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  • #1

Betonbauer und Kunsthistorikerin - Kann das gut gehen?

Kann das gehen?

Ich bin w39, habe einen ähnlichen Beruf und bekomme häufig Anfragen von Männern aus dem Arbeitermilieu. Ich meine es nicht abwertend, aber wie kann das funktionieren in einer Beziehung, da ich meine Interessen eben auch mit "nach Hause bringe"?
 
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  • #2
Kann das gehen?

Ich bin w39, habe einen ähnlichen Beruf und bekomme häufig Anfragen von Männern aus dem Arbeitermilieu.

Liebe FS, die Antwort wirst du dir schon selbst geben müssen, teste es einfach aus. Du willst ja keinen Beruf "heiraten", sondern einen Mann. Was ist denn ein "ähnlicher" Beruf zur Kunsthistorikerin, Mitarbeiterin in einer Galerie?
Ich, mit oben genannter Berufsbezeichnung, bekomme keine Anfragen von "Betonbauern", nicht mal Anfragen von Bankern scheinen da drin zu sein. Orchideenfach kombiniert mit handfester Bautätigkeit gibt doch eine einzigartige Mischung. Probieren geht über studieren!
w
 
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  • #3
Bist du optisch so abtörnend, dass du keine Anfragen aus einer höheren Preisklasse bekommst? Schon merkwürdig. Gibt doch genug Akademiker, die stehen auf solche brotlosen Künstlerinnen. Wenn man als Arzt, Anwalt etc. selbst genug Kohle reinschafft, hat man doch wenigstens ein Frau zum Renommieren ("meine Frau, die Galeristin").

Ob der Betonbauer, der wahrscheinlich im Leben noch nie was von Kandinsky, Monet oder Marc gehört hat, das zu würdigen weiß, bezweifle ich mal...

Allerdings sind die Männer aus diesem Milieu ja meist gut gebaut - vielleicht reicht dir das ja aus?
 
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  • #4
Ich meine es nicht abwertend, aber wie kann das funktionieren in einer Beziehung, da ich meine Interessen eben auch mit "nach Hause bringe"?

Gegenfrage:
Wärest Du denn im Gegenzug bereit, Dich für so "profane" Dinge - wie Probleme auf einer Baustelle - zu interessieren (die ein potentieller Partner auch gerne "mit nach Hause bringen" möchte)?
 
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  • #5
Niemand will in seinem Bett und Heim eine Kunsthistorikerin, die daheim nicht abschalten kann. Merkst du nicht, dass der Fehler auch bei dir liegen könnte? Ein "gehobenerer" Mann weiss vermutlich schon um das Problem bescheid. Sei doch daher lieber froh, dass du so viele Anfragen von Männern bekommst, die scheinbar vorurteilfrei mit dir umgehen können.
 
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  • #6
Die Frage ist dann doch: Wenn man am Sonntagmorgen am Frühstücktisch sitzt, über was spricht man dann?

Eine Beziehung, die nicht auf "Augenhöhe" ist, kann ich mir persönlich nicht vorstellen.

Mal abgesehen davon, wird der Betonbauer nicht glücklich. Ich weiß jetzt nicht, in welchem Bereich die FS arbeitet - Kunstgeschichte ist ein weites Feld. Nehmen wir mal an, sie besitzt bzw. arbeitet für eine Galerie, dann kann ich mir schwer vorstellen, dass der Betonbauer in der Lage ist, auf einer Vernisage o.ä. Small-Talk zu fühen, gegenüber von Ärzten, Anwälten, Managern usw.
 
  • #7
Liebe FS,
Die berufliche Konstellation der Partner in Beziehungsfragen sollte zweitrangig sein.
Du solltest auf überdurchschnittliche Allgemeinbildung und auf die privaten Umgangsformen
deines Freundes achten ( die Verhaltensweisen der Baustelle sollte er dort lassen ).
Wie ein Gast schon treffend bemerkte, solltest du dein Interesse an deinem Beruf
in homöopathischen Dosen deinem angebeteten verabreichen.
Dass es keine dicke Kohle geben wird ist ja wohl hoffentlich im Vorfeld geklärt und akzeptiert.
Wenn die Liebe stark genug ist, habt ihr lediglich ein Luxusproblem. M 50.
 
