• #1

Abgestempelt mit Hauptschulabschluss?

Hallo,
ich wollte mal fragen wie ihr das so drüber denkt.

Ist ein Hauptschulanbschluss wirklich ein Grund jemanden nicht näher kennenlernen zu wollen?

Ja ich weis hier sind viele Akademiker usw unterwegs, aber ich denke, ich habe auch einiges in meinem Leben erreicht und das obwohl ich eine alles andere als schöne Kindheit hatte und sehr schnell auf eigenen Beinen stehn musste.
Bin damals mit 16 Jahren von daheim ausgezogen und kann beruhigt sagen das ich noch nie weder von irgendwelchen Ämtern noch von meinen Eltern, wobei ich letzteres erst recht nicht wollte, Geld benötigte.
Ich bin nun seit 4 Jahren erfolgreich in meiner Selbstständigkeit als Hundetrainer, davor habe ich sogar als Absicherung eine Lehre als Koch abgeschlossen, als 2tes Standbein.
Ausserdem habe ich mir alles alleine aufgebaut ohne jegliche Hilfe. Finde das ist schon eine Menge.
Trotzdem hab ich leider irgendwie das Gefühl das man doch sehr schnell abgestempelt wird, so nach dem Motto du hast ja eh nur nen Hauptschulabschluss aus dir kann nix werden...


Was haltet ihr davon?
 
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  • #2
Ich hab selber "nur" einen Realschulabschluss und würde dich somit in keinem Fall abstempeln.

Denke aber das hier sehr viele ganau das tun. Ich würde das an deiner Stelle gar nicht sagen....
sag doch das du nen Realschulabschluss hast!!!! :)
 
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  • #3
Geh Deinen Weg geradeaus weiter und frag Dich nicht, was die Leute denken, die am Wegesrand stehen.
 
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  • #4
Finde das ist schon eine Menge.
Trotzdem hab ich leider irgendwie das gefühl das man doch sehr schnell abgestempelt wird, so nach dem Motto du hast ja eh nur nen Hauptschulabschluss aus dir kann nix werden...

Naja was heißt abgestempelt?

Bei mir ist es ähnlich, ich habe ebenfalls nur den Hauptschulabschluss. Dennoch bewege ich mich ausschließlich unter Akademikern und bin dort gern gesehen. Meine Freunde (die von meinem Abschluss wissen) waren erstaunt als ich darüber geredet habe. Sie hätten erwartet dass ich doch mindestens das Abitur in der Tasche habe. Dass ich kein Studium angefangen habe war allerdings klar, da ich seit meinem Teenageralter äußerst erfolgreich an meiner Karriere gefeilt habe.

Es kommt halt darauf an in welches "Umfeld" du möchtest.
In Akademikerkreisen muss man sehr viel Allgemeinbildung und Interesse an anspruchsvollen Themen mitbringen um nicht negativ aufzufallen. Klappt das bei dir, ist das schon mal ein guter Anfang. Wenn ich jedoch meine alten Klassenkameraden wieder treffe, bin ich oft entsetzt wie "schlicht" sie sind. Das fängt bei der Optik an, geht über die Ausdrucksweise und die Gesprächsthemen bis hin zur Lebensgestaltung.
Mit solchen Leuten werden die wenigsten Akademiker warm und ich selbst auch nicht.

w25
 
  • #5
Es kommt auf die Person selber an - nicht auf seine Papiere.

Wer z.B. Abitur hat, hat i.d.R. geistig einen anderen Horizont, als Andere mit Hauptschulabschluss.
Den Unterschied merke ich bereits in den Profiltexten.
Bei Hauptschülerinnen muß ich meine geistigen Interessen und Inhalte einschränken, z.B. bei Gesprächen. Dafür sind sie unkomplizierter.

Ich kenne einen Mann, der Karriere in einem technischen Beruf macht, mit hohen Anforderungen an Qualifikation und Praxiserfahrung. Davor war er in der Pflege tätig, absolvierte mehrere Schulen mit Abschluß, und bekam in Mitteleuropa sogar einen Studienplatz + Stipendium für Medizin angeboten.
Sein Abschluss: Sonderschule mit HS-Abschluss.
 
