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  • #1

Alle Kraft meinem schwer kranken Mann -ich war noch nie Singel

Einmal bin ich es- alleine. Aus dem Elternhaus gleich in die Ehe (19 Jahre) Scheidung , warmer Wechsel, 6 Jahre zusammen davon 3 Jahre verheiratet und jetzt Diagnose Krebs nicht heilbar . Der Mann meines Lebens es gibt ihn doch nur einmal! Ich will keinen Mann mehr aber ich bin unselbständig bei Reperaturen, Steuern und ... Mein Schatz weis um meine Schwächen und hat Angst um mich. Ich sag dann -dann muss ich es lernen . Schaffe ich das? Eine böse Trennung und dann singel sagen man dem A... Zeig ich's ich, kann auch ohne Mann. Ich heule nur rum im Auto , im Keller ,nicht vor ihm da tu ich stark . Nicht falsch verstehen ich bemitleide mich nicht und auch nicht meinen Mann , ich liebe ihn nur. Bruder ,große Kinder und Freunde sind da. Schaffe ich das vom Partnermensch zum Singelmensch - was könnte passieren - wer hat das durchgemacht ? Danke w 47
 
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  • #2
Es tut mir sehr leid,daß Euch ein solcher Schicksalsschlag getroffen hat.

Direkte persönliche Erfahrungen kann ich nicht beisteuern,aber der Mutter einer guten Freundin von mir ging es ebenso.
Sie war unselbstständig und hilflos wie ein Kind,ihrem Mann bereitete dieser Umstand auch große Sorgen.-Da es am wichtigsten war,dem Kranken diese zusätzliche Last abzunehmen,versprachen Kinder und Freunde ihm,sich um die Frau zu kümmern.Und das tun/taten sie auch.

Es war zwar nicht immer leicht und es flossen auch manchmal Tränen aus Scham über die eigene Unselbstständigkeit,aber sie hat es gschafft.

Du wirst es auch schaffen.

Ich wünsche Dir und Deinem Partner alles Gute und viel Kraft.
 
  • #3
Hallo FS,

ich weiß sehr genau was du gerade durchmachst. Und so blöd es sich anhört, weinen und hinfallen ist erlaubt - wenn man wieder aufsteht. Du wirst durch diese Situation durch müssen und du wirst es schaffen. Ich weiß, das Schlimmste an einer solchen Situation ist, dass die Welt zusammenbricht und man daneben steht und nichts dagegen tun kann. Google mal nach krebs-kompass.de. Dort findest du Hilfe und Ratschläge.

Dir und deinem Mann alles Gute.
 
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  • #4
Liebe FS, es tut mir auch leid, dass Dein Mann so krank ist. Ich wünsche Dir für Eure restliche gemeinsame Zeit alle Kraft, die Du benötigst.

Nachher wird Dir die Kraft zuwachsen, mit der Zeit alles zu lernen, was Du benötigst. Ich war vor 12 Jahren nach einer Trennung in so einer Situation - sicher emotional etwas ganz anderes, aber es geht ja darum, plötzlich alle möglichen Sachen zu können, die man niemals zuvor konnte.

Ich habe festgestellt, dass man alles lernt, wenn man sich dranmacht. Es ist durchaus zu schaffen, und Du schaffst es bestimmt auch. Gut ist, wenn man Freunde hat, die einen im Zweifelsfall einfach begleiten, oder z.B. bei Reparaturen einfach dabei sind, auch wenn sie inhaltlich wenig beisteuern können. Ich kann inzwischen alles, was wichtig ist, wobei "wichtig" sehr subjektiv ist. So kann z.B. ich inzwischen ein Auto kaufen, aber immernoch kein Fahrrad reparieren.

w/52
 
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  • #5
Solange Dein Mann noch am Leben ist, würde ich an Deiner Stelle solche Gedanken gar nicht aufkommen lassen, denn Im Grunde hast Du ihn damit bereits aufgegeben. Selbst wenn die Chancen aus ärztlicher Sicht äußerst ungünstig sind, gibt es immer noch die minimale Hoffnung einer Spontanremisson. Es ist eigentlich Deine Pflicht, bis zur letzten Sekunde daran zu glauben.
 
