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  • #1

Bestimmte Hausarbeiten nur für Frauen?

Die meisten Männer sind ja heutzutage bereit, im Haushalt zu helfen. Ich (w) finde es aber komisch, wenn ein Mann z.B. bügelt oder Wäsche macht. Das wäre mir als Frau irgendwie peinlich und ich würde es lieber selbst machen. Kochen, Spülen oder Staubsaugen ist was anderes, finde ich, da kann er mir ruhig mal helfen.
Sind bestimmte Hausarbeiten immer noch "Frauensache" oder gilt dieses Denken mittlerweile als überholt?
 
  • #2
In der Öffentlichkeit gilt so ein Denken natürlich als politisch nicht korrekt. Aber was schert und die mediale Selbstinszenierung der politische Korrektheit? Hoffentlich gar nicht!

Ich persönlich empfinde z.B. Säuglingsbetreuung wirklich als ur-weiblich und super unmännlich. Auch Bügeln oder die Wohnung zu dekorieren empfinde ich als unmännlich.

Grundsätzlich denke ich jedoch schon, dass alle Haushaltstätigkeiten, die in einem 1-Personen-Haushalt anfallen, eben von der einen Person erledigt werden müssen und insofern heutzutage auch die allermeisten Männer das allermeiste entsprechend erledigen können. Wenn man dann zusammenzieht, wird man eher pragmatisch nach Vorlieben, Neigungen und Talenten entscheiden und jeder das machen, was er lieber macht oder besser kann. Die allseits unbeliebten Tätigkeiten werden dann zusammen oder abwechselnd erledigt. Kategorisch würde ich da nichts ausschließen oder an Geschlechtern festmachen -- außer Babys.
 
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  • #3
Mich würde mal dein Alter interessieren, nur um zu sehen, ob dies eine Generationsfrage ist. Ich, w 37, finde nicht, dass es da Unterschiede gibt, auch wenn klassisch gewisse Arbeiten eher von Männern oder von Frauen gemacht werden. Bügeln tun sicher öfter die Frauen, ich finde das aber völlig neutral und erwarte heute, dass ein Mann alles kann und notfalls macht. Er sollte auch mal alleine gelebt und sich komplett um sich selbst gekümmert haben und daher auch theoretisch alles können, unabhängig davon, wie man das dann aufteilt.
 
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  • #4
gut, hab gerade meine Illusionen über Emanzipation und Beteiligung der Männer am Haushalt über Bord geworfen. ;-)

Um ehrlich zu sein, ich hasse bügeln, aber warum soll das denn bitteschön deswegen unmännlich sein. Wenn es dem Mann in einer Beziehung weniger ausmacht als der Frau, warum denn nicht? Und was die Säuglingsbetreuung angeht: Natürlich brauchen Säuglinge zunächst einmal die Mutter, aber deswegen ist das doch nicht unmännlich, wenn man sich auch hier einbringt. Ich hatte selten so viel Freude als in den Momenten, als ich mich um meine (inzwischen nicht mehr ganz so) kleine Nichte kümmern durfte.
Wenn es um Wohnung dekorieren geht, dann gebe ich zu, dass mir das nicht so liegt, aber deswegen möchte ich als männlicher Single doch auch nicht in einer Höhle wohnen, also mache ich das halt. Deswegen bin ich doch nicht unmännlich. (Fehlt nur noch, dass man mir unterstellt, schwul zu sein, dann wäre das Klischee perfekt)
Und wenn mir in einer Beziehung der Stil meiner Freundin nicht passt, dann würde ich mir die Freiheit herausnehmen, hier und da auch mal eine Kleinigkeit zu ändern.
Also: wenn verändertes Rollenverständnis dann doch bitte richtig!
 
