• #1

Altersunterschied bei der Partnerwahl

Was meint die Allgemeinheit:
Geht es gut, wenn der Mann als Rentner (66) den ganzen Tag frei hat und zu Hause ist? Aber die eventuelle Partnerin (62) leider noch arbeiten muss.
Oder sollte man sich nur auf schon Rentnerinen konzentrieren?
Ich kann mir vorstellen, dass die Partnerin nach der Arbeitsschicht müde und geschlaucht ist. Der Rentner ausgeruht und voller Tatendrang ist.
Da Beide in getrennten Haushalten (erst kürzlich bei ElitePartner kennen gelernt) leben läuft die neue Partnerschaft sicher Gefahr, dass die Harmonie bald im Eimer ist.
 
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  • #2
Was sind schon 3 Jahre (bis zum Renteneintritt der eventuellen Partnerin), wenn man den Rest des Lebens miteinander glücklich sein kann.

Aber wenn schon so gefragt wird ... habe ich Zweifel, ob der 66jährige Rentner verstanden hat, worum es bei einer Partnerschaft geht.
 
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  • #3
Das Thema sind nicht die 4 Jahre Altersunterschied (der ist irrelevant), sondern die unterschiedlichen Lebensphasen, in der sich beide befinden.

Es hängt vom Rentner ab, ob er in der Lage ist, seinen Tatendrang tagsüber allein auszuagieren, sodass er abends sich dem Rhythmus der Partnerin anpassen kann oder ob er sich ausruht und ihr abends auf der Pelle hängt, bespasst und bekocht werden will, am besten in ihrer Wohnung weil kochen und putzen ihr Frauenjob ist, auf ihre Kosten weil sie ja noch arbeitet und er armer Rentner ist.
Ältere männliche Singles können da sehr unverschämt oder auch weltfremd sein, insbesondere wenn sie schon mit Mitte 50 in den Vorruhestand gegangen sind, haben sie kaum eine Vorstellung davon, wie das arbeiten mit Anfang 60 sich anfühlt und die Erhöhung des Arbeitstempos in den letzten 10 Jahren haben sie auch nicht mitbekommen.
Wenn er hingegen auch bis 65 gearbeitet hat, ist er noch nah genug an ihrer Lebenssituation, um daraus ableiten zu können, wie eine Partnerschaft in der Konstellation gelingen kann, z.B. er kocht bei sich und lädt sie ein. Er macht keinen Stress, wenn sie nach einem anstrengenden Arbeitstag kurzfristig ein Treffen absagt, weil k.o. Er bedrängt sie nicht mit Anwesenheit und Bespassungswunsch, wenn sie Ruhe will etc.

Deine Fragestellung liest sich nicht so, als wärst Du in der Lage, eine Partnerschaft mit einer berufstätigen Frau zu führen. Insofern kommst Du mit einer Rentnerin oder Hausfrauen-Witwe wahrscheinlich besser klar.
 
A

Ars_Vivendi

  • #4
Nun ja, also wenn da die paar Jahre schon soviel ausmachen, dann sollte man mal grundsätzlich überlegen...
Bei der Überschrift hatte ich jetzt einen wesentlich deutlicheren Unterschied erwartet.
 
A

ak18

  • #5
Das ist doch ein Thema, dass alle Männer angeht, die vor ihrer Partnerin in den beruflichen Ruhestand gehen. Und wenn man es genau betrachtet, geht es alle etwas an:
Die Frage ist, was mache ich mit meinem Tag.

Wenn du deine Freizeit sinnvoll und aktiv gestaltest, bist du genauso beschäftigt, wie deine Partnerin, die noch im Berufsleben steht. Und je nach dem, was du machst, bist du am Abend sogar vielleicht noch müder als sie.
Überlege doch mal, was du gern machen würdest, was dich begeistert.
Vielleicht Dinge, die du früher mal gemacht hast oder die du immer mal machen wolltest. ...und Vereine z.B. sind glücklich über fitte Aktive!

Gleichzeitig kannst du ihr im Alltag natürlich den Rücken freihalten. Sie hat einen Teil der auch ermüdenden Alltagsarbeiten weniger und damit mehr freie Zeit, die ihr dann auch gemeinsam genießen könnt.

Es ist doch ein Gewinn für euch beide! Genießt es!
 
  • #6
Wenn Du schon so voller Tatendrang bist was hältst Du von der Idee sich auch um ihren(!) Haushalt zu kümmern, ihr die Probleme des Alltags abzunehmen und sie abends nach der Arbeit zu bekochen?

Ich hätte in so einer Situation kein Problem damit und müsste dafür auch niemanden fragen.
 
