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  • #1

Alleinerziehend und schon lange partnerlos, Tipps?

Vor fast 10 Jahren hat mich mein 2. Mann zur alleinerziehenden Mutter gemacht, nachdem ich bereits 3 Kinder in meiner ersten Ehe großgezogen hatte. Unser gemeinsames Kind war zu diesem Zeitpunkt knapp 6 Jahre alt, ich zog mit ihr dann in ein anderes Bundesland und es kostete mich viel Kraft, beruflich auf die Füße zu kommen. Da ich keinen Partner mehr für mich finden konnte, habe ich das Gefühl, das Wichtigste im Leben verpasst zu haben. Oft denke ich auch an die Trostlosigkeit, in der mein jüngstes Kind nun aufwächst: zu Hause hat sie nur ihre Mutter. Ich selbst würde oft gerne mal ausgehen, aber allein? Bin sonst sehr unternehmungs- und reiselustig, auch am Wochenende. Meine neuen Bekanntschaften sind alle gebunden, habe keine Singles im Bekanntenkreis. Werde das Gefühl nicht los, seelisch allmählich zu verhungern. Was soll ich nur tun?
 
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  • #2
Mein Kind kennt es auch nicht anders. AE mit einem Kind. Keine Geschwister und seit kurzem auch keinen Freund mehr. Wie du sagst, es ist manchmal ganz schön trostlos. UNd ich fühle mich auch mal einsam. Ich habe dann Angst, dass sich das auf mein Kind abfärbt.

Tipps.. kann ich dir auch nicht wirklich geben. Ich will dir einfach nur sagen, dass ich dich sehr gut verstehe! WIe oft bin ich in letzter Zeit alleine zu Hause gesessen und niemand war da! Auch wenn ch gerne ausgegangen wäre..keiner war da. Es ist komisch, irgendiwe haben sich mit Beziehungsschluss auch meine Freundinnen verabschiedet. Wieso nur? Als ob sie Angst hätten, das Single-Sein ansteckend wäre.. Dabei würde man doch gerade in so einer Situation erwarten oder brauchen, dass die Freundinnen da sind.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass dies nur bei Frauen so abläuft, Männer haben diese Probleme irgendwie nicht.
 
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  • #3
Dass sich eure Freundinnen verabschiedet haben, mag auch daran liegen, dass es keine echten Freundinnen waren. Wer reiselustig ist, kann dies auch mit Kind sein. Schöne Städtetrips oder Urlaub sind auf jeden Fall bereichernd. Bei dir FS ist dein Kind nun 16 (!) Jahre alt. d.h., dein Kind geht bereits eigene Wege und du hast Zeit für dich. Du gibst deinem Exmann die Schuld an deiner Misere. Sorry, das ist völlig falsch. Warum hast du keinen Kontakt mehr zu deinem Exmann? Warum hat dein Kind keinen Kontakt mehr und ist 14tägig beim Vater??? Warum bist du umgezogen und hast dem Vater das Kind entzogen? Diese Schuld trifft alleine dich. Jammern hilft nicht, du musst dich selbst motivieren und rausgehen. Zu dir auf die Couch kommt niemand, ausser die Postings hier im Forum.
@1 ob Männer diese Probleme nicht habe, glaube ich nicht. Männer haben noch weniger Freunde als Frauen normalerweise Freundinnen. Das sind dann alles nur Kumpels, Bekannte, mit denen bespricht man aber nicht seine innerste Seelenlage. Sie überspielen es möglicherweise eher durch Fußballdauerkarte und Joggen gehen oder sonstige Dinge, die man auch alleine machen kann.

Ach ja, und normalerweise, wenn die Mutter keine Glucke ist, wächst ein Kind auch mit Freunden, Schulkameraden, deren Eltern, Großeltern und Nachbarn auf - also nie nur alleine mit der verbitterten AE-Mutter. Öffne deine Haus auch für die Schulfreunde, lass sie übernachten, lass dein Kind dort übernachten usw. Ich kann nur den Kopf schütteln über soviel Unvermögen. Frage mich, wie du deine anderen drei Kinder groß gezogen hast.
 