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  • #5
schließe mich mal ausnahmsweise Frederika an:
Säuglingsbeträuung überfordert Männer einfach. Ich habe meine Geschwister zwar auch mal mit 14 ausnahmsweise gewickelt - aber ganz ehrlich: das ist für mich primär die Aufgabe der Frau. Stillen etc geht ja schon biologisch schlecht. Und das sage ich voller Überzeugung obwohl ich - wie erwähnt - durchaus praxiserprobt bin in diesen Dingen. m 42
 
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  • #6
bin Nr. 3

der letzte Punkt war natürlich auf den Dekorationsstil bezogen, nicht dass sofort wieder die Diskussionen losgehen. :)
 
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  • #7
Solches Denken ist wirlich mehr als antiquiert. Von aufgeklärten und modernen Menschen erwarte ich immer, dass sie die normalen und üblichen Alltagsaufgaben selbstverständlich und geschlechtsunspezifisch beherrschen. Da gehört Bügeln und Waschen ebenso dazu, wie die Installation von Programmen auf dem PC. Das lässt sich alles lernen - und in meinem sozialen Umfeld war das schon in den 70ern Programm. Damit hier keine Missverständnis aufkommen, mit "Softie" und ähnlichem Tralala hat das nichts zu tun, wenn ich mit frau ausgehe, dann ist sie auch definitiv die Frau.
 
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  • #8
Spannend wird es, wenn er die Familie ernährt (und eine tolle Karriere nebst entsprechendem Einsatz und Einkommen hat), sie bestenfalls halbtags etwas beisteuert, dann aber auf "Emanzipation" macht...

M,42
 
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  • #9
Hausarbeit sollte man nach Vorlieben desjenigen für die jeweilige Arbeit verteilen, dann läuft´s am einfachsten. Es gibt keine "männlichen oder weiblichen" Hausarbeiten. Mein Partner und ich ergänzen uns relativ gut, er übernimmt Sachen (z.B. mir zu Liebe Spülmaschine ausräumen), die ich überhaupt nicht mag und dafür nähe ich (kann er halt nicht) oder räum ihm seinen Grillplatz tiptop auf. Da sollte man sich im Kopf locker machen können und sich als Paar finden.
 
  • #10
Grundsätzlich denke ich jedoch schon, dass alle Haushaltstätigkeiten, die in einem 1-Personen-Haushalt anfallen, eben von der einen Person erledigt werden müssen ...

Ja was denn nun? Wenn jede und jeder alles so halbwegs können muss, wie kann dann Bügeln "unmännlich" (und ein Bild fachgerecht mit Hammer und Nagel an die Wand hängen im Zweifel "unweiblich") sein?

Nicht, dass ich mich mit dem Bohrhammer in der Hand nicht im Zweifel wohler weil schlicht erfahrener fühle als mit dem Fensterleder, aber mit (fehlender) Männlichkeit hat das nun rein gar nichts zu tun.

Wenn ich in einer Beziehung lebe, die Partnerin gerade anderweitig beschäftigt ist, ich nichts Wesentliches zu tun habe und sich die Wäsche türmt, warum sollte ich mich dann nicht darum kümmern? Ist es dann "männlich(er)" den Wäscheberg Wäscheberg sein zu lassen, sich mit Bier und Chips vor den Fernseher zu hocken und am nächsten morgen nach einem frisch gebügelten Hemd zu verlangen?
 
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  • #11
Wenn das so wäre wie sollen denn da die Single-Männer ihren Haushalt bestreiten? Die meisten Männer waschen ihre Wäsche selbst und bügeln auch ihre Hemden. Sind die dann alle unmännlich?

Also die meisten können es und wenn sie es irgendwann mal besser können oder meinen es besser zu können als ihre Partnerin sollen sie es doch in der Partnerschaft auch tun.

Dieses Einteilen in Männersachen und Frauensachen halte ich mittlerweile für grotesk. Die meisten Männer kochen sehr gerne manchmal sogar besser als die Frauen. Sollen sie jetzt darauf verzichten weil Kochen ja eigentlich Frauensache ist.

