• #1

Aufenthaltsort auf Vater übertragen

Hallo,
Ich komme gleich zur Sache:
Mein Partner, mit dem ich seit 2 1/2 Jahren zusammen bin, hat eine 4jährige Tochter. Wir sehen die Kleine 1x im Monat eine ganze Woche, weil die Mutter 300 km weggezogen ist und eine Kontaktrechtsregelung in anderer Form nicht sinnvoll gewesen wäre.
Seit der Trennung werden meinem Freund nun ständig Steine in den Weg gelegt. Die Ex will mehr Kindesunterhalt, der Vater soll ständig Kleidung oder Schuhe besorgen, zur gleichen Zeit hält sie sich nicht an Absprachen. Verweigert einen regelmäßigen Telefonkontakt. Droht dem Vater mit Kindesentzug.
Die ganze Situation wurde in letzter Zeit noch prekärer, weil uns die Kleine seit Monaten erzählt sie würde geschlagen. Mein Freund hat versucht mit der Mutter zu sprechen, sie blockiert alle Gespräche, wird hysterisch und fängt an zu weinen. Ein erwachsenes Gespräch ist mit ihr nicht möglich.
Mein Freund vermutet außerdem, das sie Drogen nimmt. Generell ist sie keine Person, die man als Vorbild für ein Kind bezeichnen könnte.
Wir möchten nun schauen ob der Aufenthaltsort von der Mutter zum Vater und mir verlegt werden kann. Bevor wir rechtliche Schritte einleiten, möchten wir eine Abschätzung von anderen Päärchen, die vll das gleiche schon durchgemacht haben und uns weiterhelfen können.
Danke schon mal im Voraus.

P.S. Der Vater hat das gemeinsame Sorgerecht.
 
  • #2
Wenn Ihr den Verdacht habt, das Kind wird geschlagen und die Mutter nimmt Drogen, müsst Ihr schnellstens reagieren. Schaltet das Jugendamt ein und nehmt Euch einen Fachanwalt für Familienrecht. Geht das Kind in den Kindergarten? Setzt Euch mit der Einrichtung in Verbindung. Wenn die Erzieherinnen auch Beobachtungen zur häuslichen Gewalt gemacht haben bzw. die Kleine dort auch äußerte, geschlagen zu werden, habt Ihr Zeugen. Das ist in dem Fall wichtig.
 
F

Fiona72

Gast
  • #3
Wenn die Erzieherinnen auch Beobachtungen zur häuslichen Gewalt gemacht haben bzw. die Kleine dort auch äußerte

Wenn die Erzieherin dies schon beobachtet hat, dann wäre längst das Jugendamt kontaktiert worden. Ich finde es immer schlimm, wenn man außer einem haltlosen Verdacht wenige Beweise hat.

Einer Freundin von mir geht es als AE genauso. Hier mutmaßt der EX alles Mögliche von Drogenkonsum über Alkoholmissbrauch und Gewalttätigkeit, Die Frau vom Jugendamt besucht sie fast jede 2 Woche und kann nichts dieser Mutmaßungen feststellen. Mittlerweile sind sogar meine Freundin und die Frau v. Jugendamt befreundet. Lt. der Dame v. Jugendamt erlebt sie dies fast täglich, wo der EX unbegründet seine Exfrau beschuldigt. Natürlich wird dies dann auch immer nachgegangen.
 
  • #4
Du scheinst mir absolut befangen zu sein. Klar ist die Situation unpraktisch, ich glaube auch das ein Kind da nicht so eben mit dieser extremen Regelung 1 Woche hier dann 3 Wochen da fertig wird. Spätestens zur Grundschule ist damit Schluss. Du machst deinen Freund zum unfehlbaren und sie zur störenden hysterischen Zicke die ihr Kind schlägt. Der kann dir alles erzählen, du wirst es glauben.Immerhin haben die beiden ein Kind. Und dabei gewesen, was da wirklich abgelaufen ist und wieso die Trennung so extrem ist und immer noch extrem verläuft weißt du auch nicht. Auch hast du noch nicht gesehen was sie für Drogen nimmt. Mein Rat: Da man eben in Wahrheit keine Ahnung hat und auch keine haben will und kann, denn dann muss man seinen Partner im schlechtesten Fall mit anderen Augen sehen und er ist bald keiner mehr: Es ist nicht dein Kind. Halt dich raus. Das kann nur er lösen. Da nimmt er mal ein paar Wochen Urlaub und fährt hin. Das hat schließlich Priorität und muss dringend gelöst werden. Geht schlecht bei 300 km Entfernung. Wenn das Jugendamt noch nicht da war, wenn die Erzieherin das dauernd erzählt bekommt, dann bist du nicht diejenige die aus der Entfernung Protokolle, Dokumentationen und Beweise auffahren kann. Das wird schnell zur üblen Nachrede und Unterstellung einer Straftat. Unter Umständen ist sie wirklich so verdreht und sie wartet nur drauf, Damit die Tochter zu einer die ihr das unterstellt nämlich gar nicht mehr kommt. Bevor du nicht weißt, welche Variante infrage kommt Die Frau nimmt Drogen, oder sie ist abgebrüht halte dich zurück. Als Vater muss er das eh alleine lösen können. w48
 
