• #91
Was eigentlich ist so toll an sexueller Treue?
Das ist doch nur eine romantisch verklärte Konvention, meist mit moralinsaurem Ton und bigottem Hintergrund gefordert.
Wenn ich mir vorstelle, ich müsste Kamele kaufen, um damit für eine Jungfrau zu bezahlen, die ich dann 50 Jahre an meiner Seite haben müsste - ich würde wohl verzichten.
Wenn ich mir vorstelle, eine Frau dürfte immer nur mit mir - dann kommts wirklich zu Geschwindigkeiten beim Sex, die Al Bundy blass werden lassen würden.
Wenn ich mir vorstelle, den sexuellen Launen einer Frau ausgeliefert zu sein - ich würde mir andere Hobbies suchen.
Nicht umsonst haben diejenigen, die solche Regeln aufgestellt haben, es immer am wildesten getrieben. Kann man nachlesen - Könige und Grafen etc hatten Mätressen. Und der Klerus - nun ja, das sind die, die es noch heute mit kleinen Buben treiben. Steht sowohl in der Zeitung als auch im Internet.
Die untergeordnetsten Knechte und Mägde - die mussten treu oder keusch leben. Das Recht der ersten Nacht war den Lehnsherren vorbehalten. Warum wohl ?
Ich persönlich will keine Frau, die kein anderer Mann nicht auch gerne hätte. Kommt dann mal einer zum Zuge, darf und will ich mich nicht beklagen, solange mir kein Kindlein untergeschoben werden soll. Und ich bin kein Mann, der nicht seine Chancen hätte - und sie teilweise auch nutzt.
Monogamie und Monotonie - für sind das Geschwister.
Wenn ich solche Sachen im Kopf hätte, wenn ich mit einem Mann zusammen bin, dann würde mir auch der Spaß vergehen und ich würde rebellieren wollen ... Vielleicht ist deine Verknüpfung falsch? Ich denke über solche Dinge gar nicht nach, wenn ich mit einem Mann Kontakt und Sex habe. Wenn es schön ist, will ich den Kontakt/Sex weiterhin und wenn nicht dann nicht. Den Gedanken, dass ich meine Freiheit aufgebe und mich in ein wie auch immer geartetes Gefängnis begebe, hatte ich noch nie, warum auch, ich kann doch jederzeit gehen. Aber viele Männer haben anscheinend solche Gedanken und das schreckt sie ab vor einer Bindung, stattdessen ergreifen sie Schutzmaßnahmen, um bloß nicht in eine Beziehung, die für sie nach Hölle klingt, hineinzugeraten. Warum? Eigentlich gibt es nur eine sinnvolle Erklärung: Männer schaffen es nicht zu gehen, wenn sie erstmal eine Bindung eingegangen sind, auch dann nicht, wenn sie nicht mehr glücklich sind. Sie scheinen dann tatsächlich nicht mehr frei zu sein. Und wenn das so ist, dann müssen sie ihre Freiheit natürlich mehr schützen als eine Frau, die auch in einer Beziehung immer noch jederzeit die Möglichkeit hat, einfach zu gehen.
 
  • #92
Wer treu sein will, bleibt treu.
Wer fremde Haut braucht, soll sie sich holen. Jedem das seine! Nur sollte man sich eine/n Partner/in suchen, welche/r die gleiche Ansicht hat. Das ist nämlich oft das Problem dabei!
Wir reden hier ja gar nicht über Treue an sich, sondern nur über einen kleinen Bruchteil - die sexuelle Treue.
Mir fällt immer wieder eines auf: egal, in welcher Altersklasse, die Männer, die diese "Womanizer - Ausstrahlung" - die kommen bei einem sehr hohen Prozentsatz der Damenwelt gut an. Solange Frau einen solchen Mann noch nicht hat, ist es ganz gut, dass er sich nicht binden will. Und insgeheim wird gefeiert, wenn einer dieser Männer seiner Freundin nicht sexuell treu ist. Weil das ja die Trennung der beiden bedeuten könnte. Für solche Männer sind sehr viele Frauen bereit, zunächst in die Rolle der Geliebten zu schlüpfen - das schizophrene daran: ER soll der Geliebten aber versichern, nicht mit mehr mit seiner Frau / Freundin zu schlafen.
Richtig ist - nicht alle Frauen ticken so. Aber viele. Darf ein Mann sich da nicht seine Gedanken drüber machen? Ist es für Frauen wirklich so verwunderlich, dass Männer, die solches Verhalten oft genug erlebt haben, das Thema "sexuelle Treue" einfach als Geschwätz ansehen?
 
  • #94
Männer schaffen es nicht zu gehen, wenn sie erstmal eine Bindung eingegangen sind, auch dann nicht, wenn sie nicht mehr glücklich sind.
Schliesse mich @Tom26 an.
Ich habe auch schon einiges erlebt mit Frauen. Es gibt wirklich sehr klammernde Frauen. Wenn Mann jung ist, bzw. wenige Erfahrungen hat, dann glaubt er das alle Frauen so sind.
Der überwiegende (je älter desso mehr) Teil der Männer sind von Frauen, meist Ehefrauen und häufig (Nur)-Hausfrauen groß gezogen worden. Bei Letzteren ist der Anteil der klammernden Frauen wohl besonders hoch. Selbst wenn die Ehe der Eltern geschieden ist, so haben sich doch meist die Frauen getrennt. Also lernt mann, dass Männer keine Beziehungen beenden.
Ich habe auch erst mit über 30 gelernt, dass es auch nicht klammernde Frauen gibt und wie stressfreier das Leben mit diesen Frauen ist.
 
