kletten anfangen und kann ihn verstehen. Nicht mal in böser Absicht. Ab und zu vll mal spontan in der Woche treffen, aber eben nicht eingefordert.

Für ihn vergeht die Zeit total schnell sagt er, Plopp schon sehen wir uns doch schon wieder.
Ja, könnte von mir sein.
Außerdem findet er es toll, wie die Beziehung läuft.... warum ändern, wenn alles toll ist?

Ob Du ihn verlassen solltest, weiß ich nicht.
Ist Deine Verbundenheit so groß, dass Du damit leben kannst? Vor allem ohne ständig Forderungen zu stellen?
Dann lass es laufen.
Wirst Du es ständig zum Thema machen (davon gehe ich nach Deinem früheren Thread aus), dann lass es besser.

Ich käme mit Deinem einnehmenden Wesen wahrscheinlich nicht zurecht.

W, 46
 
  • #6
Das Forum kann Dir nicht sagen, ob Du Dich trennen sollst oder nicht. Es kann nur Denkanstöße liefern.
Beim Freiraum geben und lassen, habt ihr unterschiedliche Auffassungen, ihm reicht das Wochenende, also 1-2 die Woche, Du willst ihn viel mehr und öfters sehen, gern unter der Woche. Das häufige Telefonieren und Chatten in der Woche, bis zum Wochenende gibt Dir nicht die nötige Sicherheit und reicht für Dich nicht, für ihn ist alles bestens so wie es jetzt läuft. Und so läuft es zwischen Euch schon 11 Wochen. Er erzählt Dir aber, dass er genauso klammerndes Verhalten bei seiner Ex an den Tag gelegt hat, das glaube ich ihm einmal, so kann es jetzt wirklich sein, dass er viel aufzuarbeiten hat und wirklich Stress, dass seine Zeit verfliegt, um erstmal seine aufgelaufenen Rückstände abzuarbeiten, um dann mehr Zeit für Dich zu haben.
Zunächst einmal ändern wird sich das zwischen Euch erstmal nicht, eher mit der Zeit einspielen. Andererseits wenn erstmal die erste akute Verliebtheitsphase vorbei geht, denn für diesen Ausnahmezustand ist dauerhaft keiner gemacht, ich sage mal in weiteren 3 Monaten, tritt langsam die Gewöhnung an den Zustand - nur Wochenendbeziehung - ein. Dann bist Du nicht mehr so stark von deinen Gefühlen beherrscht und auch nicht mehr so stark auf ihn fixiert, sondern richtest Deinen Blick wieder auf die alltäglichen Dinge. Parallel entwickelt sich ein inneres Sicherheitsgefühl der Beziehung und ihn als Dein Partner. Nur die nächste Zeit wirst Du leiden, bis es sich (erträglich) normalisiert. Ich weiß nur nicht, ob Du ihm auch dann wirklich seinen Freiraum geben kannst, nicht im Sinne von Zeit geben, dass er sich oder sich der Zustand in Symbiose ändert, sondern, er Zeit für sich allein (zum Nachdenken und um seine eigenen Interessen nachzugehen) hat, und Du währenddessen selbst mit Deiner Zeit allein etwas sinnvolles anfangen kannst. Ich weiß nicht, wie Du von der Persönlichkeit her bist und was Du brauchst, in jedem Fall sehr viel Nähe, bist sehr familiär und zeigst klammerndes Verhalten, er -nach seine Aussage - ist auch der familiäre Typus; daher meine Empfehlung, lenke Dich die nächste Zeit so gut es geht ab und mache im Januar einen Realitäts-Check, wie Du Dich mit der Entwicklung und seiner Entscheidung für diese Wochenend-Beziehung fühlst, ob er, nachdem er seine Dinge geregelt hat, von sich aus auf dich zukommt, Nähe sucht und mehr Zeit verbringen will. Wenn eine tiefe Verbundenheit da ist, fühlst Du diese auch.
 
  • #7
Du wirst nichs anderes tun können, als zu akzeptieren, dass das ein freier Vogel ist, der sich bemüht, dich zumindest an Wochenenden zu sehen, wenn du mit ihm zusammen sein willst. Je mehr du Druck machst, desto mehr wirst du ihn in die Flucht schlagen. Von seiner Ex hatte er sich ja schon getrennt, weil diese den selben Fehler machte!

Habt ihr überhaupt Sex? Was tut ihr an Wochenenden? Ist da keine Lust auf Sex unter der Woche? Kannst du ihn nicht unter der Woche so heiß machen, dass er dich spontan sehen will?

Definitiv ist das zu wenig, um einen Alltag aufzubauen, und letztendlich sagt er dir damit auch, dass er dich nie heiraten und nie mit dir zusammenwohnen würde, demzufolge auch nie Kinder mit dir hätte.