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  • #8
Das kommt auf dich an, ich würde eher zu nein tendieren oder hast du schon mal eine funktionierende Beziehung zwischen Arzt oder Jurist mit einer Verkäuferin vom Supermarkt gesehen, ich nicht. Vielleicht wird dad dann kulturell auf der Baustelle, wer weiß und längerfristig historisch mit dem Beton, der wird ja auch mal fest, die Mischung macht's eben, geh mal lieber ins Museum, Madame
 
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  • #9
Bist du optisch so abtörnend, dass du keine Anfragen aus einer höheren Preisklasse bekommst? Schon merkwürdig. Gibt doch genug Akademiker, die stehen auf solche brotlosen Künstlerinnen. Wenn man als Arzt, Anwalt etc. selbst genug Kohle reinschafft, hat man doch wenigstens ein Frau zum Renommieren ("meine Frau, die Galeristin").

Die meisten Akademiker werden wohl wissen, dass sie Frauen mit einem solchen Beruf dann finanzieren müssen. Der Arbeiter ist vielleicht ersteinmal fasziniert und denkt noch garnicht daran, dass die Frau kein Geld verdient. Es sollte doch jedem klar sein, dass eine Kunsthistorikerin zu den am schlechtesten bezahlten Berufen zählt. Selbst eine Kassiererin bei Aldi ist dagegen eine Gutverdienerin. Gerade ein gutverdienender Arzt oder Anwalt wird sich da eine Ehe sehr gut überlegen.
 
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  • #10
Na ja, wenigstens kann dann der "Mann aus dem Arbeitermilieu" genug Geld verdienen, um Dein Hobby zu finanzieren. Ich bin gerade in Scheidung von einer Heilpraktikerin, auch so eine "brotlose Kunst".
Akademiker, die Wert auf eine Partnerin legen, die "gebildet" oder "auf Augenhöhe", "auf eigenen Füßen stehend" oder was auch immer ist, haben vermutlich eher Probleme mit einer Kunsthistorikerin (wahlweise eine andere Ausbildung, die ein Hobby zum Beruf macht, aber rein gar nichts einbringt) als jemand, der ein bodenständiges Handwerk gelernt hat und sich vielleicht einfach für Kunst interessiert. Beim deutschen Scheidungsrecht kann das nämlich ziemlich teuer werden, wenn es schiefgeht.
Vielleicht finden sich gutsituierte Akademiker, bei denen sowieso genug Geld herumliegt, um eine Frau zu finanzieren, die eher ein bequemes Leben haben möchte, um sich mit Kunst, Musik oder anderen Hobbies zu beschäftigen?

m, 48
 
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  • #11
Es hängt davon ab, was Du willst. Willst Du einen Mann im Bett, kann es mit dem Betonbauer gut laufen, besser als mit einem Bankerm der wegen Stress schon mit Mitte 30 Potenzstörungen hat.

Hast Du einen gut bezahlten Job und willst mit Deinem Partner auch noch reden, dürfte es schwer werden.

w, Ing, hat es mit einem technischen Zeichner versucht und ist an den Kommunikationsproblemen gescheitert.
 
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  • #12
Ich sage immer: Wo die Liebe halt hinfällt.

Wenn man wirklich liebt, geht alles - auch Klassen- und Altersunterschiede.
Kann aber auch sein, dass ich mir einfach nur meinen Sinn für Romantik bewahrt habe - mit über 40 Jahren ...
 
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  • #13
#4
Wie kommst du denn darauf ? Hat dich mal eine Hübsch so richtig auflaufen lassen ?
Tja, die sind ganz schön versiert in Vielem, die Kunsthistorikerinnen. Sehen auch super aus. Wir Juristen sind immer rübergegangen und haben uns die Kunsthistorikermädchen klargemacht. Die fuhren am Wochenende nach Paris, Amsterdam und Florenz. Die Juristinnen waren dagegen doch ziemlich bieder.
Sind übrigens keine Künstlerinnen, die Damen ! Und keine Kunstlehrerinnen. Sie haben sehr unterschiedliche Berufe, denn Kunstgeschichte ist kein IHK-Diplom.
 
