• #31
Ich weiß, das klingt wahnsinnig naiv und viele werden sich wohl fragen, warum ich mich nicht trenne.
Nee. Ich frage mich, warum Du ausschließlich Deinen Willen durchsetzen möchtest.
"Alles was ich mach, gefällt ihm nicht. Es gefällt ihm nicht, wie ich spreche, wie ich mich kleide, meine Figur, meine Art, meine Freizeitgestaltung, wie ich das Haus einrichte. Es gefällt ihm nicht, dass ich gerne von der Zukunft rede und welche Vorstellungen ich habe."
Hast Du Dich mit seinen Vorstellungen schon mal befasst? In Erwägung gezogen ihm in einigen Punkten entgegen zu kommen?
Du hast keine Lust mehr und die Kirmes darf am Ende möglichst nichts kosten.

Möchtest Du die Beziehung erhalten? Dann musst Du wohl Kompromisse eingehen (er natürlich auch - wobei ich etwas Zocken nach der Arbeit nicht schlimm finde).
Ist die Beziehung für EUCH erledigt? Dann könnt Ihr Euch (was die Wohnsituation betrifft) arrangieren. Wie lange soll das dann gehen? 30 Jahre?
Ich verstehe es so, dass die Beziehung nur für Dich erledigt ist. In dem Fall halte ich es für verlogen bei ihm zu bleiben. Dann betrügst Du Dich selbst und ihn gleich mit.
Was bleibt am Ende tatsächlich an Restschuld für jeden übrig? Ihr habt beide ein festes Einkommen. Insolvenz ist nicht immer zwingend notwendig. Je eher sowas beendet wird, umso eher habt Ihr die Folgen hinter Euch.
Was willst Du?
Beziehung erhalten? Dann tue etwas dafür.
Die Beziehung beenden? Zähnchen aufeinander und die Konsequenzen in Kauf nehmen!
Ich weiß nicht, wo das Problem ist.
 
  • #32
Hier wurde schon so viel Richtiges geschrieben und geraten, ich habe beim Lesen Deiner Situation ein ungutes Gefühl in der Magengegend bekommen. So würde ich nicht leben wollen. Es wird auch nichts bringen, wenn hier der Eine schreibt, wie seine/ihre Trennung mit Haus ablief und B, dass es bei ihr/ihm ganz anders war. Wichtig ist ja, wie IHR das managt. Ich frage mich zudem (und die Frage würde ich ihm auch stellen): Warum wollte er ein Haus, inkl. der Schuldenlast? Wenn er doch nur im Kämmerlein hockt und zockt - das kann man in der kleinsten Mietwohnung auch. Wenn die Immobilie ein Doppelhaus ist, was ist mit der zweiten Seite? Entweder für die erste räumliche Trennung oder zum Vermieten?!?
P.S. Wenn gemeinsame Freunde auch schon finden, dass er sich immer mehr abkapselt, spricht auch einer von denen mal mit ihm? Das Gezocke wirkt auf mich so, als wäre das schon ne Sucht, eventuell benötigt er auch Hilfe. Was nicht heißen soll, dass Du damit gemeint bist.
 
  • #33
Seit wann ist ein Haus weniger wert als der Kredit dafür??? Hat er dir das gesagt damit du da bleibst???
Ansonsten habt ihr euch völlig verkalkuliert!
Informier dich mal bei Bank oder sonstiger Stelle vor Ort. Dann wird die Hütte halt verkauft. Was nützt dir der Beton wenn du dich dafür zum Sklaven und Dummchen für ihn machen musstgs ???
Ich vermute allerdings auch das du nur Mitleid willst aber gar nichts ändern wirst denn du gefällst dir zu sehr in deiner Opferrolle.
Jede andere wäre schön längst weg....
 
  • #34
Eine Bekannte von mir hatte auch noch nie einen anderen Typen, lernte mit 19 den ihrigen kennen und heiratete.
Eigentumshaus...der ganze Zirkus.

Nach 21 Jahren Ehe konnte sie einfach nicht mehr.
Sie hatte keinen anderen Mann kennengelernt. Sie zog aus, ließ ihm ALLES, sie verzichtete auf Auszahlung, einfach auf alles.

