• #91
Denn deine Behauptung, dass eine Straftat grundsätzlich nur durch das Opfer zur Anzeige gebracht werden kann, ist komplett falsch, auch die Darstellung, dass es sich bei einer Straftat generell um eine Privatangelegenheit handelt.
Diese Behauptung ist ja nun auch falsch.
Denn ich bezog mich explizit auf die sexuelle Belästigung und nicht auf irgendeine Straftat.
Bleiben wir doch mal bei den Fakten.
Du musst dich ja nicht auf meine "Expertise" verlassen. Dennoch gebe ich hier meinen Senf zu, wenns recht ist. *g
Du als Außenstehende kannst eben keine Anzeige erstatten, wenn jemand versucht einer Frau das T-Shirt hochzuziehen. Das kann nur die Frau machen, wenn sie sich geschädigt fühlt.
Da fragt die Polizei die Betreffende ob sie anzeige erstatten will und nicht irgendeine angebliche Zeugin, ob die Anzeige erstatten will.

Deshalb würde ich auch nicht ausschließe, dass sie nach seinem Getatsche und anschliessenden Schlussmachen durch den Wind war. Ein Beziehungsgespräch sieht wohl anders aus.
Macht hier auch sonst niemand. Nichtmal der FS hält die Szene für ein vernünftiges Beziehungsgespräch.
 
  • #92
Naja. Wen sie nach dem Schlussmachen datet oder nicht, ist dem FS sicher nicht egal, jedoch in Wahrheit alleine ihre Sache. Sie ist ne erwachsene Frau und darf sich ihr Beziehungs- sowie auch Sexualleben genau so gestalten, wie sie das will. Alles andere klingt nach orthodox-katholischer Klostermoral. Sorry. Die Beziehung war bereits beendet. Sie hat hier niemanden betrogen (auch wenn ich die Moralkeule generell etwas komisch finde).

Ich möchte vorwegnehmend auch betonen, dass ich exakt derselben Meinung wäre, ginge es darum, dass er sich nach dem Schluss machen so baldschon wieder mut einer Frau verabredet. Ich bin nicht doppelmoralisch und finde, dass mich das Sexleben anderer nicht in der Form was angeht, dass ich mich moralisch urteilend über diese erhebe. Wenn d. Sexualpartner*in zustimmt, geb ich "meinen Segen", Mann, Frau...
Ich bin eigentlich jemand der niemand anderen verurteilt. Da gibt es andere die sind hier richtig extrem. Ich muss dazu nicht unbedingt mal einen Namen nennen.

Ich bin einfach der Meinung, dass eine Beziehung und wahre Liebe was ganz besonderes ist. Das kann sie ja nicht sein, wenn man von einer Beziehung gleich in die nächste wechselt. Wir Schwaben sagen dazu das hat schon ein Geschmäckle.

Oft ist es auch so, dass warm gewechselt wird. Hier in dem Fall bin ich mir natürlich nicht sicher. Natürlich kann man das in keinem Fall sein. Ich mag Menschen einfach mehr die auch mal eine Zeit lang alleine bleiben können. Trotzdem habe ich deshalb noch nie jemanden verurteilt. Habe ja schon angedeutet, dass es da andere gibt.
 
  • #94
Zu den unterschiedlichen Straftaten

Es gibt Offizialdelikte. Das heisst, die Staatsanwaltschaft muss ein Verfahren eröffnen, sobald sie Kenntnis von einem Anfangsverdacht auf eine solche Straftat bekommt. Egal wie und von wem - könnte auch ein Video sein. Das Ermittlungsverfahren zeigt dann meist, was wirklich passiert ist, ob eine Straftat vorliegt, evtl. auch ein Antragsdelikt.
Antragsdelikte sind die andere Möglichkeit. Dazu gehört bspw die Beleidigung. Hier wird nicht von Amts wegen ermittelt. Sondern nur auf Antrag des Geschädigten.

Beispiele - Mord ist ein Offizialdelikt. Der Geschädigte ist tot, kann nichts mehr dazu sagen. Die öffentliche Sicherheit ist durch einen freilaufenden Mörder allerdings gefährdet .......

Beleidigung - 2 Freunde begrüssen sich mit "Hey Arschloch" . Kein Delikt, da das ihre Absprache ist. Und eine Gefahr für Dritte gibt es auch nicht.
 