Wenn du es nochmal versuchen willst, würde ich ihn jetzt auf die Probe stellen. Fordere ein, dass ihr euch Mittwochabend fürs Kino seht. Kauf einfach Tickets und überrasche ihn. Oder Montagabend hast du eine sexuelle Überraschung für ihn nach dem Wochenstart. Oder Donnerstag ein Candlelight Dinner vorbereitet. Lässt ihn das alles kalt? Will er das nichtmal probieren?
Sorry, dann ist an dir und deinem Körper und deiner Weiblichkeit kein Interesse da. Das Internet ist voller Porno, da kann Mann sich schnell zwischen Abendbrot und Fussballstunde einen runterholen, wenns ihn Dienstagabend drängt. Arbeit: 5 Minuten.

Bedenke auch, dass bald Weihnachten und Silvester kommt... und Valentinstag. Diese Tage wird er mit dir nicht feiern (außer es fällt gerade auf Samstagabend/Sonntagabend).

Für ihn vergeht die Zeit total schnell sagt er, Plopp schon sehen wir uns doch schon wieder.
Weil er sehr autonom ist und auch ohne dich kann.
Weil er viel mehr Ruhe möchte. Kaum hatte er Ruhe, muss er sich schon wieder mit dir treffen.
Wenn er Sex braucht: Porno.
Essen: Pizzadienst und Mutti
Unterhaltung: Chats, SMS


Mein Tipp wäre: Melde dich einfach nicht mehr unter der Woche (keine SMS, kein Chat, kein Facebook mehr). Sage einfach: "Also, bis nächsten Sonntag dann!" So dass er lernt, dich zu vermissen und sich fragt, was du unter der Woche so alleine tust. Wenn er sich trotzdem meldet, schreibe einfach nicht mehr zurück oder sage, du bist am Sonntag wieder zurück.

Unter der Woche meldest du dich dann an der Singlebörse an und lernst ein paar neue Männer kennen.

Und für die Zukunft:
Solltet ihr Sex haben, würde ich durchscheinen lassen, dass du in deinem Alter nicht mehr verhütest. Lass deine Sachen in seiner Wohnung stehen, niste dich bei ihm ein. Überlegt zusammen, wo dein Raum/Kinderbett sein könntet. Solche Männer muss man pushen. Von alleine wollen sie nichts und machen nichts mit einer Frau.
Und für den Mann ist es eh nicht zu schade. Keine Frau möchte den noch! Welche Frau will einen so trostlosen Mann, der sich nicht mal mit der eigenen Freundin unter der Woche treffen will? Darauf kann jede Frau verzichten. Also krieg ihn schnellstens unter die Haube, damit andere Frauen ihre Ruhe vor diesem komplizierten Typen haben.
 
  • #8
Hallo T.,
wenn du dich sonst glücklich mit ihm fühlst, dann akzeptiere seine Argumente. Schließlich macht er dir nichts vor und sein Verhalten ja auch ehrlich ist. Man kann und soll auch nicht jemanden zum irgendetwas, was er nicht möchte, zwingen. Vielleicht wird er irgendwann ebenfalls das Bedürfnis entwickeln dich mehr sehen wollen als bisher vielleicht auch nicht.
Bitte mach es dir klar was für dich wichtig ist. Wenn du tatsächlich viel mehr Nähe benötigst, und er das absolut nicht möchte, dann beende die Situation und such dir jemand anders.
Man kann andere nicht Menschen ändern. Man kann bestenfalls sich selbst ändern. Eine Beziehung soll unser Leben bereichern und nicht zu unsere Sorgen zusätzlich vergrößern.
Also liebe T sieh genau hin was du möchtest und handle danach
Viel Glück.
 
  • #9
Ich finde, du überbewertest das ganz schön. Er hat dir doch ein klares und positives Statement gegeben. Das klang doch alles ziemlich gut, was er dir als Antwort gegeben hat. Du kannst natürlich jetzt das große Fass aufmachen, und dich trennen, weil du ja so unglücklich bist, weil er nicht jeden Tag in deiner Wohnung mit dir hockt, aber eigentlich ist das nicht notwendig.

Ich sehe das genauso wie er, denn hallo, so eine Woche von Montag bis Freitag ist wahnsinnig schnell rum, manchmal stört das Wochenende regelrecht, weil man noch nicht fertig ist mit den Dingen, die man zu regeln hat, oder man kommt aus irgendwelchen Gründen zu nichts.

Ich meine, meistens hat man doch als erwachsener Mensch sein Tagwerk im Alltag zu verrichten, arbeiten zu gehen, manche -wie ich- studieren noch nebenbei, machen Weiterbildungen, müssen sich um Haushalt, einkaufen, Freunde und Fitness kümmern, haben Arzttermine, andere haben sogar noch Kinder, mit denen sie sich beschäftigen müssen/wollen, manchmal muss man auch mal alleine ausspannen können, also ich denke, wenn man normal ausgelastet ist, geht so eine Woche echt schnell rum.

Und dann kommt er ja schon wieder. Mich persönlich würde es eher stören, wenn ich diejenige wäre, die dauernd zu ihm gereist kommen müsste.
 