  • #7
Wenn es nicht gut geht, dann nicht wegen des Altersunterschieds und der Berufstätigkeit der Partnerin. Eher deshalb, weil besagter Rentner (so liest es sich) den ganzen Tag daheim sitzt, keine eigene Interessen und Hobbys pflegt, und dann von der Abends heimkehrenden Partnerin Entertainment (und ggf. noch den Haushalt usw.) erwartet, anstatt sie z. B. mit einem gekochten Essen, einem gepflegten Haushalt, (Tatendrang)! einem anregenden Gespräch über seine Erlebnisse, (die er ja nicht hat, wenn er den ganzen Tag daheim sitzt...) oder was auch immer zu interessieren versteht.
Und wenn Du den ganzen Tag daheim sitzt, wie darf sich die Partnerin denn den abendlichen Tatendrang vorstellen ?
 
  • #8
Ja, die von dir geschilderte Konstellation ist eine von vielen denkbaren, bei denen die unterschiedlichen Bedürfnisse zu Schwierigkeiten führen.

Ähnlich wie bei Freundinnen aus Schulzeiten, von denen nun eine eine Lehre macht, also morgens früh aufstehen muss, eine an der Uni studiert, mit der neuen Eigenverantwortung noch nicht zurechtkommt und deswegen immer den ersten Block schwänzt und die dritte sich erst mal ein Gammeljahr bei den toleranten Eltern gönnt.
Die Freundschaft wird bald im Sande verlaufen.

Und ähnlich wie bei einem Mann, mit dem ich eine Beziehung versucht hatte und mir. Er war Grundschullehrer mit vielen Jahren Routine ( d.h. keine Arbeit am Nachmittag ). Um halb zwei zuhause. Dann hat er bis vier Uhr ein Schläfchen gemacht, dann bis halb fünf einen Cappuccino getrunken und sich dann gräßlich gelangweilt.
Ich war frühestens um halb acht zuhause und habe bis dahin konzentriert gearbeitet, eine Mittagspause mache ich nie und essen tue ich erst recht nichts tagsüber.
Ich sagte zu dem Mann, dass ich erst um acht zuhause sei, denn dann rief er mich JEDEN TAG um PUNKT ACHT an. Da hatte ich dann immerhin ein paar Minuten, um die Einkaufstasche auszupacken und aufs Klo zu gehen, was er aber nicht wusste.

Am Telefon sagte ich dann auch immer, dass ich gerade nach Hause gekommen sei ( verstand er nicht ) und dass ich Hunger hätte ( auch das verstand er nicht ). Er war traurig und enttäuscht, wenn ich nach einer Stunde auflegen wollte, denn dann hatte er ja wieder Langeweile.
Dass ich etwas essen wollte, interessierte ihn nicht ! Er glaubte ja, ich sei gerade eben nach Hause gekommen, aber das war ihm egal !
Nach kurzem sagte ich dann, dass mir das zu viel sei und dann begann das Klammern und die Vorwürfe, später kamen dann die Tränen dazu.
Ich habe es dann bald beendet, denn der Mann erstickte mich.

Ich denke, lieber FS, es wird schwierig.
Nimm ihr halt komplett alles ab, du hast ja Zeit. Wenn sie keine Hausarbeit machen muss, bleibt euch mehr Zeit.
Und erwarte trotzdem nicht, dass ihr täglichen Kontakt habt.
Vielleicht geht's dann.

w 48
 
G

Gast

  • #9
Nein, geht meiner Ansicht nach nicht gut als frisches Paar!

Du bist ohne Aufgabe und deine Freundin möchte noch arbeiten/was von der Welt erleben, aktiv am Leben der Gesellschaft teilhaben, und sich eben "leider" noch nicht abschreiben und heim kommen und dann einen gemütlichen Rentner vorfinden, den sie womöglich noch bekochen und verpflegen soll.

Außerdem kenne ich viele Leute, die heute mit 66 noch arbeiten (müssen/wollen), auch einfach weil sie fit genug dafür sind. Sich selber zum Rentner zu verdammen, hat sowas von schontot sein und ich kann dir garantieren, dass es körperlich/geistig/gesundheitlich schnell bergab geht, wenn man nur noch daheim sitzt und nichts mehr zu tun hat!

Ich würde mir Minimum eine Nebentätigkeit suchen und ausreichend Hobbies, zuzüglich den Haushalt schmeißen, kochen, waschen, putzen, usw. wie es sich eben gehört, wenn der andere Part arbeiten geht. Unabhängig von Alter oder Geschlecht. Wir leben in modernen Zeiten, nur weil du ein Mann bist und 66 hast du keine Extrabehandlung verdient.
 