Aber was Männern sicherlich auf den Zeiger geht ist wenn Frauen glauben alles im Haushalt besser zu können mit dem Ergebnis dass sie irgendwann gar nichts mehr machen. Dieses stößt den Frauen dann wieder sauer auf und der nächste Thread ist garantiert mit dem Titel "Mein Mann interessiert sich nicht für den Haushalt".

Wenn einer was besser kann als der andere spielt doch das Geschlecht keine Rolle oder? Und wenn er gerne die Wohnung dekoriert ja mei dann soll er es halt tun. Wenn er den Säugling wickeln möchte warum denn nicht. Wir leben doch nicht mehr in Höhlen wo die Männer jagen und die Frauen die Höhe sauberhalten. Willkommen im 21. Jhrdt.

w45
 
  • #12
Wenn die Singlemänner nicht in Hotel-Mama leben, dann kümmern sie sich selbständig um den gesamten Haushalt, ausser sie können sich finanziell eine Haushälterin leisten - und das können gut ausgebildete Akademiker. Sie reinigt die Wochung und wäscht vielleicht noch ihre Wäsche. Das Bügeln übernehmen dann die Männer selber.
Viele gut verdienende single Männer haben aber auch ein sogenanntes Hemden-Abonnement und lassen ihre Hemden bei der chemischen Reinigung reinigen. Zumindest hier in der Schweiz.

Doch die Mehrheit würde sich dieser Tätigkeit am liebsten entziehen und alles der Partnerin überlassen - denke ich.
 
  • #13
Ja was denn nun? Wenn jede und jeder alles so halbwegs können muss, wie kann dann Bügeln "unmännlich" (und ein Bild fachgerecht mit Hammer und Nagel an die Wand hängen im Zweifel "unweiblich") sein?
Was genau verstehst Du nicht? Nur weil man alles können kann oder auch machen muss, muss doch nicht alles typisch weiblich oder männlich sein.

Mir ist klar, dass ich mit meinem ziemlich weitreichenden Computerkenntnissen eher eine männliche Nische besetze. Ich denke nicht, dass die Mehrheit der Mänenr das als typisch weiblich empfindet.

Ein Mann, der bügelt, ist eine Lösung für 1-Personen-Haushalte. Nur weil er es kann oder tut, ist es doch deswegen noch lange nicht unmännlich.

Es gibt doch Bedeutungsunterschiede zwischen "als 1-Personen-haushalt tun müssen" und "eine Tätigkeit / Neigung ist typisch weiblich/männlich". Also manchmal verstehe ich die Wortverdreherei hier wirklich nicht. Sprachlich alles ganz einfach.
 
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  • #14
Alles, inklusive Babys versorgen – was soll daran unmännlich sein???- kann und soll ein Mann auch erledigen können.
Haushalt und Kinder hüten ist nichts geschlechterspezifisches. Nur gesellschaftsmäßig nicht gleichermaßen anerkannt.
 
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  • #15
@ Frederika:

ich möchte trotz alledem nicht, dass meine Männlichkeit in Abrede gestellt wird, weil ich gewisse "weibliche" Dinge nicht nur tue, weil ich allein lebe, sondern sie mir auch noch Spaß machen. Von einer Lösung für 1-Personen-Haushalte kann also nicht die Rede sein.
 
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  • #16
Obwohl ich schon fast 60 bin, habe ich da keinerlei Vorurteile. Wenn ein Mann lieber bügelt und die Frau dafür den Wasserhahn repariert - ist doch gut so. Was ist da männlich oder weiblich?
Ich finde es nur wichtig, dass man sich die Arbeit so aufteilt, dass jeder das macht, was er lieber mag. Ich z.B. bügle eigentlich ganz gerne, aber Fensterputzen ist mir ein Greul. Na ja, da hat mein Exmann eben die Fenster geputzt, er hatte da kein Problem - und das, obwohl er auch schon Jahrgang 50 war.
 
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  • #17
Das Einzige das Männer definitiv nicht können ist: Gebären und Stillen.
Alles andere ist "Verhandlungssache".

w25
 
  • #18
Was genau verstehst Du nicht? Nur weil man alles können kann oder auch machen muss, muss doch nicht alles typisch weiblich oder männlich sein.