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  • #6
Hallo,

"abgestempelt" mit Hauptschulabschluss bist Du sicher nicht, denn es gibt ja jede Menge Beziehungen, in denen einer oder beide Hauptschulabschluss haben. Wenn Du gezielt eine Akademikerin suchst, wirst Du vermutlich eher keinen Erfolg haben. Du hast schlicht eine grundsätzlich andere Lebenserfahrung und Bildung, was Dich menschlich nicht abqualifiziert, aber eben einfach intellektuell anders ist. Da nützt auch die "schwere Kindheit" wenig, mittlerweile lässt sich eine Hochschulreife eigentlich gar nicht mehr vermeiden, wenn man bereit ist, 14 Jahre zur Schule zu gehen.
Ich habe mal eine selbstständige Nageldesignerin gedatet, man merkt einfach, dass die Denkweise eine andere ist...
Also, suche Dir jemanden mit vergleichbarer Ausbildung und gut ist es. Du hast im Leben tolle Leistungen gebracht, Du hast etwas erreich, es gibt genügend Auswahl an Frauen...

m, 46
 
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  • #7
Ich persönlich bewerte Menschen nicht nach ihren Abschlüssen, sondern danach wie sie sich mir gegnüber verhalten bzw. ob ich gut mit ihnen klarkomme und ob sie mir sympathisch sind. Daher wäre dieser Abschluss für mich kein Ausschlusskriterium. Viel mehr würde mich interessieren, was dieser Mensch aus seinem Leben gemacht hat und ob ich mich mit ihm unterhalten kann und ob wir von den Interessen und dem Habitus zusammenpassen. Darüber hinaus kann Bildung auch unabhängig vom Schulabschluss erworben werden.

Ich würde mal behaupten bei vielen (besonders Frauen) Akademikern ist es einfach wichtig einen ebenbürtigen Partner zu finden, der einem bildungstechnisch auf Augenhöhe begegnet.

Viel Erfolg!
W
 
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  • #8
Genau dieses Thema gab es hier schön des Öfteren. Du wirst hier dazu sehr konträre Meinungen lesen. Jeder hat eben unterschiedliche Erwartungen und Vorstellungen, was den möglichen Lebenspartner betrifft.
Ich selbst habe studiert, mein Partner hat auch wie Du "nur" Hauptschulabschluss, hat den Beruf, den er erfolgreich ausübt, gelernt (und noch zwei andere). Wir haben kein Problem damit. Ich kann mit ihm keinen Diskurs philosophische Themen führen oder was auch immer sich mancher Akademiker wünschen mag, will ich aber auch nicht.
Mach Dir also nicht so viele Gedanken darüber, was manche Menschen für sich selbst als wichtig ansehen, es muss ja für Dich und Deine zukünftige Partnerin passen.

w48
 
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  • #9
Lieber FS,
es gibt viele Frauen, die sehr tierfreundlich sind. Da müsstest Du also eine Menge Frauen kennenlernen.
Was unattraktiv ist, ist diese Jammerhaltung: ich hatte ein schweres Leben und deswegen habe ich es nur zur HS gebracht. Das interessiert heute keine Frau. Es zählt, was Du bist und wie Du Dich gibst. Du hast Dein Auskommen als Selbstständiger und somit bist Du schon mal attraktiv für viele Frauen. Die sind ja auch nicht alle Akademikerinnen.
Wenn Du allerdings unter Akademikerinnen suchst, darfst Du Dich nicht wundern, wenn Du auf keine große Resonanz triffst. Es gibt Verkäuferinnen, Altenpflegerinnen, Produktionshelferinnen.... Warum sind die Dir nicht gut genug? Ich glaube nicht, dass die Dich generell ablehnen, weil Du nur HS hast.
Wenn Du selber meinst, Dein Bildungslevel ist sehr niedrig, dann wird kein Mensch auf der Welt Dich hindern, noch was dazuzulernen. Es gibt Möglichkeiten ohne Ende.

Ich habe früher selber sehr viel Hundesport gemacht. Die Trainer waren meistens nette Menschen. Trotzdem habe ich keinen von ihnen gedatet. Ich habe 2 Hochschulabschluesse. Sie waren geistig nicht auf meinem Level. Ich brauche einen Mann der auch komplex denkt, gern Sachbücher liest und ausdiskutiert etc. Die gemeinsame Begeisterung für Hunde hätte nie für eine Beziehung gereicht.
 
