• #1

Aufgrund seines Berufes ausklammern?

Ich treffe mich seit kurzer Zeit mit einem Besitzer eines Beerdigungsinstituts. Der Mann ist ja ganz nett, aber über seine Tätigkeit erzählt er nicht viel und dies möchte ich auch nicht.:)

Mir ist schon bewusst, dass man diese Menschen braucht und auch wichtig für unsere Gesellschaft sind. Ich stelle mir dann im Kopfkino unsere Zukunft vor. Wir liegen auf der Couch und sehen einen Krimi im TV und hoffe, dass er nicht über seinen heutigen Tag mir erzählt.

Ist es eigentlich überheblich, dass man gewisse Menschen aufgrund seines Berufes nicht als Partner sich vorstellen kann und auch nicht möchte?
 
F

flashbuzz

Gast
  • #2
Ja. Das ist überheblich und es ist normal.
Jeder klammert viele wegen irgend etwas aus. Blond? nein, braunhaarig muss sie sein.
Dick? nein, sportlich muss er sein. Usw usw.

Ich würde einen Bestatter wahrscheinlich nicht ausklammern, aber dein Schreibstil ("ganz nett") zeigt eindeutig, dass du auch sonst kein Interesse hättest.

Nachdem ich mir bei Bruchlandungen mit Akademikern mit Blessuren zugezogen habe, habe ich mein Spektrum in diesem Punkt erweitert.
 
  • #3
Kommt auf den Beruf an. Ich könnte mir keine Beziehung mit einem Strassenkehrer vorstellen. Mit dem Besitzer eines Beerdigungsinstituts sehr wohl, ist doch ein unglaublich spannender Beruf!
 
E

Ein_Gast

Gast
  • #4
Ich verstehe das ehrlich gesagt nicht ganz, warum man jemanden wegen seines Berufes ausklammern sollte. Ausklammern würde ich jemanden, der zu faul ist zu arbeiten oder der glaubt, zu fein für irgendeine Arbeit zu sein, oder jemand der Auftragsmorde begeht.

'Er ist ja ganz nett' - das ist für mich keine Basis für irgendwas, und schon gar nicht für eine Beziehung.
 
  • #5
Ich finde es völlig normal, Menschen aufgrund gewisser Eigenschaften zunächst abzulehnen. Weil man selbst Erfahrungen mit diesengleichen gemacht hat oder einfach wegen Vorurteilen, wobei es sich auch um Vorurteile gegen eine ganze Gruppe handelt, selbst wenn man 10 unangenehme Individuen aus dieser Gruppe kennengelernt hat, denn 10 ist für eine verläßliche Statistik sicher nicht ausreichend.

Bei mir sind es Lehrer, da kenne ich eben etwa 10 näher und finde die alle überheblich, selbstgefällig, belehrend und daher würde ich keinen Lehrer als Partner haben wollen. Wenn ich aber einen Mann z.B. auf einer Party kennenlernen würde und es sich nicht ergeben würde, dass man über den Beruf redet, würde ich ihn vielleicht gar nicht überheblich, selbstgefällig, belehrend finden, aber normalerweise redet man sehr schnell über den Beruf, das gehört bei mir zu den ersten, weil unverfänglichen Themen und damit wäre es dann wahrscheinlich schnell zuende mit dem Gespräch.
Ähnlich geht es mir mit Pädagogen und Soziologen aller Art. Mit denen habe ich beruflich indirekt viel zu tun und kann es daher wissen, dass die nix für mich sind.
Bestattungsunternehmer, Pathologen oder andere, die mit dem Tod zu tun haben ( das ist dein Problem, nicht ? ) wären mir nicht unangenehm, weil der Tod für mich kein Problem im Sinne eines Tabus ist. Einen Schlachter fände ich vielleicht nicht sooo toll, weil ich das mit Gewalt und morden assoziiere.

Es hat wohl jeder Ausschlußkriterien, auch was Berufe angeht und bei jedem sind sie anders. DASS man sie hat, finde ich normal und legitim. Es ist weltfremd zu erwarten, dass man offen gegen jeden und alles sein soll.
Man macht von frühester Kindheit an Erfahrungen, die man auf ( vermeintlich ) ähnliche Situationen überträgt. Das nennt man Lernen. Manche Menschen können das nicht, sie müssen jede neue Situation neu bewerten. Je nach Schwere dieser Störung ( das ist ein Symptom bei autistischen Menschen ) sind sie nicht in der Lage, ein normales Leben zu führen.

w 47
 
  • #6
Wenn es wirklich funkt, dann ist es egal, ob er Bestatter oder Straßenkehrer ist. Es ist eher so, jeder ist, wie er ist, und geht auch deshalb einen bestimmten Weg. Und so ist der Beruf sicher irgendwie ein "Ergebnis" dieses Weges. Jeder spürt bewusst oder unbewusst, was er möchte und was nicht. Meist liegt genau hier eine Lernaufgabe. Man muss nicht für alles und jeden offen sein, das sehe ich genauso. Wichtig ist es eher zu erkennen, dass das, was trifft, betrifft...
 