  • #10
Jetzt zu meiner Frage, soll ich ihm weiterhin die freie Zeit geben und mich einfach an den Wochenenden erfreuen,
Ja, wenn du ein obdachloser Hund bist, der sich über jeden freut, der ihn in Tierheim besucht. Sorry fürs Vergleich, aber dir ist nicht zu helfen. Im letzten Tread hat man dir geraten, den Mann in die Wüste zu schicken. Auf jeden Fall würden das die meisten Frauen machen. Das sind alles Frauen, die ERFAHRUNG haben. Die wissen, dass solche Männer nichts taugen und wie schlecht man sich fühlt, wenn das der Frau irgendwann mal bewusst wird. Lass es gut sein.
 
  • #11
Nein, keine Beziehung um jeden Preis. Für mich wäre der Preis in Deiner Beziehung allerdings für den Beginn in Ordnung. Du hast einen Partner, mit dem es erstmal offensichtlich gut läuft. Sich in Ruhe zu treffen und kennenzulernen finde ich vorteilhafter als gerade am Anfang Treffen "reinquetschen" zu müssen und mit Alltagsproblemen zu belasten. Aus meiner Sicht entwickelt sich eine Beziehung. Treffen pendeln sich dann irgendwann so ein, dass es für beide in Ordnung ist.
Den Vorschlag Deinerseits, in drei Wochen Mittwochs ins Theater oder Kabarett zu gehen, weil Du das Stück so toll findest, finde ich geschickter als das Rumgenörgel, dass er nur am Wochenende Zeit hat. Oder eben eine Eintrittskarte im Adventskalender...

Wenn Du allerdings unbedingt eine Beziehung brauchst, bei der man gleich am Anfang rund um die Uhr zusammen ist, dann bleibt Dir wohl nur, die jetzige zu beenden.
 
  • #12
Das funktioniert ha so zwischen euch von Anfang an nicht. Er meint sogar ihr hättet eine Beziehung, während du das erst erfragen musst, weil er die 20 Minuten nicht in der Woche fahren will. Ich denke mal er sagt das auch nur um dich warm und im Bett fürs WE zu halten. Oder auch weil er weiß, das er nicht sonderlich kompatibel ist und es in die Länge ziehen will, bis das klar ist. Ihm reicht das so. Dir aber eben nicht. Klar hat jeder viel zu tun, seine Hobbies etc. Aber wenn man sich da grundsätzlich nicht in de Woche mal freischaufeln will und wie ein Single weiterleben will, braucht man halt auch keine Beziehung. Man trifft sich nach meiner Erinnerung auch in der Woche nach der Arbeit sehr wohl in Ruhe. Da kannst du dir schon ein Bild machen was wäre, wenn ihr zusammenzieht. Das wird dann eien reine Wirtschaftsgemeinschaft in der man sich kaum in der für halbe GEZ und Miete in der WG trifft. Er geht ja auch sicher "in Ruhe" seinen Hobbies dann nach. Normal wäre man freut sich auf einander in der Anfangsphase und will so oft wie möglich zusammen sein. Den Eltern vorstellen? Nächstes Jahr in Urlaub? Klingt nach Plan vom Reißbrett. Die Eltern sind so interessant nicht, ihr seid nicht 16, da würde ich nicht viel drum geben, was er da vorhat. Vielleicht will er sogar die beschwichtigen, das er endlich mal mit was festem zu Potte kommt und dich präsentieren, damit er Ruhe hat, wer weiß, nur so eine Idee. So kannst du wahrscheinlich nicht glücklich werden. Da kann letztendlich viel hinter stecken. Ich hab auch schon gesehen, das jemand so seinen Drogenmissbrauch wie kiffen, sich mit Dosenbier hinterm PC vergraben, etc. kaschiert. Für manche ist das die wahre Abendbeschäftigung die Priorität hat. Da kommt man natürlich nicht so flott drauf, weil man es nicht mitbekommt und es ihnen auch nicht anmerkt. Mehr als einmal gesehen, auch einfach bei Bekannten udn Freunden, die auf einmal nicht merh raus wollen. Mit der Bahn wollen sie nicht fahren, trotz Parkplatzproblem und mit dem Auto geht dann nicht mehr. Oder er datet schlicht weiter. Auch das will man nicht unbedingt wahrhaben und glaubt es erst, wenn es zu spät ist. w52
 
  • #13
Muss er einiges aufarbeiten und bspw bis zum Jahresende noch verschiedene Aufgaben erfolgreich lösen ?
Für mich wäre entscheidend - Dauerzustand oder kurzfristige Angelegenheit.
Vielleicht fragst du auch falsch - versuche, langsam vorzugehen. 1 Tag in der Woche zum Essen ... wäre das ein Anfang ?
Ich kann ihn verstehen - er möchte nicht im Hamsterrad landen. Für mich ist es auch wichtig, dass meine Freundin nicht täglich da ist. So erhalte ich mir die Freude auf sie, wir vermeiden Leerlauf und Routine. So bleibt sie ein Geschenk des Lebens an mich. Frag ihn doch mal - vielleicht sieht er das ja ähnlich.
 
  • #14
Liebe FS,
also wenn der Partner im selben Ort und ein paar Autominuten entfernt lebt, wäre es für mich persönlich sehr befremdlich nur eine WE-Beziehung zu führen. Ich kann dich also gut verstehen.
Kommt man bei so essentiellen Themen wie z. B. Nähebedürfnis so gar nicht auf einen Nenner, halte ich es nicht für sinnvoll sich da durch zu quälen.
Denn du bist im Endeffekt diejenige, die den Kürzeren in dieser Konstellation zieht.
 
