• #1

Aus Frauensicht, hat es noch einen Sinn?

Hallo Community
Ich m33, Sie m31. Kennen uns seit paar Jahren Sie war in einer Beziehung, wir fanden uns aber irgendwie immer toll, aber sie war loyal ihrem Ex gegenüber. Dann hat sich vor 9 Monaten getrennt, ihr EX Ihr fremdgegangen, verarscht usw. Sie ist wirklich eine gute Seele und tolle Frau.
Übergangsweise wollte Sie ursprünglich nur für paar Tage max. 2 Wochen bei mir nächtigen Anfang des Jahres wegen Umzug. Da war sie schon 3 Monate getrennt. Während sie hier untergekommen ist, hat sich eine Beziehung entwickelt, wir waren beide auf Wolke 7. Ich brauche normalerweise sehr lange, um mich auf irgendwas Emotionales einzulassen, aber wenn dann richtig. Gesagt getan: wir waren 2 Monate zusammen, sprachen von Zukunft, alles passte super Sie sagte, so einen Mann wie mich hat sie sich immer gewünscht. Dann der Schock: ungewollt schwanger, Abtreibung!. Ihr Umzug in ihre Wohnung. In dieser Zeit haben wir uns getrennt bzw. Beziehung beendet. Abtreibung und Co viel kaputt gemacht. Trotzdem kamen wir nie voneinander los, küssten uns, aber wurden nicht mehr intim.
Wir haben uns weiter getroffen und gekuschelt, geküsst, sie hat hier geschlafen, wir waren aber nicht zusammen. Dann gemeinsam als "Kumpels" in den Urlaub geflogen. Habe ich mich zurückgezogen kam sie. Wir wollten öfter schon den Kontakt erstmal beenden weil ich noch Gefühle für sie habe, sie aber momentan sagt, sie hat keinen Kopf für eine Beziehung. Ihr Leben ist momentan Chaos. Es liegt aber nicht an mi, sondern generell, sie könnte sich das aber unter anderen Umständen vorstellen, ich ihr aber sehr wichtig bin und sie mich nicht verlieren möchte. Manchmal dringt aber wieder was durch und sie steht auf einmal hier vor meiner Haustüre und sagt sie kommt nicht von mir los. Sie kann es aber nicht einordnen, vermisst mich auch ab und an. Manchmal ist sie aber wieder eiskalt. Wir haben täglich Kontakt mal mehr mal weniger.
Ich weiss das normalerweise gesagt wird, momentan keine Beziehung, es eigentlich zum Scheitern verurteilt ist, ihr eine gute Freundschaft wichtiger ist als eine unharmonische Beziehung.
Ein anderer Mann ist definitiv nicht im Spiel.

Ist es so, das Frau was für einen empfinden kann, aber einfach nur aus Selbstschutz nichts eingehen kann und sie einfach Zeit braucht? Völlig Kopf und auf einmal rational denken kann?
Ich denke, wenn man jetzt nichts fühlt, weil man generell momentan keinen Kopf für eine beziehung hat, es sowieso nie was werden kann mit uns.
Ihr Frauen denkt anders, ich weiss Aber ich denke mir, entweder reicht es oder reicht nicht, wenn man Gefühle hätte, dann isset doch egal, dass man keinen Kopf für eine beziehung hat, das wäre doch automatisch kein Thema mehr?
Soll ich weiterhin in ihrem Leben parat sein und mir erhoffen, dass irgendwann doch was daraus werden kann?

Ich bedanke mich im voraus und entschuldige mich für Grammatik.
 
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  • #2
Hallo spray,
wir können Dir hier gar nichts Gescheites sagen, wenn Du zum Dreh-und Angelpunkt nichts sagst: Wieso wurde Euer Kind abgetrieben? Wer war hier die treibende Kraft? Wie kam das? Falls Du irgendetwas gesagt hast, das in Richtung "Es ist noch zu früh, ich möchte kein Kind, wir können uns das nicht leisten, lass es abtreiben" gesagt hast, dann wird das nie mehr etwas mit Euch. So etwas wird Dir eine Frau niemals verzeihen. Damit hättest Du Dich als Mann geoutet, den man seiner ärgsten Feindin nicht wünscht.
2. Das ist nun aber wahrscheinlich nur ein Schreibfehler: Du hast geschrieben, sie sei "m31". ??
 
  • #3
Gefühle zu haben bedeutet nicht, dass eine Beziehung möglich ist.
Wir können ja nicht hellsehen, aber das, was du schreibst, klingt nach zwei Menschen, die nicht bereit sind, loszulassen, obwohl sie wissen, dass sie es sollten.

@Mon Chi Chi, es ist äußerst taktlos und übergriffig, was du da schreibst. Nicht nur, dass du etwas bösartiges unterstellst, du stocherst in Wunden, deren Tiefe du nicht kennst.
 
  • #4
Das klingt wirklich sehr chaotisch.
Erstmal würd ich bei der Schwangerschaft auch einhaken: Wollte sie das Kind behalten, aber du nicht? Andersrum? Sowas treibt selbst langjährige Beziehungen auseinander, ganz besonders, wenn Frau eigentlich wollte, aber es dem Mann zuliebe dann nicht bekommen hat. Ich kenne viele Beziehungen, die eine Abtreibung ohne Probleme ausgehalten haben, weil beide sich da total einig waren (viele haben jetzt, zehn Jahre später, auch ein gewolltes Kind), aber sobald da Uneinigkeit besteht, ist die Sache schon verloren, weil das für jeden der Partner eine wirkliche Tragödie sein kann.
Wenn ihr beide sicher wart, dann ist das trotzdem ein krasser Einschnitt, der dazu bringt, innezuhalten und zu denken: Will ich diese Beziehung (wie auch andere Einschnitte, sei es Todesfälle, Umzüge, neue Arbeit, die einem aus dem Trott oder der anfänglichen Verliebtheit reißen). Und scheinbar hat sie sich dagegen entschieden - oder du? Wer hat denn die Beziehung konkret beendet?
Ich gebe solchen chaotischen Sachen immer wenig Zukunft. Ganz selten schafft das mal jemand, aber da wäre so viel aufzuarbeiten und sie will ja momentan ganz offensichtlich nicht. Ich würde den Kontakt erst einmal wirklich auf Null runterfahren, um zur Ruhe zu kommen, also für euch beide, und nach ein paar Monaten kann man dann eher einen klaren Gedanken fassen.
w, 37
 