  • #95
Diese Schockstarre wirkt vor allem deshalb, weil Frauen die Handlung in dem Moment nicht realisieren/wahrhaben wollen
Das ist nicht frauenspezifisch. Ich habe mal den Bericht eines Mannes gelesen, der von zwei anderen Männern vergewaltigt wurde. Die Depersonalisationsgefühle, die er beschrieb, glichen denen von Frauen, die ähnliches erlebt hatten. Auf dem Nachhausweg überlegte er, sich von der Brücke zu stürzen. Er vertraute sich dann zuhause seiner Freundin an, was ihn viel Überwindung kostete. Das hat ihm nach seiner Aussage das Leben gerettet.
Das kann sie ja nicht sein, wenn man von einer Beziehung gleich in die nächste wechselt. Wir Schwaben sagen dazu das hat schon ein Geschmäckle.
Mag sein. Das rechtfertigt aber keinen Übergriff. Auch wenn du hier eventuell eine sexuelle Wahllosigkeit andeutest so ist immer ein sexuelles Einvernehmen nötig.
 
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  • #96
Hier beschreibt das Mädel aber selbst, dass er sie vor die Türe setzen musste .........
Bleib bitte bei den Fakten und dichte nicht um: das Mädel beschreibt garnichts - es ist der Thread des Mannes und er kann nur seine Sicht beschreiben, nicht ihre.

Er beschreibt, dass er sie aus Frust vor die Tür gesetzt hat, weil er den verlangten Versöhnungssex nicht bekommen hat - nicht dass er sie vor die Tür setzen musste, weil sie sich ungebührlich benommen hat.

Bezieht man das mit ein ist meine Ansicht vielleicht doch nicht mehr ganz so unverschämt.
s.o. wenn Du die Wirklichkeit so verdrehst, dann kommt Dir das alles richtig vor.
Zu welchem Ergebnis kommst Du denn, wenn Du beim tatsächlichen Verlauf der Geschichte bleibst?

Dass sie wegen nachgesagtem "Übergriff" geweint hätte, gibt der Beitrag des FS nicht her.
Die Frage ist, ob der FS richtig wahrgenommen hat, warum sie geweint hat. Immerhin war er so besoffen, dass er sich an sein eigenes Verhalten nicht erinnern konnte.

Ich bin einfach der Meinung, dass eine Beziehung und wahre Liebe was ganz besonderes ist. Das kann sie ja nicht sein, wenn man von einer Beziehung gleich in die nächste wechselt.
Sie war bereits seit 2 Wochen auf Abstand zum FS gegangen und das hatte er auch so wahrgenommen, wollte es aber selbst nach seinem Übergriff noch nicht wahrhaben, dass das der Todesstoß für die bdeziehung war und darum fragt er, ob hier jemand sein Verhalten verzeihlich findet.
Er selber hält es für verzeihlich nach einer Entschuldigung mit Blumenstrauss, sonst käme er garnicht auf die Fragestellung.

Weil es nicht die wahre Liebe war, das Ende drastisch und für immer, kann man sehr wohl in die nächste Partnersuche gehen.
 
  • #97
Ja, ich bin reif genug, die Beweggründe eines jeden Menschen verstehen zu können. Ihr scheint ein ernsthaftes Reifeproblem zu haben. Deine Freundin wollte gerne in die Berge, nicht zu dir. Der erste Schritt wäre Verständnis dafür gewesen. Immerhin saß man jetzt wegen Corona lang genug daheim und hat allmählich Druck, aus den Wohnungen herauszukommen. Bei aller Liebe, aber es kommt ein Alter, wo man sich als Frau nicht mehr zum Alkoholtrinken in Wohnungen trifft oder zum Partymachen. Das machen Kinder. Ich halte es für gesünder, in die Natur zu gehen, als so einen scheiß zu machen, wovon man nix hat, außer einen Filmriss.
Hinzu das Leid, dass man sich immer noch was von den Eltern sagen lassen muss.
Und darauf tickst du aus und bedrängst andere Frauen sexuell. Ah ja. Werde erstmal reifer, momentan bist du für deine Handlung völlig unmündig.

Mein Rat: Nie wieder Alkohol anrühren, mal ein halbes Jahr kalten Entzug von jeder Party und drüber nachdenken, ob du so alt werden willst. Keine gute Haltung.