Sie wollte nur noch raus.

Da sie gut ausgebildet war, ging sie einfach ihrer Bürotätigkeit (Bankwesen) weiter nach, wie die 20 Jahre davor auch, suchte sich ganz schnell ne kleine Wohnung für sich, schaffte sich ne schwarze Katze an und fing an Männer zu daten.
Auch verhütete sie immer, sodaß sie ein Problem weniger hatte als Andere in ähnlicher Situation.

So einfach ist das.

(Später berichtete sie mir mal, dass der Ex vollkommen überfordert war, er wusste überhaupt nicht, wie man eine Waschmaschine anstellt, wie man sich was zu essen kocht...ganz furchtbar, sie war so nett und zeigte dem das auch noch alles....daran sieht man, daß für viele heterosexuelle Männer eine Frau nichts anderes als eine Mutti ist. Sowas wird sich wohl nie ändern. Man kann dem nur entgehen und sich schützen, indem man gar nicht erst mit einem Typen zusammenzieht, ich würde auch jedem Mädel und jeder Frau davon immer wieder abraten.)
 
  • #35
Liebe Stella. Du bist jetzt in einem wunderbaren Alter. Sagen wir: Deine besten Jahre finden jetzt statt. Mach was draus. Verschwende sie nicht an eine tragische Situation.

Viel zu lange bin auch ich in einer lieblosen Ehe geblieben, erst mit 37 gab es einen finalen Knall. Du kannst das alles natürlich noch viel länger weitermachen, aber besser wird es auf gar keinen Fall.

Vermutlich würde ich immer noch in meiner Ehe hängen, wenn er nicht fremdgegangen wäre. Es gab erst eine Trennung, als die Situation eskaliert ist.

Ja, wir mögen keine Veränderungen, haben Angst davor, unsere Komfortzone zu verlassen.

Wenn ich zurückblicke, dann bedauere ich zutiefst, so viele Jahre geopfert zu haben. Aber vielleicht hats das auch gebraucht, damit ich was daraus lernen kann. Und manchmal tut man sich sehr schwer mit Lektionen.

Kannst Du Dich coachen lassen? Hast Du Menschen, die Dir nahe stehen und Dich auffangen können? Hast Du gute Freunde? Es soll auch Internetforen für Trennungen geben und auch Selbsthilfegruppen. Sieh Dich mal dort um. Du musst ja nichts ins kalte Wasser springen. Du hast ja keinen Zeitdruck.

Mache Dir doch einen Aktionsplan, den Du abarbeitest: mit der Bank sprechen, Termin bei Schuldnerberatung machen, Vermögenssituation ordnen, psychologische Beratung in Anspruch nehmen, wie kannst Du mehr Geld sparen oder auf die Seite legen? Wann willst Du ihm Deine Trennungspläne mitteilen? Wie und wo wirst Du Dir eine Wohnung suchen?

Viel Glück.
 
  • #36
Also Du liest Dich schon eher panisch und etwas naiv.
Und willst Du wirklich? Es klingt so wie Hilfe ich will mich trennen, aber bitte keine Trennung...

Konkrete Tipps
Frage vorab, wer ist Schuldner?
Haftet jeder von Euch gesamtschuldnerisch - wenn ja, schau zu dass ihr Euch friedlich trennt, und hier vertragliche Regelungen findet. Lass Dich dazu mal von einem Anwalt aufklären und beraten.

