• #1

Ab wann ist man eine Familie?

Ich habe einige Mal darüber nachgedacht und angeregt durch einen anderen thread möchte ich von euch wissen, ab wann sprecht über über eure Partnerschaft - Familie-.

Manche Menschen sagen,- ein unverheiratetes Paar ist keine Familie.

Andere meinen, ein Ehepaar ohne Kinder kann sich nicht als Familie bezeichnen; um eine Familie zu sein braucht man Kinder.

Wann werdet ihr zur Familie?

Einige lernen sich kennen und sprechen nach bereits 2 Wochen über eine Beziehung, andere betrachten die ersten sechs Monate als nur eine Anbahnungsphase (hier oft gelesen).

Wie ist es mit - Familie-.
LG
 
  • #2
Für mich beginnt "Familie" mit dem ersten Kind. Vorher ist es eine Paarbeziehung. Egal ob verheiratet oder nicht.
 
  • #3
Mein Freund gehört zu meiner Familie, aber wir sind keine eigene, dazu fehlen tatsächlich noch Kinder.
 
  • #5
Für mich gehören mindestens 2 Generationen dazu.
 
  • #6
Früher hätte ich @Lebenslust zugestimmt! Auf der anderen Seite ist Familie ja auch alles, was per Verwandtschaft dazu gehört.
Heute sehe ich das anders! Ich habe sehr gute Freunde, die in meiner schlimmsten Zeit an meiner Seite waren, die mich unterstützen, mehr als ich es von meiner Ursprungsfamilie gewohnt bin. In meinem Herzen sind diese Menschen mittlerweile meine Familie.

"Das erste, das der Mensch im Leben vorfindet, das letzte, wonach er die Hand ausstreckt, das kostbarste, was er im Leben besitzt, ist die Familie." Adolf Kolping

Mit diesem Zitat kann ich nicht sehr viel anfangen....ich empfinde es erst, seit dem meine Ehe gescheitert ist und ich diese Menschen so eng in meinem Leben habe.
 
  • #7
Hm, wir haben uns erst selber als Familie bezeichnet als wir unseren Sohn bekommen haben, vorher waren wir nur ein Paar und als meine Familie hab ich meine Eltern, Großeltern etc. bezeichnet ohne Partner „lass uns meine Familie besuchen“ andersrum bei meinem Partner genauso.

W 27
 
  • #8
Hab ich neulich auch mal überlegt. Momentan ist meine Familie schon noch meine Eltern und die wenigen Verwandten, die da dranhängen. Mein Partner ist mein Partner und bald mein Mann. Dann sind wir halt ein Ehepaar. Aber von Familie würde ich wohl erst reden, wenn wir Kinder haben. Da denk ich immer an mehr als zwei Personen. Find es aber auch total okay, wenn andere das anders definieren.
Meine Chefin meinte neulich mal, als ihre Eltern starben, war sie froh, dass sie schon ihre eigene Familie hatte - damit meinte sie auch ganz klar, Mann MIT Kindern, und das konnte ich schon nachvollziehen. Ist sicher nochmal was anderes als nur die eine Partnerperson zu haben, die sich außerdem vielleicht auch mal trennen kann. In der Hinsicht ist Blutverwandtschaft für viele doch was besonderes, selbst wenn es natürlich da auch Trennungen und Kontaktabbrüche gibt. Das sage ich, obwohl ich für meinen Freund wirklich alles tun würde :)
Zu diesem Thema hatte ich neulich mit meinen Eltern nämlich ein Gespräch: die wollen über Weihnachten wegfahren und meine Mutter nahm an, dass ich, da dann verheiratet, doch mit meinem Mann feiere. Ich bin bisher immer zu ihnen gefahren und mein Freund dann entweder mal mit oder zu sich nach Hause (als Muslime feiern sie ja nicht, aber seine Freunde sind Weihnachten eben in der Gegend). Mir war Weihnachten mit meinen Eltern immer wichtig, da nostalgisch behaftet, viel mehr als ihnen. Nun werde ich wohl das erste Mal nur mit meinem Partner feiern. Das ist wie ein neues Kapitel - und das mit Ende 30, ich hinke wohl altersmäßig hinterher...
w, 38
 
  • #9
Für mich ist mein Partner meine Familie. Auch wenn wir keine Kinder haben, bilden wir (in meinem Verständnis) eine Familie.
Es gibt (u.a. ungewollt) kinderlose Paare. Ich finde es schade, wenn man sagt, sie wären keine Familie.
 
