• #1

Auf eine etwas ungewöhnliche Bahn geraten - wer passt am besten zu mir?

Hallo,
ich (m29) versuche mein Anliegen mal biographisch-charakterlich zu schildern:
- Von außen gesehen dauern bei mir gewisse Dinge etwas langsamer als der Durchschnitt, Studium erst mit deutlicher Überziehung der Regelstudienzeit abgeschlossen, Berufseinstieg verläuft auch eher langsam, ich war Jungmann bis 25 und hatte bisher noch keine länger andauernde richtige Beziehung.
- Zum einen bin ich sehr reflektiert, denke über vieles nach und gelte für einige weibliche Freunde als gar sehr sensible Person in manchen Punkten (der totale Softi, Ja-Sager)
- und bin vom Kopf her noch sehr stark am traditionellen Lebensmodell orientiert (heiraten, Kinder kriegen, Haus bauen, ein traditionelles Frauen- und Männerverhalten scheint sich im Alltag zu bewähren und als Beziehungen zu generieren - so zumindest in meinem Freundeskreis)
- zum anderen bin ich aber auch der "Exzessive"/"An-seine-Grenzen-Geher", der 6-7 Tage die Woche durchstudierte, im Sport schon seit 6 Jahren Vollgas gibt (Marathon, Ironman, Ultra-Tageswanderungen, Maximalkrafttraining/BB) und auch im Bereich der Sexualität (im Rahmen von Sexbeziehungen/ONS, mit Frauen (leider auch P6), Männern und TS - ich habe in den letzten 4,5 Jahren vieles ausprobiert, allerdings nachweislich ohne gesundheitliche Nachwirkungen, da kommt eben doch der Vorsichtige zum Vorschein!).
- Letzteres bestätigte mir aber meine heterosexuelle Identität: Beziehungen mit Männer probierte ich und ich outete mich, bei Familie und Freunden, parallel zum inneren Outing - aber so recht zufrieden machten sie mich nicht. Und ich kehrte zu meiner vorherigen Orientierung zurück - und genieße seit dem parallel Sex mit unterschiedlichen Frauen - durchaus mit Gefühlen...

Die Krux an meinem Liebesleben ist halt nur, dass die Geschichten eher nicht aus meinem Alltag (Arbeit/Sport) entstanden sind, sondern eher über die Peripherie (Internet, Weggehen, usw.).
Vom Grund her war die Idee, dass ich erst meine Berührungsängste beseitigen musste (ich war bis 25 ja ein durchaus schüchterner Typ!).
Für eine Beziehung müsste ich denke ich eine von der Freizeitgestaltung passende Frau (sportlich und irgendwo doch eine Pusherin) im Zentrum meines Altages kennenlernen. Doch da bin ich weiterhin schüchtern wie zuvor, ich bräuchte da echt eine sehr offene, lockere Frau...
Was für eine Frau passt da wohl am besten zu mir? Und wie sollte deren "Vorgeschichte" aussehen?

m29
P.S.: Ich bin ansonsten 1,70m, athletisch-drahtige Figur.
 
  • #2
Puh da weiß ich auch nicht, was ich sagen soll. Willst du überhaupt sicher eine konventionelle, auf Werten etc. basierte Beziehung, ist das wirklich das, was du möchtest? Also ich würde dir das nicht abnehmen und könnte da keinen Mehrwert für mich als Frau entdecken. Das größte Problem sehe ich nicht darin, dass du generell anders als der Durchschnitt bist und vom Mainstream abweichst, sondern darin, dass du innerhalb deines bestehenden "Anders-Seins" noch zehnmal anders bist und herumhüpfst. Also nicht konsequent speziell in eine Richtung bist, sondern mal so, mal so, und das in 10 Richtungen.

Ich würde an deiner Stelle wohl im Internet in etwas spezielleren Foren suchen, weil ich glaube, dass du dir im Alltag viele Körbe einholen wirst, wenn du auf reguläre Frauen losgehst. Lieber gleich in vorsortierten, spezielleren Metiers suchen.
 
  • #3
Stehe gerade auf dem Schlauch. T6 Sexuallockstoff?
TS? Transsexuelle? BB Proteinnahrung?
Auf mich wirkt das alles extrem abtörnend. Kenne mich auch in diesen Szenen überhaupt nicht aus.
Im normalen Leben ein Jasager, mit starker Neigung zu Extremsport/exzessives Studium, wie eine Sucht.
Zahlreiche Sexualkontakte in verschiedensten Richtungen, Männer/Frauen/Transexuelle.
Wirkt insgesamt orientierungslos und so, als sollte durch die ganzen exzessiven Tätigkeiten eine grosse innere Leere übertönt werden, vielleicht auch mangelndes Selbstbewusstsein.
Wirkliche Nähe und Verbindlichkeit entsteht da nicht.
Mir fällt dazu auch nicht wirklich was Gescheites ein, ausser, dass du solltest du wirklich auf der Suche nach einer ernsthaften Beziehung sein, vielleicht mal von deinen zahlreichen parallelen Sexkontakten Abstand halten solltest. Vielleicht noch ein normales Hobby wie Tanzkurs belegen solltest. Dich in einer seriösen Partnerbörse anmeldest. Wenn du dich nach Haus /Frau/Kind sehnst, wird das mit deinem jetzigen Lebensstil kaum vereinbar sein.
Oder du suchst dir eine Frau, die zb gerne in Swingerclubs geht, exzessiv Marathons läuft etc.
 