  • #7
Ich treffe mich seit kurzer Zeit mit einem Besitzer eines Beerdigungsinstituts. Der Mann ist ja ganz nett, aber über seine Tätigkeit erzählt er nicht viel und dies möchte ich auch nicht.:)
Das ist eben dein Kopfkino, deine Vorstellung von Gesellschaft und Moral.
Du brauchst nur 300 Jahre zurück zu gehen, da waren Totengräber noch ganz aus der Gesellschaft ausgeschlossen, und mussten vor die Stadtmauern ziehen.
Es gibt aber auch heute noch etliche andere Berufsfelder, deren Dienstleistung wichtig für die Gesellschaft ist, aber die Menschen am Rand der Gesellschaft leben.
Wenn es wirklich funkt, dann ist es egal, ob er Bestatter oder Straßenkehrer ist.
Das ist nicht mehr als Political Correctness, und zählt nur wenn es andere betrifft.
 
  • #8
Wenn du diesen Mann super toll finden würdest und schon verliebt wärest, wäre sein Beruf vollkommen nebensächlich, denn du hast ja damit gar nichts zu tun.

GANZ NETT finde ich sehr, sehr viele Männer (eigentlich sind die meisten ja ganz nett oder?), aber hast du das nötig dich mit einem Mann zu treffen der nur ganz nett ist.....ich will einen Mann dessen Art ich klasse und geil finde....auch der Axtmörder kann nach außen ja ganz nett sein...mal drastisch ausgedrückt....
 
  • #9
Das ist nicht mehr als Political Correctness, und zählt nur wenn es andere betrifft.

Das ist nicht "political correctness", sondern es heißt umgekehrt, dass es (so wie es hier der Fall ist), z.B. bei einem Bestattungsunternehmer oder Straßenkehrer oder Lehrer.... oder wem auch immer gerade nicht funkt (wenn es nicht passt). Nicht das Pferd von hinten aufzäumen! Liebe hat nichts mit Kopf (Beruf) zu tun, sondern mit Herz, und das Herz erkennt. Der Kopf kann oder versucht es dann höchstens zu erklären, was dann dahin mündet, dass sich die FS z.B. fragt, warum sie sich nicht vorstellen kann, eine Partnerschaft mit einem Bestattungsunternehmer einzugehen. Auch Bestattungsunternehmer und Straßenkehrer und Lehrer und welche Berufe auch immer hier als Beispiel genannt wurden oder werden (auch bei Frauen, gilt für beide Seiten), haben Partnerschaften und da hat es dann auch "gefunkt". Und nicht trotz des Berufes, sondern einfach, weil es gepasst hat oder passt!!!!
 
  • #10
Liebe hat nichts mit Kopf (Beruf) zu tun, sondern mit Herz, und das Herz erkennt.
Ah, jetzt ja. Verstehe. Das Herz der Frau sehnt sich nach Liebe, Anererkennung, und Sicherheit, und die bekommt das Herz nur da wo Status und wo Geld ist, und gefühlte Anerkennung bekommt die Frau am meisten, wenn sie sich im Kreis ihrer weiblichen Bekannten überlegen fühlt.
Der Kopf kann oder versucht es dann höchstens zu erklären, was dann dahin mündet, dass sich die FS z.B. fragt, warum sie sich nicht vorstellen kann, eine Partnerschaft mit einem Bestattungsunternehmer einzugehen.
Wahrscheinlich ist es auch das Herz, dass sich zusammenkrampft, wenn sie daran denkt anderen Frauen von ihrem Freund erzählen zu müssen, er wäre Totengräber. Deshalb ist es NATÜRLICH immer das Herz, das keine Liebe für diesen Mann empfinden kann, ganz klar.
Geld und Status erzeugen bei Frauen ein angenehmes Herzgefühl. Mit dem Kopf hat das nichts zu tun.
Wenn eine Frau mir das erzählt, dann glaube ich ihr das auch. Zugleich weiß ich, dass dieser Frau der Zusammenhang zwischen Gedanken und Gefühlen nicht bewußt ist, aber das muss ich ihr nicht auf die Nase binden.
 