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  • #6
Liebe FS
Ich denke, du siehst im Moment den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr...Mach Dir nicht zu viele Sorgen um die Zukunft (ich weiss, ich habe gut reden), schön einen Schritt nach dem anderen. Du wirst sehen, dass es für jedes Problem eine Lösung und Hilfe gibt. Single zu sein bedeutet nicht, dass Du alles, was Dein Mann jetzt erledigt, ab irgend einem Zeitpunkt selber tun musst. Wie wäre es denn, wenn Du dir eine Liste machen würdest, mit allen "Hürden", die Dir so Angst machen? Dann überlegt ihr euch, wie Du was erledigen kannst, wer Dir helfen könnte usw. So wirst Du ruhiger, was sicher auch positiv für Deinen Mann wäre. Du schaffst das ganz bestimmt!

Viel Kraft und Zuversicht!
 
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  • #7
Hallo FS,

ich habe Deine Zeilen mehrfach gelesen.
Etwas befremdet war mir zu Mute bei Deinem Titel "ich war noch nie Single".
Als ich Deine Zeilen dann das erste Mal gelesen habe, dachte ich "andere Sorgen hat die Frau nun nicht".
Ich denke, dass Du einfach generell in der Gesamtheit Angst hast was da in Zukunft auf Dich/Euch zukommen mag, wenn dem so ist, dann ist das auch völlig legitim, aber wenn ich mir überlege, dass Du schwerpunktmäßig Angst davor hast einfach nur alleine zu sein.....dann muss ich doch den Kopf schütteln.

Wir Menschen sind zu enormen Dingen in der Lage und auch Du wirst das schaffen!

Das sagt Dir ein Mann, der gemeinsam(!!) mit seiner Frau im Jahre 2005 an Krebs erkrankt ist (ich Hodenkrebs und sie Brustkrebs), dessen Ehe daraufhin nach 11 Jahren in die Brüche ging und der seinen Vater sehr früh an Lungenkrebs verloren hat. In meiner Familie mussten wir im Schnitt alle 5 Jahre von einem geliebten Menschen Abschied nehmen........aber wir sind immer wieder aufgestanden und haben weitergemacht.

Gottes Hand über DIr und vor allem Deinem Mann
 
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  • #8
Schau dir mal die Erfahrungsberichte im Internet zum Thema "Rohkost" an. Vielleicht ist da ja auch was für deinen Mann dabei. Es gibt auch verschiedene Bücher zu diesem Thema. Zum Beispiel von der Autorin Kris Carr, die ebenfalls an unheilbarem Krebs erkrankt ist/war.
 
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  • #9
Solange Dein Mann noch am Leben ist, würde ich an Deiner Stelle solche Gedanken gar nicht aufkommen lassen, denn Im Grunde hast Du ihn damit bereits aufgegeben. Selbst wenn die Chancen aus ärztlicher Sicht äußerst ungünstig sind, gibt es immer noch die minimale Hoffnung einer Spontanremisson. Es ist eigentlich Deine Pflicht, bis zur letzten Sekunde daran zu glauben.

Entschuldige, aber da bin ich anderer Meinung. Die FS ist nur realistisch und hat grosse Angst vor dem, was auf sie zukommt. Ich finde es sehr gut, dass sie sich Gedanken macht. Sich an eine Spontanremission zu klammern ist meiner Meinung nach pure Augenwischerei, wenn es dazu kommt, um so schöner! Ihr zu unterstellen, sie habe ihren Mann aufgegeben, empfinde ich als sehr dreist und gemein.

Liebe FS
Du bist nicht allein, führ Dir das immer wieder vor Augen. Ich war vor drei Jahren in der gleichen Situation, mit dem Unterschied, dass mein Exmann noch lebt. (Ich hoffe, ich darf das trotzdem miteinander vergleichen?) Schritt für Schritt habe ich gelernt, Single zu sein. Bei der Steuererklärung hat mir anfangs ein Freund geholfen, für Reparaturen gibt es Fachpersonal usw. Single zu sein bedeutet nicht, dass Du alles, was Dein Mann jetzt macht, auch selber machen musst! Je selbständiger Du wirst, desto weniger verloren wirst Du Dich fühlen. Du schaffst das ganz bestimmt!
Ich hoffe, dass Du und Dein Mann noch eine lange, beschwerdearme Zeit zusammen verbringen könnt.
Alles Gute