Lass die Frau in Ruhe, sie hat was besseres verdient. Du hättest ja schauen können, dass du mit deiner Liebsten lieber doch irgendwie in die Berge fährst, als 3 Freundinnen vögeln zu wollen.

Du scheinst auch noch nicht die Reife zu haben, zu verstehen, dass du 1000 schöne Erlebnisse gehabt haben kannst, aber eine Sekunde reicht, um alles davon zunichte zu machen. Du erpresst gerade deine Freundin.

Wie gesagt, aufhören mit dem Alkohol, insbesondere wenn du dich selbst vor dir ekelst, weil du merkst, du kannst dich nicht kontrollieren.
 
  • #98
Das ist nicht frauenspezifisch. Ich habe mal den Bericht eines Mannes gelesen, der von zwei anderen Männern vergewaltigt wurde. Die Depersonalisationsgefühle, die er beschrieb, glichen denen von Frauen, die ähnliches erlebt hatten. Auf dem Nachhausweg überlegte er, sich von der Brücke zu stürzen. Er vertraute sich dann zuhause seiner Freundin an, was ihn viel Überwindung kostete. Das hat ihm nach seiner Aussage das Leben gerettet.
Auf jeden Fall; ich denke, wenn man körperlich unterlegen ist, egal ob Mann, Frau, Kind, dann ist das eben die Chance zum Überleben. Nach meiner Erfahrung kennen nur viele Männer das Gefühl nicht und denken dann, ist doch keine große Sache, die Frau anzufassen u.ä.
 
  • #100
Sie war bereits seit 2 Wochen auf Abstand zum FS gegangen und das hatte er auch so wahrgenommen, wollte es aber selbst nach seinem Übergriff noch nicht wahrhaben, dass das der Todesstoß für die bdeziehung war und darum fragt er, ob hier jemand sein Verhalten verzeihlich findet.
Er selber hält es für verzeihlich nach einer Entschuldigung mit Blumenstrauss, sonst käme er garnicht auf die Fragestellung.

Weil es nicht die wahre Liebe war, das Ende drastisch und für immer, kann man sehr wohl in die nächste Partnersuche gehen.
Dass sein Verhalten unverzeihlich ist ist natürlich verständlich. Normalerweise ist es doch so. Wenn man in einer Beziehung schlecht behandelt wird hat man ja in der Regel erstmal auf gut deutsch gesagt die Schnauze voll. So ist es bei mir zumindest. Dann bin ich erstmal froh aus der Beziehung raus zu sein und erst mal für mich alleine zu sein. Ich will es aber nochmal betonen. Sorry, dass ich mich wiederhole. Ich habe hier im Forum noch nie jemanden verurteilt. Das macht eigentlich nur einer.

Natürlich kann sie sich wieder auf Partnersuche begeben. Wenn sie allerdings so schlecht behandelt wurde darf man sich doch schon fragen wie sie so schnell darüber hinweg gekommen ist.
 
  • #101
Wenn sie allerdings so schlecht behandelt wurde darf man sich doch schon fragen wie sie so schnell darüber hinweg gekommen ist.
Nach unserem Kenntnisstand ist der letzte Abend aus dem Ruder gelaufen. Davor war bereits Entfremdung. Die Beziehung wäre so oder so in die Brüche gegangen. Der FS bedauert auch nicht, dass die Beziehung vorbei ist. Er bedauert, an diesem letzten Abend einen falschen Eindruck hinterlassen zu haben.

Die Frau ist 20 Jahre alt. Oft sagt man da noch Mädchen. Die finden schnell Anschluss. Sie ist nicht permanent schlecht behandelt worden. Es war dieser letzte Abend, der das Fass zum Überlaufen brachte. Dem FS und allen anderen kann es egal sein, wie schnell die Frau wieder auf Partnersuche geht und fündig wird. Das ist nicht Thema dieses Threads.
 
  • #102
Wenn man in einer Beziehung schlecht behandelt wird hat man ja in der Regel erstmal auf gut deutsch gesagt die Schnauze voll. So ist es bei mir zumindest. Dann bin ich erstmal froh aus der Beziehung raus zu sein und erst mal für mich alleine zu sein.
Ist doch ok und ich bin exakt genauso. Aber es gibt halt Leute, die anders sind und sich obendrein in einer anderen Lebensphase und das noch in ganz anderen Zeiten befinden. Man muss halt auch die Rahmenbedingungen zur Kenntnis nehmen sowie: sie hatte schon seit 2 Wochen sich vom FS abgesondert.