  • #4
Ne ne mein Junge. Mein Rat an dich. Hör auf zu suchen. Lebe erst mal dein Leben dieser Art jetzt aus. Einige stoßen sich die Hörner Traditionell ab und du springst gerade wie Flip von der Biene Maya durchs leben.Du solltest nicht suchen. Du wärst jeder Frau sicher bald zu anstrengend. Und das meine ich nicht Böse. Power dich erst mal aus. Ruhiger und orientierter wirst du von ganz alleine. Nämlich dann, wenn es dir zu anstrengend wird. Und dann wirst du das auch ausstrahlen und für potenzielle Partnerinnen bereit sein. Aber jetzt noch nicht. Finde dich erst mal Selbst um dann nach anderen "Ernsthaft" zu suchen.
m45
P.S. Du bist schon ein sehr bunter Vogel aber sicherlich mit einer Geschichte!
 
  • #5
heiraten, Kinder kriegen, Haus bauen, ein traditionelles Frauen- und Männerverhalten scheint sich im Alltag zu bewähren und als Beziehungen zu generieren - so zumindest in meinem Freundeskreis
Das ist die Vorstellung in Deinem Kopf. Für mich klingt das nach Kompensation, denn was Du alles gesucht hast an Sex und Erleben, passt genau NULL zu diesem konservativen Bild. Also würde ich das gar nicht erst versuchen und dazu stehen, wie ich wirklich bin.

Für eine Beziehung müsste ich denke ich eine von der Freizeitgestaltung passende Frau (sportlich und irgendwo doch eine Pusherin) im Zentrum meines Altages kennenlernen. Doch da bin ich weiterhin schüchtern wie zuvor, ich bräuchte da echt eine sehr offene, lockere Frau.
Ich glaube auch, dass die Frau sehr tough und initiativ sein muss. Sowas gibt es auch im konventionellen Bereich, aber dazu musst Du bieten können, dass Du Haus, Lebensstandard und Kinder auch finanzieren kannst. Erst wenn das gegeben ist, wirst Du interessant als traditioneller Partner.

Deine Eskapaden haben Dich ja nun nicht selbstsicherer gemacht. Ich denke, weil Du das so geteilt hattest - hier Dein "sauberes" Lackbild im Kopf von der heilen Familien-Ehe-Welt, da Deine andere Seite, die Du exzessiv ausgelebt hast. Ich denke, das muss zusammengeführt werden, also vergiss das Lackbild, such Dir (noch) einen anderen Bekanntenkreis, wenn Du nur Twin-Set-Perlenohrring-Frauen in Deinem Umfeld hast, die darauf warten, traditionell umworben zu werden. Und Ja-Sager haben ein Problem damit, ihre emotionalen Bedürfnisse zu kommunizieren bzw. überhaupt erstmal zu merken und dafür einzutreten. Darüber musst Du weiter reflektieren, das bringt Dich weiter darin, eine gute Beziehung führen zu können. Einfühlsamkeit und Jasagerei sind was völlig verschiedenes.
Ich hab den Eindruck, Du hast über Sex versucht, an Dein Gefühlsleben ranzukommen. Keine Ahnung, ob sowas funktioniert. Wenn Du den Sex mit mehreren Frauen so veranstaltest, dass Du alle anlügst, bist Du keinen Schritt weiter in Bezug auf die Umsetzung einer guten Partnerschaft.
Was ist P6? TS wird vermutlich Sex mit Transsexuellen sein.
 
  • #6
Du hast parallele Sexkontakte mit allem, was bei drei nicht auf den Bäumen ist und willst jetzt plötzlich ein Heimchen am Herd, mit dem du die traditionelle Rollenverteilung leben willst?
Wozu brauchst du diese Frau? Soll sie dir die Hemden bügeln, damit du bei den Sexdates gut aussiehst?
 
