• #1

"Absicherung" in Zweitbeziehungen. Eure Meinung?

Die Frage taucht ja hier immer wieder mal auf: Wie sichert man sich in Beziehungen gegenseitig ab? Deswegen möchte ich sie mal in allgemeiner Form stellen.

Wenn ihr eine auf Dauer angelegte Beziehung habt, Zweitbeziehung, Kinder aus früheren Beziehungen oder auch nicht, grundsätzlich stehen beide auf eigenen Beinen, Vermögen in ähnlicher Größenordnung, beide mit Altersvorsorge, wohnen bei einem von beiden, also eine "normale" Beziehung und keine direkt notwendige Absicherung oder Abhängigkeit - wie sichert ihr euch dann gegenseitig ab? Welche Aspekte berücksichtigt ihr? Welche vielleicht auch nicht?

Spontan fällt mir z. B. Altersvorsorge, Vermögen, Immobilie, Erbe allgemein, Fürsorge für nicht gemeinsame Kinder, Vorsorgevollmacht etc. ein...

Wie gestaltet ihr das? Freue mich über einen Austausch (zu dem ich nur nicht gleich etwas vorgeben möchte, weil der sich dann auf meine Gedanken konzentriert...)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Wir leben im 21. Jahrhundert und da haben beide Geschlechter dafür zu sorgen für ihre jeweiligen und persönlichen Absicherungen.
Ich verstehe diese Frage nicht so recht, wie gesagt, dafür ist jeder für sich verantwortlich. Wenn jemand in einer Ehe lebt, so gibt es vom Gesetzgeber weitere Auflagen positiv wie nagativ, wobei man auch Eheverträge machen kann. Wer in ehelosen Beziehungen lebt, kann verschiedene Dinge über Vollmachten klären.
 
  • #3
Ich hatte das Thema bisher noch nie; keine Kinder, (noch) nicht verheiratet. Ich denke, mit Kindern, Patchwork, wenn einer nicht oder weniger arbeitet usw., dann wird das sicher relevant, oder wenn man Immobilien kauft. Bei meinen Eltern wars einfach so, dass das Geld gemeinsam genutzt wurde, mein Vater hatte schon vor der Ehe ein Haus gekauft und daran rumrenoviert und jetzt im Alter gab es da meines Wissens auch noch nie Stress. Würde einer sterben, ist das Haus auf mich übertragen, aber sonst ist da finanziell nichts weiter zu regeln. Die haben eher das Thema mit Patientenverfügung usw., was ja auch wichtig sein sollte, das in einer Beziehung zu klären und was man möchte, falls man an Schläuchen hängt usw...
Ich und mein Freund brauchen uns in unserer Situation ja nicht absichern, wir wohnen zur Miete und arbeiten und verdienen ähnlich. Wenn wir heiraten und keine Kinder haben werden, bleibt das auch erstmal so. Über kaufen brauchen wir uns hier in der Gegend eh keine Gedanken machen, da utopisch, aber wenn wir in der Zukunft mal woanders hinziehen und wir uns sowas überlegen müssten, dann schaue ich hier in das dann alte Thema rein und suche nach Inspiration :)
w, 37
 
  • #4
Lebens_Lust,

Nun, in meiner 2. Beziehung war ich auch verheiratet, wir haben zusammen aufgebaut und dann bei der Trennung entsprechend Ehevertrag aufgeteilt.

Wie würde ich es jetzt machen?
Noch leben wir nicht zusammen, aber wir haben uns gegenseitig die relevanten Vollmachten gegeben, zusammen mit den jeweiligen Kindern.

Uns gegenseitig absichern ist nicht nötig, unsere Altersversorgung ist gesichert.

Das Thema wird kommen, wenn wir mal zusammen ziehen - wohl zu mir.
Dann finde ich, dass er eine gewisse Sicherheit braucht, dass er nicht gleich im Fall des Falles auf der Straße steht. Keine lebenslange Nutzung, aber eine Karenzzeit. Er hat selbst Eigentum, das wohl vermietet wird.
Wir denken aber auch darüber nach ggf. in dann weiterer Zukunft noch mal gemeinsam zu bauen. Dann werden wir das entsprechend anders regeln.
Es hängt also von vielen Faktoren ab, was konkret zu regeln wäre.

Klar ist, sein Haus würden seine Kinder erben, meines meine Kinder, das gleiche gilt für alleine erwirtschaftete Vermögen.

Wennn wir gemeinsam was Neues machen, wird man anders regeln, gegenseitige Sicherheit ist dann ein Stichwort - gerade im Fall einer gemeinsamen Immobilie.

Wir lassen es auf uns zukommen, wir wissen, dass wir ähnlich denken - und wir treffen ggf. notwendige Vereinbarungen.
Fängt mit Vorsorge - und Bankvollmachten an, Patientenverfügung, und bis zu testamentarischen Regelungen im Falle eines gemeinsamen Hausstandes.

W, 51
 
  • #5
Wenn im Alter nochmal eine feste Beziehung auf ewig und immer zustande kommt, dann ist das gemeinsame Vermögen aus erster Ehe in jeglicher Form unangreifbar geklärt und auch für den zweiten Partner unantastbar. Beim zweiten Partner erwarte ich ebenfalls dass in der Richtung alles in ordentlichen Bahnen ist. Er braucht mich nicht finanziell unterstützen, ich mache das auch nicht. Erbschaftsanteilig will ich auch nicht in irgendeiner Form auftauchen. Mein Vermögen geht zu keinen Bruchteil auf meinen Partner. Ich habe mich abgesichert und er sollte das auch haben.
 
