• #1

Angst vor zufälligem Treffen mit der Ex

Guten Tag,

meine Trennung liegt nun fast 9 Monate hinter mir. Ich bin nach der Trennung, die ich eingeführt hatte, da ich merkte, sie tut mir nicht mehr gut, in ein wirklich sehr tiefes Loch gefallen. Meine Psychologin meinte, es ist eine Art emotionale Abhängigkeit. Diese Frau war tatsächlich mein Ein und Alles. Nun habe ich mein Leben wieder soweit im Griff, dass ich mich wieder locker mit Freunden treffe, meine Uni wieder verfolge etc.. Privat läuft es also wieder relativ rund.

Es gibt aber noch eine Sache, die mich stört. Ich möchte sie nicht sehen, da es mir nicht gut tut. ( Die Erfahrung habe ich schon gemacht) Jedenfalls schaue ich aber ironischerweise an markanten Plätzen, wo die Chance größer ist, dass Sie da ist, mich ständig um. Ich versuche also sie zu entdecken, obwohl ich sie garnicht treffen möchte! Das nervt mich! Ich kann in der Uni nicht entspannen, da ich die ganze Zeit Angst habe, sie könne gleich vor mir stehen. Und solange ich diese Angst habe, drehen sich meine Gedanken nachwievor permanent um sie.

Ich wollte einfach mal fragen, ob das normal ist und ob ich das in irgendeiner Art und Weise mildern kann.
 
  • #2
Ich denke nicht, daß das nach 9 Monaten "normal" ist.
Was passiert, wenn du sie siehst? Was daran tut dir nicht gut? Wenn es dich einfach für einige Zeit beschäftigt und irritiert, naja, das ist kein Weltuntergang.
Übe Gelassenheit, und bedenke, daß ein zufälliges Treffen einfach kein Drama sein muß. Frage dich, warum es das ist.
 
  • #3
Me23,

Es ist ein deutliches Signal, dass Du mit diesen Thema noch lange nicht abgeschlossen hast.
Du solltest es mit Deiner Therapeutin noch weiter bearbeiten, vor allem weil mit dieser Beziehung eine umfangreiche Thematik verknüpft ist.
In einem Laienforum wie hier bist Du mit dieser Thematik m.E. verkehrt, man müsste viel zu viel wissen und vor allem Fachkompetenz haben, um Dich konkret zu unterstützen.

Ich mag Dir trotzdem zumindest eine Analogie erzählen, wie ich es selbst versuche.
Es gibt 2 Personen, mit denen ich äußerst unangenehme Erfahrungen machte und lange brauchte, um annähernd mit dieser Geschichte überhaupt klar zu kommen.
Das Risiko, diesen zu begegnen, ist real, auch wenn es noch nie geschehen ist.

Nun, nachdem es öffentliche Räume sind, wo eine Begegnung stattfinden könnte, habe ich mir überlegt, was könnte real passieren? Welche Aktionen / Reaktionen? Was habe ich für Möglichkeiten? Wie möchte ich reagieren?
Ich habe diese ganzen Szenarien durch gespielt - ausgiebig.
Ich denke, es wäre nicht einfach, sollte es passieren, aber ich denke, ich könnte zumindest nach außen souverän damit umgehen.
Zumindest kann ich mich problemlos an diesen Orten aufhalten, das Dort-Sein genießen, es sind nämlich Lieblingsorte von mir, die mag ich mir nicht nehmen lassen.
Und ansonsten kann ich fatalistisch sein. Ich bin ausreichend vorbereitet, und das was dann geschehen wird, wird geschehen.

Dir alles Gute,
Und beende bitte Deine Therapie nicht zu früh.
 
  • #4
Wenn ich sie sehe, dann wird mir ganz heißkalt und ich stehe unglaublich unter Adrenalin. Die Zeit danach bin ich dann ziemlich geknickt. Es tut mir nicht gut, weil ich dann für ein-zwei Tage meinen Schwung verliere.

Ich denke mal, es ist für mich noch so ein Thema, weil ich einfach noch nicht richtig loslassen konnte und sie mir nachwievor fehlt. Mir wurde gesagt, andere Frauen treffen, kennenlernen und sich ablenken. Jedoch sind mir Berührungen seit der Trennung unangenehm geworden.

Vielleicht sollte ich mich nochmal in Behandlung geben :/
 
  • #5
Ich denke, du wünscht sie dir zurück, deswegen kreisen deine Gedanken ständig um sie. Solange du sie innerlich noch nicht losgelassen hast, wird dich das beschäftigen.
 