Bei mir war das immer so, auch als ich ganz jung war: Pause und gucken, warum es nicht gepasst hat, was mein Anteil daran war. Mir waren aber auch Beziehungen nie wirklich wichtig, weil ich immer genug andere interessante Sachen im Kopf hatte.
Aber ich habe auch die anderen jungen Frauen und Männer gesehen bis Mitte 20, die keine Minute aushalten konnten ohne jemanden zum rummachen zu haben. Und ich glaube, dass das heute bei vielen jungen Menschen durch die ganzen Online-Inszenierungen noch viel stärker ist.

Das scheint mir bei der Ex des FS so zu sein, wenn sie noch nichtmal einen Tag Pause nach so einem Erlebnis machen kann/muss.
Da relativiere ich auch nicht "war für sie doch nicht so schlimm", sondern schau mir verwundert diese Getriebenheit an - aber sie ist hat so. Menschen sind unterschiedlich.

Nein, tut er nicht. Er macht sich nur reichlich Gedanken um die ganze Sache.
Er hat mehrfach versucht sich zu entschuldigen, aber er akzeptiert die Trennung, siehe Eingangspost:
Ich bereue nicht Schluss gemacht zu haben.....d ich ekel mich selber so sehr von mir welches Bild ich in dieser Situation von mir abgeben habe.
Das ist kein substanziell schlechter Mensch, der sowas schreibt.
 
  • #103
Dann bin ich erstmal froh aus der Beziehung raus zu sein und erst mal für mich alleine zu sein.
Geht mir auch so.
Natürlich kann sie sich wieder auf Partnersuche begeben. Wenn sie allerdings so schlecht behandelt wurde darf man sich doch schon fragen wie sie so schnell darüber hinweg gekommen ist.
Nee, ich sehe da gar keinen Zusammenhang, der zwingend sein muss.

Vielleicht hatte sie längst einen Mann kennengelernt, der viel netter ist, und sie hat aber nicht Schluss gemacht mit dem FS, sondern wollte sich rausschleichen. Das ist dann natürlich falsch von ihr und er wäre dann berechtigt sauer, aber sein Verhalten macht das nicht besser. (Naja, und dann auch noch so betrunken Versöhnungssex zu wollen - das sieht nun nicht danach aus, als ginge es ihm um die Beziehung, sondern um sein Unterv.sein.)

Es kann auch sein, dass sie den Vorfall selbst gar nicht "so oder so" einordnet. (immerhin hat sie ihm aber gesagt, wie sie das fand)
Es gibt auch Frauen, die in ihrer Beziehung vergewaltigt werden und das gar nicht so nennen, weil es ja kein Fremder ist, der irgendwo in einer Ecke lauerte. Die sind blind dafür, was ihnen angetan wird. Und solche Frauen suchen dann auch den nächsten Mann, ohne sich mal mit dem Problem auseinanderzusetzen, dass ihr Körper ihnen gehört und nicht benutzt werden darf.
Wie so eine Frau das Verhalten des Übergriffigen sieht, beeinflusst doch dann nicht, wie die Tat allgemein zu sehen ist. Sie wird natürlich keine Anzeige erstatten, aber es wäre anzeigbar.
 
  • #104
Wenn sie allerdings so schlecht behandelt wurde darf man sich doch schon fragen wie sie so schnell darüber hinweg gekommen ist.
Der letzte Abend war auf jeden Fall schlecht für Sie. Sie war schon vorher auf dem Absprung. Die beiden sind jung.
Und manche wollen schlechte Erfahrungen auch nicht durchkauen, sondern schnell vergessen/ verdrängen und wieder aufs Pferd steigen.
Dann gibt es noch die, die ernsthaft reflektieren und verarbeiten, was aber auch nicht leicht ist, und die die ans andere Extrem rutschen, ďas Erlebnis wieder und wieder durchkauen ohne zu einer Lösung zu kommen und sich schlecht fühlen, sich schuldig fühlen, depressiv werden. Oder auch ein Hin und Herspringen zwischen Verdrängung und Depression. Das führt dann zu für Aussenstehenden nicht nachvollziehbaren Stimmungsumschwüngen und Verhaltensänderungen.
Beispiel: Sie springt in die nächste Beziehung, hat Spass. Eines abends fährt sie zu ihrem Freund und dann kommt noch der angesoffene Kumpel vorbei, setzt sich sehr dicht an sie ran und macht zweideutige Bemerkungen. Wenn sie das verarbeitet hat, kann sie angemessen reagieren und Grenzen setzen.
Wenn nicht, komnt Freeze, oder sie hat ben blinden Fleck und merkt das nicht, lässt ihn also machen, weil sie denkt dass ist normal oder sehr reagiert vollkommen über zb.
Mir sind gestern eine Menge Geschichten zu dem Thema eingefallen. So eine ehemalige Kollegin, die krank war und ein starkes Medikament nahm und davon halb betäubt war. Sie übernachtete bei ihrem Freund von dem sie sich Fürsorge erhoffte. Er nutzte ihre Wehrlosigkeit aus- ein weiterer Fall für die Dunkelziffer. Sie hat sich getrennt.
 