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  • #4
Hallo FS,
reiss Dich verdammt nochmal zusammen und übernimm Verantwortung für Dich und Deinen 16jährigen ! Ich bin seit der Geburt meines Kindes allein mit ihm - aber wir leben nicht trostlos! Er wird morgens wachgekitzelt, er bekommt eine Frühstücksbrotdose für die Schule mit einer kleinen Überraschung - täglich - er hat Freunde zu denen er geht, die bei ihm übernachten, bei denen er übernachtet, wir gehen in den Zirkus, ich lese ihm vor, ich rede mit ihm - und ich habe mir zwei Hobbys gesucht, die ich alleine und wenn er schläft machen kann und finde es allenfalls schade, dass ichso wenig Zeit dafür habe - und ich nätte noch weniger Zeit mit einem Partner. Ich habe Bekannte und Freunde - zum teil leben sie in Partnerschaft zum Teil sind sie alleinlebend.
Warum hindert Dich ein 16jähriges Kind am Ausgehen? Du konntest schon Jahrelang am Spätnachmittag ausgehen und ich denke jetzt ist Ausgehen bis 22 / 23 Uhr auch kein Problem mehr! Es gibt übrigens handys weisst Du. Die nimmt Mama mit, und schon kann sie innerhalb von Sekunden von ihrem Kind erreicht werden. Es gibt übrigesn Nachbarn Und übrigens in fast jeder Stadt gibt es Alleinerziehendentreffen mit Kinderbetreuung und die sind ganz ganz oft am Sonntag - Frühstück auf Kosten des Steuerzahlers. Aber Du musst dich dafür natürlich bewegen und aus Deiner Selbstmitleidsjammerei raus.
 
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  • #5
Liebe FS

Ja, das ist eine doofe Situation.
Lass aber auf keinen Fall zu, dass die Situation Dich auffrisst. Sicher fehlt Dir jemand, aber das ist nicht das Einzige im Leben das zählt.
Lieber glücklich alleine als in einer unglücklichen Beziehung.
Werde nicht zur Kampf-Sucherin, das wird für die Andern spührbar und schreckt ab.
 
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  • #6
Bist du sicher, dass du nicht schon leicht depressiv bist? Das ist ausdrücklich kein Vorwurf, sondern nur eine Idee von mir, weil es mir ähnlich ging. Mit Zusammenreißen ist es da leider nicht getan, weil das eine Krankheit ist und keine Willensentscheidung. Du klingst dermaßen niedergeschlagen, das tut mir ehrlich schon beim Lesen leid.
Ich bin auch alleinerziehend und das ist alles andere als einfach. Aber trotzdem kein Grund, so unglücklich zu sein. Lass dich mal beraten. Depressionen kann man behandeln. Kümmere dich.
alles Gute, w 46
 
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  • #7
Ich finde es sehr schade, dass auf die FS so schriftlich abwertend eingedroschen wird. Der Ton macht die Musik. Der Inhalt an sich stimmt ja.

Liebe FS,

ich kann dich gut verstehen, ich kann deine Zeilen nachvollziehen, aber mir scheint, dass du dich sehr eingeigelt hast. Dein Kind ist groß genug, dass du genug Zeit hast, um Sport zu machen, beruflich was zu investieren etc. Überall lernt man Leute kennen und ist unter Menschen. Auch ehrenamtliche Arbeit kann einem gut tun, wenn einem zu Hause die Decke auf den Kopf fällt.

Also, wo sind die wahren Ursachen, dass du dich seelisch so verkümmert fühlst? Kann es sein, dass du noch keinen Frieden mit der Trennung vom 2. Ehemann gemacht hast? Hast du mal überlegt, dir vielleicht prof. Hilfe zu holen?

Ganz wichtig ist, dass du die Erkenntnis findest, dass ein Mann an deiner Seite dir niemals das geben kann, was du dir nicht mal selber geben kannst. Mach deine seelische Zufriedenheit nicht von einem Partner abhängig, oder von Freunden etc. abhängig.

Deine Zeilen lesen sich für mich, als ob du ziemlich ausgepowert bist. Du hast einiges hinter dir. Auch dazu kann ich empfehlen, dir prof. Hilfe zu suchen, wo du dich ausreden kannst, wo dir zugehört wirst, wo du deine seelischen Akkus aufladen kannst und wo dir gezeigt wird, wie du in Zukunft mit deiner Vergangenheit umgehen kannst, dass du seelisch nicht mehr so davon betroffen bist.