  • #7
Irgendwie willst Du gern der erfolgreiche Womanizer sein, der im Leben ankommt und Erfolg hat und andererseits bezeichnest Du Dich als schüchtern, ein Ja-Sager, traditionell, ernsthaft, beruflich nicht gut aufgestellt. Du bist nicht der Komet stairway to heaven, welcher du gern sein würdest. Du bist mehr oder weniger normal und durchschnittlich. Nichts klappt so richtig, von Anfang an.
Ich sehe es wie Pfauenauge, Dein Sport artet ins Extreme aus, weil Du Erfolgserlebnisse brauchst. Beim Kraftsport und Laufen sind Erfolge schnell sichtbar. Der Sport füllt deine innere Leere oder deine Unschlüssigkeit, was Du im Leben erreichen willst. Bei Extremwandern bis zur völligen Erschöpfung, denke ich sogar, dass Du Dich nicht vollständig annehmen kannst, weil es weniger hier um den Kick/den Erfolg geht, sondern eher in Richtung Selbstverletzung und sich selbst bestrafen, weil man nicht der ist, der man gerne sein will, sondern halt anders, langsamer.
Ich finde es gut, dass Du Dich in den letzten ziemlich nahezu 5 Jahren sexuell ausprobiert und versucht hast, (vermute P6, hat was mit Porno zu tun?), dies diente wohl deiner Selbstfindung, weil Du von Frauen lange Zeit abgelehnt wurdest und auch heute keinen rechten Zugang zu den vernünftigen Frauen findest. Hier gibst Du an weiterhin schüchtern zu agieren und als Softie von den Damen wahrgenommen zu werden. Aktuell hast Du viele Parallel-Sexualkontakte mit verschiedenen Frauen aus einschlägigen Portalen, vermutlich ONS oder mit Frauen, von denen man weiß, die sind freizügig gegenüber jedem Mann oder mit Frauen, wo man die eigentlich lose Bekanntschaft, mit dem Gütesiegel "Freundschaft+" versucht aufzuwerten, die sich jedoch weder für Freundschaft, noch Beziehung eignen.
Du bist sehr ambivalent und bei Dir stimmt in meinen Augen die Eigen- mit der Fremdwahrnehmung nicht. Sofern Du Dich nicht akzeptieren kannst und Deinen überzogenen Ich-Ansprüchen hinterherläufst, dazu schüchtern, der eine dominante Frau sucht, jedoch aber selbst, selbstbewusst und selbstbestimmend auftreten willst und nicht eben bedürftig, abhängig, schüchtern, ... würdest ja dann mit einer dominant agierenden Frau auch nicht auf Dauer glücklich. Ich bin normalerweise kann Fan vorschnell zu einem Therapeuten zu raten, aber wenn Du schon Dich selbst als grüblerischen und nachdenklichen Menschen bezeichnest, jedoch immer noch keine Ahnung hast, in welche Richtung deine Reise gehen kann, dann würde ich dies einmal, mit einem Dritten gemeinsam sortieren.
 
W

wahlmünchner

  • #8
Es gibt auch Frauen mit krasser Vorgeschichte. Z.b eben die Damen die sich zahlen lassen. Persönlich hab ich über meinen Beruf schon über 20 Professionelle kennengelernt. Auch die wollen eine normale Beziehung und nicht von ihrem Mann angeschaut werden als wären sie Aussätzige.
Da sind kluge Frauen dabei, die durchaus ihr Studium so finanziert haben.
Seelische Verletzungen leider oft inklusive, doch dafür Menschenkenntnise und Verständnis für deine Vitae. Bedenke: wenn du deiner selbst Willen geliebt werden willst, solltest du deine Vergangenheit nicht verschweigen. Wenn du einer normal lebenden Frau dies alles erzählen willst, rennt die schreiend davon.
Suche bei Gleichgesinnten: Frauen die in den swingerclub gehen, die Erfahrung mit ähnlichen Sexpraktiken haben usw.
Viel Glück
 
  • #9
Bei deinem Vorlieben frage ich mich, ob du zu echter Intimität überhaupt in der Lage bist. Ich hätte auch permanent die Befürchtung, dass du irgendwann wieder ausbrichst, um deine exzessiven Seiten auszuleben oder ein Doppelleben führst.
Denn Sex mit deiner von zwei Kleinkinder gestressten Ehefrau wird möglicherweise langweilen. Oder, wenn du so ein JaSager bist, passt möglicherweise die toughe Frau gut zu dir, die dir sagt, wo es lang geht...also in sich finde ich deinen Fall sehr widersprüchlich und die Frau, die sich mit dir einlässt, muss Roulette spielen wollen.
Dann hast du Vollzeit studiert, aber trotzdem über Regelstudienzeit.
Also bist du nach den 4 Persönlichkritstypen nach Riemann eher der zwanghafte, der sich in Details verliert? Der ganze Sport und Sex hat ja auch weniger mit Erleben, Lust, Spass und Genießen zu tun, sondern wieder mehr mit Leistung.und jetzt, wie sieht dein Leben jetzt aus, Arbeit, Sport und Sex?
 
  • #10
Ich sehe das so (muss nicht stimmen, nur aus dem Bauch):
Du hast deine Mitte noch nicht gefunden. Du sehnst dich nach Glück und Beständigkeit, hoffst dieses durch eine Partnerin zu bekommen. Eine konservative Beziehung scheint dir dafür der sicherste und zugleich gesellschaftlich anerkannteste Bereich.

Das ist aber falsch. Glück und Beständigkeit können nur aus dir selbst kommen. Weder ein Partner noch Extremsport können dir das geben. Es wäre der größte Fehler, eine konservative Ehe mit Kindern zu führen. Du würdest binnen kürzester Zeit todunglücklich, dir wie eingesperrt vorkommen und den heimlichen Ausbruch versuchen, bis dir alles um die Ohren fliegt. Such dir lieber einen Partner, der dich so liebt, wie du bist. Egal ob männlich oder weiblich, Hauptsache ein fester Bindungstyp. Dann kannst du sehen wie es weitergeht. Immer schön einen Schritt nach dem anderen.
 