  • #15
Hallo liebe Fragestellerin,

Leider kann ich dir nur einen Tipp geben:
Verlasse ihn.
Sag ihm Klipp und klar, dass du dich nicht wohl fühlst bei euren seltenen Treffen und du einen Partner willst der ähnliche Bedürfnisse hat.
Ich hab mir deine anderen Beiträge durchgelesen...
.. letztendlich willst du schon immer mehr als er.
Die Frage ist wie alt bist du?
Willst du noch Familie?
Dann ist er der falsche Mann für dich.
Er wird jeden weiteren Schritt verzögern oder vermeiden.
Was bringt es dir wenn er dich irgendwann zwei Tage in der Woche sehen will aber nicht mit dir zusammen wohnen...kein Kind usw.
Für mich klingt es so als ob er nach der Beziehung zu deiner Vorgängerin noch gar nicht wirklich bereit für eine neue Beziehung war und ist.
Alleine sein will er aber auch nicht. Deshalb gibt es dich.
Doch wenn er sich richtig in eine andere verliebt, bist du raus aus dem Spiel.

Mach Schluss, ich war in einer ähnlichen Situation und hab es nie bereut.
War nach der Trennung fast erleichtert, weil dieses elebdige warten und hoffen endete.
 
  • #16
Tja die Sache mit dem Nähe-Distanz-Problem.
Ich kann den Typ zwar gut verstehen, aber hier zählt natürlich auch die langfristige Perspektive Eurer Beziehung.
Darüber schreibst Du auch nichts.

Du kommst wohl eindeutig mit einem LAT-Modell nicht gut klar, also suche Dir nicht Partner, die das LAT-Modell bevorzugen (wie dieser hier).
Sowas müssten beide wollen.
Du willst es aber nicht (Dir fehlt Nähe) , also sehe ich keine Chance für Euch. .
 
  • #17
Er ist halt so.
Ich gehöre auch zu denen die es sehr schnell nervt wenn man als Paar täglich aufeinander hockt.
Auch bin ich der Ansicht, dass Vertrauen und Gewohnheit wachsen muss. Nix unnatürlicher als täglich 24 Stunden aufeinander zu hocken mit jemand den man ja anfangs kaum kennt und dafür Altbewährtes wie Arbeit, Hobbys,Freunde oder Familie links liegen zu lassen.

Dein Freund zeigt sich offensichtlich verbindlich, zugewandt und ist dir treu und sieht Zukunft.

Mir würde das reichen.
Ob du zufrieden bist damit musst du entscheiden.

Ich habe im Lauf meines Lebens 2 Typen von Menschen bezogen auf dieses Thema kennengelernt:
Diejenigen, die schnell überreizt sind, eher sensibel, sehr das Alleine sein geniessen und sich dann um so mehr auf die treffen freuen, da dann auch sehr zugewandt und fokussiert sind aufs Gegenüber (zu denen gehoere ich)
Und die, die große Schwierigkeiten haben alleine was mit sich und ihrer Zeit anzufangen und den Partner in liebstens dauernd um sich haben.

Es muss halt passen.
Ich treffe mich mit meinem Freund Wochenends und 1-2 mal in der Woche.
 
  • #18
Liebe FS,
mir scheint, dass er nach dem Zuviel aus der letzten Beziehung (sich jeden Abend zu sehen ist ja mega übertrieben) nun das Gegenprogramm fährt. Vielleicht hat er aus der letzten Beziehung auch eine Mini-Bindungsangst mitgenommen. Er ist jedenfalls offensichtlich hoch zufrieden damit, wie es gerade ist (diese "Plopp-Aussage" zeigt es ja deutlich), und scheint ja keine Anstalten zu machen, dir entgegenzukommen, weil sein Bedürfnis einfach ein anderes ist.

Jedenfalls ist es aber doch so, dass DU dich mit "nur am Wochenende" nicht gutfühlst (ein bisschen bliebe für mich da auch der Zweifel, ob er wirklich jeden Abend mit der Arbeit beschäftigt ist ;-)), und das ist das Entscheidende. Besser wäre für dich ja ein Mann, der ein ähnliches Wiedersehens-/Nähebedürfnis hat. Und es ist ja nicht so, dass es die nicht gäbe.

Wichtig finde ich hier, dass du wirklich schaust, was für dich wichtig ist: Was sind deine Standards, wie oft möchtest du "deinen Mann" sehen, was mit ihm tun, wie nah/innig miteinander sein? Gib dich nicht mit dem zufrieden, was er dir an Aufmerksamkeit "hinwirft". Sag ganz klar, wie für dich eine Beziehung ist (weil sie sich jetzt für dich nicht wie eine anfühlt, hast du ihn ja überhaupt gefragt - aber idealerweise muss man sowas doch gar nicht fragen, sondern es ist klar, weil sich beide ganz deutlich aufeinander beziehen). Und dass du die Beziehung nach seinen Maßstäben so nicht möchtest (sei da klar und trenn dich dann auch konsequent).
Gib dich nicht mit weniger zufrieden, als dir wichtig ist, bleib bei dir und deinen Wünschen und Standards, und lass dich nicht von seinem "Ist doch alles klasse so, wie es ist" einlullen. Verschwende deine schöne Lebenszeit nicht mit ihm.