Die Frage war nicht, ob etwas "typisch weiblich" ist, sondern ob etwas "unmännlich" ist.
Und nicht alles, was "typisch weiblich" ist ist zwangsläufig auch gleich "unmännlich".
Das passende Fallbeispiel hast Du allerdings elegant unter den Tisch fallen lassen.


Ein Mann, der bügelt, ist eine Lösung für 1-Personen-Haushalte.

Und im Zweifel auch für jede andere Situation, in welcher unter anderem partnerschaftliches Denken den Mann zum Bugeleisen greifen lassen, wie im von mir ausgeführten Beispiel angedeutet. Zumindest für mich ist der Mann, der mit Chips und Bier in der Hand zuguckt wie sich seine Partnerin zweiteilt um ihm am nächsten Morgen ein frisches Hemd an den Schrank hängen zu können weit unmännlicher als der, der ggf. etwas ungelenk selbst zum Bügeleisen greift.
 
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  • #19
schließe mich mal ausnahmsweise Frederika an:
Säuglingsbeträuung überfordert Männer einfach. Ich habe meine Geschwister zwar auch mal mit 14 ausnahmsweise gewickelt - aber ganz ehrlich: das ist für mich primär die Aufgabe der Frau. Stillen etc geht ja schon biologisch schlecht. Und das sage ich voller Überzeugung obwohl ich - wie erwähnt - durchaus praxiserprobt bin in diesen Dingen. m 42

Also mich (w,28) überfordert Säuglingsbetreuung aber auch gewaltig. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen was ich da mit so einem Kind machen soll. Und da es also nicht in meinen Genen liegt und ich es mir auch erst mühsam anlernen müsste, spricht nichts dagegen, dass der Mann sich das auch anlernt. Zu sagen das wär Frauenarbeit ist einfach nur faul oder die Angst davor als unmännlich zu gelten. Und Angst zu haben ist wiederum unmännlich.... Für putzen, kochen und bügeln gilt das übrigens auch. Kann ich alles nicht besser als ein Mann und hasse es wie die Pest. Und insofern käme ich garnicht auf den Gedanken drüber nachzudenken ob das jetzt unmännlich wäre wenn mein Freund das macht, ich wäre einfach nur super erleichtert und dankbar, dass wenigstens er es kann *g*.
LG
 
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  • #20
Ich persönlich empfinde z.B. Säuglingsbetreuung wirklich als ur-weiblich und super unmännlich.

Das ist wirklich Anachronismus pur.
In meinem ganzen, wirklich großen Familien-, Freundes-, Bekannten- und Kollegenkreis gibt es nicht einen einzigen Mann, der nicht ausgeprochen gerne und gut sein Baby versorgen und betreuen kann. Füttern, wickeln, baden etc. sind gar kein Thema. Wohlgemerkt: niemand verlangt es von ihnen, sie wollen es selber.

Dass Säuglingsbetreuung unmännlich sein soll, habe ich - außer in diesem Forum - in meinem ganzen Leben noch nicht gehört oder gelesen. Jedenfalls nicht, wenn wir vom Mitteleuropa des 21. Jahrhunderts reden. Sehr seltsam.
 
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  • #21
Fs, ich bin w 30 und könnte mir gar nicht vorstellen, dass der Mann nach seiner Arbeit in der Küche steht und bügelt. Das wäre ein Augenblick indem ich ihn auslachen würde. In einer Single Zeit kann er es bitte machen, aber nicht während einer Partnerschaft. Ich glaube ich würde mir "dumm" vorkommen. Kochen und Staubsaugen darf er machen, aber alles andere bitte nicht. Ich bin wohl auch etwas Altmodisch, aber ich würde mich auch nie darüber beschweren. Und den Müll muss er auch nicht immer runterbringen, das kann derjenige tun, der gerade geht.
 