  • #6
Ja das ist eine schwierige Frage, die mich auch umtreibt.

Wenn man deine Vorgabe nimmt, gibt es ja gleiches Vermögen, der eine hat seins vielleicht in ein Haus investiert, der andere seins auf der Bank liegen, also denke ich nicht, dass man denjenigen, der mit im Haus wohnt, extra absichern müsste.

Er hat ja sein Vermögen noch und es liegt ja an ihm selbst, dieses gewinnbringend anzulegen, z.b. in Vermietimmobilien.

Ich finde es hier immer interessant, welche Anspruchshaltung Nichtimmobilienbesitzer gegenüber dem Immobilienbesitzer entwickeln.

Wenn man eine Mietwohnung hat und der Eigentümer Eigenbedarf anmeldet oder man diese sich nicht mehr leisten kann, muss man eben auch ausziehen. Ich finde, dass es mit dem Haus eines Partners nicht anders zu betrachten ist.

Eigentlich ist es regelrecht absurd dass man dafür, dass man schon kostenfrei wohnen kann, dann auch noch einen Abfindungsanspruch entwickelt, nur weil man den Eigentümer "kennt."

Der Nichteigentümer kann doch von seinem Geld, was er für nicht aufgewendete Miete einspart, ein finanzielles Polster sich hinterlegen, für genau diesen Fall, dass er eben bei Tod des Partners zeitnah ausziehen müsste, sofern die Erben das wünschen. Oder dass dann ein Mietverhältnis begründet wird.
 
  • #7
Die Frage hatte sich mir lange gestellt....und ich habe überlegt, ob sich das geändert hat

Für mich gilt erstmal das Ziel, dass es beiden besser und nicht schlechter gehen sollte und auch sonst Menschen nicht, die ich liebe wie zb meine Jungs

Mir wäre wichtig, dass es einem geliebten Menschen nicht schlechter ginge, wenn mir etwas passiert und meine Söhne das Haus und das ggf meiner Eltern behalten können

Lebte ich hier mit einem Partner, würde ich mir wünschen, dass er bleiben kann wenn ich gehen müsste.
Da ich nicht mehr heiraten möchte, würde ich nach der Möglichkeit suchen, einen Ausgleich zur Witwerrente suchen

Ich habe nicht so viel um jemanden völlig abzusichern aber das ist letztendlich auch egal....es geht finde ich immer um den Gedanken, es zusammen besser zu haben. Erstmal emotional aber auch sonst
Nur weil ich ja weiss, dass man scheitern kann und schon draufgezahlt habe, würde ich ehrlicher Weise nichts tun, was mich eine Ewigkeit verpflichtet, auch wenn die Liebe es nicht tut.
 
  • #8
Wir haben geheiratet, ohne Ehevertrag, dadurch hat sich das Erbe für meine Tochter halbiert, was ihr völlig egal ist. Sollte ich vor meinem Mann gehen müssen soll er sie, wie verabredet , adoptieren. Sie ist erwachsen, aber erkrankt. Ich bin immer ganz oder gar nicht.
 
  • #9
Bei mir alles ein wenig kompliziert, da es
- Verfügungen seitens der Familie gibt (Erbe der Eltern)
- V ein leibliches Kind hat
- Ich diverse Konstruktionen (legal) eingehen musste, um nicht von der Erbschaftssteuer allzu sehr gerupft zu werden
- es Verträge bzgl meines Kanzleianteils gibt
- es Unternehmungen und Altersvorsorge im Ausland gibt
......
Ich muss nicht abgesichert werden, ich habe das über Jahrzehnte selbst getan. V ist auch durch ihre Familie, ihr eigenes Einkommen etc abgesichert.
Dennoch habe ich mich entschlossen, sowohl für V als auch ihre Tochter (Ausbildungssicherung und etwas Startkapital) zu sorgen. Teilweise kann ich noch ändern, falls ein Ende kommen würde - teilweise nicht. Stirbt V vor mir, ist ihre Absicherung in jedem Falle wieder Teil meiner Werte.

V weiss, dass ich etwas gemacht habe - sie weiss nicht, was genau. Und so solle es auch noch ein paar glückliche Jahre bleiben ....
 
  • #10
V weiss, dass ich etwas gemacht habe - sie weiss nicht, was genau. Und so solle es auch noch ein paar glückliche Jahre bleiben ...

... Und ich gehe davon aus, dass sie es nicht erwartet, noch verlangt hat.
Es war DIR ein Anliegen.

Ich finde bei allen solchen Situationen, dass es ohne Erwartungen sein sollte. Man ist alt genug um für sich selbst gesorgt zu haben - alles weitere hängt von den individuellen Konstellationen ab.

W, 51
 
  • #11
Danke für die Beiträge, eigentlich natürlich ein Luxusproblem :)

Das mit den Vollmachten (Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen, Generalvollmachten, Kontovollmachten) sind wir gerade am regeln, incl. Notfallordner mit Überblick über all das, was man so für sich im Laufe der Jahre ansammelt - Konten, Versicherungen, Onlineaccounts. Bei mir liegt das alles ein wenig verteilt und ich tue mich teilweise auch schwer damit, es offenzulegen. Vielleicht landet es teilweise auch in einem verschlossenen Umschlag. Schützt vor Erwartungshaltungen :)

Zwei Häuser bedeuten natürlich auch immer, dass da viel Geld gebunden ist, wir denken manchmal auch an einen Altersumzug mit was Gemeinsamem. Dann wird es vermutlich auch erbrechtlich relevant und damit komplexer als wenn jeder nur "seins" hat. Finde ich schwierig und auch steuerlich schlecht zu lösen. Ein gemeinsames Haus müsste ja dann an einen steuerlich "Fremden" vererbt werden, mit entsprechender Steuer. Lösungsmöglichkeiten außer Heiraten?

