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  • #61
Wenn es für beide passt, ist doch eigentlich egal was der Nachbar sagt. Und wenn zwei gerne von Anfang an so oft wie möglich zusammen sind, so ist das völlig in Ordnung. Wenn zwei sich von Anfang an nicht so häufig sehen und nur manchmal oder am Wochenende, so ist das genauso in Ordnung wenn beide damit einverstanden sind. Es muss halt passen, das ist im Grunde die Essenz von allen Fragen hier. Mein Mann und ich waren von Anfang an so gut wie immer zusammen und haben sogar nach 11 Monaten geheiratet, er hat mich nach zweieinhalb Monaten gefragt ob ich ihn haben will und nach drei Monaten haben wir schon zusammen gewohnt. Ich fand das in Ordnung, er auch, also passt es.
 
  • #62
Daher meine Fragestellung nach erfolgreicher Gestaltung speziell des Übernachtens bei einer LAT-Beziehung, wie sie sich eben in Städten öfters, zumindest mittelfristig, ergibt.
Meine Bekannten, die LAT-Beziehungen am Ort hatten war es so, dass sie sich tatsächlich nur max. 2-3 Nächte trafen. Sie haben LAT, weil sie mit niemandem zusammenwohnen wollen, d.h. auch getrennte Nächte wollen.
Oft scheiterten die Beziehungen genau an der darin enthaltenen Distanz. Die Männer wollten Distanz für sich und wenn ihnen diese von der Seite der Frauen in gleichem Maß begegnete, dann war das von ihnen nicht erwünscht - die "Zuneigung" der Frau war ihnen zu wenig.

Es ist ja wohl auch sinnvoll, an der eigenen Autonomie zu arbeiten. Das ist mir als meine Baustelle schon bewusst.
Ganz genau: was Du willst, ist unrund (Distanz, aber nächtliche Nähe). Also ist es schwer dafür eine Frau zu finden, die exakt das gleiche will.

Das Dumme ist, dass ich mich dann emotional logischerweise auch weniger auf meine Partnerin einlasse.
S.o. daran scheitern viele. War bei mir ganz genauso. Irgendwann war da nichts mehr, warum ich mich nochmal mit ihm hätte treffen sollen.

Stattdessen sind die Freiräume die zunächst für den Partner reserviert bzw. einfach leer waren inzwischen anderweitig belegt. Dies nicht mit Lückenfüllern sondern mit zwischenzeitlich entwickelten attraktiven Aktivitäten die man eben nicht beliebig beiseite schiebt wenn der andere ruft.
Oder man hat bereits einen vollen attraktiven Stundenplan, müsste Lücken schaffen, für die aber der Kontakt nicht attraktiv genug ist, weil man sich wegen seiner anderweitig belegten Tagesfreizeit garnicht kennenlernen kann.
Das Bedürfnis nach gemeinsamer (Nacht-)zeit kann dann nicht entstehen oder verliert sich nach erster Attraktion des Neuen wieder mangels sonstiger Gemeinsamkeiten.
 
  • #63
Oder man hat bereits einen vollen attraktiven Stundenplan, müsste Lücken schaffen, für die aber der Kontakt nicht attraktiv genug ist, weil man sich wegen seiner anderweitig belegten Tagesfreizeit garnicht kennenlernen kann.
Das Bedürfnis nach gemeinsamer (Nacht-)zeit kann dann nicht entstehen oder verliert sich nach erster Attraktion des Neuen wieder mangels sonstiger Gemeinsamkeiten.
Dem stimme ich uneingeschränkt zu.

Für eine Beziehung sollte man sich Zeit nehmen die man dann gemeinsam gestaltet sonst wird das nichts.

Zeit ist eine wertvolle Ressource. Sie nicht oder nur z.B. nur für Sex teilen zu wollen ist nicht gerade ein Liebesbeweis.
 
  • #64
Jeden Tag sehen? Sorry, nein, das ist nur ein Privileg für einen Ehemann/Familie. Ein neuer Freund dürfte das nicht, egal, wie verknallt ich bin.
Ich habe auch noch ein eigenes Leben, möchte mich auch nicht jeden Tag rasieren und frisch machen und gut riechen müssen.
Da ist für eine Frau alles immensen Energieaufwand, der mich unheimlich träge macht.

Man braucht auch nicht jeden Tag jemanden, der an einem herumknetet und drückt.

Die ersten Monate sind ohnehin von Unsicherheiten geprägt, ob diese Beziehung klappt und eine Zukunft hat. Da hat man in meinen Augen was besseres zu tun, als sich jeden Tag zu sehen. Da geht es erstmal um die Intensivierung der Kommunikation und ob man kompatibel ist. Alles Körperliche und Schöne hat später noch Zeit.

Ich glaube auch, das ist der Punkt, warum viele Beziehungen so schnell ausgelutscht sind, weil man alles in den ersten paar Monaten abarbeitet an Nähe und Körperlichkeit. Ich finde es dabei sinnvoller, wenn man sich das für die Beziehungsjahre später aufhebt, nicht für die Verliebtheitsphase.
Ich versuche sogar in den ersten Monaten gar nicht so eng mit dem Partner zu sein, um zu sehen, ob er auch mal lange Durststrecken ohne mich aushalten kann, denn die wird es später in der Beziehung auch geben. Hier zeigt sich, wie ausdauernd Menschen sind.