L

Lisachen

  • #11
Deine Geschichte ist interessant. Ich denke, dass du ein Identitätsproblem hast. Vielleicht hast du eine sehr dominante und kontrollierende Mutter? Ich habe auch den Eindruck, dass Du eine falsche Wahrnehmung von dir selbst hast. 6-7 Tage durchstudieren? Das machen doch viele. Ich weiß nicht, was du studiert hast aber in der Endphase lernen alle Tag und Nacht. Man möchte gute Noten im Zeugnis haben und außerdem unter 30 mit dem Studium fertig zu sein, ist doch in Ordnung und jetzt suchst Du eine Arbeit. Das ist auch noch im Rahmen. Extremsport ist auch nichts schlimmes und viele Unternehmen stellen Menschen ein, die Marathonläufer sind und schmücken sich sogar mit solchen Mitarbeitern. Was deine sexuelle Erfahrungen angeht, hast Du viele Erfahrungen gesammelt. Ich weiß allerdings nicht warum? Wolltest Du das? War es Neugierde? Wolltest Du damit jemanden ärgern? War es eine Rebellion? Wolltest Du Aufmerksamkeit? Das würde ich an deiner Stelle rausfinden. Irgendwie bist Du sexuell orientierungslos und ich denke, dass Du generell deinen Weg noch nicht gefunden hast. Ich weiß aber nicht, was ich dir raten soll. Versuch es mit Enthaltsamkeit? Oder nur Sex wenn Gefühle da sind? Das würde vielleicht helfen aus dieser Sexspirale wieder rauszukommen und versuche nicht immer ja zu sagen, finde dich selbst. Es fängt mit einfachsten Sachen an wie zum Beispiel welches Essen du magst, wie Du über die Welt denkst, Du hast bestimmt eine Meinung und diese Meinung sollst Du lernen mit aller Klarheit zu vertreten und das kannst Du nur wenn du davon überzeugt bist aber die Zeit für Familie und Kind ist noch nicht da.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #12
Sei mal realistisch: welche traditionell orientierte Frau wird sich auf einen Mann einlassen, der so ein Vorleben hat und auch jetzt noch mehrere emotionslose Sexbeziehungen parallel führt?
Die Fraue wäre verrückt oder dumm: für Familiengründung bist du eine tickende Zeitbombe: da kann die Frau drauf warten, dass du sie betrügst und/oder verlässt.
Schon Puffbesuche werden von Frauen, die ein konservatives Bild haben, nicht toleriert - von den anderen Geschichten gar nicht zu sprechen!
Und wo genau zwischen deinen Sportexzessen hat eine Familie Platz?
Sorry, aber für eine traditionelle Beziehung mit Heiraten, Haus, Familie usw bist du absolut ungeeignet.
 
  • #13
Niemand braucht eine offene Frau! Schieb dein Problem, schüchtern und verklemmt zu sein, nicht als Aufgabe auf andere! Andere sind nicht dazu da, um dir zu helfen! Und offene Frauen haben besseres zu tun, als sich mit verklemmten Männern abzugeben und die Lehrerin zu spielen. Das bringt einen selber nicht weiter im Leben!
Du bist sehr jung, arbeite an deiner Schüchternheit wie jeder andere normale Mensch auch! Das ist eine harte Aufgabe, aber es wird sich im Alter legen.

Ehrlich gesagt klingt dein Lebenslauf jetzt nicht ungewöhnlich, bis auf dass du eher zu Männern hingezogen fühlst. Die meisten sind heute Spätzünder, mit 30 steckt man oftmals gerade in den Berufsanfängen in Deutschland.
Sexuell solltest du dich unbedingt besser schützen, sonst landest du schnell auf einer noch ganz anderen Schiene! Du hast nur ein Leben und das Leben vergibt keine zweite Chance, also leb auch nicht, als hättest du zwei Leben zur Verfügung! Du musst ein bisschen klarer und taffer im Kopf werden. Andere schenken dir nichts, aber können dir alles nehmen!

Auch an deiner Sensibilität kannst du arbeiten. Ich war selber hochsensibel und hochschüchtern. Es ist harter Weg voller Ausdauer, Willensstärke und Disziplin in überhöhtem Maß, um da rauszukommen, aber es geht, wenn man sich anstrengend und in den sauren Apfel beißt!

Mehr kann ich nicht helfen.
 
  • #14
Auf mich wirkst du sehr verloren. Dieses wahllose Eingehen von irgendwelchen Sexbeziehungen, egal ob Mann, Frau oder Transe- ist das die Suche nach Halt und Nähe? Was gibt dir das, ausser einem Rausch? Oder kannst du dich nur über solche extremen Erfahrungen spüren? Klar gibt es erfolgreiche Männer, die Marathon laufen und eine Familie haben, aber bei dir dreht sich doch dein Leben stark um extreme Erfahrungen, die du wie Drogen konsumierst oder zur Kompensation benutzt.. Und die sind auch keine sensiblen JaSager.
Vielleicht magst du uns noch mehr über deinen familiären Hintergrund berichten?
 
  • #15
Hallo S-B,

Nein, falsche Frage.

Passt Du zu Dir selbst? Sortiere Dich, probiere aus, finde erstmal heraus, wer Du bist und was Du wirklich möchtest.

Da sind sehr viele Ambivalenzen - manches durch Prägungen, Erziehung verursacht, durch erlebte Be-/Verurteilungen?
Das konservative Weltbild und Werteverständnis und dagegen Dein Handeln?Der Hinweis einer Vorposterin auf das Zwanghafte in Deinem Tun - mal darüber nachdenken?