  • #95
Wenn ich solche Sachen im Kopf hätte, wenn ich mit einem Mann zusammen bin, dann würde mir auch der Spaß vergehen und ich würde rebellieren wollen ... Vielleicht ist deine Verknüpfung falsch?
Nein, sie ist nicht "falsch". Sie ist "anders". Du erwartest, dass andere Menschen Deine Sichtweise tolerieren (und ein Mann in einer Beziehung sie teilt), dann solltest Du auch akzeptieren, dass andere Menschen andere Sichtweisen haben. Es gibt hier Frauen und Männer, die sexuelle Treue und eine Beziehung trennen.

Ich stelle auch fest, dass es ängstliche, klammernde Frauen gibt und solche, die das Leben lockerer sehen. Und ich stimme (#95) zu, dass das Leben so stressfreier ist.
Mir ist sexuelle Treue in einer Beziehung wichtig. Also suche ich mir eine entsprechende Partnerin. Ob andere Menschen das anders handhaben, ist dann nicht mein Problem. Sexuelle Treue ist für mich allerdings verknüpft damit, dass Sexualität stattfindet. Hat die Frau auf Dauer keine Lust mehr dazu, bin ich nicht mehr treu. Warum auch, ich nehme ihr dann ja nichts weg.
 
  • #96
Wir reden hier ja gar nicht über Treue an sich, sondern nur über einen kleinen Bruchteil - die sexuelle Treue.
Jeder kann seine Meinung haben, aber ich kann unehrliches Getue, Schöngerede oder Dinge verdrehen absolut nicht leiden. Bei dem Begriff Treue im Rahmen einer Liebesbeziehung ist vor allem die sexuelle Treue gemeint- Welche denn sonst? Die Treuepunkte beim Discounter?

Alles andere ist Täuschung und Vertrauensmissbrauch. Da sind Missverständnisse und Frustrationen vorprogramiert. Ich finde so was verlogen.

Frauen, die sich auf einen Mann einlassen (weil er so schön ist), der unmissverständlich, von Anfang an! ehrlich und ohne Finten signalisiert, dass er nur eine Affäre will, dürfen sich dann tatsächlich nicht beschweren, wenn sie ausgetauscht werden, sobald es dem Mann nicht mehr gefällt. Umgekehrt gilt das natürlich genauso.

Mir gefällt auch nicht, wenn sich die "Schürzenjäger" und stadtbekannten Womanizer bzw. Affärensucher als die einzig wahren Männer darstellen. Ich fand solche Männer schon immer eher peinlich.
 
  • #97
Wir reden hier ja gar nicht über Treue an sich, sondern nur über einen kleinen Bruchteil - die sexuelle Treue.
Eben, und ich möchte noch hinzufügen: Und dies ist wiederum nur einen Teil was für mich wichtig ist und eine Beziehung ausmacht.

In meiner Singleprobezeit konnte ich feststellen, dass mein Marktwert recht gut sein muss, aber dass Sex für mich nur einen hohen Stellenwert in einer Beziehung, wie nah oder distanziert diese auch beiderseitig definiert sein möge, hat. Die, auch sexuelle, Beliebigkeit inklusive der Halbwertzeit außerhalb dieser ist für mich weder zufriedenstellend noch erfüllend.

Ich habe für mich festgestellt, dass Frauen wie Männer, für die das nur Geschwätz ist, für mich auch in vielen anderen Bereichen nichts sind und somit von mir ausgeschlossen werden. Was für beide Seiten sicherlich seinen Vorteil hat und in Ordnung ist.
 
  • #98
Bei dem Begriff Treue im Rahmen einer Liebesbeziehung ist vor allem die sexuelle Treue gemeint- Welche denn sonst?
Beispielsweise die Loyalität - kann man in dem Thread nachlesen, in dem eine Frau sich beklagt, dass ihr Mann über ihr Geld verfügen möchte.
Du kannst ja mal im Duden nachlesen, was alles unter Treue verstanden werden kann und wird.
Wahrscheinlich bist du eben eine der moralinsauren Frauen, die lieber einen sehr kranken Mann verlassen, als ihm die Loyalität zu geben. Und ja, in solchen Situationen ist die sexuelle Treue genau NULL wert. Mir ist eine loyale und verlässliche Frau wesentlich lieber und viel mehr wert als eine sexuell treue.
 
  • #99
Wahrscheinlich bist du eben eine der moralinsauren Frauen, die lieber einen sehr kranken Mann verlassen, als ihm die Loyalität zu geben.
Ah, da kommt dann doch die Retourkutsche von den gedanklich sehr freien Geistern hier.
Wenn man die Gedanken nicht teilt, ist man also moralinsauer und verläßt den armen kranken Mann, anstatt ihm Loyalität zu geben.

Da ist mir diese Aussage oben doch lieber:
Damit war die Meinung von Tom26 gemeint, wenn ich richtig aufgepaßt habe. Sie ist halt anders.

Ich denke, die ganze Argumentation von Tom26 rechtfertigt halt sein System, muß er wohl auch, ist ja ein weniger beliebtes Modell.
Der Begriff Treue wird erstmal über die sexuelle Treue in einer Partnerschaft definiert, so verstehen es die meisten Menschen.
Dann gibt es noch die "freien" Interpretationen wie die von Tom26.
Ich kenne einige Männer, die Frauen für ihre Ideen der Beziehung ohne sexuelle Treue begeistern wollen und nicht müde werden, sich dabei dumm und dämlich zu quatschen. Ich kenne wenige Frauen, die so leben wollen, einige machen es, weil sie den Mann "halten" wollen. Das funktioniert auf Dauer natürlich nicht.
Jeder darf heutzutage so denken, wie er möchte, was ich nicht leiden kann....wenn mich jemand von seiner Sicht der Dinge überzeugen möchte und mich dann in die Ecke "du bist ja blöd" stellen möchte, wenn ich das so nicht teile.
Das kann ich leider nicht mehr Ernst nehmen und vermute dann immer ernsthafte Probleme dahinter. Nur meine bescheidene Meinung.
W
 