Ich habe mit meinen Partnern nie gemeinsam Abendessen und Frühstück gehabt. Kann mich nicht daran erinnern. Ist doch kindisch sowas. Übernachtungen waren auch eher seltener (5 x im Jahr) , denn jeder hat seinen Alltag und Job und da ist man froh, wenn man am Wochenende einfach nur in seinem Bett liegt.

Ich könnte das energetisch auch gar nicht leisten, außer der Mann heiratet mich, man hat zusammen eine Familie und teilt sich den Alltag, aber einfach nur so, wenn man ein Paar ist - nie und niemals!

Ich würde mein Nähebedürfnis schon als sehr, sehr groß bezeichnen, aber dazu gehört auch wieder Distanz und sich selbst sein dürfen. Auch essen können, was man will und nicht parat stehen müssen für den Partner.
Da müsste ich mich als Frau ja ständig zurücknehmen.

Bist du mit dem richtigen Partner zusammen? Habt ihr über eure Zukunft gesprochen, wohin die Reise geht? Vielleicht hast du dir eine wilde Partymaus geangelt, die lieber unverbindlich bleiben will?
Darüber würde ich generell sprechen, was die Frau so für Vorstellungen hat.

Du bist nicht krank oder so, aber was du leben willst, spricht für mich für ein eheähnliches Beziehungsmodell, wo man den gesamten Alltag miteinander verbringen will. Suche dir eine Frau, die du heiraten kannst. Denn ich finde, wenn man nicht verheiratet ist, hat man gewisse Privilegen im Leben eines anderen eben nicht. Z. B. ihn jeden Tag sehen dürfen.
 
  • #65
Probiere diesen Effekt nicht nur durch Kuscheln zu erzeugen sondern auch anders zum Beispiel durch Sport, eine gute Mahlzeit, die du mit deiner Freundin vorbereitest, ein Bad, Schwimmen
Ja, das ist ein wichtiger Ansatz. Sich das Schöne der Nähe im Alltag immer wieder bewusst machen, das zeigen und aussprechen.
Ich muss spontan an das Lovebombing denken, welches Du erlebt hast.
Wäre es für mich, wenn Du da sehr schnell in Dein Programm starten möchtest
Als Lovebombing bezeichne ich das vorzeitige Überhäufen mit Liebesbezeigungen, für die es etwas nüchterner betrachtet keine echte Basis gibt. Das kann, muss aber nicht, das Suchen von Nähe beinhalten. Irritierend dabei ist eher, dass die Passung eventuell gar nicht besonders gut ist und man durch dieses emotionale Feuerwerk unter Druck gesetzt wird.
 
  • #66
Ich habe mit meinen Partnern nie gemeinsam Abendessen und Frühstück gehabt
Übernachtungen waren auch eher seltener (5 x im Jahr)
Ich würde mein Nähebedürfnis schon als sehr, sehr groß bezeichnen,
Ich glaube, mit dieser Definition stehst du alleine da…
Denn ich finde, wenn man nicht verheiratet ist, hat man gewisse Privilegen im Leben eines anderen eben nicht. Z. B. ihn jeden Tag sehen dürfen
Auch diese Vergabe von gemeinsamer Zeit als „Privileg“… es geht doch darum, was du möchtest. Ist dir der Trauschein derart wichtig?
 
  • #67
, da gehen die Meinungen also schon recht auseinander. Einiges schon grenzwertig (Sex schlecht für die Gehirnzellen,
Du meinst wohl mich. Ich habe nicht alles gelesen, nur überflogen, habe aber den Eindruck, du liest nur das, was dir in den Kram passt und so lange es dir in den Kram passt.
Ich habe nicht geschrieben, dass Sex schlecht für Gehirn ist, sondern ZU VIEL Sex. Wie auch alles andere, was zu viel ist - Job, Sport, Drugs and Rock-n-Roll😉. Alles, was zu viel ist, muss der Körper kompensieren. Das betrifft auch Männer. Wenn Sex überlebenswichtig wäre, dann hätten Männer dauernd einen Ständer. Sie sind aber in der Lage, auch anderen Beschäftigungen nachzugehen, ohne durchzudrehen.
Was Frauen betrifft, so scheinst du hier grosse Lücken in Sachen Sex zu haben. Frauen haben keinen physiologischen, sondern einen emotionalen Bezug zu Sex. Das bedeutet, sie müssen zuerst in Stimmung versetzt werden und Vorspiel ist keine Stimmung, sondern wieder eine physiologische Angelegenheit, und zweitens einen emotionalen Bezug zu ihrem Sexpartner - kurz ausgedrückt, sie muss ihn sehr mögen und ihm vertrauen. Die anfängliche Begeisterung ist nichts anderes , als Hormonkoktail, geht er weg, verhält sich die Frau, wie sie "tatsächlich ist".
Das bedeutet, für die meisten Frauen ist es nix mit schnellem Sex in der Beziehungsanbahnung und nix mit täglichem Quickie. Dafür sind weder der Hormonhaushalt noch die Lebensbedingungen mit täglicher Herausforderungen für eine Frau geeignet. Und seien wir ehrlich, viele Männer sind auch nicht unbedingt begnadete Verführer.
 