  • #6
Was heißt schon "normal" und was hilft es, Gefühle einzuordnen in "normal" und "unnormal"?
Ich finde deine beschriebene Angst vor einem Zusammentreffen mit ihr normal. Ich kenne diese Angst von mir selbst und bei mir hielt diese Angst z.T. Jahre (!) an. Ich habe für mich herausgefunden, dass sie nach denjenigen Trennungen auftrat, die relativ ungeklärt abliefen, wenn keine Trennungsgespräche oder -diskussionen stattfanden, ich also nicht wirklich mit der Beziehung innerlich abschließen konnte. Man schafft es dann nicht, irgendwann wieder emotional auf Augenhöhe mit dem Expartner zu kommen, sondern es fühlt sich wie eine dauerhafte emotionale Unterlegenheit ggü. dieser Person an.
Ich kenne übrigens auch Freundinnen und Freunde, denen das auch so ging - alles ganz normale Leute.
Nun hast du dich ja in diesem Fall von ihr getrennt. Aber das hatte den Grund, dass sie dir nicht mehr guttat … was immer das genau heißt für dich. Vielleicht war sie emotional unzuverlässig, so dass du z.B. nie so richtig wusstest, woran du mit ihr bist, dich nie wirklich ihrer Liebe und Zuwendung sicher fühltest.
Definitiv kannst du das ja auch in deiner Therapie ansprechen. Das solltest du tun!


w51
 
  • #7
Ob das normal ist, kannst nur Du entscheiden. Was genau meinst Du mit mildern? Was möchtest Du mit dem Gefühl (sie zu sehen, tut Dir nicht gut) machen? Was genau ist das für ein Gefühl? Möchtest Du es lösen oder verdrängen? Vielleicht kannst Du Dich damit ja nochmal beschäftigen, dann könnte Dein Leben nicht "nur" richtig rund laufen, sondern richtig Spass machen...
 
  • #8
Ich denke nicht, daß das nach 9 Monaten "normal" ist.
Wer will das denn behaupten? Was "normal" ist, und was nicht? Je nachdem was vorgefallen ist, finde ich es sehr wohl normal, dass man "Angst" vor der Begegnung mit dem Ex-Partner hat, weil selbst wenn man die Beziehung verarbeitet hat verbindet man ja irgendwo negative Gefühle damit, und er möchte das nicht, er möchte einfach nur entspannt sein Leben leben, das kann er aber nicht, weil er befürchten muss, seiner Ex irgendwo an der Uni zu begegnen, und danach geht es ihm erstmal wieder schlecht.

Also ich kann dich sehr wohl verstehen, lieber ME23!
Vielleicht spielst du eine Begegnung mal gedanklich durch, so richtig mit laut reden und gestikulieren, zur Not kann ja eine Freundin oder vielleicht deine Schwester (wenn du eine hast) die Ex darstellen. Da wirst du allein schon merken wie dein Herzschlag sich beschleunigt, aber übe ein paar mal die Situation und wie du möglichst cool reagieren könntest, damit du dabei dein Gesicht wahrst und dich nicht ärgerst.

Alles Gute!
w(28)
 
  • #9
Wenn ich sie sehe, dann wird mir ganz heißkalt und ich stehe unglaublich unter Adrenalin.
Du steckst noch voll drin. Du möchtest zwar loslassen, aber du hast es innerlich noch nicht. Solange du dir selbst was vormachst, schadest du dir nur selbst. Es gibt keine Standardzeit, nach der man jemanden vergessen haben muss. Jeder Mensch hat seine eigene Zeit; setz dich doch nicht selbst so unter Druck.

Ich hatte auch mal so eine Beziehung und konnte lange nicht loslassen. Ich dachte, ich könnte nie wieder in der Strasse lang fahren, wo er arbeitet, obwohl ich da jeden Tag lang muss auf meinem Arbeitsweg. Ich dachte ich werde niemals loslassen können.

Ich habe viel daran gearbeitet herauszufinden, warum ich so abhängig von ihm war, was ich so toll an ihm fand, also was mich wirklich innerlich so ansprach, denn realistisch betrachtet war er nicht so toll und das war meinem Verstand bewusst.

Jetzt 3 Jahre später fahre ich bei ihm vorbei und denke nicht mal mehr an ihn dabei. Ich kann mit ihm reden, mit ihm chatten und ihn fünf Minuten später wieder vergessen haben. Meine damaligen Gefühle für ihn, meine Faszination,sind heute absolut nicht mehr nachvollziehbar für mich.

Mein Rat: geh der Sache auf den Grund, warum du von ihr so emotional abhängig warst, wenn du das klären und verstehen kannst, kannst du auch leichter loslassen.
 