  • #6
Danke für eure Antworten. Bei ihr war es ein Hin und Her, erst wollte sie das Kind behalten dann doch nicht. Dann wieder doch und auf einmal war sie komplett dagegen, heute weiß ich warum, sie hätte von mir mehr Standfestigkeit gewünscht was meine Meinung angeht. Ich habe ihr gesagt, dass ich hinter ihre Entscheidung stehe, egal wie sich entscheidet. Am anderen Tag habe ich natürlich auch meine Bedenken geäußert, ist noch früh, ihr Leben ist momentan Chaos usw. Sie sagte, sie hatte es am Ende nicht mehr gefühlt, da sie auch unter anderem gedacht hat, ich stehe nicht dazu, denke sie hätte sich da mehr Stärke von mir gewünscht. Heute weiß ich, was ich falsch gemacht habe. Sie sagt auch, vielleicht aus Selbstschutz sie bereut es nicht, ich hingegen schon, habe mir Kinder immer gewünscht.

Beziehung wurde damals von ihr beendet, sie sagt heute aber selber, sie war total mit allem überfordert (Schwangerschaft, Umzug etc.) Ich wollte für sie da sein, habe mich immer angebotenen, aber sie wollte nicht.

Frage ist: Wieso loslassen wenn eine Person einem wichtig ist?

Gibt es keinen anderen Weg als den Menschen zu verlieren?
 
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  • #7
Ihr Leben ist momentan Chaos. Es liegt aber nicht an mi, sondern generell, sie könnte sich das aber unter anderen Umständen vorstellen, ....
Ist trotzdem ein Nein zu einer Beziehung.
Da ist schon viel von Anfang an, auch wenn ich euch Sie wollte Anfang des Jahres bei Dir Übergangsweise einziehen, warum(?), hatte sie kein Geld, Schulden? Ihr hattet eine Beziehung (andere sprechen von Kennenlernphase) von gerade 2 Monaten, dann ihr Rückzug und das Beziehungsaus, dafür jetzt Freundschaft, weil ihr Leben ein Chaos ist. Sie hat jetzt eine eigene Wohnung, steht aber regelmäßig bei Dir auf der Matte. Ich denke, deine Ex braucht einen Menschen (bzw. guten Kumpel), der ihr Halt gibt und das Vertrauen ihr Leben in die Hand zu nehmen, weil sie damit überfordert ist. Und das ganz ohne das jemand in einer Beziehung alles für sie in die Hände nimmt und regelt. Ich denke, sie versucht für sich selbstständig zu sein, ein eigenständiges Leben aufzubauen, mit eigener Wohnung, immerhin ist sie 31. Auch scheint es, dass ihre Wohnung noch nicht, die Wohnung ist, in der sie sich wohlfühlt, da fehlen noch Dinge, die erst mit der Zeit und erst dafür gespartem Geld angeschafft werden können, eher ihre Wohnung wird erstmal provisorisch eingerichtet sein, deshalb fühlt sie sich bei Dir so wohl, da es für sie ein zu Hause ist, was sie sich erst langsam schaffen muss. Was der Rest ihres Chaoses ist, weißt Du vielleicht genauer, Finanzielles, Job, Freunde? Vielleicht ist sie auch über ihre Zukunft in Unklaren und hat keinen Plan, wohin sie im Leben will? Mit Dir sollte es wohl nach erster Stabilität, dann für sie anders gedacht weitergehen und nicht Nahtlos-Anschlussbeziehung mit Kleinfamilie, wo sie dann richtig jahrelang an Dich gebunden wäre und erst recht auf deine Unterstützung angewiesen. Aber es ist gleichgültig, welche Gründe sie nennt, Fakt ist, sie will Freundschaft und keine Beziehung. Die Frau ist 31 Jahre und hat Baustellen, dass dauert, diese zu beseitigen und ein Gefühl von Lebenszufriedenheit zu entwickeln, bis dato, ist ihre und deine Liebe tot gelaufen, wenn Du in der Freundschaftsschiene bleibst. Es ist schwierig, einen Freund lässt man in so einer Situation nicht hängen, doch dadurch verbaust Du Dir, das es noch mal wieder sowas wie eine Beziehung werden könnte, denn ihr knüpft jetzt an einer Freundschaft an, als befreundete Exen. Ob das was noch wird schätze ich für gering ein. Verliebt man sich, wenn einer für einen freundschaftlich da ist, da man selbst nach 2 Monaten die Beziehung bzw. Kennenlernphase beendet hat, weil die Gefühle nicht ausreichen und man meint, sein chaotisches Leben als Begründung dafür zu nennen, warum es miteinander nicht reicht?
 
  • #8
Frage ist wieso loslassen wenn eine Person einem wichtig ist?

Gibt es keinen anderen weg als den Menschen zu verlieren?
Ich habe die gleiche Erfahrung gemacht und es ist einfach so - wenn der andere sich nicht entscheiden kann oder will, dann tut man sich einfach selbst sehr weh. Und irgendwann zieht es einem alle Energie. Du kannst das Hin und Her schon eine Weile mitmachen, aber je länger, umso mehr geht dabei kaputt und umso mehr musst du an Schmerzen aushalten. Ich würde das nicht empfehlen. Um sich selbst zu beruhigen kann man sich auch sagen, erst einmal drei Monate keinen Kontakt, danach wird es vielleicht besser oder so. Das habe ich gemacht damals. Und dann habe ich während der Zeit gemerkt, dass es mir ohne diese Gefühle in mir und ohne die Person eigentlich besser geht. Dabei war aber nichts weiter vorgefallen außer unerwiderte Gefühle und ein wenig Hinhalten von ihm; also bei weitem nicht deine Erfahrungen. Da ging es dann später wieder mit so einer Art Freundschaft/Bekanntschaft.
Mit der Schwangerschaft - es wäre ja gut für sie, wenn sie es wirklich nicht bereut, das wünsch ich ihr. Ich kenne wirklich auch Frauen, die das nicht tun, aber dennoch hat das in dem Moment damals eben dazu geführt, dass es euch nicht zusammengeschweißt hat, sondern auseinandergetrieben. Das ist auch nicht mal eben so zu kitten, vielleicht gar nicht. Aber das Leben geht weiter und man kann auch nicht zurückspulen und etwas ändern. Man kann für die Zukunft draus lernen. Viel Glück!
 