Alles Gute!
w56
 
  • #19
In meinen Augen bist du, liebe FS, dabei, eine sich sehr »gesund« anhörende Beziehung auf's Spiel zu setzen!
Dein Freund sagt dir deutlich, dass du ihm wichtig bist - das heißt aber nicht für alle Menschen, dass damit verbunden sein muss, dass man ständig zusammen hängt, symbiotisch sozusagen, (fast) alles gemeinsam plant und unternimmt. Zumal er dir ja erklärt hat, dass er (beruflich) einiges aufzuarbeiten hat und Zeit dafür braucht.

Falls du weiter drängelst und mehr Gemeinsamkeiten einforderst, könnte er dir irgendwann nachgeben, weil er deinem Druck nicht mehr standhält. Du wirst dann jubeln, er wird mit leiser Unzufriedenheit reagieren. Nicht sofort, aber so nach und nach. Es wird nicht lange dauern und er wird eine Entscheidung fällen: zwischen seiner Zuneigung zu dir und seinen Verpflichtungen im Job. Vielleicht auch wegen der kleinen Ruhemomente, die wir alle brauchen.

Warum genießt du nicht die gemeinsamen Wochenenden, die ihr miteinander habt? Sobald er merkt, dass er sich für sein Fernbleiben unter der Woche nicht mehr rechtfertigen muss, wird er vielleicht ganz sachte mal den einen oder anderen Abend für eine Unternehmung mit dir freischaufeln? Dabei kann er ausprobieren, ob er sein Arbeitspensum trotzdem schafft und er damit keine neue Baustelle aufreißt.

Denn eines ist sicher: nur die freiwillig miteinander verbrachte Zeit hat Zukunft! Herausgeholte Zeit, auf Druck oder aufgrund sonstiger Forderungen, die kippt irgendwann - und dann bist du einen liebevollen und dir zugewandten Mann ganz schnell wieder los.
Ich würde mir das sehr überlegen! (und er wird es dir danken!)
 
  • #20
Wenn das Nähe-Distanz-Bedürfnis jetzt schon so fest auseinander driftet, wie wird das wohl in Zukunft sein?

Meine Meinung: Passt nicht!
 
  • #21
Ich käme mit Deinem einnehmenden Wesen wahrscheinlich nicht zurecht.
Was hat das mit einnehmendem Wesen zu tun, wenn man den Partner, den man gern hat, öfter als ein paar Stunden am Wochenende sehen möchte???

Wie soll man denn sonst eine Verbindung aufbauen?

Ich hatte einen ähnlichen Fall. Ich war 3 Monate mit jemandem zusammen und wir haben uns immer nur von Samstagnachmittag bis Sonntag früher Abend gesehen (oft nicht mal die gesamte Zeit), obwohl wir 25 Minuten entfernt gewohnt haben.

Ich habe ihn dann nach 3 Monaten echt lieb darum gebeten, ob wir uns zumindest auch mal 1x unter der Woche sehen könnten, um gemeinsam Abend zu essen oder was auch immer, weil ich ihn vermisse. Ich habe auch gar nicht erwartet, dass er über Nacht bleibt.

Seine Reaktion war, dass er es beendet hat, weil er sich unter Druck gesetzt gefühlt hat... Sorry, wenn ich jemandem wichtig bin, möchte ich auch etwas Zeit gemeinsam verbringen, zumal ich ja nicht gefordert habe, dass wir uns jeden Tag treffen. Um Gottes Willen!

Aber immer nur am Wochenende ist mir definitiv zu wenig, wenn ich eine Beziehung aufbauen möchte!

W 54
 
  • #22
Er habe viel zu tun um diverse altlasten aus seiner Vergangenheit, beruflich gesehen, aufzuarbeiten.
Er erzählte mir, daß er jeden Tag bei seiner Ex war, in der alten Beziehung, und er zu gar nichts mehr gekommen wäre.
Da hängen noch alte unverarbeitete Geschichten an ihm, wie lange ist er von seiner Ex weg?
Da wir nur etwa 20 Minuten Auto Fahrt zwischen uns haben finde ich es trotzdem sehr schade ihn nicht mal kurz unter der Woche zu sehen. Ich sehne mich nach ihm und das habe ich ihm auch gesagt. Für ihn vergeht die Zeit total schnell sagt er, Plopp schon sehen wir uns doch schon wieder.
Ihr habt unterschiedliche Nähe/ Distanzbedürfnisse, 20 Minuten ist ein Klax, da lässt sich auch nichts daran ändern, auch würde er in derselben Straße wohnen, wäre es nicht anders!
Jetzt zu meiner Frage, soll ich ihm weiterhin die freie Zeit geben und mich einfach an den Wochenenden erfreuen, in der Hoffnung das er irgendwann mehr Zeit für mich hat oder soll ich ihn verlassen, da ich echt traurig bin und nach jemandem suchen der die gleichen Bedürfnisse hat wie ich.
Ich bin hin und her gerissen, ich hab ihn wirklich sehr lieb habe und so eine tiefe Verbundenheit hab ich auch noch nie für jemanden empfunden.
Du kannst ihm gerne die freie Zeit geben, ich glaube nicht, dass sich irgendwann etwas positives für dich ändern wird, du hast ihn wirklich sehr lieb, hätte er dich genau so lieb, er würde dir nicht sagen, er habe viel zu tun, ein verliebter Mann sagt das nicht! Wenn es für dich nicht stimmig ist, solltest du handeln, sicher werden dir hier Leute sagen, sei froh wie es ist, das hilft dir aber wenig, du wirst immer traurig bleiben!
 