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  • #14
Gast 5

.Smalltalk mit Arzt, Architekt, Anwalt ist genauso Oberfläche wie Smalltalk mit Maurer, Tischler, Betonbauer.....die erste Gruppe, kann sich oft mittels Narzissmus oder verwanden Persönlichkeitsstörungen gut verkaufen, die zweite Gruppe ist ehrlich und charaktertransparent.

Sonntagmorgengespräche haben den Sex der vergangenen Nacht, den Inhalt der Morgenzeitung, das Tagestiming inne,...aber nie und ausschließlich, den Beruf des Partners.
Wenn ich liebe, interessiere ich mich offen, für die Tätigkeit des Anderen,..bin neugierig, hinterfrage.
Benutze ich nur das Statussymbol, ist mir gleichgültig, was der Andere tagsüber macht.

FS...wer solche Dinge überhaupt hinterfragt, hat ein Problem mit sich selbst. Löse dies, bevor du Männer, die dir offen gegenüber treten, doch deinem Anspruch nicht erfüllen....selbst charakterlich nicht ebenbürtig sein kannst.

M46, Internist, 15 Jahre verheiratet mit einer Floristin,..immer auf Augenhöhe
 
  • #15
ich würde auch sagen, eher nicht.
die interessen und auch das niveau sind unterschiedlich.
ich hatte einmal eine cheffin, die war mit einem karosseriebauer verheiratet. er ist auf einfach dann stehengeblieben, konnte sich nicht weiterbilden. sie hatte aber eine fh ausbildung und hat dann im berufsleben viel erfolg gehabt. er konnte nicht mehr mithalten.
schließlich hat sie sich in eine führungskraft verliebt, die interessen der beiden trafen sich hier besser.
man muß es wohl selbst entscheiden. liebe mag das am anfang schon sein, aber wenn das niveau
eben sich verändert.
ich weiß es nicht?
lg e
 
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  • #16
Liebes Forum, die FS - die keine Kunsthistorikerin ist - hat eine ABSTRAKTE Frage gestellt. Es geht ihr nicht um eine Anfrage eines bestimmten Betonbauers sondern um die Anfrage des Betonbauers an sich.


Erstens - das Geld. Er hat einen Beruf, in dem er gutes Geld verdient, in dem er manchmal Überstunden machen muss. Sie hat einen brotlosen Beruf. Da ist schon ein Stein am rollen, der die Beziehung zerstören kann. Welcher Mann will schon eine Frau ein Leben lang durchfüttern.

Zweitens- das Studium Kunsthistorikerin und ähnliche Sachen sagt nichts aber auch gar nicht aus über die intellektuellen Fähigkeiten der FS. Ich - selbst Akademikerin allerdings nicht in einen Laber-Laber Fach - kenne reihenweise Akademiker - m und w - die nichts in der Birne haben salopp gesagt. Ist die Kunsthistorikerin fähig sich über Bindungsfähigkeit von Beton unter Wasser, Steigung einer Schraube, Tragfähigkeit einer Decke usw. zu unterhalten ? Ist die Kunsthistorikerin fähig, sich über Biologie - Physik - Politik - Kochen - Gartenbau - zu unterhalten ? Oder lebt sie nur in ihrem Kleinbiotop - in genau diesem Kleinbiotop, in dem in der Gegenwart etliche Superfachleute Fälschungen von Bildern nicht erkannt haben, in diesem Kleinbiotop, in dem in der Gegenwart etliche Superfachleute die normalen professionelen Standards des eigenen Gewerbe nicht beherrschen und deshalb Fälschungen gar nicht erkennen ? In dem Kunstausstellungsführerinnen reihenweise nicht fähig sind die Handwerksleistung auf einem Bild ( wie schaft Turner Tiefe )? und ähnliches zu erklären, nicht sehen, dass die gemalte Szene physikalisch nicht möglich ist, (die Frauen im Vordergrund würden von dem weisglühenden Eisen verbrannt werden )- aber mit einem Pathos und einer Einbildung ihre Führungen machen, dass man sich nur lachend über soviel Dummheit wegwerfen kann ?!
Die dritte - berufsunabhänige Frage ist, ob in der von der FS angenommenen abstrakten Fragestellung ein gemeinsames Hobby existiert oder nicht. Reisen beide gerne oder wollen beide jedes Jahr Urlaub am Strand machen ? Interessieren sich beide für Architektur - Technik - Städtebau oder beide nicht ? Sind beide FC-Bayern Fans oder für braun-weiss?
W 55
 
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  • #17
Erstmal hat die FS geschrieben, sie habe einen „ähnlichen Beruf“ wie eine Kunsthistorikerin: was immer für ein Beruf das sein mag? Lehrerin, Bildverkäuferin?
Darauf wird gar nicht eingegangen. Vielleicht wollte die FS ja auch nur mal wieder die gängigen Vorurteile über weibliche KuHis in Erinnerung rufen.