Nachvollziehen kann ich auch nicht, warum du mit dem Kind nach der Trennung dann umgezogen bist. Sicherlich gibt es Gründe dafür, die du ja hier kurz darstellen kannst, damit wir dich etwas besser verstehen können.

Ich nehme dich mal unbekannter Weise in den Arm und drücke dich doll.

w 47
 
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  • #8
Liebe FS, ich bin auch AE mit 2 sehr lieben Kindern, bin attraktiv , schlank, intelligent etc. finde auch keinen Partner, bin lange alleine und verstehe nun allzu gut vovon Du sprichst. habe allerdings einige Beziehungsversuche unternommen und .... glaube mir, das schlimmste, was es gibt, ist das man nach Freude, Gefühlen und Hoffnungen am Anfang voll auf die Schn.. fällt. Nach dem letzten "Versuch" habe ich zu mir gesagt: NIE wieder, auch wenn "doofe" Situatuon und so. Alleine bin ich zwar auch nicht glücklich, aber mit der Partner-Suche habe ich konsequent abgeschlossen. #4 hat Recht in dem Sinne: man muss nach Möglichkeiten die Situationen vermeiden, die einen auffressen! Viel Glück!
 
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  • #9
#2 und #3: was Ihr schreibt finde ich ganz schön fis. Ihr wißt viel zu wenig über die FS.

Die Lebenssituationen sind einfach sehr unterschiedlich!

Ich selbst bin auch AE fast von Anfang an. Und bei mir war und ist es auch knallhart.

Z.B. habe ich viel soziale Ausgrenzung durch nicht AE Eltern erfahren. Außerdem übelste Beleidigungen auf Ämtern, während ich noch studiert habe.
Weiterhin bekommt eine AEfrau dann noch X Abfuhren von Typen, denen früher oder später einfällt, dass sie doch lieber eine kinderlose Frau (mit höherem Marktwert) bevorzugen.

Damit umzugehen ist nunmal nicht einfach. Und mir kann keine AE-Mutter erzählen, dass sie mit all dem super klar kommt und noch keine negativen Erfahrungen gemacht hat. Viele leben in ihrer Sucht, Rauchen, trinken, zuviel essen um die ganze Frustration zu verdrängen und machen einen auf immer gute Laune.

Außerdem hängt es auch stark davon ab, in welcher Stadt man in welchem Stadtteil lebt!

Ein Umzug, warum auch immer, macht das Ganze noch schwieriger.
 
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  • #10
Nochmal FS: @2: ich habe dem Vater das Kind nicht entzogen, sondern die Situation war die, dass er sich aufgrund einer Persönlichkeitsveränderung in eine andere "Welt" begeben hat, jede Verantwortung für mich und das Kind abgelegt hat, einschließlich finanzielle Unterstützung, obwohl ich äußerste Schwierigkeiten hatte, einen Job zu finden. Nur deshalb musste ich wegziehen und zwangsläufig leidet dann natürlich der Kontakt zum Vater. Er hatte sich von mir getrennt, ohne dass ich dies wollte - quasi abgestreift.
Meine Wohnung steht immer offen für Freunde und Verwandte, was aber kein Ersatz darstellen kann für ein Familienleben im Alltag, einen Partner, mit dem man spontan planen kann, dem man vertrauen und auf den man sich verlassen kann und sich auch die Arbeit teilt.
@3: das ist es ja gerade! Natürlich könnte ich inzwischen häufiger ausgehen. Das ist noch nicht lange so, da ich anfangs sehr unregelmäßige Arbeitszeiten in einem prekären Job hatte, oft gerade spätnachmittags und abends. Außerdem habe ich niemanden, mit dem ich ausgehen könnte. Gebundene Bekannte möchte ich nicht fragen und an sogenannte "Alleinerziehendenclubs", die es in der süddeutschen Provinz sowieso kaum gibt, möchte ich mich nicht anschließen.
 
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  • #11
Vielleicht hättest du den 1. Mann, mit dem du 3 Kinder hast, doch nicht für den 2. verlassen sollen?

Aber so oder so:

Du hattest eine Großfamilie in erster Ehe, dann eine kleinere Familie im zweiten Anlauf - und jetzt erlebst du dich als Alleinerziehende. Du hast 4 Kinder, 2 Ex-Männer, Enkel dürften irgendwann folgen.

