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Gast

  • #1

Ab welchem Alter haben Kinder ein Mitbestimmungsrecht?

Welches Mitspracherecht hat ein 16 jähriger von geschiedenen Eltern darüber wann und wie oft er seinen Vater, der bald 100 km entfernt wohnen wird, besuchen möchte?
Die Mutter versucht das zu torpedieren seit bekannt ist, dass mein Partner und ich zusammenziehen werden.

w49
 
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Gast

  • #2
Der Junge hat nicht nur das volle Mitspracherecht, sondern die komplette Entscheidungsfreiheit mit 16. Er kann sogar selber entscheiden ob er, im Falle eines Falles beim Vater leben möchte. Da kann die Frau Mama zetern wie sie will . Und 100 km sind nichts. Das machen die Kids in dem Alter locker mit Mitfahrgelegenheiten oder Bahn.



(w/43)
 
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Gast

  • #3
Welches Mitspracherecht hat ein 16 jähriger von geschiedenen Eltern darüber wann und wie oft er seinen Vater, der bald 100 km entfernt wohnen wird, besuchen möchte?
Die Mutter versucht das zu torpedieren seit bekannt ist, dass mein Partner und ich zusammenziehen werden.

w49
Schon wesentlich früher als mit 16 Jahren. Ich würde als Vater das Jugendamt einschalten, um mit denen eine verbindliche Lösung zu finden und auch zu klären, warum die Mutter versucht den Kontakt zu topedieren.

Ich würde auch den Sohn stark machen, schliesslich hat er auch das Recht jetzt zu seinem Vater ziehen zu wollen. Da kann die Mutter die Decke hoch und runter springen, sie könnte nichts mehr machen.

w 47
 
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Gast

  • #4
Was nützt ein Mitbestimmungsrecht , wenn die Mutter interveniert und Ihn nicht lässt ? Da hilft nur ein gemeinsames Gespräch : Vater , Mutter , Sohn und wenn man da zu keiner Lösung kommt , muss Sohn sich entscheiden bei wem er leben möchte . DAS DARF ER NÄMLICH ENTSCHEIDEN !
 
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  • #5
Inwieweit es ein "gesetzliches" Mitspracherecht gibt kann ich nicht sagen.

Vom "moralischen" her würde ich als Mutter einem 16-jährigen zutrauen alt genug zu sein selber zu entscheiden, wie oft er seinen Vater sehen möchte.
Nicht verstehen kann ich, warum der Vater 100 km wegzieht und somit von sich aus spontane Besuche des Jungen erschwert. Gab es da keine andere Lösung?

Ich hätte da Sorge, daß mein Kind dieses "wegziehen" wie ein Zurücklassen empfindet.

Trennungen lassen sich leider nicht immer vermeiden.
Sind jedoch Kinder da sollte man als Elternteil schon so reif sein seine Lebensumstände so einzurichten, daß man trotz Trennung in der Nähe der Kinder bleibt, zumindest so lange wie diese noch in einem Alter sind, wo es für ihre weitere Entwicklung wichtig ist, daß BEIDE Elternteile noch "da" sind (nicht nur per Telefon und an Wochenenden).

Wie häufig war der Kontakt denn vorher?
Leider hast du dazu nichts geschrieben.
Vorstellen könnte ich mir, daß die Mutter es als problematisch ansieht, wenn der Sohn nun wie vorher z.B. spontan mal nach der Schule direkt zum Vater fährt und Abends dann wieder zurück zur Mutter.

Mehr "Stress" durch den deutlich längeren Anfahrtsweg bedeutet es für ihn allemal - in einem Alter wo schulische Leistung gerade besonders wichtig sind für den zukünftigen Lebensweg tatsächlich nicht gerade förderlich.
Daher könnte ich es verstehen, wenn die Mutter nun ein Problem damit hat, wenn Sohnemann ab und zu "mal kurz für 'ne Stunde bei Papa vorbei schaut".

Bist du dir sicher, daß es für die Mutter nur deshalb ein Problem ist, weil DU nun mit ihm zusammen lebst, und nicht eher die Entfernung generell?
 