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  • #68
Es geht hier weniger um den Quickie.
Man könnte sich täglich zB bewusst eine halbe Stunde für Sex freihalten. Zeit, die man sonst leicht mit irgendwas vertandelt.
Ein Haupteffekt davon ist, dass Sex selbstverständlicher wird und nicht jedes Mal- mit den diversen Fallstricken und Missverständnissen- verhandelt oder abgewartet, angefühlt, initiiert, hinterfragt etc wird. Eben ähnlich wie die Yogaübung… da frage ich mich auch im besten Fall nicht, ob ich jetzt ganz speziell Lust darauf habe, sondern mache sie einfach, weil sie gut tut.
 
  • #69
Eben ähnlich wie die Yogaübung… da frage ich mich auch im besten Fall nicht, ob ich jetzt ganz speziell Lust darauf habe, sondern mache sie einfach, weil sie gut tut.
Ich mag gerne Sex, aber täglich würde mir gesundheitliche Probleme bereiten. Dafür bin ich nicht "robust" genug. Zu häufiger Sex beschert mir schmerzhafte, Antibiotikapflichtige Harnwegsinfektionen (Lustkiller!). Zu viel alkalisches Sperma hebt den pH, daraus können sich bakterielle Vaginosen entwickeln, die man dann wieder mit Milchsäure bekämpfen muss. Und manchmal hat man einfach mal zu viel gegessen, einen Blähbauch oder ist müde, dann ist Sex auch unangenehm.
Klingt jetzt alles furchtbar. Wenn es nicht täglich ist, habe ich solche Probleme nicht.

Also ein Mann, der das jede Nacht von mir erwartet... da könnte ich nicht lange durchhalten. Das wäre mehr Frust als Lust für mich.

W36
 
  • #70
Es ist doch blödsinnig Sex mit einer Yoga Übung zu vergleichen. Natürlich muss man sich zur täglichen Sporteinheit aufraffen, aber doch nicht zum täglichen Sex!
Das sollte tatsächlich aus LUST entstehen, beiderseits.
Ich muss gestehen, mit Anfang 20 war ich ganz wild auf Sex, frisch verliebt war es ein besonderer Kick, aber mittlerweile sind 15 Jahre vergangen und das Leben wurde nicht leichter.
Mit Kind, Haushalt, Umschulung, Einkaufen ect bin ich zb froh wenn ich abends, vor dem zu Bett gehen, mal ne halbe Stunde für mich habe, ohne das jemand seine Griffel an mir hat.
Um Sex zu haben muss Frau nunmal den Kopf ausschalten können und nicht daran denken was morgen in der Stullenbox landet und wann der nächste Termin hier und da ist und was man noch für die Schule zu lernen hat usw.
Der Alltag frisst einen, ich kenne kein Paar in meinem Umfeld, das täglich Sex hat, kuscheln vlt ja, aber abends fallen beide auch erschöpft ins Bett.
Du brauchst vlt eine arbeitslose, kinderlose Frau, die jeden Abend dankbar auf Dich wartet und schon nackig im Bett liegt.
Die wäre dankbar jemanden gefunden zu haben der jeden Tag vorbei kommt, aber unter berufstätigen und auch Müttern, die 24/7 'Schicht' haben, wirst du das kaum finden...
 
  • #71
Eben ähnlich wie die Yogaübung… da frage ich mich auch im besten Fall nicht, ob ich jetzt ganz speziell Lust darauf habe, sondern mache sie einfach, weil sie gut tut.
Wird nicht so einfach eine Frau zu finden, die ebenfalls Sex mit einer Yogaübung oder Sporteinheit gleichsetzt und sich da zu Beginn einer Beziehung jeden Abend einen festen Sextermin in den Kalender setzt...

Die meisten Frauen wird diese Einstellung sehr abschrecken. Selbst diejenigen die wirklich sehr gerne und häufig Lust auf Sex mit ihrem Partner haben, werden bei zwanghaften Terminen an denen jemand in ihren Körper eindringen soll schnell den Rückzug antreten.

w33
 
E

Eliye

Gast
  • #72
Man könnte sich täglich zB bewusst eine halbe Stunde für Sex freihalten.
Sicher, könnte man. Aber dann ist Sex so ähnlich wie tägliches Duschen und Zähne putzen. Habe ich auch keine "Lust" zu, gehört aber zur täglichens Körperhygiene. ("Für manche Männer ist Sex wie "Pinkeln" - stammt nicht von mir, der Spruch stammt aus einer Uralt-Fernsehserie. Irgendwie muss ich da bei diesem Thread dran denken.)
Für Sex muss ich in Stimmung sein, den Kopf frei haben und ich muss mich auch irgendwie darauf freuen. Sonst macht es keinen Spass. Da lese ich lieber eine halbe Stunde vor dem Schlafen oder sehe mir die xte Wiederholung im TV an.
 