  • #22
Männer können Säuglinge genauso gut versorgen wie Frauen, einfach nur nicht stillen. Zwei erwachsene Menschen die sich Arbeiten untereinander aufteilen sollten in der Lage sein dies so zu tun, dass beide zufrieden sind. Earl ob männlich oder weiblich. Und jeder Mann wird froh darüber sein eine Frau zu haben, die ihnen viel abnehmen will. Ist doch nur wichtig, dass die richtigen zusammen finden und somit die Arbeit so verteilt werden kann, dass alles es gerecht und angemessen finden.
 
  • #23
Männer können Säuglinge genauso gut versorgen wie Frauen, einfach nur nicht stillen. Zwei erwachsene Menschen die sich Arbeiten untereinander aufteilen sollten in der Lage sein dies so zu tun, dass beide zufrieden sind. Earl ob männlich oder weiblich. Und jeder Mann wird froh darüber sein eine Frau zu haben, die ihnen viel abnehmen will.
Es ist sogar sehr wichtig, dass Väter sich genauso wie Mütter um ihre Säuglinge kümmern. Das fördert die emotionale Bindung zum Vater, die für die kindliche Entwicklung ebenso wichtig ist wie die zur Mutter.
 
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  • #24
Fs, ich bin w 30 und könnte mir gar nicht vorstellen, dass der Mann nach seiner Arbeit in der Küche steht und bügelt. Das wäre ein Augenblick indem ich ihn auslachen würde. In einer Single Zeit kann er es bitte machen, aber nicht während einer Partnerschaft. Ich glaube ich würde mir "dumm" vorkommen. Kochen und Staubsaugen darf er machen, aber alles andere bitte nicht. Ich bin wohl auch etwas Altmodisch, aber ich würde mich auch nie darüber beschweren. Und den Müll muss er auch nicht immer runterbringen, das kann derjenige tun, der gerade geht.

Da bist du wirklich altmodisch.
Warum muss einem Mann eine Arbeit zugewiesen werden? Warum kann er nicht selbst bestimmen, was er lieber macht?
Ich möchte als Frau ja auch nicht bestimmte Arbeiten zugewiesen bekommen. Ich kann z.B. sehr gut Wände streichen, tapezieren und habe ein Geschick bei praktischen Arbeiten, mein Mann ist ein Kopfmensch. Warum soll er sich mit Arbeiten plagen, die mir Spaß machen - und umgekehrt. Warum sollte ein Mann kochen, wenn er das nicht kann, dafür darf er aber nicht bügeln, obwohl er das gerne machen würde? Nur weil es die Frau albern findet? Schön blöd ;-)
 
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  • #25
Es ist sogar sehr wichtig, dass Väter sich genauso wie Mütter um ihre Säuglinge kümmern. Das fördert die emotionale Bindung zum Vater, die für die kindliche Entwicklung ebenso wichtig ist wie die zur Mutter.

Das kann ich für mich bestätigen. Mein Vater hat sich überhaupt nicht um mich gekümmert, als ich Baby war. Das hat sich unbewusst sehr negativ auf unsere Beziehung ausgewirkt. Ich hatte ihm gegenüber immer ein unerklärliches Gefühl der Ablehung. Bis ich irgendwann von meiner Mutter erfahren habe, dass er sich nie für mich interessiert hat, als ich klein war.

Im Übrigen kann ich an Hausarbeit und Kinderbetreuung auch nichts Unmännliches erkennen. Ich finde einen bügelnden oder putzenden Mann sogar attraktiv.
 
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  • #26
Säuglingsbetreuung ist unmännlich?
Erst mal eigene Kinder haben, dann weiterreden!
Das war schon vor 25 Jahren in meiner Ehe (mit Säugling und Kleinkind) nicht verpönt.
Seltsame Einstellung!!
 