  • #5
Wenn die Erzieherin dies schon beobachtet hat, dann wäre längst das Jugendamt kontaktiert worden. Ich finde es immer schlimm, wenn man außer einem haltlosen Verdacht wenige Beweise hat.

Einer Freundin von mir geht es als AE genauso. Hier mutmaßt der EX alles Mögliche von Drogenkonsum über Alkoholmissbrauch und Gewalttätigkeit, Die Frau vom Jugendamt besucht sie fast jede 2 Woche und kann nichts dieser Mutmaßungen feststellen. Mittlerweile sind sogar meine Freundin und die Frau v. Jugendamt befreundet. Lt. der Dame v. Jugendamt erlebt sie dies fast täglich, wo der EX unbegründet seine Exfrau beschuldigt. Natürlich wird dies dann auch immer nachgegangen.

Der Fall den Du kennst, muss doch mit dem Fall hier nichts zu tun haben. Also, nicht pauschalisieren. Wenn das Kind seit Monaten erzählt, dass es geschlagen wurde MUSS man reagieren. Auch, wenn man kein Elternteil oder Verwandter ist. Wenn ich mir überlege, was passiert wäre, wenn Nachbarn nicht weggesehen hätten, wenn Kinder in der Familie geschlagen werden... Das hat auch etwas mit Zivilcourage zu tun. Kein Elternteil hat das Recht, ein Kind zu schlagen. Da muss eingegriffen werden. Es kann doch sehr wohl sein, dass die Frau überfordert ist und aus der Überforderung heraus schlägt. Nicht der Ex beschuldigt sie, sondern das Kind erzählt das, wenn es beim Vater ist. Ein 4 jähriges Kind kann sich sehr wohl artikulieren und sollte ernst genommen werden. Nicht alle Mütter sind Heilige und nicht alle Väter sind Schweine.
 
  • #6
Danke mal für die Antworten.
Ich will nichts jemandem unterstellen. Die Mutter hat bereits bei einem Gespräch in Jugendamt zugegeben, die damals 3 Jährige in ihr Zimmer einzusperren und ihr gelegentlich einen Klaps zu geben, wenn die Kleine sich fehl verhält. Sowas kann NIE im Interesse des Kindes sein! Sie wird sicher nicht mit dem Gürtel malträtiert, doch auch die "gesunde Watschn" ist nicht akzeptabel.
Was die Drogen angeht, so ist das eine Vermutung. Wir haben keine Beweise und wollen ihr auch nix unterstellen. Wir haben aber Sorge, dass bei ihrer hysterischen Natur der neuerliche Schritt zu den Drogen, sie wurde schon mal festgenommen, ein kurzer ist. Wir haben einmal beim Abholen Gras gerochen.
Sie kann mit Problemen nicht umgehen und jedes Gespräch der beiden Eltern eskaliert, weil SIE sich NIE an vorher getroffene Absprachen hält. Ständig schiebt sie die Kontaktzeiten hin und her, revidiert ihre Wünsche dann meist 14 Tage später und wir können wieder springen, wenn sie pfeift. Für das Wohl der Kleinen beugen wir uns immer ihrem Gutdünken, weil mein Freund die bereits aufgeladene Situation nicht noch mehr aufladen will. Außerdem will sie mehr Geld und droht mit Kindesentzug, wenn er nicht so macht wie sie will.
Sich als Partner herauszuhalten ist leichter gesagt als getan, denn es ist natürlich ein Thema, v.a. wenn ich ein tolles Verhältnis zu ihr hab. Es geht mich auch etwas an und ich bin als Partner sogar gesetzlich dazu verpflichtet mich um das Wohlergehen der Kinder meines Partners zu sorgen.
Außerdem möchten wir nur mal Informationen sammeln um eben NICHT überstürzt zu handeln. Wir wollen wohldurchdacht vorgehen. Mein Freund versucht immer noch auf eine Gespräch mit der Mutter zu setzen und den Weg mal über eine Mediation zu gehen, wir wollen aber auf alle Fälle gerüstet sein.
 