Was machst Du mit wirklicher Freude, Genuss, kannst Du mit Dir selbst alleine sein, mit Muße, kannst Du träumen, kannst Du überhaupt genießen, richtig langsam?
Was hast Du für Wünsche?
Und ganz provokativ - wovor läufst Du davon? Erwartungen, Erinnerungen, Gefühle?

Wenn Du weißt, wer Du bist, Dich selbst positionierst, authentisch bist, dann findet sich auch die passende Frau, wie auch immer sie sein wird.

Aber - ich suche mir den passenden Partner, die Idee funktioniert sowieso nicht, einen Menschen kann man nur bedingt nach Kriterienpunkten abchecken, am Ende ist es das Gefühl, das entscheidet / entscheiden sollte.
Nach welcher Kriterienliste wolltest Du vorgehen?
 
  • #16
Auch wenn es abgedroschen klingen mag: Ich vermute stark, dass du keine glückliche Kindheit hattest. Bei Menschen, die so exzessiv leben, dass es schon etwas von selbstverletzendem Verhalten oder Borderline hat, und die von einem Extrem ins andere schwanken, ist gravierend etwas in der Kindheit schiefgelaufen, sprich Gewalt, vielleicht sogar sexueller Missbrauch, oder emotionale Vernachlässigung, vielleicht auch subtil und nicht so bewusst wahrnehmbar.
Ich denke, du hast eine heftige seelische Baustelle. Sowas geht nicht einfach weg. Da liegt noch ein längerer Weg der Selbsterkenntnis und des Heilens vor dir, der sicher nicht allein, sondern mit psychotherapeutischer Begleitung stattfinden sollte.

w51
 
  • #17
Lieber Fragesteller. Wie schaut es denn mit Deiner Bindungsfähigkeit aus? Du bist 29. Hattest erst mit 25 die ersten Erfahrungen und hast bis jetzt keine nennenswerte Beziehung gehabt, aber dafür viel turbulente Erlebnisse.

Ein solcher Lebens- bzw. Liebeslauf spricht für irgendeine Bindungsstörung. Und selbst wenn Du demnächst herausfinden solltest, was Du willst, dann ist immer noch fraglich, ob Du das dann umsetzen bzw. ertragen könntest.

Ich bin leider auch bindungsgestört. Und ich arbeite hart an mir. Ja, es ist möglich, aber es wird mich immer mehr Kraft kosten, eine Beziehung zu führen.

Gut finde ich, dass Du dieses Thema schon mal angehst. Ich wünsche Dir, dass auch Du einen guten Weg für Dich finden und auch gehen kannst und nicht zu den ewig suchenden und niemals ankommenden zählen musst.
 
  • #18
Der FS
Vielen Dank für die bisherigen und noch folgenden Antworten. Zu den Fragen:

Ich musste den Beitrag auf 2.500 Zeichen reduzieren, deshalb einige Abkürzungen:
BB = Bodybuilding, habe das bewusst abgekürzt, betreibe Krafttraining und ernähre mich gesund, allerdings mit einer Schwäche für Süßigkeiten.
TS = Transsexuelle
PS = Pay6 (moralisch ganz klar verwerflich)

Nein, eine schlechte Kindheit hatte ich denke ich nicht, als Arzt- und Lehrerkind. Vielleicht bin ich zu behütet aufgewachsen. Mit einer durchaus dominanten, bestimmenden aber auch sehr fürsorglichen Mutter und einem diplomatischen Vater. Und 2 jüngeren Geschistern.
Die Beziehung meiner Eltern würde ich eher als modern einstufen - sie hat (vor uns Kindern) - mehr verdient als er und sich während meiner Jugend als Therapeutin selbstständig gemacht.

Zu meinem "bis an die Grenzen gehen"/Exzessen: Das hat wohl mehrere Ursachen: Einerseits Mangel an Selbstvertrauen und Erfolgen im beruflichen Bereich, dazu eine sehr kritische Selbstbeurteilung, andererseits flexible Bezugssystemsetzung und ja irgendwo doch auch Selbstverwirklichung (Umsetzbarkeit und Machbarkeit von Träumen/Wünschen/Zielen). Und ich bin jemand, der seinen Kopf in mancherlei Hinsicht nicht abschalten kann und alles Durchdenken muss. Sonst würde ich das Ganze ohne inneres Nachdenken/Zweifel weiterlaufen lassen, wie Beitrag 3 es mir rät - ein exzessives und exzentrisches (Aus-)Leben und Hörner abstoßen.
 
P

Papillon

  • #19
Gefühlsmäßig, nur eine Frau die genauso bunt lebt / lebte wie Du. Die zweite Variante Du und Dein Umfeld schweigt wie ein Grab über diese Vorgeschichte. Lebe Dich erstmal richtig aus.
Ein toller Mann, den ich fazinierend fand und in dem ich mich verliebte, hat mich mit einer ähnlichen Vorgeschichte absolut verschreckt und ich habe die Beine in die Hand genommen. Er bedauert es zutiefst, er hatte wohl mit mir seine innerliche Ruhe gefunden. Aber mit dieser Vergangenheit komme ich nicht klar und hatte immer in verschiedenen Situationen ein absolutes Kopfkino. Ein Delete-Knopf zu dem was er mir erzählte hat mein Kopf leider nicht. Ich selber hatte immer lange Beziehung und fahre nicht auf so ein für mich instabiles Dasein ab, wo aller Naselänge eine andere Frau / Mann drin vorkommt. Ich hoffe Du findest dein Glück, aber bleib von Frauen wie mir fern.
 
