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  • #31
Leider zwingen uns die neuen Gesetze dazu Vollzeit zu arbeiten und das Kind irgendwo zu parken! Laut neuer Statisik hat jede deutsche Frau im Schnitt 1,37 Kinder. Davon habe ich bereits 3, viele meiner Freundinnen sogar 4. Bleibt also zu überlegen, wieviele Frauen es schon heute gibt, die überhaupt keine Kinder haben. Der nervliche und finanzielle Stress einer alleinerziehenden Mutter ist so extrem stark, dass diese Statistik die Folge ist. Ich finde sie beängstigend.
Welche Frau tut sich das heute noch freiwillig an?? Ich erziehe meine Kinder allein, der Vater lebt mit seiner Neuen ein extrem priviliertes Leben und hat den Kontakt völlig abgebrochen....Ich hoffe, dass ich mit spätestens 70 vielleicht doch mal Enkel bekomme, denn meine Töchter sagen heute "erst Karriere, vollkommen Autark sein, aber Mutter vor 35, niemals! Wir möchten nicht das durchmachen, was du erleben mußtest. Wenn wir keine Zeit haben, um uns um unsere Kinder zu kümmern, die wir in die Welt sezten, wollen wir lieber gar keine. Irgendwann müssen auch die Heren Richter umdenken, die diese rein Vaterfreundlichen Gesestze erlassen haben, denn die Geburtenrate sinkt rapide. Das zeigt, dass eben KAUM eine Mutter diesen Spagat hinbekommt, ohne dass ihr Kind und auch sie, ewig zurücksteckt und sie ihr schlechtes Gewissen mit Geld oder großen Geschenken kompensiert. Jede Mutter, die erzählt wie toll sie alles vereinen kann, belügt sich selbst!
 
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  • #32
bei den unzähligen Faktoren die auf ein AE-Modell einwirken, finde ich es überflüssig über andere zu urteilen und ein Modell als das selig machende anzupreisen. Ich kann nur sagen es ist gut auf die Kinder zu schauen, wie geht es ihnen in ihrer Situation, was brauchen sie, was ist überflüssig. So würde ich es allgemein sehen. Wäre für mich völlig klar, wenn es mit Vollzeitjob für die Kinder nicht gut läuft, etwas zu verändern was ihnen mehr Zeit/Zuwendung bringt. Was rundherum gesagt gedacht und gelästert wird, davon würde ich mich nicht beeindrucken lassen.

Für die Kinder ist wohl immer wichtig, dass sie jemanden haben der PRÄSENT ist. Das kann Mutter, Vater, Oma oder die Tagesmutter sein. Soll nicht heißen das Kind muss immer zu jeder Zeit die volle Aufmerksamkeit haben - man kann auch im "nein" sagen präsent sein.
Liebe FS, ich finde es gut dass Du dem nachgegeben hast was Deine Kinder gerade brauchen und ich finde es genau so gut dass der Vater die Entscheidung mit trägt (Unterhalt).
Bist Du denn damit total unglücklich, dass Du jetzt gerade nicht vollzeit arbeitest?
Ich habe AE mit beiden Kindern längere Zeit ohne Job oder in Teilzeit mit sehr wenig Geld gelebt, weil ich einfach in meinem Beruf kaum Chancen hatte (auch nach Fortbildung nicht besser). Mit Vollzeitstelle ging es uns finanziell besser, doch mit der Stressbelastung war ich nicht glücklich. Ich habe damals zu meinen beiden (9 u.12) gesagt, hey wir sind ein Team, ihr sucht Euch aus der Liste mit den Hausarbeiten die Jobs aus, die ihr gerne machen möchtet und dann ist das Eure Aufgabe. Das habe ich konsequent durchgezogen und es hat meistens Spaß gemacht, für alle.
Zuletzt erinnere ich mich, dass meine Mutter (im Osten) auch eine Zeitlang halbtags arbeitete... das fand ich richtig klasse, dass sie zu Hause war wenn ich aus der Schule kam.
 