  • #23
Und für den Mann ist es eh nicht zu schade. Keine Frau möchte den noch! Welche Frau will einen so trostlosen Mann, der sich nicht mal mit der eigenen Freundin unter der Woche treffen will? Darauf kann jede Frau verzichten.
Ähm.. Nee?!
Keine Verallgemeinerungen. Ich würde den nehmen - wenn er etwas älter wäre.

Er ist nur für die FS nicht geeignet.
Sie wird zunehmend in der Beziehung leiden. Und für Kompromisse bei extrem unterschiedlichem Nähe-/Distanzbedürfnis von Beginn an sehe ich - zumindest in diesem Fall - auch schwarz.
 
  • #24
Das musst Du mit Dir selbst ausmachen.
Wie Du es hier darstellst, kommt aber jedes Mal von Dir ein Schüppchen oben drauf.
Warum nicht alles in einem klären?

Ich persönlich mag es nicht so gerne, wenn einer "alles bestimmt", ich also gezwungen bin vom Partner eingeteilt zu werden.
Mir persönlich ist das Wochenende sowieso lieber und abgekämpft nach dem Stau, fehlt so schnell keiner abends auf meiner Couch.

Vielleicht tue ich deshalb etwas, was für mich normal ist, ich schlag was vor, nehme mir was vor.
Und das nicht extra oder bösartig
Deshalb kommt von mir einfach: Wetter schön! Lust/Zeit auf Biergarten und Co?

Wenn das nie klappt, dann frag ich mal nach.

Jetzt bei Dir wäre so schnell eine neue Diskussion, mir etwas zuviel.
 
  • #25
Was hat das mit einnehmendem Wesen zu tun, wenn man den Partner, den man gern hat, öfter als ein paar Stunden am Wochenende sehen möchte???
Sie versucht etwas einzufordern, was er (noch?) nicht herausgeben möchte?!
Er sollte doch selbst das Bedürfnis verspüren.

In der ersten Fragestellung, als sie noch in der Anbahnung waren, hat sie geschrieben "Manchmal schreibe ich ihn an und erhalte erst einen Tag später die Antwort oder auch erst auf Nachfrage. Wenn ich ihn anrufe, geht er nicht ran, hat geschlafen oder so, deshalb frage ich vorher an, ob wir telefonieren könnten."
Nun kann sie sich immerhin schon mal freuen, dass es inzwischen zu einer "Beziehung" gekommen ist.
Definition wohl noch offen.

Ich hatte einen ähnlichen Fall. Ich war 3 Monate mit jemandem zusammen und
Den hatte ich auch. Vier Jahre mit jemandem, der nicht verstehen konnte/wollte, was auch immer, dass ich nicht mit ihm zusammenziehen werde.
Schon mal in der Woche spontan sehen - eben wenn es sich so ergibt - ist für mich auch ok. Auf Grund verschiedener Arbeitszeiten hatte ich ihm daher einen Hausschlüssel gegeben, falls er nach der Arbeit mal reinschneit. Was soll ich sagen... hier hat es dann fast täglich geschneit. Es mag Leute geben, die das abkönnen. Ich nicht.
 
  • #26
Es gibt halt Menschen die sind loyal und verbindlich in einer Beziehung. Sie wollen aber sich nicht durch einen täglich gemeinsamen Alltag einengen lassen. Sie vermeiden auch so Alltagskonflikte die zermürbend sein können.

Entweder das passt für den Partner oder nicht. Ggf. sind auch Kompromisse möglich. Wenn beides nicht geht und man sich so sehr verbiegt, dass man sich in einer "Beziehung um jeden Preis" wähnt ist eine Trennung besser.

Ich wurde gefragt ob wir zusammen ziehen, gleichzeitig würden dieses Zusammenziehen an Konditonen geknüpft die mir nicht zusagen. Quasi eine Art ländlich getrenntes Zusammenleben ist der Wunsch. Ideal zwei getrennte Doppelhaushälften o.ä.

Diese Idee empfinde ich gleichermaßen kreativ, Ressourcen-Vergeudend und ängstlich. Kreativ erörterte ich nicht. Ressourcen-Vergeudung sehe ich, weil man mit einem solchen Zusammenleben weder Geld noch Hausarbeit spart. Ängstlich weil man zwar sich den Anderen dadurch sichern will, andererseits jederzeit eine vollständige Rückzugsmöglichkeit erhalten will. Dafür brauch ich nicht "zusammen ziehen".