  • #100
Wahrscheinlich bist du eben eine der moralinsauren Frauen, die lieber einen sehr kranken Mann verlassen, als ihm die Loyalität zu geben. Und ja, in solchen Situationen ist die sexuelle Treue genau NULL wert. Mir ist eine loyale und verlässliche Frau wesentlich lieber und viel mehr wert als eine sexuell treue.
Ach? Du erwartest von einer deiner Affärenfrauen, zu denen du dich nicht bekennen möchtest, dass sie dich im Falle einer Krankheit dann pflegen sollen und loyal sein sollen? Sie dürfen von dir absolut nichts erwarten, weil dir alles sofort immer zu viel ist und dich eineengt und du gibst freimütig zu, dass du nur die guten Zeiten willst und von Problemen und Alltag nichts hören willst: und genau du argumentierst dann so? So eine soll dich dann loyal pflegen? Interessant.
Bist du denn loyal deinen Affären gegenüber? Wenn dir vorher schon alles, was verbindlich ist, zu viel ist und du Affären mit maximal 1 Jahr Dauer führst? Pflegst du eine deiner Gespielinnen, wenn sie krank ist?
 
  • #101
Mir ist eine loyale und verlässliche Frau wesentlich lieber und viel mehr wert als eine sexuell treue.
Ist dann eine sexuell treue Frau automatisch unverlässlich und nicht loyal?

Also dürfte eine loyale und verlässliche Frau dich sexuell betrügen und zeigt damit automaitsch Verlässlichkeit und Loyalität zu dir als Partner?

Kann es sein, wenn ich so deine vielen Zeilen aus diesem Thread auf mich wirken lasse, dass dir eine Frau mal sehr sehr weh (sexuelle Untreue) getan hat?

WÜ50
 
  • #102
Es geht um den Begriff Treue im Zusammenhang mit Liebesbeziehungen. Wer auf das Geld seines Partners aus ist, weiß nicht was Liebe bedeutet. Das ist ein Vertrauensmissbrauch, genauso wie sexuelle Untreue ohne Einverständnis des Partners. Da gibt es nichts Schönzureden , Abzulenken oder als moralinsauer abzustempeln. Was ist das eigentlich für ein altmodisches Wort. Na muss ich wohl im Duden nachlesen. ..
 
  • #103
@Tom26 hast Du bei der Verfassung Deiner Beiträge eigentlich gegrinst und Dir genau überlegt wie Du die Formulierung so formulierst, dass Du Empörung hervorrufst?!

Es gibt Menschen die offene Beziehungen bevorzugen und das mit einem Partner auch ausleben. Das ist Typ bedingt und nicht Geschlechter abhängig.
Jeder kann das für sich entscheiden ohne die Ansicht des anderen negativ zu bewerten.
Wichtig ist jedoch die Offenheit in der Kennenlernphase um den passenden Partner dafür zu finden.
Die Beziehung plötzlich und einseitig zu öffnen führt nur zur Verschnupfung des anderen.
Wer Monogamie auch bei Sex wünscht und lebt, ist nicht kleinzumachen als erdrückend und klammernd...Wenn er keine Chance hatte, selbst zu entscheiden bei Beginn der Beziehung.
Ich bewerte die Neigungen und Wünsche nicht, die ihr Sexualleben anders gestalten als ich...Mag aber grundsätzlich Menschen nicht gerne, die diese Toleranz nicht haben.
Freie Sexualität heißt wohl auch manchmal engstirnig zu denken.
Jeder wie er es mag aber ohne den Anspruch das Nonplusultra für die Menschheit gefunden zu haben.
 
  • #104
Wahrscheinlich bist du eben eine der moralinsauren Frauen, die lieber einen sehr kranken Mann verlassen, als ihm die Loyalität zu geben.
Weißt du @Tom26,
ein Mann der mir sexuell Treu ist (und @Blindfisch hat da schon recht, die Mehrheit versteht unter dem Begriff Treue in einer Beziehung ersteinmal die sexuelle Treue) der kann in allen Lebenslagen meine absolute Loyalität erwarten! Mit Männern die mir nicht treu sein wollen, habe ich keine Beziehung (mit so einem Mann möchte ich auch keinen Sex) und brauche mir über Loyalität keine Gedanken zu machen. Grundsätzlich kann ja jeder tun und lassen was er möchte, aber eine Frau der du nicht treu bist, sollte sich auf deine Loyalität nicht verlassen (suchst dir es ja aus wie es dir passt) und dir erst recht keine Loyalität entgegen bringen. Fremdv.... und dann erwarten wollen dass man im Alter gepflegt wird, passt einfach nicht zusammen. Auch wenn du das gerne anders hättest!
Ich denke, die ganze Argumentation von Tom26 rechtfertigt halt sein System, muß er wohl auch, ist ja ein weniger beliebtes Modell.
Genau! Sind schon sehr sehr "frei" die frei Geister! Die Auswahl an Frauen die so einen Mann als Partner möchten, dürfte nicht all zu groß sein.
 