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  • #33
Hallo,

ohne ein gut sortiertes Soziels Netzwerk ist es nicht möglich, allem gerecht zu werden. Und ganz klar: man muß sich Prioritäten setzen und unter Umständen selber viel zurückstecken !
Ich bin AE mit drei Kindern ( Zwillinge, 14 Jahre alt und 1x3 Jahre alt). Habe auch ein großes Haus mit Garten - und habe unsere beiden Hunde inzwischen abgegeben. Wie gesagt... Prios setzen.
Die Großen sind in der Ganztagsschule ( Gymansium) und auch sehr selbstständig erzogen - was viel Kummer erspart. Während meines Studiums hatte ich jedes Jahr jeweils für ein Jahr ein Au Par Mädchen im Haus.

Der Kleine ist bei einer Tagesmutter, im Notfall springt mal Oma ein. Demnächst kommt er in den Kindergarten, der meinen Arbeitszeiten mit seinen Öffnunsgzeiten nicht ganz entspricht. Befreundete Mütter helfen, man hilft sich gegenseitig. Sollte es noch enger werden, hole ich uns wieder ein Au Pair Mädchen. Das hat unsere Familie sehr bereichert, die Kinder wuchsen mehrsprachig auf, ich war entlastet (auch im Haushalt) und hatte einen erwachsenen Gesprächspartner ;-), die Kinder waren nie alleine und wir alle lernten Freundschaften für´s Leben kennen, die bis heute andauern. Wir bekamen Einblicke in anderer Kulturen und meine Kinder wuchsen ganz selbstverständlich "multi-kulti" auf was ihrem Sozialverhalten bis heute eine 1+ verliehen hat.

Aber auch ohne Au Pair gilt: soziale Netzwerk aus verlässlichen Leuten. Halbtagsjob falls mehr nicht möglich ist. Die freie Zeit intensiv mit den Kindern verbringen und sie fördern / für sie da sein. Sich selber auch nicht zu kurz kommen lassen, sonst bricht alles zusammen. Es ist ein balance-Akt, aber durchaus machbar. Und wenne s erst läuft, macht es auch Spaß :)

Viel Erfolg und Kopf hoch !
 
  • #34
[Mod.= gelöscht! Unterlassen Sie es, die User anzuschreien (Großbuchstaben)! Achten Sie auch auf Ihre Wortwahl. Es ist nicht OK eine ganze Bevölkerungsschicht pauschal zu beleidigen/diffamieren!]
 
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  • #35
Ich bin w, 44 und seit der Geburt meiner Tochter ( 16 ) AE.
Ich war die ersten Jahre selbständig ( Architektin ), hatte mein Büro zuhause und habe meine Tochter mit auf die Baustelle genommen, was SAUSCHEISSE war.
Dann Krabbelstube, hat im Monat 1.400 DM gekostet. Dann Ganztagskindergarten, 300 DM. Da ging es dann bergauf. In der Grundschule und im Gym, 5. + 6. Klasse Hort, hat nur das Essen gekostet, so ca. 100 €.
Zusätzlich hatte ich meine Eltern, die bei Bedarf ( Krankheit ) eingesprungen sind.

Meine Tochter war die ersten Jahre sehr anstrengend, ich bin echt durch die Hölle gegangen.
Nur Arbeiten und Kind. Keine Nacht länger als 6 Stunden schlafen, meistens weniger. Keine Freunde, keine Unternehmungen, kein Partner. Mein Garten war eine Brache und gekocht habe ich nie. Unumgängliche Feiern haben mich völlig fertiggemacht. Urlaub habe ich nie gemacht. Meine Eltern sind mit der Kleinen weggefahren, ich habe gearbeitet.

Zu meinem Vollzeitjob ( seit sie 4 ist, bin ich angestellt ) habe ich zwei Fachingenieurstudiengänge absolviert und viele nützliche Qualifikationen erworben.
Beruflich bin ich jetzt fest im Sattel und so ziemlich oben angekommen. Ich bin darauf megastolz, weil ich in einer Männerdomäne und noch dazu als AE die meisten Männer überholt habe.