  • #9
Sie meldet sich auch regelmäßig, telefonisch. Wenn ich mich mal nicht melde, fragt sie besorgt ob alles ok ist. Denkt sie, ich bin komisch, fragt sie nach. Ist an meinem Leben auch interessiert. An manchen Tagen wiederum ist sie eiskalt und so gut wie nicht kommunikationsfähig.
 
  • #10
Sowas treibt selbst langjährige Beziehungen auseinander, ganz besonders, wenn Frau eigentlich wollte, aber es dem Mann zuliebe dann nicht bekommen hat.
Entweder Frau will ein Kind, dann zieht sie es durch, egal wie widrig die Umstände sind, ob der Mann will oder nicht. Will der Mann ein Kind nicht und erpresst die Frau, entweder ich & Abtreibung oder Du und das Kind, ohne mich; und die Frau lässt sich darauf ein, um die Beziehung zum Mann zu halten, weil er ihr wichtiger ist, dann trennt sie sich nicht vom Mann...eher Jahre später, wenn der Lack ab ist oder es mit erneutem Kinderwunsch nicht klappt und dann die Schuld dem Mann gegeben wird, der nicht wollte, aber man es für ihn tat, um die Beziehung zu halten.
Und dann gibt es das 3., die Frau hat selbst Zweifel, ob sie bereit für ein Kind ist, ob sie die Verantwortung mit allem drum und dran will. Die Männer haben beim Kinderwunsch überhaupt keine Einflussnahme, es sei denn wie oben, der Mann & Beziehungserhalt, wird über das Kind gestellt, insofern hat sich der FS nicht falsch oder richtig verhalten. Wie oft lesen wir in Threads, der Mann will die Abtreibung und die Frau denkt sich insgeheim, och...rede du nur, ich bekomme das Kind; als auch umgekehrt, man will das Kind und Frau geht allein zur Abtreibung. Es ist irgendwie Mutterinstinkt, man fühlt es oder nicht, und wer Zweifel hat, trifft dann dafür oder dagegen auch allein die Entscheidung indem sie abwägt, wie sich das Leben mit Kind verändert, (zumindest als Erwachsene).
 
  • #11
Meine Prognose: Du wirst Dich an dieser Person aufreiben. Und womöglich noch viel Zeit vergeuden.

Sie schätzt Dich als sicheren Hafen, Du bist ihr auch sehr wichtig für die Erfüllung ihrer emotionalen und sozialen Bedürfnisse und gibst ihr Halt. Sie weiß genau, dass Du noch „willst“, und diese Sicherheit und Bestätigung ist ihr auch wichtig. Wenn sich das gerade mal wackelig anfühlt, hakt sie nach.

Sie will Dich aber eben *nicht* ganz und komplett und unbedingt, sonst wärt Ihr jetzt zusammen. Unabhängig von irgendwelchen Rahmenbedingungen und Komplikationen. So ein Abbruch ist eine emotionale Hausnummer, aber auch das nehmen Frauen unterschiedlich wahr. Sie war ja selber wankelmütig, und vielleicht projiziert sie jetzt ihre Unzufriedenheit und möglicherweise schlechten Gefühle auf Dich, Du bist jetzt „Schuld“. Das ist aber nicht richtig und fair, denn grundsätzlich kann jeder Mensch diese Entscheidung nur vollverantwortlich für sich alleine treffen, schon überhaupt nach einer dermaßen kurzen Kennenlernphase.

Irgendwie rieche ich durch, dass es ihr auch ein bischen gefällt, etwas in Dir zu „stochern“, aber vielleicht liege ich da ja auch falsch. Viele meiner (jüngeren) Geschlechtsgenossinen lieben es, Vorwürfe zu machen und nicht zu ihren eigenen Lebensentscheidungen zu stehen. Ich „wittere“ hier eine etwas manipulative Persönlichkeit, könnte das sein? Sie ordnet Dich unter. Sie gibt letztlich die Regeln vor, was läuft und was nicht.
Dieses Zuckerbrot & Peitsche bindet das Gegenüber enorm (und dann hängt da an der geschwenkten Angel noch die Karotte: „Unter anderen Bedingungen könnte ich es mir ja vorstellen...“ Das heißt ganz klar: Jetzt, hier kann sie es NICHT!)

Du hast folgende Möglichkeiten:

- Ziehe Dich komplett zurück und entscheide, wie Du damit umgehen wirst, wenn sie ange... kommt, denn das wird sie hundertprozentig.

- Belasse es, wie es ist, und wende noch viel Zeit auf für jemanden, der Dich nicht 100%ig will. Du siehst jetzt, was Du bekommen kannst - genau dabei wird es bleiben. Eventuell beendet Sie es dann irgendwann, weil Mr. Right daher kommt. Oder weil es sie selber zermürbt. Oder Du, weil es Dich zermürbt. Du klingst allerdings nach jemandem mit einer hohen Leidensbereitschaft. ;-)

Viel Glück!
 
  • #12
Frage ist: Wieso loslassen wenn eine Person einem wichtig ist?

Gibt es keinen anderen Weg als den Menschen zu verlieren?
Weil dieser Mensch kein Interesse an dir hat, oder jedenfalls nicht groß genug.
Sie meldet sich auch regelmäßig, telefonisch. Wenn ich mich mal nicht melde, fragt sie besorgt ob alles ok ist. Denkt sie, ich bin komisch, fragt sie nach. Ist an meinem Leben auch interessiert. An manchen Tagen wiederum ist sie eiskalt und so gut wie nicht kommunikationsfähig.
Eben. Sie will dich noch irgendwo im Hintergrund haben, als emotionale Absicherung.
Lass es einfach. Euer zusammenkommen war von Anfang an stürmisch.
 