  • #11
Es gibt auch Bestatter/-innen, die dieses Gewerbe gerne ausüben.
Den Verstorbenen die Würde, und den Hinterbliebenen Trost und Stütze geben. Und sich einen Partner/in wünschen, die sie darin anerkennen.
Denn ein Bestatter hat ja nicht nur mit dem Verstorbenen zu tun. Sondern auch mit dessen Beisetzung, der Gestaltung und ggf. Organisation der (religiösen) Andachten, usw. - und ggf. auch viel Papierkram und Ämtergänge.
z.B. wenn der Bestatter die Lieblingsblumen des Verstorbenen beschafft und präsentiert.
Ein Haken hat aber dieses Gewerbe, und das sollte die FS ansprechen. Nämlich die Bereitschaftszeiten, wo man auf Anrufe wartet, wegen Verstorbenen. Wenn Jemand gestorben ist, dann wollen die Leute, daß man den so schnell als möglich abholt. Außerdem ggf. schneller sein, als die Konkurrenz. Die ja auch das Geschäft machen will.
Ein weiterer Punkt wäre für mich die Art und Weise, wie Jemand dieses Gewerbe ausübt. Faire Preise - oder übertrieben abkassieren ? = Charaktersache.
Ich habe mal drei versch. Bestattungsfirmen besucht, und deren Angebote geprüft. Der Beste war der fairste, und sogar der Billigste.
Nur das, was wirklich nötig und geboten ist. (oder der Kunde wünscht). Ein rühriger und fleißiger Familienbetrieb. Diese Leute könnte ich mir auch in meinem Freundeskreis vorstellen, "trotz" ihrem Gewerbe.
 
G

Gast

Gast
  • #12
Liebe Fs,

es gibt 1000 Gründe, warum jemand "ausgeklammert" wird, zu dick, zu dünn, falsche Berufsausbildung, falscher Musikgeschmack, falscher sozialer Hintergrund, falsche Haarlänge oder gar keine haare, zu viele Kinder, zu wenig Kinder, Haustiere ja oder nein, Akademiker, kein Akademiker, die Reihe ließe sich endlos fortsetzen….
Bitte mach Dir keinen Kopf, wenn der schöne Anspruch von "nur der Charakter" zählt nicht 1:1 von Dir umsetzbar ist….

Wer nicht ausklammert, werfe den ersten Stein……

Und sei Dir gewiss, wenn er der Richtige wäre, wäre Dir alles Andere völlig schnuppe…..ich würde Dir empfehlen, einen Mann zu suchen, der mehr als "ganz nett" ist…….

W
 
G

Gast

Gast
  • #13
Ich finde es völlig normal, Menschen aufgrund gewisser Eigenschaften zunächst abzulehnen.
Ja, finde ich auch.
Bei mir sind es Lehrer, da kenne ich eben etwa 10 näher und finde die alle überheblich, selbstgefällig, belehrend
Naja, aber Lehrer ist ein Beruf und keine Eigenschaft.
Wenn ich aber einen Mann z.B. auf einer Party kennenlernen würde und es sich nicht ergeben würde, dass man über den Beruf redet, würde ich ihn vielleicht gar nicht überheblich, selbstgefällig, belehrend finden, aber normalerweise redet man sehr schnell über den Beruf, das gehört bei mir zu den ersten, weil unverfänglichen Themen und damit wäre es dann wahrscheinlich schnell zuende mit dem Gespräch
Das ist doch der beste Beweis, dass das Berufethema eben nicht unverfänglich ist. Wieso? Weil du dir ja offensichtlich direkt eine Meinung bildest, dein eigenes Vorturteil, manchmal ein Klischee. Zufälligerweise handhabe ich das oftmals so, dass ich nicht wissen will, was die Leute so machen (umgekehrt nähmlich hasse ich die Frage "Und, was machst du so") - manchmal funktioniert es, und man hat sich eben andere Dinge zu sagen, manchmal nicht, weil Identifikation manchmal über den Beruf geht. Ist auch ok. Aber unverfänglich finde ich das Thema nicht. Es gibt sicherlich Berufe, die attraktiv klingen und andere dafür weniger. Ja. Aber ich habe mehr Achtung, vor einem Immigraten, der sich am Tag mit 3 Jobs durchschläg, nebenei noch irgendwie die Sprache lernt und einfach fleissig ist mit bodenständiger Arbeit. Ggf. sich auch oft neue Arbeit suchen muss. Klar arbeiten wir alle irgendwo angemessen viel und hart, aber seine wir mal ehrlich - das ist unsere ganz eigene Gesellschaftspolitik die wir betreiben. Dabei sind Personen, die mal nicht aus meinem Berufsfeld oder Sektor kommen, ganz bereichernd. Es kommt halt auf mich selber an, wie neugierig ich bin.
 