Auch ich sehe einen Teil meines Nachlasses als "familiär gebunden" an, den bekommen dann meine Nichten. Den Rest kann meine Partnerin dann gerne verjubeln, wenn mir das nicht mehr gelingt.
 
  • #12
Mir gefällt Toms Variante sehr gut. Allerdings hat er auch genügend Geld.
Was mich angeht, habe ich mein ganzes Leben hart gearbeitet und kann im Alter mich selbst versorgen und sollte ich jemals wieder in einer Beziehung sein, erwarte ich auch von meinem Partner, dass er genug Ressourcen hat. Was mein (Ex) Mann und ich zusammen aufgebaut haben, soll unseren Kindern helfen ein Menschenwürdiges Leben für sich aufzubauen und ich denke, das bin ich meinen Kindern schuldig.
 
  • #13
Zwei Häuser bedeuten natürlich auch immer, dass da viel Geld gebunden ist, wir denken manchmal auch an einen Altersumzug mit was Gemeinsamem. Dann wird es vermutlich auch erbrechtlich relevant und damit komplexer als wenn jeder nur "seins" hat. Finde ich schwierig und auch steuerlich schlecht zu lösen. Ein gemeinsames Haus müsste ja dann an einen steuerlich "Fremden" vererbt werden, mit entsprechender Steuer.

Ja, es sind Luxusprobleme, aber in dieser Konstellation stecken wir analog.

Ich denke, wenn es soweit ist, würde ich mir anwaltliche Beratung suchen.

Momentan sehe ich für uns beide, dass vorrangig alles familiär - unsere jeweiligen Kinder - gebunden ist.
Aber selbst im Fall einer Ehe würden wir nach einer adäquaten Regelung schauen.

Ich sehe es so, dass er - mit seiner verstorbenen Frau - sein Vermögen aufgebaut hat - warum sollte ich davon Nutznießer sein? Das steht seinen Kindern zu. Und er sieht es analog.

Sollten wir zusammen noch mal bauen, dann sollte im Erbfall zumindestens Wohnrecht auf Lebzeit bleiben und ausreichend Kapital zum Unterhalt des Hauses. Mit Flexibilitäten bzgl. der Nutzung, aber keine Flexibilitäten hinsichtlich Vererbung an andere Personen.

Ich denke, Anliegen dieser Art sind inzwischen nicht mehr selten, und deswegen gibt es die Fachberatung bei einem Anwalt.

Das bedeutet aber grundsätzlich, dass man sich mit fortschreitendem Alter insgesamt Gedanken macht, überlegt was zu regeln ist, wo Bedarf ist und ggf. ganz sachlich mit entsprechenden Verträgen Klarheit und Sicherheit für alle Beteiligten sorgt.

Logisch ist, dass man keine eigene Immobilie verkauft und in ein gemeinsames Projekt reinvestiert ohne entsprechende Sicherheit.

So wie es für mich logisch ist, dass ich nichts beanspruche, das ich nicht mit erwirtschaftet habe. Ich bin umgekehrt auch in dieser Hinsicht nicht großzügig.

W, 51
 
  • #14
Bei mir liegt das alles ein wenig verteilt und ich tue mich teilweise auch schwer damit, es offenzulegen. Vielleicht landet es teilweise auch in einem verschlossenen Umschlag. Schützt vor Erwartungshaltungen :)
Was auf gut deutsch bedeutet, du vertraust deiner Partnerin nicht ganz 😉.
Mein Ex hat paar hundert Tausend auf dem Konto ist Alkoholiker und stand zeitweise unter Betreuung, ausserdem liebt er mich nachwievor. Es wäre für mich ein leichtes, ihm den Kopf zu verdrehen, um an sein Geld ranzukommen. Mache ich aber nicht und mir würde es auch nie einfallen , obwohl wir gemeinsame Kinder haben. Es stand auch im Raum, ob ich seine Betreuung werden will, da er Streit mit seiner Betreuerin hatte und sie gerichtlich loswerden musste. Er hat zu mir gemeint, dass ich die einzige Person bin, der er bedenklos Zugang zu seinem Konto gewährt, weil er weiss, dass ich nie ohne seine Erlaubnis das Geld abheben würde. Ich habe ihn neulich zu der Bank gefahren und durfte auch bei dem Gespräch dabei sein, wie er sein Vermögen jetzt nun regelt.
Ich mache jetzt keine Werbung für mich, aber bevor du dir Gedanken über Absicherung deiner Partnerin machst, überleg, warum deine Unterlagen im geschlossenen Kuvert sein müssen und warum du glaubst, dass da Erwartungen ihrerseits kämen.
 
  • #15
Mit Flexibilitäten bzgl. der Nutzung, aber keine Flexibilitäten hinsichtlich Vererbung an andere Personen.

Das ist wahrscheinlich eine gute Lösung. Vermutlich gehts nur mit Anwalt, damit das wasserdicht ist. Mit Wohnrechten wäre ich da früher schonmal ohne Anwalt falsch umgegangen.
Es geht mir da auch nicht mal um komplette Trennung der Finanzen, so dass sie nichts bekäme. Das Finanzamt ist dann eher das Problem. Da sind nicht bekannte Anlagen dann an sie auch leichter zu übertragen.

Ich mache jetzt keine Werbung für mich, ....