Das sind doch wahrlich reichlich Facetten des Lebens. Was willst bzw. wolltest du denn noch vom Leben?!
 
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  • #12
@7

Das mit dem Aufgeben nehme ich dir nicht so recht ab. Schließlich schreibst du im Forum einer Partnerbörse. Namens "Elite Partner", was einen gewissen Anspruch deinerseits nahelegt.

Und warum sollte sich der bei über 1 Mio Mitgliedern nicht auch hier erfüllen?
 
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  • #13
@8 von 2 - ich denke nicht, dass es fies ist, sondern realistisch. Und jede Frau, auch wenn sie entsorgt wurde, ist nunmal für ihr Glück selbst verantwortlich. Dann kann und darf ich nicht noch 10 Jahre jammern. Auch ein Partner ist nicht dazu da, dass Frau glücklich und zufrieden ist. Man kann gemeinsam glücklich sein, doch diese Erwartungshaltung, erst wenn ich einen Mann an meiner Seite habe, dann hat er mich glücklich zu machen - finde ich fürchterlich kleinkariert und belastend, für jede sich anbahnende Beziehung.
 
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  • #14
Ich kann dich einerseits gut verstehen, war lange in der gleichen Situation. Andererseits bin ich wahrscheinlich ein anderer Typ, bin mir oft selbst genug und kann auch ohne andere Menschen für mich glücklich sein. Aber das habe ich erst lernen müssen.

Ändern kannst du nur Dinge, die in deiner Macht liegen. Ein Familienleben im Alltag, so wie du es dir wünschst, kannst du nicht selbst erschaffen oder herbeiführen. Das liegt einfach nicht in deiner Macht, also lass diesen Wunsch nicht so in den Vordergrund rücken.

Vielleicht geht ein Weg für dich in diese Richtung: Versuche, erstmal alles das, was du (geschafft) hast, was und wer und wie du bist, positiv zu bewerten. Versuche alles das als Glück zu empfinden. Gibt es Dinge an dir selbst, mit denen du nicht zufrieden bist? (Figur, Fitness, Gewohnheiten usw.) Dann ändere sie, denn das liegt zu einem großen Teil in deiner Macht.. Gibt es etwas, das du schon immer mal machen/lernen wolltest? (Sprache, Instrument o.ä.) Dann lerne es. Versuche jeden Moment deines Lebens so zu genießen wie er ist. Kurz: Versuche erstmal mit dir selbst und für dich glücklich zu sein.

Ich habe damals zum Beispiel endlich wieder angefangen, Klavier zu spielen. Ich habe Französisch gelernt. Ich habe Stück für Stück mein ganzes Haus inkl. Garten umgestaltet und mir dafür so einige handwerkliche Fertigkeiten erarbeitet. Und wenn ich einen Film im Kino sehen wollte, bin ich hingegangen und hab ihn mir angeschaut. Ich habe eine mehrwöchige Radtour entlang der Donau gemacht. Und ich habe mich dem örtlichen Alpenverein angeschlossen und an einigen Touren teilgenommen. Und noch einiges mehr. Bestimmt wäre vieles dabei zu zweit schöner gewesen, aber das ging nunmal nicht, also war es eben so.

Ich habe dabei eine Menge netter und interessanter Leute kennengelernt, ohne irgendwie die Absicht gehabt zu haben, einen neuen Partner oder neue Freundinnen zu finden. Das ist dann irgendwann eher zufällig nebenbei passiert.

Aber das Wichtigste: Ich habe für mich selbst und an mir gesehen, wie wenig es eigentlich braucht, um sich glücklich zu fühlen.

Ach ja, läufst du schon regelmäßig? Versuch es mal: Jeden Morgen so max. 1 Stunde, ganz locker, nur ein Glas Wasser vorher. So früh wie möglich, raus aus dem Bett und rein in die Laufsachen. Bei jedem Wetter. Genieße das Vogelgezwitscher, die ersten warmen Sonnenstrahlen, den Wind im Gesicht, die Regentropfen auf der Haut, die müden Blicke der anderen, das Gefühl, dich so bewegen zu können. Da spürst du, dass du lebst.