[mod]

w, mit einem gut verdienenden! Künstler verheiratet. Ich kenne aber auch ein Paar, wo eine KuHi einen „armen Poeten“ mit durchschleppt.

Aber das Gesprächsniveau „auf Augenhöhe“ ist hier gewahrt.
 
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  • #18
[mod]

@FS: Ja, ich denke es wird Schwierigkeiten geben, wenn die Interessen sehr unterschiedlich sind und das würde ich bei so unterschiedlichen Berufen (wie die von Dir erwähnten) voraussetzen. Es muß schon ein großer Zufall sein, daß ein Arbeiter ein heimliches Faible für die Kunst hat.

Die Tatsache, daß Du solche Zuschriften bekommst, zeigt aus meiner Sicht einfach, wie wenig Männer die Profile lesen. Ich hatte zu meiner Online-Dating-Zeit auch unglaubliche Zuschriften, wo ganz klar an Text und Orthographie schon zu erkennen war, daß es nicht passt. Die Männer waren immer überzeugt, daß ich als Partnerin in Betracht komme. Irgendwann habe ich noch nicht mal mehr individuell geantwortet, sondern offensichtlich unpassende Anfragen einfach gelöscht.

Dir viel Glück!
 
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  • #19
Bist du optisch so abtörnend, dass du keine Anfragen aus einer höheren Preisklasse bekommst? Schon merkwürdig. Gibt doch genug Akademiker, die stehen auf solche brotlosen Künstlerinnen. Wenn man als Arzt, Anwalt etc. selbst genug Kohle reinschafft, hat man doch wenigstens ein Frau zum Renommieren ("meine Frau, die Galeristin").

Ob der Betonbauer, der wahrscheinlich im Leben noch nie was von Kandinsky, Monet oder Marc gehört hat, das zu würdigen weiß, bezweifle ich mal...

Allerdings sind die Männer aus diesem Milieu ja meist gut gebaut - vielleicht reicht dir das ja aus?


Eine Kunsthistorikerin die sich rechtzeitig spezialisiert hat es nicht nötig als Anhängsel ihres Mannes zu gehen. Ist ja schon amüsant - einerseits despektierlich auf andere Studienrichtungen herabschauen und mit billigen Klischees um sich werfen, aber sich andererseits sich genau mit diesen (fremden) Federn schmücken wollen...
 
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  • #20
Als Partner kommt ein Nichtakademiker, insbesondere ein gewöhnlicher Arbeiter von der Baustelle, ja wohl nicht in Frage, da Sie mit so einem Menschen einfach keine Gespächsthemen finden werden und er nicht auf akademischen Niveau wird parlieren können.

Ich hatte letzten Sommer aufgrund von Bauarbeiten direkt vor meinem Bürofenster über mehrere Wochen hinweg das Vergnügen, Bauarbeitern lauschen zu dürfen.

Was mir da an Vulgäritäten zu Ohren kam - schlicht unglaublich!!! Der Smalltalk zwischen Arbeitern ist eine Zumutung und anders als oben behauptet, mit der Gespächskultur, die AkademikeInnen gemeinhin kultivieren, nicht vergleichbar!

Sie werden seine Kumpel von der Baustelle schnell anekeln und er wird Ihre AkademikerfreundInnen permanent vor den Kopf stoßen. Alles andere wäre schon sehr viel Glück.

Wenn Sie abenteuerlustig sind, spricht aber natürlich nichts dagegen, sich mit einem solchen Mann einfach Mal zum Essen zu treffen.