Keine Sorge 😊

...aber bevor du dir Gedanken über Absicherung deiner Partnerin machst, überleg, warum deine Unterlagen im geschlossenen Kuvert sein müssen und warum du glaubst, dass da Erwartungen ihrerseits kämen.

Letztlich sind es schon auch Lebenserfahrungen und Erfahrungen hier aus dem Forum. Durchaus auch aus Deinen Beiträgen...

Mit generellem Misstrauen hat das nicht mal etwas zu tun. Ist doch ganz nett, wenn noch ein paar Goldbarren auftauchen und gleichzeitig ist es eine eiserne Reserve.
Aus meiner Sicht unterscheiden sich Zweitbeziehungen da auch von Familiengründungen. Das trennen hier doch nach den Antworten viele und ich finde logisch, dass man da nicht alles einbringt.

Wie machen das die anderen? Volle Offenlegung der Finanzen?
 
  • #16
Wie machen das die anderen? Volle Offenlegung der Finanzen?

Jain. Über laufende Einnahmen und Ausgaben weiß mein Partner Bescheid. Über die eiserne Reserve nicht, meine Tochter schon. Ebenso geht es ihn auch nichts an, was ich vvlt mal erbe. Über Immobilien weiss er Bescheid, das ist offensichtlich, anderes nicht. Das wäre aber auch bei meinem Ex-Mann nicht viel anders gewesen, über das Vermögen meiner Familie hatte er keinen Überblick.

Das liegt nicht an mangelndem Vertrauen, sondern auch am Umgang mit Geld meines Partners. Er hat ein ganz anderes und viel lockeres Ausgabeverhalten als ich. Da schlacker ich manchmal mit den Ohren und würde das so nicht machen, aber es ist sein Geld und es geht mich insoweit auch nichts an, wofür es ausgibt. Wir haben hier schon die ein oder andere Diskussion über Dinge, die er für notwendig erachtet und ich nicht.

Und so möchte ich eine irgendwie geartete Diskussion darüber, dass ich ja noch irgendwo Geld habe, gar nicht erst aufkommen lassen. Die eiserne Reserve existiert für mich nicht wirklich und kommt in meinem Umgang mit meinem Vermögen nicht vor, sie ist einfach außen vor, demzufolge ist sie das auch erst recht für andere.

Meine Tochter weiß eben nur davon, dass jemand Bescheid weiß, wenn mir mal was passiert.

Umgekehrt weiß ich auch nicht so genau Bescheid über das Vermögen meines Partners und es interessiert mich auch nicht.

Da wir nicht verheiratet sind, ich das auch nicht anstrebe und ich demzufolge auch in keiner Weise für ihn haften muss und auch nicht erbberechtigt/verpflichtet bin, mache ich mir da keine Gedanken.
 
  • #17
Letztlich sind es schon auch Lebenserfahrungen und Erfahrungen hier aus dem Forum. Durchaus auch aus Deinen Beiträgen...
Du führst aber nicht mit mir eine Beziehung 😀. Und ehrlich gesagt, dass du Beiträge hier aus dem Forum als Anlass zum Misstrauen deiner Partnerin gegenüber nimmst, wundert mich schon. Das ist ein Problemforum und selbstverständlich tauchen hier regelmäßig Beiträge auf, wo es um Betrügen, Fremdgehen, Manipulation und Ausnutzen geht. Es ist genauso, wie wenn Unfallstatustiken als Anlass nimmt, kein Auto mehr zu fahren.
Und wenn du öfters mal Erfahrungen mit ausnutzerischen Frauen gemachst hast, tja, dann muss man eben über die eigene Wahl Gedanken machen,statt deine Partnerin dafür zu "bestrafen".
Das liegt nicht an mangelndem Vertrauen, sondern auch am Umgang mit Geld meines Partners. Er hat ein ganz anderes und viel lockeres Ausgabeverhalten als ich.

Und so möchte ich eine irgendwie geartete Diskussion darüber, dass ich ja noch irgendwo Geld habe, gar nicht erst aufkommen lassen.
Es ist für mich irgendwie irritierend, dass man zum einen bereit ist, das Bett und Tisch mit einem Mann zu teilen, auch nicht davor hält macht, die Kinder zu involvieren, aber die Geldfrage ungeklärt zu lassen, weil man doch nicht so hundertprozentig vertraut. Ausserdem dachte ich, dass man eine Beziehung mit einem Menschen eingeht, der zu einem "passt", also ähnliche Einstellung in grundsätzlichen Fragen hat, wie zum Beispiel menschliche Wertvorstellungen , Geldausgaben, Ziele etc.
 
  • #18
Nun, also ich nehme manche Beiträge hier im Forum durchaus auch zum Anlass mal mit meinem Sohn über Ansprüche, Erwartungen, Spielchen zu reden, die manche Frauen stellen bzw. treiben.
Ich möchte nicht, dass er da zu naiv ist - er ist anders aufgewachsen.

Daher kann ich auch eine gewisse Vorsicht gerade bei der Offenlegung von Finanzen nachvollziehen - und ob man wirklich alles Finanzielle offen legt, muss jede*r selbst entscheiden.

Mich interessiert die finanzielle Lage meines Partners nicht, solange es unser Miteinander nicht betrifft. Wenn er es erzählen will, ist es seine Entscheidung. Ich frage nicht.
Er ist erwachsen, ich gehe davon aus, dass er seine Finanzen in Griff hat.
Und umgekehrt ist es genau so.
Wir sind beide eher bedacht und solide.
Ich sage, wenn ich für etwas kein Geld ausgeben will - ob können oder wollen ist dann irrelevant.