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  • #6
Hier ist die FS

Vielen Dank für die bisherigen Antworten.

Die Exfrau meines Partners lebt seit vielen Jahren in 2. Ehe mit einem 2. Kind, hat aber ein Problem damit, dass ihr Exmann nach einigen Jahren Fernbeziehung nun auch mal an sein Privatleben denkt.
Bisher war die Besuchsregelung sehr großzügig geregelt, der Sohn war nie nur kurz nach der Schule beim Vater sondern über die "normale" Regelung hinaus zusätzlich hin und wieder wochenlang am Stück. Da dies nun nicht mehr möglich sein wird droht sie mit totalem Kontaktentzug, was wir als reine Schikane empfinden.

Die Idee das Jugendamt einzuschalten habe ich auch schon angesprochen da ein vernünftiges Gespräch mit der Mutter nicht möglich ist. Leider hält mein Partner nicht viel davon weil er denkt dem Jugen mit diesem Gezeter zu schaden.
Ich denke allerdings, die Ausbrüche der Mutter schaden ihm weit mehr.
Die Schule wird der Junge jetzt nicht mehr wechseln darüber sind die Eltern sich einig.
 
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  • #7
Ich denke, die Sache ist recht einfach zu beantworten. Wenn die Mutter nicht einlenkt, bleibt nur der Gang zum Jugendamt. Ich hatte eine ähnliche Situation. Meine Tochter (15) machte klar, sie will mich so oft wie möglich sehen und mit 16 zu mir ziehen. Der Hinweis auf das Jugendamt machte dann doch eine friedliche Lösung möglich.
 
  • #8
Am meisten schadet dem Kind, dass sein Vater weg zieht ud somit als regelmäßige und verbindliche Betreuungsperson nicht mehr zur Verfügung steht. Wenn der Junge jetzt nicht mehr kommen will, dann ist der Vater selber schuld. Er läßt ihn doch alleine. Mit 16 Jahren läßt er sich nicht mehr so beeinflussen, vor allem nicht, wenn das Verhältnis intakt ist. Ich denke, der Junge ist verletzter als der Vater das wahr haben will und verweigert sich. Mir schleierhaft wie man sein Kind im Stich lassen kann
 
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  • #9
Was die FS in #5 schreibt, gibt mir zu denken.

Der Vater war offensichtlich bisher noch sehr präsent für den Jungen, der Junge war weit über die normalen Besuchszeiten hinaus beim Vater.

Und jetzt, in einer Zeit, in der ein Junge seinen Vater dringend braucht (mit 16 sind sie noch nicht einmal durch die Pubertät und brauchen dringend ein männliches Gegenüber) - da ENTZIEHT sich der Vater ihm durch Wegzug! 100 Kilometer kann man wohl am Wochenende problemlos überwinden, aber häufig odder tagelang beim Vater zu sein, das geht dann nicht mehr.

Ich halte das für sehr egoistisch. Der Vater hätte noch zwei Jahre in der Nähe des Sohnes beiben müssen.

w54 (drei jetzt erwachsenen Söhne, nach der Trennung WEGEN der Kinder im gleichen Ort wie der Vater wohnen geblieben)
 
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  • #10
@SusanneHH

da liegst Du falsch. Der Junge möchte seinen Vater regelmäßig sehen und würde das auch gegen den Willen der Mutter durchsetzen.
Nur hinge dann dort der Haussegen schief und das möchte mein Partner versuchen zu vermeiden.
FS
 
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  • #11
Leider haben Mütter insbesondere zu Söhnen hin extreme Manipulationsmöglichkeiten, wenn diese der Mutter "fast" hörig sind und auf deren Liebe hoffen und bauen, bzw. um deren Liebe buhlen müssen! Selbst erlebt. Deshalb ist es nicht zu unterschätzen, welche Macht Exfrauen auf die Kinder ausüben können und leider teilweise auch tun, wenn es nicht nach ihren Wünschen (in diesem Fall wohl, dass der Sohn oft beim Vater ist und gleichzeitig die Mutter aber trotzdem 100 % Kindsunterhalt bei viel Freizeit einstreichen kann) oder?