  • #10
Ich kenne eine solche Angst auch. Da ich diese als Teil von mir akzeptiere, habe ich mich für den Weg entschlossen, alles, was mir Angst macht, soweit wie möglich zu vermeiden.
Sprich: kompletter Kontaktabbruch, Plätze und Menschen meiden, wo ein Kontakt zustande kommen könnte (bei mir war das immer möglich). Vor 3 Jahren war ich in einer ähnlichen Situation, und mir hat oben genannte Strategie vorbeugend geholfen, während ich mich aber gleichzeitig innerlich darauf vorbereitete, ihn zwangsläufig irgendwo wiederzusehen. Also mich stark zu machen, und hier setze ich auf die Macht der Affirmation.
Das ist allerdings nur mein Weg, mir hilft die Verdrängung mehr als die Konfrontation. Auch heute noch möchte ich dem Menschen nicht unbedingt begegnen, aber wenn es passieren würde, wäre es nicht mehr schlimm, denn mein Leben ist ja weitergegangen, auch ohne diese (Un)person.
Viel Erfolg!
 
  • #11
Was dir wirklich helfen könnte, ist dir nochmal bewusst zu machen aus welchem Grund du die Trennung eingeleitet hast und nicht sie! Es bedeutet nur, dass du während der Beziehung unglücklich gewesen bist und zum Selbstschutz dich getrennt hast/trennen musstest und quasi nicht unterzugehen.

Ich vermute du stecktest vielleicht in einer destruktiven Beziehung in welcher deine Wünsche, Bedürfnisse und Interessen nicht berücksichtigt wurden. Wahrscheinlich hast du dich damals in eine Frau verliebt, die dir auf langer Sicht gar nicht gut getan hat.

Man sagt Menschen lieben sich oft in solche Partner mit denen sie quasi ihre Kindheitserfahrungen reinszenieren können. War das immer ein Kampf um ihre Aufmerksamkeit, ihre Liebe, Zuneigung und Zärtlichkeit und sie wies dich immer wieder zurück und weigerte sich, dir das zu geben?

Ich glaube letztlich geht es darum im Leben als Erwachsener zu erkennen, dass niemand perfekte Eltern hatte und manche waren unfähig ihren Kindern genügend Liebe und Aufmerksamkeit zu schenken oder sogar ihre Kinder vernachlässigten und im schlimmsten Fall misshandelten - emotional/körperlich. Wenn in deiner Familie so etwas vorgekommen ist und du vernachlässigt wurdest - was auch eine Art von Misshandlung ist - dann handelst du unbewusst gemäss deiner Prägung und suchst dein ganzes Leben nach Liebe und Aufmerksamkeit, die dir deine Eltern nicht gegeben haben.

Es ist eine hohe Kunst zu erkennen, dass man auch ohne seinen Eltern wert voll und liebenswürdig ist und sich selbst zu lieben und würdigen lernt. Erst wenn man das begreift wird man nicht mehr von einer anderen Person derart emotional abhängig dass es einen aus der Bahn wirft.

Erkenne dich selbst und erkenne die Ursachen und dann wird alles leichter und eine Begegnung mit ihr wird dir nichts mehr ausmachen, denn du wirst dich selbst verstehen. Vielleicht wirst du ein aha-Erlebnis haben: "jetzt verstehe ich, warum ich mich in diese Frau verliebt habe und was ich in ihr gesucht habe!".
 
  • #12
Normal hin oder her, ich würde da eine Konfrontationstherapie draus machen. Je häufiger du sie wirklich triffst um so schneller stumpfst du ja sozusagen auch ab und gewöhnst dich an die Situation. Bei Ängsten ist eine Vermeidung immer der falsche Weg. Das erste mal kommt vielleicht noch das Adrenalin und ein paar Tage Trauer. Die nächsten Male wird es dann weniger und irgendwann bist du drüber hinweg. Du kannst jeden Vorfall mit deiner Therapeutin besprechen und für dich klären, was wirklich dahinter steckt. So würde ich vorgehen.
 
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  • #13
Guten Morgen,

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

Ich weiß nicht genau, wie ich es ausdrücken soll, aber ich probiere es mal. Mein Bewusstsein weiß, dass es kein zurück gibt, dass es eine gute Entscheidung war sich zu trennen usw.. Jedoch weiß mein Unterbewusstsein das offensichtlich nicht.

Ich war als Kind/Jugendlicher oft sehr einsam und wurde auch öfter mal gemobbt. Ich weiß nicht warum, jedoch wurde ich in der Schulzeit sehr oft als Außenseiter angesehen (Vielleicht lag es daran, dass ich alle um gute 30 cm überragte). Jedenfalls war Sie dann die erste Person, die ich wirklich rangelassen habe und jede Menge Herzblut in die Beziehung hineingesteckt hatte.