Wenn der gemeinsame Gesprächsstoff bereits nach der zweiten Vorspeiße ausgeht, wissen Sie wenigstens, dass Sie nichts versäumen. Wenn der Abend wider Erwarten gelingen sollte, können Sie immer noch überlegen, ob Sie eine Wiederholung in Erwägung ziehen.
 
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  • #21
Ich holle jetzt mal etwas weiter aus.

Zur Zeit läuft im TV eine Werbung mit einem Zitat aus Club der toten Dichter. In dem Zitat wird gesagt was eigentlich wichtig im Leben ist.

Ich finde es immer lustig, wie einige Akademiker sich krampfhaft versuchen mit anderen Akademiker auf eine Stufe zustellen und möglichst ganz weit über die Arbeiterklasse.

Aber ich finde gerade Menschen die sich für Geisteswissenschaft entscheiden haben, gerade sie sollten nicht so engstirnig sein.

Aber gerade Frauen aus reichem Hause studieren gerne Geisteswissenschaft und wünschen sich dann einen Mann der viel Geld verdient und sie dann versorgt.

Natürlich haben Geisteswissenschaft ihre Berechtigung und die Gesellschaft profitiert auch von ihnen, weil sie das Steife, das Tempo in der Gesellschaft etwas mildern. Aber sind wir mal alle etwas ehrlich, auf was könnte man im Leben eher verzichten! Auf den Arzt, auf die Verkäuferin, auf den Anwalt, auf den Dachdecker u.s.w. oder eher auf Menschen die hübsche Bildchen malen (platt ausgedrückt).

Kunst, Gedichte, Musik u.s.w. waren noch nie und werden niemals für das reine Überleben wichtig sein, sie sind immer schon für das Leichte, für die Zerstörung da gewesen.

So jetzt zu der eigentlichen Frage der FS! Ich stelle sie von der anderen Seite. Was verbindet einen Geisteswissenschaftler mit einem Mediziner oder Jurist? Genau! Nichts oder nicht viel. Genau das selbe verbindet einen Geisteswissenschaftler mit einem einfachen Arbeiter. Oder sogar noch mehr... Der Bau einen Hauses, oder das verlegen eines Pflasterweges kann doch viel mehr mit Kunst zu tun haben, als eine OP oder ein Gerichtssaal.

Gerade Geisteswissenschaftler sollten nicht so steif und eingefahren sein, denn dafür sind andere Berufe zuständig.
 
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  • #22
Bist du optisch so abtörnend, dass du keine Anfragen aus einer höheren Preisklasse bekommst? Schon merkwürdig. Gibt doch genug Akademiker, die stehen auf solche brotlosen Künstlerinnen. Wenn man als Arzt, Anwalt etc. selbst genug Kohle reinschafft, hat man doch wenigstens ein Frau zum Renommieren ("meine Frau, die Galeristin").

Ob der Betonbauer, der wahrscheinlich im Leben noch nie was von Kandinsky, Monet oder Marc gehört hat, das zu würdigen weiß, bezweifle ich mal...

Allerdings sind die Männer aus diesem Milieu ja meist gut gebaut - vielleicht reicht dir das ja aus?

Dieser Beitrag ist ja an Zynismus nicht mehr zu überbieten.

Es gibt auch noch Frauen, die nicht nach dem Statussymbol Mann suchen und sich einen gesunden Menschenverstand bewahrt haben. Die Männer in meiner "Preisklasse" möchte ich nicht als Partner haben, da ich gern Gespräche (auch am Frühstückstisch) führe, die nicht geprägt sind von physikalischen und chemischen Vorgängen oder dem OP-Erfolg.

Mein jahrelanger Partner befindet sich NICHT auf Augenhöhe, wie hier so gern polemisiert wird. Dafür sind wir sehr glücklich mit dieser Konstellation.

Ach ja, ich bin weder hässlich noch übergewichtig. Dafür habe ich meinen Weg gefunden und kann über solche, wie oben zitierte Beiträge, nur den Kopf schütteln.

w
 
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  • #23
Für die Kunsthistorikerin ist es wahrscheinliche eine der wenigen Chancen,
einen Mann zu bekommen.
Wir haben hier ja auch schon das Thema Doktorin und Handwerker, das ist die
gleiche "Herausforderung"...


m,37
 
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  • #24
Natürlich kann das gut gehen, warum auch nicht!??