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  • #10
Ich muss gestehen, dass mich ein Hauptschulabschluss meistens durchaus abschreckt, aber es kommt auch darauf an, was die Person damit gemacht hat. Wenn jemand es tatsächlich geschafft hat selbstständig und erfolgreich zu werden, zeigt es mir, dass die Person eventuell durchaus so einiges an Potential hat und unter anderen Umständen womöglich auch einen höheren Abschluss erreicht hätte. Ab da ist es kein so großes Problem mehr für mich und ich gebe der Person auch eine faire Chance.
Aber generell muss ich schon sagen, dass ich mit einem Hauptschulabschluss meistens massive Faulheit und/oder (je nach Person) Dummheit verbinde.

w26
 
  • #11
Äh, wer fragt denn bitte danach?

Du bist doch Deinen Weg gegangen. Hast was aus Dir und Deinem Leben gemacht. Solange Du Dich nicht verhälst und redest wie aus der Gosse wird Dich auch keiner deshalb abstempeln. Es wird keiner merken.

Gut, eine Einschränkung gibt's natürlich- SB im Netz, da sehen das die Leute schon. Aber was bitte willst Du mit einem der, aus welchen Gründen auch immer, nur einer Partnerin mit Hochschulabschluss haben möchte?
 
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  • #12
Es mag viele geben, die dich allein wegen deinem Abschluss schon in eine gewisse Schublade stecken oder aussortieren, aber letztendlich geht es, wie so oft im Leben vor allem um dein Selbstbewusstsein. Mach dich nicht von der Meinung derer abhängig, die deine Qualitäten nicht erkennen können oder wollen, das ist deren Problem.

Sei dir bewusst, dass du schon ordentlich was erreicht hast im Leben, dann strahlst du das auch aus und du ziehst genau die Menschen an, die das zu schätzen wissen, alle anderen haben dich nicht verdient!
 
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  • #13
Für mich persönlich kämst du nicht in Frage, auch und vor allem als Hundetrainer nicht.
Als (Sterne-) Koch schon eher ...

Um deine Frage genauer zu beantworten: gerade bei EP wirst du keine sehr guten Karten haben.
Gerade hier sind viele Akademikerinnen unterwegs, und die suchen einen Mann mit gleichfalls akademischem Beruf und entsprechendem gesellschaftlichen Hintergrund, also eine akademische intakte Familie. Selbst Abitur ist da meist noch viel zu wenig.

Ein selbstständiger Handwerker mit einem kleinen bis mittelständischen Betrieb hat da noch eher Chancen, vor allem, wenn er eine gute Allgemeinbildung hat und seine Interessen weit über Fußball und Musicals hinausgehen. Wenn er wirklich gern ins Konzert und Theater geht, wenn er auch Oper und Ballett nicht abwegig findet, wenn er weit gereist oder zumindest daran interessiert ist (ich meine Bildungsreisen, nicht nur Abhängen am Strand von Bali), wenn er gern anspruchsvolle Bücher liest, wenn er gepflegt ist und sehr gute Manieren hat, wenn er gesellschaftlich gewandt ist.

Ich hatte mal einen Kollegen, der diese Bedingungen erfüllt hat. Er hat Hauptschulabschluss, was kaum zu glauben war. Ich habe selten einen Menschen kennengelernt, der derartig umfassend gebildet und interessiert war. Allerdings war er schon damals um die 50, hatte also viel Zeit, zu lernen und zu lesen, sich beruflich und persönlich fortzubilden.
Du bist wahrscheinlich noch recht jung.

Ich will dich nicht entmutigen, du bist sicher ein netter Kerl und beruflich tüchtig.
[Mod]
 
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  • #14
Prinzipiell bin ich der Meinung, dass jeder die Chance hat sich zu entwickeln bzw. weiterzuentwickeln.

So sehe ich das auch bei einem Hauptschulabschluss, allerdings ist mir schon wichtig, dass mein Partner auch Interesse an einer Weiterentwicklung hat.