  • #13
Frage ist: Wieso loslassen wenn eine Person einem wichtig ist?

Gibt es keinen anderen Weg als den Menschen zu verlieren?
Frage dich selber: kommst du so in deinem Leben voran? Mit dem anhaltenden Nähe und Abstand-Hinundher? Wohl kaum.
Daher braucht es einen Umbruch, damit jeder sich selber klar wird und aus einem anderen Standpunkt die Sachen betrachtet. Es muss nicht zwingend ein totaler Kontaktabbruch sein, aber klare Verhältnisse.

Sie meldet sich auch regelmäßig, telefonisch. Wenn ich mich mal nicht melde, fragt sie besorgt ob alles ok ist. Denkt sie, ich bin komisch, fragt sie nach. Ist an meinem Leben auch interessiert. An manchen Tagen wiederum ist sie eiskalt und so gut wie nicht kommunikationsfähig.
Das hört sich für mich schon arg besitzergreifend an. Ich würde dir dringend ein klärendes Gespräch empfehlen, in dem du klar stellst, du bist ein Freund, aber nicht mehr und dass du dein eigenes Leben führen möchtest, ohne dass sie permanent die Nase drin hat.
Ob sie dann ihr Chaos im Leben ordnet und doch mit dir zusammen kommt, steht auf einem anderen Blatt geschrieben.
 
  • #14
Ihr Frauen denkt anders, ich weiss Aber ich denke mir, entweder reicht es oder reicht nicht, wenn man Gefühle hätte, dann isset doch egal, dass man keinen Kopf für eine beziehung hat, das wäre doch automatisch kein Thema mehr?
Ich bin eine Frau und ich denke genauso wie Du! Keine Ahnung warum sie Dich nur „warmhält“, aber sie tut es. Ich tippe darauf, dass sie es einfach genießt, von Dir begehrt zu werden. Sie benutzt Dich für Ihr Ego, aber liebt Dich nicht! Lässt Du Dich weiter benutzen?
 
  • #15
@Mon Chi Chi, es ist äußerst taktlos und übergriffig, was du da schreibst. Nicht nur, dass du etwas bösartiges unterstellst, du stocherst in Wunden, deren Tiefe du nicht kennst.
Offensichtlich lag ich gar nicht so falsch:
Am anderen Tag habe ich natürlich auch meine Bedenken geäußert, ist noch früh, ihr Leben ist momentan Chaos usw.
Zwei innerlich schwache Menschen sind aufeinander getroffen und haben Chaos angerichtet. Wer es nicht schafft, sich ein Kondom überzuziehen und dann seiner schwangeren Freundin so dahergekommt... der ist innerlich nicht gefestigt. Er war erst nicht stark genug, um sich wirklich um Verhütung zu kümmern und dann nicht stark genug, um sich klar pro Kind (= für SEIN Kind) zu positionieren, wo er doch sagt, dass er liebend gerne eines hätte. Er schafft es, sich seiner schwangeren Freundin gegenüber so bescheuert zu äußern, dass sie begreift, dass er sie beide nicht als Paar sieht und dass das Kind IHR Problem alleine wäre ("IHR Leben sei momentan Chaos").
Sie war erst nicht stark und autark genug, um nicht schwanger zu werden und dann nicht stark genug, um auf seine Worte zu pfeifen und das Kind ohne ihn zu bekommen. Jetzt ist sie nicht stark genug, um ihm keine Vorwürfe zu machen.
Das Traurige ist: Wenn zwei dem Alter nach Erwachsene nicht stark genug für das Leben eines Erwachsenen sind, dann kommt am Ende ein Kind nicht auf die Welt. Der Trost dabei ist nur, dass Gott seine Menschen kennt und verzeiht.
 
  • #16
Am anderen Tag habe ich natürlich auch meine Bedenken geäußert, ist noch früh, ihr Leben ist momentan Chaos usw. Sie sagte, sie hatte es am Ende nicht mehr gefühlt, da sie auch unter anderem gedacht hat, ich stehe nicht dazu, denke sie hätte sich da mehr Stärke von mir gewünscht.
Mein Ex hat sich nicht großartig um die Verhütung gekümmert oder kümmern wollen und als ich meine Bedenken geäußert hatte, meinte er, dann bekommen wir ein Kind. Als ich dann tatsächlich schwanger wurde, sagte er, ich soll selber entscheiden, was ich möchte und er steht hinter jeder Entscheidung, aber ich glaube, eine Abtreibung hätte er mir nie verziehen. Ich war diejenige, die Zweifel hatte, weil es noch nicht klar war, was zwischen uns ist, er war dazu getrennt, aber noch verheiratet, aber irgendwie habe ich gespürt, er will dieses Kind und er wird sich auch darum kümmern. Hätte er jemals irgendwas in die Richtung geäussert, was du zu deiner Freundin sagtest, wäre es definitiv aus und ich hätte auch kein Kind bekommen.
Keine Frau verzeiht solchen Spruch, ich gebe Mon Chi Chi recht, "das ist IHR Kind und IHR Problem", feiger geht es nicht, auch wenn man es doch irgendwie zusammen hinbekommt, Frau verliert Respekt und es ist ein Anfang vom Ende.
FS, die Sache zwischen euch ist klar - ihr seid beide feige und unreif- zuerst habt ihr euch nicht getraut, eine Beziehung einzugehen und jetzt traut ihr euch nicht, richtig eine Trennung einzuleiten.
 
  • #17
[QUOTE
Dann wieder doch und auf einmal war sie komplett dagegen, heute weiß ich warum, sie hätte von mir mehr Standfestigkeit gewünscht was meine Meinung angeht. Ich habe ihr gesagt, dass ich hinter ihre Entscheidung stehe, egal wie sich entscheidet
Und jetzt in die Glaskugel schauen und sagen, Du hast die Verantwortung für die Abtreibung?
Hätte sie sich für die Weiterführung der Schwangerschaft entschieden, dann wärst Du am Ende auch schuld...
Ich bin da bei @Andere Frau, es ist die Frau, die entscheidet... Will sie, gibt es das Kind.