  • #73
Ein Haupteffekt davon ist, dass Sex selbstverständlicher wird und nicht jedes Mal- mit den diversen Fallstricken und Missverständnissen- verhandelt oder abgewartet, angefühlt, initiiert, hinterfragt etc wird.
Ich hoffe ja, dass ich das irgendwie falsch lese.
Verstehe ich richtig....jede Nacht in einem Bett und es kommt automatisch zum Akt und das täglich ohne Diskussionen?

Liest sich für mich wie Horror in Tüten.
Unabhängig dass für mich weder ein Partner noch der Sex mit ihm unter selbstverständlich laufen darf.
Bett=Sex als Automatismus, ist für mich auch noch langweilig und unerotisch
Also mit mir hättest du damit erst recht Diskussionen am Hals.
 
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  • #74
Man könnte sich täglich zB bewusst eine halbe Stunde für Sex freihalten. Zeit, die man sonst leicht mit irgendwas vertandelt.
Dann müsste man den Mann aber auch kennen, um Lust auf ihn zu haben.

Ein Haupteffekt davon ist, dass Sex selbstverständlicher wird .... Eben ähnlich wie die Yogaübung… da frage ich mich auch im besten Fall nicht, ob ich jetzt ganz speziell Lust darauf habe, sondern mache sie einfach, weil sie gut tut.
Ich mache beim Sport keine Übungen auf die ich keine Lust habe - warum sollte ich?
Ich glaube kaum, dass Du eine Frau finden wirst, die Sex als tägliche Routine runterturnt, nur damit Du Dich nicht mit Deinen Selbstzweifeln befassen musst.

Jetzt muss ich auch grad mal richtig lachen. Wer will denn Sex, weil das eine in der Tagesroutine untergebrachte Selbstverständlichkeit ist und zwar mit einem Menschen, mit dem es kaum Interaktion gibt?

Sex hat für die meisten Menschen eine andere Bedeutung, was mit Lust und Begehren zu tun, welches nur entstehen kann, wenn man nicht dauernd mit sich selber und seinen Interessen beschäftigt ist, sondern auch viel miteinander in einer Weise, die solche Gefühle entstehen lässt.
Das funktioniert am Besten durch eine gute Auswahl des Partners.

Wird nicht so einfach eine Frau zu finden, die ebenfalls Sex mit einer Yogaübung oder Sporteinheit gleichsetzt
Och, sag das nicht - zumindest auf Zeit, bis die Frau eine neue Idee hat, was sie nun für neuen Interessen folgt.
 
  • #75
Man könnte sich täglich zB bewusst eine halbe Stunde für Sex freihalten. Zeit, die man sonst leicht mit irgendwas vertandelt.
Ein Haupteffekt davon ist, dass Sex selbstverständlicher wird und nicht jedes Mal- mit den diversen Fallstricken und Missverständnissen- verhandelt oder abgewartet, angefühlt, initiiert, hinterfragt etc wird.
Das ist eine super Idee, ich finde auch, dass um Sex immer zuviel Wind gemacht wird. Man braucht ihn wie die Luft zum Atmen.
 
  • #76
Habe ich auch keine "Lust" zu, gehört aber zur täglichens Körperhygiene
Das ist vielleicht ein gutes Stichwort- Sex als „Beziehungshygiene“.

Automatismus ist anders. Wenn du dir vornimmst, jeden Tag mit dem Partner zB am Abend eine halbe Stunde bewusst über den Tag zu sprechen, ist das auch ein Ritual der „Beziehungshygiene“, aber kein Automatismus.
die meisten Menschen eine andere Bedeutung, was mit Lust und Begehren zu tun, welches nur entstehen kann
Um beim Gesprächsbeispiel zu bleiben: man sollte sich auch nicht nur dann bewusst, strukturiert unterhalten, wenn man gerade speziell Lust darauf hat. Oft kann es sinnvoll sein, sich Zeiten zu vereinbaren.
Jetzt muss ich auch grad mal richtig lachen. Wer will denn Sex, weil das eine in der Tagesroutine untergebrachte Selbstverständlichkeit ist und zwar mit einem Menschen, mit dem es kaum Interaktion gibt?
Wer hat gesagt, dass es kaum Interaktion gibt? Ein seltsames Bild, dass da gezeichnet wird. Sex als Selbstverständlichkeit finde ich dagegen eher positiv. Was ist die Alternative? Jedesmal etwas ganz Besonderes? Ist das wirklich wünschenswert? Ist das nicht zwangsläufig der Weg zu erhöhten Erwartungen?
ich kenne kein Paar in meinem Umfeld, das täglich Sex hat, kuscheln vlt ja, aber abends fallen beide auch erschöpft ins Bett.
Kuscheln ist kein Sex. Das würde ich auch nicht so ineinander übergehen lassen bzw als Alternative kultivieren, sonst droht eine Art Panda-Syndrom. Dagegen kann Sex natürlich auch sehr gemütlich sein, keine wilde Jagd nach multiplen Orgasmen, eher in Richtung Tantra.
 