Für mich selbst käme jemand mit einem Hauptschulabschluss nicht mehr in Frage. Ich studiere Humanmedizin und mir war auch schon zu Abiturzeiten die Schule nicht egal. Nach dem Abitur und vor meinem Studium habe ich jemanden mit einem Hauptschulabschluss kennengelernt, mich verliebt und nach 2 Jahren sind wir zusammengezogen.
Die Beziehung scheiterte u.A. daran, dass er nicht nachvollziehen konnte, dass mein Studium viel Zeit erfordert und er auch kein Interesse an meinem universitären Leben gezeigt hat. Umgekehrt hat mich oft seine Wortwahl gestört und seine Unfähigkeit zu diskutieren, die auch oft ein Problem bei Feiern oder Treffen mit Freunden war. Auch die Auffassung von Freizeitgestaltung (ich gehe z.B. gerne ins Theater, in die Philharmonie und nutze generell gerne die vielen vielfältigen kulturellen Angebote in der Großstadt, in der ich lebe / er ging dann und wann ins Fitnessstudio, saß auch oft vor dem Fernseher um Actionfilme zu sehen oder xBox zu spielen (?!) und ist nicht gerne verreist...) war sehr verschieden.
Beruflich hatte er sich eine eigene Firma mit 5 Mitarbeitern aufgebaut, aber ich hatte oft das Gefühl, dass er auch dort bzgl Mitarbeiterführung, Planung etc. an seine Grenzen kam, da er wenig Durchhaltevermögen besaß/besitzt. Dies machte sich auch bei vielen Angefangenen Hobbys etc. bemerkbar.

Dies kann natürlich alles personenbezogen sein und nichts mit dem Bildungsabschluss zu tun haben, aber für mich war dies eine sehr abschreckende Erfahrung und ich denke, wer bei seinem Bildungsabschluss kein Durchhaltevermögen hat und dies auch im Anschluss nicht entwickelt, passt nicht gut zu meiner "Lebensvorstellung", da dabei Welten aufeinander prallen.
 
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  • #15
Du musst das nicht allzu persönlich nehmen. Du hast sehr wohl etwas erreicht - auch mit Blick auf deine Startvoraussetzungen. Es sind natürlich ganz andere Voraussetzungen, wenn du in einer Akademikerfamilie aufwächst und entsprechend gefördert wirst inkl. Zugang Netzwerke, allenfalls sogar Privatschulen, etc.
m45
 
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  • #16
Lieber FS,

ich würde weniger auf dem Hauptschulabschluss herumreiten und mehr auf dein Leben eingehen.
Es ist Fakt - wer im leben schnell was erreichen will, der darf nicht zu lange rumstudieren / lernen, der muss handeln.
Insofern spricht nichts gegen jemanden mit Hauptschulabschluss, erfolgreicher Selbständigkeit und berufliche Ausbildung, die auch noch alltagsnah und auch fürs Privatleben brauchbar ist.

Das Klientel mit Hauptschulabschluss ist aber nicht unbedingt typisch für diesen Werdegang und auch oft noch anders konotiert.
Insofern solltest du vielleicht nicht rumlaufen mit "nur nen Huptschulabschluss" und damit abgestempelt, sondern mit dem was du wirklich erreicht hast.

Es gibt auch Leute, die 10 Jahre auf der Uni in 4 Studiengängen waren, einer davon wurde abgeschlossen. Möglicherweise können die sogar die einfachsten Probleme detailmäßig auseinanderkavüsern udn hochkomplex darstellen und darüber diskutieren.
Die sind natürlich deutlich "gebildeter" und haben akademisch mehr vorzuweisen, aber glaubst du, die haben mehr im Leben erreicht?
Ich nicht.
 
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  • #17
Lass dir aus meiner langjährigen Lebenserfahrung sagen: Man wird im Leben immer wegen irgend etwas abgestempelt!

Dein Problem ist lediglich ein Problem des Selbstbewusstseins.

Warum lässt du dich so verunsichern? Verunsichert = Ziel erreicht. So denken die meisten Leute eben. Der Mensch lebt davon, andere Menschen schlechter dastehen zu lassen als sich selbst.

Wer fragt dich mit 40 Jahren noch, welche Schule du je besucht hast? Das wird keinen Menschen mehr interessieren! Außerdem du hast irgendwas öffentliches vor und man fragt nach deiner Biographie, wie Politiker oder ähnliches. Ein Abitur stellt ansonsten größtenteils nur Prestige und Image dar. Es gibt genug Schauspieler, Sänger, Millionäre, Autoren, die keine Hochschule besucht haben und trotzdem steinreich geworden sind! Bestes Beispiel: Verene Pooth.

Dass man heute als junge 20 jähriger Mensch ohne Abitur zum Großteil nicht mehr weit kommt auf unserem eh schon schlechten Arbeitsmarkt, ist eine andere Sache. Für junge Leute sieht es in Deutschland so oder so schlecht aus! Wäre ich noch mal so jung, ich würde definitv das Weite suchen aus diesem Land. Schon allein aufgrund der deutschen Mentalität.

