• #31
Ausserdem finde ich anstrengend, alles ausdiskutieren und abstecken zu müssen, ...
Erwartungen müssen kommuniziert werden! Ob du das anstrengend findest oder nicht, ist dabei völlig irrelevant. Das sind Grundregeln der Kommunikation, die man im Grunde schon recht zeitig im Leben lernt. Niemand ist dazu da, zu erraten, was hinter der Stirn des anderen vorgeht. Das ist auch gar nicht möglich. Das hat etwas mit Wahrnehmung zu tun, die naturgemäß so verschieden ist, wie die gesamte Menschheit. Und das ist auch völlig normal.

Wenn eine Frau einen Kaffee ablehnt, dann lehnt sie schlicht und ergreifend den Kaffee ab und nicht den Menschen an sich. Das ist unter Frauen genau das Gleiche. Wenn ich eine Freundin oder Kollegin oder Bekannte frage, ob wir zusammen einen Kaffee trinken wollen, und sie lehnt mehrfach mit den Worten ab "oh sorry, keine Zeit, wegen....", dann weiß ich "ok, das ist eine vielbeschäftigte Person die wenig Zeit hat", aber ich würde ohne klare Ansage ihrerseits niemals unterstellen, dass sie mich nicht mag, und grundsätzlich kein Interesse an persönlicherem Kontakt mit mir hat. Das muss sie schon klar äußern und keine verklausulierten Sätze als Entschuldigung vorbringen, die am Ende gar nicht stimmen. Was erwartet man denn da? 🙈

Zweiter grundlegender Fehler beim Beurteilen von Situationen: immer von sich selbst ausgehen. Wie schon erwähnt, ist Gottes Garten vielfältig und bunt, und wenn man die Erwartung hat, dass die Menschen so "schlau" sind, wie man selbst, dann kann man ja nur von der Menschheit/ Beziehungen enttäuscht werden. Verschiedene Menschen reagieren und nehmen nun mal anders wahr, als man selbst.


...es ist nicht viel verlangt, dass der Andere Augen und Ohren hat und auch überlegen soll, ob sein Verhalten passend ist. Man ist kein kleines Kind, dem man erklären muss, was er zu tun hat und was nicht.
Das ist ein typisches kommunikatives "Sich - gehen lassen". Das klingt einfach nach Faulheit und Desinteresse, sich kommunikativ mit anderen Menschen auseinanderzusetzen. Ein bequemes Zurücklehnen, in dem man sagt, "weil ich zu faul bin, meine Erwartungen zu verbalisieren, erwarte ich vom anderen, dass er/ sie das für mich übernimmt und errät, was ich will. Wenn er/sie das nicht tut, wird er/sie meinerseits mit ...xyz... bestraft". Das ist genau das Gegenteil von Eigenverantwortung.
 
  • #32
Bringst du allen Kollegen Kaffee mit, mehrmals? Wohl kaum. Ausserdem kenne ich keinen einzigen Mann, der für eine Frau was tut und er steht nicht auf sie.
Kann ja alles sein. Das sind aber alles Schlußfolgerungen für die Frau.
Soll er sich selbst deuten ?
Man kann das alles so deuten, wie Du, man muss aber nicht. Einfache Aussagen sind einfache Aussagen. Man kann sie eben auch so deuten, wie sie gesagt werden.

Wir haben eine gemeinsame Sprache. Das ist die Basis.
Alles andere ist Add-On.

Er weiß nur dass die Frau keine Kaffee wollte und sein Werben bis dahin auch noch nicht zum Erfolg führte. Sonst wusste er halt nichts.

Er nutzt Zeit eben nicht mit dem Deuten von Alltäglichkeiten ggf. umworbener Frauen. Das kann man ihm nicht vorwerfen, sonst müsste man das in die Schule aufnehmen. Wir können in der Gesellschaft im Basic nur erwarten, was wir auch lehren.
Auf alles andere haben wir kein Recht.
 