  • #105
Was eigentlich ist so toll an sexueller Treue?
...
Monogamie und Monotonie - für sind das Geschwister.
Das tut mir leid für Dich, dass Du das so siehst, denn es zeigt, dass Du anscheinend noch nie eine wirklich tiefe Liebe in einer Beziehung hattest.
Klar kannst Du gegenargumentieren, dass man den Partner, den man liebt, nicht "in Ketten legt" und zur Treue verdammt, aber wenn man einen Menschen wirklich liebt, dann will man ihn weder teilen noch hat man Lust auf andere Partner, ganz egal, wie der Sex ist.
Das, was man dann zusammen hat, ist viel mehr wert, als der leidenschaftlichste Sex.
Ich habe nie einen meiner Partner betrogen, selbst dann nicht, wenn sie es taten.
Chancen hin oder her spielt da wirklich gar keine Rolle - wer will, findet immer Wege zum Betrug und zum Sex mit Anderen. Da spielt Attraktivität ebenso keine Rolle.
Für mich ist eine Beziehung ab dem Zeitpunkt kaputt, indem die Lüge hinzukommt.
Selbst, wenn der Partner den Betrug nicht mitbekommt, ist die Beziehung dann nicht mehr die selbe.
Und seien wir mal ehrlich: es ist doch in den seltensten Fällen "NUR SEX". Sex ist nunmal eine sehr intime Angelegenheit und die wollen wir nicht mit x-beliebigen Partnern haben.
Und so liegen wir dann mit einem anderen Menschen postkoital im Bett, vielleicht kuscheln wir sogar noch oder reden über intime Dinge und teilen intime und wichtige Gedanken mit jemand anderen und nicht mit dem eigentlichen Partner/der eigentlichen Partnerin.
Um danach wieder ins eigentliche Leben zurückzukommen und so zu tun, als wäre nichts geschehen.... !?
In der Regel leidet einer von beiden dann immer - oder alle!
Einer verliebt sich doch meistens, offene Beziehungen funktionieren auch nicht.
Ich weiß nicht, ob man wirklich 50 Jahre mit dem einen Menschen zusammenbleiben kann... aber für die Zeit, in der man ein Paar ist, finde ich Treue definitiv sehr wichtig. Und Vertrauen. Und wie soll ich einem Menschen vertrauen, der mit einer anderen Frau schläft?
Ich fände einen Mann abstoßend, für den nichts dabei ist, mit einer anderen Frau Sex zu haben.
Für mich ist Sex mehr als nur Triebabfuhr und ich wollte keinen Mann an meiner Seite haben, der das anders sieht. Und der "einfach mal Bock auf fremde Haut hat", aber mir dann erzählt, er würde mich lieben. Gruselig!
Solche Menschen sind meines Erachtens nicht fähig zur echten Liebe.
In Ketten legen würde ich einen Mann deshalb nicht, aber wenn er Sex mit anderen Frauen braucht, dann ist er nicht der Richtige für mich, denn mich würde es verletzen.
Ich bin der festen Überzeugung, dass es niemals NUR Sex ist - solange es nicht im Vollrausch passierte.
 
  • #106
Wenn man die Gedanken nicht teilt, ist man also moralinsauer und verläßt den armen kranken Mann, anstatt ihm Loyalität zu geben.
Nein - entweder treu, dann aber voll und ganz. Auch in schlechten Zeiten.
Sexuelle Treue einzufordern - aber selbst bei jedem kleinen Gewitter auf Trennung machen - das nenne ich Rosinenpickerei.
Verspreche ich Treue, dann komplett. Und schaue vorab genau, ob dieses Versprechen auf Gegenseitigkeit beruht.
Sich allerdings herauszupicken, was einem gerade passt - und das dann zur Moral und zur allg. Gültigkeit hochzustilisieren, das nenne ich moralinsauer.
Habe wirklich nur ich den Eindruck, dass die meisten Frauen sexuelle Treue nur deshalb einfordern müssen, weil sie keinen Mann auf Dauer begeistern können? Und dieses Unvermögen daher zu Moral erklären müssen?
 
  • #107
@Tom26 hast Du bei der Verfassung Deiner Beiträge eigentlich gegrinst und Dir genau überlegt wie Du die Formulierung so formulierst, dass Du Empörung hervorrufst?!
Natürlich - ich spiele gerne den Hofnarren, der der verlogenen Gesellschaft mal den Spiegel vorhält.
Und Moralapostel sind nunmal nach meiner Erfahrung zusammen mit den Politikern die verlogensten Teile dieser Gesellschaft.
Die Frauen, die hier schreiben, dass ihnen persönlich sexuelle Treue wichtig ist - ok. Diese haben genau die Einstellung, kommunizieren diese und leben danach.
Genau die Protagonistinnen, die hier mit "Argumenten" kommen, fast alle Frauen würden ja Treue als sexuelle Treue sehen, damit einen umfassenden Begriff klein reden, das noch nicht einmal selber bemerken, die bringe ich gerne an den Rand der Verzweiflung. Denn genau diese "Damen" sind es auch, die vom Altersunteschied abraten, da die frau den Mann ja sonst pflegen müsse. Die bei jeder Lappalie zur Trennung raten und den eigentlichen Treuebegriff so in den Dreck ziehen. Frauen, die einvernehmlichen Sex in die Nähe von Straftaten rücken, die vollkommen reflexhaft jeden Mann als Gauner darstellen, niemals in Betracht ziehen, dass ein Mann vielleicht einen Grund hat, um Sex woanders zu suchen, aber ihren Geschlechtsgenossinnen zum Ausleben ihrer Sexualität raten und auch nicht davon abraten, eben vergebene Männer anzubaggern - das sind genau die, die ohne jegliches Nachdenken sexuelle Treue als allgemein gültige Moral einfordern.
Die Krone dieses Verhaltens ist dann noch die reflexhafte Vorhaltung an jeden Mann, er würde sein Verhalten nicht reflektieren.
Es sind zum Glück nicht alle Frauen so, aber ziemlich viele. Und diese provoziere ich auch gerne, weil sie in meinen Augen sonst zu gar nix nütze wären.
Nichts gegen andere Lebensmodelle als meines - natürlich auch nichts dagegen, wenn diese Meinungen kommuniziert werden. Aber diese heuchlerische Doppelmoral - die mag ich nun mal nicht.
 