  • #77
„Fallstricke, Missverständnisse, verhandelt, abgewartet, initiiert und hinterfragt“ das sind Deine Worte, die Dir beim Thema Sex einfallen?
Also ich hatte/habe Sex dann, wenn ich Lust habe und genau so habe ich das schon immer kommuniziert. Ebenso meine Partner:innen. Da hatte ich Glück.
Niemals habe ich den Akt mit irgendwelchen Erwartungen, Zielen und Hoffnungen verbunden, ist doch auch Blödsinn, schieße ich mir selbst ins Auge.
Ich sag ja immer, Augen auf bei der Partnerwahl, vielleicht schaust Du nochmal genauer hin, wofür Sex eigentlich für Dich steht😉
Habe gerade Deine Antwort noch gelesen, DU hast geschrieben, dass Du viel Freiraum brauchst und tagsüber Dein Ding machen möchtest, also finden eben nicht viel Interaktionen statt, aber abends sollte man dann ganz selbstverständlich ganz viel Lust aufeinander entwickeln?
Sorry, träum‘ weiter, habe gerade ein ganz klares Bild von Dir, ich bin raus hier😉
 
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E

Eliye

Gast
  • #78
Das ist vielleicht ein gutes Stichwort- Sex als „Beziehungshygiene“.
Glaubst du wirklich, dass Sex zu festgelegten Zeiten (z.B. jeden Tag nach den Tagesthemen eine halbe Stunde vor dem Einschlafen) eine Beziehung "bereinigt"? Mit einem Mann, der für nichts anderes als für Sex und zum Schlafen vorebeikommt?
Habe gerade Deine Antwort noch gelesen, DU hast geschrieben, dass Du viel Freiraum brauchst und tagsüber Dein Ding machen möchtest, also finden eben nicht viel Interaktionen statt, aber abends sollte man dann ganz selbstverständlich ganz viel Lust aufeinander entwickeln?
So hatte ich den FS auch verstanden. Tagsüber macht jeder sein Ding und abends soll die Frau völlig stimmungsunabhängig zum Sex auf Knopfdruck bereit sein. Vor oder nach dem abendlichen Zähneputzen?
 
  • #79
Weil ich gerade aus einer etwas problematischen Anbahnung mit leichten Blessuren ausgestiegen bin, hier mal eine Frage nach eurer Einschätzung:

Gehen wir mal von - zumindest in den ersten Monaten - getrennten Wohnungen aus. Ich sehe meine Partnerin am liebsten jeden Tag, was dann unter der Woche meistens (nur) das gemeinsame Übernachten mit Abendessen und Frühstück bedeutet, wenn man tagsüber unterwegs ist. Wenn das mal nicht geht, „leide“ ich natürlich nicht, aber als Standard, als Ziel würde mir weniger (zB das typische 2x pro Woche + ein Teil WE) nicht ausreichen.

Ist das eurer Einschätzung nach eine „bedenkliche“ Haltung, zu der ich zB mal ein Coaching ins Auge fassen sollte? Ist euch so ein (übergroßes?) Nähebedürfnis schon mal begegnet, wie seid ihr - als Betroffene oder Partner - damit umgegangen?
Das klingt wirklich sehr verwirrt. Ich frage mich wie man so eine merkwürdige Frage überhaupt stellen kann.
Es ist vollkomen normal einen Partner den man liebt jeden Tag sehen zu wollen.

Manchmal kommt es mir vor als wenn jemand stundenlang in einem Office sitzt um Fragen für dieses Forum zusammenzubasteln die eigentlich kein Mensch jemals stellen würde.

Das wird jetzt bestimmt zensiert aber sorry genauso kommt diese Frage rüber.
 
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  • #80
man sollte sich auch nicht nur dann bewusst, strukturiert unterhalten, wenn man gerade speziell Lust darauf hat. Oft kann es sinnvoll sein, sich Zeiten zu vereinbaren..... Wenn du dir vornimmst, jeden Tag mit dem Partner zB am Abend eine halbe Stunde bewusst über den Tag zu sprechen
Keine Ahnung - so ein Gekrampfe gibt es bei uns nicht. Das funktioniert bei uns alles irgendwie automatisch. Strukturierte (Beziehungs-)Unterhaltungen (was ist das?) gibt es vermutlich nur, wenn ein Problem anliegt - kommt ja wegen guter Passung bei uns nicht vor.

Was willst Du denn bei LAT und viel getrennter Tagesfreizeit noch alles noch so im Tag unterbringen?
Wahrscheinlich ist das das Verständnisproblem, was sich hier gegenüber Deinen Thesen zeigt.