Wenn du dir allerdings schon jetzt über das Gedanken machst, funktioniert es mit Sicherheit nicht!!

schade.

Ihr müsst zusammenpassen und nicht eure Berufe.

m45
 
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  • #25
...
M46, Internist, 15 Jahre verheiratet mit einer Floristin,..immer auf Augenhöhe

Diese Reaktion gefällt mir !! Warum, liebe FS, schaust du dir deinen "Betonarbeiter" nicht einfach aus der Nähe an? Wer sagt denn, dass du dich nicht mit ihm unterhalten könntest? Warum musst du stinklangweilige Vernissage-Small-Talks mit öden Akademikern führen, wenn du mit ihm vermutlich eher auf Lebenshöhe diskutieren und lachen kannst?

Wer einen "Status" als Beziehungsmenschen sucht, bitte, soll er/sie. ICH suche einen Menschen, einen, der Wärme gibt und nehmen kann. Einen, der mich (und nicht meinen Beruf) wahrnimmt und sich mit mir auseinander setzt. w
 
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  • #26
Kann - muss aber nicht. Wenn die Unterschiede zu groß sind, weiß man schnell nicht mehr, was man sich zu sagen hat. Zu unterschiedliche Lebenswelten können da nicht förderlich sein.
 
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  • #27
Vielleicht finden sich gutsituierte Akademiker, bei denen sowieso genug Geld herumliegt, um eine Frau zu finanzieren, die eher ein bequemes Leben haben möchte, um sich mit Kunst, Musik oder anderen Hobbies zu beschäftigen?

Hallo,
finde deine pauschalen Abwertungen und Vorurteile unmöglich.
Was machst du mit Sänger/innen, Schauspielerinnen und Schriftstellerinnen ?
Die meisten Kunsthistoriker arbeiten sehr hart für ihr Geld.
Nur weil du eine Tranfunzel von Heilpraktikerin erwischt hast heisst das noch nicht dass alle Heilpraktikerinnen so erfolglos sind wie deine. Spricht ja auch nicht für dich, deine Wahl.
 
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  • #28
#2 Boah, bist du vorurteilbehaftet... brotlose Künstler, gut gebaute Betonbauer... mir fällt die Kinnlade schäbbernd aufs Knie. Wie schaffst du es überhaupt, eigenständig durchs Leben zu kommen, bei dieser eingeschränkten Sicht? Auf einer Seite auf Künstlerinnern schimpfen, andererseits sich was drauf einbilden, weil man zufälligerweise Monet kennt. Hälst dich wohl für was besseres?
 
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  • #29
[mod]

@FS: Meinst du deine Frage wirklich ernst? Oder sollen hier noch mal sämtliche Klischees und Vorurteile über Berufe/Schichtspezifika ausgepackt werden?
Was auch immer die Intention deiner Frage ist:
In PBs, die Mitglieder in Berufe kategorisieren, schwingt die Frage nach der Schichtzugehörigkeit mit. Da sind nicht nur die drei klassischen Schichten, sondern komplex verlaufende Grenzen innerhalb unserer Gesellschaft. Besonders für Frauen ist der gesellschaftliche/berufliche Status des Partners ausschlaggebend. Wie mir gerade wieder erzählt wurde, kann ein Regierungsberater a.D., Ü70 beliebig viele Dates mit teilweise 20 Jahre jüngeren Ärztinnen und Professorinnen klarmachen. Ob das dem verrenteten mittleren Angestellten gelingen dürfte, ist äußerst fraglich.

Ich war 10 Jahre lang mit einem Möbeltischler in einer festen Beziehung. Es gab sie, die Einladungen zu Abendessen, an denen er von der Tischnachbarin (Professorin) gefragt wurde, was er denn beruflich machen würde. Sie war spürbar, die Irritation darüber, dass ein Handwerker zwischen Akademikern mit am Tisch sitzt. Ich kenne einen Manager, der es sehr weit in einem großen Konzern dieses Landes gebracht hat und der sich lieber die Zunge abbeißen würde, als offenzulegen, dass er sein Abi auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt hat und tagsüber als Handwerker arbeitete.
FS, du berührst mit deiner Frage ein so weites Feld, dass dies im Rahmen eines Posts nicht anders als oberflächlich und verfälschend zu beantworten ist. Da ist der wissensbegierigen Tischler, der abends historische Fachliteratur auf höchstem Niveau liest, genauso gibt es den angestellten Tischler, der aufgrund von Akkordvorgaben abends keinen Piep mehr von sich geben kann.
Welche Ansprüche hat Frau/Mann an den Partner?
Geistiger Austausch auf Augenhöhe - d.h. nuancierte Diskussionen über Tagespolitik, getoppt mit ein bisschen Clemens Meyer (Literatur)? Da haben vielleicht auch der Ing. aus dem Anlagenbau und die wissenschaftliche Referentin/Bundestag ein Problem miteinander.