  • #10
Dr. House # 5, wo laufen solche Exemplare noch frei herum??????

In der Tat ist es wohl für manche männliche Wesenheit ein Problem, wenn Frau noch im Alter beruflich aktiv ist. Das liegt sicherlich an der Vorstellung, wie man sein Rentnerdasein fristen und befristen will.
Ich habe mich mit 58 Jahren noch einmal selbständig gemacht und bin mit 62 Jahren immer noch recht aktiv und übe meine Tätigkeit mit Leidenschaft aus, ohne zu vergessen, dass es andere Dinge auch noch gibt, die mir wichtig sind. Ich habe des öfteren aber leider erleben müssen, dass verrentete männliche Wesenheiten damit ein Problem haben, weil sie sich die Gestaltung des Tages anders vorstellen und nur noch genießen und Bewegungsabläufe einschränken wollen. Ich denke, dass kann nur funktionieren, wenn man in etwa eine ähnliche Lebensein- und vorstellung hat.
 
G

Gast

  • #11
Was meint die Allgemeinheit:
Geht es gut, wenn der Mann als Rentner (66) den ganzen Tag frei hat und zu Hause ist? Aber die eventuelle Partnerin (62) leider noch arbeiten muss.
Oder sollte man sich nur auf schon Rentnerinen konzentrieren?
Ich kann mir vorstellen, dass die Partnerin nach der Arbeitsschicht müde und geschlaucht ist. Der Rentner ausgeruht und voller Tatendrang ist.
Da Beide in getrennten Haushalten (erst kürzlich bei ElitePartner kennen gelernt) leben läuft die neue Partnerschaft sicher Gefahr, dass die Harmonie bald im Eimer ist.
Hi,

4 Jahre Altersunterschied sind absolut okay und sollten kein Problem sein. Allerdings seid Ihr trotzdem in unterschiedlichen Lebensphasen, da du (?) bereits in Rente bist. Für mich als Partnerin könnte es Probleme geben, falls du nichts zu erzählen hast. Solltest du trotzdem aktiv sein (z.B. Ehrenämter, spannende Hobbys etc.) und nicht nur zuhause sitzen, dürfte das kein Problem sein, zudem sind es ja nur wenige Jahre bis auch sie in Rente gehen wird.

Genieße erstmal die schöne Anfangszeit, ob es funktioniert, kann man auch ohne Altersunterschied nicht sagen.
 
G

Gast

  • #13
Es kommt halt drauf an, was der 66jährige von einer Partnerschaft erwartet.
Möchte er eine Frau, die Zeit genug hat, ihn zu betüteln und zu bemuttern, die alles das macht, was er gerne möchte? Wenn er eine Radtour machen möchte, dann muss sie das auch machen; wenn er im Garten arbeiten möchte, muss sie das auch machen; wenn er spontan eine Woche verreisen will, muss sie das auch können.
Wenn es einem Mann zu viel Aufwand ist, seiner Partnerin Arbeit abzunehmen, damit sie nach getaner Arbeit etwas mit ihm zusammen relaxen kann; wenn er nicht die ca. 4 Jahre abwarten kann, weil er wohl Angst hat, mit 70 schon zu alt zu sein - dann soll er sich eine ältere Frau suchen oder besser: Dann sollte er alleine bleiben.
Ich bin w 62 und arbeite auch noch 4 Jahre. Mein Partner muss noch 7 Jahre arbeiten, ist aber derzeit für 6 Monate arbeitsunfähig und ist viel bei mir. Soweit er kann, macht er die Hausarbeit, die Einkäufe und kocht für uns. Das ist schön für mich, denn wenn ich am Abend nach Hause komme, steht das Essen auf dem Tisch und die Wohnung ist sauber. Das habe ich früher auch für meinen Exmann getan und ich werde das in 4 Jahren auch für meinen Partner machen. Das ist selbstverständlich, dann haben wir ja Beide mehr Zeit füreinander.
Ich finde es egoistisch, wenn ein Rentner erwartet, dass die Partnerin Zeit für ihn hat, aber nichts dafür tut.

Mit einem Altersunterschied hat das aber absolut nichts zu tun, es gibt 66jährige, die noch arbeiten und 62jährige die schon seit 5 Jahren in Rente sind.
 