  • #10
Es gibt (u.a. ungewollt) kinderlose Paare. Ich finde es schade, wenn man sagt, sie wären keine Familie.
Aber Familie ist ja nicht zwangsläufig etwas Besseres oder die Steigerung von Partnerschaft, sondern halt was anderes. Ok, ich kenne auch kinderlose Paare, wo der Partner dann jeweils in die Familie des anderen herzlich aufgenommen wird, aber für mich ist man im engeren Sinne trotzdem erst Familie, wenn man verwandt ist. Deswegen sind auch die Kinder mehr Familie als der Partner, denn die Kinder werden immer verwandt sein, Partner hingegen können kommen und gehen. Manche Menschen zeichnen Familienstammbäume. Dort werden für gewöhnlich nicht all die Partner eingezeichnet, die ein Mensch hatte, sondern nur die Beziehung, aus der Kinder entstanden sind, die anderen geraten aus größerer Familienperspektive betrachtet in Vergessenheit und irgendwann ist es so, als hätte es sie nicht gegeben.
w26
 
  • #11
Ich würde sagen Familie ist dort, wo man sich wohlfült und wo man zuhause ist und zu meiner Familie gehören Menschen, die ich liebe.
 
  • #13
Aber Familie ist ja nicht zwangsläufig etwas Besseres oder die Steigerung von Partnerschaft, sondern halt was anderes
So meinte ich das auch, genau. Das ist einfach nur meine Begriffsdefinition; mehr nicht. Nicht besser. So wie ein Baum erst was mit einem Stamm ist für mich, aber der Strauch ist da nicht weniger gut oder schlecht :) ich käme einfach nicht darauf, über mich und meinen Freund als Familie zu sprechen, auch wenn keine Kinder kommen, aber das ist nicht weniger oder schlechter.
 
  • #14
aus einem Elternpaar oder einem Elternteil und mindestens einem Kind bestehende [Lebens]gemeinschaft. So ist die Definition.
Ich sehe Familie ab 2 Generationen. Ich mit meinem Partner alleine werde ich mich nicht als Familie bezeichnen. Da es da aber meine Kinder und dessen Kinder gibt sind wir eine Patchworkfamilie.

W 37
 
  • #15
Für mich beginnt Familie da, wo zwei Menschen zusammenkommen und füreinander verbindlich Verantwortung übernehmen. Damit ist es auf jeden Fall mehr, als eine "normale Beziehung", die jederzeit enden könnte, ohne dass es irgendwelchen Aufwandes bedürfte, Sachen, Verantwortlichkeiten, Pflichten auseinander zu dividieren.

Beispiel: Bei der Trennung von meiner Ex-Freundin, mit der ich quasi in einer LAT lebte, haben wir nur jeweils einen großen Beutel Klamotten, der noch beim jeweils anderen lagerte, ausgetauscht. Das war sicher keine Familie

Mit meiner jetzigen Frau zog ich relativ schnell zusammen, wir schufen gemeinsam Eigentum an und hatten eine genaue Vorstellung, was wir miteinander und voneinander wollten. Das war sehr schnell Familie.
 
  • #16
Ich unterscheide zwischen juristischer und soziologischer Definition von Familie:
Soziologisch ist es eine Familie, wenn sie 2 Generationen umfasst: Eltern und Kinder. Die Rechtsfolgen von Familie greifen aber schon ab Eheschließung.

Demzufolge sind wir kinderloses Ehepaar eine Familie.
Über diesen juristischen Familienbegriff haben wir dann auch Verbindungen in die Familie des Ehepartners hinein und da gibt es ja Kinder, die rechtlich zu uns die 2. Generation bilden, wie wir kürzlich bei der Hausübergabe festgestellt haben.

Aber Familie ist ja nicht zwangsläufig etwas Besseres oder die Steigerung von Partnerschaft, sondern halt was anderes.
Genau und jeder hat die Wahlfreiheit, kann das jederzeit ändern (durch Eheschließung oder Scheidung), wenn man andere Bedürfnisse hat.
Wer meint, Familie sei was Besseres als "nur Paar" zu sein und er sei doch "gefühlte Familie", der weiß bei genauem Hinschauen, dass er ein Problem hat, was er durch eine persönliche Definition vor sich verschleiert, damit es nicht noch mehr Probleme gibt.

Manche Menschen zeichnen Familienstammbäume. Dort werden für gewöhnlich nicht all die Partner eingezeichnet, die ein Mensch hatte, sondern nur die Beziehung, aus der Kinder entstanden sind, die anderen geraten aus größerer Familienperspektive betrachtet in Vergessenheit und irgendwann ist es so, als hätte es sie nicht gegeben.
Fast richtig - als kinderloses Eheppaar sind wir im Familienstammbaum ein Ast ohne weitere Verzweigungen. Der Ast wird aber nicht ausradiert, sondern er bleibt für immer.