  • #20
Einerseits Mangel an Selbstvertrauen und Erfolgen im beruflichen Bereich, dazu eine sehr kritische Selbstbeurteilung, andererseits flexible Bezugssystemsetzung und ja irgendwo doch auch Selbstverwirklichung (Umsetzbarkeit und Machbarkeit von Träumen/Wünschen/Zielen). Und ich bin jemand, der seinen Kopf in mancherlei Hinsicht nicht abschalten kann und alles Durchdenken muss.
Nein, eine schlechte Kindheit hatte ich denke ich nicht, als Arzt- und Lehrerkind.
Der Beruf der Eltern hat nichts mit deinem seelischen Heil zu tun.
Wer Ja sagt und nein meint, wer schüchterner ist als er sein möchte HAT ein Problem.
Also: Augen auf und die Kindheit mal kritischer ansehen, sowie auch dich und dein widersprüchliches Verhalten.
Hörner abstossen ist das eine, seine Seele kaputt vögeln das andere.
( sich selbst und andere abwerten, widerlich finden, verwerflich finden ist nicht gut für die Identität und Selbstliebe)
 
  • #21
Aus meiner Sicht solltest Du erstmal in Ruhe überlegen, in welche Richtung Du im Leben möchtest und wie Du Dir Deine Zukunft vorstellst. Du brauchst wahrscheinlich eine Frau, die eher offen und tolerant ist und wenig vorurteilsbehaftet. Du merkst an den Reaktionen hier, dass die "typische" EP-Frau da eher konservativ und wohl weniger geeignet ist. Vermutlich wirst Du bei Dating-Apps eher auf passende Frauen treffen, aber die grundsätzliche Frage ist aus meiner Sicht, wie sehr Du und auch die Frauen dann fähig sind, eine ernsthafte Bindung einzugehen.

Wie sehr Du Dein Vorleben erzählst, kannst Du dann ja überlegen. Wenn Du Deine homosexuellen Kontakte schon geoutet hast, wirst Du die besser nicht verschweigen, Paysex sehen manche Frauen enger, andere nicht, Transen vermutlich genauso. An ihre Vorgeschichte würde ich an Deiner Stelle keine allzu großen Ansprüche stellen...
 
L

Lisachen

  • #22
@Schiefe_Bahn
ich war mir fast sicher, dass du ein Lehrerkind bist. Lehrerkinder haben es wirklich nicht leicht, weil sie permanent unter Leistungsdruck stehen und immer und immer wieder beweisen müssen, dass sie gut sind. Was absolut nicht möglich ist, egal was man tut, ist es nicht gut genug.....Kann es sein, dass deine Eltern mit deinen Leistungen nicht zufrieden sind? Und du versuchst Ihnen recht zu machen? Kann es sein, dass diese Geschichte mit Frau, Haus und Kind nicht eigentlich von dir kommt, sondern auch ein Druck von Außen (Eltern) ist. Ich sage dir eins: Du müsst lernen Grenzen zu ziehen. Deine Eltern lieben dich bestimmt sehr und meinen es nicht böse aber wenn Du keinen seelischen Abstand von denen nimmst, wirst du niemals glücklich werden. Es ist dein Leben. Sie haben ihres schon gehabt! Es würde mich nicht wundern, wenn deine Mutter dich bis heute kontrolliert..... Ich kenne das sehr gut, weil meine Mutter genauso war und ist. Irgendwann habe ich ihr gesagt, dass sie meine Mutter ist und ich sie liebe aber es geht ihr nichts an, wo ich lebe und was ich mache und ich muss sie immer und immer wieder in die Schranke weisen aber es hilft mir selbstständig und selbstbewusst zu werden. Wenn ich's geschafft habe, schaffst du es auch. Ich wünsche dir viel Erfolg bei Erwachsen werden.....
 
  • #23
Hm...dass du irgendwie unglücklich bist, liegt wohl auf der Hand, denn dieses exzessive Sporttreiben und erst recht der sexuelle Raubbau an deinem Körper sind nicht zufällig bei dir.

Ich denke auch, dass die allertiefsten Verletzungen in der Kindheit und Jugend entstehen, aber ich denke nicht, dass die Urheber dieser Verletzungen zwangsläufig die Eltern sein müssen ( wenn auch sicher häufig sind ).
Ok, du bist nicht sehr erfolgreich in deinem Beruf und das schätzen deine Eltern sicher nicht und lassen dich das wissen.
Was ist mit deinen Geschwistern ? Sind die weiter als du ? Oder einer besonders schön, der andere besonders erfolgreich...was weiß ich. Du suchst dann eine Nische, um auch etwas besonderes zu sein und bei dir ist es eben die badguy-Nummer.