  • #27
mir ist völlig schleierhaft, warum anfallende hausarbeiten in männer- oder frauenarbeiten unterteilt werden sollten.
wenn ich allein lebe, muss ich auch meine sachen bügeln.
warum sollte ich dass in einer zweierbeziehung nicht mehr machen, wenn es der frau z.b. total zuwider ist?

anfallende arbeiten werden von denen erledigt, denen sie am ehesten liegen, oder wer gerade zeit dafür hat.
da ich im schichtdienst arbeite, kann ich mir gar nicht vorstellen, dass wenn ich tagsüber frei habe, die arbeit für die frau liegen lasse, bis sie nachmittags/abends von der arbeit nach haus kommt!
einer der vorteile des schichtdienstes...die frau hat weniger im haushalt zu tun;-)
auch beim thema kind, könnte die frau z.b. arbeiten gehen, während der mann sich in der zeit, bedingt durch schichtdienst z.b.,um das kind kümmert.

zum baby: klar, da ist im ersten jahr die mutter natürlich überrepräsentiert.
im zweiten jahr wird die rolle des vaters zunehmen.
um das wickeln würde ich mich sicher auch drücken...irgendwie können frauen das besser;-)
aber als unmännlich würde ich es nicht empfinden, ein baby zu wickeln.
trotzdem würde ich die frau nicht mit der kinderarbeit und dem haushalt allein lassen.
da könnte ich z.b. die wäsche schon mal waschen oder bügeln, während sie stillt und das kind wickelt!

es ist wirklich erstaunlich, wie vehement, hier im forum, noch die alten rollenbilder vertreten werden.
 
  • #28
Die einzige Hausarbeit, die ich für mich kategorisch ausschliesse, ist Bügeln. Das empfinde ich als extrem unmännlich, und für mich ist ein Mann, der bügelt, kein Mann mehr, sondern ein Clown. Bügeln emfände ich persönlich als ultimativen Kniefall der Generation Sitzpinkler (zu der ich nur altersmässig gehöre - bei mir hat die Gehirnwäsche nicht funktioniert) vor den Emanzen, die uns jahrzehntelang eingeredet haben, dass rechtliche Gleichberechtigung mit absoluter Gleichmacherei identisch sei und dass wir Männer rund um die Uhr zu beweisen hätten, wie emanzipiert, modern, cool und trendy wir doch drauf seien. (Dies selbst dann, wenn ich nur für mich im stillen Kämmerlein bügeln würde und es niemand sähe. Es geht um das Gefühl, das zählt.) Darum bringe ich meine Hemden und Stoffhosen, die gebügelt werden müssen, in die Wäscherei. Das Wäschewaschen an sich macht mir überhaupt nichts aus. Würde ich mit einer Frau zusammenleben und sie würde nicht bügeln, würde ich die Sachen halt weiterhin in die Wäscherei bringen. Probleme hätte ich erst dann, wenn sie erwarten würde, dass ich bügle, bzw. wenn sie meine Ablehnung des Bügelns überhaupt nicht verstehen könnte.
 
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  • #29
Ich (m) hasse Waschen und Bügeln.
Wenn frau aber meine Hemden auf 60° statt auf den angegebenen 30° wäscht und zu heiß bügelt, dasselbe bei Rennrad- und Motorradbekleidung, dann mache ich es selbst!
Die Sachen waren teuer, und genau Passendes ist eh kaum zu bekommen.
 
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  • #30
@ Peter123: Was ein Unsinn! ich hab meine Hemden auch immer selbst gebügelt - die Frauen die ich bisher kannte konnten allesamt eh nicht bügeln und mir waren die Hemden zu teuer um sie demolieren zu lassen. Inzwischen bügle ich nicht mehr und häng die Teile nass auch oder bring sie in die Reinigung - funktioniert auch. Gebügelt habe ich übrigens schon mit 14, Kochen habe ich mit 10 gelernt - ich war eben kein verhätscheltes Mama-Kind war wie die Mehrzahl der Männer - teilweise war auch gar niemand mehr da der diese Arbeiten für mich als Kind erledigt hätte. Für mich sind die Männer Weicheier die völlig aufgeschmissen sind, wenn Mama oder Frau sie nicht betütelt
 
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