  • #105
Anm. der Mod.
Weitere Vermutungen über die ehemalige Freundin des FS werden nicht freigeschaltet.
 
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  • #106
Dennoch gebe ich hier meinen Senf zu, wenns recht ist
Ich meinen auch. Ich teile die allgemeine Meinung hier.. sie hat sich von ihm entfernt, er hat es gespürt, war auch mehr verliebt in sie als sie in ihn. Deshalb reagierte er so emotional. T-Shirt hochziehen und von betrunkenem Versöhnungssex zu schwafeln kann man meiner Meinung nach aber nicht mit einer einer Gewalt- oder gar einer Triebtat vergleichen. In meiner letzten Beziehung kam es auch, durch ausufernde Streits, zu Handgreiflichkeiten (von beiden Seiten aus). Meinen damaligen Freund deshalb zu verpfeifen oder gar anzuzeigen kam mir aber niemals in den Sinn. Gut, zu dem Zeitpunkt waren wir auch schon 3,5 Jahre zusammen und kannten uns sehr gut. Da weiß man doch bereits, mit was für einem Menschen man zusammen ist und ob er auch sonst zu Übergriffigkeit neigt (überhaupt nicht). Wenn ein Mensch zu Gefühlsausbrüchen neigt, kann so etwas schon mal vorkommen. Das seh ich auch ein bisschen als Kompliment, mein Ex sagte bei unserer Trennung zu mir, ich würde die dunkelsten Seiten in ihm zum Vorschein bringen. Umgekehrt war es aber genauso. Wenn man einen Menschen zutiefst liebt, können die Gefühle schon mal mit einem durchehen.
Ich würde dem FS diese Aktion auf jeden Fall nachsehen.
 
  • #107
Mir sind gestern eine Menge Geschichten zu dem Thema eingefallen. So eine ehemalige Kollegin, die krank war und ein starkes Medikament nahm und davon halb betäubt war. Sie übernachtete bei ihrem Freund von dem sie sich Fürsorge erhoffte. Er nutzte ihre Wehrlosigkeit aus- ein weiterer Fall für die Dunkelziffer. Sie hat sich getrennt.
Frauen machen sowas auch, allerdings ist meine Geschichte locker 30 Jahre alt. Willst du sie trotzdem hören ?

Eine Freundin fand ihren Partner im Sommer, als es in der Nacht heiß war, nackt und schlafend im Bett vor, ohne Decke, dafür mit Erektion. Das gefiel ihr und es erregte sie. DASS er schlief und sie ihm vorsichtig, damit er nicht aufwacht, einen runterholen konnte.
Am nächsten Tag erzählte sie es ihm und das einzige Problem, das er damit hatte, war, dass er nichts davon hatte.
Damals fanden wir das witzig. Auch der Mann erzählte das oft und gerne herum.
Das waren aber andere Zeiten, heute würde man das komplett anders bewerten, nicht ? Sexueller Mißbrauch eines Hilflosen, oder ?