Bitte beachten - er hat hinter ihr gestanden, natürlich Bedenken geäußert, die sie ja auch hatte. Er hat sie aber nicht gedrängt, sondern Rückhalt bei jeder ihrer Entscheidungen zugesagt.

Trotzdem - ich denke, mit dem Schwangerschaftsabbruch ist die Chance für Euch auf Partnerschaft durch. So unfair es klingt, Du bist der Sündenbock. Das wirst Du bleiben, und damit wird es nie funktionieren zwischen Euch.

Sachlich angeschaut, ist es eine chaotische OnOff Geschichte, keiner von Euch hat sein Leben sortiert. Du sagst nicht Stopp, Du machst mit, sie weiß auch nicht was sie will.

Schließe es ab, und realisiere, dass auch Freundschaft zwischen Euch nicht geht.

Und auch wenn ich gesteinigt werde, ob es für ein Kind so gut ist, in ein solches Chaos hinein geboren zu werden? Einen guten Start hätte es nicht gehabt.

Es sollte nicht sein, Ihr habt sicher Eure Anziehung, aber als Paar klappt es nicht - und am Ende hätte es als Eltern auch nicht funktioniert.

Man sollte Eltern werden, wenn man dazu bereit ist.
Und dem FS vorzuwerfen, er hat nicht genug verhütet? Es kann ja bei ihr eine Panne bei der Pille gegeben haben? Natürlich nicht 100%sicher, aber die wenigsten Paare verhüten doppelt.

W, 51
 
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  • #18
Entweder Frau will ein Kind, dann zieht sie es durch, egal wie widrig die Umstände sind, ob der Mann will oder nicht.
Nein. Meiner Mutter ging es in der Beziehung vor meinem Vater so. Wurde schwanger, wollte das Kind, er hat gesagt, auf keinen Fall. Die Frau ist ja unter Umständen dann durchaus verwirrt und hat Angst, das alles alleine stemmen zu müssen. Du gehst vielleicht von dir aus. Aber meine Mutter hat die Abtreibung gemacht und sich kurz danach getrennt, weil sie das nicht verwinden konnte (bis heute). Sie ist sonst keine schwache Person und willensstark, aber damals war sie einfach überfordert und von der andern Person extrem beeinflusst. Leute machen viele Dinge in akuten Situationen, die sie nicht überblicken können, die sie eventuell später bereuen. Eine andere Freundin war als 17-jährige schwanger, Eltern drängten sie zur Abtreibung. Hat sie gemacht, nie verwunden und sich von den Eltern dann sehr schnell entfernt. Auch andere Paare sind mir bekannt, bei denen es aufgrund so einer Erfahrung auseinanderging kurz darauf.
Hier habe ich aber eher den Eindruck, als sei die Freundin eh sehr labil. Will jetzt hier keine Diagnosen stellen, aber es klingt nicht nach einer psychisch komplett gesunden stabilen Person, die sich selbst kennt. Daher sehe ich da auch eher schwarz für die Zukunft und wünsche dem FS eher eine ausgeglichene Partnerin für eine Beziehung.
 
  • #19
Liebe @mokuyobi, der FS sah sich in einer Beziehung zur Frau, sie wohnten zusammen, er war einverstanden mit dem Kind, er hat sie nicht beeinflusst, weder dafür oder dagegen, aber im Grunde hätte er sich auch darüber gefreut, wenn sie das Kind bekommt. Und das Beispiele mit der von ihren Eltern abhängigen minderjährigen Tochter dient nicht als Vergleich zu einer 31 Jährigen. Das Verhältnis zwischen Eltern und Kinder ist völlig was anderes. Ich wurde streng erzogen und hätte mich auch nie gegen meine Eltern aufgelehnt. Deshalb hatte ich auch Erwachsene geschrieben. Ich denke, die Schwangerschaft und der Abbruch tut wenig/bis kaum hier was zur Sache. Sie hatte Zweifel an Beziehung, Mann und dadurch Schwangerschaft; es ändert sich nichts in einer Entscheidung einer Frau, egal was man ihr sagt, ob der Arbeitgeber, Familie, Freundeskreis, Freund, Ehemann, selbst der Arzt oder der Pfarrer nicht, die Frau entscheidet selbst & allein, ob sie die Pille oder Eingriff vornimmt (halt über ihren Körper) ... sie holt sich meist Meinungen ein, wenn sie selbst unsicher ist und zweifelt, sie selbst sah sich mit der Situation überfordert fühlt; (was aber in einer Beziehung mit dem FS gar nicht der Fall wäre und er gar nicht gesehen hat). Die Frau wollte nach 2 Monaten Kennenlernen kein Kind mit ihm, in ihr lag der Zweifel und die Entscheidung, nicht beim FS. Deshalb macht sie ihm auch keine Vorwürfe, warum auch? Ihre Entscheidung, er hat keine Schuld und darum geht es gar nicht. Sie liebt den FS nicht genug für eine lange dauerhafte Beziehung, und ich denke, die Schwangerschaft war nur der Katalysator, für sich darüber klar zu werden.
 