N

nachdenkliche

  • #14
Also den Tatendrang hat ja nun erstmal die Partnerin den ganzen Tag bewiesen! Der Altersunterschied ist definitiv nicht das Problem, für mich als berufstätige Frau kämen allerdings auch nur getrennte Haushalte infrage.Aber suche Dir dringend eine sinnvolle Beschäftigung! Das gibt Gesprächsthemen und hält den Kopf fit lieber FS! Aktivitäten wären dann am Wochenende für beide dran.Wenn ich abends nach 10 bis 13 Std. nach Hause komme, bin ich ziemlich ruhebedürftig und mag kaum Menschen um mich.
 
  • #15
Meine Eltern haben 10 Jahre Altersunterschied. Mein Vater hat ab 65 langsam seine Arbeitszeit reduziert, und erst mit 73 aufgehört, weil meine Mutter - damals 63 - krankheits- und altersbedingt nicht mehr arbeiten konnte. Jetzt kümmert er sich um sie und beide verbringen gemeinsam ihre Rentenzeit.

Im Übrigen sehe ich das mit der Lebensarbeitszeit nicht als so strenger Rahmen an. Man kann doch auch etwas früher oder später in Rente, oder einige Jahre Teilzeit arbeiten. Auf daheim rumsitzen während meine Frau arbeitet, hätte ich gar keine Lust.
 
  • #16
Hier wird meist ein wahrer Gleichheitsfetischismus vertreten: Das Alter soll möglichst gleich sein (da werden schon 5 Jahre zum riesigen Altersunterschied aufgebauscht) und die Einkommen sowieso (weil man ja sonst nicht auf Augenhöhe ist ;-) Viele suchen nur ein Spiegelbild von sich selbst, dass "passt" ja dann am besten.
Mein Mann und sich noch weit von der Rente entfernt, aber mit seinem beruflichen Alltag (60-80h mit vielen Reisen und sicherlich 100 Hotelübernachtungen jährlich) hat mein Leben nicht das Geringste zu tun. Ich kann meist ausschlafen, Sport treiben und mehrere Zeitungen lesen oder auf der Couch liegend 5 Folgen einer Serie sehen. Ich weiß aber noch, wie es sich anfühlt eine ganze Stelle im Schichtdienst zu haben und "nebenher" Abitur zu machen oder später nach 11h Nachtdienst in die Uni zu müssen. Ich vergesse das auch nicht. Es ist also nur eine Frage der Empathie! Wenn mein Mann nach Hause kommt, dann gebe ich mein Bestes, dass er sich erholt. Manchmal heißt das auch, den anderen komplett in Ruhe zu lassen! Das ist mir anfangs auch schwer gefallen, aber man kann sich darauf einstellen. Genauso muss sich andere aber umgekehrt auch Mühe geben, die Liebe zu pflegen. Wenn sich beide einfühlend umeinander bemühen, dann klappt es auch, wenn nicht alle Lebensumstände völlig identisch sind.
 
  • #17
Bei der Übeschrift dachte ich zunächst an einen gewaltigen Altersunterschied...

Wie wäre es denn, wenn Du Dir als Rentner eine Beschäftigung suchst (Hobby, Ehrenamt oder 450-Euro-Tätigkeit) oder sitzt du nur den ganzen Tag zuhause vor PC oder Zeitung? Du könntest ihr vielleicht im Haushalt helfen (wenn sie das zulässt) erwarten kannst du keineswegs, dass sie abends noch voller Tatendrang ist, nach einem langen Arbeitstag und sie dich auch noch bespaßt. Falls Du so ein großes Problem mit diesen unterschiedlichen Lebensphasen hast, dann solltest Du Dir ebenfalls eine Dame in Rente suchen oder eine Hausfrau.
 
  • #18
Hmm also ich kenne nur Rentner die keine Zeit mehr haben weil auf einmal ein Haufen Hobbies, Reisen und Aktivitäten anstehen. z.b. meine Eltern..
 
G

Gast

  • #19
Die Überschrift zu diesem Beitrag ist -falsch-. Wenn deine tatsächliche Sicht genauso falsch ist, bekommst du Probleme.....

Es geht nicht um einen Altersunterschied. Auch die unterschiedlichen Lebensabschnitte (sie noch in Arbeit/du nur noch zu Hause) sind es eigentlich nicht ..... Es geht um Einfühlungsvermögen - die Fähigkeit, nicht nur um sich selbst zu kreisen. Sondern sich in den anderen einzufühlen, sich selbst mal zurück zu nehmen, den Partner nicht als Entertainer zu reklamieren, damit du dich wohl fühlst.

Hättest du diese Fähigkeit, würdest du vermutlich diese Frage nicht gestellt habe, denn aus der Frage klingt, dass du nur einen Weg kennst: -deinen-.
So klappt das natürlich nicht.