w 54
 
  • #108
In meiner letzten Beziehung kam es auch, durch ausufernde Streits, zu Handgreiflichkeiten (von beiden Seiten aus).
Also, ich muss aber sagen: Für mich wären Handgreiflichkeiten, egal von wem, ein No-Go... Aber wenn sie beidseitig sind, ists ja auch nochmal was anderes, als wenns nur von einer Seite kommt. Was jetzt hier der Fall war. Er hat sie bedrängt. Es war keine Vergewaltigung, aber grad wenn man sich nicht mehr dran erinnern kann, würde ich den Alkohol weglassen - wenn man mit Alkohol so reagiert, wäre mir das zu gefährlich.
Wenn ich mir vorstelle, dass ein Partner oder Ex-Partner das gemacht hätte, fände ich es widerlich und hätte vielleicht in dem Moment auch Angst: Wenn er ihr mehrfach das Shirt hochgezogen hat, hat sie wohl mehrfach Nein gesagt vorher (das ist dann schon Nötigung) und wenn der andere bisher eben noch nicht so drauf war, dann weiß man ja nicht, wozu der andere noch fähig ist. Weder muss man es extrem dramatisieren, aber einfach abtun als nicht so schlimm würde ich das auch nicht.
Damals fanden wir das witzig. Auch der Mann erzählte das oft und gerne herum.
Das waren aber andere Zeiten, heute würde man das komplett anders bewerten, nicht ? Sexueller Mißbrauch eines Hilflosen, oder ?
Ich bin froh, dass sich die Zeiten geändert haben. Denn ich würde das nicht witzig finden, wenn mein Freund mir am Morgen erzählt, er hat an mir rumgespielt und irgendwas gemacht. Und er fände das auch nicht grad super, da bin ich mir ziemlich sicher.
Das Problem ist ja gerade das: Man weiß nicht, ob der andere das lustig findet oder scheiße, weil man ihn eben nicht gefragt hat. Und wenn er es scheiße findet, dann kann man es nicht ungeschehen machen.
 
  • #109
Nee, ich sehe da gar keinen Zusammenhang, der zwingend sein muss.

Vielleicht hatte sie längst einen Mann kennengelernt, der viel netter ist, und sie hat aber nicht Schluss gemacht mit dem FS, sondern wollte sich rausschleichen. Das ist dann natürlich falsch von ihr und er wäre dann berechtigt sauer, aber sein Verhalten macht das nicht besser.
Es macht keinen Sinn jetzt weiter darüber zu spekulieren. Ich denke dem FS ist bewusst, dass er sich falsch verhalten hat. Genauso ist ihm bewusst, dass die Beziehung definitiv nicht mehr zu retten ist. Zur Freundin möchte ich mich jetzt nicht äußern. Ist eigentlich auch verständlich, dass sowas nicht freigeschaltet wird. Wir waren schließlich nicht dabei.
 
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  • #110
Am nächsten Tag erzählte sie es ihm und das einzige Problem, das er damit hatte, war, dass er nichts davon hatte.
Kann ich total verstehen...... wobei es mir nie eingefallen wäre, die schlafende Freundin .... aber ich wollte auch nie mit einer stark Angetrunkenen....
Ich bin da eher der Typ, der sehr deutlich zeigt, dass er jetzt und sofort will ..... sagt sie dann deutlich nein, dann halt nicht.

Und als Mann - ich würde wohl auch lachen und sagen: Mädel, warum hast du mich denn nicht geweckt ?
 
  • #111
meiner letzten Beziehung kam es auch, durch ausufernde Streits, zu Handgreiflichkeiten (von beiden Seiten aus).

Das seh ich auch ein bisschen als Kompliment, mein Ex sagte bei unserer Trennung zu mir, ich würde die dunkelsten Seiten in ihm zum Vorschein bringen. U
Das klingt doch gut, ihr wart ja beide zufrieden mit dem gegenseitigen Umgang.
Das scheint mir der entscheidende Punkt zu sein: die Überstimmung des Paares zu ähnlichen Werten/ Grenzen.

Wenn das Agreement einseitig oder beidseitig durchbrochen wird, die Grenzen des anderen überschritten werden ohne des anderen Zustimmung, wie im Fall des FS, sieht es eben anders aus.
Denn er ist mit seinem eigenen Verhalten auch nicht zufrieden.
Wären er und seine Freundin anders gestrickt, würde er sich bei ihr bedanken, dass er seine dunkle Seite erfahren hat und sie würde sagen prima, passt zu meiner. Sieht hier aber nicht danach aus.
 
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  • #112
An dem Abend hab ich dann im Suff auch Schluss gemacht und sie rausgeworfen. Jetzt mein Problem: Es ist schon 1 Monat her und ich bin immer noch nicht drüber hinweg. Ich bereue nicht Schluss gemacht zu haben sondern schäme mich jetzt so dazustehen als hätte ich es nötig eine Frau zum Sex zu drängen.
Ziemlich widersprüchlich.