Wer hat gesagt, dass es kaum Interaktion gibt?
Du. Du willst LAT leben, d.h. man hat getrennte Haushallte zu bewirtschaften. Beide arbeiten und Du willst viel Zeit für Dich. Der Tag hat aber nur 24 Stunden. Wo ist da noch viel Zeit für sonstige Interaktion, welche die Beziehung ausmachen sollen, denn Du musst dafür ein gemeinsames Zeitfenster finden?
Das geht, wenn Du wie mein LAT-Mann meinst, ich hocke zuhause und warte auf Dich. Aber mal ehrlich, welche LAT-Frau tut das und noch nichtmal die Nicht-LAT-Frau tut das. Und genau darum gehst Du überwiegend allein ins Bett.

Sex als Selbstverständlichkeit finde ich dagegen eher positiv. Was ist die Alternative? Jedesmal etwas ganz Besonderes?
Nee, ist es bei uns auch nicht. Es passiert einfach (Lust), ohne dass so ein lustkillendes Stundenplan-Gewese drum gemacht wird, wie Du es versuchst - gut aufeinander eingespieltes Paar.

Ich glaube, Du weißt garnicht ws Lust und begehren sind.

Wahrscheinlich liegt der ganze Automatismus des glatt Laufens bei uns im Zusammenleben. Man muss nicht so eine Krampfnummer mit Verabredungen zu allem Geschehen machen, weil man sich ohnehin spätestens irgendwann nachts im Bett triffft.
 
  • #81
Ich kenne kein Paar das nach 20 oder 30 Jahren täglich Sex hat.
Träum weiter,
Das hält man vielleicht am Anfang ein paar Monate durch, wenn es hochkommt ein Jahr.
Das war es auch schon.

Was machst du oder die Frau wenn einer von euch krank wird oder die Frau schwanger und keine Lust mehr hat?
Was machst du nach der Entbindung wenn erstmal 6 Wochen kein Sex erlaubt ist, wenn die Frau jeden Monat eine schmerzhafte Menstruation hat und generell während ihrer Blutungen keinen Sex möchte?

Es mag ja vielleicht eine gewisse Weile ganz nett sein sich zu einer bestimmten Uhrzeit zum Sex zu verabreden, aber wer hat da schon jeden Tag Lust drauf?

Man hat vielleicht beruflich oder mit den Kindern viel um die Ohren und denkt dann: „Ach herrje, um 20:00 ist wieder Sextime, ich muss ja noch duschen und einkaufen und bla bla.“

Spätestens wenn du mal Kinder hast kannst du über deine Idee nur noch lachen. Dann bist du froh, wenn du abends nach der Arbeit dein Bett zum Schlafen hast.

Ich weiß ja nicht wie du dir Sex während der Menstruation vorstellst. Ich habe es zwar auch während meinen Tagen gerne gehabt ( doppeltes Handtuch nicht vergessen 😉), aber ich hatte einige Freundinnen, die fanden Sex während ihren Blutungen eklig und wollten mindestens 8 Tage im Monat nichts davon wissen.

Dann braucht man als Paar eine sichere Verhütung wenn man auf keinen Fall Kinder möchte.

Über all das machen sich die wenigsten Männer Gedanken.
Hauptsache Sex, die Frau wird schon verhüten, und sie soll auch trotz Unterleibsschmerzen und schweren Blutungen im Bett funktionieren.

Ich hab mal in einem Buch über die Kriegsgeneration wahre Geschichten aus dem Leben von Frauen gelesen.
Eine Frau schilderte wie sie kurz nach der Geburt ihres fünften Kindes im Kkndbett (als sie noch schwere Blutungen hatte und Geburtsverletzungen) ihr Mann sie wie selbstverständlich begattete, denn er brauchte es halt täglich, und es war ja sein gutes Recht.

Die Frau bekam eine schwere Infektion und wäre fast daran krepiert.
Aber Hauptsache der Mann hatte seinen täglichen Sex....😉.
 
  • #82
Du viel Freiraum brauchst und tagsüber Dein Ding machen möchtest, also finden eben nicht viel Interaktionen statt, aber abends sollte man dann ganz selbstverständlich ganz viel Lust aufeinander entwickeln?
Von Lust haben schreibt er ja nichts - darum Sex nach Stundenplan :), ganz ohne Lust, wie auch seine lustlosen Yogaübungen, nur weil er meint es wäre gut für den Rücken.

Ich verstehe nun die Wahl seines Nicknames, selten so passend.
 
  • #83
Ich verstehe nun die Wahl seines Nicknames, selten so passend.

Hinterfrage lieber die 1111. Die sagt alles.
Zitat aus chip.de
"Der Ausruf !!11elf heißt daher eigentlich nichts Anderes, als dass sich jemand über derart aufgeregte Kommentatoren lustig macht oder die Zeichenkombination verwendet, um sich ebenfalls als derart aufgebrachter Nutzer zu präsentieren – natürlich nur ironisch versteht sich."