Mir fällt aber noch was anderes ein.
Du bist sehr klein, und auch jetzt mit BB ( :) ) eher drahtig als breit, richtig ? D.h. vor dem BB warst du klein und zierlich.
Verletzungen der Kindheit und Jugend: kann es sein, dass du immer der Kleinste warst ? Beim Vater-Mutter-Kind-Spiel das Kind sein mußtest und später von den Mädchen nicht als Junge, in den man sich verknallt, sondern als Neutrum wahrgenommen wurdest ?
Das muß sicher sehr schmerzhaft gewesen sein.
Du hast damals deine Nische gefunden, um am Freundeskreis teilnehmen zu können, du warst der verständnisvolle gute Freund für die Mädchen.

Du wolltest aber verständlicherweise ein Mann sein und hast mit BB begonnen ( gute Idee ). Und plötzlich ging es. Zwei Jahre nach dem Beginn des BB dann dein erster Sex.
Und danach wolltest du alles nachholen, richtig ?
Du warst sehr hungrig und bist noch nicht satt.

Mein Tip: iß dich erst richtig satt, vorher solltest du keine feste Partnerschaft anstreben. Und wenn du nie satt wirst, ist das eben so.
Wir alle tragen unser Päckchen und das könnte deins sein.

Du mußt nicht zwingend ein biederes Leben führen, um glücklich zu sein. Das Leben hat viele Facetten.
Mach dich frei davon, das anzustreben, was dein Umfeld dir vorlebt und vielleicht auch von dir erwartet. Ich denke nach deinen Schilderungen nicht, dass du als Vater in Familie Mustermann glücklich wirst oder auch nur bestehen kannst.

w 49
 
  • #24
Der FS

Also Krafttraining betreibe ich schon seit meiner frühen Jugend, habe mit 12/13 angefangen, Laufen mit 15, Schwimmen schon ewig. Ich war durchgängig immer der (Individual-)Sportler, seit meiner Grundschulzeit.
Nur die Umfänge und das Niveau habe ich vor 6 Jahren erhöht.

Zu klein habe ich mich noch nie gefühlt, eher mal zu schüchtern oder zu unbeholfen. Selbst Kumpels von mir, die über 1,90m waren, waren schüchtern und auch lange "unbeweibt".

Im Moment sehe ich gerade die Entwicklung in meinem weiteren Bekanntenkreis, dass selbst die Womanizer ihre eine feste Freundin finden und die Weichen in Richtung Heirat gestellt werden - und die Dauersingles ebenso. Nur bei meinen gleichgeschlechtlich orientierten Bekannten sieht es wahrscheinlich anders aus...
In der Tat werde ich mich weiter ausleben, mit Frauen, für die das auch was ist - da werden meine Verhältnisse auch immer länger und intensiver von der Tendenz her.
 
  • #25
In der Tat werde ich mich weiter ausleben, mit Frauen, für die das auch was ist - da werden meine Verhältnisse auch immer länger und intensiver von der Tendenz her.
FS, in meinen Augen eine gute und richtige Entscheidung, auch in Deinem eigenen Interesse.

Denn ich bezweifele stark, dass Du mit allen Deinen Erfahrungen und Erlebnissen auf dem Gebiet der Sexualität in einer monogamen Beziehung mit einer Normalofrau (Kuschel- und Blümchensex) jemals glücklich werden wirst. Wenn Du überhaupt eine finden würdest, die Dein Vorleben akzeptieren könnte.

Dennoch wäre ich fast geneigt, Dich für Deinen Way of life zu bewundern. Wenn Du hier mal länger mitliest, erkennst Du die Einstellung vieler Frauen, dass Sexualität für sie ein Opfer bedeutet, welches immer etwas einfordert.
Sex mit Frauen, die diesen nur aus dem Grund genießen weil er ihnen Spaß macht und ohne Erwartung und Einforderungen begleitet wird, ist schon eine andere und höhere Liga.
Leider ist dies nicht ohne Exklusivität zu haben und daher nicht mein Ding.
 
  • #26
Irgendwie weiß ich gar nicht, worauf du hinauswillst.
Klar kannst du so weiter machen, und die Haus/Kind/Mutter Geschichte war eine Kopfgeburt, um den Anforderungen zu genügen.
Trotzdem frage ich mich, ob es dir auf Dauer seelisch und körperlich guttut, und das ist nicht moralisch gemeint. Was freiwillig unter Erwachsenen stattfindet oder auch Paysex, okay.
Aber deine Seele ist denk ich nicht wirklich miteinbezogen und wird sich irgendwann einmal zu Wort melden.
Auch deine Schüchternheit unter der du ja auch leidest, bleibt trotzt der ganzen intensiven ( Grenz) Erfahrungen bestehen, und es mag noch andere Wege geben, sein Selbstbewusstsein über Erfahrungen von innen heraus zu stärken.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #27
Wenn Du hier mal länger mitliest, erkennst Du die Einstellung vieler Frauen, dass Sexualität für sie ein Opfer bedeutet, welches immer etwas einfordert.
Das stimmt. Die logische Schlussfolgerung könnte aus männlicher Sicht wirklich sein, sich eben Frauen zu suchen, die ebenfalls "nur Spaß" wollen. Das Einfordern einer Gegenleistung für Sex ist für mich Prostitution und eine Frau, die so eine Sichtweise hat, ist aus meiner Sicht nicht für eine Partnerschaft geeignet. Da kann sich ein Mann gleich einer Prostituierten bedienen.