  • #14
Ist es eigentlich überheblich, dass man gewisse Menschen aufgrund seines Berufes nicht als Partner sich vorstellen kann und auch nicht möchte?
Nein, denn der Beruf ist ein wichtiges Identitätsmerkmal. Wir leben und denken in Kleingruppen, es ist völlig normal, dass wir uns gegenseitig abgrenzen.
Liebe Fs, es gibt 1000 Gründe, warum jemand "ausgeklammert" wird, zu dick, ..., falsche Berufsausbildung, ..., falscher sozialer Hintergrund, ...oder gar keine haare, zu viele Kinder, ..., Haustiere ja ..., kein Akademiker, die Reihe ließe sich endlos fortsetzen….
Genau. Und jedes einzelne Argument ist individuell richtig, und nachvollziehbar.
Nur eben dann nicht, wenn man gerade auf der anderen Seite steht, und abgelehnt wird.
 
G

Gast

Gast
  • #15
Ja, der Beruf hat schon einen besonderen Beiklang. Aber ich würde mich fragen:
- ist es der Beruf oder der Mann, der nicht passt
- blocke ich Gefühle ab wegen seines Berufes, aber wenn er was anderes täte, würde ich verliebt sein
- habe ich ein Problem wegen der Leute, denen ich erzählen müsste, was mein Freund macht. Mit anderen Worten: Nehme ich mir eine Beziehung, die ANDERE toll finden sollen. Dann bin ich arm dran, aber es ist weit verbreitet, dass sonstwer ein Wörtchen mitzureden hat, wen man als Partner nimmt.
Naja, aber Lehrer ist ein Beruf und keine Eigenschaft.
Das ist in vielen Fällen doch eine Eigenschaft bzw. der Beruf wird gewählt, weil man diese Eigenschaft hat. Ich kenne einige Lehrer und man merkt das sofort, wenn man drauf achtet. Sie sind nicht in der Lage, ein normales Gespräch von gleich zu gleich zu führen, sondern belehren oder dozieren.
 
G

Gast

Gast
  • #16
Das ist wie einige bereits geschreiben haben, völlig normal. Da die meisten danach herleiten, dass der Beruf halt den Menschen widerspiegelt. Ist ja nunmal durchaus auch so, wenn man die meiste Ziet damit verbringt. Und Bestattungsunternehmer wirkt halt irgendwie (sorry) düster. Wobei das wohl noch besser ist als wenn ein Beruf und dadurch auch der Mensch langweilig wirkt. Bei Männern sind das Berufe wie Angestellter beim Finanzamt oder Versicherungsangestellter im Innendienst (Stromberg sei Dank). Frauen in diesen genannten Berufen haben widerum keine diesbzgl Nachteile. Von der Logik sollte natürlich keiner danach gehen. Aber bei der Partnerwahl und was ja nun wohl die Basis ist, sich überhaupt auf jemanden einzulassen, ist die erotische Anzeihungskraft und diese ist nunmal 100prozentig emotional um nicht zu sagen triebgesteuert und sich anderesn gegenüber mit Schmücken zu können. Hat also nichts mit Logik oder Vernunft zu tun. Hab ich beim vielen Lesen im Forum nun schon mitbekommen. Leider, Leider. Wenn ich beim Date als Mann sagte ich bin im Archiv beim Finanzamt oder ich sage, ich möchte das ansich noch nicht so ausführlich sagen, aber ganz grob beschrieben bin ich beim Staatschutz. Na wie wirkt es? Und wenn man das nun den Freundinnen erzählt? Wie wirkt wohl dort die jeweilige Aussage über die berufliche Tätigkeit des neuen Partners? Ja und das bringt widerum für einen selbst ein schönes, aufwertendes Gefühl mit sich. Aber liebe FS, Bestattungsunternehmer hat mehr als nur BestattungsinstitutsMITARBEITER. Warum sind denn in den Profilen so viele Chef oder Selbstständig?
 
A

ak18

Gast
  • #17
Vielleicht solltest du dich mal mit dem Beruf auseinandersetzen.
Wahrscheinlich gruselt es dich, dass er Leichen anfasst und dann dich.
Mit einem Arzt (z.B. Proktologen) hättest du keine Probleme?