Du sagst, es tut dir nicht leid, Schluss gemacht zu haben. Warum nicht, wenn es doch deiner Meinung nach gut lief und du sie sehr gern hattest?

Dann der thread-Titel: …(aber nichts passiert)

Hallo, da ist sehr viel passiert, du hast dich unmöglich benommen.

Aber am Seltsamsten finde ich, dass du dich nicht dafür schämst, sie so in Bedrängnis gebracht zu haben, sondern nur dafür, dass es so aussehen könnte, als ob du es „nötig“ hättest, jemanden so zu bedrängen.

Geht’s dir nur um deine Aussenwirkung?
 
  • #113
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  • #115
Und als Mann - ich würde wohl auch lachen und sagen: Mädel, warum hast du mich denn nicht geweckt ?
Das ist eben der Punkt. Die meisten Männer würden sich darüber freuen, die meisten Frauen nicht.
Ich bin kein Mann, behaupte aber, dass viele Männer eher zu wenig Sex in ihrem Leben haben und sich über jede Gelegenheit freuen. Frauen dagegen werden oft belästigt, siehe Paralleltread, und beschweren sich über Übersexualisierung in ihrem Leben. Frauen wollen mal Sex, dann wollen sie mal keinen Sex, je nachdem und der Stimmung. Bei Frau weiß Mann nie, bei dem Mann stimmt der Mann dem Sex in überwiegenden Fällen zu.
Die Gewichtung des Sex ist für den Mann und die Frau unterschiedlich. Außerdem ist es ein grosser Unterschied, ob jemand dich quasi äußerlich "streichelt" wie bei der Befriedigung des Mannes, Pendant bei der Frau ist Klitoris, oder jemand führt irgendwas in deinen Körper ein. Männer wollen penetrieren, haben aber große Hemmungen und fast panische Angst, wenn es um ihren Allerwertesten geht. Warum eigentlich - ist doch genauso eine Öffnung wie bei der Frau.. 😉
Ach ja, die liebe Schwangerschaft natürlich kommt auch dazu..
 
  • #116
Findest Du, das ist dasselbe? Ja, beide Male hatte der Mann einen Orgasmus. Aber das war es irgendwie auch schon, finde ich. Hätte die Frau die Hand ihres durch Medikamente stillgelegten Mannes genommen und sich damit befriedigt, wäre es für mich in gewisser Weise dasselbe: Einer, der sich nicht wehren kann, wird für die eigene Befriedigung benutzt.

Ich kann nicht glauben, dass der Mann davon nicht aufgewacht ist. Ich würde aufwachen, wenn der Mann mich befriedigt, weil ich im Traum gerade eindeutig lustvoll gestöhnt und mich erregt an ihn rangewanzt habe. Und ich fänd es auch schön.

Ich finde es widerlich, wenn einer, der sich nicht zur Wehr setzen kann, sexuell missbraucht wird. Mal abgesehen davon, dass klar sein wird, dass derjenige sogar nicht mal einen Orgasmus haben wird.

Vielleicht fehlt mir aber auch das Wissen darum, wie Männer vergewaltigt werden, wenn deren eigener Penis zum Samenerguss gebracht wird.
 
  • #117
Wenn er sie allerdings so schlecht behandelt wurde darf man sich doch schon fragen wie sie so schnell darüber hinweg gekommen ist.
Ich vermute zu verstehen: Du wertest die schnelle Anbahnung der neuen Partnerschaft als schwaches Indiz dafür, dass sie ihm das andichtet, wo er ja einen Filmriss hat, oder?
Der Wunsch, die wahre Geschichte herauszulesen, ist bei allen Übergriffen absolut verständlich. Darum müssen "Opfer" vor Gericht immer wieder ihre Geschichte penibel genau wiederholen und man guckt nach Widersprüchen.
Das Problem, das ich hier aber sehe @Jochen1 ist, dass hier viel zu wenige Indizien vorliegen, sodass man schnell bei Vorurteilen, Klischees und eben alten Diskrimierungen landen kann. Ich möchte dir sowas sicher nicht unterstellen - absichtlich schon gar nicht - und erst recht nicht möchte ich dir gegenüber jetzt die Moralkeule schwingen.
Am besten sage ich es daher so. Ich habe kürzlich den Satz gehört, dass wir alle mit Rassismus großgeworden sind (über eben bestimmte Kindergeschichten etc.). Man kann das auch auf Sexismus übertragen. Wir alle sind mit Sexismus großgeworden und: Frauen können auch frauenfeindlich sein und da ich selbst sexistisch erzogen worden bin, war ich das (als ich mal viel jünger war) auch.
 