Es wird wichtiger in einem gemeinsamen Haushalt, und erst recht im Falle gemeinsamer Investitionen oder Haftungen. Dann braucht es Offenheit.

So wie im Thread von Blume würde ich es nicht akzeptieren. Weder heiraten, und erst recht kein Haus bauen.

W, 51
 
  • #19
Wenn Kinder da sind, wollen die meisten Eltern, dass der goldene Apfel vornehmlich in die nächste Generation geht.

Allerdings sind nicht alle Kinder nett zu den Eltern. Es ist dann verständlich, wenn die Kinder wenig erben sollen, dafür der Lebensgefährte, mit dem man die letzten Jahre gelebt hat, mehr.

Wir leben im 21. Jahrhundert und da haben beide Geschlechter dafür zu sorgen für ihre jeweiligen und persönlichen Absicherungen.
Ich verstehe diese Frage nicht so recht, wie gesagt, dafür ist jeder für sich verantwortlich.

Jetzt bekommen manche Foristen schon wegen des Themas "Zusammenwohnen" Schnappatmung und verstehen nichts.

Typischer Fall: Das Paar wohnt im Eigentum des einen Partners zusammen. Die Kinder sollen die Immobilie erben. Wenn der Eigentümer als Erster stirbt, soll der länger lebende Partner in der Wohnung, solange er will, weiter wohnen bleiben können. Die erbenden Kinder sollen den länger lebenden Partner nicht aus der Wohnung zwingen können.
Das ist nachvollziehbar, dass man den Partner vor dem Verlust des Wohnraums schützen will, insbesondere im fortgeschrittenen Alter.

Wenn im Alter nochmal eine feste Beziehung auf ewig und immer zustande kommt, dann ist das gemeinsame Vermögen aus erster Ehe in jeglicher Form unangreifbar geklärt und auch für den zweiten Partner unantastbar. Beim zweiten Partner erwarte ich ebenfalls dass in der Richtung alles in ordentlichen Bahnen ist. Er braucht mich nicht finanziell unterstützen, ich mache das auch nicht.

Mein Vermögen geht zu keinen Bruchteil auf meinen Partner. Ich habe mich abgesichert und er sollte das auch haben.

Warum soll der geschiedene Ehemann mehr erben, als der tatsächliche Ehemann.

Die Einstellung führt letztlich zu einem Kastenwesen. Jeder darf sich nur mit Menschen seiner eigenen entsprechenden Vermögenslage verpartnern. Das ist nicht die Realität.

Eine Kindergärtnerin wird tendenziell ohne eigenes Verschulden weniger Vermögen aufgebaut haben als der Chefarzt.
Wenn genug Vermögen vorhanden ist, warum soll er sie nicht vor der Alterarmut absichern?

Mich gruselt es, bei den unempathischen Beiträgen


Wenn die Vermögensverhältnisse sehr auseinander fallen, kommt es auch oft vor, dass der Ärmere mit einer Eigentumswohnung
 
  • #20
Umgekehrt weiß ich auch nicht so genau Bescheid über das Vermögen meines Partners und es interessiert mich auch nicht.

Geht mir auch so. Solange klar ist, dass wir nicht über unsere Verhältnisse leben, ist Vermögen für die Beziehung eigentlich aus meiner Sicht irrelevant. Wir haben genug und müssen uns um Geld keine Sorgen machen. Wir haben das schlicht nie im Detail thematisiert, eine gemeinsame Immobilie wäre vielleicht ein Grund dazu. Ist es sinnvoll das im Detail zu besprechen? Warum?

Für mich besteht daher auch wenig Zusammenhang zu Vertrauen. Vertrauen hat für mich auch etwas damit zu tun, dass ich nicht alles im Detail wissen muss.

Das Problem mit dem gemeinsam erarbeiteten Vermögen aus einer ersten Ehe habe ich nicht. Ich kann frei verfügen. Im Regelfall wird das ja auch bei Scheidung geteilt. Ich finde interessant, dass manche das scheinbar so sehen, dass sie für ihre Kinder das Vermögen verwalten. Die Diskussion kommt ja auch gerade mit der Pflege auf. Die soll kostenfrei sein, davon profitieren nur die Erben.
Das, was bei mir übrig bleibt, wäre auch für meine Partnerin schön, aber nicht notwendig.

Wenn ich in verschiedenen Lebensphasen erworbenes Vermögen trennen müsste, dürfte ich es ja auch in die erste Ehe nicht einbringen?
 
  • #21
Wir dürfen nicht vergessen, dass es hier im Eliteforum ein bisschen anders ist, vom Durchschnitt des Vermögens, als vom Durchschnitt der Bevölkerung.
Ich bin zb adoptiert vom Ehemann meiner Mutter.
Gleichzeitig haben zb meine Grosseltern das Haus so vererbt, dass nur ich es bekommen kann. Heisst jetzt aber auch, dass ich für die eventuelle Pflege meines neuen Vaters aufkommen müsste...und damit sich mein Erbe mindert.
Eine übrigens auch von mir bewusste Entscheidung, immerhin war ich bei der Adoption 46.
Mein Exmann hat nichts erwirtschaftet und so kann es passieren, dass meine Söhne von ihrem vielleicht Erbe, den Vater absichern müssten. Er also Geld von den Personen indirekt bekommt, welche seine Kinder im Gegensatz zu ihm unterhalten haben.
Da würde ich, wenn ich nochmal eine tiefe langjährige Beziehung hätte, vielleicht doch lieber diesem mehr geben wollen