Viele Bestatter sind Menschen mit einer sehr hohen Einfühlungsgabe und einem großen Respekt vor den Menschen - bis in den Tod.

Sie kommen in einer absoluten Ausnahmesituation zu Leuten, die dann ein ganz großes Mitgefühl brauchen und müssen sehr empathisch und sehr professionell agieren.

Ein Bekannter von mir ist Bestatter und ich kenne kaum einen sozialeren wärmeren Mann. Er genießt hier in der Stadt einen unheimlich guten Ruf.

Mach dir mal ein Bild von dem, was du in einer Situation, in der du auf einen Bestatter angewiesen bist, von ihm wünschst. Vielleicht lässt das den Mann in einem anderen Bild erscheinen.

Viele Grüße
 
  • #18
Ich gebe offen zu, dass ich niemals einen Schlachter oder Metzger als Partner haben könnte, ein Bäcker oder Konditor schon, mal als Beispiel - ich habe Resentiments und gebe sie auch zu, obwohl ich ansonsten beruflich nicht festgelegt bin.

Auch wollte ich niemals einen Partner, der auf die Jagd geht und sei es nur um Wildschweine zu dezimieren.
Oder einen Partner, der im Auftrag der Forschung Tierversuche unternimmt, egal, ich werde dies niemals akzeptieren und tolerieren.
 
  • #19
Das ist echt witzig. Einen solchen Kontakt mit einem Beerdigungsunternehmer hatte ich auch schon mal vor einigen Jahren. Er ist über das Telefonat nicht hinausgekommen...
ES GING EINFACH NICHT. Egal, welche Gründe man hier anführen mag, mir war das einfach zu deprimierend.
 
G

Gast

Gast
  • #20
Wovor hast du denn Angst? Dem Tod, Leichen, dass er Menschen anfassen muss? Mir würde das nichts ausmachen, weil ich da keine Berührungsängste habe. Das einzige, was dich weiter bringt, ist, dich dieser Angst zu stellen

Ja, ist es in meinem Augen. Das sind Probleme der verwöhnten Luxus- und Etepetegesellschaft. Nichts von den Problemen der Welt gesehen und vor den unangenehmen, "depremierenden" Dingen, die Augen verschließen.

Wenn man damit nicht umgehen kann, dann wird es Zeit, es zu lernen. Ich empfehle das Buch: "Geh an die Orte, die du fürchtest"
 
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Sophia45

Gast
  • #21
Bestattungsunternehmer fände ich voll ok. Massive Probleme hätte ich mit: Schlachter; Modelscout; Gynäkologe.
 
G

Gast

Gast
  • #22
Mit einem Bestatter hätte ich persönlich gar kein Problem.
Was ist denn verkehrt daran, einem Menschen einen würdigen Abschied zu ermöglichen? Gerade o ein Mensch muss doch wissen was gerade im Leben für eine Fülle und Freude liegt....
Ich bin da aber auch etwas anders gestrickt. Studiere Jura und war in der Gerichtsmedizin und auch in der Forensik.
W
 
  • #23
Habe vor ein paar Jahren auf einer Feier einen Mann kennen gelernt, mit dem ich ein paar schöne Stunden verbracht habe an dem Abend.
Erst kurz bevor ich nach Hause ging erfuhr ich, das er Bestatter ist.
Meine Miene muss komisch gewirkt haben, er hat köstlich gelacht und ich dann ebenfalls.
Wenn wir beide zu diesem Zeitpunkt auf Partnersuche gewesen wären, hätte ich nicht lange gezögert und mich mit ihm getroffen.
Ein attraktiver Mann, gleicher Humor. Allein das hätte schon gereicht.
Sein Job hat mich nicht abgeschreckt.
Da gibt es andere.
Wie hier schon erwähnt. Lehrer!
 
  • #24
Liebe Claudia,

Du findest seinen Beruf abschreckend und willst am besten gar nichts darüber hören? Sorry, aber das ist wohl eher dein Problem. Er scheint jedenfalls jemand zu sein, der sehr einfühlsam ist und Menschen in den schwersten Phasen ihres Lebens begleitet und unterstützt. Jemand, der nicht wie du die Augen und die Ohren zu macht, sobald das Thema "Tod" fällt.

Ich finde, du solltest für seine Tätigkeit Anerkennung und Wertschätzung übrig haben. Wenn dir das zu "gruselig" oder gar "ekelhaft" ist, dann such dir doch einen Partner, der genauso oberflächlich ist, wie du.

w (27)
 
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