Ob Du vergessen/als nie gegeben wahrgenommen wirst, bestimmt nicht, ob Du Kinder hast oder nicht, sondern wie Deine Verbindungen in der Familie sind.
 
  • #17
Für mich beginnt Familie da, wo zwei Menschen zusammenkommen und füreinander verbindlich Verantwortung übernehmen. Damit ist es auf jeden Fall mehr, als eine "normale Beziehung", die jederzeit enden könnte, ohne dass es irgendwelchen Aufwandes bedürfte, Sachen, Verantwortlichkeiten, Pflichten auseinander zu dividieren.
Genau so sehe ich das auch.

Eine entfernte Cousine, die ich einmal im Leben sah, gehört für mich nicht zur Familie, auch wenn sie im Familienstammbaum zu sehen ist. Die Frau kenne ich doch gar nicht.

Eine Freundin von mir (verheiratet, keine Kinder, spricht von sich und ihrem Partner Familie) bezeichnet ein anderes mit uns befreundete Paar (nicht verheiratet, Kinder) als keine Familie, da nicht verheiratet.

Soweit ich weiß, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für künstliche Befruchtung nur bei verheirateten Paaren, die nicht verheirateten zahlen selber. Finde ich schräg, schließlich zahlen wir alle die KK Beiträge.
 
  • #18
Also, ich unterscheide erstmal zwischen der „Kernfamilie“ (Vater-Mutter-Kind) nach BGB, und zwischen „Familie im weiteren Sinne“.

Wenn man das BGB zugrunde legt, ist man eine Familie erst, wenn das Kind geboren ist. Dabei spielt es nach etlichen Neuauflagen auch keine Rolle mehr, ob verheiratet oder nicht. In unserem konservativen Wohlfahrsstaat bildet die Ehe (auf dem Papier) die „Keimzelle“ der Familie. Also bin ich streng genommen, mit meinem Mann, obwohl wir keine Kinder haben, auch eine Familie. Immerhin heiße ich wie er und seine Verwandten, und ich bin mit seiner Herkunftsfamilie zumindest rechtlich verschwägert.

Zu Familie im weiteren Sinne zähle ich viel mehr, ich würde sie für mich anders definieren: Familie im weiteren Sinne ist ein bestimmtes Gefühl von Zuhause, welches durch Menschen und deren Interaktionen miteinander in einem bestimmten örtlichen Rahmen ausgelöst wird. Diese betreffenden Menschen können Verwandte und Anverwandte sein, Freunde, Kinder, Kollegen usw.
So würde ich es sehen, denk ich.
 
  • #19
Reden wir von unserer Herkunftsfamilie oder der selbstgewählten ? Die hatte ich, als ich mit meiner Tochter allein lebte.
Sie und ich, die Familie.
Oder auch noch mein Vater und meine Stiefmutter.
Das waren die Leute, mit denen ich Heiligabend verbrachte.
Der Kindsvater war, auch als wir noch zusammen waren, an Heiligabend bei seiner Herkunftsfamilie.
Mein Bruder und ich waren schon immer am ersten Weihnachtsfeiertag bei meiner leiblichen Mutter. Bis heute.
Sie gehört also nicht zu meiner Familie.

Kürzlich habe ich mal von all meinen Cousins und Cousinen gesprochen, da habe ich die von Seiten meiner leiblichen Mutter nicht mitgezählt und auch einen Cousin von Seiten meines Vaters nicht, weil ich zu ihnen keinen Kontakt hatte.
Den letzten würde ich nicht auf der Straße erkennen.
Ach was, nicht mal, wenn du drei Männer im fraglichen Alter vor mir aufbaust, wüßte ich, welcher mein Cousin ist.
Eine entfernte Cousine, die ich einmal im Leben sah, gehört für mich nicht zur Familie, auch wenn sie im Familienstammbaum zu sehen ist. Die Frau kenne ich doch gar nicht.
genau !

Mein Freund verbringt den Heiligen Abend mit seinen Eltern und ich mit meiner Tochter und meiner Stiefmutter.
Ich finde, das ist ein Indikator, zu wem man gehört, wer DIE Familie ist.
Ich würde gerne über die Feiertage nach Italien fahren, da kann ich wohnen, da ist es schön. Das kann ich meiner Stiefmutter aber nicht antun, das geht erst, wenn sie tot ist.
Als ich das meiner Tochter sagte, war sie empört, sie sei ja auch noch da und wolle Weihnachten zu mir kommen.
Ich sagte, sie kann dann ja auch nach Italien kommen.
Ob sie hierher fliegt oder nach Italien, macht fast keinen Unterschied.
Wenn sie einen Partner hat und vielleicht Kinder wird's schwierig.
Mal sehen, wer dann die Familie ist, nach dieser Definition.
Vielleicht fahre ich dann zu ihr, bis ich tot bin.

w 54
 
  • #20
Meine Meinung: Sobald ein Paar mit mindestens einem Kind in einer gemeinsamen Wohnung lebt. Egal ob verheiratet oder nicht. LG w32
 
  • #21
Es mag Definitionen geben aber bei meinen teilweise konfusen Familienverhältmissen...war es mir wohl nicht danach, nach der Definition zu fühlen;-)

Familie ist deshalb der, mit dem es sich so anfühlt.
 