Und vielleicht, irgendwann, irgendwo, so Gott oder das Schicksal oder wer auch immer will...
 
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  • #15
@ 13 toller Beitrag! Genau so lebt man selbstbestimmt und verantwortlich. Und das sind die besten Voraussetzungen, glücklich zu sein- ob mit oder ohne Partner. Wer ein "reiches" Leben hat und die Bedingungen dafür selbst schafft, ist unabhängig von einer "Erfüllung" durch außen. Erstaunlicherweise ergibt sich eine Partnerschaft dann wie von selbst.
 
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  • #16
Sorry, liebe FS, aber wer will schon direkt eine Familie?
Die meisten wollen erstmal Zweisamkeit, Unabhängigkeit und gemeinsames Genießen, Stress, Kinder- ober Teenagerprobleme sowie Zeitverschiebung da Family vorgeht, wollen viele nicht oder nicht mehr, wenn sie bereits Kinder im Erwachsenenalter haben.

Männer ü/40 definitiv nicht und wenn sie eine Familie haben wollen, gründen sie diese mit einer unverbrauchten Frau, so hart es auch klingt, auf dem Partnermarkt habt ihr zumindest bei unabhängigen Männern null Chancen.

Anders sieht es bei Männern aus, die ähnlich leben, mit Kids, die suchen evtl. noch Hausfrau für die dann anstehende Patchworkfamilie. Na dann viel Glück.
 
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  • #17
[mod]

Liebe FS,
ich kann dich gut verstehen! Das du nicht allein rausgehen magst, kann ich ebenfalls nachvollziehen, es ist in der Tat bescheiden allein unter den vielen Paaren Gruppen etc. zu sein.
Wäre eventuell ein Verein etwas für dich, ein Interessenclub, oder Fitness?
Es gibt im Internet diverse Singlebörsen, ich habe sogar eine gefunden, da treffen sich Kinogänger die allein sind, um gemiensam ins Kino zu gehen. Viel Glück w45
 
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  • #18
hier noch mal die Nr. 8:

ja, ein Stück weit ist jeder selbst für sich verantwortlich, nur es gibt eben auch äußere Umstände!

Z.B. eine AE Mutter, die Null an Unterhalt für Ihr Kind vom Vater erhält und Null an Unterstützung steht nunmal ganz anders da, als wenn eine AE Mutter jeden Monat 400€ rübergeschoben bekommt und jedes 2.WE oder öfter "frei" hat, weil sich der Vater kümmert.

Wenn sich der Vater nicht kümmert, heißt das in aller Regel dass Frau mit Geld, Gegenleistung oder Abhängigkeiten bezahlt für Kinderbetreung und dieser Umstand allein ist ein ganz großer Unterschied zu einer AE Mutter, wie oben beschrieben.

Und aus meiner Erfahrung sieht das die Umwelt oft gar nicht.

Und es gibt noch ganz viele Umstände, die so eine Situation schwer oder leichter machen. Z.b. der berufliche Stand, wenn Frau alleinerziehend wird....Klar, wenn ich damals schon meinen Hochschulabschluss gehabt hätte, wäre für mich auch vieles anders gewesen. Und wenn ich ursprünglich einen anderen Ausbildungsberuf erlernt hätte, wär es auch vorteilhafter gewesen. War es aber nicht.

Weiterhin spielt der gesundheitliche Zustand eine Rolle.

Mir wurde einmal in einem Bewerbungskurs (Teilnahme vom Arbeitsamt verlangt! vor ca. 3 Jahren) von einer Dozentin gesagt, AE sei das absulute KO Kriterium auf dem Arbeitsmarkt und frau müsse dies nach Mglk immer geheim halten...das Ganze was sehr erbauend....

Was dieses Forum hier betrifft: Ich z.B. war, bin und werde vermutlich nie Mitglied hier sein.
Und viele andere Schreiberlinge sicherlich auch nicht.
 
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  • #19
Deine Midlife-Crisis wird auch wieder vorbeigehen. Deine jüngste Tochter wird nun bald schon aus dem Haus gehen. Als Mutter wirst Du immer weniger gebraucht, und in Deinen Entscheidungen unabhängig sein. Eine creative Pause oder Wellness-Urlaub, wie auch immer, wäre anzuraten, um sich neuzuorientieren.
Lass Deine Tochter die Großeltern oder Halbgeschwister mal besuchen, dann hättest Du Zeit für Dich.
Oder Du könntest mit ihr, da sie schon fast erwachsen ist, mal zusammen ausgehen zum Abendessen, ins Theater o.ä..
 