  • #7
Bei mir würden vor allem in deiner Rolle ja alle Lampen angehen: Wenn sich mein Freund vor mir eine Frau gewählt hat, die solch eine menschliche Niete ist, die Drogen konsumiert hat, sich ihrem Kleinkind gegenüber nicht unter Kontrolle hat, mit der man nicht vernünftig reden kann, die unstet ist und Verabredungen nicht einhalten kann, die mit Kindesentzug droht … usw. … aber der Sex scheint ja gut genug gewesen zu sein - es ist sogar ein Kind dabei entstanden! Wieso hat dein Freund so dermaßen daneben gegriffen? Auch auf deinen Freund wirft das nämlich, mMn, kein gutes Licht.

w50
 
  • #8
Ich möchte jetzt grundsätzlich nicht mit einer Diskussion beginnen über ob, wenn und wieso die Kleine entstanden ist. Ich kenne die zwei nicht als Paar und meine Informationen hab ich von Dritten bzw. von meinem Freund und dass diese parteiisch sind, weiß ich auch.
Wenn allerdings die Pille abgesetzt wird ohne es seinem Partner zu sagen, um eine Beziehung zu kitten, die schon hinüber ist, dann hat man schon den Salat. Die beiden waren Anfang 20 und einfach blöd. Mein Freund hat seit der Trennung sein Leben in den Griff gekriegt und seinen 'Freundeskeis' gehörig ausgemistet. Was die Mutter nicht gemacht hat.
Es geht uns aber vordergründig wirklich um Menschen, die vll eine solche oder ähnliche Situation mitgemacht haben und uns helfen können uns auf das Kommende vorzubereiten.
 
A

ak18

Gast
  • #9
Meines Erachtens macht ihr schon das Mögliche. Über die Distanz von 300km ist es schwer am Ball zu bleiben.
Wichtig ist natürlich Unzuverlässigkeiten und Fehlverhalten sauber zu dokumentieren. Ein Fachanwalt kann einem auch eine Menge Rechtsicherheit geben. Eine Beratung ist in aller Regel durch eine Rechtsschutzversicherung gedeckt. Dies wäre auch für die Unterhaltsleistungen interessant.
Sind die U - Untersuchungen alle gemacht? Evtl. kann man während des Aufenthaltes des Kindes bei euch ja auch mal zum Kinderarzt und ggf. Hämatome bestätigen lassen.
Meiner Erfahrung nach macht es sich das "Jugendamt" oftmals einfach. Aber vielleicht ist es gut, wenn es weiß, dass es euch gibt, falls die Mutter Ausfallerscheinungen zeigt.
Nach meiner Erfahrung hat man als Vater zwar Rechte, die sich in der Praxis aber nicht leben lassen, wenn die Mutter es nicht will. Die Lohnpfändung geht da schneller, als dass man den Impfpass des Kindes sieht.
 
  • #10
Was das Thema Unterhalt angeht, so hat die Mutter keinen Anspruch auf mehr. Mein Freund zahlt schon 2% mehr als den üblichen Satz. Außerdem sorgen wir auch für die Hälfte der Kleidung, Schuhe und oftmals Spielsachen (Kinderbücher, altersgerechte Spuele, etc).
Wir waren bereits bei einer Rechtsberatund, haben uns an die Kinder und Jugendanwaltschaft gewandt und haben unsere Lage erörtert. Trotz unseres mittlerweile 8 seitiges Dokumentes über alle Misstritte der Mutter wurde uns zwar zugesprochen, dass unsere Bedenken nicht von ungefähr kommen, doch es wurde auch gleichzeitig darauf hingewiesen, dass es noch ZU WENIG wäre um eine Intervention des Jugendamtes zwingend zu machen. Ich frage mich allmählich was noch passieren muss, dass das Jugendamt einschreitet. Was wir zudem feststellen konnten ist, dass die Mutter versucht die Kleine zu manipulieren und den Papa und in weiterer Folge auch mich in Misskredit zu bringen. Leider oder zum Glück beißt sie dabei bei ihrer Tochter auf Stein, denn sie ist in ihrer Papa vernarrt!
Eine Mediation wird baldmöglichst stattfinden.
Gäbe es noch konkrete Schritte die wir unternehmen könnten, oder tun wir schon das Möglichste?
 
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