P

Papillon

  • #108
Was eigentlich ist so toll an sexueller Treue?
Mein Freund hatte so eine ähnliche Einstellung. Ich denke das ist eine Frage der Prägung und Erziehung. Wir hier in Europa sind nun mal über 1000ende Jahre zur Monogamie dank unserer Kirche erzogen. Das hatte auch vor 1000ende Jahre sehr gute Gründe.
Ich persönlich wollte schon immer eine Frau mal gerne fragen, die in den islamischen Ländern aufgewachsen ist, ob es ihr gefühlsmäßig egal ist, dass ihr Mann mehrere Frauen hat. Für mich ist es unvorstellbar, denn dann würde ich den Mann nicht lieben. Leider hatte ich bisher nicht die Gelegnheit so etwas zu fragen.
Ich weiß aber, dass es mir verdammt weh tut, wenn mein Freund mit einer anderen Frau schlafen würde. Anders herum kennt er das Gefühl aus seiner Erfahrung und das resultierende Mißtrauen. Daher haben wir klargestellt, keine offene Beziehung. Wenn es dann passiert, egal wie herum bin ich weg.
Sex löst sehr viele Gefühle aus, und auch bei den Beziehungsunbeteiligten. Ich spiele mit niemanden und verurteile ein solches Verhalten.
Ich finde das ist das Gegenteil von Klammern. Mein Freund kann gerne alleine oder mit seinen Freunden ausgehen wie er mag. Ich mache auch nicht bei jeder Kleinigkeit auf Trennung. Dieser esentieller Punkt wurde vorab geklärt, ansonsten hätte ich mich nicht auf eine Beziehung eingelassen. Sex in meiner Vorstellung einfach ein wichtiges Fundament der Beziehung. Und wenn es dann doch passiert, gebe ich ihn und mir meine Freiheit zurück. Dann kann jeder sich so ausleben wie er will und keiner spielt mit jemand sinnlose Spiele und muss lügen.
 
  • #109
Habe wirklich nur ich den Eindruck, dass die meisten Frauen sexuelle Treue nur deshalb einfordern müssen, weil sie keinen Mann auf Dauer begeistern können? Und dieses Unvermögen daher zu Moral erklären müssen?
Dir ist nur noch keine Frau begegnet die dich auf Dauer begeistern konnte! Liegt aber vielleicht auch daran, dass du in deinem Ansichten sehr speziell bist! Kommst aber auch nicht auf die Idee, diese mal zu überdenken.

Und selbst wenn es so wäre, dass man nicht für die Ewigkeit geschaffen ist, so kann man doch trotzdem erwarten, dass man sich treu ist, solange die Beziehung besteht! Warum sonst geht man eine Beziehung ein? Was hat das damit zu tun, einen Mann nicht für länger begeistert zu können? Wenn dem so ist, dann steht es jedem frei die Beziehung zu beenden!
Es geht ja nicht darum mit dem Versprechen der Treue gleichzeitig zu versprechen für immer zusammen zu sein, sondern darum wenn ich mich bewusst für eine Beziehung entscheide, dieser Person meine Treue zu versprechen und sie zu halten, solange man zusammen ist (vielleicht sogar für immer).
 
  • #110
Die Diskussion ist im Grunde genommen Unsinn, denn es wird zu fast 100% immer nur in die eine Richtung gelogen und Schaden verursacht!

Wenn man ehrlich ist, dass ist die Anzahl der Fälle, wo eine treue Person vorgibt promisk zu sein, um einen Partner zu ergattern und zu täuschen, den diese Person nicht bekommen hätte, wenn sie offen zugegeben hätte, dass sie treu ist, nur im Sub-Promille Bereich existent.
Im Gegensatz dazu ist die Zahl von untreuen, die vorgibt treu zu sein, gigantisch groß!

Für mich sind alle "pro" Argumentationen von Verfechtern der "offenen Beziehungen" etc. so absurd, wie die Einlassungen von Rauchern, die argumentieren, dass Nichtraucher die Raucher genauso schädigen, wie die Raucher die Nichtraucher.

V.m47
 
  • #111
Sexuelle Treue einzufordern - aber selbst bei jedem kleinen Gewitter auf Trennung machen - das nenne ich Rosinenpickerei.
Nun ja, ich habe dann lieber die Frau, welche sich bei egal welchem Gewitter lieber trennt, als mir untreu wird.
Ich denke das läuft dir jetzt etwas aus dem Ruder. Vielleicht vermischst du das einiges zu sehr. Das bringt dann verständlicherweise bei einigen Unmut auf.
Grundsätzlich finde ich, sollten sich zwei sich liebende in der Beziehungsanbahnung völlig klar sein wie der andere bezgl. Treue tickt. Wenn man sich einig ist und sich wie sagt man so schön, "die treue" schwört, ist das für mich ein Versprechen gegenseitig. Egal wie blöd sich das anhört aber ich lege da großen Wert drauf. Sicher gibt es das andere Auffassungen von Menschen wie @noreia z.B. glaube ich ist es. Wenn sie und ihr Partner damit leben kann. Alles gut. Sie sind dann halt nur anders als wie ich. Punkt. Aber für mich ist Treue " erst einmal" der wichtigste Faktor direkt nach der Anziehung überhaupt.
Habe wirklich nur ich den Eindruck, dass die meisten Frauen sexuelle Treue nur deshalb einfordern müssen, weil sie keinen Mann auf Dauer begeistern können?
Ist doch Unsinn. Das würde es ja dann auch für Männer wie mich bedeuten.
Ich habe es selbst einmal getan und habe es doppelt und dreifach zurück bekommen was man einem Menschen damit antun kann. Und ich glaube gerade leider, dass ich scheinbar mein restliches Leben dafür bestraft werde.
Solche Menschen sind meines Erachtens nicht fähig zur echten Liebe.
Das glaube ich leider nun auch.
ein Mann der mir sexuell Treu ist (und @Blindfisch hat da schon recht, die Mehrheit versteht unter dem Begriff Treue in einer Beziehung ersteinmal die sexuelle Treue) der kann in allen Lebenslagen meine absolute Loyalität erwarten!
Sehe ich ebenfalls so. Dieser Zustand stellt sich dann von ganz alleine ein. Wird die Treue aber Missbraucht ist es auch genau so schnell verschwunden.Das Gefühl von Loyalität.
m46
 