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  • #20
zu#9

Liebe FS,

alles klar, süddeutsche Provinz. Das du es da schwer hast, kann ich nachvollziehen. Ich lebe als Single-Mama in Berlin und hier gibt es ja viele von uns. Berlin ist arm, aber sexy und wirklich tolerant, auch gegenüber AE-Müttern. Schwierigkeiten mit Behörden habe ich nie gehabt, im Gegenteil. Wahrscheinlich waren meine Sachbearbeiterin selber AE-Mütter :).

Verstehen tue ich nicht, warum du damals in die süddeutsche Provinz gezogen bist. Ehe ich mein Kind solchen provinzialen Umständen aussezte und eigentlich selber wissen müsste, dass man als AE-Mama in der süddeutschen Provinz keine guten Lebensbedingungen hat, würde ich mir also vorher vorausschauend überlegen, wo ich am besten mein zukünftigen Leben als AE-Mama führen könnte und notfalls auch erstmal von H4 leben. Und dann in Ruhe weiter schaue und überlege, wo ich in Zukunft halbwegs gute Arbeits- und Lebensbedingungen für mich und mein Kind finde.

Was kannst du tun? Ich denke, versuche dir erstmal prof. Hilfe zu suchen. Schon mal an Therapie gedacht? Vielleicht sieht du danach die Welt anders und kannst auch auf andere Menschen anders zu gehen.

w 47
 
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  • #21
Hallo, mal n anderer Gedankenanstoß: Ich wäre froh, ein Kind zu haben. Habe viele Jahre mit einem Mann verbracht, der dann doch keine Kinder wollte aber erst spät damit rausgerückt ist. Jetzt steh ich mit meinen Anfang 30 da und mache ein langes Gesicht. Bevor ich mit irgendeinem Partner zusammen komme der nicht paßt und mit diesem ein Kind habe, wo es ständig Streit gitb,fliege ich lieber nach Dänemark zur Samenbank, Habe mich schon intensiv mit dem Gedanken als Alleinerziehende beschäftigt und für mich käme es in Frage. Denn ich liebe Kinder!! Habe von Berufswegen viel mit Kindern zu tun und es tut manchmal weh, wenn man die Mütter mit ihren Kindern sieht und sieht was an einem vorbei gegangen ist bislang.

Also sieh das ganze mal positiver!
 
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  • #22
zu# 17

Das stimmt nicht, dass eine AE-Mutter auf dem Arbeitsmarkt keine Chancen hat. Ich habe z.B. sofort einen Teilzeit-Job gefunden, da war mein Kind gerade mal 9 Monate alt. Gut, damals war ich auch erst Anfang 30zig. Heute bin ich viel freier, aber auch älter, gehe stramm auf die 50zig zu und habe nun wirklich Probleme einen neuen gleichwertigen und gleich bezahlten Job zu finden.

Ich habe während meiner Zeit als AE-Mutter 3 x den Job gewechselt, da war der Arbeitsmarkt lange nicht so halbwegs erholt wie jetzt. Ich habe nie verheimlicht, dass ich AE-Mutter bin. Es war auch nie das Thema.

Diese Tipps, die die Dozentin gegeben hat, kann ich so nicht bestätigen. Ich kenne genug andere AE-Mütter, die wenn sie gut ausgebildet sind, alle eine vernünftigen Job haben.

Aber es mag sein, dass es regionale Unterschiede gibt, wie z.B. die NBL und Bayern etc. wo es wesentlich konservativer zugeht, als in Berlin.

w 47
 
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  • #23
#7 an #11. .. Und immernoch bin ich bei EP nicht aktiv, auch wenn noch nicht abgemeldet (kommt noch) , wenn man bei der Wahrheit bleibt. Aber jeder hat seine Schmerzensgrenze (es ist nicht schlimmes dabei), und trifft persönliche Entscheidungen. Ich mag EP-Forum, da werde ich mit Sicherheit noch was schreiben , auch wenn ich kein EP-Mitglied bin. :)
 
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  • #24
Liebe Fragestellerin,

ich glaube als erstes musst Du lernen, dass man auch "alleine" glücklich sein kann. Vor allem, weil Deine Tochter ja langsaam Flügge wird und es auch für Ihre Entwicklung wichtig ist, sich abzunabeln.