Seit einigen Jahren drängt es mich nicht mehr, weiter nach oben zu kommen, ich arbeite jetzt 'nur noch' etwa 50 - 60 Stunden / Woche. Außerdem ist meine Tochter aus dem Gröbsten raus, d.h. ich muß mich um nichts mehr kümmern, sie regelt alles allein ( in zwei Jahren macht sie Abi ).

Jetzt habe ich wieder Lust, wegzugehen, Freunde zu treffen, Liebe und Sex zu genießen, das alles 13 Jahre lang nicht.

Würde ich das nochmal machen ? Nein Punkt
Alleinerziehend sein ist die Hölle, die entsprechenden Frauen ( und Männer ) sind keine Schmarotzer. Kinder betreuen ist ein Knochenjob !!!

Übrigens: der Vater hat niemals einen Cent bezahlt und sich nur um sein Kind gekümmert, wenn ihm danach war. Damit habe ich mich sehr früh abgefunden. Das hat es damals leichter gemacht. Nicht mehr hoffen und enttäuscht werden.
 
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  • #36
Hm. Ich muss mich schon sehr wundern, wie hier über Alleinerziehende abgelästert wird von einigen. Mutter - Sein ist ein Fulltime - Job und Hut ab vor denen, die das durchziehen. Ganz ehrlich, ich finde es anstrengender den ganzen Tag mit Kindern zu verbringen als 10 Stunden im Büro zu arbeiten. Und ich habe als Anwältin einen anspruchsvollen Job. MIt Kind und Hund spazieren zu gehen ist übrigens echt anstrengend. Das muss "Frau" erst einmal koordiniert bekommen, gerade wenn das Kind noch klein ist. Wieso man meint, nach 17 Uhr könne man auch prima mit dem Hund spazieren gehen, sicher. Aber das Kind macht da dann wahrscheinlich nicht mehr mit, zumal, wenn es so gegen 17:15 zu Abend ist.

Ich bin übrigens Mutter eines 19 Monate alten Kindes und arbeite Vollzeit. Ich habe keine Oma vor Ort, keinen Opa und auch sonst keine Familie. Ich bekomme das alles hin. Und ich habe überhaupt nichts gegen Mütter, die den ganzen Tag zu Hause arbeiten und Ihre Kinder betreuen. Das ist Schwerstarbeit. Verstehe nicht, warum man sich dafür rechtfertigen muss, wenn man seine Kinder selbst betreut. Das ist echt der Hammer, was hier in diesem Forum abgeht.
 
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  • #37
Ich war zwar ein alleinerziehender Vater, die Problematik ist aber sicher vergleichbar, der einzige Unterschied ist wohl, dass man es einem Mann nicht nachsehen würde, wenn er wegen der Kindererziehung nur noch in Teilzeit oder gar nicht mehr arbeiten würde. Mein Beruf fordert mich manchmal mehr als vierzig Stunden in der Woche. Ich habe die Betreuungszeiten im Kindergarten und in der Schule genutzt, vor der Kindergartenzeit hat meine Mutter mich unterstützt, und es ist meinem Sohn sehr gut bekommen. Als er noch jünger war oder an Samstagen, an denen ich abeiten musste, habe ich ihn regelmäßig zur Arbeit mitgenommen. Wenn er bei Besprechungen nicht dabei sein konnte - was die Ausnahme war - war er bei einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin. Für einen Teil des Haushaltls hatte ich zeitweilig eine Hilfe, den Rest haben wir "zusammen" gemacht, was mein Sohn schön fand, bis er eigene Interessen hatte. Jetzt bin ich wieder verheiratet und meine Frau und ich arbeiten beide Vollzeit in unseren Berufen. Die restliche Arbeit - Kinderfahrdienste und Haushalt - teilen wir auch fair auf. Das ist für uns beide natürlich ein entspannteres Leben.
 
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