Ich mag auch mehr Nähe als sich nur an fast jedem WE sehen (dies aber keineswegs jeden WE Tag). Andererseits ist es für mich ok wenn man sich weniger sieht. Ich würde es aber als Strange empfinden wenn beide nebenan jeweils in einer eigenen Küche das Mittagessen zubereiten würden. Wenn beide einige km voneinander entfernt wohnen ist das für mich aber keinen Gedanken wert.

Ich denke aber, dass diese Idee vom getrennten Zusammenziehen sowieso nur so eine Art Testballon war und mein Nein nicht nur widerspruchslos sondern auch erleichtert aufgenommen wurde.

Die eigentliche Idee war vielleicht, dass Paare grundsätzlich zusammen ziehen. Quasi ein Bedürfnis dem Standard und anderen Meinungen zu genügen. "Äusserlich gemeinsamer Alltag um jeden Preis" bringt es aber auch nicht.

Man sieht sich dann besser nur wenn es für beide gleichermaßen passt und bleibt ansonsten da wo es für einen selbst passt.
 
  • #27
Ich (49) kann ihn verstehen, er sagt auch genau das, was ich gedacht habe: Man kam zu kaum was bzw. nichts in einer Beziehung, in der man sich jeden Tag sieht (aber nicht zusammenwohnt - das ist noch mal ein Extrakapitel. Und selbst da kann es Probleme geben).

Der springende Punkt ist aber: DU stellst gerade Deine Bedürfnisse total zurück. Eure Beziehung ist so, wie ER es gut findet, nicht, wie DU es gut findest.

Für ihn vergeht die Zeit total schnell sagt er, Plopp schon sehen wir uns doch schon wieder.
Ich glaube, als ich 38 war, hätte ich es genauso gesehen wie Du. Mit Ü40 sehe ich es wie er. Du konzentrierst Dich noch auf Deinen Beziehungswunsch und die Beziehung, er hat nach seiner Exbeziehung entdeckt, dass er Beziehungen nicht mehr als das Wichtigste in seinem Leben sehen will.

Also unterm Strich sieht es für mich so aus:
Entweder Du gibst ihm jetzt noch etwas Zeit (mal sehen, wie er Weihnachten so drauf ist) und sagst absolut nichts mehr dazu, denn je mehr Du Dich wie Sauerbier anbietest, umso weniger wird er Zeit mit Dir verbringen wollen, weil Dich nie vermisst und damit nie selbst Freiräume für Dich schaffen muss, dass er Dich überhaupt zu Gesicht bekommt. Das machst Du derzeit, indem Du Dir die WEs freihältst. Oder würdest Du mit Deinen Freundinnen dann was unternehmen?
Oder Du beendest das.
Oder Du beginnst Manipulationen. Z.B Dich unter der Woche nicht mehr melden, dass er EVENTUELL denkt, er müsste sich mal mehr ins Zeug legen für Dich.

Du bist immer schon da, wenn vielleicht mal der Gedanke aufkommen könnte, ob Du Zeit hast. Natürlich hast Du. Immer. Das entwertet leider die Leute, denn man beginnt zu denken "ach, den kann ich auch noch morgen haben".

Aber: Das ist alles Mist dafür, wenn Du wirklich eine Beziehungsanbahnung mit allem Drum und Dran haben willst. Wenn man erst anfangen muss zu taktieren, um EVENTUELL mal das zu kriegen, was man gern hätte, finde ich das ganze Ding zu heikel wegen Zeitverschwendung. Denn es ist nicht raus, dass Du jemals die Beziehung haben wirst, die Du gern hättest.
 
  • #28
Ich denke, in vielen Beziehungen gibt es immer einen, der die Beziehung MEHR will als der andere. Der MEHR Zeit will usw.. Es ist einfacher, wenn man der andere ist. Der kann man aber nur sein, wenn man nie merkt, dass der Mehr-Woller auch weg sein könnte.

Die Sache hat aber auch einen Haken. Wenn der Weniger-Woller sich dann mal etwas angestrengt hat, damit der Mehr-Woller nicht weg ist, und alles ganz nett verläuft, verfällt alles wieder ins Alte. Der Mehr-Woller zieht wieder, der andere denkt "jetzt reicht mir das aber, ich komm schon wieder nicht zu dem, was ich will".
Also man muss sich wirklich ändern. Z.B. an Deiner Stelle, Dich nicht mehr so sehr auf Beziehung und Mann zu konzentrieren. Aber es kommt mE von innen heraus, dass man merkt, dass Beziehungen längst nicht all das im Leben erfüllen, was man will, und keine Kinder u/o Heirat mehr als lebenswichtig ansieht. Eben wenn man so tickt wie er: In Beziehungen kommt man zu nichts Eigenem, wenn man sich zu oft sieht und kuschelt, zusammen kocht, isst, schläft, weggeht ...
Mit Partner zusammen ist meist kein Hobbymachen dabei und schon gar keine Arbeitsdinge, die man erledigen will. Das braucht der Mensch aber auch, und der Mensch Ü40 räumt dem meist mehr Platz ein als früher.
Was anderes sind Paare, die ewig zusammen sind und ihren Kram auch noch machen können, obwohl sie einen Partner haben. Wenn der einst mal mehr wollte, hat er den Frust runtergeschluckt, dass er nicht mehr bekommt, und gibt sich mit dem zufrieden, was der Weniger-Woller ihm geben will.