  • #112
dass Nichtraucher die Raucher genauso schädigen, wie die Raucher die Nichtraucher.
Das heisst nicht Nichtraucher, sondern Tabaksteuerhinterzieher.
Wäre Rauchen wirklich so tödlich, wie immer behauptet wird, würde kein Mediziner mehr rauchen und wir alle bekämen von der Rentenversicherung jeden Monat 12 Stangen Zigaretten geschenkt.
Wäre die sexuelle Treue den Menschen wirklich sooo immens wichtig, würden nicht hohe Prozentzahlen Männer UND Frauen angeben, dieses "moralische Produkt" schon mindestens einmal ausser Acht gelassen zu haben.
Der Weg von @Papillon dagegen hat meinen Respekt. Sie verteufelt den anderen Weg nicht, sondern spricht an, was ihr persönlich wichtig ist. Und hat offensichtlich erreicht, dass ein Mann sagt: Ok, Mädel, du bist mir genug. Ich verzichte für dich und wegen dir darauf, andere Frauen zu beglücken.
Dieses "sexuell treu, solange die Beziehung eben hält" - in meinen Augen nichts wert. Denn das komplette Treueversprechen heisst anders - das weiss sogar ich als jemand, der noch nie verheiratet war.
 
  • #113
Dieses "sexuell treu, solange die Beziehung eben hält" - in meinen Augen nichts wert. Denn das komplette Treueversprechen heisst anders - das weiss sogar ich als jemand, der noch nie verheiratet war.
Das ist doch Unsinn, Tom. Du vermischt hier gerade verschiedene Dinge.

Vor der Ehe, lebt man eine Beziehung. Und schon vom ersten Moment an bin ich treu, denn ich habe mich jetzt für diesen einen Menschen entschieden, sonst wäre es ja nur eine Affäre und keine Beziehung. Heißt für mich, ich bin treu und erwarte diese auch. Und ja, ich kommuniziere das auch so!
Ich lebe die Treue vom ersten Moment an, eine Beziehung entwickelt sich aber und manchmal stellt man eben fest, es reicht nicht für ein Leben. Ist doch okay, aber ich kann doch trotzdem treu gewesen sein. Das hat doch mit der Treue "bis das der Tod uns scheidet" nichts zu tun. Einmal treu, immer treu. Egal ob in einer Beziehung oder in einer Ehe. Es ist nichts davon weniger Wert!
Im Gegenteil, in beiden Fällen gelebt, großartig.

Wenn ich mich recht entsinne, bist du auch kein Freund von der Ehe. Schon klar, dass du dann sagst, ein Treue Versprechen "solange die Beziehung eben hält" ist nichts wert, denn damit bleibst du dir wieder selbst treu, kannst an deiner Vorstellung von Beziehung fest halten.

Treu sein zu wollen, ist meiner Meinung nach, eine Frage des Charakters. Verbunden mit "richtig tiefer Liebe" (ich weiß die gibt es für dich auch nicht) stellt sich dieses Gefühl dann von alleine ein. Einen Menschen den man aufrichtig liebt, den möchte man nicht in den Armen eines anderen wissen. Wenn man die Spirale dann weiter dreht, sind wir wieder bei der Loyalität. Wem die Treue wichtig ist, dem ist auch Loyalität kein Fremdwort.
 
  • #114
Habe wirklich nur ich den Eindruck, dass die meisten Frauen sexuelle Treue nur deshalb einfordern müssen, weil sie keinen Mann auf Dauer begeistern können? Und dieses Unvermögen daher zu Moral erklären müssen?
Du übertreibst etwas. Bei einigen Frauen mag ein Körnchen Wahrheit daran sein, oder andersherum es sind oft die Frauen mit sehr klaren Vorgaben, auf die sich dann schlicht kein Mann einlässt. Fordern kann ich viel, es muss halt jemand bereit sein, das zu erfüllen.
Ich habe aber schon auch den Eindruck, dass das Ausweichen auf "generelle Moral" dazu dient, Einigungen mit Partnerin oder Partner zu vermeiden.

Was ist "Moral"? Das, was die katholische Kirche vorgibt? Der Islam? Was die Mehrheit lebt? Moral ist für mich generell etwas, das jeder letztlich mit sich selbst ausmachen muss. Und selbstverständlich muss man das Thema "Treue" mit Partner oder Partnerin klären. Ich persönlich lege Wert auf Treue (im sexuellen Sinne und im Sinne von "Loyalität") meiner Partnerin. Einfordern kann ich die nicht. Ich ziehe halt eine Beendigung der Beziehung in Erwägung, wenn sie nicht treu ist. Solange sie eine Beziehung mit mir möchte, wird sie dann treu sein. Letztlich ist es doch auch eine Frage des Abwägens von Konsequenzen, ob ich treu bin.

Und damit, bezogen auf Deinen obigen Text, wenn keine unangenehmen Konsequenzen drohen, brauche ich nicht treu zu sein. Die Forderung ist schlicht nicht durchsetzbar. Hier im Forum kann jede Frau von mir Treue verlangen und mit der Moralkeule wedeln, es interessiert mich nicht. Moral ist für mich nicht der Grund, treu zu sein. Und auch in Wirklichkeit trifft Untreue doch in erster Linie diejenigen, bei denen Partner oder Partnerin nicht ausreichend sanktionieren können.
 
  • #115
Im großen und ganzen gehe ich mit @Tom26 zusammen. Habe auch schon erlebt, dass eine Frau viel über sexuelle Treue gesprochen und dann sobald ein Mann auftauchte, sofort weg war. Nein sie hat mich nicht betrogen, aber ich kann halt auch mit der schnellen seriellen Monogamie nichts anfangen. Da ist mir eine Frau lieber die mal einen ONS hatte und dann zu mir zurück kommt.
Was ich mich in diesem Thread mal wieder aufregt sind die Verallgemeinerungen, die zum Teil noch beklatscht werden:

aber wenn man einen Menschen wirklich liebt, dann will man ihn weder teilen noch hat man Lust auf andere Partner, ganz egal, wie der Sex ist.
Das ist anmassender Quatsch. @Tini_HH das kannst du gerne so sehen für dich und alle die sich auch zu diesen Statement positiv äußern, aber es gilt nicht für alle Menschen.