Plan aufstellen - Finanzen, Vermögen, Einkommen
Mit Deinem Partner reden, wie Ihr Euch auseinander dividiert.
Wert des Hauses feststellen lassen, es sollte eigentlich den Kredit decken - wie habt Ihr es sonst finanziert bekommen?
Ich würde mir Einschätzungen von Maklern einholen. Da meine Erfahrung - Makler differieren oft erheblich, und man erlöst mehr, wenn es keinen Zeitdruck gibt. Schau mal, was am Markt gerade bezahlt wird.
Achtung, beim Kredit wird wohl eine Vorfälligkeitszahlung hinzu kommen, evtl. nicht unerheblich je nach Höhe und Laufzeit. Da solltet Ihr mir der Bank reden - sowieso ratsam, wenn es absehbar ist, dass Ihr verkaufen werdet, und ggf. der Erlös nicht reicht.
Haus verkaufen - da kann man einen Auszugstermin vereinbaren, der Euch Zeit für Auflösung, Wohnungssuche, Umzug lässt.
Schulden abwickeln, vielleicht bleibt ja noch ein Rest.
Falls nicht, so einfach geht Privatinsolvenz nicht... Wäre ja ganz praktisch.
Du und Dein (Ex-)Partner müsst dann eben für die Restschulden jeweils selbst einen Kredit aufnehmen.
Bei einem festen Einkommen machbar.

Wem das keine Lösung ist, dann macht Paartherapie und lernt erst mal miteinander reden, mir persönlich ist es zu schwarz weiß, und vielleicht bekommt Ihr es wieder hin?

Manchmal muss man sich entscheiden, was einem wichtiger ist - Seelenfrieden oder materielle Benefits.

W,50
 
  • #37
Du siehst das ganz richtig: der Typ hat Dich voll im Griff.
Im besten Fall bist Du ihm egal.
Im schlimmsten Fall holt er sich insgeheim einen drauf runter, dass Du so machst und tust während er Dich auflaufen lässt.

Fürs Haus gibt es bestimmt eine Lösung. Letztlich sind in der aktuellen Zeit Immobilien sicherer als Geld und entsprechend begehrt. Ob zur Miete oder Verkauf. Stadt oder Land.

Du findest bestimmt etwas Besseres! Wirklich schwierig wirds wenn Kinder da sind. Aber so ist es machbar!
Und mache das besser nicht zu lange mit. Auch die selbstbewussteste Frau gewöhnt sich ggf schleichend an so schlechte Behandlung wie der berühmte Frosch im Wasserglas :)
Das kriegst sonst nimmer ausgeschliffen, wenn Du es noch länger zulässt.

Good luck!
 
  • #38
Liebe FS! Ich war 2011 in der gleichen Situation wie du, Haus gebaut, 2 Kredite aufgenommen, unverheiratet, nichts vorher geregelt.
Viel zu lange habe ich damals aus Angst vor den Folgen in der unglücklichen Beziehung ausgeharrt. Irgendwann fing ich an, mich erst telefonisch bei der Bank, dann persönlich bei einem Kreditvermittler beraten zu lassen, alles durchzurechnen. Letztendlich habe ich das Haus übernommen und im ersten Jahr Miniraten von 365 Euro bezahlt, der Bank war das egal. Nach einem Jahr allein leben konnte ich die Kosten gut einschätzen und erhöhte auf 700 Euro Tilgung für das Haus. Sprich mit einem Berater, rechnet alles durch, beschaffe dir einen möglichst flexiblen Kredit. Bei meinem kann ich sogar bereits gezahltes Geld wieder entnehmen, wenn z.B. plötzlich das Auto kaputt ist o.ä. Das geht 3 Mal ohne Extrakosten. Mich hat dieser super flexible Kredit absolut beruhigt.
Streite nicht mit deinem Freund, sei ruhig, keine Vorwürfe, sei fair, zeig ruhig, wie traurig du bist,wenn du dich trennst. Versuche das alles in Freundschaft oder zumindest neutral zu regeln, denn Krieg mit dem Partner macht erst recht Angst und die Situation unberechenbarer. Überlege dir, was du willst. Willst du das Haus behalten, evtl. Vermietung?Versucht das Problem gemeinsam zu lösen, auch er müsste daran Interesse haben.
Bleiben wird auf Dauer nicht funktionieren, irgendwann hältst du es nicht mehr aus, dann hast du Jahre verloren. So schade...
Alles Gute, mach dich auf den Weg.
 