Ich kenne viele solcher Paare: Er fährt mit der Partnerin nach Hause, obwohl er noch auf ner Party bleiben will. Er geht am WE mal mit ihr weg, obwohl er am Auto basteln will. SIE wartet hungrig darauf, dass er Abendessen essen will, weil er zu einer anderen Zeit essen möchte. SIE kocht gesund, weil sie sich um seine Gesundheit sorgt, und hat dadurch mehr Arbeit mit dem frischen Gemüse. Er macht einen Tanzkurs mit ihr, obwohl er keinen Bock drauf hat. Sie kümmert sich um seine alten Eltern viel eher, als andersrum. Usw. usf..

Es sieht so aus, als würde der Mann dauernd Zugeständnisse machen für die Partnerin. Aber was stellt er sich eigentlich unter einer Partnerschaft vor? Leben wie bei Mutti, aber ab und zu Sex? Und was ist mit der Frau? Ist das alles ihr Hobby oder kann man sagen "Selbst schuld, wenn du deine Beziehung so wichtig nimmst"?
 
  • #29
Ich wurde gefragt ob wir zusammen ziehen, gleichzeitig würden dieses Zusammenziehen an Konditonen geknüpft die mir nicht zusagen. Quasi eine Art ländlich getrenntes Zusammenleben ist der Wunsch. Ideal zwei getrennte Doppelhaushälften o.ä.
Das finde ich wirklich ideal! Wenn es denn von beiden Seiten entsprechend gelebt wird.
Allesdings bringt es nichts, wenn einer von beiden trotzdem klammert, bis zum Schlafengehen nebenan hockt oder womöglich auf die Uhr schaut, wann der andere heimgekommen ist.
Jedenfalls ein Modell, das ich mit bester Freundin schon durchgegangen bin.
Sollten wir bis ins höhere Alter nicht mehr an den Mann kommen, werden wir heiraten und LAT-nebenan leben und aufeinander aufpassen.

Mir geben hier immer wieder einige Antworten zum Thema sehr zu denken.
Neben dem Zusammenwohnen scheint ja häufiges Sehen für viele der Ausdruck von Verbindlichkeit zu sein.
... dann will er keine Beziehung
... dann liebt er Dich nicht
... kannste gleich alleine bleiben
Sprich - er will Dich dann nicht.
Wenn das Nähe-/Distanzbedürfnis nicht übereinstimmt, dann ist das sicher eine schlechte Grundlage, weil einer von beiden praktisch den Kürzeren ziehen wird. Hoffnungslos, wenn beide auf ihrer Lebensweise bestehen bleiben.

Allerdings wird mir ein Eindruck vermittelt, als "hätten wir se nicht mehr alle" mit einem eher größeren Distanzbedürfnis.
Komme mir ja teilweise wie nicht liebensfähiger Ausschuß vor.
Es ist auch nicht immer nur die Bequemlichkeit, bei mir ist es Gewohnheit, weil ich einige Jahre arbeitsbedingt trotz Ehe immer wieder alleine mit Kind war.

Deshalb ist Beziehung für mich nicht unverbindlicher, nur weil ich den Partner nicht ständig sehe!
 
  • #30
Liebe Tiredofwaiting,

ich war in einer ähnlichen Zwickmühle wie du. Mir waren unsere Wochenenden (trotz Verbindlichkeit seinerseits) anfangs zu wenig.
Es war tatsächlich dann ein "Aushandeln" am Anfang der Beziehung.
Ich habe einerseits für mich erkannt, dass es bei mir nicht unbedingt das "mehr Sehen" ist, was ich brauchte, sondern mehr Verbindlichkeit in der Planung; also zu wissen, wann ich ihn sehe. Ich habe ihm dann erklärt, wie wichtig das für mich ist, und er hat es verstanden und sich bemüht, sich (kurz- bis mittelfristig) festzulegen.
Ich habe meine Verlustängste (die nichts mit ihm zu tun hatten) mit mir (und meinen Freundinnen..) ausgemacht.
Ich habe dann auch immer wieder Vorschläge für gemeinsame Unternehmungen gemacht, die er mal angenommen hat, mal nicht.
Aber so konnten wir uns beide annähern, und derzeit ist es tatsächlich ein Wechselspiel, bei dem mal er - mal ich was vorschlage (neben den festen Wochenenden).
Manchmal braucht es Geduld, um dem anderen und sich selbt die Möglichkeit zu geben, sich freiwillig (!) anzunähern.
Wenn du allerdings dauerhaft unglücklich mit der Situation bist, würde ich offen mit ihm reden, und mich evtl. trennen... so schwer das sein mag.
Alles Gute euch!