Und wie soll ich einem Menschen vertrauen, der mit einer anderen Frau schläft?
Also für mich ist sexuelle Treue kein Anzeichen von Vertrauen.

Solche Menschen sind meines Erachtens nicht fähig zur echten Liebe.
Kannst du gerne so glauben. Die Treuen sind die Guten und die, die auch mal andere sexuelle Kontakte haben sind dann halt die Schlechten.
Wenn ich davon überzeugt bin, dass eine Frau mich wirklich liebt, dann kann sie selbstverständlich auch mal mit einem anderen Mann ins Bett gehen. Das ist für mich echte Liebe.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #116
Nein - entweder treu, dann aber voll und ganz. Auch in schlechten Zeiten.
Seh ich auch so. Treue ist umfassend. Ich ziehe meinen Mann nicht vor anderen durch den Kakao, rede hinter seinem Rücken nicht schlecht über ihn, renne nicht davon, wenn es Probleme gibt, sondern versuche sie mit ihm zu lösen. Wenn er Sorgen oder Kummer hat, bin ich an seiner Seite und helfe, soweit ich kann.
Praktiziert er dies auf gleicher Ebene und schaffen wir so die Jahre, wische ich ihm gern den Mundwinkel ab, wenn er mal alt ist und sabbert - aus Dankbarkeit und Respekt für einen außergewöhnlichen Menschen.

Ich gebe viel, halte einiges an Macken und Spleens aus, ohne zu versuchen, den Mann ändern zu wollen. Sein Wohlergehen steht auf gleicher Stufe wie meines. Wenn man liebt, dann nicht in Scheiben, sondern den ganzen Menschen. Dafür erwarte (nicht verlange!) ich sexuelle Treue und seine Loyalität mir gegenüber.

Will sagen: sexuelle Treue sollte sein freiwilliges Geschenk an mich sein. Nicht, weil ich auch treu bin, sondern aus Respekt und Anerkennung für mich als seine Partnerin und als Zeichen, dass er gern mit mir zusammenbleiben möchte. Auch als Zeichen der Liebe, denn was man liebt, möchte man nicht verletzen und nicht vertreiben.

Wo andere Paare ihre Grenzen ziehen, ist mir eigentlich wurscht. Bei Untreue ist meine erreicht, da hier sein Wohlergehen in einem krassen Missverhältnis zu meiner Verletzung steht. Ich möchte auch keine Therapie oder Selbstfindung machen, um mich innerlich so zu montieren, dass ich eine offene Beziehung tolerieren könnte. Das ist wiederum meine Entscheidung. Ich akzeptiere, dass ich für so etwas nicht gemacht bin.

Er darf ganz allein entscheiden, wie sein weiterer Lebensweg verläuft. Entweder ist es ihm immens wichtig, andere Frauen abzuschlecken, fremde Haut zu spüren oder sich durch andere Frauen als mich bestätigen zu lassen - bitte gern. Nur muss er dann eben auf mich verzichten - seine Wahl.

Ich kenne meinen Wert als Partnerin und denke, er würde das Fremdgehen bereuen, wenn die Tage einsamer und die Haut schlaffer geworden sind. Das ist dann aber nicht mehr mein Problem.
 
  • #117
Genau die Protagonistinnen, die hier mit "Argumenten" kommen, fast alle Frauen würden ja Treue als sexuelle Treue sehen, damit einen umfassenden Begriff klein reden, das noch nicht einmal selber bemerken, die bringe ich gerne an den Rand der Verzweiflung. Denn genau diese "Damen" sind es auch, die vom Altersunteschied abraten, da die frau den Mann ja sonst pflegen müsse. Die bei jeder Lappalie zur Trennung raten und den eigentlichen Treuebegriff so in den Dreck ziehen. Frauen, die einvernehmlichen Sex in die Nähe von Straftaten rücken, die vollkommen reflexhaft jeden Mann als Gauner darstellen,
Geht es auch eine Nummer kleiner? Wenn du leben willst wie Rainer Langhans ist das doch okay und wirklich nichts Neues. Du solltest es mit deinen Gespielinnen nur deutlich kommunizieren, niemanden täuschen und dich dann als Opfer dieser schrecklichen "Damen" darstellen. Vielleicht denkst du auch mal daran, dass normalerweise beim Sex Kinder gezeugt werden, das erklärt so einiges evolutionsbiologisch... Die wollen auch gepflegt werden.

Paarforscher gehen davon aus, dass für 90 Prozent sowohl der Männer, als auch der Frauen Treue nicht nur als sexuelle Treue definiert, sondern sogar als Ideal angestrebt wird in einer monogamen Liebesbeziehung. Die Gründe sind:
- den Partner zu lieben und daher kein Interesse an anderen zu haben
- den Partner zu lieben und daher nicht verletzen zu wollen
- selbst Treue (vor allem sexuelle, aber natürlich auch Loyalität) von anderen erwarten zu können, also ein gegenseitiges Bekenntnis
- Angst vor den Konsequenzen, vor allem der Trennung

Immerhin schafft es die Hälfte dieser Paare, dieses Ideal zu leben. Ob es dabei in der Bilanz glücklich und zufrieden ist oder einfach nur Mangel an Gelegenheit hatte und sich ein Leben lang eingeengt fühlte, geht andere doch gar nichts an.
 