Ich denke @Lebens_Lust wird mit Nichten oder ohne, seine LG mehr absichern, als es der Durschnitt kann
Bei einer neuen gemeinsamen Immobilie, wäre es ggf ein Rechenexemple
Zb den Ist-Zustand für die Nichten einfrieren
Entweder über Versicherung die dann die Nichten bekommen, dafür bekommt die LG das Haus oder sie kann durch Versicherung die Nichten auszahlen
 
  • #22
Das mit den Vollmachten (Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen, Generalvollmachten, Kontovollmachten) sind wir gerade am regeln, incl. Notfallordner mit Überblick über all das, was man so für sich im Laufe der Jahre ansammelt - Konten, Versicherungen, Onlineaccounts. Bei mir liegt das alles ein wenig verteilt und ich tue mich teilweise auch schwer damit, es offenzulegen.
Mein Rat dazu
Vollmachten etc liegen nicht irgendwo in Privaträumen rum - sondern nach Dringlichkeiten geordnet im Tresor der Kanzlei. Brichst du dir das Bein, muss sie ja längst nicht alle Vollmachten bekommen - es reicht aus, wenn die Ärzte eine Vollmacht vorgelegt bekommen, dass mit ihr über deine Gesundheit gesprochen werden kann.
Manchmal lohnt es sich, solche Unterlagen geschützt aufzubewahren und eine Staffelung des Vorgehens festzulegen.

Ob du diese Sicherheit haben möchtest ist allerdings alleine deine Sache.
 
  • #23
Wie machen das die anderen? Volle Offenlegung der Finanzen?

Ich bin da offen, ich weiß mich ggf. zu schützen.
Wir wissen es voneinander im Ungefähren, Details sind nicht notwendig.
In finanziellen Angelegenheiten sind wir sehr ähnlich, beide solide aufgestellt und eher umsichtig - daher ist eine weitere Planung mit ihm auch realisierbar.

Anspruchdenken ist nicht so selten, mein erster Mann entpuppte sich so, alles erfuhr er dann von meiner Seite auch nicht mehr - Geld, das ich während der Ehe von meinem Großeltern bekam, erwähnte ich nie. Seine Begehrlichkeit gegenüber dem Erbe von meinen Großeltern NACH unserer Trennung zeigte mir, dass mein Instinkt da richtig war.

Ich frage aber auch nicht nach Details, mein Partner ist erwachsen, ich gehe davon aus, dass er seine Finanzen im Griff hat - sollte der Eindruck falsch sein, wäre es auch nicht mein Problem. Und er fragt genauso wenig.

Es wird sicher detailliert, wenn wir mal zusammen ziehen, dann ist es ein Haushalt. Sollte ich da kein Vertrauen haben, würde ich nicht mit ihm zusammen leben wollen.

Bzgl. Verwaltung des Vermögens für die Kinder - so sehe ich es nicht. Erstmal ist es meines, sichert meinen Lebensstandard, meine Altersvorsorge.
Den Rest möchte ich dann schon an meine Nachkommen weiter geben - ich hatte das Glück, von meinen Vorfahren zu profitieren.
Wobei es bei uns keine Rolle spielt, wir sind sehr ähnlich aufgestellt, ob dann alles irgendwann durch 4 geteilt wird, oder jeweils die Hälfte durch 2?

Noch ergänzend - manche Geschichten und vor allem manche Gedanken, oder geäußerte Erwartungen diskutiere ich ab und zu mit meinem Sohn. Er soll durchaus die Unterschiedlichkeiten in Einstellungen kennen lernen, vielleicht auch nicht all zu naiv und vertrauensselig sein.
Wenn ich da an Parallelthreads denke, wie schnell ein Mann als geizig bezeichnet wird, und mit welcher Selbstverständlichkeit nicht nur materielle Liebesbeweise, sondern auch Querfinanzierungen und Absicherungen erwartet werden? Naja.
Ich wünsche meinen beiden Söhne eine Partnerin, die sich auch in einer Erstbeziehung nicht primär für die finanziellen Aspekte interessiert. Für die Freundin meines Großen trifft das sicher zu.

W, 51
 
  • #24
Es ist für mich irgendwie irritierend, dass man zum einen bereit ist, das Bett und Tisch mit einem Mann zu teilen, auch nicht davor hält macht, die Kinder zu involvieren, aber die Geldfrage ungeklärt zu lassen, weil man doch nicht so hundertprozentig vertraut. Ausserdem dachte ich, dass man eine Beziehung mit einem Menschen eingeht, der zu einem "passt", also ähnliche Einstellung in grundsätzlichen Fragen hat, wie zum Beispiel menschliche Wertvorstellungen , Geldausgaben, Ziele etc.

Ich erachte es weder für sinnvoll noch notwendig sich komplett zu offenbaren, nur weil man mit jemanden ins Bett geht und mit ihm zusammen lebt. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Mein Kind ist übrigens erwachsen (28J.) und ich glaube doch die einzige Person, der ich wirklich 100% immer vertrauen kann.

Mein Partner passt schon in den grundsätzlichen Fragen gut zu mir, sonst wäre er nicht mein Partner. Ich meine aber, dass auch gegensätzliche Eigenschaften sich anziehen und gut ergänzen können.

Sein lockerer Umgang mit Geld zeigt mir auch, dass man manchmal was investieren muss, um etwas genießen zu können.
Ebenso lernt er vllt von mir, dass man das Geld nur einmal ausgeben kann und manchmal auch die einfache Version von etwas ausreicht.

Ich bin daher sehr praktisch pragmatisch orientiert.