3 Threads zu Sexualität, die ins Absurde persifliert werden.
!1!!11!!1111

M, 56
 
  • #84
@Vikky, ja, der Nickname ist perfekt gewählt.
Das mit der Lust und dem Begehren eben auch, deshalb schrieb ich ja, dass ich ein GANZ klares Bild von @Verwirrt1111 habe😉
Und @Süsse65 zum Glück haben sich ja die Zeiten geändert. Aber es war eben viele, viele Jahre eine furchtbare Zeit für Frauen in der Gesellschaft und Traumata überleben halt leider auch Generationen😢
Umso wichtiger ist es, auf die eigenen Bedürfnisse zu schauen, wir können es heute🍀
 
  • #85
Einerseits kontaktierst du anscheinend nur Frauen, denen Sex auch sehr wichtig ist, beschwerst dich aber andererseits dann darüber, dass die eben auch sehr viel unverbindlichen Sex haben oder hatten.
Das ist genau das, was mich etwas verwirrt hat ^^ Hatte ich bei dem anderen Thema auch geschrieben. Ich denke, dass die Mehrzahl der Frauen, die so großen Wert auf täglichen Sex legen, sicher auch in der Single-Phase häufiger lose Beziehungen eingegangen sind.
Jeden Abend um die gleiche Zeit Sex nach Stundenplan, also so emotionslos, klingt für mich furchtbar, absolut grauenhaft. Und richtig zum Gähnen...
Wenn beide voll arbeiten, bleiben unter der Woche tatsächlich vor allem die Abende/Nächte und nicht beliebig viel Energie für echte Aktivitäten.
Mir persönlich gefällt es zwar, dann wenigstens beieinander zu nächtigen, bin mir aber nicht sicher, ob ich da nicht zu viel Autonomie aufgebe und eine Schieflage in die Beziehung bringe.
Ich find es auch immer schöner, jede Nacht miteinander zu verbringen als sich nur am Wochenende zu sehen, wobei ich beides schon hatte. Lieber nachts als gar nichts. Ich möchte aber gleichzeitig wirkliche Paarzeit verbringen, am Wochenende mit gemeinsamen Plänen, denn diese Nächte zähle ich nicht als Paarzeit. Da redet man ja wenn nur kurz und schläft eben. Für eine Beziehung brauche ich gemeinsame Erlebnisse, gute Gespräche usw. Müsste ich mich entscheiden, würde ich eher Wochenendbeziehung mit komplettem Wochenende gemeinsame nehmen als immer nachts, aber wenig gemeinsame echte Aktivitäten.
 
B

Blume94

Gast
  • #86
Jeden Abend um die gleiche Zeit Sex nach Stundenplan, also so emotionslos, klingt für mich furchtbar, absolut grauenhaft. Und richtig zum Gähnen...
Sehe ich auch so, das ist quasi dann ein Pflichtprogramm. Ich möchte nur dann Sex haben wenn mir danach ist und nicht weil es auf dem Tagesplan steht „um 19:30 Uhr 20 Minuten Sex“ find ich schräg. Ich möchte schon Lust auf meinen Partner haben und mir Mühe geben und wenn ich selbst dann Sex haben müsste wenn mir nicht danach ist dann wird das eher lustlos vonstatten gehen und wenig Lust auf mehr machen.. Mein Mann und ich schlafen ca. zwei mal die Woche miteinander, manchmal auch drei mal, selten mal nur einmal (je nach Lust) und ich finde das ziemlich perfekt so, nicht zu viel und nicht zu wenig, wie sind auch schon über 11 Jahre zusammen, am Anfang kann man die Finger nicht voneinander lassen aber irgendwann spielt man sich ein. Für jeden ist das aber unterschiedlich und kann sich auch ändern, im Moment ist das super für uns beide so. Wir kleben auch nicht jeden Tag aneinander, mal kuscheln wir nur, mal gibts nur ein Gute Nacht Kuss, kein festes Ritual. Eher das worauf man gerade Lust hat und was man braucht.

W 27
 
  • #87
Ja, es gibt eben Fragestellungen, die sind etwas subtil. Nicht das Offensichtliche "Hilfe, Mann schlägt mich, was soll ich tun?", Nichts, was man mit einer einzigen Weisheit "ich mache einfach, wozu ich Lust habe" abtun könnte, auch nichts, wo ein vereinfachtes Rollenbild "Mann zwingt Frau zum Sex" passt.

In meiner Erfahrung ist körperliche Nähe und Sex nichts, was vor allem Männer einfordern würden. Und ein gutes Sexleben ist nichts, was einfach so vom Himmel fällt, sondern bietet viele Möglichkeiten von Frust und Missverständnis. Viele Menschen reden z.B. sehr wenig über Sex, weil sie sich da verletzlich fühlen, Komplexe haben etc.
wenn mir danach ist ...schon Lust ... wenig Lust ...nach Lust... ich finde das ziemlich perfekt ... am Anfang kann man die Finger nicht voneinander lassen aber irgendwann ...worauf man gerade Lust hat und was man braucht.
Es ist eben problematisch, etwas für die Paarbindung so Zentrales wie das Sexleben ganz von einer als zufällig, nicht beeinflussbar und individuell, quasi genetisch festgelegt verstandenen "Lust" abhängig zu machen, obwohl man weiß, dass man dessen Dynamik gemeinsam aktiv beeinflussen kann (aber auch dieser Satz ist wahrscheinlich zu komplex geraten).