  • #22
Meine Meinung: Sobald ein Paar mit mindestens einem Kind in einer gemeinsamen Wohnung lebt. Egal ob verheiratet oder nicht. LG w32
Ich verstehe nicht warum hier viele denken, dass man erst eine Familie ist wenn Kinder da sind. Ich finde man ist eine Familie sobald man geheiratet hat. Was ist dann mit denjenigen die keine Kinder bekommen können aber trotzdem geheiratet haben?
 
  • #23
Ich verstehe nicht warum hier viele denken, dass man erst eine Familie ist wenn Kinder da sind. Ich finde man ist eine Familie sobald man geheiratet hat. Was ist dann mit denjenigen die keine Kinder bekommen können aber trotzdem geheiratet haben?
Ich würde sagen, das ist ein Paar. Aber wie oben jemand geschrieben hat, ist das ja kein qualitativer Unterschied sondern ein rein beschreibender.
 
  • #24
Mal abgesehen von der rechtlichen Lage, die wir nun mal brauchen ist für mich Familie ein Gefühl.

Viele Jahre war ich nur eine ganz kleine Familie, meine Söhne, meine Tante, mein Onkel. Jetzt habe ich einen Mann, noch zwei Kinder, Schwiegereltern, eine Schwägerin mit 2 Kindern. Dafür keine Tante und Onkel mehr. Meine Geschwister nebst Anhang zähle ich nicht zu meiner Familie.
Ich finde man ist eine Familie sobald man geheiratet hat. Was ist dann mit denjenigen die keine Kinder bekommen können aber trotzdem geheiratet haben?
Da kannst Du nichts dran ändern. Es gibt auch Leute, die halten Singles für unvollständige Wesen, denen etwas fehlen muss.
 
  • #25
Ich würde sagen, das ist ein Paar. Aber wie oben jemand geschrieben hat, ist das ja kein qualitativer Unterschied sondern ein rein beschreibender.
Ja, genau. Die offizielle Definition nach Duden ist einfach so, dass sie nicht ein Paar allein erfasst, und die ist auch nicht wertend, sondern einfach beschreibend, der Duden will ja niemanden schlechtmachen.
Da kannst Du nichts dran ändern. Es gibt auch Leute, die halten Singles für unvollständige Wesen, denen etwas fehlen muss
Daher hat auch das überhaupt nichts damit zu tun. Das ist ja, was jemand wertet. Trotzdem würden die meisten jemanden als Single bezeichnen und nicht als Paar, wenn er keinen Partner hat :D
Wobei mein Freund schon auch sagt, "du bist meine Familie" und ich dann nicht sage "stimmt aber nicht, im Duden steht...".
Familie kann außerdem auch negativ behaftet sein, wenn man seine nicht mag.
 
  • #27
Für mich persönlich ist man eine Familie, wenn man mit dem Partner Kinder hat. Ansonsten ist man noch Familie mit allen Blutsverwandten. Ich kann mich aber mit Leuten sehr zugehörig fühlen, so wie wenn sie zu meiner Familie gehörten. Das sind dann einfach sehr gute Freunde die man sehr schätzt. Aber Familie ist es nicht, eher ein erweiterter Kreis für Vertraute, Engstehende Personen. Der Partner ist für mich auch eine erweiterte Person der Vertrauten.

Du kannst 100 Leute fragen und kriegst 80,90 verschiedene Antworten. Jeder hat andere Ansichten und eine anderen Definition von Familie.
 
  • #28
Mich persönlich interessieren diesbezüglich solche gesellschaftliche Definitionen nicht, eine Familie haben, ist ein individuelles Gefühl, ich kann mit meiner Partnerin ohne verheiratet, ohne Kinder, das Gefühl haben, wir sind eine Familie, warum nicht?
Auch sehe ich z.B. meine Partnerin ohne verheiratet zu sein, als meime Frau! Es geht doch darum, wie ICH das sehe und empfinde und nicht andere!
Du kannst 100 Leute fragen und kriegst 80,90 verschiedene Antworten. Jeder hat andere Ansichten und eine anderen Definition von Familie.
Die eigene Antwort zählt und ist maßgebend!
 
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