Wenn er über seine Verhältnisse leben würde und ich das dann kompensieren sollte, dann würde ich es als problematisch und als nicht passfähig sehen, aber so ist es nicht.

Ich lasse ihn so sein wie er ist, gebe ihm zwar meine Bedenken zu verstehen aber rede ihm letztlich nicht rein.

Ich habe alles was ich brauche und bin damit zufrieden.
 
  • #25
Mein Rat dazu
Vollmachten etc liegen nicht irgendwo in Privaträumen rum - sondern nach Dringlichkeiten geordnet im Tresor der Kanzlei.
Das gilt vor allem auch für Testamente etc., die sollten notariell hinterlegt sein und jemand sollte wissen, wo. Denn wenn der im Bücherregal versteckte Brief nicht gefunden wird oder jemand ihn verschwinden lässt, hilft das auch nicht.

Ich bin noch jung und unverheiratet, aber gebe trotzdem mal meinen Senf dazu. Bei uns in der Familie reden wir offen über den Tod von uns allen und haben alles besprochen, geklärt und hinterlegt. Bei uns leben auch nicht mehr viele. Seit Jahren räumen wir Überlebenden all den Verwandten, die chaotisch und unorganisiert sterben, weil sie sich um nichts kümmern, hinterher, das ist unfassbar nervig! Wenn ich plötzlich sterben sollte, möchte ich meinen Verwandten keine Mühe und keinen unnötigen Aufwand machen. Bei mir ist daher alles bestens geordnet und leicht zu finden, und ich räume vor längeren Abwesenheiten auch immer alles auf.

Wir haben alle unsere Testamente gemacht und besitzen Kopien der anderen, und meine Schwester, Mutter und ich haben auch einfache Vollmachten voneinander, also unterschriebene Zettel. Die sind nicht beglaubigt oder so, sondern dienen nur dazu, bei einem Notfall stellvertretend einfache bürokratische Handlungen ausführen zu können, und sei es auch nur das Abholen eines Pakets. Außerdem haben in meiner Familie alle ihre "Todesordner". Ich habe dort diverse Passwörter hinterlegt, denn ich möchte nicht, dass nach meinem Tod keiner mehr an meinen Laptop kommt (meine Schwester weiß, was sie suchen und aufheben soll), und auf Mailfächer, Amazon-Konto etc. soll auch der Zugriff möglich sein. Ich habe dort auch eine Liste von Leuten, die benachrichtigt werden sollen (Arbeit, Uni, Freunde) mit Adresse, Telefonnummer etc. hinterlegt sowie einen allgemeinen Abschiedsbrief, wo ich bestimmte Personen und Themen anspreche.

Mein Partner und ich besitzen getrennte Wohnungen (einander direkt gegenüber) und wir haben jeweils den Schlüssel des anderen. Wenn er dienstfrei hat und da ist, wohnen wir aber zusammen.

Falls wir mal woanders hinziehen und heiraten sollten, werden wir Finanzielles/Immobilien sicherlich ordentlich regeln. Ich denke, zunächst wird jeder sein Konto und seine Wohnung behalten. Ich habe meine eigene Wohnung/Gehalt/später Rente und er darf sein Zeug haben. Ich finde, solange wir keine Kinder haben, kann alles an die jeweilige Familie zurückfallen und jeder ist für seine Eltern zuständig. Wenn wir aber zusammen ziehen, Kinder kriegen sollten und "für immer" zusammen bleiben wollen, müsste man wohl was regeln. Ich liebe es, über Tod, Sex, Religion, Politik und Geld zu sprechen und kenne da keine Scheu, wir reden also sehr offen über Geld, Erbe, Investitionen, Altenpflege, Zukunftspläne etc., ja, wenn man darüber nachdenkt, solange man jung und gesund ist, macht es sogar Spaß/ist interessant.
w25
 
  • #26
Ich finde es tendenziell schön merkwürdig wenn man zusammen lebt, Tisch und Bett teilt und dann nicht weiß ob der Partner finanziell abgesichert ist oder am Hungertuch nagt. Dann lebe ich doch gar nicht zusammen. Ihr vertraut euren Kindern? Hm, das kann in die Hosen gehen, aber sowas von. Ich will schon wissen was er hat, cer weiß ja auch was ich habe. Über Geld ist zu reden.
 
  • #27
Wenn ihr eine auf Dauer angelegte Beziehung habt, Zweitbeziehung, Kinder aus früheren Beziehungen oder auch nicht, grundsätzlich stehen beide auf eigenen Beinen, Vermögen in ähnlicher Größenordnung, beide mit Altersvorsorge, wohnen bei einem von beiden, also eine "normale" Beziehung und keine direkt notwendige Absicherung oder Abhängigkeit - wie sichert ihr euch dann gegenseitig ab?

Die Frage ist, wie das auf Dauer angelegt aussieht. Wir haben es ernst genommen und dann geheiratet ohne Ehevertrag.
So ernst, wie wir das genommen haben, wurde auch das Thema "Absicherung" umgesetzt, d.h.
- es gibt entsprechende umfassende Versorgungsvollmachten für den Ehepartner.
- ins Grundbuch der jeweiligen immobilien wurde der Ehepartner als gleichberechtigter Miteigentümer aufgenommen.
- weil wir keine Kinder haben wurde ein Testament gemacht, welches regelt, was an wen geht (Nichten, Neffen auf beiden Seiten) und auch den Vorrang des Ehepartners.