Wer deinen Abschsluss von der Partnerwahl abhängig macht, da würde ich nur sagen, vorsicht:
- der Mensch ist dir intellekutell womöglich unterlegen/zurückgeblieben
- er ist ein intoleranter Kleinbürger/unmodern/nicht weltoffen genug. Mit dem ist nichts anzufangen
- rassistisch oder sonstwie radikal.
- er katzbuckelt der Meinung seiner Eltern hinterher und interessiert sich nur dafür, was andere von ihm und seinem Partner halten. So einen Menschen hast du an deiner Seite leider nicht nötig.

Was ist jetzt dein Problem? Du bist selbstständig und machst beruflich das, was du immer wolltest, hast beruflich viel erreicht und eine gute Ausbildung. Dein Ziel ist erreicht. Die Probleme der gewöhnlichen Leute sollten dir am Hintern vorbei gehen.

Ich weiß ja nicht, wie alt du nun mal bist. 20? 40? 50? Früher war es nicht übel, zu studieren. Außerdem ist das auch meist eine Frage des Wohnorts. Im ländlichen Bereich schickt man die Kinder weniger zum Studieren.
 
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  • #18
Ich hatte drei Männer, die Hauptschüler waren. Es waren ganz normale Männer mit den selben Macken, die auch Akademiker haben. Also kein Unterschied.

Im Dörflichen bei uns, wo es mehr Arbeiter und Handwerker gibt als Wirtschaftsgäule und Bürohengste, ist das ganz üblich so. Hauptschüler sind häufig handwerklich und künstlerisch talentiert/interessiert. Außerdem war es früher eher üblich, dass die Kleinstädter eher auf die kleineren Schulen geschickt worden sind.

Ich mache einen Menschen generell nicht vom Abschluss abhängig, weil es gibt genug Pfeifen, die das Abitur bestanden haben und immer noch keinen fehlerfreien Satz schreiben können. Darüber rege ich mich viel mehr auf. Oder samt Abitur immer noch eine verkorkste Lebenseinstellung und ein eingeschränktes Weltbild an den Tag legen, das mich so wahnsinnig auf die Palme bringt.

Ich rate dir, dich von oberflächlichen Tussis fernzuhalten. Das wird wohl dein Problem sein.

Aus eigener Erfahrung: Menschen auf dem Gymansium können ganz schön unterbelichtet sein - besonders aus menschlicher Sicht und vom Charakter. Nur spricht keiner darüber.
 
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  • #19
Hier wie anderswo wird es nur zwei Antworten geben: die, denen der Schulabschluß (als Erwachsener) relativ egal ist, werden dir sagen, dass du ob deiner schweren Jugend was ganz Tolles erreicht hast. Und die anderen werden behaupten, dass Hauptschule nun mal nicht so dolle ist und du (oder andere) nicht zu Unrecht das hören, was du so zu hören bekommst.

Ich kenne zwar dein Alter nicht, aber mir würde zu denken geben, warum du jetzt noch über sowas nachdenkst. Mich hat jedenfalls sehr lange keiner mehr nach meiner schulischen oder beruflichen Qualifikation gefragt, auch nicht im privaten Zusammenhang.
 
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  • #20
Man braucht nur die einschlägigen Presseprodukte um Kindererziehung usw. aufschlagen, da findet der Mensch unterhalb Abitur einfach nicht statt.

Hab auch nur mittlere Reife und bin normaler Angestellter in untergeordneter Position.

Im realen Leben merke ich keine Beschränkung, zumindest nicht direkt, aber hier ist das wohl so.

Muss man so hinnehmen.
 