Ich merkte dann aber nach 3 Jahren, dass ich mich komplett aufgeben müsste, damit ich diese Beziehung halten kann. Ein Beispiel wäre, dass unsere Nähebedürfnis komplett unterschiedlich war.

Ich würde einfach supergerne loslassen, ihr normal begegnen können und dann einfach weiter machen können. Aber momentan weiß ich nicht wie das gehen soll. Vielleicht hilft ja wirklich Konftrontation, ich werde das mal bei meiner Psychologin ansprechen.

Man sagt Menschen lieben sich oft in solche Partner mit denen sie quasi ihre Kindheitserfahrungen reinszenieren können. War das immer ein Kampf um ihre Aufmerksamkeit, ihre Liebe, Zuneigung und Zärtlichkeit und sie wies dich immer wieder zurück und weigerte sich, dir das zu geben?
Meine Eltern haben mich immer geliebt, andere jedoch nie. Aber ja, es war oft ein Kampf um Zuneigung. Am Ende blieb mir halt die Wahl, ob ich das akzeptiere oder gehe. Ich bin gegangen.


Vielleicht brauch ich wirklich einfach noch mehr Zeit.
 
  • #14
Naja, was ist schon normal? Daran sollte man sich nie orientieren.

Du brauchst nur dein Gehirn umzuprogrammieren, sehe und behandel sie wie ein Kumpel, es gibt Milliarden Frauen auf dieser Welt! Aber tu dies vom HERZEN und ehrlich!

Und programmiere dir fest den Plan ein "Ich möchte eine Frau haben, die mich auch will", das vereinfacht es auch, sie wird dir dann immer schneller immer egaler.

Stell dir das so vor wie die Wandlung von CD auf MP3. Früher hast du CD's als sehr wertvoll angesehen und danach gestrebt, CD's zu haben. Dann kam MP3 und CD's wurden dir immer egaler. Aber zu Anfang hängt man noch an der CD.

Zugegeben, leichter gesagt als getan, wird auch ne Weile dauern, bis du das verinnerlicht hast, bleib einfach hartnäckig und eisern, wie ein richtiger Mann!
 
  • #15
Hallo FS,

ich habe mir Deinen Thread von damals (kurz nach der Trennung) noch einmal angesehen, und mir kam dabei folgender Gedanke: Ist es vielleicht die Art und Weise der Trennung, die Dir so sehr zu schaffen machst? Ein Gefühl von Traurigkeit, vermischt mit Scham und dem Gefühl, es nach solch einer langen gemeinsamen Zeit nicht aufrichtig getan zu haben? Für den, der sich trennt, kann dies nämlich ewig nachhängen, vor allem, wenn es kein wirkliches Abschlussgespräch gab.

Im anderen Thread schreibst Du zwar von "einvernehmlich", aber war es denn wirklich so? Dass sie Dich ziehen ließ und Dich danach nicht mit Anrufen und Briefen bombardiert hat, heißt nicht automatisch, dass sie die Trennung genauso wollte wie Du.

Liegt hier vielleicht der Hund begraben?
 
P

Papillon

  • #16
Deine Ex kann Dich noch emotional verletzen. Sie war wie du geschrieben hast ein wichtiger Bestandteil deines Lebens. Wie lange es dauert ist ganz indivudell. Dein Verhalten kenne ich von mir. Irgendwann verliert man das. Dein jetziges Leben wird die Oberhand gewinnen Stück für Stück. Je mehr du Freude an den Jetzt findest, desto schneller geht es. Bei deiner nächsten Beziehung gehe lieber einbisschen auf Abstand und kümmere dich mehr um Dich. So eine Abhängigkeit wird man nur langsam und schwierig los.
 
  • #17
Hallo FS,
Liegt hier vielleicht der Hund begraben?
Das kann ich nicht sagen, aber ich hatte sie gefragt, ob sie sich getrennt hätte. Und sie sagte, dass sie drüber nachgedacht hat. Vielleicht hätte sie sich nicht in diesem Zeitraum getrennt, aber wahrscheinlich kurze Zeit später.


Je mehr du Freude an den Jetzt findest, desto schneller geht es. Bei deiner nächsten Beziehung gehe lieber einbisschen auf Abstand und kümmere dich mehr um Dich. So eine Abhängigkeit wird man nur langsam und schwierig los.
Es ist schwierig zu beschreiben, aber ich empfinde keine wirklich Freude mehr. Seit der Trennung läuft mein Leben eher mechanisch. Falls ich jemals wieder eine Partnerin finde, dann werde ich wirklich einen gewissen Abstand waren, obwohl ich das eigentlich Schade finde.
 