  • #20
Während sie hier untergekommen ist, hat sich eine Beziehung entwickelt, wir waren beide auf Wolke 7. Ich brauche normalerweise sehr lange, um mich auf irgendwas Emotionales einzulassen, aber wenn dann richtig. Gesagt getan: wir waren 2 Monate zusammen, sprachen von Zukunft, alles passte super Sie sagte, so einen Mann wie mich hat sie sich immer gewünscht. Dann der Schock: ungewollt schwanger, Abtreibung!. Ihr Umzug in ihre Wohnung.
Was ich rauslese:
Sie wollte eventuell eine verbindliche, treue feste Beziehung und das möglichst schnell um nicht über die Vergangenheit nachzudenken. So hat sie sich verhalten. Zusammen ziehen...
Ihr habt beide nicht verhütet...
In meinem Umfeld sind einige Paare, die nach extrem kurzer Kennenlernphase Eltern wurden, später heirateten und teilweise sogar mehr Kinder bekommen haben.
Abtreibung, warum?
Nur ein Paar kenne ich, dass eine Abtreibung überstanden hat. Nur war er da traurig, da er stolz gewesen wäre, mit ihr ein Kind zu bekommen, sie konnte es sich nicht vorstellen.
Aber Frauen sagen leider nicht immer was sie denken oder wollen.
Viele Frauen wünschen sich das ganze Romantik Programm mit Kind und Ehe. Sagen es aber nicht, weil sie emanzipiert klingen wollen.
Dabei hoffen sie der Mann merkt es aber...tat er , du nicht. Enttäuschung und Ernüchterung.
Vielleicht ist es aber bei euch anders.
Die Antwort kann nur zwischen euch liegen.
Hat es einen Sinn..
Tja.
Keine Ahnung.
Pass auf dich auf.
Es gibt auch Frauen, die Männer ewig warm halten und dann in deren Kopf als große Liebe stilisiert wwrden., Da der Mann sich verzehrte lange Zeit.
Was ich meinen Freunden empfehle in solchen Situationen.
Ehrlichkeit.
Willst du eine Beziehung?
Mit welchen Zielen?
( Gemeinsam Welt ansehen, Kinder, viel Freiheit usw...was dir eben wichtig ist)
Dann schaue dir das was da an Dynamik zwischen euch ust eine von dir definierten Zeitraum an.
Vielleicht 3- 5 Monate.
Wenn es dir dann mit ihr immer noch schlecht geht.
Abstand und Verarbeiten.
Dann bist du wieder frei für etwas neues.
 
  • #21
Beziehung wurde damals von ihr beendet, sie sagt heute aber selber, sie war total mit allem überfordert (Schwangerschaft, Umzug etc.) Ich wollte für sie da sein, habe mich immer angebotenen, aber sie wollte nicht.

Frage ist: Wieso loslassen wenn eine Person einem wichtig ist?
Oh sorry, jetzt erst gelesen.
Dann war's das so ziemlich.
Es war wohl ein Test, nach der Pleite mit dem Ex ob du sie mit Kind und Chaos behüten willst.
Sei dir nicht böse, dass du ihr die Verantwortung zurück gegeben hast.
Es kann nicht funktionieren, wenn einer für beide stark sein soll.
 
  • #22
er hat sie nicht beeinflusst, weder dafür oder dagegen
Sag mal, hast Du gründlich gelesen, was der Fragesteller schreibt?
Er hat sie durchaus beeinflusst, ich zitiere ihn hierfür noch einmal:
Am anderen Tag habe ich natürlich auch meine Bedenken geäußert, ist noch früh, ihr Leben ist momentan Chaos usw. Sie sagte, sie hatte es am Ende nicht mehr gefühlt, da sie auch unter anderem gedacht hat, ich stehe nicht dazu, denke sie hätte sich da mehr Stärke von mir gewünscht.
Ich wiederhole mich: Zwei innerlich nicht gefestigte Personen haben sich in ihrer Schwäche gegenseitig runtergezogen ins Chaos. Sie als Schwangere und Frau, die gerade aus einer schlechten Situation rausgekommen war, hätte noch mehr Halt gebraucht als er. Sie hat diesen Halt nicht bekommen, Zitat siehe oben. Mokuyobi hat das in Post 18 auch klar dargestellt, welcher Mechanismus am Werke war. Und realwoman hat es auch dargelegt.
Auch wenn die beiden über 30 Jahre alt sind, so können sie doch so labil wie Teenager sein. Speziell in der heutigen Zeit bleiben viele Leute sehr lange in einem psychischen Zustand ohne inneren Kompass/ innere Stärke und wachen erst durch Geschichten wie die des Fragestellers irgendwann auf.
 
  • #23
Das wird nichts mehr. Die Entscheidung wurde bereits damals mit der Abtreibung getroffen. Ihr habt damals schon über eine gemeinsame Zukunft geredet, dann war sie schwanger und es war ganz alleine ihre Entscheidung, was sie jetzt macht? Das wird ihr zu wenig gewesen sein bzw. nicht das, was sie gebraucht hätte. So was kann auch anders enden: in Heirat, Familiengründung und einem Sich-Gemeinsam-Was-Aufbauen. Das hat bei euch nicht hingehauen. Was willst du überhaupt noch von ihr?
Sie hat noch eine Rechnung mit dir offen und noch nicht abgeschlossen, wenn sie trotzdem noch Kontakt mit dir zulässt und dieser so ambivalent ist. Wäre sie stabiler aufgestellt, hätte sie den Kontakt konsequent abgebrochen.
 
  • #24
Erstmal vielen Dank für eure Antworten. Ich war ein bisschen schockiert über die eine oder andere Antwort. Ich hätte mit ihr alles durchgezogen und auch Verantwortung übernommen. Ich habe sie zu gar nichts gedrängt.

Nun ja morgen kommt sie vorbei, wir wollen was gemeinsam kochen.
Dieses Freundschaftsding und sie sagt, sie hat Gefühle, kann es aber nicht einordnen, fällt mir sehr schwer. Ich werde sagen, dass ich für ein paar Wochen eine Auszeit will, vielleicht wird ihr ja in dieser Zeit klar, ob es Gefühle sind, weil sie nicht alleine sein kann, oder sie mich wirklich vermisst. Sie sagte nämlich, dass sie das erstmal wieder lernen müsste. Wir wollten schon einmal den Kontakt unterbinden, 2 Tage später stand sie vor meiner Haustüre und sagte, sie vermisst mich, anderen Tag später hat sie es wieder bereut und gesagt, es ist nicht fair von ihr zu sagen nur Freunde und dann sowas. Mich macht es aber auch mittlerweile verrückt, heute ist sie so morgen so. Ich denke morgens bis Abends an sie. Vielleicht habe ich Glück und sie merkt, dass ich ihr fehle. Sie erwähnte irgendwann mal, dass in ihrer vorherigen Beziehung es auch 4 Monate gedauert hat und auf einmal erst klick machen musste. Vielleicht ist die Auszeit mal gut und es bringt ein bisschen Ordnung ins Leben. Wenn nicht, weiß ich wenigstens, wo ich dran bin. Ein reines Freundschaftsding, wo eventuell später wieder man zueinander findet, würde auf Dauer von meiner Seite aus nicht funktionieren, da ich starke Gefühle zu ihr habe.
 