  • #39
Nachtrag: Wie QFrederick habe ich meinen Freund ausbezahlt, dafür einen Kredit aufgenommen, den alten Kredit umgeschuldet und für die Auflösung desselben Vorfälligkeitsentschädigung zahlen müssen. Die Vorfälligkeitsentschädigung haben wir uns geteilt. Meinen Anteil konnte ich im neuen Kredit mit unterbringen. Das alles klingt schlimmer als es war. Du kannst es mitgestalten. Ich habe meinen Ex gefragt, was er finanziell haben will, wenn ich das Haus behalte und er hat mir Dinge aufgelistet, mit denen ich leben konnte. Der Gedanke an Insolvenz entspringt vielleicht deiner großen Angst. Es ist auch nicht gesagt, dass ihr das Haus nicht zu einem guten Preis verkaufen könnt. Ihr habt es ja auch vor kurzem gekauft.
 
  • #40
Hi Stella,
vorweg: ich habe mir keine der Antworten durchgelesen, die Mitstreiter hinterlassen haben und werde das auch nicht.
Ich kann dir nur aus eigener Erfahrung sagen: Ich habe vier Jahre nach Trennung (und nach vier Jahren erst Scheidung!) versucht ein gemeinsames Haus zu halten, nachdem ich aber erkannt habe dass a.) ich hier nie glücklich werden kann und b.) Gutachter schon einen fünfstelligen Betrag insgesamt anhängig gemacht haben summa summarum keinen Sinn ergeben, habe ich erkannt, dass man nicht am Backstein kleben soll. Und egal wie strukturschwach deine Gegend sein mag (mehr als bei uns kaum ;-)) kann man relativ unbeschadet aus der Sache kommen, wenn man sich dazu erst einmal entschlossen hat.
in short: Haus weg!
LG
P
 
  • #41
Ich kann dir nur aus eigener Erfahrung sagen: Ich habe vier Jahre nach Trennung (und nach vier Jahren erst Scheidung!) versucht ein gemeinsames Haus zu halten,...
Ich wundere mich immer, warum so viele Frauen bei dem Thema auf "Haus halten" plädieren. Sind die alle so vermögend oder einkommensstark, dass das problemlos geht? In den meisten Fällen läuft es doch auf einen Halbtagsjob und Unterhalt für die Kinder raus. Letzterer ist doch nicht dafür gedacht, damit Häuser zu bezahlen, sondern sollte ja eigentlich nur die Hälfte von dem sein, was für die Kinder ausgegeben wird...
 
  • #42
Ich wundere mich immer, warum so viele Frauen bei dem Thema auf "Haus halten" plädieren.
Habe ich was überlesen?
Ich habe keinen Post in dieser Richtung gelesen.
Eigentlich nur die Empfehlung, Trennung, Hausverkauf, Schulden sortieren... Verantwortung für das eigene Leben übernehmen.

Und heutzutage sollte es eigentlich selbstverständlich sein, dass eine Frau zumindest nach der Trennung wieder Vollzeit arbeitet. Mit einer anständigen Ausbildung sollte es auskömmlich sein.

Ob Frau dann ein vorher gemeinsames Haus halten kann, hängt von der Belastung ab, vom Gesamtvermögen und vielen anderen Faktoren.

W,50
 
  • #43
Unterhalt für die Kinder raus. Letzterer ist doch nicht dafür gedacht, damit Häuser zu bezahlen, sondern sollte ja eigentlich nur die Hälfte von dem sein, was für die Kinder ausgegeben wird...
Na und? Ist doch egal, wofür die Frau das Geld ausgibt. Die Kinder müssen nunmal auch wohnen. Dann wird halt der Unterhalt fürs wohnen verwendet.
Zum einen haben die meisten Mütter ein etwas innigeres Verhältnis zu ihren Kindern als die Väter und schauen stärker auf die Interessen der Kinder. Die sind meistens durch die Trennung ausreichend belastet, sollen nicht auch noch ihr Zuhause und ihre Freunde verlieren.
Zum anderen ist es nicht leicht, mit 2 Kindern als Teilzeit arbeitende Frau eine neue Wohnung in einer vernünftigen Wohngegend zu finden.
Darum behalten sie oft das Haus, legen sich dafür krumm, verzichten auf Komfort für sich und schustern so viel wie möglich ihren Kindern zu.