Typisch für diese Einstellung finde ich auch das "Nachlassen" sexueller Aktivität nach dem Anfang, und das dann als "Naturgesetz" hinzunehmen (bzw. deswegen auf die Polygamie des Menschen zu schließen). Es gibt dann halt wieder einen Thread "Hilfe, ich empfinde nichts mehr für meinen Partner und will keinen Sex mehr mit ihm". Klare Verwechslung von Ursache und Wirkung.

Ich denke, dass die Mehrzahl der Frauen, die so großen Wert auf täglichen Sex legen, sicher auch in der Single-Phase häufiger lose Beziehungen eingegangen sind
Das ist ein unzulässiger Schluss. Eine intakte Persönlichkeit sucht sich einen Partner, um guten Sex zu haben und nimmt keinen Shortcut in Form von Wahllosigkeit. Das ist wie Drogen statt erfülltes, befriedigendes Leben.
 
  • #88
Ich frage mich, ob der FS einer religiös- spirituellen Richtung angehört.
Wir erfahren hier eigentlich nichts von ihm, ausser zum Thema Sexualität.
In einer Beziehung scheint das das Hauptelement zu sein
Eine Frau, die jeden Tag für Sex zur Verfügung steht, dabei absolut treu ist und auch keine sonstigen Absprüche stellt- dürfte für manche ein Ideal sein.
Sexualität ist wichtig, und schafft auch eine Verbindung, die durch Reden nicht erreicht wird.
Aber was ist mit den übrigen Bereichen?
Wenn du dich mit Yoga beschäftigst, was ist mit der Ganzheitlichkeit?
 
B

Blume94

Gast
  • #89
Es ist eben problematisch, etwas für die Paarbindung so Zentrales wie das Sexleben ganz von einer als zufällig, nicht beeinflussbar und individuell, quasi genetisch festgelegt verstandenen "Lust" abhängig zu machen, obwohl man weiß, dass man dessen Dynamik gemeinsam aktiv beeinflussen kann (aber auch dieser Satz ist wahrscheinlich zu komplex geraten).
Sex ist doch nur ein Bestandteil in einer Beziehung den alle Paare unterschiedlich wichtig einstufen und es sollte sich doch nicht nur um Sex drehen bzw. um täglichen Sex (gut für manche mag es den Hauptbestandteil darstellen aber dann wäre es doch viel einfacher sich jemanden für täglichen Sex zu suchen, hat man den ganzen anderen Beziehungskram drum herum nicht 🤷‍♀️)
Also ich hab lieber Sex und bin lustvoll dabei als mich jeden Tag halbherzig dazu ermutigen zu müssen weil ich noch bedient bin vom Vortag oder einfach einen schlechten Tag hatte aus welchen Gründen auch immer. Man hat doch auch nicht immer den gleichen Tagesablauf, die gleiche Laune und Stimmung.
Du scheinst ja nur an Sex zu denken 8/7 oder was 🤷‍♀️
 
  • #90
Die Männer wollten Distanz für sich und wenn ihnen diese von der Seite der Frauen in gleichem Maß begegnete, dann war das von ihnen nicht erwünscht - die "Zuneigung" der Frau war ihnen zu wenig
Hehe, das ist so ein Phänomen. Ich halte das für ein Mutti-Sohn-Ding. Die Mutter satellitete früher auch immer um den Sohn rum mit "tu dies, tu das", weil sie "das Beste wollte für ihn", und das Kind war froh, wenn es sich dem Einfluss mal entziehen konnte. Ich glaube, diese Erwartung ans Frauenverhalten steckt in solchen Männern noch drin.
Aber dann finden sich halt nur solche Klammerleute und die Freigängertypen zusammen, die Beziehung als belastend empfinden.
Gibt es geschlechtlich in allen Konstellationen (bis die Männer Schluss machen, weil die Frau sie "zu wenig liebt" und ihr ihr Kram wichtiger ist als Beziehung und Mann).

Ein gemeinsamer Alltag kann sehr schön sein, wenn man dem anderen Raum lassen kann und aufpasst, dass es nicht Trott wird. Aber Trott gibt es auch bei LAT. Wenn ich das lese, was @Verwirrt1111 so schreibt an Stundenplan-Planung, dann wird sowas ja SOFORT Trott und überfrachtet mit Erwartungen, dass man jetzt wieder Sex haben muss, weil es die Stunde geschlagen hat. Wäre für mich ein absoluter Lustkiller. Das ist für mich was ganz anderes, sich pro Woche eine bestimmte Zeit für Paarzeit freizumachen in einem ansonsten sehr vollgepackten Leben, und dann zu überlegen, was man in dieser Zeit Schönes mit dem Partner machen will.

Ich denke sogar, dass gerade bei LAT schnell Trott einziehen kann, weil man schon weiß, dass man sich ne Weile nicht sieht, und dann denkt, JETZT MUSS aber Sex stattfinden. Spontaneität ist vielleicht gar nicht wirklich mehr möglich. Bei Fernbeziehungen besteht hier noch mehr die Gefahr mit dem "jetzt muss aber".
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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