  • #118
Ich war frauenfeindlich und habe die Aussagen von Männern automatisch für richtiger gehalten, habe Frauen nichts zugetrait umd habe selbst versucht, wie ein Mann (Junge) zu handeln. Weil ich es nicht besser wusste. Und dann habe ich irgendwann die Augen aufgemacht und erkannt, dass ich sexistisch war.
So, vielleicht verstehst du jetzt besser, dass ich dich nicht verurteilen möchte und eben selbst weiß, wie schwierig dieses Thema sein kann.
Wenn nun aber stets überbetont wird, dass die Frau sich doch so schnell keinen neuen suchen sollte, dann hört man heraus, dass
a) die Frau möglicherweise lügt. Ein Grundmisstrauen gegenüber der Frau sei hier angebracht. Ich kenne dieses Grundmisstrauen gegenüber Frauen sehr gut aus sexistischen Kreisen, dort überbetont, hier natürlich nur als leises - ich würde sagen - Echo aus damaligen (?) Zeiten.
b) die Frau nicht sexuell frei sein soll bzw. sich doch "moralisch" verhalten solle. Mit moralisch ist dann sowas wie besonders empathisch, lieb und nett gemeint. Du möchtest das wahrscheinlich nicht sagen, aber in sexistischen Kreisen wird das oft so gelebt, vordergründig hat sich Frau dann so und so zu verhalten, jedenfalls nicht dominant. Heutzutage hört man dann oft, dass Frauen deshalb so schlecht in Führungsrollen kämen und sich beruflich nicht so durchsetzen würden, weil sie zu lieb, brav und nett seien. Dass das dann - bedenkt man sexistische Forderungen - insgesamt betrachtet eine ungünstige (perfide?) Konstellation ist, leuchtet wohl ein.
Jetzt sagst du all das ja gar nicht in dieser Form.

Jedoch bitte ich dich darüber nachzudenken, was du über die Situation überhaupt weißt und ob du nicht evt. vorschnell aus den wenigen Daten eine bestimmte Vermutung in den Raum stellst, die ihre Wurzeln in sexistischen Annahmen haben könnte. Dort natürlich in klar zugespitzter Form. Und nochmal: Das soll keine Moralkeule sein.
 
  • #119
Ich finde, es sollte dasselbe sein.
Ist es aber wahrscheinlich nicht.

Tom differenziert:
... wobei es mir nie eingefallen wäre, die schlafende Freundin ....

Und als Mann - ich würde wohl auch lachen und sagen: Mädel, warum hast du mich denn nicht geweckt ?
Er würde es eher witzig und gut finden, wenn seine V ihn befummeln würde während er schläft, er selbst würde das mit ihr aber niemals tun.

Auch ich habe bei den beiden Varianten unterschiedliche Gefühle, die denen von Tom ähneln.
Warum ist das so ?
Außerdem ist es ein grosser Unterschied, ob jemand dich quasi äußerlich "streichelt" ....oder jemand führt irgendwas in deinen Körper ein. Männer wollen penetrieren, haben aber große Hemmungen und fast panische Angst, wenn es um ihren Allerwertesten geht.
Das finde ich plausibel.

Vielleicht kommt noch die Wehrlosigkeit dazu. Ein Mann kann einer Frau aufgrund der körperlichen Überlegenheit Gewalt antun, umgekehrt aber nicht.
Außer sie fesselt ihn.
Hab ich im BDSM-Bereich oft gesehen, das ist sehr weit verbreitet. Die Wehrlosigkeit erhöht den Kick.
Im Gegensatz zu submassiven Männern schätzen es Stino-Männer wenig bis null, wenn man rektal etwas einführt.

w 54

Anm. der Mod: Einige Passagen entfernt. Für den Themenbereich "Sexualität" sind die Vorgaben noch etwas strenger. Zu detaillierte Beschreibungen von Sexpraktiken sind leider nicht erlaubt. Vielen Dank für das Verständnis.
 
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