Sind die alle so vermögend oder einkommensstark, dass das problemlos geht?
Werden sie wohl sein, wie soll das sonst funktionieren? In der Regel ist so eine Immobilie ja auch nicht bis auf den letzten Stein verschuldet sondern es wurde Eigenkapital eingebracht und bereits Hypotheken getilgt. Dann geht das und ist ja auch keine schlechte Idee ein eigenes Haus als Altersversorgung zu haben.
Es gibt ja auch noch das halbe Kindergeld, Steuerfreibetraege und bei geringem Einkommen Wohngeld sowie Kinderzuschlag. Auch das kann Frau gut in die Hausfinanzierung einbringen und tut das wohl auch - nicht jede, aber einige.
 
  • #44
Hmmmm ..... ich habe Doppelhaus gelesen .... gehört euch eine Hälfte oder das ganze Haus ?
Doppelhaus ist einfach in 2 Teile zu bringen, auch im Grundbuch. Eine Hälfte für jeden mit anteiligen Krediten - dann kann jeder seine Hälfte verkaufen oder bewohnen, vermieten ginge auch.
Ja, es gibt leider 110 % Finanzierungen - damit auch Notarkosten und Steuern mitfinanziert werden können. Langt dann auch noch ein Makler hin ......
Vorteil für euch momentan - Kredite sind günstig. Und die Preise hoch. Wobei Corona auch den Markt ziemlich einbrechen lässt.

Ich verstehe übrigens nicht, wie man auf die Idee kommt, so lange mit jemandem zusammen zu sein an dem einem so gar nichts gefällt bzw dem man überhaupt nicht gefällt. Und wie kann man bei den Voraussetzungen Kinder haben ?? Ja, mit tun die Kids leid ......
 
  • #45
Na und? Ist doch egal, wofür die Frau das Geld ausgibt. Die Kinder müssen nunmal auch wohnen. Dann wird halt der Unterhalt fürs wohnen verwendet.
Sehe ich nicht so. Unterhalt ist natürlich unter anderem für´s Wohnen da, aber eben auch für eine angemessene Ausbildung, Kleidung, Essen, Freizeitgestaltung, Urlaub, Klassenfahrten etc.
Im Extremfall also Second-Hand-Kleidung, einfaches Essen und keine Hobbies mit Kosten, damit Mama das Haus abzahlen kann? Das darf aus meiner Sicht nicht sein.

In der Regel ist so eine Immobilie ja auch nicht bis auf den letzten Stein verschuldet sondern es wurde Eigenkapital eingebracht und bereits Hypotheken getilgt. Dann geht das und ist ja auch keine schlechte Idee ein eigenes Haus als Altersversorgung zu haben.
Hier schreibt die FS klar, dass das Haus überschuldet ist. Die Idee mit der eigenen Altersvorsorge ist natürlich nicht schlecht, aber die ist eben Sache der Frau und nicht Sache der Kinder. Und klar kann man einen Anteil des Unterhaltes als Beitrag zum Wohnen nehmen, aber eben nur einen Anteil. Die Mutter muss ja im Prinzip auch den gleichen Unterhalt aufbringen. Das wird sie oft nicht können, weil Kinder eben Zeit kosten. Dann ist das Geld knapp. Man muss das eben im Einzelfall ansehen. Wenn es sich machen lässt, ohne dass die Kinder übermäßig zu kurz kommen, ist das in Ordnung. Wenn das Haus 600.000 Euro wert ist und noch 500.000 abzuzahlen sind, kann man sicher nicht 1300 Euro Unterhalt für 2 Kinder komplett für die Tilgung ansetzen und sich mit 1200 Euro für einen Halbtagsjob irgendwie durchwurschteln...
Man muss das eben im Einzelfall anschauen.
 
  • #46
Glaub mal nicht, wenn beide Eltern Kinderzimmer zu mieten haben, dass das Kind dann in Samt und Seide gewandet rumläuft und kostspielige Hobbys betreiben betreiben kann. Dann ist das Geld wegen doppelter Wohnkosten und teilweise doppelter Ausstattung in beiden Haushalten noch knapper.