  • #118
das schreckt sie ab vor einer Bindung... die für sie nach Hölle klingt, hineinzugeraten. Warum? Eigentlich gibt es nur eine sinnvolle Erklärung: Männer schaffen es nicht zu gehen, wenn sie erstmal eine Bindung eingegangen sind... Sie scheinen dann tatsächlich nicht mehr frei zu sein.
Das habe ich mich auch schon gefragt. Ich bin aber zu einem anderen Ergebnis gekommen. MANCHE Männer können die Gefühle, die mit Liebe, Fürsorge und Liebeskummer zu tun haben, gar nicht fühlen. Sie wissen nicht und wollen nicht wissen, wie sich ihr Partner fühlt. Sie wollen ihren Anteil, ihr Unvermögen nicht sehen, das lässt ihr Ego nicht zu. Sie wollen aber auf das Erobern, den Sex, die Verliebtheit, den Kick nicht verzichten, zu tieferen Gefühlen sind sie nicht fähig. Wenn es dann Probleme gibt, wollen sie nicht der "Böse" sein, sondern lieber dem Partner den Fehler zuschieben.

So etwas bzw. solche Menschen versuche ich von vornherien zu meiden, weil es einfach nicht passt. Egal ob im Rahmen einer engen Freundschaft, egal ob im Rahmen einer Liebesbeziehung, egal ob Mann oder Frau.

Ich finde den Satz sehr schön und treffend:
Einen Menschen den man aufrichtig liebt, den möchte man nicht in den Armen eines anderen wissen.
Es würde mich genauso traurig, böse, unruhig machen oder abstoßen, wenn er Intimitäten mit einer anderen tauscht, wie ich enttäuscht wäre, wenn es ihn nicht stört, mich in den Armen eines anderen zu wissen. So was habe ich zum Glück auch noch nicht erleben müssen.

Um gegenseitige Verletzungen zu vermeiden, ist ehrliche Kommunikation von Anfang an sehr wichtig. Ich finde es schade, dass Tom hier alles niederbügelt, was nicht in sein sehr spezielles Weltbild passt. Ich finde auch, dass er trickst, indem er allgemeinübliche Definitionen umdeutet. So muss er sein eigenes Unvermögen nicht sehen oder die Verletzungen und Enttäuschungen, die er seinen Partnerinnen durch vorhersehbare Missverständnisse zufügt.
 
  • #119
Wäre Rauchen wirklich so tödlich, wie immer behauptet wird, würde kein Mediziner mehr rauchen
Du ziehst immer Schlüsse, bei denen sich die Logikregionen in meinem Gehirn kräuseln. Auch die Sache mit den Frauen, die Treue einfordern müssten, weil sie schon wissen, dass sie einen Mann nicht auf Dauer begeistern können. Wer denkt denn von sich sowas, wenn er eine Beziehung eingeht. Und wer meint, weil er was eingefordert hat, wäre das Gesetz genug und der Mann würde nicht doch fremdgehen, wenn die Frau merkt, dass der Zeitpunkt gekommen ist, dass er merkt, wie langweilig sie ist, wenn sie schon von vornherein davon ausgehen muss nach Deiner Aussage, dass dieser Zeitpunkt garantiert kommen wird.
 
  • #120
die Männer, die diese "Womanizer - Ausstrahlung" - die kommen bei einem sehr hohen Prozentsatz der Damenwelt gut an. Solange Frau einen solchen Mann noch nicht hat, ist es ganz gut, dass er sich nicht binden will. Und insgeheim wird gefeiert, wenn einer dieser Männer seiner Freundin nicht sexuell treu ist. Weil das ja die Trennung der beiden bedeuten könnte. Für solche Männer sind sehr viele Frauen bereit, zunächst in die Rolle der Geliebten zu schlüpfen - das schizophrene daran: ER soll der Geliebten aber versichern, nicht mit mehr mit seiner Frau / Freundin zu schlafen
Ich glaube du liegst da falsch mit deiner Annahme dass ein sehr hoher Prozentsatz auf solche Typen steht!
Schon deshalb ist es ebenfalls falsch anzunehmen, Treue sei bei fast allen Frauen nur Geschwätz.

Es sind nämlich eher wenige Frauen (nur ein bestimmter Typ Frau) der auf Womanizer steht. Wenn du also sehr häufig auf Untreue Frauen getroffen bist, dann solltest du dir Gedanken machen was dich an ihnen fasziniert und ob du nicht mal einem anderen Typ Frau eine Chance gibst? Die wiederum möchte aber dass auch du treu bist! Hm.... Schwere Entscheidung?!

Wenn ich mal von mir aus gehe, dann waren Womanizer noch nie mein Fall, weil man solche Männer nie für sich hat und Treue nicht so ihr Ding ist. Auch brauche ich keinen Womanizer um meinen Selbstwert zu steigern, denn ich bin mir auch so meiner Qualitäten und Optik bewusst.
Ich finde Treue sehr wichtig und freue mich ganz gewiss nicht darüber, wenn eine Frau betrogen wird! Betrug ist etwas sehr schmerzhaftes und das wünsche ich niemandem, weder Frau noch Mann. Und sei dir sicher, eine Geliebte würde ich niemals sein, in Warteposition und dann zum Abschuss bereit.


Du beschreibst oben eine Frau die ihren Selbstwert aufpoliert, in dem sie sich einen Womanizer angeln muss und wenn es sein muss in die Rolle der Geliebten schlüpft. Solche Frauen haben keine Stärke, sind klein und mit sich nicht im reinen. Natürlich fordern sie dann die Treue ein, weil sie Angst vor dem Verlust des Mannes haben und machen sich dadurch abhängig von ihm.

Ich bin ganz sicher, so gestrickt sind die allerwenigsten Frauen! So einen Typ Mann will keine Frau die etwas Ernstes sucht und auf noch auf Werte wie Treue steht. Bitte schere nicht alle Frauen über einen Kamm! Es gibt sehr viele Treue Frauen, die sich aber anscheinend nicht mit dir einlassen wollen, warum wohl?