  • #18
Denk daran, dass du die Quelle deine Liebe in dir hast. Das mag jetzt esoterisch klingen, aber wenn du dich selbst nicht liebst, wird das auch mit der Liebe nichts...Es sit wichtig, dass du wieder Freude am Leben empfindest, nicht nur über sie.
 
  • #19
Für mich spricht das entweder für Schuldgefühle deinerseits - das ginge dann in die Richtung von @Strength . Oder du hast Angst, dass dann alles wieder hochkommt und du vielleicht den Drang verspürst, es doch noch mal mit ihr zu versuchen. Ein/e Therapeut/in ist in jedem Fall ein besserer Ansprechpartner, um dem auf den Grund zu gehen und daran zu arbeiten als so ein Forum. m44
 
  • #20
Momentan ist an eine neue Beziehung ja wohl gar nicht zu denken. Aber was anderes ist mir aufgefallen. Du beschreibst dein Mobbing in der Schule und das du es auf deine Größe zurück führst. Das ist in keinem Fall der Grund. Ich denke, wenn du Normalität in dein Leben zurück willst, dann solltest du die Ursachen des Mobbings klären. Denn das belastet dich heute noch und sorgt dafür, dass dein Selbstwertgefühl am Boden ist. Grundsätzlich werden Menschen nicht wegen eines körperlichen Attributes gemobbt, es gibt ja genug andere große, dicke oder was auch immer, Menschen die eben nicht Opfer des Mobbings werden. Meist liegt irgendein Verhalten dahinter, was die anderen nicht verstehen und worüber sie sich lustig machen, oder irgendwas in der Familie was nicht "normal" ist. Ich denke da solltest du ansetzten. Und auch wenn du das nicht hören möchtest oder sehen kannst und auch wenn das übergriffig klingt, ich kenne oder habe auch nie von einem mobbingopfer gehört, wo nicht auch irgendwas in der Familie nicht stimmt. Ich kenne dich nicht, daher kann ich nur auf das reagieren was du hier schreibst, daher kannst du auch völlig ingnorieren und aus quatsch abtun was ich schreibe, gerade wenn du noch nicht soweit bist da hingucken zu wollen oder zu können.
 
  • #21
Momentan ist an eine neue Beziehung ja wohl gar nicht zu denken. Aber was anderes ist mir aufgefallen. Du beschreibst dein Mobbing in der Schule und das du es auf deine Größe zurück führst. Das ist in keinem Fall der Grund.
Ich weiß leider wirklich nicht, was mit der Familie nicht stimmen soll.

Ich weißt nicht, ob es wirklich die Größe war, weswegen ich in der Schule gemobbt wurde. Aber ich war wirklich groß. Und ein beliebter Sport bei meinen "Mitschülern" war : Wer kann hoch genug springen um mir ins Gesicht zu schlagen. Daher führte ich es auf die Größe zurück. Vielleicht war es aber auch, weil ich der Intelligenteste war...
 
  • #22
Ich hab ja geschrieben, ich weiß es nicht und nur du kannst die Ursachen dafür in deiner Therapie raus finden. Du schreibst jetzt, du warst der intelligenteste, vielleicht hast du das ziemlich raushängen lassen weswegen die anderen mit Aggression dir gegenüber reagiert haben. Jedenfalls denke ich, wenn du dein eigenen Verhalten in der Schulzeit reflektierst und somit herausfindest, warum du Mobbingopfer wurdest, kannst du dich aus der Opferrolle befreien und selber entscheiden ob du dein Verhalten ändern möchtest oder nicht. Da du ja scheinbar in Therapie bist, obwohl du schon eine weile aus der Schule raus bist, gibt es bei dir scheinbar mehr als diese Mobbinggeschichte weswegen du dir Hilfe beim Therapeuten gesucht hast.
 
  • #23
Hallo FS, ich stecke in einer ähnlichen Situation nur liegt meine Trennung erst 7 Wochen zurück. Ich halte an Plätzen, wo ich weiss dass er sich dort auch manchmal aufhält, immer Ausschau ihn zu sehen. Oder ich warte darauf, dass er sich bei mir meldet obwohl es mir kein besseres Gefühl gibt.
Ich denke du bist auch noch nicht an dem Punkt mit ihr abgeschlossen zu haben. Vielleicht wäre es noch einmal eine Möglichkeit zu deiner Psychologin zu gehen und das ganze nochmal aufzuarbeiten.
 
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