Hier schreibt die FS klar, dass das Haus überschuldet ist. Die Idee mit der eigenen Altersvorsorge ist natürlich nicht schlecht, aber die ist eben Sache der Frau und nicht Sache der Kinder.
Du verwechselst Beiträge in diesem Thread und vermischst daher die Sachverhalte. Ich glaube nicht, dass die FS überhaupt Kinder hat. Sie arbeitet Vollzeit und macht sich garkeine Gedanken um das Haus als Altersvorsorge, sondern um Privatinsolvenz.
Sie hat keinen Plan, wie sie aus der Nummer mit dem gemeinsamen hoch verschuldeten Haus rauskommt. Sie begreift nicht, dass sie für den Ausstieg aus dem gemeinsamen Haus, welches keiner von beiden finanzieren kann, keine vertraglichen Regelungen braucht - es gibt bereits einen Grundbucheintrag und gemeinsame Kreditvertrage, was die Basis für den Ausstieg ist. Sie muss mithrem Partner klären,mwie sie es angehen.

Hier schreibt die FS klar, dass das Haus überschuldet ist.... Wenn das Haus 600.000 Euro wert ist und noch 500.000 abzuzahlen sind..l
Überschuldet heißt, dass mehr als 600.000 € auf dem Haus sind.
Es ist ein altes saniertes Doppelhaus in strukturschwacher Region, d.h. schlecht zu einem guten Preis zu verkaufen und auch nicht schnell zu verkaufen. Den Fehler machen viele Leute, zuviel Geld in ihr Liebhaberobjekt zu stecken, ohne sich um den realisierbaren Verkaufspreis Gedanken zu machen, wenn man sich von dem Haus trennen muss, weil die Beziehung scheitert.

Deshalb in einer schlechten Beziehung zu bleiben ist trotzdem keine gute Wahl, sondern beide mit Schulden raus, ein neues besseres Leben ohne den Partner beginnen und jeder zahlt etliche Jahre später noch seinen Schuldenteil ab. Strategie: lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.
 
  • #47
Es ist ein altes saniertes Doppelhaus in strukturschwacher Region, d.h. schlecht zu einem guten Preis zu verkaufen und auch nicht schnell zu verkaufen. Den Fehler
Das ist die Vermutung - es kann auch eine ordentlich sanierte DHH sein, in einer normalen Region - das muss kein Verlust sein. Vor allem dürfte auch der Kaufpreis überschaubar gewesen sein.
Wie hoch die Schulden real sind, wissen wir nicht.
Weder wir noch die FS wissen, wieviel das Haus wert ist.

Sehr realistisch halte ich die FS hier nicht.
Sie geht davon aus, Wohnung und Hausschulden parallel, sie redet gleich von Privatinsolvenz.
Und weil sie Panik schiebt - der mieseste Ratgeber überhaupt, sucht sie Lösungen, um eine unrettbare Partnerschaft zu retten.

Wichtig wäre es, für die FS, sich zu sortieren.
Weil ich die Partnerschaft noch oder nicht.
Wenn ja - Paarbetatubg, reden, Lösungen suchen.

Wenn Nein, dann muss sie endlich pragmatisch werden.
Herausfinden, , wieviel ist das Haus am Markt wert - und dazu würde ich mit 3 Maklern vor Ort Termine ausmachen. Man will das Haus verkaufen, für wieviel... DANN kann man weiter schauen.
Ich hatte eine Bankschätzung, das erste Maklerangebot 20% darüber, daß 2. Nochmals 15%mehr, und verkauft wurde es dann mit fast 90% mehr als die Schätzung der Bank. Aber ich ließ mir fast ein Jahr Zeit, und ich hatte mir den Markt sehr genau angeschaut, mir schon eine Preisvorstellung gemacht - und da bin ich auch gelandet.

Sie muss das erst mal für sich klären
Hauswert/Kreditsumme+Vorfälligkeit - das Ganze durch 2. Bleibt was oder Umschuldung, vielleicht ist es am Ende doch ein überschaubarer Betrag.
Und dann wird es dringend Zeit, mit dem Partner zu reden, wie man gemeinsam einen Weg findet - für Hausverkauf, Schulden und Umzug.