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  • #21
Lieber FS,

vorab an dich ein Kompliment für deinen - trotz ungünstiger Ausgangsbedingungen - erfolgreichen Werdegang und dein Selbstbewusstsein! Beides dürfte dich in Frauenaugen attraktiv erscheinen lassen, denn Kämpfer und "Macher" sind allgemein begehrt.
Das "Aber" wurde hier schon des Öfteren diskutiert: Zwar gibt es einige Personen, die von sehr gut funktionierenden Beziehungen trotz (oder gerade wegen?) unterschiedlicher Bildungsabschlüsse berichten, die große Mehrheit jedoch hat die Erfahrung gemacht, dass sich gleich und gleich am besten gesellt. Die Wahrscheinlichkeit, dass man Themen und Interessen teilt, sich Reflexionsniveau und Eloquenz gleichen und sich beide im sozialen Umfeld des anderen wohlfühlen, ist bei ähnlicher Bildung größer.
Selbstverständlich gibt es Hauptschulabsolventen, die mindestens so gebildet sind wie mancher Akademiker, vielfältige kulturelle Interessen haben und sich auf jedem Parkett sicher und beredt bewegen - aber ehrlich gesagt stellen diese (gemessen an den Ansprüchen vieler Akademiker) die Ausnahme und nicht die Regel dar. Und wie hoch ist die Chance, dass bei diesen Ausnahmeerscheinungen dann noch alles andere passt? Aufgrund dieser Überlegungen werden viele Partnersuchende, denen die genannten Kriterien besonders wichtig sind, in Single-Börsen eher unter Ihresgleichen suchen.
Auch jene, die großen Wert auf ein gehobenes Einkommen legen, werden statistisch eher unter Akademikern fündig - allerdings gibt es hier m.E. schon viel mehr Ausnahmen: Man vergleiche die schon fast sprichwörtliche Kunsthistorikerin oder den Taxi fahrenden Soziologen mit dem Handwerker-Selfmade-Millionär.
Wem Kultur und Geld beim Partner unwichtig sind (und auch bleiben!), und wer stattdessen auf Charakter, Humor, Charme und Optik blickt, wird natürlich auch unter ehemaligen Hauptschülern einen tollen Partner finden.
Da aber vermutlich für die meisten Hochschulabsolventen Bildung und finanzieller Status nicht völlig unwichtig sind, und man Charakterstärke, Humor, Charme und gutes Aussehen auch bei Menschen mit Universitätsabschluss finden kann, suchen viele eben doch "unter sich".
 
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  • #22
Wer seine Nase weiter in die Welt gehalten hat, als vom akademischen Elfenbeinturm gen Karrierehimmel, der weiß, dass:

1)
... man aufgrund der sehr engen Notenraster, die nach der Grundschule über Haupt- / Real- / Gym entscheiden, unabhängig vom tatsächlichen Potential schneller 2 Stufen tiefer landet, als man gucken kann. - Meiner Meinung nach müsste an dieser Stelle im Schulsystem stark nachgebessert werden.

2)
... es mehr dumme Streber-Akademiker gibt, die eigentlich nicht die erforderlichen Voraussetzungen für ihre Arbeit besitzen, die aber wegen ihres hohen Status kaum einer anzweifelt, als Hauptschulabsolventen, die man zu Recht abstempelt.

m/35 (mit Elfenbeinzertifikat)
 
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  • #23
1) ... man aufgrund der sehr engen Notenraster, die nach der Grundschule über Haupt- / Real- / Gym entscheiden, unabhängig vom tatsächlichen Potential schneller 2 Stufen tiefer landet, als man gucken kann. - Meiner Meinung nach müsste an dieser Stelle im Schulsystem stark nachgebessert werden.

2)... es mehr dumme Streber-Akademiker gibt, die eigentlich nicht die erforderlichen Voraussetzungen für ihre Arbeit besitzen, die aber wegen ihres hohen Status kaum einer anzweifelt, als Hauptschulabsolventen, die man zu Recht abstempelt.

@ #21

Zu 1) Die Grundschulnoten geben doch keine Entscheidung vor, sondern eine "Empfehlung", die im übrigen offiziell für Realschule und Gymnasium gemeinsam gilt, soweit ich weiß. Und zum Glück ist das deutsche Schulsystem ja auch nach oben (& unten) hin durchlässig, so dass keinem Schüler eine spätere Weiterentwicklung abgesprochen wird. Natürlich könnte diese Durchlässigkeit noch etwas besser sein, aber prinzipiell steht auch einem Hauptschüler oder Realschüler der Weg zum Abitur offen, wenn denn die entsprechenden Leistungen später vorliegen.

Zu 2) Das klingt mir sehr nach einer Stammtischparole ;).
 
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  • #24
Ich sehe den Unterschied nicht im Bildungsabschluss, sondern vielmehr in den geistigen Interessen. An Lebensleistung wird weniger gezweifelt werden und von der bist Du, lieber FS, ja auch zu Recht überzeugt.
Die alte Regel, dass diejenigen am besten passen, die auch aus ähnlichem Umfeld stammen mit ähnlichen Werten und kulturellem Hintergrund, stimmt einfach immer wieder.