Allerdings ist die Denkweise der Frauen hier im Forum nicht allgemeingültig. Sie weicht sogar von der vieler Frauen, die ich im RL kenne, deutlich ab. Das kann mann kaum ernstnehmen. Sehr viele Frauen haben heute genauso Spaß an Sex und den auch, wenn sie nicht in einer Partnerschaft sind.

Da der FS aber klar schreibt, dass es sich weiter ausleben möchte, verstehe ich nicht, warum er im Ausgangspost was von konservativem Weltbild mit heilem Familienleben geschrieben hat. Mit einer "normalen" Familie ist es kaum vereinbar, wechselnde Partnerschaften, womöglich auch noch mit Männern und TS, haben zu wollen.
 
  • #28
Ich finde es schwierig, dir was zu raten, weil hier so viele Themen miteinander vermischt werden.

Die Krux an meinem Liebesleben ist halt nur, dass die Geschichten eher nicht aus meinem Alltag (Arbeit/Sport) entstanden sind, sondern eher über die Peripherie (Internet, Weggehen, usw.).
Irgendwie stehe ich hier auf dem Schlauch. Warum ist es ein Problem, dass du die Frauen über die "Peripherie" kennengelernt hast? Warum meinst du, man müsste sich unbedingt im Alltag kennenlernen?

Ich würde dir nicht darin widersprechen, dass das Nachtleben nicht der beste Ort ist, um die künftige Ehefrau kennenzulernen und auch Online-Dating hat bekanntermaßen seine Tücken. Aber dir gelingt es ja scheinbar, auf diesem Wege Frauen für dich zu begeistern. Warum meinst du, du müsstest eher im Alltag suchen? Und was hat das mit deiner Vergangenheit zu tun?


Denn ich bezweifele stark, dass Du mit allen Deinen Erfahrungen und Erlebnissen auf dem Gebiet der Sexualität in einer monogamen Beziehung mit einer Normalofrau (Kuschel- und Blümchensex) jemals glücklich werden wirst.
Das würde ich so nicht sagen.

Momentan führt er mehrere Parallelbeziehungen. Das steht natürlich einer monogamen Beziehung im Wege, und ich verstehe auch nicht recht, warum er eine solche anstrebt, wenn es für ihn doch eigentlich gut ist, wie es gerade ist.

Aber dass er in der Vergangenheit bestimmte Erfahrungen gesammelt hat, darin sehe ich kein Hindernis für eine künftige Beziehung mit "Normalosex". Man kann doch Dinge probieren und feststellen, dass sie einem nicht zusagen. Oder sich weiterentwickeln.

Vielleicht sehe ich das nicht so dramatisch, weil ich z.T. eine ähnliche Vita habe wie der FS. Spät entjungfert worden, aber meine ersten sexuellen Erfahrungen waren dann gleich recht ungewöhnlicher Natur. Ich habe aber bald gemerkt, dass sowas mich nicht glücklich macht und begann, mich nach "normalem" Sex zu sehnen. Wo Andere sich vom "Normalen" hin zum "Speziellen" entwickeln, war es bei mir genau umgekehrt. Und ich lese heraus, dass es beim FS irgendwie ähnlich war. Vielleicht missverstehe ich das auch. Aber wie auch immer: es muss definitiv nicht so sein, dass ein Mensch mit ausgefallenen sexuellen Erfahrungen sowas auch zukünftig braucht.

Bleiben die Parallelbeziehungen. Da müsste er für sich selber halt klären, ob er darauf künftig verzichten kann.
 
  • #29
@Andriana, ich schliesse die Möglichkeit für FS, eine monogame und sexuell "schlicht" gehaltene Beziehung zu führen nicht vollkommen aus. Ich möchte meine Bedenken aber an Hand eines (zugegebener Maßen "hinkenden") Beispieles erklären:

FS ist wie ein Mensch, der durch den Genuß zu vieler Sahnetorten übergewichtig ist. Jetzt überlegt er sein Gewicht zu reduzieren / zu halten und muß sich bewußt werden, daß er sich dann den Rest des Lebens (überspitzt) von Müsli und Salat ernähren muß. Ob er dann nicht in die große Versuchung kommt, mal von dem - was er noch vor seiner Diät kennt und als so köstlich empfunden hat - wieder zu naschen?

Für das Diät-Beispiel belanglos, aber in einer Beziehung (in der ein weitere Mensch mit Gefühlen involviert ist) tödlich, wenn das Verlangen nach dem ihm bekannten Kick in der Vergangenheit Oberhand gewinnt. In der Haut einer solchen Frau, die ein Recht hat darauf zu vertrauen, möchte ich nicht stecken.
 
  • #30
Der FS
@Andriana: Meinen bisherigen Erfahrungen nach sind meine Bekanntschaften, die ich über die "Peripherie" aufgebaut habe eher von der beschriebenen Struktur, irgendwo doch locker und unverbindlich. Bei einer Frau aus dem Alltag wäre das anders, so zumindest die Prognose. Aber es freut mich, auch mal von ähnlichen Erfahrungen von weiblicher Seite zu lesen!