w, 57
 
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  • #10
Liebe FS, du schaffst das schon, andere haben das auch geschafft. Dass Schlimmste ist das Gefühl, neben sich zu stehen. Du fragst nach Erfahrung: stell deinen Mann ins Zentrum deiner Aktivität, über dich kannst du nachdenken, wenn die Situation das tatsächlich erfordert. Durch Angst und zu stark ausgerichtete Gedanken an die Zukunft vergisst man schnell, denjenigen, der nur noch begrenzt zu leben hat seine ganze Aufmerksamkeit zu geben- Das könntest du später bereuen. Ich weiß, es fällt ungemein schwer "in den Tag hineinzuleben".
Für mich war die Bewältigung meines Alltags das geringste Problem, viel größer ist die Trauer, darüber, dass man Abschied nehmen muss von einem Teil seines Lebens, aber man geht nicht unter und das Leben hat noch andere schöne Seiten zu bieten - das muss nicht gleich wieder ein neuer Partner sein. Wie heißt es so treffend in einem Song: wenn du gehst, dann geht nur ein Teil von dir und der andere der bleibt hier. - Das ist als Trost nicht zu unterschätzen.

"Krebskompass" ist ein sehr guter Tipp, nicht nur für Angehörige, vor allem auch für Betroffene. Sie haben dann das Gefühl nicht so ganz allein mit ihrem Schicksal dazustehen.
w, verwitwet
 
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  • #11
Such´ Dir professionelle Hilfe, denn Du brauchst in dieser Situation jemanden, der Dich stützt und zu dem Du mit Deinen Sorgen und Ängsten gehen kannst.
Wenn ich ehrlich bin, dann tut mir Dein Mann sehr leid.
Er braucht Dich sehr. Er kann im Moment nicht mehr Dein Papi sein !
Er wird spüren, dass Du alleine nicht zurecht kommst. obwohl Du 47 Jahre (!) alt bist. Er wird sich quälen, weil er das Gefühl hat, Dich nicht alleine lassen zu können.

Keine alleinstehende Frau kann alles alleine. Es gibt Handwerker für Reparaturen und Steuerberater, die Deine Steuererklärung machen.
Das ganz normale Leben ist gar nicht so schwer und für Dich wird es höchste Zeit, erwachsen zu werden.
Bitte nimm mir meine offenen Worte nicht übel.
w55
 
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  • #12
Hallo , danke für eure Antworten und die Kraft die ich daraus ziehe. Nein ich habe meinen Mann nicht aufgegeben. Mein Mann klagt nicht er ist immer stark in allen, er ist ein Gentleman. Wir habe das Thema Krebs immer besprochen und was auf uns zukommt, zusammen geheult und kämpfen zusammen. Ob TV oder Zeitung das Thema ist immer aktuell. Es tut mir erst einmal gut die Angst, die Hilflosigkeit aus mir raus zu lassen. Er hat aus mir einen guten Menschen gemacht. Ich sehe darin eine höhere Macht ein Schicksal. Darf ich eine bitte an diejenigen stellen die hier in Beziehung leben und das Gefühl haben es tut nicht gut. Traut euch Liebe zu bekommen und (für mich auch etwas neues ) Liebe zu geben. Meine auch so vielen Fehler sieht er nicht als Fehler und ich halte ihn als Perfekt. Danke das ich hier ein wenig meine Gedanken äußern konnte. Ich wünsch euch alles Liebe.
 
  • #13
Schau dir mal die Erfahrungsberichte im Internet zum Thema "Rohkost" an.
Ich nehme an, du warst der User, der auch in meinen damaligen Thread die "Rohkost" Antwort gegeben hat. Damals habe ich es, obwohl der Hinweis nichts taugt, überlesen. Ich möchte dich bitten, diese durch nichts bewiesenen Thesen nicht in Threads wie meinen oder diesen zu plazieren. Das hilft weder den Betroffenen noch ist es in irgendeiner Form hilfreich. Die Betroffenen haben in dieser Situation andere Sorgen als sich solche Pseudotipps anzuhören.

Danke.
 
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