Die Tochter des Germanistik-Professors mit abgebrochenem Musikstudium, die mit Ende zwanzig noch einzig und allein von Papas Geld lebt, hat sicherlich weniger Lebensleistung als Du vorzuweisen - und trotzdem ist eine Partnerschaft mit so jemand nicht denkbar.

Die Ingenieurin, Tochter eines ungelernten Gastarbeiters aus Kroatien, die sich ihr Studium hart gegen den Willen der Eltern erkämpft hat und gut in ihrem Job ist, ist aber viel eher eine geeignete Partnerin für Dich.
 
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  • #25
Viele Menschen mit Hauptschulabschluss haben etwas erreicht. In dem Zusammenhang von "abstempeln" zu reden, macht dir ja schon selbst das Leben schwer.

Soooo viele Akademiker sind hier nun auch wieder nicht. Viele Leute suchen einfach nur den passenden Partner. Das ist hier bunt gemischt. Wenn du einer Frau mit deinem Schulabschluss nicht genügst, dann ist es halt die Falsche! Es müssen müssen ja nicht x % zu dir passen. Nur eine. Die eine!

M49.
 
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  • #26
Wer z.B. Abitur hat, hat i.d.R. geistig einen anderen Horizont, als Andere mit Hauptschulabschluss.
Den Unterschied merke ich bereits in den Profiltexten.
Bei Hauptschülerinnen muß ich meine geistigen Interessen und Inhalte einschränken, z.B. bei Gesprächen. Dafür sind sie unkomplizierter.

Ja, das stimmt sicher zum Großteil. Ich bin auch ehemalige Hauptschülerin und für mich ist es auch ein schweres Los, immer schräg angeguckt zu werden. Allerdings muss ich wirklich sagen, dass im Gegensatz zu mir, viele Hauptschüler tatsächlich dumm sind. Wenn ich meine ehemaligen Mitschüler nach 15 Jahren treffe, dann finde ich manche tatsächlich etwas unterbelichtet.

Ich habe mich als Hauptschüler zum Beispiel nach der Schule persönlich weitergebildet. Z.B. lese ich viel, auch Weltliteratur und im Jahr dürfen es schon ein paar Hundert Bücher sein. Ich achte auf eine möglichst perfekte Rechtschreibung und dass ich überall bei allen Themen mitreden kann. Ich interessiere mich eigentlich für alles und habe nach der Schule noch 3 Sprachen zusätzlich gelernt - einfach nur so zum Spaß. Ich interessiere mich auch für schwerere Studienfächer, wie Medizin, Psychologie, Chemie oder Technik oder ähnliches und lese viel darüber. Wenn Leute mich nicht kennen, denken sie, sie hätten es mit einem ehemaligen Unistudenten zu tun und können gar nicht glauben, dass ich Hauptschüler war.

Es ist doch eine Frage, was man persönlich nach der Schule aus sich macht. Ist natürlich auch eine Frage der Zeit, der eigenen Persönlichkeit und des eigenen Eifers. Also demzufolge möchte ich widerlegen, dass alle Hautpschüler dämlich wären.

Warum ich damals auf die Hauptschule ging, kann ich heute nur errätseln. Ich brauche vermutlich bei manchen Dinge zweimal länger, etwas im Kopf zu behalten, wie z.B. in Mathematik. Ich tat mich in der Schule lediglich wer, meine Gedanken schnell zu sortieren. Ich hatte daheim auch niemand, der mich unterstütze oder Hausaufgaben mit mir machte. Meine Eltern arbeiteten den ganzen Tag. Das war's.
 