Du musst erstmal mit Dir selbst im reinen und glücklich sein. Dich glücklich machen kann niemand außer Du selbst. Wenn Du den Anspruch an einen Partner hast, dass der Dich glücklich macht, wird das früher oder später schief gehen.

Ich bin auch alleinerziehend und das seit 6 Jahren. Hatte zwischendurch mal eine Fernbeziehung, aber das hat auch nicht ganz hingehauen, weil ich mehr Nähe brauchte als er und wir nicht hätten zusammenziehen können. Ich bin mir sicher, irgendwann werden wir alle auch wieder einen Partner haben. Jeder wünscht sich jemanden, der einen abends mal in den Arm nimmt oder dem man was lustiges oder was trauriges erzählen kann. Jemanden, der eben nicht die eigenen Kinder sind. Aber man kann es nicht erzwingen. Tu einfach erstmal etwas für Dich. Sport, Hobby, gönn Dir Beauty-Zeiten

Noch was zu den Freundinnen @ 1. Ich glaube wirklich, dass ein "Single" das 5. Rad am Wagen ist, und dass diese gebundenen Frauen wirklich Angst haben, dass die Männer vielleicht plötzlich auf Dich "stehen" könnten. Das ist so eine unterbewußte Angst. Ich wurde mal von einer Frau schief angeschaut, weil ich mit Ihrem Mann sprach. Der ist aber schon seit 24 Jahren mein Arbeitskollege und wenn wir uns auf einem Fest getroffen haben, haben wir oft geredet und auch mal getanzt. Das war nie ein Problem für die Frau gewesen, bis ich plötzlich Single war. Gut, ich habe mich dann dezent zurückgezogen, denn ich wollte nichts von dem Mann und ich hatte schon gar keine Lust auf eine eifersüchtige Ehefrau. Interessant ist, dass diese Freundinnen wieder auftauchen, wenn Du wieder einen neuen Partner hast und in ihren Augen wieder "gesellschaftsfähig" bist.
 
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  • #25
an #23. Ein Superbeitrag! Danke! Absolut korrekt! Nun musste ich extra lernen, mich nicht zurückziehen, den Kopf hochhalten, lachen und lächeln , kein schlechtes Gewissen haben, wenn gebundene Männer mich angucken und auf böse Blicke von eifersüchtigen Frauen entsprechend freundlich reagieren. Ich finde es wichtig, dass man durch die Haltung, Worte, Körpersprache etc. deutlich zeigt: man IST gleichgestellt, gleichberechtigt, gesellschaftsfähig oder sonst was...
Wenn aber der neue Freund zu gut aussieht, ein besseres Auto hat etc., kommt noch eine ordentliche Portiion Neid dazu!
 
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  • #26
zu 3#, klingt ja toll, dein Enthuiasmus; aber wo bleibt die Realität. Das Privatleben der Mutter? So pauschal kann mann es nicht über einen Kamm scheren, wie du es tust.
 
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  • #27
zu 23# das empfinde ich auch so. wenn du als singlefrau gut aus siehst, wirst du von deinen "guten" freundinnen und Nachbarinnen, ja auch -verwandtschaft gemieden, als hättest du die Beulenpest. Hast du aber wieder einen "vorzeigbaren" freund, bist du plötzlich wieder gesellschaftsfähig und wirst eingeladen - wie verlogen...
 
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  • #28
@26 und genau auf diese verlogenen Menschen kann man dann auch verzichten! Ich spüre dies immer wieder, wenn ich auf Schulveranstaltungen bin. Da sitzen die dickrolligen Muttis und halten ihre ebenfalls schmierig fetten Vatis fest - wenn Blicke töten könnten, wäre ich schon tot umgefallen. Aber so sind sie, Neid spielt immer mit. Da geht auch nur Brust raus, Kopf hoch und durch. Sieht und klingt zwar arrogant, aber ist die einzige Möglichkeit, um unbeschadet raus zu kommen.
 
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