Sicherlich gibt es (zum Glück) viele Freigeister in dieser Gesellschaft, die sich tatsächlich - bis zur letzten Konsequenz - einen Dreck um Schichtzugehörigkeiten scheren und primär den "Mensch" im Blick haben...
Ich bleibe bei der Behauptung: Singles, einen Partner fürs Leben suchen, legen Wert auf gesellschaftliche Kompatibilität - in extremer Form auf kostenpflichtigen PBs, im realen Leben ist noch mehr Spielraum. Aber keine Akademikerin kann mir weismachen, dass sie die schlichte Kontaktanfrage eines Gemüsehändlers der ebenso simplen eines GF vorzieht, obwohl letzterer optisch weniger zu bieten hat.
w
 
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  • #30
#26

Dass Sie hart arbeiten, will ich gar nicht bestreiten. In der Regel bringt die "akademische" Ausbildung für die Berufstätigkeit wenig und ist der Halbtagsjob in irgendeinem Museum oder Taxifahren z. B. mit Schichtdienst und eher geringem Verdienst verbunden.

Neben meiner "Tranfunzel" beobachte ich das bei weiteren Heilpraktikerinnen im (relativ neuen) Bekanntenkreis. Dass eine "gutgehende Praxis" bedeutet, dass nach Abzug der Kosten 400 Euro übrig bleiben, ohne einen Cent Altersvorsorge, war mir vor meiner (recht kurzen) Ehe nicht klar. Natürlich es mein eigener Fehler, schlicht ohne Steuererklärung schnell zu heiraten. Da mache ich niemand anderem einen Vorwurf, es prägt aber künftige Beziehungen und "Kunsthistorikerinnen". Ich würde auch nie behaupten, dass alle Heilpraktikerinnen erfolglos sind. Nach meiner Beobachtung fehlt aber meist der Sinn fürs Geschäft, eher wird voller Begeisterung vor sich hin geheilt. Selbstständig sein bedeutet eben nicht nur in diesem Beruf, ein Konzept zu haben.

Sängerinnen etc., die ich kenne, fallen für mich in die gleiche Kategorie. Und da bin ich wirklich pauschal All diesen Berufen ist gemein, dass ein Hobby oder ein Interesse zum Beruf gemacht wird, bei dem vorher klar ist, dass 90% der Ausübenden davon keinen normalen Lebensunterhalt bestreiten können. Für mich ist das pauschal "lebensfern", gerade, nachdem ich eine Erfahrung dazu hinter mir habe, bei der ich mir die grenzenlose Naivität dem Leben gegenüber nicht vorstellen konnte. Das ist einfach meine persönliche Meinung und kein Vorurteil, sondern das Ergebnis meiner persönlichen Erfahrungen. Selbstverständlich gestehe ich jedem, der in seinem Bekanntenkreis andere Erfahrungen gemacht hat, eine andere Meinung zu.

Das generelle Problem ist vermutlich, dass manche, aus meiner Erfahrung erschreckend viele, Frauen sich trotz Emanzipation wenig um einen Job kümmern, der eine Familie ernähren kann, dann aber "auf Augenhöhe" suchen und entsprechende Ansprüche stellen. Ich bin im 21. Jahrhundert natürlich bereit, beruflich zurückzustecken für eine Familie. Ich kann auch kochen, backen etc., mache meinen Haushalt alleine, wäre bereit, auch "Elternzeit" anteilig zu übernehmen und bin damit "gleichberechtigungsfähig". Ich kann mich auch einschränken, wenn notwendig. Allerdings nicht auf 10% meines Einkommens.
 
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