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  • #27
Hallo Ruffti,

ich finde es immer wieder erstaunlich, wie sehr manche Menschen Personen nach äußeren Gesichtspunkten beurteilen.
Einge haben es aber auch schon ausgeführt, dass es mehr auf den Menschen ankommt, als seine Abschlüsse. Ich bin selbst Akademiker, aber stelle mich damit über niemanden anderen, was die Person anbelangt. Ich habe schon Leute kennen gelernt, die zwar alle möglichen Titel hatten, aber menschlich ,sorry, absolute Vollpfosten waren, im Gegensatz kenne ich aber auch Leute, die "nur" einen Hauptschulabschluss haben und trotzdem viel auf dem Kasten haben.
MIr ist eher wichtig, ob jemand lebenstauglich ist, d.h. mit beiden beiden im Leben steht, einen guten Charakter hat und ob man sich mit der Person unterhalten kann.
Du hast doch mit Koch und Hundetrainer einiges erreicht. Schau dir die Köche in den ganzen Kochshows an, da fragst auch keiner ob sie nur einen Hauptschulabschluss haben und stehst ja nachdem was du schreibst, auch mit beiden Beinen im Leben.
Ich hoffe, dass du bald jemanden findest,
Ganz liebe Grüße
w 48
ps Mein letzter Freund war Busfahrer und wir sind klasse miteinander ausgekommen.
 
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  • #28
Stellst Du Dich vor mit: "Max Müller - Hauptschulabschluß" ???

Für mich ist entscheidend, was jemand aus seinem Leben macht.
Bildung kann man - bei entsprechender Intelligenz und Anspruch an sich selbst - nachholen.
Auch für tiefgründige Gespräche braucht man kein Abitur.

Was mich allerdings an dem Eröffnungsposting stört,sind zwei Dinge:
1. Das sofortige Erwähnen der schweren Kindheit...Kommt immer gut,oder?!
2.Du betonst, "sogar" eine Ausbildung als Koch gemacht zu haben,bevor Du Dich dann dem derzeitigen Mode-"Beruf" Hundetrainer zugewandt hast...Eine abgeschlossene Ausbildung ist für mich eine Selbstverständlichkeit!

Ich kenne mich in der Hunde-Szene recht gut aus. (30Jahre Hundehaltung,allerdings ohne jemals Bedarf an Profi-Trainer gehabt zu haben ;-) )

Viele der heutigen Vollzeit-Hundemamis vergöttern ihre Trainer doch regelrecht...Schau Dich dort um!

Hier bei EP herrscht eine gehörige Portion Standesdünkel,Du wirst hier kaum eine Chance haben.

w,49
 
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  • #29
H
Ich bin nun seit 4 Jahren erfolgreich in meiner Selbstständigkeit als Hundetrainer, davor habe ich sogar als Absicherung eine Lehre als Koch abgeschlossen, als 2tes Standbein.
Ausserdem habe ich mir alles alleine aufgebaut ohne jegliche Hilfe. Finde das ist schon eine Menge.

Ich finde es sehr schade, dass du in diesen Rechtfertigungsmodus verfallen musst. Du hast einen Hauptschulabschluss, einen Job, von dem du gut leben kannst und sogar noch ein zweites berufliches Standbein. Warum wird man trotzdem irgendwie gedrängt zu erklären, warum man es bildungstechnisch nicht "weiter" gebracht hat?

Ich finde es lustig, dass hier immer wieder betont wird, dass der Abschluss völlig egal ist, solange der andere "Kultur" hat - die mit Ballett, Opern, Theater etc. gleichgesetzt wird. Also mit Verlaub, aber nicht jede Akademikerin misst an diesen Standards. Ich interessiere mich gar nicht für Ballett oder Opern. Ich schaue mir gerne Dinge an - sowohl Sehenswürdigkeiten wie Schlösser oder Kirchen als auch Parks, Landschaften und Zoos. Mein Handwerker-Freund auch. Ich habe zwar für's Studium auch anspruchsvolle Literatur gelesen, er nicht. Aber darüber muss ich nicht mit ihm philosophieren.

Am besten wäre wirklich, du findest eine Frau, die deine Leidenschaften teilt. Hier schrieb schon jemand ähnlich, dass eine tierliebe Akademikerin (die eben nicht auf Geld, Status und intellektuelles Auftreten) Wert legt, eine richtige Partnerin sein könnte. Davon gibt es mehr als du denkst.

Zumal du selbst als Akademiker durch's Raster fallen könntest. Ein Hochschulabsolvent in einem "brotlosen" Fach, der sich mehr schlecht als recht durch's Leben schlägt, steht bei vielen Frauen auch nicht ganz oben auf der Bestenliste.

W, 30
 
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  • #30
Suchst du denn nur Frauen, die studiert haben? Nur -formal- bildungsmäßig über dir stehende Frauen können ja auf dich herabschauen: oder schließt du selbst eine Frau mit Hauptschulabschluss aus?
 
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