Im Moment nehmen wir das grad auf den Prüfstand, weil in der jungen Generation die Familiengründung beginnt, bei denen der Wunsch nach Häusern groß ist und wir gucken, wie sich durch vorzeitiges Abgeben nicht nur ihnen helfen sondern auch Steuern sparen lassen.
Wir wissen beide alles übereinander (was wo liegt, wie man wo rankommt), Es ist sowieso leichter, wenn man den gleichen Lebensstil und die gleichen Einstellungen, ähnlichen umgang mit Geld/Besitz hat

Wer so handelt, braucht halt Vertrauen in den Partner, dass der sich im Fall der Trennung fair verhält. Das haben wir beide und natürlich die Sicherheit, aus unseren laufenden Altersversorgungen sowie sonstigen Rücklagen jeder mehr als komfortabel leben zu können. Vermutlich trifft man dann und auch wegen unseres Alters leichter solche weitreichenden Entscheidungen - uns kann halt nicht mehr viel passieren.
Aber im Grundsatz ist das so auch meine Lebenseinstellung: Partnerschaft wird ernst genommen. Jemanden, dem ich so weit nicht vertrauen kann, der ist für mich ohnehin keine Partneroption.

Für mich gibt es halt keine auf Dauer angelegte Partnerschaft mit irgendwelchen Vorbehalten.
Ich hatte zwar nicht vor, ein zweites Mal zu heiraten, aber ohne Ehe hätte ich sicherlich nur den Teil der Volllmachten der die Alltagsgestaltung betrifft an meinen Partner gegeben, nicht aber meine gesamte finanzielle Basis zum Gemeingut gemacht. Besitz bleibt in der Familie - bin halt in diesen Dingen gern erzkonservativ.
 
  • #28
Was jemand in die Beziehung mitbringt bleibt ihm auch. Getrennte Immobilien sind mE beste Voraussetzungen für alles. Wird eine Immobilie gemeinsam bewohnt braucht es im Todesfall des Partners höchstens Zeit um die eigene (evtl vermietete) wieder beziehen zu können. Was gibt es sonst abzusichern, was nicht schon geschrieben wurde?
Wohn- oder Nießbrauchrecht würde ich aus Erfahrung schon dankend ablehnen und auch keinem aufbürden.
Bei mir erbt meine Tochter - was dann noch da ist. Es ist vorrangig meine Absicherung.
So ist der Stand heute bei mir.
Ich denke, dass man sich nicht nur einmal im Leben Gedanken machen muss! In jeder neuen Lebensphase überlegt man doch. Bei gemeinsamen Anschaffungen zusammen. In dem Fall würde ich auch schon wissen wollen, wie es finanziell um den Partner bestellt ist.
Ich bleibe für mich nach wie vor dabei - Meins bleibt meins. Jeder bleibt dort wo er wohnt.
Alle wollen alles haben und nichts von sich preisgegeben. Wenn ich hier lese, dass Personen nach kurzem Zusammenleben im Haus des Partners schon glauben, sie hätten damit ein Anspruch erworben. Kranke Partner werden betrogen, um Pflege will sich niemand kümmern..... Nee danke!

Nachlass gehört für mich an die Kinder weitergegeben. Sind keine leiblichen vorhanden, dann an die nãchsten nahestehenden Personen - kann dann auch der Partner sein.

Was ich von einem Partner erben würde, würde ich als Aufmerksamkeit verstehen.
 
  • #29
Die Frage ist, wie das auf Dauer angelegt aussieht. Wir haben es ernst genommen und dann geheiratet ohne Ehevertrag.

Auf Dauer angelegt bedeutet für mich immer ernsthaft. Man ist über die Phase hinaus, in der man überlegt, man wirtschaftet zusammen, man wohnt zusammen, man plant längerfristig zusammen.

Ob man dann heiratet, ist für mich eher eine juristische Frage. Bei vielen hier, die Vermögen ganz klar trennen, liest man diesen Aspekt ja auch heraus. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich mit dem juristischen Rattenschwanz herumschlagen möchte, der daran hängt.
 
  • #30
Ich wollte meine letzte Partnerin heiraten, nicht nur weil ich mein weiteres Leben so gerne mit ihr verbringen wollte, auch um uns das ganze Vertragsgedönns zu ersparen.
Ich habe den Hauptbrocken an Immobilien durch eine eigene Gesellschaft zum Kapital umgewandelt.
Deren Anteilseigner ist mein Sohn und ich.
Ebenso ist es in unseren Unternehmen.
Sein und mein Haus in dem wir selbst wohnen sind jeweils und selbst.
Der Gewinn der Immobilien nach Hochzeit wäre Zugewinn in der Ehe gewesen.
Sie hätte unser Haus, den Zugewinn und notariell festgelegt, einen jährlichen Anteil der Erlöse aus Den Unternehmen inklusive Immobilien Erlöse bekommen nach meinem Tod.
Das hatte ich mit dem jr genau so beschlossen und offiziell vereinbart.
Keine Erbschaftsschlacht, keine Fragen nach meinem Tod.
Und wenn mein jr nicht den total Gehirnausfall bekommt wenn ich fot bin, wird er und seine Nachfahren über Generationen dieses Kapital nicht verblasen können.
Im Normalfall kann es sich nur vermehren wenn er nicht das spekulieren anfängt.
Aber da mach ich mir keine Sorgen.
Und die Geldfrage wäre wenn ich Sie geheiratet hätte, so nie entstanden.
Er sagte mir „ Du hast es aufgebaut und ich mache es noch größer und hoffe , das es meine Kinder nicht versauen“😂
aber so lange ich da bin, stellt er niemals in Frage, was ich mir wünsche, für wen auch immer.
Ich lasse mich von meinem Gefühl leiten.
M49
 
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