Liebe FS, hier bleibt es standhaft zu bleiben und Lösungen gemeinsam mit dem Sohn zu finden. Die Ex und Mutter würde ich dabei - aus mehreren Gründen außen vor lassen - 1. sie ist festgefahren in ihren Vorurteilen. 2. der Sohn ist alt genug, Entscheidungen zu treffen und am WE per Bahn zu Euch zu fahren und 3. hat sie keinerlei Mitspracherecht, wie IHR beide euer Leben zukünft plant und lebt. Viel Glück, w/42
 
  • #12
Der Vater handelt mit dem Wegzug egoistisch und darf sich über gar nichts wundern. Aber egal, scheinbar will da eine neue Freundin des Vaters ihre " Machtposition" demonstrieren und kann nicht aushalten, dass bis dato alles gut geregelt war und hat dafür gesorgt alles aus der Bahn zu werfen
 
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  • #13
@ #11

Ja, das hast Du ganz richtig erkannt. Exakt so verhält es sich.
Danke für Deinen Lösungsansatz!

Wir sind nach mehreren Diskussionen zum gleichen Schluß gekommen, die Mutter weitgehend außen vor zu lassen.
FS
 
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  • #14
Das Kind ist 16 und nein, der Vater handelt in keiner Weise ungesund! egoistisch. Er zieht weder in ein anderes Land noch auf einen anderen Kontinent. Es sind 100 km und die sind für einen gesunden 16-jährigen Jungen kein Problem.

(w/43)
 
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  • #15
@13 danke FS für dein Feedback. Wer dies nicht selbst erlebt hat, kann sich teilweise nicht vorstellen, zu welchen moralisch verwerflichen Schandtaten Exxen wirklich fähig sind. Von wegen - zum Wohl des Kindes. Einige Exxen verwechseln einfach, dass der Mann auch noch ein eigenes Leben leben darf und nicht mehr unter der Bestimmung der Ex lebt. Ich wünsche Euch viel Glück, ihr werdet es schaffen, denn auch Sohnemann wird älter und reifer... Gruß 11
 
  • #16
Wenn der Vater weder Hilfe des Jugendamtes noch gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen möchte, ist die Diskussion hier sinnlos. Die Mutter wird ihre Entscheidungen und Verhalten nicht deshalb ändern, weil wir hier die eine oder andere Meinung vertreten. Die Situation im Internet zu beklagen und sich über die "böse" Mutter zu ärgern, aber sonst nichts zu tun, wird nichts ändern.

Es gibt nur die Möglichkeit die Waffen zu strecken oder sie zu ziehen.

Natürlich hat ein 16-Jähriger im Falle einer gerichtlichen Umgangsregel ein Mitspracherecht. Das Gericht würde ihn anhören und dies seiner Entscheidung zugrundelegen. Aber es wird doch vermutlich bereits eine Sorgerechtsentscheidung geben. Wie sieht die aus? Gibt es ein gemeinsames Sorgerecht oder liegt dies alleine bei der Mutter? Gibt es bereits eine Besuchsregelung?

Dein Partner sollte mit seinem Sohn sprechen, ggf telefonisch. Dabei sollte er ihm die Situation klarmachen, ohne gegen die Mutter zu schießen. Nach diesem Gespräch muß die Entscheidung fallen, ob das Umgangsrecht durchgezogen wird oder nicht. Das kommt natürlich auch darauf an, was der Sohn will. Nachdem Dein Partner weggezogen ist (was ich nicht ganz so egoistisch finde und 100 km sind auch nicht die Welt), sollte er nun seinem Sohn zeigen, daß er ihn ernst nimmt und auch bereit ist, für ihn zu kämpfen.
 
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  • #17
@ Volljurist

Vielen Dank für die fundierte Information.
Ich konnte darin die Bestätigung für unser weiteres Vorgehen finden.
Ja, es gibt bereits eine gemeinsame Sorgerechtsentscheidung und eine Besuchsregelung, die auch weiterhin (ohne die interne Sonderregelung) eingehalten wird.
FS