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  • #25
Ihr spiegelt einander, beide können nicht konsequent handeln mit richtig loslassen oder richtig neu beginnen.
Es wird Dich auf Dauer kaputt machen und es wird Dich wertvolle Lebenszeit kosten.
Tipp:
Hole Dir Hilfe bei einer Fachperson und ordne mit ihm oder ihr Dein Gedankenchaos. Erkenne Deine Beziehungsmuster, versteckte Mangel und wahre Bedürfnisse.
Du kannst es auch spirituell lösen wenn Dir so was zusagt. Man sagt, dass manche Menschen durch Schwüre oder schwere Schicksale über mehrere Leben miteinander verbunden sind. Meist ist es dann genau so wie Du es schilderst. Aber Du musst schon an solche Sachen glauben. Der erste Tipp ist sicher klug und wertvoll. Denke daran, davon profitieren beide Personen schlussendlich und allenfalls auch die nächste Freundin.
 
  • #26
Liebe @mokuyobi, der FS sah sich in einer Beziehung zur Frau, sie wohnten zusammen, er war einverstanden mit dem Kind, er hat sie nicht beeinflusst, weder dafür oder dagegen, aber im Grunde hätte er sich auch darüber gefreut, wenn sie das Kind bekommt
Erstmal: er hat ihr allein die Entscheidung zugeschoben. Da sie ebenfalls unsicher war, hat ihr das aber nicht ausgereicht und es kann durchaus sein, dass sie es in Nachhinein bereut, muss aber nicht. Ich denke, diese Situation hat beide aber eben nicht näher zueinander gebracht, sondern eher auseinander, Beide unsicher, keiner stark, keiner eine starke Meinung dazu. Wenn sie labil ist, sucht sie wahrscheinlich eine andere Art von Partner.
Im übrigen habe ich nicht gesagt nach den weiteren Ausführungen des FS, dass es hier in diesem Falle so war, dass er sie zum Abtreiben drängen wollte. Sondern das habe ich als erstes nachgefragt nach seinem Post und das ist nicht so bei ihm gewesen; ich habe nur auf deine Aussage, dass es Trennung direkt nach Abtreibung nicht gäbe, bestritten und das Beispiel meiner Mutter genügt ja schon als Gegenbeispiel, ich kenne mehr. Egal. Der FS war selbst unsicher, was auch komplett verständlich ist für mich!
Lieber FS; warum kommt sie und ihr kocht? Ich halte das für eine dumme Idee. Du kannst ihr auch einfach schreiben oder am Telefon sagen, dass du den Kontakt vorerst einstellen willst. Mach das mit der Auszeit, aber nicht nur ein paar Wochen, sondern länger, und unterbinde in dieser Zeit den Kontakt. Sonst geht das noch Jahre so unter Umständen. Sie scheint sehr unstet zu sein; werde dir klar, was das in einer Beziehung bedeuten würde. Du erhoffst dir doch von dem Abend jetzt nur eigentlich wieder mehr... Mit solchen Äußerungen hält sie sich warm, vielleicht unbewusst, aber mehr nicht. Sie hält deine Hoffnung am Leben und deine Pein, um es etwas dramatisch auszudrücken.
 
  • #27
Ich war ein bisschen schockiert über die eine oder andere Antwort. Ich hätte mit ihr alles durchgezogen und auch Verantwortung übernommen. Ich habe sie zu gar nichts gedrängt.
Spray, an diesem Zitat von Dir lässt sich im Vergleich mit den Beiträgen der Foristen hier der Unterschied zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung erklären. Du hast da einen blinden Fleck bei Dir, weshalb Du es kategorisch ausschließt, dass Deine Kommunikation und Dein Verhalten bei ihr als Abschieben von Verantwortung, Alleinlassen und auch auch Beeinflussung pro Abtreibung gesehen worden sein dürften. Dabei hat sie Dir genau diese Wirkung kommuniziert:
Sie sagte, sie hatte es am Ende nicht mehr gefühlt, da sie auch unter anderem gedacht hat, ich stehe nicht dazu, denke sie hätte sich da mehr Stärke von mir gewünscht.
Spray, es ist an der Zeit, dass Du Dich nun mal tiefer mit Kommunikation befasst und auch mit Deinem Verhalten. Kauf Dir entsprechende Bücher oder gehe auf Seminare, zum Beispiel zu den "vier Seiten einer Nachricht", zum "Eisberg-Modell", zur "Transaktionsanalyse", etc.
Deine Ex-Freundin hat Deine Botschaften auf der für sie wichtigen Beziehungsebene als Hängenlassen-Werden verstanden, als Appell hat sie verstanden: "Lass es abtreiben.", auf der Selbstoffenbarungsebene hast Du ihr gesagt: "Ich kümmere mich nicht, ich habe Angst vor dem Chaos." Diese Ebenen sind genauso wichtig wie die Sachebene, oft sogar deutlich wichtiger.
 
  • #28
Spray, an diesem Zitat von Dir lässt sich im Vergleich mit den Beiträgen der Foristen hier der Unterschied zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung erklären
Sorry Mon Chi Chi, Du nimmst den FS so wahr, bei mir kommt er ganz anders an.
Und ich bin nicht die Einzige, wie auch Du mit Deiner Wahrnehmung nicht die Einzige bist.

Ich denke, letztendlich ist es irrelevant, genau wissen würde man es nur, wenn man beide Seiten hören würde.

Fakt ist, es ist Chaos - und diese Beziehung chancenlos.

W, 51
 
  • #29
Du hast da einen blinden Fleck bei Dir, weshalb Du es kategorisch ausschließt, dass Deine Kommunikation und Dein Verhalten bei ihr als Abschieben von Verantwortung, Alleinlassen und auch auch Beeinflussung pro Abtreibung gesehen worden sein dürften.
Wenn es tatsächlich so wäre, dann kann der FS ja froh sein, eine solche narzistische Partnerin los zu sein. Denn eine Frau, die ihren Partner deshalb abschießt, weil er bei einer für beide sehr folgenreiche Sache nicht gedankenlesend zu 100% von sich aus ihre alleinige Ansicht bekräftigt, ist empathiebefreit und für eine Partnerschaft wenig qualifiziert. In einer Partnerschaft haben vielmehr beide gleichermaßen das Recht, ihre Wünsche, Bedenken, Ängste, Sorgen, ... zu äußern, um dann nach einem für beide zufriedenstellenden Weg suchen zu können.