Aber dafür muss die FS erstmal aus dem Panikmodus raus.
Kopf einschalten - es gibt immer Wege.
Sie ist jung, gesund und hat en festes Einkommen - perfekt. Dann finden sich Lösungen, und Kreditzinsen sind so niedrig wie noch nie.

Liebe Stella, fang es an.

W, 50
 
  • #48
Du müsstest Dir vorrangig im Klaren sein, ob Du die Beziehung beenden möchtest, oder nicht. Und nicht denken, bei Plus trenne ich mich, bei Minus bleibt es so.
Denke mal gar nicht an das Haus und konzentriere Dich mal.
Beziehung - ja, oder nein!? Dann geht's erst weiter...

Trenne Dich sauber. Dann lässt es sich gemeinsam besser verkaufen. Wenn es bis zum Verkauf trubelig wird spielt die Zeit gegen Euch. Da nutzen auch die schönsten Gutachten und Wertermittlungen nichts. In der Regel weiß man auch in etwa um die finanzielle Hausnummer. Du schreibst ja, dass der Erlös nicht die Schulden decken wird.
Ihr müsst dann gemeinsam die Zeit aufbringen bis ein Käufer gefunden ist.
Das kann eine Weile dauern. Du wirst nicht den Käufer schon vor der Trennung finden.
Ich würde daher erstmal mit dem Thema Trennung anfangen.
Danach mit ihm zusammen ein Plänchen machen. Er möchte sicher auch so wenig wie möglich Miese machen.

Wenn Du Dich mit Entschlossenheit trennst siehst Du die Folgen mit anderen Augen! Dann wirst Du eher sagen, ich schaffe das.
Entschlossenheit sehe ich bei Dir jetzt nicht. Daher Deine Panik.

Gemeinsam vermieten würde ich in dem Fall auch nicht. Ihr müsst auch damit rechnen, dass die ein oder andere Miete mal nicht gezahlt wird, oder Ihr Leerstand habt. Für Rücklagen müsstet Ihr auch gemeinsam sorgen und die Kreditverpflichtungen bleiben ja.

Aber mal anders gedacht. Haus und Verpflichtung lasten sicher auch auf ihm.
Viel Spaß hat er mit dem Haus scheinbar auch nicht, sonst würde er sich dort einbringen.
Gar nicht trennen, Haus verkaufen, gemeinsam woanders hin. Kleine Wohnung ohne Rasenmähen etc. Vll ist ihm das auch alles zuwider?
Ich würde das auch mal in Erwägung ziehen, falls Du wegen der Trennung so unentschlossen bist, wie ich annehme.
 
  • #49
Ich hatte eine Bankschätzung, das erste Maklerangebot 20% darüber, daß 2. Nochmals 15%mehr, und verkauft wurde es dann mit fast 90% mehr als die Schätzung der Bank.
Exakt so ist das. Wer die finanzierende Bank für den Verkauf oder sich nur die Wertschätzung der Immobilie beauftragt muss Echt mit dem Hammer behauen sein. Alles über der Summe die bei dieser Bank inkl. Vorfälligkeit anfällt interessiert die Bank nicht sonderlich.
Das dämlichste was man machen kann überhaupt.
Wenn man den Luxus Zeit besitzt, dann sollte man abwarten.
M49
 
  • #50
Mein Votum wäre auf jeden Fall: Entscheide Dich für wahre Liebe (die Du vielleicht noch mal findest, wenn auch ggf. erst in einigen Jahren) und zur Not gegen Kinder. Wenn Du jetzt schon weißt, dass er nicht der Richtige ist, zurre das auf keinen Fall noch fester. Es sind schon viel zu viele Menschen mit "irgend jemandem" zusammen und eigentlich nicht glücklich. Jeder verdient eine große Liebe im Leben!

Was die Wohnung angeht, bekommst Du das bestimmt irgendwie hin - vielleicht können Dir ja Deine Eltern Geld geben oder Du ziehst für eine Übergangszeit in eine nette WG, das lenkt dann auch gleich ab.