  • #33
Irgendeinen Grund wird er schon gehabt haben. Er hielt das wohl für freundlich, wasweißich denn.
Ich habe das in meiner Call-Center Zeit mitbekommen, bin auch selber um Geld gebeten worden, meistens aber um Zigaretten(zu der Zeit habe ich noch geraucht), auch mitgebrachtes Essen kam bei einigen gut an.

Denn es gab dort etliche Kollegen die nicht viel Geld hatten und gerade bei denjenigen, die frisch angefangen hatten aus dem Hartz IV Bezug beispielsweise, war es oft mehr als knapp, auch nach zwei Monaten Lohn. Also wenn dann ein Mann beispielsweise mitbekommt oder auch nur denkt sie wäre knapp bei Kasse, ihr ein Getränk anzubieten oder ihr mal bis zum Geldeingang mit einem Schein auszuhelfen, finde ich jetzt nicht völlig ungewöhnlich und verwerflich. Sie muss es ja nicht annehmen.

Die TE hat es ihm deutlich gesagt, mehr ist nicht notwendig.
 
  • #34
Du musst dich klarer ausdrücken.
Wenn er Geschenke macht, du diese annimmst und alles dann musst du dich nicht wundern. Geld anbieten geht gar nicht ausser du hast erzählt dass du Probleme hast.

Sei einfach klarer, er wirbt um dich und so lange du das Spiel mitmachst, wird er weiter spielen. Ich würde übrigens nicht warten bis er wieder ein Geschenk macht sondern ihn direkt um 5 Minuten Zeit bitten, ihm sagen dass du das nicht möchtest und er das bitte beachtet und in Zukunft unterlässt.

Einen Freund vorschieben oder so muss nicht sein denn damit vermittelst du das Gefühl das du alleine zu schwach bist oder ihn ebenfalls toll finden würdest wenn du nicht vergeben wärst. Das kann permanentes Nachfragen zur Folge haben.
Und nein, nicht jeder Interessierte Mann ist ein Serienmörder - manchmal frage ich mich schon was hier eigentlich los ist....
 
  • #35
Und nein, nicht jeder Interessierte Mann ist ein Serienmörder - manchmal frage ich mich schon was hier eigentlich los ist....
Das war wahrscheinlich aus meinem Post. Es ging darum, dass jemand schrieb"was machst du für ein Drama, der Mann ist nur höflich ". Ich habe gemeint, dass Höflichkeit allein noch kein Merkmal für wohlwollendes Verhalten ist, das es sogar Mörder gibt, die von den Nachbarn als höflich wahrgenommen wurden. Ausserdem kann eine Person höflich und trotzdem penetrant und unangenehm sein, das fällt dann unter passiv-aggressives Verhalten. Deswegen habe ich der FS empfohlen, nichts aus seiner Höflichkeit zu machen, sondern schauen, was sie selber will und das durchsetzen. Ich persönlich kenne nur zu genüge "aber ich meine doch nur gut", aus diesem Grund musste ich paar mal Kontakt zu meinem guten Freund herunterfahren, weil es mir zuviel wurde, er aber in seiner lieben Art nicht gecheckt hat oder checken wollte. Mittlerweile geht es gut und er akzeptiert den Rahmen, der für mich angenehm ist. Er ist kein "Mörder" und war nie ausfällig, aber eben ein bisschen zu hilfsbereit und einfach zu viel.
 
  • #36
Glaube ich nicht. Die meisten Männer sind nur nett und aufmerksam, wenn sie sich mehr von der Frau erhoffen, sei es Affäre oder Beziehung. Kavaliere, die jede Frau höflich und zuvorkommend behandeln, egal wie alt oder hässlich sie ist, sind so gut wie ausgestorben.
So ein Blödsinn.
In welchen Kreise verkehrst Du denn, dass Du eine solche Aussage triffst?
Wer fi.... will muss Lieb sein oder wie?
In meinem Umfeld sind die Männer sogar, man stelle sich vor, auch zu Frauen sehr Freundlich die wirklich weniger als keine Schönheiten sind.
Schon eine sehr unziviliesierte Sichtweise.
Und da soll mir noch mal jemand sagen, wir Männer sind Oberflächliche Schwanzdenker.
m49