Dem FS vorzuwerfen, dass er nicht standfester die Frau bei der Entscheidung für das Kind unterstützt habe, während diese ihrerseits herumeiert, Chaos verursacht und selber keine Standfestigkeit erkennen lässt, ist unfair.

Man kann doch nicht dem anderen zugleich das Abschieben von Verantwortung und zusätzlich den Versuch von Beeinflussung vorwerfen. Wenn man einerseits verlangt, dass der andere mitentscheiden soll, wird man auch damit leben müssen, dass er vor eine Entscheidung das Für und Wider abwägt und sich für seine Ansicht einsetzt, also entsprechend seiner Sicht beeinflussend tätig wird.

Zu erwarten, dass der Mann gedankenlesend und voraussehend zu erkennen habe, was eine herumeiernde Frau irgendwann mal richtig finden könnte und daher von Anfang an darin zu bekräftigen habe, ist empathiebefreit und verkennt, dass der Mann genauso unsicher sein darf, Sorgen, Ängste und Bedenken haben darf.

Dramapersonen wird man es ohnehin nie recht machen können. Überlässt man ihnen die Entscheidung, plärren sie herum, man würde sie mit der Entscheidung alleine lassen und keine Mitverantwortung übernehmen. Teilt man eigene Ansichten mit, plärren sie herum, man würde sie beeinflussen. Trifft man Entscheidungen, plärren sie herum, wenn es nicht die erwünschten Entscheidungen sind. Ändern diese Leute dann morgen wieder ihrer Ansicht, plärren sie herum, dass man sie nicht vorausschauend in dieser Ansicht bekräftigt hatte. Umgekehrt schauen diese Personen selber nicht darauf, dass der Gegenüber genauso eigene Wünsche, Sorgen, Ängste, Bedürfnisse, ... haben kann, auf die genauso Rücksicht zu nehmen wäre.

Der FS hat dabei weder irgendeine Anspruchs- oder Erwartungshaltung formuliert, noch irgendeinen Druck in Bezug auf eine Richtung gemacht. Er hat sich vielmehr partnerschaftlich bemüht gezeigt, ihre Sicht auch dann mitzutragen bzw. sie gerade nicht alleine zu lassen, wenn sie anders als er denkt. Zu erwarten, dass der Partner nicht einmal eigene Ansichten äußern darf, wenn diese einen nicht uneingeschränkt bekräftigen, ist halt das Gegenteil von Partnerschaft und gegenseitigen Respekt.
 
  • #30
Die Sache ist die, dass Kommunikation gelernt sein will. Dazu gehört das Wissen, dass Frauen anders kommunizieren als Männer und dass die Geschlechter meist andere Kommunikationswege wählen und andere Kommunikationsebenen höher gewichten als das gegengeschlechtliche Gegenüber. Forist xyz74 zum Beispiel, ein Mann, gewichtet die Sachebene als das Maß der Dinge, was typisch für die männliche Kommunikation ist, wohingegen Frauen die Beziehungsebene meist als wichtiger wahrnehmen und auf diesem Ohr besser hören. Dies ist keine Theorie von Frau Mon Chi Chi, sondern von Friedemann Schulz von Thun, einem der führenden Kommunikationstheoretiker.
Jeder sollte sich bewusst sein, dass die Sachebene von drei anderen Ebenen ergänzt wird, auf denen jeweils auch eine Botschaft mitgesendet wird. Insbesondere Sachebenenliebhaber negieren öfters, dass die anderen Ebenen existieren (So nach dem Motto: "Ich habe es doch so gesagt!") und dass die Botschaften auf den anderen Ebenen immens wichtig sind. Forist xyz74 hat bei seiner Betrachtung auch nicht das Axiom der Kommunikation miteinbezogen, dass die Botschaft erst beim Empfänger entsteht und dass es dem Empfänger quasi frei steht, auf welchem Ohr er am besten hört. Erst durch das Feedback des Empfängers wird klar, wie die Botschaft verstanden wurde.
Das Feedback der Freundin des Fragestellers bestätigt hier, wie oben schon gezeigt, dass sie seine Äußerungen auf der Beziehungs,-, der Appell- und der Selbstoffenbarungsebene deutlicher wahrgenommen hat als eine rein sachliche Abwägung des Für und Widers einer Abtreibung. Kommunikationskenner sind sich dieser Quellen von Diskrepanz zwischen dem, was gesagt und was verstanden wird, bewusst. Ein Kommunikationskenner weiß, dass er bei heiklen Themen besonders bewusst kommunizieren muss und dass er durch Rückfragen klären muss, wie seine Äußerungen verstanden wurden.

Neben dem nun etwas näher erläuterten Modell gibt es noch viele weitere wichtige Modelle zur Kommunikation. Überhaupt das Bewusstsein zu haben, dass vieles gar nicht explizit gesagt werden kann, weil es einem im Unterbewusstsein herumschwirrt und sich nicht greifen lässt ... dass das, was wir letztlich sagen, nicht unbedingt das ist, was wir sagen wollten .... dass das Gesagte vom Empfänger interpretiert wird... Ich behaupte, dass es ein Baustein einer langen, guten Partnerschaft ist, dass man sich mit Kommunikation befasst, wenn man kein Naturtalet darin ist. Und wer ist das schon?

Die dem Thread zu Grunde liegende Kommunikationssituation habe ich übrigens schon in Schulklassen analysieren lassen, bevor ich die Theorie offenlege und selbstverständlich, ohne eigene wertende Kommentare oder Suggestivfragen. Nahezu alle Schülerinnen haben gesagt, dass sie Sätze wie die des Fragestellers im fiktiven Kontext einer Schwangerschaft als Hängengelassenwerden und als Aufruf zur Abtreibung verstehen würden.